ARCHIV - 14.04.2026, USA, Washington: US-Außenminister Marco Rubio (M) trifft sich mit dem israelischen Botschafter in den USA, Jechiel Leiter (ganz links) und der libanesischen Botschafterin in den USA, Nada Hamadeh Moawad (ganz rechts) im Außenministerium in Washington
ARCHIV - 14.04.2026, USA, Washington: US-Außenminister Marco Rubio (M) trifft sich mit dem israelischen Botschafter in den USA, Jechiel Leiter (ganz links) und der libanesischen Botschafterin in den USA, Nada Hamadeh Moawad (ganz rechts) im Außenministerium in Washington
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In der US-Hauptstadt Washington kommen erneut Vertreter von Israel und dem Libanon zu einem weiteren Gespräch zusammen.
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Nahost-Ticker: News vom 22. April in der Nachlese

Nahost-Ticker: News vom 22. April in der Nachlese

Die News vom 22. April in der Ticker-Nachlese.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.

Karte zur militärischen Lage im Nahen Osten

23.05 Uhr: Journalistin im Libanon tot aus Trümmern geborgen

Die nach einem israelischen Angriff unter Trümmern verschüttete Journalistin Amal Chalil konnte nur noch tot geborgen werden. Das teilte der libanesische Informationsminister Paul Morcos mit. Auch ihre Zeitung Al-Achbar bestätigte den Tod der Reporterin. Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurden bei zwei israelischen Angriffen auf den Ort al-Tiri auch zwei weitere Menschen getötet und eine Kollegin von Chalil verletzt.

22.35 Uhr: Trump - Iran stoppte geplante Hinrichtungen auf seine Bitte hin

Der Iran hat nach den Worten von US-Präsident Donald Trump auf seine Bitte hin die geplante Hinrichtung von acht zum Tode verurteilten Frauen gestoppt, die wegen regierungskritischer Proteste festgenommen worden waren. "Ich weiß sehr zu schätzen, dass der Iran und seine Führung meine Forderung als Präsident der USA respektiert und die geplanten Hinrichtungen ausgesetzt haben", schrieb Trump am Mittwoch in seinem Onlinedienst Truth Social.

Der Iran wies seinerseits zurück, eine Hinrichtung der Frauen geplant zu haben und bezichtigte Trump der Verbreitung von "Falschmeldungen".

22.31 Uhr: Weißes Haus - Beschlagnahme von Schiffen kein Bruch der Waffenruhe

Nach iranischen Angriffen auf Frachter in der Straße von Hormus hat das Weiße Haus die Bedeutung der Vorfälle heruntergespielt. Die Medien würden das Thema aufbauschen, um die erfolgreiche Zerstörung der iranischen Marine durch das US-Militär zu hinterfragen, sagte Karoline Leavitt, Sprecherin des Weißen Hauses, dem Sender Fox News. Einen Verstoß gegen die Waffenruhe sehe sie nicht, weil die Schiffe weder unter US- noch unter israelischer Flagge gefahren seien.

22.27 Uhr: US-Botschaft rät Amerikanern, Libanon zu verlassen

Die US-Botschaft in Beirut legt Amerikanerinnen und Amerikanern dringend nahe, den Libanon zu verlassen. "Die Sicherheitslage ist weiterhin komplex und kann sich schnell ändern", teilte die Botschaft in einer Sicherheitswarnung mit. US-Bürgerinnen und Bürgern sollten ausreisen, solange es noch kommerzielle Flugverbindungen gebe. Wer im Libanon bleibe, sollte Pläne für Notfallsituationen erstellen und die aktuellen Entwicklungen verfolgen, hieß es.

21.51 Uhr: Weißes Haus - Keine feste Frist für iranischen Vorschlag zu Beendigung des Krieges

US-Präsident Donald Trump hat nach Angaben des Weißen Hauses für einen iranischen Vorschlag zur Beendigung des Krieges keine Frist gesetzt. Anders als in einigen Medien berichtet worden sei, habe der US-Präsident "keine feste Frist für die Vorlage eines iranischen Vorschlags gesetzt", sagte seine Sprecherin Karoline Leavitt am Mittwoch Journalisten. "Letztlich wird der Zeitplan vom Oberbefehlshaber festgelegt."

