ARCHIV - 24.12.2023, Israel, Tel Aviv: Benjamin Netanjahu, Ministerpräsident von Israel. (zu dpa: «Netanjahu schließt Truppenabzug aus dem Südlibanon aus») Foto: Ohad Zwigenberg/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Nahost-Ticker: Israel hält an Sicherheitszone im Südlibanon fest

Nahost-Ticker: Israel hält an Sicherheitszone im Südlibanon fest

Trotz internationaler Kritik hält Israel an seiner Sicherheitszone im Südlibanon fest. Regierung und Militär betonen, weiter gegen Bedrohungen vorzugehen und die Infrastruktur extremistischer Gruppen zu zerstören. Die News im Ticker.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Aktuelle News zum USA-Iran-Krieg im Überblick:

Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.

Karte zur militärischen Lage im Nahen Osten

06.12 Uhr: Libanon und Israel wollen ab heute erneut in Washington verhandeln

Hochrangige Vertreter Israels und des Libanons wollen heute in Washington eine neue Verhandlungsrunde starten. "Die Gespräche werden mit dem Ziel fortgesetzt, ein umfassendes Friedens- und Sicherheitsabkommen zwischen den beiden Ländern voranzubringen",  sagte ein Vertreter des US-Außenministeriums der Nachrichtenagentur AFP.

06.10 Uhr: Israel hält an Sicherheitszone im Südlibanon fest

Israel will die Sicherheitszone im Südlibanon nach Angaben von Regierung und Militär aufrechterhalten. Die Armee werde weiterhin vorgehen, um Bedrohungen für israelische Soldaten und Bürger zu verhindern und die Infrastruktur von Extremisten zu zerstören, teilten der israelische Ministerpräsident, der Verteidigungsminister und der Armeechef in einer gemeinsamen Erklärung nach einer Sicherheitsberatung mit. Die Sicherheit der israelischen Bürger und der Streitkräfte werde "ohne Kompromisse ihr leitendes Prinzip bleiben", hieß es in der Mitteilung weiter.

Dienstag, 23. Juni 2026

22.25 Uhr: Zwölf Millarden Dollar iranischen Vermögens freigegeben

Der Iran erklärt, bei den jüngsten Gesprächen in der Schweiz seien die Unterschriften gesetzt worden unter die Vereinbarung, zwölf Milliarden Dollar an eingefrorenen iranischen Guthaben freizugeben. Zudem hätten beide Seiten sich geeinigt, einen Kommunikationsweg für Schiffsdurchfahrten in der Straße von Hormus zu etablieren, um einen Konflikt zu vermeiden.

20.10 Uhr: Netanjahu – Israelische Streitkräfte haben "volle Handlungsfreiheit"

Die israelischen Streitkräfte haben nach den Worten von Regierungschef Benjamin Netanjahu "volle Handlungsfreiheit", um gegen jede Bedrohung im Süden des Libanon vorzugehen. Die israelischen Streitkräfte "unterliegen in dieser Angelegenheit keinerlei Einschränkungen", erklärte Netanjahu am Montag. Er bekräftigte zudem, dass die Soldaten so lange in der Region stationiert bleiben würden, wie dies als notwendig erachtet werde.

18.03 Uhr: Iran – Keine Verhandlungen über Atomprogramm bei Treffen mit USA

Der Iran verhandelt nach eigenen Angaben bei den Gesprächen mit den USA in der Schweiz nicht über sein Atomprogramm. Zudem gehe die Islamische Republik auch keine neuen Verpflichtungen ein, meldet die staatliche Nachrichtenagentur IRNA unter Berufung auf das Außenministerium in Teheran. Die Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) werde im Rahmen der bestehenden Verfahren fortgesetzt, heißt es weiter. Dies stehe jedoch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des iranischen Parlaments und der Entscheidungen des Obersten Nationalen.

17.29 Uhr: US-Außenminister Rubio wirbt am Golf für Iran-Abkommen

US-Außenminister Marco Rubio reist in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), nach Kuwait und Bahrain, um bei den Verbündeten für das vorläufige Iran-Abkommen der Regierung in Washington zu werben. In Bahrain treffe er zudem Vertreter des Golf-Kooperationsrates, teilte sein Ministerium mit. Erläutert würden insbesondere die Bemühungen, eine freie Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu sichern, sagte ein Sprecher. Mehrere Golfstaaten sehen die von US-Präsident Donald Trump unterzeichnete Absichtserklärung kritisch, da sie unter anderem einen 300 Milliarden Dollar schweren Wiederaufbaufonds für die Regierung in Teheran vorsieht und das iranische Raketenprogramm ausklammert.

