Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.
Karte zur militärischen Lage im Nahen Osten
22.48 Uhr: USA verhängen Sanktionen gegen Irans Waffen-Netzwerk
Die USA haben ein internationales Netzwerk zur Beschaffung von Waffen und Komponenten für den Iran mit Sanktionen belegt. Das Finanzministerium setzte nach eigenen Angaben 14 Personen, Firmen und Flugzeuge auf die Sanktionsliste. Betroffen sind den Angaben zufolge Akteure im Iran, in der Türkei und in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Sie sollen an der Beschaffung oder dem Transport von Material für Irans Raketen- und Drohnenprogramme beteiligt gewesen sein. Im Fokus stehen unter anderem Bauteile für Drohnen sowie Vorprodukte für Raketentreibstoff.
22.23 Uhr: Trump - Waffenruhe mit Iran wird verlängert
US-Präsident Donald Trump verlängert die Waffenruhe mit dem Iran nach eigenen Angaben. Auf Bitten Pakistans werde er von Angriffen absehen, bis die Führung im Iran einen geeinten Vorschlag unterbreite, teilte er auf seiner Plattform Truth Social mit. Damit solle den Verhandlungen mehr Zeit gegeben werden, erklärte er am Dienstag kurz vor Ablauf des zweiwöchigen Waffenruheabkommens weiter. Die US-Blockade iranischer Häfen bleibe allerdings bestehen.
22.13 Uhr: Hisbollah - Vergeltungsangriff mit Drohnen und Raketen auf den Norden Israels
Die pro-iranische Hisbollah-Miliz hat nach eigenen Angaben den Norden Israels angegriffen. Der Angriff mit Raketen und Drohnen habe sich gegen eine Militäreinrichtung im Norden Israels gerichtet, erklärte die Miliz am Dienstag. Es handele sich um Vergeltung für einen Verstoß Israels gegen eine zehntägige Waffenruhe, die am Freitag begonnen hatte.
21.29 Uhr: Iranischer Kommandeur droht mit Zerstörung der regionalen Ölindustrie
Ein ranghoher iranischer Kommandeur hat für den Fall der Fortsetzung des Kriegs mit den USA die Zerstörung der Ölindustrie im Nahen Osten angedroht. Es wäre ein Fehler, eine Aggression gegen den Iran auszuführen, sagte General Madschid Mussavi von der Revolutionsgarde am Dienstag in iranischen Medien.
Wenn Nachbarstaaten es zuließen, dass die USA den Iran angreifen, dann würden Ölanlagen der Region ins Visier genommen, erklärte Mussavi. "Wenn südliche Nachbarn es dem Feind erlauben, ihre Einrichtungen für einen Angriff auf den Iran zu nutzen, sollten sie sich von der Ölproduktion in der Region Naher Osten verabschieden", sagte er. Die USA verfügen über Stützpunkte und Soldaten in mehreren Ländern im Nahen Osten.
21.21 Uhr: Iran - Blockade iranischer Häfen ist Verstoß gegen Waffenruhe
Kurz vor Auslaufen der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran wirft Teheran Washington erneut Verletzungen der Feuerpause vor. "Iranische Häfen zu blockieren, ist ein kriegerischer Akt und somit ein Verstoß gegen die Waffenruhe", schrieb der iranische Außenminister Abbas Araghtschi auf X. Der Angriff auf ein Handelsschiff und die "Geiselnahme" seiner Besatzung sei ein noch schwerwiegenderer Verstoß.
US-Streitkräfte hatten in der Nacht zu Dienstag einen Öltanker geentert, der zuvor von den USA wegen Zusammenarbeit mit dem Iran mit Sanktionen belegt worden war.
21.14 Uhr: Salam - Libanon benötigt 500 Millionen Euro zur "Bewältigung der humanitären Krise"
Der Libanon benötigt nach den Worten von Regierungschef Nawaf Salam 500 Millionen Euro zur "Bewältigung der humanitären Krise" durch den Konflikt zwischen Israel und der pro-iranischen Hisbollah-Miliz. Diese Summe sei für die kommenden sechs Monate nötig, sagte Salam am Dienstag bei einer Pressekonferenz mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in Paris.