21.29 Uhr: Erdogan - Krieg in Golfregion schwächt zunehmend auch Europa

Der Iran-Krieg führt nach den Worten des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zunehmend auch zu einer Schwächung Europas. "Der Krieg in unserer Region beginnt, auch Europa zu schwächen, und wenn wir in diese Situation nicht mit einem friedensorientierten Ansatz eingreifen, werden die durch den Konflikt verursachten Schäden noch viel größer werden", sagte Erdogan am Mittwoch seinem Büro zufolge in einem Telefonat mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

19.43 Uhr: Iran wirft USA erneut "schwere Verstöße gegen Waffenruhe" vor

Iran bekräftigt seinen Vorwurf, die USA würden gegen die vereinbarte Waffenruhe verstoßen, indem sie die Blockade von iranischen Häfen beibehalten. Die Öffnung der Straße von Hormus sei nicht möglich, wenn es zu solchen "schweren Verstößen" komme, schrieb Irans Verhandlungsführer und Parlamentspräsident, Mohammed Bagher Ghalibaf, beim Kurznachrichtendienst X. Iran hat laut iranischer Nachrichtenagentur Tasnim weiter keine Pläne, an Friedensgesprächen mit den USA teilzunehmen. US-Medien hatten zuvor berichtet, es könnte am Freitag eine neue Verhandlungsrunde geben. US-Präsident Donald Trump hatte einseitig angekündigt, die Waffenruhe in Iran verlängern zu wollen, ohne jedoch einen konkreten Zeitraum zu nennen.

19.19 Uhr: Netanjahu - Israel bereit für Verteidigung und Angriff

Vor dem Hintergrund der angespannten Lage im Konflikt mit dem Iran ist Israel nach Angaben des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu "auf jedes Szenario vorbereitet". Dies gelte "in der Verteidigung und im Angriff", sagte der 76-Jährige bei einem Treffen mit Soldaten der israelischen Raketenabwehr in der Nähe von Jerusalem. Er besuchte die Soldaten im Rahmen des 78. Unabhängigkeitstag Israels.

Auch der israelische Generalstabschef Ejal Zamir sagte, die israelischen Streitkräfte seien "bereit, an allen Fronten sofort und mit großer Stärke wieder zum Kampf zurückzukehren." US-Präsident Donald Trump hatte eine Waffenruhe im Iran-Krieg vorerst verlängert. Ob der Konflikt dennoch fortgesetzt wird, ist ungewiss. 

19.09 Uhr: Libanon - Journalistin steckt offenbar nach Angriff fest

Nach einem israelischen Angriff im Südlibanon befindet sich eine libanesische Journalistin offenbar in einer Notlage. Die Organisation "Reporter ohne Grenzen" warnte, dass Rettungskräfte durch die "andauernden israelischen Luftangriffe" die Reporterin Amal Chalil von der Tageszeitung Al-Achbar nicht erreichen könnten. Das Leben der Frau sei in Gefahr, nahe ihres Fahrzeugs sei ein Geschoss eingeschlagen.

Der libanesische Präsident Joseph Aoun rief das Rote Kreuz auf, sich um die Rettung der Journalistin und deren Kollegin Seinab Faradsch, die mit ihr unterwegs gewesen sein soll, zu kümmern. Das libanesische Rote Kreuz solle sich mit dem libanesischen Militär und UN-Friedenssoldaten absprechen, um die beiden so schnell wie möglich zu retten, sagte Aoun.

18.05 Uhr: Medienberichte - Trump will Iran nur wenige Tage für Antwort geben

US-Präsident Donald Trump will der iranischen Führung laut Medienberichten nur wenige Tage geben, um sich auf einen geeinten Vorschlag zur Beilegung des Krieges zu verständigen. Er sei bereit, die Waffenruhe um drei bis fünf Tage zu verlängern, berichten das Nachrichtenportal "Axios" und der Sender Fox News unter Berufung auf eine US-Quelle beziehungsweise einen Beamten aus dem Weißen Haus. Trumps am Dienstag angekündigte Verlängerung der Waffenruhe ist demnach nur für einen kurzen Zeitraum angedacht. 

Auch der Sender CNN berichtet unter Berufung auf zwei mit den internen Gesprächen vertraute Quellen, dass Trump plane, den Iranern ein begrenztes Zeitfenster zu geben, um einen geeinten Vorschlag für neue Verhandlungen zu erarbeiten und den diplomatischen Prozess so wieder in Gang zu bringen. Ob dies auch an die Iraner übermittelt worden ist, ist demnach unklar. 

