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Nahost-Ticker: News vom 20. März in der Nachlese

Nahost-Ticker: News vom 20. März in der Nachlese

Die News vom 20. März in der Ticker-Nachlese.

Über dieses Thema berichtet: BR24 TV am .

Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.

Karte zur militärischen Lage im Nahen Osten

22.49 Uhr: Trump - Erwägen Angriffe auf den Iran zurückzufahren

US-Präsident Donald Trump erwägt, die Militärangriffe auf den Iran zurückzufahren. Die USA stünden kurz davor, die eigenen Ziele in dem Krieg zu erreichen, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Zu den beinahe erreichten Zielen zählen laut Trump die komplette Zerstörung der iranischen Raketenkapazitäten und Rüstungsindustrie, eine Eliminierung der iranischen Marine und Luftwaffe, eine Absicherung, dass der Iran nie eine Atombombe bauen könne, und der Schutz der US-Verbündeten in der Region.

US-Präsident Donald Trump
Bildrechte: pa/dpa/Kyle Mazza, Kyle Mazza
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US-Präsident Donald Trump

22.43 Uhr: Zahl der Toten im Libanon auf 1.021 gestiegen

Die Zahl der Todesopfer im Libanon seit Beginn der neuen Kämpfe zwischen der Hisbollah und Israel ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Beirut auf 1.021 gestiegen. In den vorangegangenen 24 Stunden seien 20 neue Todesopfer gemeldet worden, teilte das Ministerium am Freitag mit. Die Zahl der Verletzten stieg demnach um 57 auf 2.641.

22.35 Uhr: Centcom - 232 US-Soldaten seit Kriegsbeginn verletzt

Seit Beginn der Angriffe auf den Iran sind 232 US-Soldaten verletzt worden. 207 von ihnen seien bereits wieder im Dienst, sagte Tim Hawkins, ein Sprecher des US-Regionalkommandos für den Nahen Osten (Centcom), der Nachrichtenagentur AP. Zuletzt hatte Centcom am Montag rund 200 verletzte Soldaten gemeldet. Es sind also 30 dazugekommen. Die Zahl der Schwerverletzten blieb aber gleich bei 10. 13 US-Soldaten kamen seit Kriegsbeginn ums Leben.

22.22 Uhr: Insider - Irak stoppt Ölförderung ausländischer Konzerne

Wegen der Eskalation des Krieges zwischen den USA, Israel und dem Iran hat der Irak Insidern zufolge für alle von ausländischen Konzernen erschlossenen Ölfelder höhere Gewalt (Force Majeure) geltend gemacht. Militäreinsätze hätten die Schifffahrt durch die Straße von Hormus gestört und die meisten Rohölexporte des Landes zum Erliegen gebracht, sagten drei mit dem Vorgang vertrautePersonen. In einem Schreiben des Ölministeriums vom 17. März, das der Nachrichtenagentur Reuters vorlag, hieß es, die beispiellosen Kampfhandlungen hätten die Durchfahrt durch die Meerenge stark beeinträchtigt. Da die meisten irakischen Ölexporte über diese Route abgewickelt würden, seien die Lagerkapazitäten nun erschöpft. Das Ministerium ordnete dem Schreiben zufolge einen vollständigen Produktionsstopp in den betroffenen Konzessionsgebieten an, ohne dass die Unternehmen vertraglichen Anspruch auf Entschädigung hätten. Ölminister Hajan Abdel-Ghani erklärte am Freitag, die Produktion der Basra Oil Company sei von 3,3 Millionen auf 900.000 Barrel pro Tag gedrosselt worden. Die verbleibende Menge werde für den Betrieb heimischer Raffinerien genutzt.

21.30 Uhr: US-Kreise warnen vor Lücken in Europas Luftabwehr

Die Verlegung einer beträchtlichen Zahl von Patriot-Abwehrraketen der USA in Richtung Naher Osten hat nach Einschätzung von Vertretern des US-Verteidigungsministeriums bei Europas Luftabwehr ernstzunehmende Lücken hinterlassen. Der Vorrat an Patriot-Raketen in Europa und anderswo schwinde wegen des Iran-Kriegs deutlich und habe zu einer "ziemlich besorgniserregenden" Lage geführt, sagte ein US-Vertreter, der anonym bleiben wollte, der Nachrichtenagentur AP. Zwei Patriot-Raketenabwehrsysteme wurden aus Deutschland in die Türkei verlegt, wie das Verteidigungsministerium in Ankara und drei US-Vertreter bestätigten. Die dazugehörigen Raketen seien von verschiedenen Orten in Europa ebenfalls in die Region gebracht worden, um Vergeltungsangriffe des Irans abzuwehren.

Auf eine Frage der AP zur Verlegung der Raketen sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt: "Das US-Militär verfügt über mehr als genug Munition und Waffenvorräte, um die von Präsident Trump festgelegten Ziele der Operation 'Epic Fury' zu erreichen – und noch weit darüber hinaus." Einer der US-Vertreter betonte, dass es innerhalb der Nato noch ausreichend Kapazitäten gebe, Europa zu verteidigen, auch wenn die USA Raketen verlegten.

21.19 Uhr: Trump lehnt Waffenruhe ab

US-Präsident Donald Trump lehnt eine Feuerpause ab. "Wir können einen Dialog führen, aber ich will keine Waffenruhe", sagte Trump vor Journalisten. "Wissen Sie, man vereinbart keine Waffenruhe, wenn man die andere Seite gerade vernichtet." Eine iranische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor.