Macron rief Israel dazu auf, seine "territorialen Ambitionen" im Libanon aufzugeben. Die Hisbollah müsse die Angriffe auf israelisches Gebiet einstellen und "von den Libanesen selbst" entwaffnet werden.
20.43 Uhr: Pakistan-Reise von Vance wohl vorerst abgesagt
US-Vizepräsident JD Vance wird nach Angaben aus US-Regierungskreisen wohl vorerst nicht für mögliche Verhandlungen über ein Waffenruheabkommen mit dem Iran nach Pakistan reisen. Die Reise nach Islamabad sei abgesagt worden, teilte eine Gewährsperson am Dienstag mit.
Doch könne US-Präsident Donald Trump seine Meinung jederzeit ändern. Trumps Sondergesandter Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner wurden den Angaben zufolge für (heutigen) Dienstagnachmittag (Ortszeit) in Washington erwartet, um über das weitere Vorgehen zu beraten.
20.20 Uhr: UN - Höhepunkt gewaltsamer Vorfälle in Gaza seit Waffenruhe
Gewaltsame Zwischenfälle haben nach UN-Angaben im Gazastreifen einen neuen Höhepunkt seit Inkrafttreten der Waffenruhe erreicht. Die Zahl der Vorfälle, etwa Schusswechsel, Beschuss und Angriffe, sei zwischen dem 12. und 18. April im Vergleich zur Vorwoche um 46 Prozent gestiegen, sagte der Sprecher von UN-Generalsekretär António Guterres, Stéphane Dujarric, in New York. Dies stelle den höchsten Wochenwert seit der Waffenstillstandsvereinbarung vom Oktober dar. Das israelische Militär sagte auf Nachfrage, man prüfe die Aussagen.
20.09 Uhr: UN - Zehntausende Seeleute sitzen im Persischen Golf fest
Wegen des Iran-Krieges sind nach UN-Angaben immer noch Zehntausende Seeleute im Persischen Golf gestrandet. "Rund 20.000 zivile Seeleute befinden sich weiterhin an Bord von Schiffen im Persischen Golf", sagte die Sprecherin der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO), Natasha Brown, am Dienstag. Ihre Vorräte gingen zur Neige. Die Besatzungen litten unter Müdigkeit und schwerem psychischen Stress.
19.37 Uhr: Iran - Bisher keine Entscheidung über Teilnahme an Gesprächen mit den USA
Der Iran hat nach Angaben des Außenministeriums noch keine Entscheidung über eine Teilnahme an neuen Gesprächen mit den USA getroffen. Ministeriumssprecher Ismail Baghai warf der US-Regierung am Dienstag im Staatsfernsehen "inakzeptable Aktionen" vor. Deswegen sei über eine Teilnahme noch nicht endgültig entschieden.
Bislang haben weder die USA noch der Iran noch das mutmaßliche Gastgeberland Pakistan öffentlich erklärt, wann es eine zweite Verhandlungsrunde geben könnte. US-Vizepräsident JD Vance, der die US-Delegation voraussichtlich leiten wird, war nach Angaben des Weißen Hauses am Dienstag noch in Washington.
19.01 Uhr: EU - Neuer Vorstoß für Israel-Sanktionen gescheitert
In der EU ist ein neuer Vorstoß für Sanktionen gegen Israel gescheitert. EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas erklärte nach einem Außenministertreffen in Luxemburg, es gebe nicht die erforderlichen Mehrheiten für Handelsbeschränkungen oder andere vorgeschlagene Maßnahmen. Dafür müssten Mitgliedstaaten ihre Position ändern.
Bei dem EU-Treffen hatte sich zuvor unter anderem der deutsche Außenminister Johann Wadephul klar gegen Vorschläge für weitreichende Israel-Sanktionen der EU ausgesprochen. Maßnahmen wie das Streichen von Freihandelsvorteilen halte man "für unangebracht", sagte der CDU-Politiker. Dies bedeute allerdings nicht, dass man nicht mit Israel über kritische Fragen sprechen müsse.