17.56 Uhr: Iran weiter unentschieden bezüglich neuer Verhandlungen

Der Iran hat nach Angaben eines Sprechers seines Außenministeriums noch nicht über eine Teilnahme an neuen Verhandlungen mit den USA in Pakistan entschieden. In die vorherige Verhandlungsrunde sei der Iran "in gutem Glauben und mit Ernsthaftigkeit gegangen, aber die verhandelnde Partei hat Missachtung und einen Mangel an gutem Glauben an den Tag gelegt", sagte der Sprecher des Ministeriums, Ismail Baghai, am Mittwoch laut dem iranischen Staatsfernsehen.

Eine zweite Verhandlungsrunde wurde noch für diese Woche in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad erwartet, doch steht noch nicht fest, ob es dazu kommt. US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstag die Waffenruhe im Krieg gegen den Iran für unbestimmte Zeit verlängert.

17.29 Uhr: Libanon - 62.000 Häuser und Wohnungen zerstört oder beschädigt

Bei israelischen Angriffen auf den Libanon sind offiziellen Regierungsangaben zufolge seit Anfang März mehr als 62.000 Häuser und Wohnungen zerstört oder beschädigt worden. "Innerhalb von knapp 45 Tagen gab es 21.700 zerstörte und 40.500 beschädigte Häuser und Wohnungen", sagte der Leiter des Nationalen Forschungszentrums (CNRS), Tschadi Abdallah, auf einer Pressekonferenz in Beirut. Seinen Angaben zufolge wurden auch in den ersten drei Tagen der seit Freitag geltenden Waffenruhe "428 Häuser und Wohnungen zerstört und 50 beschädigt".

17.16 Uhr: Schah-Sohn will Bundestagsabgeordnete treffen

In seinem weltweiten Werben um Unterstützung will der Sohn des letzten Schahs, Reza Pahlavi, am Donnerstag in Berlin mit Mitgliedern verschiedener Bundestagsfraktionen zusammentreffen, darunter auch mit dem CDU-Außenpolitiker Armin Laschet. Empfangen werde Pahlavi als "bedeutender Vertreter der iranischen Oppositionsbewegung", hieß es im Vorfeld aus Laschets Büro. Vertreter der Bundesregierung wollen Pahlavi nicht empfangen. Außerdem will Pahlavi am Donnerstagvormittag in der Bundespressekonferenz eine Stellungnahme zur aktuellen Lage im Iran abgeben.

Der Schah-Sohn wird von Teilen der iranischen Opposition unterstützt, andere kritisieren den 65-Jährigen unter anderem wegen seiner Nähe zu Israel.

17.00 Uhr: Libanon - Verstöße gegen Waffenstillstand gemeldet

Libanesische Behörden haben mindestens zwei Verstöße gegen den von den USA vermittelten Waffenstillstand zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz gemeldet. Bei einem israelischen Drohnenangriff in der Bekaa-Ebene soll in der vergangenen Nacht laut Staatsmedien ein Mensch getötet, zwei weitere verletzt worden sein. Bei einem späteren Angriff auf ein Auto im Südlibanon sollen außerdem zwei Menschen getötet worden sein. Das israelische Militär erklärte, von dem ersten Angriff nichts zu wissen. Zu dem zweiten Vorfall äußerte es sich zunächst nicht. Die Hisbollah teilte mit, sie habe gestern Raketen und Drohnen auf den Norden Israels abgefeuert, da das israelische Militär die Waffenruhe gebrochen habe.

16.37 Uhr: Im Libanon verletzter französischer Unifil-Soldat ist verstorben

Ein bei einem Angriff im Libanon verletzter französischer Blauhelmsoldat ist tot. Der Angehörige der UN-Friedensmission Unifil sei noch nach Frankreich gebracht worden, aber am Mittwoch seinen Verletzungen erlegen, teilte der französische Präsident Emmanuel Macron im Kurznachrichtendienst X mit und sprach den Angehörigen sein Mitgefühl aus. Ein weiterer französischer Unifil-Soldat war bereits bei dem Angriff am Wochenende getötet worden. Insgesamt gab es laut Macron damals drei Verletzte.

Die Truppe war am Samstag unter Beschuss geraten. Macron machte die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz für den Angriff verantwortlich. Diese wies die Vorwürfe zurück und rief die Unifil auf, ihre Einsätze mit der libanesischen Armee zu koordinieren.

