LNG-Tanker in der Straße von Hormus (Aufnahme vom 9. März 2026)
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LNG-Tanker in der Straße von Hormus (Aufnahme vom 9. März 2026)
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LNG-Tanker in der Straße von Hormus (Aufnahme vom 9. März 2026)

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Nahost-Ticker: Iran droht mit kompletter Hormus-Schließung

Nahost-Ticker: Iran droht mit kompletter Hormus-Schließung

Der Iran hat nach einem Ultimatum von Donald Trump mit der vollständigen Schließung der Straße von Hormus gedroht. Der US-Präsident hatte zuvor angekündigt, iranische Kraftwerke anzugreifen, sollte der Iran Hormus nicht öffnen. Alle News im Ticker.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Aktuelle News zum USA-Iran-Krieg vom 22. März 2026 im Überblick:

  • Iran droht mit vollständiger Schließung der Hormus-Meerenge (16.59 Uhr)
  • Merz telefoniert mit Trump – Beratungen über Iran-Krieg (16.19 Uhr)
  • Netanjahu ruft andere Länder zur Beteiligung am Krieg auf (14.40 Uhr)
  • Iran: USA und Israel sind verantwortlich für Lage in Straße von Hormus (07.23 Uhr)
  • Aktuelle Nachrichten und Hintergründe auch bei tagesschau.de

Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.

Karte zur militärischen Lage im Nahen Osten

21:45 Uhr: Luftangriffe auf pro-iranische Miliz im Irak und Flughafen Bagdad

Am Sonntag wurden Stellungen des Netzwerks Hasched al-Schaabi südlich von Bagdad bei Luftangriffen attackiert, teilten die örtlichen Behörden mit. Niemand sei verletzt worden. Die Angriffe galten der Miliz Kataeb Hisbollah, wie ein Sprecher der Gruppierung sagte. Diese ist Teil des auch als "Volksmiliz" bekannten Bündnisses Hasched al-Schaabi. Obwohl das Bündnis offiziell in die irakischen Streitkräfte eingegliedert wurde, operiert es weitgehend autonom. Die Milizen gehören zum pro-iranischen Netzwerk Islamischer Widerstand im Irak, das sich zu Angriffen auf US-Stützpunkte bekannt hat.

Der Flughafen in Bagdad wurde ebenfalls erneut angegriffen. Die Angriffe richteten sich nach Angaben eines irakischen Sicherheitsvertreters wie schon in der Nacht zum Sonntag gegen ein diplomatisches und logistisches Zentrum der USA am internationalen Flughafen der irakischen Hauptstadt. Es seien vier Explosionen zu hören gewesen. Seit Beginn des Iran-Kriegs ist Bagdad häufig Ziel von Drohnenangriffen, insbesondere gegen den Flughafen und andere vom US-Militär genutzte Einrichtungen.

21.00 Uhr: Ein Toter bei Beschuss in Israels Norden

Bei einem Vorfall im Norden Israels ist nach Angaben von Sanitätern mindestens ein Mensch getötet worden. Zwei Fahrzeuge seien in Misgav Am an Israels Grenze zum Libanon ausgebrannt, teilte der Rettungsdienst Magen David Adom mit. "Während der Löscharbeiten der Feuerwehrkräfte entdeckten wir einen Mann auf dem Fahrersitz. Wir führten medizinische Untersuchungen durch – er zeigte keine Lebenszeichen, und wir mussten seinen Tod feststellen", erzählte ein Sanitäter.

Der libanesische TV-Sender Al-Manar berichtete, eine Raketensalve sei vom Libanon aus in Richtung Misgav Am abgefeuert worden. Der Sender steht der proiranischen libanesischen Hisbollah-Miliz nahe. Ein israelischer Militärsprecher sagte jedoch am Abend, die Armee prüfe auch die Möglichkeit, dass der Landwirt durch versehentlichen Eigenbeschuss einer israelischen Artillerieeinheit getötet worden sei.