18.10 Uhr: Libanesische Behörden - Bereits 2.454 Tote durch Konflikt zwischen Israel und Hisbollah
Durch die Kämpfe zwischen der israelischen Armee und der pro-iranischen Hisbollah-Miliz im Libanon sind nach neuen libanesischen Angaben seit Anfang März 2.454 Menschen getötet worden. 7.658 weitere Menschen seien verletzt worden, teilte die für den Katastrophenschutz zuständige Behörde mit.
Am Freitag war eine zehntägige Waffenruhe in dem Konflikt in Kraft getreten. Dennoch gibt es immer wieder gegenseitige Angriffe. Der Libanon war Anfang März in den Iran-Krieg hineingezogen worden. Damals feuerte die Hisbollah als Reaktion auf die Tötung des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Chamenei Raketen auf Israel ab. In der Folge griff Israel zahlreiche Ziele im Libanon an und schickte Bodentruppen über die Grenze.
17.52 Uhr: Jesus-Figur im Libanon beschädigt - Strafe für Soldaten
Ein Militärgericht in Israel hat 30 Tage Haft für zwei Soldaten wegen der Beschädigung eines christlichen Symbols im Südlibanon angeordnet. Betroffen ist der Soldat, der die Figur von Jesus Christus beschädigt hat, sowie derjenige, der die Tat fotografiert hat, wie das israelische Militär am frühen Abend mitteilte. Beide dürfen demnach auch nicht mehr an Kampfeinsätzen beteiligt werden. Die Jesus-Statue sei inzwischen ersetzt worden, hieß es weiter.
17.00 Uhr: Teilnahme Irans an zweiter Gesprächsrunde weiter offen
Pakistan wartet nach Angaben von Informationsminister Attaullah Tarar weiterhin auf eine offizielle Antwort des Iran zur Teilnahme an einer zweiten Runde von Friedensgesprächen mit den USA in Islamabad. "Eine Entscheidung des Iran, an den Gesprächen vor dem Ende der zweiwöchigen Waffenruhe teilzunehmen, ist von entscheidender Bedeutung", schreibt Tarar auf X. Pakistan habe sich aufrichtig bemüht, die iranische Führung von einer Teilnahme zu überzeugen, fügt er hinzu.
Im Video: Warten auf Gespräche zwischen Iran und USA
(Symbolbild) Teilnahme Irans an zweiter Gesprächsrunde weiter offen
15.41 Uhr: Roter Halbmond - Jüdische Siedler und Soldaten erschießen zwei Palästinenser
Im von Israel besetzten Westjordanland werden nach palästinensischen Angaben zwei Menschen durch Schüsse von jüdischen Siedlern und Soldaten getötet. Wie der Palästinensische Rote Halbmond mitteilt, sterben in dem Dorf Al-Mughajjir nahe Ramallah ein 14-Jähriger und ein 32-Jähriger, vier weitere Menschen werden verletzt. Das israelische Militär äußert sich zunächst nicht zu dem Vorfall. Unterdessen kommen im Gazastreifen medizinischen Kreisen zufolge mindestens zwei Palästinenser bei israelischen Angriffen ums Leben. Eine Frau wird im Norden durch Beschuss von einem Marineboot getötet, ein Mann im Süden durch einen Luftangriff. Das israelische Militär teilt zu dem Vorfall im Süden mit, es habe "Terroristen" angegriffen. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
13.51 Uhr: Libanon pocht auf Abzug Israels und droht mit Konsequenzen
Der libanesische Parlamentspräsident Nabih Berri warnt Israel vor Konsequenzen, sollte sich seine Armee nicht aus dem Süden des Landes zurückziehen. Wenn Israel seine Besatzung aufrechterhalte, werde es "jeden Tag den Geruch des Widerstands riechen", sagt der Verbündete der Hisbollah-Miliz der Zeitung "Al-Dschumhurija". Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz pocht unterdessen auf die Entwaffnung der Hisbollah. Sollte die libanesische Regierung dies nicht umsetzen, werde das israelische Militär seine Einsätze fortsetzen. Derzeit gilt eine Waffenruhe.