15.58 Uhr: Regierungssprecher - Schah-Sohn trifft in Berlin keine Regierungsvertreter

Der Sohn des letzten iranischen Schahs, Reza Pahlavi, wird bei seinem Berlin-Besuch nach Angaben von Regierungssprecher Stefan Kornelius keinen Vertreter der Bundesregierung treffen. Gesprächspartner für die Bundesregierung sei die Regierung in Teheran, auch wenn man dieser keine politische Legitimation zubillige, sagt er in Berlin. Er wisse von keinen Versuchen Pahlevis, mit der Regierung sprechen zu wollen. Die Bundesregierung wolle, dass das iranische Volk selbst über seine Regierung entscheiden könne. Pahlavi wird am Donnerstag in Berlin erwartet.

15.55 Uhr: IEA-Chef - Iran-Krieg hat folgenschwerste Energiekrise ausgelöst

Der Chef der Internationalen Energieagentur IEA, Fatih Birol, sieht die internationale Staatengemeinschaft wegen des Iran-Kriegs mit der "größten Energiekrise der Geschichte" konfrontiert. Die Verluste durch diesen Krieg seien "viel größer als alle Krisen zusammen, was Öl und Gas angeht", sagte Birol am Mittwoch auf dem Petersberger Klimadialog in Berlin.

Birol rechnete mit "einer großen Reaktion auf diese Krise". Es sei "jetzt Aufgabe der Regierungen, ihre Energiepolitik auf den Industriesektor auszurichten", sagte er. Es werde voraussichtlich auch Neuerungen in allen wirtschaftlichen Bereichen geben. "Und das ist eine wunderbare Gelegenheit", sagte er.

15.51 Uhr: Hisbollah - Drohne auf israelischen Posten abgefeuert

Die militante Hisbollah hat nach eigenen Angaben eine Drohne auf einen israelischen Posten im Süden des Libanons abgefeuert. Der Angriff im Dorf Bajada am Mittwoch sei Vergeltung für israelische Verstöße gegen die zehntägige Waffenruhe, die seit vergangenem Freitag gilt, teilte die Hisbollah mit.

Das israelische Militär hat hingegen der Hisbollah vorgeworfen, gegen die Waffenruhe zu verstoßen. Die vom Iran unterstützte Hisbollah habe "ein feindliches Fluggerät" in Richtung israelischer Soldaten abgefeuert, die im Süden des Libanons im Einsatz gewesen seien, hieß es. Die israelische Luftwaffe habe das Fluggerät abgefangen, es habe nicht die Grenze nach Israel überquert.

15.49 Uhr: Agentur der iranischen Revolutionsgarde sieht Unterseekabel bedroht

Aus dem Iran werden Drohungen gegen Unterseekabel in der Straße von Hormus laut. Die der paramilitärischen Revolutionsgarde nahestehende, halbstaatliche Nachrichtenagentur Tasnim schrieb am Mittwoch, eine "gleichzeitige Beschädigung mehrerer großer Kabel - sei es durch Unfälle oder vorsätzliche Handlungen -" könne zu "schweren Ausfällen im gesamten Persischen Golf führen". Das sei eine Gefahr für die arabischen Golfstaaten.

Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen hatten in der Vergangenheit mit Angriffen auf Unterseekabel gedroht. Im Roten Meer sind bereits einige solcher Kabel durchtrennt worden.

15.31 Uhr: Libanon will Verlängerung der Waffenruhe fordern

Der Libanon will offenbar bei den Verhandlungen mit Israel am Donnerstag in Washington eine Verlängerung der Waffenruhe um einen Monat fordern. Ein libanesischer Regierungsvertreter sagte am Mittwoch, Beirut werde zudem "die strikte Einhaltung der Waffenruhe und den Stopp von Sprengungen und Zerstörungen in den Gebieten, in denen Israel präsent ist, verlangen". Der libanesische Präsident Joseph Aoun erklärte am Mittwoch, es gebe Kontakte, um die am Sonntag auslaufende Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon zu verlängern.

15.10 Uhr: Israelische Aktivisten nach Syrien vorgedrungen

Dutzende israelische Siedleraktivisten sind auf syrisches Gebiet vorgedrungen, bevor sie von der Armee wieder zurückgebracht wurden. Wie die "Times of Israel" berichtet, handle es sich um rechte Aktivisten, die die Einrichtung von Siedlungen im syrischen Grenzgebiet forderten, in dem Israel die Kontrolle übernommen hat. Sie hätten sich zeitweise in einem Gebäude am Rand des syrischen Orts Hadar verschanzt. 