20.23 Uhr: Großbritannien erlaubt USA Nutzung von Militärbasen

Die britische Regierung erlaubt den USA die Nutzung ihrer Militärbasen für Angriffe auf iranische Raketenstellungen, welche die Schifffahrt in der Straße von Hormus bedrohen. Dies wird nach Beratungen des britischen Kabinetts über die Lage dort bekanntgegeben. Das Abkommen zur kollektiven Selbstverteidigung der Region umfasse US-Einsätze zur Zerstörung derartiger Raketenstellungen, teilte das Büro von Premierminister Keir Starmer mit.

18.30 Uhr: Medienbericht - Iran nicht zu Verhandlungen über Straße von Hormus bereit

Der Iran ist einem Medienbericht zufolge nicht zu Verhandlungen über eine Öffnung der Straße von Hormus bereit, solange er angegriffen wird. Die Meldung der Agentur Bloomberg bezieht sich auf die faktisch blockierte Wasserstraße, über die ein erheblicher Teil des weltweiten Öl- und Erdgastransports läuft.

18.19 Uhr: Lage am europäischen Erdgasmarkt beruhigt sich etwas

Die Lage am europäischen Erdgasmarkt hat sich etwas beruhigt. Der Preis für europäisches Erdgas gab nach den Turbulenzen am Vortag etwas nach. An der Börse in Amsterdam sank der Preis für den richtungweisenden Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat am Nachmittag um drei Prozent auf 59,04 Euro je Megawattstunde (MWh). Am Donnerstag war der Gaspreis noch zeitweise bis auf 71,45 Euro gestiegen. Allerdings hatte er im Tagesverlauf schon einen Teil seiner Gewinne wieder abgegeben.

Israel hatte am Mittwoch das Gasfeld "South Pars" bombardiert. Als Reaktion attackierte der Iran die für den Weltmarkt bedeutenden Flüssiggasanlagen im katarischen Industriegebiet Ras Laffan.

18.09 Uhr: Israel - Stützpunkte der Armee in Syrien angegriffen

Als Reaktion auf Attacken gegen die Minderheit der Drusen in der syrischen Provinz Suweida mit offenbar mehreren Toten hat Israel Stützpunkte der Armee in Syrien angegriffen. Israels Verteidigungsminister Israel Katz erklärte, sein Land werde es nicht zulassen, dass die syrische Regierung "unseren Krieg gegen den Iran und die Hisbollah ausnutzt, um den Drusen zu schaden". Die israelische Armee teilte mit, in der Nacht zum Freitag seien ein Hauptquartier und Waffen in Militärlagern im Süden Syriens bombardiert worden. Das Außenministerium in Damaskus verurteilte die israelischen Angriffe.

Im Audio: USA verlegen weiteres Kriegsschiff

Archivbild (04.03.2026): USS Boxer
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Archivbild (04.03.2026): USS Boxer

17.44 Uhr: Nato Mission Iraq aus dem Irak abgezogen

Wegen des Iran-Kriegs hat die Nato ihre Mission aus dem Irak abgezogen. Die Nato Mission Iraq (NMI) habe "ihr gesamtes Personal sicher aus dem Nahen Osten nach Europa verlegt", erklärte das Nato-Oberkommando der Alliierten Streitkräfte in Europa (Shape). Die Mission werde nun vom Einsatzhauptquartier in Neapel aus weitergeführt. Das Bundesverteidigungsministerium bestätigte, dass auch Bundeswehr-Personal aus Bagdad abgezogen wurde. 

17.27 Uhr: Großbritannien warnt den Iran vor Angriffen auf britische Einrichtungen

Großbritannien hat den Iran vor Angriffen auf britische Einrichtungen gewarnt. In einem Telefonat habe die britische Außenministerin Yvette Cooper gegenüber ihrem iranischen Kollegen Abbas Araghtschi die Warnung ausgesprochen, dass der Iran keine Militärstützpunkte, Territorien oder andere Einrichtungen des Vereinigten Königreichs "direkt ins Visier nehmen" solle, teilte am Freitag das Außenministerium in London mit. Cooper sagte Araghtschi außerdem, dass das "defensive Vorgehen" Großbritanniens in der Golfregion "Antwort auf die iranische Aggression gegen Partner-Länder am Persischen Golf" sei. Darüber hinaus drang sie den Angaben zufolge auf eine schnelle Friedenslösung im Iran-Krieg.

Araghtschi warf Großbritannien seinem Ministerium zufolge in dem Telefonat eine Beteiligung an den israelischen und US-Angriffen auf sein Land vor. Die Nutzung britischer Luftwaffenstützpunkte durch US-Kampfjets werde "als Beteiligung an der Aggression" gegen den Iran betrachtet und "in die Geschichte der Beziehungen zwischen unseren Ländern eingehen", sagte Araghtschi demnach.

17.17 Uhr: Israelische Bodeneinsätze im Libanon dauern an

Bei ihren Bodeneinsätzen im Südlibanon hat die israelische Armee nach eigenen Angaben mit Unterstützung aus der Luft mehrere Mitglieder der Hisbollah getötet. Wie Israels Militär mitteilte, wurden seit dem Beginn "gezielter Bodeneinsätze" vor rund einer Woche auch Stellungen der Miliz zerstört und Waffen sichergestellt.

Aus libanesischen Sicherheitskreisen hieß es, es gebe derzeit heftige Kämpfe zwischen der Hisbollah und israelischen Soldaten in der Stadt Chiam. Diese hätten sich inzwischen in den Norden der Stadt verlagert, da Israels Armee immer weiter vordringe. Insgesamt sei das Militär aus dem südlichen Nachbarland bereits sieben Kilometer tief im Libanon vorgerückt. 