20.30 Uhr: Schah-Sohn Pahlavi fordert von Trump Umdenken bei Hormus‑Ultimatum

US-Präsident Donald Trump solle sein Ultimatum im Konflikt um die Straße von Hormus überdenken und die zivile Infrastruktur bei Angriffen auf die islamische Führung im Iran verschonen, forderte Schah-Sohn Reza Pahlavi auf der Plattform X.

Pahlavi, den monarchistische Gruppen als politischen Anführer der Opposition betrachten, appellierte an Trump, zwar weiterhin gezielt die Strukturen der islamischen Herrschaft anzugreifen - nicht aber jene zivile Infrastruktur, die dem iranischen Volk gehöre und für den Wiederaufbau eines freien Irans unverzichtbar sei.

Sowohl Pahlavi als auch die monarchistische Opposition im Exil standen bislang weitgehend auf einer Linie mit Trump und Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Trump drohte in der Nacht zum Sonntag (MEZ) dem Iran mit der Zerstörung seiner Energieanlagen, sollte das Land nicht innerhalb von 48 Stunden die Straße von Hormus vollständig und "ohne Drohungen" öffnen.

20.21 Uhr: Israel - Kämpfe gegen Iran und Hisbollah dürften noch Wochen dauern

Das israelische Militär rechnet damit, dass die Kämpfe gegen den Iran und die Hisbollah-Miliz noch Wochen andauern werden. Zu den schweren Treffern iranischer Raketen erklärt ein Militässprecher, Israel habe zwar mehr als 90 Prozent der anfliegenden Raketen abgefangen, die Luftverteidigung biete jedoch keinen hundertprozentigen Schutz. Derzeit werde untersucht, warum die Abwehrsysteme am Samstagabend iranische Raketen nicht abfangen konnten.

19.42 Uhr: Israels Armee kündigt Ausweitung von Bodeneinsätzen im Libanon an

Israels Armee hat eine Ausweitung ihrer Bodeneinsätze gegen die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Libanon angekündigt. "Der Einsatz gegen die Terrororganisation Hisbollah hat gerade erst begonnen", erklärte Armeechef Ejal Samir am Sonntag. Es handele sich um einen "langwierigen Einsatz". Die Armee bereite sich nun darauf vor, "die gezielten Bodeneinsätze und Angriffe entsprechend einem organisierten Plan voranzutreiben".

"Wir haben mehr als 2.000 Ziele angegriffen, dutzende Waffenlager zerstört und Hunderte Terroristen getötet", erklärt Samir. "Wir werden nicht aufhören, bis die Bedrohung von der Grenze verdrängt ist und langfristige Sicherheit für die Bewohner Nordisraels gewährleistet ist."

Israel hat die Bewohnerinnen und Bewohner großer Teile des Südlibanon bereits zur Evakuierung aufgerufen und will dort nach eigenen Angaben eine Pufferzone zum Schutz von Gemeinden im israelischen Grenzgebiet errichten.

18.31 Uhr: Libanesischer Präsident verurteilt israelische Angriffe auf Brücken

Der libanesische Präsident Joseph Aoun hat israelische Angriffe auf Brücken im Land verurteilt. "Sie sind der Auftakt zu einer Bodeninvasion", sagte Aoun am Sonntag, nachdem Israel eine weitere wichtige Autobahnbrücke über den Fluss Litani im Süden des Libanons gesprengt hatte. Der Libanon habe über diplomatische Kanäle Bedenken geäußert, sagte Aoun.

Israel begründet die Angriffe auf Brücken damit, dass es die militant-islamistische Hisbollah daran hindern wolle, in den Süden des Libanons zu gelangen. Durch den Beschuss sind weite Teile des Südens des Libanons abgeschnitten worden.

Aoun hat angekündigt, die Hisbollah zu entwaffnen, und hat Israel direkte Verhandlungen für ein Ende des Kriegs angeboten. Im Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah sollen bereits mehr als 1.000 Menschen im Libanon getötet worden sein. Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums vom Sonntag sind 118 Kinder und 79 Frauen unter den Toten.