Die Armee teilte mit, etwa 40 Aktivisten seien mehrere hundert Meter tief auf syrisches Gebiet vorgedrungen. Soldaten hätten sie zurückgebracht und der israelischen Polizei übergeben. Das Militär verurteile den Vorfall aufs Schärfste, es handele sich um eine Straftat. 

13.40 Uhr: Iran reklamiert Angriff auf drei Frachtschiffe für sich

Irans Streitkräfte haben nach eigenen Angaben drei Frachtschiffe vor ihrer Küste angegriffen und manövrierunfähig gemacht. In einer von der Nachrichtenagentur Fars verbreiteten Nachricht hieß es zur Begründung, die Revolutionsgarden hätten ihre "regelwidrige" Durchfahrt durch die Straße von Hormus gestoppt. Die Nachrichtenagentur Fars veröffentlichte die Namen der drei Frachtschiffe. Laut dem Trackingdienst Vesselfinder handelte es sich bei der "Epaminondas" um ein Containerschiff unter Flagge Liberias, die von den Vereinigten Arabischen Emiraten in Richtung Indien unterwegs war. Der Frachter "MSC Francesca" lag zuletzt vor der Küste Saudi-Arabiens und fährt unter der Flagge Panamas. Außerdem wurde ein Containerschiff namens "Euphoria" attackiert, das sich iranischen Angaben zufolge in griechischem Besitz befinden soll.

Auch die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) hatte am Mittwoch über Vorfälle in den Gewässern vor dem Iran berichtet.

13.32 Uhr: TUI - Kreuzfahrtschiffe haben Persischen Golf sicher verlassen

Zwei TUI-Kreuzfahrtschiffe, die wegen des Iran-Kriegs wochenlang in Abu Dhabi beziehungsweise Doha festsaßen, können ab Mitte Mai ihre geplanten Routen zur Sommersaison im Mittelmeer fahren. Beide Schiffe konnten am Sonntag während einer Unterbrechung der Kampfhandlungen den Persischen Golf sicher verlassen, wie der Tourismuskonzern am Mittwoch mitteilte. Sie passierten die Straße von Hormus. Nach Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar mussten die beiden Kreuzfahrtschiffe am Golf bleiben. TUI ließ rund 5000 Passagiere ausfliegen. Der Konzern musste sämtliche Reisen auf beiden Schiffen bis Mitte Mai absagen.

13.26 Uhr: Iran bestätigt Verlängerung der Waffenruhe

Der Iran hat eine von US-Präsident Donald Trump angekündigte Verlängerung der Waffenruhe öffentlich zur Kenntnis genommen. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghaei, bestätigte die Verlängerung der Waffenruhe in einer am Mittwoch vom iranischen Staatsfernsehen verbreiteten Stellungnahme. Er äußerte sich nicht explizit dazu, ob Teheran bereit ist, an einer neuen Gesprächsrunde mit den Vereinigten Staaten in Islamabad teilzunehmen.

13.20 Uhr: Arabische Länder fordern Reparationen vom Iran

Die arabischen Länder fordern vom Iran Reparationen für die im Krieg entstandenen Schäden und Verluste. Teheran sei zu solchen Zahlungen dem Völkerrecht nach verpflichtet, heißt es in einer Erklärung der Arabischen Liga nach einem virtuellen Treffen. "Der Iran trägt international die volle Verantwortung für seine unrechtmäßigen und nicht gerechtfertigten Angriffe gegen arabische Staaten", heißt es in der Erklärung der Außenminister. Die Arabische Liga umfasst 22 Staaten des arabischen Raums in Nordafrika und dem Nahen Osten.

12.42 Uhr: EU-Kommission will Folgen des Iran-Krieges für Energieversorgung abfedern

Die EU-Kommission schlägt ein Maßnahmenpaket vor, um die Auswirkungen des Iran-Kriegs auf die Energieversorgung in Europa abzumildern. Dazu gehöre etwa, die Kerosinverteilung zwischen den EU-Ländern zu optimieren, um Engpässe zu vermeiden, erklärte die Brüsseler Behörde. "Die Entscheidungen, die wir heute treffen, werden unsere Fähigkeit prägen, den Herausforderungen von heute und den Krisen von morgen zu begegnen", sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

12.29 Uhr: Zwei Schiffe von iranischen Revolutionsgarden beschlagnahmt

Die Marine der iranischen Revolutionsgarden hat nach Angaben der halbstaatlichen Nachrichtenagentur Tasnim zwei Schiffe beschlagnahmt. Sie würden an die Küste des Landes gebracht. Die "MSC Francesca" und die "Epaminondas" seien festgesetzt worden, da sie ohne Genehmigung auf Fahrt und ihre Navigationssysteme manipuliert gewesen seien, teilten die Garden mit. Dies habe die Sicherheit auf See gefährdet.