16.42 Uhr: Chamenei lobt Standhaftigkeit der Iraner - und bleibt erneut unsichtbar

Der Oberste Führer des Iran, Modschtaba Chamenei, hat die Standhaftigkeit seiner Landsleute gewürdigt. Die Angriffe der USA und Israels beruhten auf der Illusion, dass sie durch die Tötung von Spitzenpolitikern den Sturz der Regierung herbeiführen könnten, hieß es in einer schriftlichen Erklärung Chameneis, die anlässlich des persischen Neujahrsfestes im Fernsehen verlesen wurde. Darin hieß es, die Iraner hätten "eine landesweite Verteidigungsfront und Bastionen in Städten, Stadtvierteln und Moscheen aufgebaut" und den Feind verwirrt, sodass er "in Widersprüche und irrationale Erklärungen" verfalle.

Bemerkenswert ist, dass Modschtaba Chamenei erneut nicht zu sehen war. Nach israelischen Geheimdiensteinschätzungen wurde er verwundet, als sein Vater Ali Chamenei, der vorherige Oberste Führer des Landes, zu Beginn des Krieges getötet wurde. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sagte, Chamenei sei möglicherweise verwundet oder auch entstellt. Seit seiner Wahl zum Nachfolger seines Vaters veröffentlichte Chamenei mehrere Stellungnahmen, trat aber nicht öffentlich auf.

16.38 Uhr: Israel meldet Tötung des Geheimdienstchefs der Basidsch-Miliz

Die israelische Armee hat die Tötung eines weiteren ranghohen Mitglieds der iranischen Basidsch-Miliz bekanntgegeben: Der Geheimdienstchef der paramilitärischen Einheit, Esmail Ahmadi, sei bei einem Angriff im der Nacht zum vergangenen Dienstag "ausgeschaltet" worden, erklärte die Armee. Ahmadi habe unter anderem eine "zentrale Rolle" bei der "Umsetzung terroristischer Aktivitäten" der Basidsch-Miliz und bei der Niederschlagung der landesweiten Proteste zu Jahresbeginn gespielt. 

Bei dem Angriff auf Ahmadi handelte es sich den Angaben zufolge um denselben, bei dem auch der Chef der Basidsch-Miliz, Gholamresa Soleimani, getötet wurde. Dessen Tod wurde bereits vom Iran bestätigt. 

16.15 Uhr: Chamenei weist Verwicklung in Angriffe auf Türkei und Oman zurück

Der geistliche Führer des Iran, Modschtaba Chamenei, hat eine Verwicklung seines Landes in Angriffe auf die Türkei und den Oman zurückgewiesen. Diese seien weder vom Iran noch von verbündeten Kräften ausgeführt worden, erklärte Chamenei in einer Mitteilung. Auf seinem Telegram-Kanal betonte er zudem, der Iran glaube fest an eine Stärkung der Beziehungen zu den Nachbarstaaten. In diesem Zusammenhang rief er Afghanistan und Pakistan auf, ihre Beziehungen zu verbessern, und bot iranische Hilfe an. Zudem rief Chamenei laut dem Staatsfernsehen das neue iranische Jahr zum Jahr einer "widerstandsfähigen Wirtschaft im Schatten von nationaler Einheit und nationaler Sicherheit" aus.

16.02 Uhr: Einschlag von Geschoss in der Nähe der Altstadt von Jerusalem

In unmittelbarer Nähe der Altstadt von Jerusalem ist ein Geschoss eingeschlagen. Rauch stieg in der Nähe der Stadtmauern auf, wie das israelische Fernsehen zeigte. Journalisten hatten zuvor laute Explosionen über Jerusalem gehört, Israel hatte vor iranischen Raketen gewarnt.

Auf Bildern israelischer Medien war ein Krater in einer Straße zu sehen, die anscheinend in der Nähe des jüdischen und armenischen Viertels der Altstadt liegt. Die israelische Polizei teilte mit, sie nehme Suchaktionen vor, um die Einschlagsorte von Munition oder abgefangenen Geschossteilen im Bereich Jerusalem ausfindig zu machen.

15.20 Uhr: Insider - USA verlegen Tausende Soldaten nach Nahost

Die USA verlegen Insidern zufolge Tausende zusätzliche Soldaten in den Nahen Osten. Dies sagten drei US-Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters unter Wahrung der Anonymität. Welche genaue Rolle die zusätzlichen Einheiten übernehmen sollen, ließen die Informanten offen. Das Weiße Haus und das US-Verteidigungsministerium nahmen zu den Informationen noch nicht Stellung.

Einem Bericht des Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf vier Insider zufolge erwägt die US-Regierung, die iranische Ölexport-Drehscheibe auf der Insel Charg zu besetzen. US-Präsident Donald Trump sagte dazu am Donnerstag: "Wenn ich es tun würde, würde ich es Ihnen sicherlich nicht sagen. Aber ich setze keine Truppen ein. Wir werden tun, was nötig ist." Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte am Donnerstag ohne weitere Erläuterungen, ein Sturz der iranischen Regierung erfordere eine "Bodenoffensive".

14.59 Uhr: Trump beschimpft Nato-Partner als "Feiglinge"

US-Präsident Donald Trump hat die Nato-Verbündeten wegen mangelnder Unterstützung im Krieg der USA und Israels gegen den Iran erneut scharf angegriffen. "Ohne die USA ist die Nato ein Papiertiger!", schrieb Trump in einem Beitrag in den sozialen Medien. Er bezeichnete die Verbündeten als "Feiglinge" und fügte hinzu: "Wir werden uns daran erinnern!"