17.43 Uhr: Palästinenser – Vier Tote bei israelischen Angriffen im Gazastreifen

Bei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen sind nach palästinensischen Angaben vier Menschen getötet worden. Ein Angriff habe einem Polizeifahrzeug im Lager Nuseirat gegolten, teilen die Gesundheitsbehörden mit. Dabei seien drei Personen getötet und zehn weitere verletzt worden. Aus dem Umfeld von Sanitätern und der Polizei hieß es, die drei Getöteten seien Mitglieder der von der Hamas geführten Polizei gewesen. Bei einem zweiten Angriff im Norden des Gazastreifens sei eine weitere Person getötet worden. Dabei habe es sich um einen Anführer einer der bewaffneten Gruppen der Fatah gehandelt.

17.03 Uhr: US-Botschafter – Iranische Kraftwerke sind legitime Ziele

Der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz, hat iranische Kraftwerke zu legitimen Zielen für militärische Angriffe erklärt. Die iranische Revolutionsgarde kontrolliere einen Großteil der iranischen Infrastruktur und benutze diese für Kriegshandlungen, sagte Waltz im Sender Fox News. Er verteidigte die Drohung von US-Präsident Donald Trump, Kraftwerke im Iran anzugreifen, sollte Teheran die Straße von Hormus nicht wieder öffnen.

Waltz sagte, Trump würde zunächst "eines der größten Kraftwerke des Irans" zerstören. Welches er meinte, sagte Waltz nicht. "Es gibt mit Gas betriebene Wärmekraftwerke und andere Arten von Anlagen", sagte er. Trump meine es ernst.

Rückendeckung für Trump kam auch von US-Finanzminister Scott Bessent. Er verteidigte die Drohungen des US-Präsidenten, iranische Kraftwerke zu zerstören, wenn Teheran die Straße von Hormus nicht wieder öffnet. Trump verwende "die einzige Sprache, die die Iraner verstehen", sagte Bessent dem Sender NBC. Trump werde "alle notwendigen Schritte unternehmen", um seine Ziele im Krieg gegen den Iran zu erreichen.

Unter dem Völkerrecht dürfen Kraftwerke, die Zivilisten versorgen, nur angegriffen werden, wenn der militärische Vorteil größer wäre als das Leid, das Zivilisten dadurch angetan würde, wie Rechtsexperten sagen.

16.59 Uhr: Iran droht mit vollständiger Schließung der Hormus-Meerenge

Der Iran droht nach einem Ultimatum von US-Präsident Donald Trump mit der vollständigen Schließung der Straße von Hormus, falls die USA iranische Kraftwerke angreifen. Die für den weltweiten Ölhandel wichtige Meerenge werde dann vollständig gesperrt und erst wieder geöffnet, wenn die zerstörten Kraftwerke wieder aufgebaut seien, teilten die iranischen Revolutionsgarden über den Staatssender Irib mit.

Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist infolge des Iran-Kriegs bereits weitgehend zum Erliegen gekommen. Der von den USA und Israel angegriffene Iran hat zuletzt in der Region wiederholt Schiffe angegriffen. Einzelne Schiffe konnten die Meerenge aber auch passieren.

Trump hatte dem Iran in der Nacht zum Sonntag (MEZ) mit der Zerstörung seiner Energieanlagen gedroht, sollte das Land nicht innerhalb von 48 Stunden die Straße von Hormus vollständig und "ohne Drohungen" öffnen. Andernfalls würden die USA Irans Kraftwerke angreifen und zerstören, "beginnend mit dem größten!", schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.