11.00 Uhr: Irans Revolutionsgarden zeigen nach US-Angriffen wieder ihre Raketen

Iranische Hardliner haben bei Demonstrationen mit Raketen im ganzen Land ihre Kampfbereitschaft gezeigt. Die paramilitärischen Revolutionsgarden stellten bei Kundgebungen am Dienstagabend Raketen und deren Abschussvorrichtungen zur Schau. Staatsmedien berichteten über Demonstrationen in Ahwas, Arak, Bandar Abbas, Buschehr, Kerman, Täbris, Teheran, Ghom und Sandschan.

11.00 Uhr: Libanon meldet ein Todesopfer bei Drohnenangriff

Bei einem Drohnenangriff ist im Libanon ein Mensch getötet worden. Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete, bei dem Angriff auf das Dorf Dschabbur im Osten des Landes am Mittwochmorgen hätten zwei weitere Menschen Verletzungen erlitten. Das israelische Militär dementierte einen Angriff in dem Gebiet.

10.31 Uhr: Britische Behörde berichtet von zwei beschossenen Schiffen in der Straße von Hormus

In der Straße von Hormus sind laut britischen Behördenangaben zwei Schiffe beschossen worden. Ein Containerschiff sei vor der Küste des Omans ohne vorherige Funkwarnung von einem Kanonenboot der iranischen Revolutionsgarden angegriffen worden, teilte die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) mit. Das Schiff erlitt "schwere Schäden", die Besatzung blieb jedoch unversehrt. Kurz darauf wurde ein weiteres Frachtschiff, das aus einem iranischen Hafen ausgelaufen war, beschossen. Der Angreifer wurde zunächst nicht identifiziert.

09.06 Uhr: Bericht - Toter nach Angriff Israels im Libanon - Israel dementiert

Trotz der im Libanon geltenden Waffenruhe zwischen der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz und Israel soll es einem Bericht zufolge bei einem israelischen Drohnenangriff einen Toten gegeben haben. Zwei weitere Menschen seien in der Nacht im Süden der Bekaa-Ebene verletzt worden, meldete die libanesische Nachrichtenagentur NNA. Ein israelischer Armeesprecher wies die Darstellung auf Anfrage hingegen zurück. Ein solcher Angriff sei dem Militär nicht bekannt, sagte er.

08.50 Uhr: Wegen Hormus-Blockade: Iran bricht laut Trump "finanziell zusammen"

US-Präsident Donald Trump behauptet, dass der Iran aufgrund der fortgesetzten Blockade der Straße von Hormus kurz vor einem finanziellen Kollaps stehe. "Der Iran bricht finanziell zusammen!", schrieb Trump am Mittwoch auf seiner Plattform Truth Social. Die Islamische Republik "hungert nach Geld", fügte er hinzu. Trump erklärte, dass Teheran die strategisch wichtige Meerenge eigentlich "sofort öffnen" wolle, aber die Regierung die Blockade aufrechterhalte, um "ihr Gesicht zu wahren".

08.35 Uhr: Irans Revolutionsgarden fordern Wachsamkeit trotz Feuerpause

Nach der von US-Präsident Donald Trump angekündigten Verlängerung der Waffenruhe haben die iranischen Revolutionsgarden erhöhte Wachsamkeit gefordert. In einer Erklärung hieß es, die iranischen Streitkräfte befänden sich auf dem "Höhepunkt der Bereitschaft" für eine Fortsetzung der Kampfhandlungen. Sollte es zu einer neuen Eskalation kommen, seien die Streitkräfte bereit, "vernichtende und für den Feind unvorstellbare Schläge" gegen verbleibende Vermögenswerte in der Region auszuführen.