15.47 Uhr: USA erlauben Verkauf von iranischem Öl

Nach neuen Gesprächen mit dem Iran lockern die USA Sanktionen auf iranisches Öl. Das US-Finanzministerium erteilte eine vorübergehende Generallizenz für iranische Ölprodukte. Diese beinhalte die Produktion, die Lieferung und den Verkauf von Rohöl sowie petrochemischen Produkten und Erdölprodukten iranischen Ursprungs bis zum 21. August, teilte das Ministerium mit. Die Genehmigung umfasse auch den Import dieser Produkte in die USA. Grundlage ist eine in der vergangenen Woche von den beiden Regierungen unterzeichnete Absichtserklärung. Darin stimmten die USA Ausnahmeregelungen für den Export von iranischem Rohöl sowie für damit verbundene Dienstleistungen wie Bankgeschäfte, Versicherungen und Transporte zu. Transaktionen mit Nordkorea oder Kuba sind von der Lizenz ausgeschlossen.

15.35 Uhr: Katar – 13 Tote bei Explosion in Gasanlage Ras Laffan

Bei einer Explosion in einem Gasexportterminal in Katar sind mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. Energieminister Saad Scherida al-Kaabi sprach bei einer Pressekonferenz in der Hauptstadt Doha von einem Industrieunfall. Die Explosion an der Gasanlage Ras Laffan könnte die im Zuge des Iran-Kriegs unter Druck geratenen Energiemärkte weiter belasten. Die Anlage war im Krieg vom Iran angegriffen worden und danach für mehrere Wochen außer Betrieb.

14.46 Uhr: Tanker-Verkehr durch Straße von Hormus leicht belebt

Nach einer Flaute am Sonntag hat sich der Verkehr von Öltankern durch die Straße von Hormus leicht belebt. Zwei Rohöltanker mit knapp zwei Millionen Barrel Öl an Bord durchfuhren die Meerenge, wie aus Daten von Schiffsverfolgungsdiensten hervorgeht. Zudem fuhren zwei Supertanker, die zusammen bis zu vier Millionen Barrel Rohöltransportieren können, durch die Meerenge in den Golf. Eines der Schiffe gab den irakischen Hafen Basra als Ziel an, wie aus separaten Schiffsverfolgungsdaten und einer Analyse von Kpler hervorgeht. Der Verkehr macht jedoch nur einen Bruchteil der durchschnittlich 125 Schiffspassagen pro Tag vor Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran am 28. Februar aus. Der Iran hatte die Passage der Straße von Hormus vor seiner Küste als Reaktion darauf blockiert.

14.31 Uhr: Berichte – Schülerin bei Luftangriff Israels in Gaza getötet

Bei einem israelischen Luftangriff in der Stadt Gaza ist nach palästinensischen Angaben eine Schülerin getötet worden. Mehrere weitere Menschen seien bei dem Angriff auf ein Fahrzeug verletzt worden, berichtete die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa.

Die israelische Armee teilte mit, sie habe ein Mitglied des militärischen Flügels der islamistischen Terrororganisation Hamas angegriffen, das sich in einem Fahrzeug befunden habe. Man bedauere jeden Schaden für Unbeteiligte und ergreife alle möglichen Maßnahmen, um zivile Opfer zu vermeiden.

Palästinensische Augenzeugen sagten, die israelische Luftwaffe habe das Fahrzeug mit vier Raketen angegriffen. Die Insassen seien jedoch entkommen, stattdessen sei die junge Palästinenserin tödlich getroffen worden. Bilder von vor Ort zeigten, wie Menschen das Wrack des schwerbeschädigten Autos umringten.

14.14 Uhr: Vance – Iran will Atominspektionen zulassen

US-Vizepräsident JD Vance hat die Gespräche mit dem Iran als gute Grundlage für ein erfolgreiches Abkommen zur Beendigung des Kriegs mit dem Iran bezeichnet. "Wir haben das Haus noch nicht gebaut, aber wir haben ein erfolgreiches Fundament geschaffen, um für das amerikanische Volk ein gutes Ergebnis zu erzielen", sagte Vance.