Der Iran hatte im Gegenzug bereits gedroht, in diesem Fall alle Energieinfrastrukturen und Entsalzungsanlagen mit Verbindungen zu den USA in der gesamten Golfregion ins Visier zu nehmen. Nun kündigten die Revolutionsgarden zudem an, alle Kraftwerke, Energieinfrastrukturen und Informations- und Kommunikationstechnologie Israels anzugreifen – und "alle vergleichbaren Unternehmen in der Region mit US-Anteilseignern".

16.53 Uhr: WHO-Chef warnt vor Angriffen auf Atomeinrichtungen im Krieg

Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), hat sich nach Angriffen auf die iranische Atomanlage Natans und die israelische Stadt Dimona in der Nähe eines Atomforschungszentrums besorgt geäußert. Der Krieg im Nahen Osten habe ein "gefährliches Stadium" erreicht, teilte Tedros mit. "Angriffe auf Atomeinrichtungen schaffen eine zunehmende Gefahr für die öffentliche Gesundheit und die Umweltsicherheit", sagte er. Er rief die Kriegsparteien zu "maximaler militärischer Zurückhaltung" auf und forderte, "alle Maßnahmen zu vermeiden, die nukleare Vorfälle auslösen könnten".

16.51 Uhr: Nato-Chef spielt Kritik von Trump an Militärbündnis herunter

Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat die Kritik von US-Präsident Donald Trump an dem Militärbündnis heruntergespielt. Zwar räumte Rutte in einem Interview des Senders Fox News am Sonntag ein, dass Trump im Versuch, Verbündete zur Unterstützung bei einer Wiederöffnung der Straße von Hormus zu drängen, frustriert mit einigen Ländern gewesen sei. Doch betonte er mit Blick auf Trump, dass inzwischen mehr als 20 Länder zusammenkämen, "um seine Vision umzusetzen", damit der Schifffahrtskanal nutzbar sei.

Rutte sagte, er habe in den vergangenen Tagen mehrmals mit Trump gesprochen. Es sei wichtig, dass die USA militärisch gegen den Iran vorgingen, weil die iranischen Atom- und Raketenprogramme eine existenzielle Bedrohung für die internationale Gemeinschaft seien, sagte Rutte.

16.19 Uhr: Merz telefoniert mit Trump – Beratungen über Iran-Krieg

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich nach eigenen Angaben telefonisch mit US-Präsident Donald Trump über die Lage in verschiedenen Kriegsgebieten ausgetauscht. "Ich habe heute Nachmittag mit US-Präsident Donald Trump die Situation in Iran, Israel und in der Ukraine besprochen", schrieb Merz am Sonntag im Onlinedienst X. "Wir haben verabredet, weiter in engem Kontakt zu bleiben. Unser Austausch wird bald fortgesetzt", fügte er hinzu.

Trump hatte sich zuletzt verärgert darüber gezeigt, dass sich die Nato-Partner nicht an einem militärischen Einsatz zur Sicherung der Schifffahrt in der strategisch wichtigen Straße von Hormus beteiligen wollen. Merz räumte am Freitag bei einer Wahlkampfveranstaltung in Rheinland-Pfalz ein, dass Trump "im Augenblick nicht so ganz gut auf mich zu sprechen" sei.

In seiner Regierungserklärung am Mittwoch hatte sich der Kanzler erneut von der US-israelischen Entscheidung zu einem Angriff auf den Iran distanziert. "Wir hätten abgeraten, diesen Weg so zu gehen, wie er gegenwärtig gegangen ist", sagte Merz. Er bekräftigte auch seine Skepsis, was die Kriegsziele der USA und Israels angeht.

Zugleich betonte Merz sein Interesse an einer engen Beziehung zu den USA. "Wir wollen nicht, dass dieser Krieg zur Belastung für die transatlantische Partnerschaft wird", sagte der Kanzler in seiner Regierungserklärung. "Diese Partnerschaft wollen wir, und wir brauchen sie."