11.57 Uhr: Iran nimmt Inlands-Flugverkehr wieder auf
Nach mehr als 50 Tagen will der Iran den Inlandsluftverkehr wieder aufnehmen. Erstmals nach Kriegsbeginn soll am Mittwoch ein Flug der staatlichen Fluggesellschaft Iran Air von Teheran in die nordostiranische Millionenstadt Maschhad starten, wie iranische Medien berichten. Die Maschine wird anschließend auch Passagiere aus Maschhad zurück nach Teheran bringen. Während des Krieges wurden zahlreiche Passagierflugzeuge im Iran außer Betrieb genommen, berichtete die Zeitung "Shargh". Sieben Flughäfen, darunter die in Teheran und der nordwestiranischen Stadt Tabris, wurden bei israelisch-amerikanischen Bombardierungen schwer beschädigt. Besonders betroffen waren die Airlines Mahan Air und Iran Air.
11.43 Uhr: China sieht kritische Übergangsphase im Iran-Krieg
Kurz vor dem Ende der zweiwöchigen Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA hat China erneut auf die Fortsetzung der Verhandlungen gedrängt. Guo Jiakun, Sprecher des chinesischen Außenministeriums, bezeichnete die aktuelle Situation als eine "kritische Übergangsphase zwischen Krieg und Frieden". Es sei nun umso wichtiger, dass alle Parteien mit größter Aufrichtigkeit handeln, sich weiterhin für eine politische Lösung einsetzen und die Dynamik der Waffenruhe sowie der Gespräche aufrechterhalten, so Guo.
11.38 Uhr: Kriege in Nahost laut Ministerin Gefahr für Entwicklung Syriens
Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) warnt, dass die Kriege im Iran und im Libanon eine Bedrohung für die deutsch-syrische Entwicklungszusammenarbeit darstellen. Vieles stehe in Syrien aktuell auf der Kippe, sagte die Ministerin am Dienstag bei der Veranstaltung "Neuanfang für Syrien" in Berlin. Um den Wiederaufbau des Landes zu ermöglichen, sei mehr erforderlich als nur finanzielle Mittel. Besonders entscheidend seien Menschen, die sich mit Engagement für Syrien einsetzen – sei es vor Ort oder aus Deutschland heraus.
11.34 Uhr: Russland hebt Beschränkungen für iranischen Luftraum auf
Die russischen Behörden haben die Beschränkungen für Flüge in die Vereinigten Arabischen Emirate und durch den iranischen Luftraum aufgehoben. Laut dem russischen Verkehrsministerium wurde die Empfehlung an Fluggesellschaften, den Ticketverkauf für Flüge in die Emirate einzustellen, zurückgenommen. Auch die Einschränkungen für Flüge durch den iranischen Luftraum wurden aufgehoben.
11.10 Uhr: Verschärfte Sicherheitsmaßnahmen in Islamabad
Inmitten von Spekulationen über eine zweite Gesprächsrunde zwischen den USA und dem Iran wurden die Sicherheitsvorkehrungen in Islamabad weiter verschärft. Zeugen und Behördenvertreter berichteten der AP, dass Tausende Sicherheitskräfte in der pakistanischen Hauptstadt im Einsatz seien. Die Vorkehrungen erscheinen strenger als beim ersten Treffen der Kriegsgegner im April. Teheran hat eine Teilnahme an den erneuten Verhandlungen, die US-Präsident Trump angekündigt hatte, jedoch noch nicht bestätigt. Auch Pakistan hat keinen Termin für ein Treffen bekanntgegeben. Sicherheitsanalyst Syed Mohammad Ali deutet das verstärkte Sicherheitsaufgebot als Hinweis auf die mögliche Anreise hochrangiger Vertreter beider Länder.
11.04 Uhr: DIHK - Mehr als 80 Prozent der deutschen Firmen von Iran-Krieg betroffen
Der Iran-Krieg setzt die deutsche Wirtschaft vor allem durch steigende Kosten und gestörte Lieferketten unter Druck. Laut einer Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) unter rund 2400 Betrieben berichten 83 Prozent der Unternehmen von negativen Auswirkungen, in der Industrie sind es sogar 87 Prozent.
DIHK-Chefanalyst Volker Treier erklärte, der Konflikt treibe über höhere Energie- und Transportkosten die Belastungen für Produktion und Beschaffung deutlich nach oben. Besonders stark steigen die Kosten entlang der gesamten Wertschöpfungskette – vor allem bei Fracht und Transport, gefolgt von Energie sowie Rohstoffen und Materialien.