08.24 Uhr: UN meldet Verschlechterung der humanitären Lage im Mittleren Osten

Trotz Bemühungen um eine Waffenruhe im Nahen Osten werden die humanitären Folgen des Iran-Kriegs zunehmend deutlich, insbesondere in Afghanistan. Laut dem UN-Koordinierungsbüro für humanitäre Hilfe (OCHA) sind seit Beginn des Konflikts 191.000 afghanische Flüchtlinge aus dem Iran und Pakistan in ihr Heimatland zurückgekehrt. Allein seit dem 3. April kehrten 115.000 Menschen zurück – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu den fünf Wochen zuvor.

In der gesamten Region sind laut OCHA 45,5 Millionen Menschen hilfsbedürftig. Die benötigten Mittel für humanitäre Unterstützung werden auf 3,6 Milliarden US-Dollar (3,1 Milliarden Euro) veranschlagt; allein 1,7 Milliarden Euro entfallen auf Afghanistan. OCHA warnte, eine anhaltende Energie- und Handelskrise werde die Belastbarkeit weiter schwächen und Ernährungsunsicherheit verschärfen.

07.51 Uhr: Iranische Revolutionsgarde feuert auf Frachtschiff

Die iranische Revolutionsgarde hat in der Straße von Hormus auf ein Containerschiff geschossen, wodurch das Schiff beschädigt wurde, wie die britische Seehandelsaufsicht (UKMTO) berichtete. Ein Schnellboot der Revolutionsgarde hatte das Schiff vor dem Beschuss am Mittwochmorgen gegen 8 Uhr nicht kontaktiert. Das Schiff habe "schwere Schäden" erlitten, die Besatzung sei jedoch "unversehrt". Der Vorfall ereignete sich nach Angaben der UKMTO rund 15 Seemeilen nordöstlich der omanischen Küste. Der Iran bestätigte den Angriff zunächst nicht.

07.10 Uhr: Iran vollstreckt Todesstrafe gegen Spionageverdächtigen

Im Iran wurde ein Mann hingerichtet, der wegen Spionage für Israel verurteilt worden war. Laut staatlichen Angaben soll der Mann in einer Zivilschutzeinheit gearbeitet und geheime Informationen an den israelischen Geheimdienst Mossad weitergegeben haben. Das Todesurteil wurde vom Obersten Gerichtshof bestätigt und nach Abschluss des Rechtswegs vollstreckt, so das Justizportal Mizan.

06.35 Uhr: Trump droht Iran nach Verlängerung der Waffenruhe

US-Präsident Donald Trump hat dem Iran nach der Verlängerung der Waffenruhe erneut scharfe Drohungen ausgesprochen. Auf seiner Plattform Truth Social erklärte er am Dienstagabend, dass der Iran die Straße von Hormus nicht schließen wolle, sondern offen halten müsse, um weiterhin Rohöl verkaufen zu können. Sollte der Iran dies zulassen, so Trump, könne es "niemals ein Abkommen mit dem Iran geben – es sei denn, wir sprengen den Rest ihres Landes in die Luft, einschließlich ihrer Führung". Es bleibt unklar, ob und wann die Gespräche in der pakistanischen Hauptstadt wieder aufgenommen werden könnten.

US-Präsident Donald Trump (21.04.2026)
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US-Präsident Donald Trump (21.04.2026)

06.26 Uhr: Kundgebungen in Teheran - Rakete auf mobiler Rampe gezeigt

Nach der US-Ankündigung, die Waffenruhe mit dem Iran zu verlängern, kam es in der iranischen Hauptstadt Teheran zu Kundgebungen. Nachdem mögliche Gespräche mit den USA in Islamabad gescheitert waren, soll die paramilitärische Revolutionsgarde bei einer Veranstaltung am späten Dienstagabend offenbar eine ballistische Rakete auf einer mobilen Abschussrampe präsentiert haben.

06.13 Uhr: USA stoppen laut Bericht Dollar-Lieferungen an den Irak

Laut einem Bericht der Wall Street Journal hat die US-Regierung beschlossen, Dollar-Lieferungen an den Irak zu stoppen und die Sicherheitszusammenarbeit einzufrieren. Mit diesen Maßnahmen will Washington die irakische Regierung dazu drängen, vom Iran unterstützte Milizen im Land zu zerschlagen. Das US-Finanzministerium blockiert demnach eine Bargeldsendung von fast 500 Millionen Dollar, die aus irakischen Ölverkäufen stammt. Zusätzlich setzt Washington die Finanzierung von Programmen zur Terrorbekämpfung und militärischen Ausbildung aus – eine Reaktion auf die fortgesetzten Angriffe der Milizen. Die Nachrichtenagentur Reuters konnte den Bericht bislang nicht unabhängig verifizieren.