In den Verhandlungen mit den USA habe der Iran zugestimmt, wieder Atominspektionen zuzulassen. Die Regierung in Teheran habe zudem eingewilligt, Mechanismen für die Verwaltung eingefrorener Vermögenswerte und die Einhaltung von Waffenruhen zu schaffen, erklärte Vance nach den Beratungen in der Schweiz. Er nennt zudem einen Mechanismus, um die für die Schifffahrt wichtige Straße von Hormus offen zu halten. Die technischen Gespräche sollen in den kommenden Tagen und Wochen fortgesetzt werden. Die Verhandlungen über die Atominspektionen könnten bereits in dieser Woche beginnen, sagte Vance.

Iran: Ölraffinerie in Abadan (Aufnahme von 2023)
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Iran: Ölraffinerie in Abadan (Aufnahme von 2023)

14.04 Uhr: Regierungssprecher – Keine konkrete Anfrage für Bundeswehreinsatz in Straße von Hormus

Der Bundesregierung liegt offenbar keine konkrete Anfrage zum Einsatz der Bundeswehr in der Straße von Hormus vor. "Es gibt das Angebot, es gab auch immer indirekte Aufforderungen des amerikanischen Präsidenten, der die europäischen Partner zu einer Unterstützung aufgefordert hat", sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius in Berlin. Eine Konkretisierung gebe es nicht. Kornelius betonte, dass man in der Frage eines Bundestags-Mandats keine Eile habe. Die Bundesregierung habe einen Einsatz "an eine Kette von Voraussetzungen geknüpft". Dazu gehöre, dass auch die Anrainer-Staaten und die USA selbst diesen Einsatz wollten.

Die Bundeswehr hat in den vergangenen Wochen Schiffe zur Minenräumung erst ins östliche Mittelmeer, dann ins Rote Meer verlagert. So sollen sie schnell einsatzbereit sein, wenn sie angefordert werden.

14.00 Uhr: Tracking-Plattformen – Schiffe durchqueren trotz Irans Drohungen weiter Straße von Hormus

Trotz Drohungen des Iran, die Straße von Hormus erneut zu schließen, sind weiterhin ähnlich viele Schiffe wie am Wochenende durch die Meerenge gefahren. Der Schiffsverfolgungsdienst Kpler zählte bis 13 Uhr (MESZ), bereits die Durchfahrt von 15 Schiffen - ein vergleichbarer Wert wie am Samstag und Sonntag, als über den ganzen Tag gerechnet fast 30 Schiffe die Meerenge zwischen Persischem Golf und Golf von Oman passiert hatten.

Nach Daten der Plattform MarineTraffic durchquerten zudem fünf weitere Schiffe die Straße von Hormus. Die Zahl der Durchfahrten lag dennoch weiterhin deutlich unter dem Niveau vor dem Beginn des Iran-Kriegs. Nach Angaben des Fachmagazins "Lloyd’s List" hatten vor dem Kriegsausbruch im Schnitt 120 Schiffe pro Tag die Straße von Hormus durchquert.

"Trotz der Unsicherheit im Zusammenhang mit den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran blieb die Straße von Hormus am Wochenende befahrbar", schrieb Nikos Pothitakis, Sprecher bei Kpler, im Onlinedienst X. Viele Schiffe seien jedoch auf die von Teheran genehmigte Route ausgewichen oder hätten bei der Durchfahrt ihre Transponder zur Übertragung ihrer Positionsdaten ausgeschaltet.

13.45 Uhr: Präsident Aoun – Niemand verhandelt für den Libanon

Libanons Präsident Joseph Aoun hat ausländische Hilfe zur Beendigung des Krieges zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah begrüßt, zugleich aber jede Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Landes zurückgewiesen. "Wir sind ein souveräner Staat, und niemand verhandelt in unserem Namen", zitierte das Präsidentschaftsbüro Aoun in einem Post auf X. Schutz könne nur der Staat gewährleisten, nicht die Religionsgemeinschaften. Meinungsverschiedenheiten seien zulässig, Spaltung zwischen den Libanesen angesichts der aktuellen Lage jedoch nicht, so Aoun.

13.13 Uhr: Libanons Präsident Aoun erörtert mit USA und Katar Waffenruhe

Nach einer ersten US-iranischen Verhandlungsrunde in der Schweiz über ein Kriegsende in der Region ist Libanons Präsident Joseph Aoun von den USA und dem Vermittler Katar über die Einrichtung eines Waffenruhe-Mechanismus für sein Land informiert worden. Aoun habe einen Anruf von US-Vizepräsident JD Vance, dem US-Präsidentenberater Jared Kushner und Katars Regierungschef Scheich Mohammed bin Abdulrahman al-Thani über die Einrichtung einer "Konfliktlösungsstelle" erhalten, erklärte sein Büro.