10.44 Uhr: Wadephul fordert Iran zu Verhandlungen mit USA auf
Bundesaußenminister Johann Wadephul hat den Iran dringend aufgefordert, die Verhandlungen mit den USA in Islamabad fortzusetzen. Der Krieg müsse schnell beendet werden, betonte Wadephul vor den Beratungen der EU-Außenminister in Luxemburg. Zudem machte der Minister deutlich, dass die sichere Schifffahrt durch die Straße von Hormus wieder gewährleistet werden müsse.
10.33 Uhr: UN-Klimachef - Saubere Energie bietet Sicherheit
UN-Klimachef Simon Stiell sieht im verstärkten Klimaschutz einen Ausweg aus der aktuellen Energie- und Wirtschaftskrise. Der Iran-Krieg werde voraussichtlich für Monate, wenn nicht Jahre, zu höheren Preisen für fossile Energien führen und Milliarden von Haushalten schwer belasten, erklärte Stiell zum Auftakt des Petersberger Klimadialogs in Berlin. Stiell betonte, dass die Zusammenarbeit im Klimaschutz der Schlüssel sei, um der doppelten Bedrohung durch die globale Erwärmung und die Unwägbarkeiten fossiler Energiekosten zu begegnen. Saubere Energie biete sowohl Sicherheit als auch Erschwinglichkeit und ermögliche es den Nationen, ihre Souveränität zurückzugewinnen. Es sei wichtiger denn je, schnell zu handeln.
10.32 Uhr: Staatsfernsehen - Noch keine iranische Delegation nach Pakistan aufgebrochen
Laut iranischen Angaben ist bisher keine Delegation aus Teheran zu möglichen Friedensverhandlungen mit US-Vertretern nach Pakistan gereist. Entsprechende Berichte seien unzutreffend, teilte das iranische Staatsfernsehen am Dienstag mit. "Weder eine Haupt- noch eine Nebendelegation" seien nach Islamabad aufgebrochen.
10.09 Uhr. Pakistan und Ägypten tauschen sich zu Vermittlungsbemühungen aus
Pakistans Außenminister Ishaq Dar hat sich im Hinblick auf eine mögliche Fortsetzung der Gespräche zwischen den USA und dem Iran mit seinem ägyptischen Amtskollegen Badr Abdel-Atti ausgetauscht. Wie das pakistanische Außenministerium am Dienstag mitteilte, betonten beide die Bedeutung von Dialog und Zusammenarbeit für den Frieden und die Stabilität in der Region und vereinbarten, weiterhin eng miteinander in Kontakt zu bleiben. Weitere Details wurden in der Mitteilung nicht genannt.
09.48 Uhr: Grenzübergang zwischen Irak und Syrien nach Jahren wieder geöffnet
Ein wichtiger Grenzübergang zwischen dem Irak und Syrien ist nach mehr als einem Jahrzehnt wieder geöffnet. Der Übergang, im Irak als Rabia und in Syrien als Al-Jarubiya bekannt, war seit dem Ausbruch des syrischen Bürgerkriegs 2011 geschlossen. 2014 eroberten Extremisten des Islamischen Staates das Gebiet, doch irakisch-kurdische Streitkräfte konnten es später zurückerobern. Laut der staatlichen syrischen Nachrichtenagentur Sana haben syrische und irakische Vertreter am Grenzübergang Gespräche geführt, um zu erörtern, wie der Transit und der Handel über den Übergang im gemeinsamen Interesse erleichtert werden können.
09.34 Uhr: Israel droht - Hisbollah Chef wird "mit seinem Kopf bezahlen"
Vor den neuen Gesprächen Israels mit dem Libanon in Washington drohte der israelische Verteidigungsminister erneut, den Hisbollah-Chef zu töten. Nach Medienberichten sagte Minister Israel Katz bei einer Veranstaltung zum israelischen Soldatengedenktag: Naim Kassim werde "mit seinem Kopf bezahlen". Auch während einer Waffenruhe bleibe die Entwaffnung der libanesischen Hisbollah-Miliz das übergreifende Ziel, so Katz nach Angaben des Nachrichtenportals "ynet".