14.57 Uhr: Israel greift wichtige Brücke im Süden des Libanons an

Die israelische Armee hat nach libanesischen Angaben eine wichtige Brücke angegriffen, die den Südlibanon mit dem restlichen Teil des Landes verbindet. Die Brücke al-Kasmijeh sei beschossen worden, berichtete die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA. Die israelische Armee teilte kurz zuvor mit, es habe eine Angriffswelle gegen Hisbollah-Infrastruktur im Süden des Libanons begonnen. Es gab zunächst keine Informationen über Verletzte.

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hatte am Vormittag angekündigt, man habe die Armee angewiesen, "sofort alle Brücken über den Litani-Fluss zu zerstören, die Terroraktivitäten dienen". So solle verhindert werden, dass Mitglieder der mit dem Iran verbündeten libanesischen Hisbollah-Miliz und Waffen in den Süden gelangen. Außerdem solle das Militär die Zerstörung von Häusern im libanesischen Grenzgebiet zu Israel beschleunigen, um eine Bedrohung israelischer Grenzorte zu verhindern. Dabei folge man dem «Modell» der Grenzgebiete im Gazastreifen.

14.40 Uhr: Netanjahu ruft andere Länder zur Beteiligung am Krieg auf

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat andere Länder zum Beitritt zum Krieg gegen den Iran aufgerufen. "Israel und die Vereinigten Staaten arbeiten für die gesamte Welt zusammen", sagte Netanjahu in der südisraelischen Stadt Arad, die von einer iranischen Rakete getroffen wurde, zu Journalistinnen und Journalisten. "Es ist an der Zeit, dass sich die Staats- und Regierungschefs der restlichen Länder uns anschließen." Einige "bewegen sich langsam in diese Richtung", ergänzte er. Es müssten aber noch mehr werden.

Benjamin Netanjahu (Archivbild)
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Benjamin Netanjahu (Archivbild)

12.46 Uhr: 15 Verletzte bei Raketenangriff auf Großraum Tel Aviv

Bei einem iranischen Raketenangriff auf die israelische Küstenmetropole Tel Aviv sind nach Angaben von Sanitätern 15 Menschen verletzt worden. Ein 53 Jahre alter Mann habe schwere Verletzungen erlitten, teilte der Rettungsdienst Magen David Adom mit. Nach Polizeiangaben gab es mehrere Einschläge im Bereich des Großraums Tel Aviv. 

12.09 Uhr: Pistorius - Hilfe in Straßen von Hormus erst nach dem Krieg

In der Debatte um die Sicherung der Straße von Hormus hat Verteidigungsminister Boris Pistorius bekräftigt, dass Deutschland sich erst nach einem Waffenstillstandbeteiligen würde. Man sei bereit zu helfen, ob bei der Minenräumung "oder was auch immer", "aber eben erst nach Beendigung der Kampfhandlungen", sagte er bei einem Besuch in Japan. "Alles andere macht überhaupt keinen Sinn." Deutschland wolle sich nicht in den Krieg hineinziehen lassen.

12.05 Uhr: Israel bestätigt direkte Einschläge in Arad und Dimona

Bei den iranischen Raketenangriffen auf Israels Süden ist es nach Militärangaben zu direkten Einschlägen in den Wüstenstädten Arad und Dimona gekommen. Der israelische Militärsprecher Nadav Schoschani bestätigte dies im Gespräch mit Journalisten. Die Zerstörungen seien "katastrophal", mehr als hundert Menschen seien verletzt worden, davon Dutzende schwer. 

Zum Video: Iran feuert erneut Raketen auf Israel ab

Drohnenaufnahme eines von iranischen Raketen zerstörten Wohngebiets in Dimona im Süden Israels
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Nahost: Iran feuert erneut Raketen auf Israel ab

11.06 Uhr: Pistorius will Trump-Ultimatum nicht kommentieren

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) will das 48-Stunden-Ultimatum von US-Präsident Donald Trump nicht kommentieren. "Ich würde sagen: abwarten", sagte er bei einem Japan-Besuch auf eine entsprechende Frage. "Wir werden sehen, was passiert."

