Polizisten bewachen eine abgesperrte Straße, die zum möglichen Veranstaltungsort in Islamabad in Pakistan führt (25.04.2026)
Polizisten bewachen eine abgesperrte Straße, die zum möglichen Veranstaltungsort in Islamabad in Pakistan führt (25.04.2026)
Bild
Polizeibeamte stehen an einem Kontrollpunkt in der Nähe der Faisal-Moschee Wache für die Gespräche zwischen den USA und dem Iran in Islamabad.
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Anjum Naveed
Schlagwörter
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Anjum Naveed
Audiobeitrag

Polizeibeamte stehen an einem Kontrollpunkt in der Nähe der Faisal-Moschee Wache für die Gespräche zwischen den USA und dem Iran in Islamabad.

Aktualisiert am
Audiobeitrag
Erschien zuerst am
>

Nahost-Ticker: News vom 24. April in der Nachlese

Nahost-Ticker: News vom 24. April in der Nachlese

Die News vom 24. April in der Ticker-Nachlese.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.

Karte zur militärischen Lage im Nahen Osten

21.36 Uhr: Trump - Iran plant Vorlage eines Angebots

Offenbar will der Iran ein Angebot unterbreiten, das darauf abzeilt, die Forderungen der USA zu erfüllen. Das sagte US-Präsident Donald Trump. Wie das Angebot aussehen werde, wisse er noch nicht. Auf die Frage, mit wem die USA verhandelten, sagte Trump: "Das möchte ich nicht sagen, aber wir verhandeln mit den Leuten, die derzeit das Sagen haben." Ob der Iran tatsächlich ein Angebot vorlegen will, das die US-Forderungen erfüllt, ließ sich nicht unabhängig prüfen. Trump hat im Iran-Krieg wiederholt Dinge so dargestellt, dass sie ihn in einer starken Position erscheinen ließen. Anschließende Entwicklungen hatten dies dann aber zum Teil nicht widergespiegelt.

20.02 Uhr: Neue Verhandlungen - US-Unterhändler und Irans Außenminister reisen nach Islamabad

In Pakistan werden am Wochenende voraussichtlich neue Verhandlungen über ein mögliches Ende des Iran-Kriegs stattfinden. Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner fliegen am Samstag zu erneuten Gesprächen mit iranischen Unterhändlern nach Pakistan, wie die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, am Freitag bekanntgab. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi sollte bereits am Abend in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad eintreffen.

18.20 Uhr: Netanjahu betont "vollständige Kooperation" mit den USA in Nahost

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sieht Israel und die USA im Nahost-Konflikt ganz auf einer Linie. Zwischen den beiden Ländern herrsche "vollständige Kooperation" mit Blick auf den Iran, erklärte er in einer Videobotschaft, die von seinem Büro veröffentlicht wurde. "Dasselbe gilt für den Libanon: Wir haben einen Prozess für einen historischen Frieden zwischen Israel und dem Libanon eingeleitet, und es ist uns klar, dass die Hisbollah versucht, diesen zu sabotieren", sagte er.

17.52 Uhr: Verlängerte Waffenruhe bringt vorsichtige Rückkehr im Südlibanon

Die Verlängerung der Waffenruhe im Krieg zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah hat einige der im Libanon Vertriebenen zu einer Rückkehr in den Süden des Landes bewegt. In Beirut packten Familien ihre Sachen, um in Richtung der südlichen Städte Tyros und Nabatieh aufzubrechen, wie eine dpa-Reporterin berichtete. Für viele ist die Rückkehr von großer Unsicherheit geprägt. 

15.10 Uhr: US-Verteidigungsminister – Iran-Blockade wirkt weltweit

Die US-Blockade der iranischen Schifffahrt wirkt nach den Worten von Verteidigungsminister Pete Hegseth weltweit. "Niemand fährt ohne die Genehmigung der US-Marine von der Straße von Hormus aus irgendwohin in die Welt", sagt er der Presse. Die Marine habe bereits 34 Schiffe von der Meerenge zurückgewiesen. "Unsere Blockade wächst und wird globaler." Die Führung in Teheran habe die Gelegenheit zu einem "guten Deal" mit Washington, so Hegseth.

14.55 Uhr: Irans Außenminister reist nach Islamabad und Moskau

Der iranische Außenminister Abbas Araqtschi bricht Staatsmedien zufolge zu einer Reise auf, die ihn nach Islamabad, in die Hauptstadt des Oman, Maskat, und nach Moskau führt. Ziel seien bilaterale Konsultationen sowie Gespräche über die aktuellen Entwicklungen in der Region, meldet die Nachrichtenagentur Irna. Dabei gehe es auch um die Lage in dem "von den USA und dem israelischen Regime gegen den Iran aufgezwungenen Krieg". Zuvor hatte es bereits Informationen aus der pakistanischen Regierung gegeben, nach denen Aragtschi in Islamabad erwartet werde. Es sollten voraussichtlich Gespräche mit den USA geführt werden.