Bei dem Telefonat sei "die Frage der Festigung der Waffenruhe im Libanon" erörtert worden. Zudem ging es laut der libanesischen Präsidentschaft um "die Beendigung der militärischen Eskalation durch Israel sowie die diesbezüglich zu ergreifenden Maßnahmen, einschließlich der Möglichkeit, zu diesem Zweck eine Stelle einzurichten".

13.09 Uhr: Schweiz kündigt "sofortige" Aufnahme technischer Gespräche zwischen USA und Iran an

Nach den Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran in der Schweiz hat die Regierung des Gastgeberlandes die unverzügliche Aufnahme technischer Gespräche angekündigt. Das Schweizer Außenministerium begrüßte die "Einigung auf einen Fahrplan". Damit sei die Voraussetzung für die "sofortige Aufnahme neuer technischer Gespräche" geschaffen.

11.22 Uhr: Proteste nach Tod junger Palästinenser im Westjordanland

Nach dem Tod zweier junger Palästinenser im besetzten Westjordanland ist es dort zu Protesten gekommen. Ein 15-Jähriger und ein 19-Jähriger aus der Ortschaft Beit Ummar waren nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums am Sonntagabend von israelischen Soldaten erschossen worden. Zwei weitere Jugendliche hätten Schussverletzungen erlitten.

Die israelische Armee teilte zu dem Vorfall mit, Palästinenser hätten Brandflaschen auf eine israelische Siedlung geworfen und Reifen in Brand gesetzt. Zwei von ihnen seien "ausgeschaltet", ein weiterer "außer Gefecht gesetzt" worden. In Beit Ummar wurde aus Protest gegen den Tod der beiden jungen Palästinenser gestreikt.

10.39 Uhr: Zwei palästinensische Jugendliche im Westjordanland getötet – Leichen laut Berichten zurückgehalten

Im Westjordanland sollen die israelischen Behörden nach palästinensischen Medienberichten die Leichen zweier getöteter Jugendlicher zurückhalten. Die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa berichtete am Montag, bei den Getöteten handele es sich um einen 15- und einen 19-Jährigen. Die israelische Armee erklärte hingegen, die beiden seien erschossen worden, nachdem sie Molotowcocktails auf eine israelische Siedlung geworfen hätten.

09.43 Uhr: Irans Top-Verhandler unterwegs nach Hause - Gespräche gehen weiter

Irans Verhandlungsführer Mohammed Bagher Ghalibaf und Außenminister Abbas Araghtschi sind nach den Gesprächen mit den Vereinigte Staaten in der Schweiz auf dem Rückweg nach Teheran. Das berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Zuvor hatten rund 18 Stunden intensive Verhandlungen stattgefunden.

05.39 Uhr: USA und Iran richten Kommunikationskanal zur Straße von Hormus ein

Die USA und der Iran haben sich bei Gesprächen in der Schweiz auf die Einrichtung eines Kommunikationskanals für die Straße von Hormus verständigt. Nach Angaben der Vermittlerstaaten Pakistan und Katar, die in der Nacht auf Montag nach der ersten Verhandlungsrunde informiert wurden, soll damit vor allem verhindert werden, dass es zu "Vorfällen und Kommunikationspannen" kommt. Zudem soll eine sichere und störungsfreie Handelsschifffahrt durch die strategisch wichtige Meerenge gewährleistet werden. Darüber hinaus einigten sich die Beteiligten darauf, die Bemühungen zur Beendigung der Kämpfe im Libanon zu intensivieren.

20.06.2026, Oman, Khasab: Handelsschiffe liegen in der Nähe von Khasab, einer Kleinstadt im Norden Omans, in der Straße von Hormus.
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Schiffe in der Straße von Hormus

09.18 Uhr: Irans Außenminister sieht "wesentliche Fortschritte" nach Gesprächen

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat Pakistan und Katar für ihre Vermittlung bei den Gesprächen in der Schweiz gelobt. Araghtschi erklärte auf der Plattform X, es seien wesentliche Fortschritte erzielt worden. Zuvor hatten Pakistan, Katar und der Iran das Ende der ersten Runde hochrangiger Gespräche bestätigt. In seiner Nachricht erklärte Araghtschi, der erste echte Test der erzielten Verständigungen werde ein Deeskalationsmechanismus im Zusammenhang mit den Kämpfen zwischen Israel und der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz im Libanon sein. Der Iran knüpft den Erfolg der Gespräche an ein Ende der Kämpfe dort. Israel beharrt weiterhin auf der Besetzung libanesischen Gebiets und auf freier Hand im Kampf gegen die Hisbollah.