11.02 Uhr: Israel will libanesische Grenzdörfern schneller zerstören

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz und Ministerpräsident Benjamin Netanjahu haben das Militär angewiesen, die Zerstörung von Häusern in libanesischen Grenzdörfern zu beschleunigen. Damit sollen Bedrohungen für israelische Gemeinden beendet werden, teilte Katz mit. Zudem solle die Armee umgehend alle Brücken über den libanesischen Fluss Litani zerstören. Diese würden für "terroristische Aktivitäten" genutzt.

09.58 Uhr: Neue Siedlergewalt im besetzten Westjordanland

Israelische Siedler haben nach palästinensischen Medienberichten erneut Dörfer im besetzten Westjordanland angegriffen. Im Umkreis der palästinensischen Städte Dschenin und Nablus seien Häuser und Fahrzeuge in Brand gesetzt worden. Es sei erheblicher Sachschaden entstanden. In einem Dorf südlich von Nablus sei das Gebäude des Dorfrats in Brand gesetzt worden. Es gab keine Berichte über Verletzte. Die israelische Armee teilte auf Anfrage mit, in der Nacht seien Soldaten und Polizeikräfte in mehrere palästinensische Dörfer im Westjordanland entsandt worden, "nachdem Meldungen eingegangen waren, dass israelische Zivilisten Brandstiftungen an Gebäuden und Eigentum begangen sowie Störungen in der Gegend verursacht hatten". Man verurteile "jegliche Form von Gewalt und werden weiterhin Maßnahmen ergreifen, um die Sicherheit der Bewohner und die öffentliche Ordnung in der Region zu gewährleisten". 

09.07 Uhr: Neue iranische Raketenangriffe auf Großraum Tel Aviv

Der Iran hat seine massiven Raketenangriffe auf israelische Ziele fortgesetzt. Im Großraum Tel Aviv heulten erneut die Warnsirenen, Menschen eilten in Schutzräume. Ein Einwohner Tel Avivs berichtete, es seien in der Mittelmeermetropole Explosionsgeräusche zu hören. Der Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, es gebe zunächst keine Informationen zu Verletzten. Das iranische Militär teilte derweil mit, es habe den internationalen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv mit Drohnen angegriffen. Dafür gab es von der israelischen Armee keine Bestätigung. 

09.00 Uhr: Ein Toter bei Raketenangriff auf Israels Norden

Bei einem Raketenangriff auf den Norden Israels ist nach Angaben von Sanitätern mindestens ein Mensch getötet worden. Zwei Fahrzeuge seien bei dem Vorfall in Misgav Am an Israels Grenze zum Libanon ausgebrannt, teilte der Rettungsdienst Magen David Adom mit. Der libanesische TV-Sender Al-Manar berichtete, eine Raketensalve sei vom Libanon aus in Richtung Misgav Am abgefeuert worden. Der Sender steht der proiranischen libanesischen Hisbollah-Miliz nahe.

07.23 Uhr: Iran - USA und Israel sind verantwortlich für Lage in Straße von Hormus

Der Iran ist der halbstaatlichen Nachrichtenagentur Mehr zufolge zur Zusammenarbeit mit der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) bereit, um die Sicherheit im Golf zu verbessern. Die Straße von Hormus bleibe für alle Schiffe geöffnet, mit Ausnahme von jenen, die mit "Feinden des Iran" in Verbindung stünden, sagte der iranische IMO-Vertreter Ali Mussawi der Agentur zufolge. Die Durchfahrt sei nach vorheriger Abstimmung mit der Regierung in Teheran möglich. Mussawi macht zudem israelische und US-Angriffe auf den Iran für die aktuelle Lage in der Meerenge verantwortlich.