14.28 Uhr: Schweiz eröffnet Botschaft im Iran schrittweise wieder

Die Schweiz öffnet nach einer vorübergehenden Schließung wegen Sicherheitsbedenken schrittweise wieder ihre Botschaft im Iran. Ein kleines Team von vier Mitarbeitern bereite in Teheran die Wiederaufnahme des Betriebs vor, teilt das Außenministerium mit. Die Vertretung war am 11. März wegen der prekären Sicherheitslage geschlossen worden. Der Schritt sei nach einer Risikoanalyse und in Absprache mit dem Iran sowie den USA erfolgt. Die Schweiz vertritt nach einer entsprechenden Vereinbarung die diplomatischen Interessen der USA in dem Land. Konsularische Dienstleistungen wie die Vergabe von Visa würden vorerst noch nicht angeboten. Der Kommunikationskanal zwischen Washington und Teheran sei auch während der Schließung offengehalten worden, hieß es weiter.

14.11 Uhr: Israel fordert südlibanesisches Deir Ames zur Evakuierung auf

Das israelische Militär hat zur Evakuierung der südlibanesischen Stadt Deir Ames aufgerufen. Die Streitkräfte planten dort Angriffe, heißt es zur Begründung. Die Hisbollah-Miliz operiere von der Ortschaft aus, teilt das Militär mit, ohne jedoch Beweise vorzulegen. Erst am Donnerstag hatten sich Israel und der Libanon darauf verständigt, ihre Feuerpause um drei Wochen zu verlängern. Die Stadt liegt nördlich der von Israel selbst deklarierten "Sicherheitszone".

13.24 Uhr: Irans Außenminister in Pakistan erwartet

Der iranische Außenminister Abbas Araqtschi wird am Freitagabend in Islamabad erwartet. Er wird von einer kleinen Verhandlungsdelegation begleitet, sagt ein hochrangiger Mitarbeiter der pakistanischen Regierung. Es sollten voraussichtlich Gespräche mit den USA geführt werden. Eine Verhandlungsgruppe der USA für Logistik und Sicherheit ist bereits in der pakistanischen Hauptstadt.

12.39 Uhr: Hisbollah nennt Verlängerung von Waffenruhe im Libanon bedeutungslos

Angesichts anhaltender Angriffe Israels ist die Waffenruhe im Libanon nach den Worten eines Hisbollah-Abgeordneten bedeutungslos. Die vom Iran unterstützte Miliz habe das Recht, auf israelische Angriffe zu reagieren, sagt Ali Fajjad. Es ist die erste Stellungnahme der Hisbollah auf die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Verlängerung der Feuerpause um drei Wochen.

11.32 Uhr: Israel setzt nach Waffenruhe-Verlängerung Angriffe fort

Nach der Verlängerung der Waffenruhe im Krieg zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah hat die israelische Armee in der Nacht im Südlibanon zwei Mitglieder der Miliz getötet. Beide seien bei einem Angriff auf ein Haus in dem Ort Tulin ums Leben gekommen, hieß es aus libanesischen Sicherheitskreisen. Israels Militär teilte am Vormittag mit, der Angriff sei als Reaktion auf Raketenbeschuss der vom Iran unterstützten Hisbollah erfolgt.

11.12 Uhr: Hapag-Lloyd-Schiff passiert Straße von Hormus

Eines der im Persischen Golf festsitzenden Schiffe von Hapag-Lloyd hat nach Angaben des Unternehmens die Straße von Hormus passiert. Das erklärte Hapag-Lloyd auf Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters. Zum Zeitpunkt und den Umständen der Fahrt wollte sich das Unternehmen nicht äußern. Ursprünglich waren es sechs Schiffe mit 150 Seeleuten, die wegen der Blockade der Straße von Hormus im Golf feststeckten. Jetzt seien es noch vier Schiffe mit rund 100 Crew-Mitgliedern, erklärte ein Hapag-Lloyd-Sprecher. Bei einem der Schiffe sei der Chartervertrag ausgelaufen, so dass es nicht mehr zur Hapag-Lloyd-Flotte gehöre. Wann mit einer Rückkehr der verbliebenen Schiffe zu rechnen ist, sei unvorhersehbar.