14.33 Uhr: Nato zieht wegen Iran-Krieg ihre Mission im Irak ab

Angesichts des Iran-Kriegs hat die Nato ihre Mission aus dem Irak abgezogen. "Wir können bestätigen, dass wir unsere Präsenz im Rahmen der Nato-Mission im Irak anpassen", teilte eine Nato-Sprecherin in Brüssel mit. Aus irakischen Regierungskreise verlautete, es handele sich um einen "vorübergehenden Abzug" der "gesamten Nato-Mission", mit Ausnahme einer kleinen Anzahl von Personal. Den Angaben aus Bagdad zufolge ist die Nato "wegen der Lage besorgt". Es gebe "keine Meinungsverschiedenheiten" mit der irakischen Regierung.

Die Nato-Sprecherin erläuterte, die "Sicherheit unseres Personals" habe "oberste Priorität". Daher würden "zu dieser Angelegenheit keine weiteren Einzelheiten bekannt" gegeben, fügte sie hinzu. Die Zusammenarbeit mit dem Irak werde aber fortgesetzt. Die Nato-Mission, die den Irak beratend beim Aufbau von Streit- und Sicherheitskräften unterstützen soll, hat ihr Hauptquartier auf einem irakischen Militärstützpunkt in der sogenannten Grünen Zone Bagdads, nahe der US-Botschaft. Diese war seit dem Beginn des Iran-Kriegs mehrmals Ziel von Angriffen. 

14.15 Uhr: Iranischer Militärsprecher droht mit Attentaten in aller Welt

Der Sprecher der iranischen Streitkräfte hat vor dem Hintergrund der Angriffe auf sein Land mit weltweiten Attentaten auf Verantwortliche, Kommandeure, Piloten und Soldaten feindlicher Mächte gedroht. Diese stünden unter Beobachtung, auf Grundlage von Informationen, die dem Iran vorlägen, seien "Erholungsgebiete, Touristenziele und Freizeitzentren" auf der ganzen Welt für die "Feinde des Landes" künftig nicht mehr sicher, erklärte Schekartschi laut der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur.

Die Stellungnahme könnte die Sorge verstärken, dass sich die Islamische Republik auf eine Taktik der Militanz außerhalb der Nahost-Region verlagern könnte, zumal kurz zuvor der neue Oberste Führer des Irans, Modschtaba Chamenei, in einem Schreiben an Präsident Massud Peseschkian mitteilen ließ, man müsse Feinden der Islamischen Republik die "Sicherheit" nehmen. In einer Mitteilung auf dem X-Profil Chameneis hieß es ebenfalls, nach dem Tod von Geheimdienstchef Ismail Chatib müssten die "übrigen Beamten und Mitarbeiter" diese Lücke ausgleichen und den "Feinden im In- und Ausland" die Sicherheit entziehen.

14.09 Uhr: Energieagentur IEA warnt vor schwerster Energiekrise der Geschichte

Der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, hat vor der möglicherweise schwersten Energiekrise der Geschichte gewarnt. Es könne bis zu sechs Monate dauern, die Öl- und Gasflüsse aus der Golfregion wiederherzustellen, so Birol. "Es wird für einige Anlagen sechs Monate dauern, bis sie wieder betriebsbereit sind, für andere noch viel länger", sagte er der "Financial Times". Politiker und Märkte unterschätzten das Ausmaß der Störung. Rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und Gasversorgung sei in der Region blockiert.

13.48 Uhr: Hilfsorganisation - Humanitäre Notlage im Iran nimmt rapide zu

Der Leiter des Norwegischen Flüchtlingsrats (NRC), Jan Egeland, hat vor einer dramatischen Verschlechterung der humanitären Lage im Iran gewarnt. Schätzungen zufolge seien mehr als drei Millionen Menschen im Land auf der Flucht, sagte Egeland dem Fernsehsender Al Jazeera. Der Iran sei riesig und der Bedarf wachse rasant, so der NRC-Generalsekretär. Seine Organisation sei "überlastet, überfordert und unterfinanziert", Schiffs- und Flugverkehr seien unterbrochen, sodass es schwierig sei, Hilfsgüter ins Land zu bringen.

"Die Menschen fliehen mit ihren eigenen Autos aus den Großstädten, vor allem aus Teheran, in der Hoffnung, dass kleinere Städte sicher sind, doch viele dieser Orte werden ebenfalls bombardiert", so Egeland. Je länger der Konflikt andauere, desto stärker würden alle Lebensbereiche beeinträchtigt: Öffentliche Dienste brächen zusammen, Versorgungswege würden unterbrochen, Geschäfte müssten schließen oder würden zerstört, und die Hilfsarbeit werde immer schwieriger.

13.38 Uhr: Rund 100 Festnahmen in Abu Dhabi wegen Verbreitens von Falsch-Informationen zum Iran-Krieg

Die Polizei in den Vereinigten Arabischen Emiraten hat nach eigenen Angaben mehr als hundert Menschen festgenommen, weil sie Videoaufnahmen gemacht und "irreführende Informationen" über den Iran-Krieg in sozialen Netzwerken verbreitet haben sollen. Die 109 Festgenommenen hätten verschiedene Nationalitäten, hieß es in einer Erklärung der Polizei von Abu Dhabi. Sie hätten "Orte und Vorfälle gefilmt und falsche Informationen über Social-Media-Plattformen verbreitet". 