05.51 Uhr: Japan bietet Minenräumung für die Straße von Hormus an

Japan könnte sich nach den Worten von Außenminister Toshimitsu Motegi an einer Minenräumung in der Straße von Hormus beteiligen. Voraussetzung sei jedoch ein Waffenstillstand in dem Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran, sagte Motegi. Japan importiert rund 90 Prozent seines Öls über die Meerenge, die der Iran im Zuge des Krieges weitgehend geschlossen hat. US-Präsident Donald Trump hatte die japanische Ministerpräsidentin Sanae Takaichi zuvor gedrängt, sich stärker für die Öffnung der wichtigen Schifffahrtsroute zu engagieren.

05.31 Uhr: Trump stellt Iran Ultimatum - Teheran warnt

US-Präsident Donald Trump droht dem Iran mit der Zerstörung seiner Energieanlagen, sollte das Land nicht innerhalb von 48 Stunden die Straße von Hormus vollständig und "ohne Drohungen" öffnen. Andernfalls würden die USA Irans Kraftwerke angreifen und zerstören, "beginnend mit dem größten!", schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.

Aus Teheran folgte prompt eine Gegenwarnung: Sollte die Kraftstoff- und Energieinfrastruktur des Irans angegriffen werden, werde das iranische Militär alle Energieinfrastrukturen und Entsalzungsanlagen mit Verbindungen zu den USA in der gesamten Golfregion ins Visier nehmen, zitierte die den Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Fars einen Sprecher.

04.44 Uhr: Riad meldet Beschuss durch drei Raketen

Das saudische Verteidigungsministerium meldet den Beschuss der Hauptstadt Riad mit drei Raketen. Eine davon wurde abgefangen, teilt die Behörde mit. Die beiden anderen schlugen demnach in unbewohntem Gebiet ein.

02.05 Uhr: Geschoss trifft Schiff der Vereinigten Arabischen Emirate

Ein unbekanntes Geschoss trifft nach Angaben der britischen Seefahrtsbehörde UKMTO ein Schiff vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Der Vorfall ereigne sich 15 Seemeilen (rund 28 Kilometer) nördlich des Emirats Schardscha, teilt die Behörde mit. Die gesamte Besatzung sei unversehrt.

01.31 Uhr: Die israelische Armee untersucht das Versagen seiner Raketenabwehr

Israel will prüfen, warum die Luftabwehr bei einem iranischen Raketenangriff auf Dimona und Arad nicht funktionierte. Bei der Attacke auf den Süden des Landes wurden Dutzende Menschen verletzt, darunter auch Kinder. Ein Armeesprecher erklärt, das System sei zwar aktiv gewesen, habe die Geschosse jedoch nicht abfangen können. Die iranischen Revolutionsgarden teilten mit, sie hätten "militärische Einrichtungen" ins Visier genommen.

01.12 Uhr: England verlegt U-Boot ins Arabische Meer

Großbritannien hat einem Zeitungsbericht zufolge ein atomgetriebenes U-Boot ins Arabische Meer verlegt. Das mit Tomahawk-Marschflugkörpern ausgestattete U-Boot ermögliche Langstreckenangriffe, sollte der Konflikt in der Region eskalieren, berichtet die Zeitung "Daily Mail". Eine Stellungnahme des britischen Verteidigungsministeriums liegt zunächst nicht vor.

00.27 Uhr: 100 Verletzte bei Raketenangriffen auf israelische Wüstenstädte Dimona und Arad

In Israel wurden am Samstagabend mehr als 100 Menschen bei iranischen Raketenangriffen auf die beiden südlichen Wüstenstädte Dimona und Arad verletzt, elf davon schwer. Es kam zu schweren Zerstörungen. Israels Luftabwehr habe mindestens zwei Raketen nicht abfangen können, berichtete die Zeitung "Times of Israel". Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sprach von einem "sehr schweren Abend in unserem Kampf um unsere Zukunft".

Iranische Staatsmedien berichteten, die Angriffe hätten einer israelischen Atomforschungsanlage gedient, die etwa zehn Kilometer von Dimona und 30 Kilometer von Arad entfernt liegt.

Sonntag, 22. März 2026

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