02.12 Uhr: Trotz Verlängerung der Waffenruhe keine echte Entspannung an den Ölmärkten

Trotz der von US-Präsident Donald Trump angekündigten Verlängerung der Waffenruhe mit dem Iran zeigt sich an den Ölmärkten keine spürbare Entspannung. Die Nordseesorte Brent, die für die Lieferung im Juni gehandelt wird, überschritt erstmals seit mehr als einer Woche wieder die 100-Dollar-Marke. Nach Trumps Ankündigung gab der Preis jedoch etwas nach und lag zuletzt bei 99 Dollar – ein Plus von knapp vier Prozent im Vergleich zum Vortag. Der Anstieg bei der US-Sorte WTI fiel hingegen weniger deutlich aus.

01.38 Uhr: IAEA begrüßt Verlängerung der Waffenruhe und betont wichtige Rolle bei Friedensverhandlungen

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat die Verlängerung der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran begrüßt. IAEA-Chef Rafael Grossi betonte am späten Dienstagabend (Ortszeit), dass die Bemühungen zur Beendigung des Konflikts ein "komplexer Prozess" seien und es wichtig sei, diesem Prozess Kontinuität zu verleihen. "Es ist entscheidend, dass es eine Chance für Frieden gibt", sagte er. Grossi, der für das Amt des nächsten UN-Generalsekretärs kandidiert, warnte beide Seiten, dass ein künftiges Friedensabkommen die IAEA von Beginn an einbeziehen müsse, um das iranische Atomprogramm zu überwachen. Andernfalls, so fügte er hinzu, sei das Abkommen nur "eine Illusion".

01.32 Uhr: Guterres nennt Verlängerung der Waffenruhe "Schritt zur Deeskalation"

UN-Generalsekretär António Guterres hat die Verlängerung der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran als "wichtigen Schritt zur Deeskalation" bezeichnet. Dies werde "kritischen Raum für Diplomatie und Vertrauensbildung zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten" schaffen, erklärte sein Sprecher Stéphane Dujarric am Dienstag (Ortszeit). "Wir ermutigen alle Seiten, diese positive Dynamik zu nutzen, von Handlungen abzusehen, die die Waffenruhe gefährden könnten, und konstruktiv in Verhandlungen einzutreten, um eine nachhaltige und dauerhafte Lösung zu finden", so Dujarric weiter.

01.22 Uhr: Irans Führung laut Trump "stark zerrüttet"

Nach der angekündigten Verlängerung der Waffenruhe mit dem Iran hat US-Präsident Donald Trump auf angebliche Spannungen innerhalb der Islamischen Republik hingewiesen. Diese seien "nicht unerwartet" gewesen, so Trump in seinen Aussagen. Eine Fortsetzung der Waffenruhe sei notwendig, weil die iranische Führung "stark zerrüttet" sei, erklärte Trump in den sozialen Medien.

01.10 Uhr: Militärs aus 30 Ländern planen Sicherung der Straße von Hormus

Heute treffen sich Militärs aus 30 Ländern im britischen Militärhauptquartier Northwood in London, um einen möglichen Einsatz zur Sicherung der strategisch wichtigen Straße von Hormus zu besprechen. Das zweitägige Planungstreffen, das von Großbritannien und Frankreich ausgerichtet wird, folgt auf eine internationale Konferenz in der vergangenen Woche in Paris. London und Paris haben das Ziel, einen neutralen Marineeinsatz zu organisieren, der sich deutlich von den Kriegsparteien abhebt, um Handelsschiffe zu eskortieren und zu schützen. Auch Deutschland erwägt, zur Minenräumung und Seeaufklärung beizutragen.

00.47 Uhr: US-Finanzminister - Blockade nimmt Iran wichtige Einnahmen

Die anhaltende Blockade des iranischen Seehandels belastet Teherans Wirtschaftskraft erheblich, so US-Finanzminister Scott Bessent. Auf der für den Ölhandel entscheidenden Insel Charg könnten die Lagerbestände in wenigen Tagen erschöpft sein, was zur Stilllegung der Ölfelder führen würde, schrieb Bessent auf der Plattform X. "Die Einschränkung des iranischen Seehandels zielt direkt auf die wichtigsten Einnahmequellen des Regimes ab."

Mittwoch, 22. April 2026

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