"Solche Aktionen können die öffentliche Meinung aufstacheln und zur Verbreitung von Gerüchten beitragen", hieß es in der Erklärung der Polizei. Ähnliche Maßnahmen gab es auch in anderen Golfstaaten. In Katar wurden bislang mehr als 300 Menschen festgenommen, die Bilder von iranischen Angriffen gemacht und "irreführende" Informationen weitergegeben haben sollen. Auch in Bahrain und Kuwait wurden ähnliche Maßnahmen ergriffen. 

13.30 Uhr: Bericht - Zwei iranische Spione in Großbritannien festgenommen

In Großbritannien sind einem Zeitungsbericht zufolge zwei mutmaßliche iranische Spione festgenommen worden. Die beiden hätten am Donnerstag versucht, in den Stützpunkt der britischen Atom-U-Boote in Schottland zu gelangen, berichtet die "Sun".

13.23 Uhr: Ukraine hat Drohnenabwehreinheiten in fünf Nahost-Länder geschickt

Die Ukraine hat Militäreinheiten in fünf Länder des Nahen Ostens entsandt, um dort den Schutz von kritischer und ziviler Infrastruktur vor Drohnenangriffen zu verbessern Das teilte der Sekretär des ukrainischen Sicherheitsrates, Rustem Umjerow, nach einem Besuch in der Region mit. Er habe in der vergangenen Woche die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien, Katar, Kuwait und Jordanien besucht. Dort seien nun ukrainische Einheiten im Einsatz, schreibt Umjerow auf X. Zudem seien weitere Schritte für eine "langfristige Sicherheitskooperation" mit jedem der Staaten skizziert worden. "Es wurden Abfangeinheiten zum Schutz ziviler und kritischer Infrastruktur stationiert", erklärte Umjerow.

12.45 Uhr: Berichte - USA und Israel attackieren Frachtschiffe in iranischen Häfen

Im Krieg gegen den Iran haben die USA und Israel laut iranischen Behörden mindestens 16 iranische Frachtschiffe in iranischen Häfen am Persischen Golf attackiert. Die Schiffe seien dabei verbrannt, hieß es in einem Bericht der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim.

Angriffe gab es laut einem Vertreter der Behörden der Provinz Hormusgan in den Städten Bandar Lengeh und Bandar Kong, die beide an der strategisch wichtigen Straße von Hormus liegen. Die Schiffe seien "völlig ausgebrannt", sagte der Behördenvertreter Tasnim zufolge.

12.04 Uhr: Russland bestellt Israels Botschafter wegen Verletzung von Reportern ein

Das russische Außenministerium hat den israelischen Botschafter in Moskau einbestellt, um formell gegen einen Raketenangriff im Südlibanon zu protestieren. Bei dem israelischen Angriff am Donnerstag seien Journalisten des russischen Staatsfernsehens verletzt worden, meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass. Botschafter Oded Joseph sei mitgeteilt worden, dass Russland eine Untersuchung des Vorfalls verlange sowie die Zusicherung, dass sich ein solcher nicht wiederholen werde.

11.54 Uhr: Israel setzt Luftangriffe im Iran fort

Die israelische Armee setzt ihre am Morgen begonnenen Luftangriffe auf den Iran fort. Die Luftwaffe habe neue Bombardements auf Stellungen der iranischen Führung in der Gegend der Stadt Nur im Norden des Landes begonnen, hieß es in einer Mitteilung am Mittag. Außerdem würden derzeit Ziele östlich der iranischen Hauptstadt Teheran attackiert.

11.23 Uhr: Leichtere Ausfuhr von Verteidigungswaffen in Golfstaaten

Die Bundesregierung erleichtert befristet die Lieferung von Rüstungsgütern zur Verteidigung an die die Golfstaaten. In den kommenden sechs Monaten gilt eine allgemeine Genehmigung für Waffen und Rüstungsgüter, die der Luft- und Seeverteidigung dienen, wie das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin mitteilte. Damit solle die Lieferung beschleunigt werden.

Rüstungsexporteure müssen damit in den von der Regelung eingeschlossenen Fällen keinen Ausfuhrantrag beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle mehr stellen. Die Unternehmen müssen sich aber registrieren und monatlich ihre Exporte melden. Die allgemeine Genehmigung ist zunächst bis zum 15. September befristet.

10.28 Uhr: USA erwägen Blockade oder Besetzung der Insel Charg

Die US-Regierung erwägt einem Bericht des US-Onlineportals Axios zufolge, die für den Ölexport wichtige iranische Insel Charg zu blockieren oder zu besetzen. So solle Druck auf die Führung in Teheran ausgeübt werden, damit sie die für die Schifffahrt und vor allem Ölexporte der Golf-Staaten wichtige Straße von Hormus wieder öffnet. Axios stützt sich nach eigenen Angaben auf vier Insider, die mit den entsprechenden Plänen vertraut sind.

10.50 Uhr: Italien verhandelt mit mehreren Ländern über Gaslieferungen

Italien verhandelt nach dem Ausfall von Gaslieferungen aus Katar infolge iranischer Angriffe mit mehreren Ländern über eine zusätzliche Versorgung. Man sei unter anderem mit den USA, Aserbaidschan und Algerien im Gespräch, sagt Energieminister Gilberto Pichetto Fratin. Italien sei sich mit der Europäischen Union einig, dass die EU nicht zum Kauf von russischem Gas zurückkehren solle, unterstreicht der Minister. Italien ist stark abhängig von Gasimporten und vom Ausfall von Lieferungen aus Katar besonders betroffen - wie auch Belgien, Südkorea und China.