09.24 Uhr: Irans Justiz meldet Hinrichtung in Zusammenhang mit Protesten
Im Iran hat der Staat nach Berichten einen Mann hingerichtet, der mit den landesweiten Massenprotesten im Januar in Verbindung stand. Die der Justiz nahestehende Nachrichtenagentur Misan meldete, ein Gericht habe den Mann verurteilt, weil er während der Proteste eine Moschee im Norden Teherans angezündet haben soll. Die Behörden vollstreckten das Urteil durch Erhängen. Menschenrechtsorganisationen werfen dem Iran vor, Beschuldigte regelmäßig in nicht-öffentlichen Prozessen zu verurteilen. In diesen Verfahren können die Angeklagten die Vorwürfe, die die Behörden gegen sie erheben, nicht anfechten.
09.06 Uhr: Iran droht mit "entscheidender Antwort" bei Angriffen
Nach Angaben eines hochrangigen Militärkommandeurs wollen die iranischen Streitkräfte jede erneute feindselige Aktion ihrer Gegner sofort und entschlossen beantworten. Er erklärte, Teheran dominiere militärisch die Region und kontrolliere insbesondere die Straße von Hormus, berichtete die halbamtliche Nachrichtenagentur Tasnim über den Kommandeur des zentralen Hauptquartiers Chatam al-Anbija, Ali Abdollahi. Abdollahi kündigte an, dass die Führung in Teheran dem US-Präsidenten nicht erlauben werde, die Lage vor Ort mit falschen Darstellungen zu verzerren.
08.58 Uhr: Iran gewährt Milizen im Irak mehr Autonomie
Die Hoffnung auf Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran hat offenbar Auswirkungen auf die iranische Außenpolitik. Laut Informationen der Nachrichtenagentur AP hat der Iran seinen verbündeten Milizen im Irak mehr Autonomie eingeräumt. Wie aus Quellen aus Behörden- und Milizkreisen hervorgeht, dürfen einige militante Gruppen nun Einsätze eigenständig planen, die zuvor eng mit Teheran abgestimmt wurden. Als Hintergrund wird die Belastung durch die laufenden Konflikte mit den USA und Israel genannt, die den Iran offenbar dazu veranlasst haben, seine strategische Ausrichtung in der Region anzupassen.
08.34 Uhr. Ölpreise geben nach - Hoffnung auf Friedensgespräche
Die Hoffnung auf Gespräche zwischen den USA und dem Iran sorgt für einen Rückgang der Ölpreise. Rohöl der Sorte Brent und US-Leichtöl WTI verbilligen sich jeweils um rund zwei Prozent und liegen bei bis zu 93,86 und 87,76 Dollar pro Barrel. Anleger erwarten, dass die Gespräche in dieser Woche stattfinden und zu einer Erweiterung des Angebots aus der wichtigen Förderregion im Nahen Osten führen werden.
08.03 Uhr: Trumps "Friedensrat" spricht mit DP World über Logistik für Gaza
Laut einem Bericht der Financial Times führen Vertreter des von US-Präsident Donald Trump gegründeten "Board of Peace" Gespräche mit dem staatlichen Logistikkonzern DP World aus Dubai. Im Fokus der Verhandlungen stehen die Verwaltung von Lieferketten für Hilfsgüter sowie der mögliche Bau eines neuen Hafens im Gazastreifen, so die Zeitung unter Berufung auf Insider. DP World und das Weiße Haus waren zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.
06.59 Uhr. Trump: Bergung von Uran aus dem Iran wird "langer und schwieriger Prozess"
US-Präsident Donald Trump hat einen langwierigen Prozess zur Bergung von Uran aus dem Iran angekündigt. Nach den US-Angriffen auf iranische Atomanlagen im Juni vergangenen Jahres, die zu einer "kompletten Auslöschung" führten, wird es ein schwieriger und langer Weg, das Uran wiederzubekommen, erklärte Trump auf Truth Social. Trump plant, das iranische Uran nach einem Friedensabkommen in die USA zu bringen und Washington werde Teheran beim Ausgraben des angereicherten Urans helfen. Der Iran wies jedoch eine angebliche Bereitschaft zur Übergabe des Urans im Rahmen der Verhandlungen zurück. "Irans angereichertes Uran wird nirgendwohin transferiert", erklärte ein Sprecher des iranischen Außenministeriums.