05.00 Uhr: USA und Iran einiges sich auf weiteres Vorgehen

Die Verhandlungen zwischen den Vereinigte Staaten und dem Iran über ein umfassendes Abkommen zur Beendigung des Konflikts nehmen weiter Fahrt auf. Nach dem Auftakt in der Schweiz sollen die Gespräche in dieser Woche auf Arbeitsebene im Bürgenstock Resort bei Luzern fortgesetzt werden. Ziel ist es laut Vermittlern aus Katar und Pakistan, innerhalb von 60 Tagen ein finales Abkommen zu erreichen. Dafür sollen unter anderem Arbeitsgruppen zu Irans Atomprogramm und den westlichen Sanktionen eingesetzt werden. Die Gespräche seit Sonntag verliefen nach Angaben der Vermittler in einer "positiven und konstruktiven Atmosphäre". Es seien bereits erste Fortschritte erzielt und ein Mechanismus für die Fortsetzung der Verhandlungen vereinbart worden. An den Finanzmärkten sorgten die Fortschritte für Erleichterung: Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent fiel um mehr als einen Dollar auf 79,44 Dollar.

04.40 Uhr: 54 Verletzte und 18 Vermisste nach Explosion in Industriegebiet in Katar

Bei einer Explosion in einem Industriegebiet in Katar sind nach offiziellen Angaben mindestens 54 Menschen verletzt worden. Zudem werden 18 Personen vermisst, nachdem es in dem Gebiet Ras Laffan zu der Detonation kam. Dort befindet sich die weltweit größte Anlage zur Produktion von Flüssigerdgas (LNG), wie das katarische Innenministerium am Montag über die Plattform X mitteilte.

Die Behörden des Golfstaates hatten zunächst von einem "technischen Zwischenfall" gesprochen und erklärt, die Explosion sei „internen Ursprungs“ gewesen. Doha war in der Vergangenheit während des Iran-Krieges wiederholt Ziel iranischer Angriffe. Augenzeugen der Nachrichtenagentur AFP berichteten zudem von einer lauten Detonation im Norden der Hauptstadt.

Die Anlage war im Krieg von Iran angegriffen worden und danach für mehrere Wochen außer Betrieb.

04.26 Uhr: Syrischer Präsident - Kein Interesse an einer Einmischung im Libanon

Syriens Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa hat betont, dass sein Land kein Interesse an einer militärischen Einmischung im Libanon hat. Damit reagierte er auf Äußerungen von Donald Trump, wonach Syrien möglicherweise dabei helfen könnte, "sich um die Hisbollah zu kümmern". Die Aussagen al-Scharaas stammen aus einem Interview mit dem Sender Al Mashhad, das am Sonntag ausgestrahlt wurde. Darin erklärte er, Trumps Worte seien "missverstanden" worden. Der US-Präsident habe über Syriens mögliche Rolle bei der Suche nach einer sicheren und friedlichen Lösung gesprochen – nicht jedoch über eine militärische Intervention. Diese Interpretation, so al-Scharaa, erwecke fälschlicherweise den Eindruck, Syrien könnte "morgen früh in den Libanon einmarschieren".

02.02 Uhr: Schiffsverkehr in Straße von Hormus bricht nach Iran-Blockade wieder ein

Der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus ist nach der erneuten Blockade-Ankündigung des Iran deutlich zurückgegangen. Laut Daten der Analysefirma Kpler passierten am Sonntag lediglich fünf Schiffe die strategisch wichtige Meerenge – am Vortag waren es noch 26. Das US-Militär widerspricht jedoch dieser Darstellung und erklärt, dass weiterhin Handelsschiffe in dem Gebiet unterwegs seien. Unterschiede in der Lagebewertung bleiben damit bestehen.

01.22 Uhr: Netanjahu erwartet Sturz der iranischen Regierung

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat Kritik an einem Verfehlen der Kriegsziele zurückgewiesen und sich zugleich zuversichtlich über die langfristigen Folgen des Militäreinsatzes geäußert. Beim JNS International Policy Summit in Jerusalem sagte er, die Entwicklungen könnten zum Sturz der iranischen Führung beitragen. Man habe die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass das iranische Volk künftig selbst sein Schicksal in die Hand nehme und das Regime beende.

Montag, 22. Juni 2026

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