10.12 Uhr: Nutzung von Militärbasen durch US-Armee - Iran wirft Großbritannien Beteiligung an Angriffen vor

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat Großbritannien eine Beteiligung an den israelischen und US-Angriffen auf sein Land vorgeworfen. Die Nutzung britischer Luftwaffenstützpunkte durch US-Kampfjets werde "als Beteiligung an der Aggression" gegen den Iran betrachtet und werde "in die Geschichte der Beziehungen zwischen unseren Ländern eingehen", sagte Araghtschi in einem Telefonat mit der britischen Außenministerin Yvette Cooper, wie sein Ministerium am Freitag mitteilte.

09.17 Uhr: China ruft Konfliktparteien dazu auf, stabile Ölversorgung sicherzustellen

China ruft alle am Golf-Konflikt beteiligten Parteien auf, eine stabile und ungehinderte Ölversorgung zu gewährleisten. Der Sprecher des Außenministeriums, Lin Jian, nennt jedoch keine Länder. Er äußert sich nach einer Erklärung von US-Finanzminister Scott Bessent, der am Donnerstag gesagt hat, die USA könnten die Sanktionen gegen iranisches Öl auf See aufheben, um die Ölpreise niedrig zu halten.

09.14 Uhr: Iranische Revolutionsgarden melden Tötung ihres Sprechers bei Luftangriff

Der Sprecher der iranischen Revolutionsgarden ist nach Angaben Teherans bei Luftangriffen der USA und Israels getötet worden. Ali Mohammed Naini sei am frühen Freitagmorgen einer "feigen Terrorattacke der amerikanisch-zionistischen Seite" zum Opfer gefallen, erklärten die Revolutionsgarden auf ihrer Website "Sepah News". Die Garden sind die ideologische Armee des Iran und eine wichtige Stütze der Islamischen Republik.

Im Audio: Weitere hochrangige Vertreter des Regimes getötet

Schäden in Teheran nach Angriffen vom 15. März
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Schäden in Teheran nach Angriffen vom 15. März

08.35 Uhr: Israel greift Ziele der syrischen Regierung in Suwaida an

Israel hat Einrichtungen des syrischen Militärs in der Provinz Suwaida im Süden angegriffen. Ziele des Beschusses in der Nacht seien ein Kommandozentrum und Waffen in Armeeanlagen gewesen, teilte das israelische Militär am Freitag mit. Vorausgegangen waren Angriffe auf drusische Zivilisten. Das israelische Militär erklärte, es werde nicht dulden, dass die drusische Bevölkerung Schaden erleide. Es werde weiterhin Einsätze geben, um sie zu verteidigen. Zudem werde die Entwicklung in der Region beobachtet.

07.40 Uhr: Angeblich kein Mangel an Raketen im Iran - Produktion läuft trotz des Kriegs weiter

Der Iran hat trotz der anhaltenden Angriffe Israels und der USA nach eigenen Angaben keinen Mangel an Raketen. Die Produktion von Raketen laufe trotz des Krieges weiter, teilen die iranischen Revolutionsgarden mit. Es gebe keine Engpässe bei den Vorräten.

07.37 Uhr: Israel meldet Angriffe auf syrische Militärinfrastruktur

Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben wegen Angriffen auf Drusen in der syrischen Provinz Suweida militärische Infrastruktur im Süden des Nachbarlandes bombardiert. Getroffen worden seien ein syrisches Kommandozentrum, sowie Waffenlager. Das teilte das Militär am Freitag mit. Die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana berichtete zunächst nicht über einen israelischen Angriff. Es wäre der erste seit Beginn des US-israelischen Kriegs gegen den Iran am 28. Februar.

06.15 Uhr: UN-Flüchtlingshilfswerk - Vertreibung traumatisiert Kinder im Libanon

Kindern im Libanon drohen durch die aktuellen Vertreibungen nach Helferangaben zunehmend Stress, Traumata und andere psychische Belastungen. "Der Stress führt bei vielen dazu, dass sie nicht mehr richtig schlafen können, schreckhaft sind und sich auch untereinander aggressiver begegnen", sagte die Koordinatorin des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR vor Ort, Leana Podeszfa, der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Seit Anfang März wurden wegen israelischer Angriffe der Süden des Landes sowie Teile der Hauptstadt Beirut evakuiert. Rund eine Million Menschen sind den Angaben zufolge derzeit im Land auf der Flucht, über ein Drittel davon sind Minderjährige.

06.13 Uhr: EU-Staatschefs fordern Deeskalation im Libanon

Die Staats- und Regierungschefs der EU-Länder haben zum Schutz der Bevölkerung und der zivilen Infrastruktur im Libanon aufgerufen. Der Europäische Rat sei sehr besorgt über die Zunahme der Kampfhandlungen und deren schweren Folgen für die Zivilbevölkerung, etwa Vertreibung, Leid und Tod, hieß es in einer am Donnerstagabend veröffentlichten Erklärung in Brüssel. Die Staatsspitzen forderten die Einhaltung des Völkerrechts.

06.01 Uhr: Strompreise für Neukunden als Folge des Iran-Kriegs spürbar gestiegen

Im Zuge des Iran-Kriegs sind einer Auswertung zufolge neben den Gas- nun auch die Strompreise für Neukunden deutlich gestiegen. Beim Abschluss eines neuen Tarifs zahlen Verbraucherinnen und Verbraucher derzeit im Schnitt 31,68 Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh) für Tarife mit zwölf Monaten Preisgarantie, wie das Verbraucherportal Finanztip am Donnerstag mitteilte. Damit stieg der Preis innerhalb der vergangenen drei Wochen um über fünf Prozent oder 1,58 ct/kWh.