05.01 Uhr: Außenminister beraten über Lage in Nahost und Ukraine-Krieg
Die Außenminister der EU-Staaten werden heute in Luxemburg zu einem Treffen zusammenkommen, um die aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten zu besprechen. Hauptthema wird sein, wie die Europäische Union zur Deeskalation der Spannungen beitragen kann. Ein zentrales Anliegen ist die Verlängerung der Waffenruhe im Iran-Krieg sowie die Aufrechterhaltung der Feuerpause im Konflikt zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon. Zu Beginn ist ein informeller Austausch mit dem libanesischen Ministerpräsidenten Nawaf Salam vorgesehen. Ein weiteres wichtiges Thema des Treffens wird die Situation im Ukraine-Krieg sein.
04.22 Uhr: Leavitt - USA waren einem guten Deal mit dem Iran nie näher
Trotz der Unsicherheit über eine mögliche Fortsetzung der Verhandlungen ist die US-Regierung ihrer Ansicht nach einem vorteilhaften Abkommen mit dem Iran so nahe wie nie zuvor. "Die Vereinigten Staaten standen noch nie so nah dran wie jetzt, ein wirklich gutes Abkommen zu erzielen – ganz im Gegensatz zu dem katastrophalen Abkommen, das Barack Hussein Obama unterzeichnet hat", erklärte die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, gegenüber Fox News. Sie bezog sich dabei auf das Atomabkommen von 2015, das von US-Präsident Donald Trump später gekündigt wurde. Leavitt fügte hinzu, dass die USA kurz vor einer Einigung stünden. Sollte dies jedoch nicht der Fall sein, habe der Präsident mehrere Handlungsoptionen, "von denen er ohne Zögern Gebrauch machen wird".
03.45 Uhr: US-Seeblockade bleibt Hindernis für Verhandlungen mit Iran
Kurz vor dem Ablauf der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran bleibt unklar, ob die Verhandlungen fortgesetzt werden. Beide Seiten zeigten sich zuletzt unnachgiebig. Laut Medienberichten steht die US-Delegation unter Leitung von Vizepräsident JD Vance kurz davor, nach Pakistan abzureisen.
Ein zentraler Streitpunkt bleibt die US-Seeblockade iranischer Schiffe und Häfen. US-Präsident Donald Trump erklärte auf Truth Social, dass er an der Blockade festhalten werde, bis eine Vereinbarung erzielt sei. Teheran stellt jedoch laut pakistanischen Sicherheitskreisen seine Teilnahme an den Gesprächen unter die Bedingung, dass die Seeblockade aufgehoben wird.
Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf, der die iranische Delegation in der letzten Verhandlungsrunde führte, erklärte auf der Plattform X, dass er Verhandlungen unter dem Eindruck von Drohungen nicht akzeptiere.
03.01 Uhr: Vance reist offenbar zu Gesprächen nach Pakistan
Laut einem Medienbericht wird US-Vizepräsident JD Vance heute zu den Iran-Verhandlungen nach Pakistan reisen. Das Nachrichtenportal Axios beruft sich dabei auf Insider aus US-Regierungskreisen. Eine offizielle Stellungnahme aus Washington liegt derzeit noch nicht vor.
02.05 Uhr: Teheran will bei Wiederaufnahme des Krieges "neue Trümpfe" ausspielen
Im Falle einer Wiederaufnahme des Iran-Krieges stehen Teheran dem iranischen Parlamentspräsidenten Mohammed Bagher Ghalibaf zufolge "neue Trümpfe auf dem Schlachtfeld" zur Verfügung. "In den vergangenen zwei Wochen haben wir uns darauf vorbereitet, neue Trümpfe auf dem Schlachtfeld auszuspielen", erklärte Ghalibaf, der iranische Chefunterhändler in den Gesprächen mit Washington.
Dienstag, 21. April 2026
Die Top-Themen aus Europa - hier klicken!