05.50 Uhr: Drohnenangriffe auf Ölraffinerie in Kuwait

Die kuwaitische Ölraffinerie Mina Al-Ahmadi ist am frühen Morgen von mehreren Drohnen angegriffen worden. Dabei sei in einigen Anlagen ein Feuer ausgebrochen, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur unter Berufung auf den Ölkonzern KPC. Verletzte wurden demnach zunächst nicht gemeldet. Die Feuerwehr sei sofort im Einsatz gewesen. Mehrere Anlagen seien vorsorglich abgeschaltet worden, um die Sicherheit der Arbeiter zu gewährleisten.

05.14 Uhr: UN-Sicherheitsrat hält Sitzung zu Angriffen auf Energieanlagen ab

Der UN-Sicherheitsrat hat eine Dringlichkeitssitzung hinter verschlossenen Türen zu Angriffen auf Energieanlagen im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg abgehalten. Der UN-Botschafter von Bahrain, Dschamal Alrowaiei, sagte, sein Land habe die Sitzung wegen der anhaltenden "feigen Angriffe des Iran" auf die Golfstaaten, Jordanien und weitere Länder der Region beantragt. Er erklärte im Anschluss, Bahrain und viele der 15 Ratsmitglieder hätten betont, dass der Iran eine Resolution vom 11. März umsetzen müsse, die einen sofortigen Stopp der Angriffe auf die Golfstaaten sowie auf Zivilisten und zivile Infrastruktur - darunter Energieanlagen - fordert.

Die Resolution, die mit 13 zu 0 Stimmen bei Enthaltungen von Russland und China angenommen wurde, fordert den Iran zudem auf, alle Maßnahmen und Drohungen einzustellen, die darauf abzielen, die Schifffahrt durch die Straße von Hormus zu blockieren

05.04 Uhr: Reparaturen nach Iran-Angriff auf Katar könnten bis zu fünf Jahre dauern

Die Reparaturen nach dem iranischen Raketenangriff auf Flüssiggasanlagen im Industriegebiet Ras Laffan in Katar könnten katarischen Angaben zufolge bis zu fünf Jahre in Anspruch nehmen - obwohl die Produktion in den Anlagen nach früheren Angriffen bereits eingestellt worden war. Der Betreiber Qatar Energy teilte am späten Donnerstagabend auf X mit, der Angriff habe die Exporte von Flüssigerdgas um etwa 17 Prozent verringert und verursache jährliche Einnahmeverluste von rund 20 Milliarden US-Dollar.

05.00 Uhr: Persisches Neujahr überschattet vom Krieg

Der Beginn des persischen Neujahrsfests Norus wird in diesem Jahr von Krieg und Konflikten überschattet. Im Iran mit seinen rund 90 Millionen Einwohnern herrscht angesichts der israelisch-amerikanischen Angriffe eine bedrückte Stimmung. Zukunftssorgen, Ungewissheit und Angst dominieren die Stimmung in vielen Haushalten. Der Beginn von Norus orientiert sich am Frühlingsbeginn auf der Nordhalbkugel, wenn Tag und Nacht gleich lang sind. In diesem Jahr beginnt das persische Neujahr um 15.46 Uhr unserer Zeit.

04.40 Uhr: US-Kampfflugzeug mutmaßlich von iranischem Beschuss getroffen

Ein US-Tarnkappen-Kampfflugzeug vom Typ F-35 ist US-Medienberichten zufolge von mutmaßlich iranischem Beschuss getroffen worden. Das Flugzeug habe an einem US-Luftwaffenstützpunkt im Nahen Osten notlanden müssen, berichteten am Donnerstag mehrere US-Medien, darunter die Sender ABC und CNN. Der Sprecher für das Nahost-Kommando Centcom, Tim Hawkins, erklärte, das Flugzeug sei sicher gelandet und der Pilot befinde sich in stabilem Zustand.

Die US-Armee hat im bisherigen Verlauf des Iran-Krieges bereits mehrere Flugzeuge verloren. Anfang März waren drei Kampfflugzeuge vom Typ F-15E nach Angaben der US-Armee "versehentlich" von der kuwaitischen Luftabwehr abgeschossen worden. Alle sechs Insassen konnten sich aber per Schleudersitz retten. Mitte März stürzte ein Betankungsflugzeug vom Typ KC-135 über dem Westirak ab. Dabei starben sechs Besatzungsmitglieder.

04.10 Uhr: Israel hat neue Angriffswelle auf den Iran gestartet

Israel hat dem israelischen Militär zufolge eine neuen Angriffswelle auf den Iran gestartet. "Die IDF hat soeben mit einer Welle von Angriffen gegen die Infrastruktur des iranischen Terrorregimes im Herzen von Teheran begonnen", teilte ein Militärsprecher mit. Gleichzeitig melden Bahrain, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate am frühen Morgen Raketenangriffe. US-Präsident Donald Trump hatte Israel am Donnerstag davor gewarnt, seine Angriffe auf die iranische Erdgasinfrastruktur zu wiederholen.

04.05 Uhr: Golfstaaten melden erneut Angriffe auf ihre Territorien

Mehrere Golfstaaten haben erneut Angriffe auf ihre Territorien gemeldet. Das Innenministerium der Vereinigten Arabischen Emirate meldete am Freitagmorgen eine "Bedrohung durch Raketen". Die kuwaitische Armee erklärte, ihre Luftabwehr habe auf "feindliche Raketen- und Drohnenbedrohungen" reagiert. Das saudiarabische Verteidigungsministerium gab bekannt, seine Streitkräfte hätten sechs Drohnen im Osten des Landes und eine weitere im Norden "abgefangen und zerstört". Bahrains Innenministerium gab bekannt, Splitter einer "iranischen Aggression" hätten in einer Lagerhalle ein Feuer ausgelöst. Der Brand sei unter Kontrolle gebracht und niemand verletzt worden.

03.18 Uhr: Libanons Präsident Aoun fordert Waffenstillstand und Verhandlungen mit Israel

Der libanesische Präsident Joseph Aoun hat erneut zu einem Waffenstillstand und Verhandlungen mit Israel aufgerufen. Aoun betonte "die Notwendigkeit eines Waffenstillstands" und erklärte, dass "das Wichtigste darin besteht, die Eskalation" zwischen Israel und der pro-iranischen Hisbollah-Miliz zu beenden, wie es am Donnerstag in einer Erklärung des libanesischen Präsidentenamtes hieß. 

Am 9. März hatte Aoun eine Vier-Punkte-Initiative vorgeschlagen, die einen "vollständigen Waffenstillstand" mit Israel, verstärkte Unterstützung für die libanesische Armee zur "Entwaffnung der Hisbollah" sowie "direkte Verhandlungen" mit Israel vorsah. Diese Initiative liege nach wie vor auf dem Tisch, erklärte Aoun. Jedoch behindere "die anhaltende militärische Eskalation" ihre Umsetzung.

03.14 Uhr: EU-Staaten wollen auf Migrationskrise vorbereitet sein

Die Europäischen Staats- und Regierungschefs wollen sich angesichts der eskalierenden Lage im Nahen Osten nicht von einer möglichen Migrationskrise überraschen lassen. "Wir werden nicht zulassen, dass sich 2015 wiederholt", sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nach dem EU-Gipfel in Brüssel. Bisher beobachte man wegen der Situation keine Migrationsbewegungen in Richtung Europa, aber die EU müsse vorbereitet sein. Der Iran-Krieg löst bei einigen die Befürchtung aus, es könne zu einer neuen Migrationskrise kommen.

Im Video: Fluchtbewegungen in Nahost weiten sich aus - Europa will vorbereitet sein

Zerstörung nach israelischen Angriffen im Libanon
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Zerstörung nach israelischen Angriffen im Libanon

02.33 Uhr: Ölpreis könnte bei längerem Iran-Krieg auf 180 Dollar steigen

Der Ölpreis könnte laut Angaben von Branchenvertretern in Saudi-Arabien auf über 180 Dollar pro Barrel steigen, falls die Störungen durch den Iran-Krieg bis Ende April anhalten. Dies berichtet die US-Zeitung "Wall Street Journal".

00.51 Uhr: Bundeskanzler Merz erwartet leichten Anstieg der Inflation durch Iran-Krieg

Kanzler Friedrich Merz erwartet durch den Iran-Krieg einen leichten Anstieg der Inflation. Er verwies nach Ende des EU-Gipfels auf eine entsprechende Einschätzung der Europäischen Zentralbank. "Wenn dieser Konflikt schnell beendet ist, dann lassen sich die Auswirkungen relativ schnell auch abschließend beurteilen und bewerten", fügte er hinzu. Wenn der Krieg länger dauere, sei die weitere Entwicklung auch der Inflation aber nur schwer abschätzbar.

00.48 Uhr: Israel handelte bei Angriff auf iranisches Gasfeld South Pars alleine

Israel hat nach Angaben von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bei dem Angriff auf das iranische Gasfeld South Pars allein gehandelt. US-Präsident Donald Trump habe Israel im Anschluss gebeten, "weitere Angriffe auszusetzen, und wir halten uns daran", sagte Netanjahu am Donnerstagabend bei einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz.

Das "Wall Street Journal" hatte berichtet, Trump habe von dem bevorstehenden israelischen Angriff auf South Pars gewusst. Er habe ihn unterstützt, um dem Iran zu signalisieren, er müsse die für Öl- und Gaslieferungen wichtige Straße von Hormus wieder öffnen. Nach dem Angriff vom Mittwoch hatte Trump öffentlich erklärt, die USA hätten davon "nichts gewusst".

00.09 Uhr: Vereinigte Arabische Emirate zerschlagen Hisbollah-Netzwerk

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben nach eigenen Angaben ein von der libanesischen Hisbollah und dem Iran finanziertes und betriebenes Terrornetzwerk zerschlagen und dessen Mitglieder festgenommen. Dem Netzwerk werden Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und die Bedrohung der nationalen Sicherheit vorgeworfen, meldet die staatliche Nachrichtenagentur. "Das Netzwerk war im Land unter dem Deckmantel einer Scheinfirma tätig und versuchte, die Volkswirtschaft zu unterwandern sowie externe Vorhaben auszuführen, die die Finanzstabilität des Landes bedrohten", berichtet die Nachrichtenagentur.

Freitag, 20. März 2026

Im Video: Stark gestiegene Spritpreise

Seit knapp drei Wochen hält der Iran-Krieg an, die Spritpreise sind stark gestiegen - und steigen noch immer.
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Seit knapp drei Wochen hält der Iran-Krieg an, die Spritpreise sind stark gestiegen - und steigen noch immer.

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