10.46 Uhr: Kallas warnt vor schwächerem Atomabkommen mit Iran als 2015

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat vor einem unzureichenden Atomabkommen zwischen den USA und dem Iran gewarnt. Falls bei den Gesprächen keine Atomexperten am Tisch säßen, werde es am Ende ein schwächeres Abkommen geben als den Atomvertrag von 2015, sagte Kallas in Zypern. Außerdem müssten Irans Raketenprogramme, seine Unterstützung für verbündete Milizen in der Region und auch hybride Aktivitäten in Europa auf den Tisch. Andernfalls bestehe die Gefahr, "dass wir am Ende einen gefährlicheren Iran haben werden".

Im Atomabkommen von 2015 hatten die fünf UN-Vetomächte und Deutschland mit dem Iran vereinbart, dass die Islamische Republik ihr Atomprogramm so gestaltet, dass der Bau von Atombomben unmöglich ist.

09.57 Uhr: Insider – USA prüft Nato-Ausschluss Spaniens

Die US-Regierung prüft einem Insider zufolge Strafmaßnahmen gegen Nato-Partner, die den Krieg gegen den Iran nach Ansicht Washingtons nicht ausreichend unterstützen. In einer internen E-Mail des US-Verteidigungsministeriums würden Optionen skizziert, die unter anderem einen Ausschluss Spaniens aus dem Bündnis beschreiben, sagte ein US-Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Das Schreiben drücke den Frust darüber aus, dass einige Partner den USA Zugangs-, Stationierungs- und Überflugrechte verweigerten. Diese seien jedoch "die absolute Basis für die Nato", heiße es in der Mail. Die skizzierten Maßnahmen zielten unter anderem darauf ab, "schwierige" Länder von wichtigen oder prestigeträchtigen Positionen innerhalb der Nato auszuschließen.

09.51 Uhr: EU-Staaten hoffen auf "Stabilität" im Nahen Osten

Mehrere Staats- und Regierungschefs der EU haben bei ihrem Treffen in Zypern zu langfristigen Friedensbemühungen im Iran-Krieg aufgerufen. "Es liegt in unser aller Interesse, dass so schnell wie möglich wieder Stabilität einkehrt und die Volkswirtschaften der Welt zur Ruhe kommen", sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in Nikosia.

09.50 Uhr: Arabische Länder fordern Schutz heiliger Stätten Jerusalems

Mehrere arabische Länder haben Israel wiederholte Verstöße gegen den historischen und rechtlichen Status quo an muslimischen und christlichen heiligen Stätten in Jerusalem vorgeworfen. Die Stätten müssten geschützt und ihr Status gewahrt werden, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Außenminister Jordaniens, der Vereinigten Arabischen Emirate, Indonesiens, Pakistans, der Türkei, Saudi-Arabiens, Katars und Ägyptens, aus der die staatliche jordanische Nachrichtenagentur Petra zitiert.

07.54 Uhr: US-Präsident Trump schließt Einsatz von Atomwaffen aus

US-Präsident Donald Trump schließt einen Einsatz von Atomwaffen im laufenden Krieg mit dem Iran aus und hält ihn auch ganz generell für unzulässig – egal durch welches Land. Bei einem Auftritt im Weißen Haus entgegnete er auf eine entsprechende Reporterfrage: "Nein, ich würde sie nicht einsetzen. Eine Atomwaffe sollte niemals von irgendjemandem eingesetzt werden dürfen." Allein schon die Frage, ob er einen Atombombenabwurf auf den Iran erwägen würde, sei "dumm", befand Trump. "Wofür bräuchte ich eine Atomwaffe, wenn wir sie schon auf ganz konventionellem Wege auch ohne komplett dezimiert haben?"

06.29 Uhr: EU- und Nahost-Vertreter beraten über Lage im Iran

Die EU-Staats- und Regierungschefs haben eine Reihe von Vertretern aus dem Nahen Osten und der Golfregion zu ihrem Gipfeltreffen in Zypern eingeladen. Es soll um den Iran-Krieg und die weiteren Verhandlungen gehen, an denen die Europäer nicht direkt beteiligt sind. Sie hoffen auf eine Öffnung der Straße von Hormus, damit die Ölpreise sinken. Nach Angaben von EU-Beamten werden Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi, der libanesische Präsident Joseph Aoun, Vertreter aus Syrien und Jordanien sowie der Generalsekretär des Golf-Kooperationsrates, Dschassim Mohammed al-Budaiwi, in Zypern erwartet.

06.22 Uhr: Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon um drei Wochen verlängert

Wenige Tage vor dem Auslaufen der brüchigen Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon hat US-Präsident Donald Trump ihre Verlängerung bekanntgegeben. "Die Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon wird um drei Wochen verlängert werden", erklärte Trump in seinem Onlinedienst Truth Social. Das libanesische Gesundheitsministerium meldete derweil drei Tote bei einem israelischen Angriff. Die proiranische Hisbollah-Miliz feuerte Raketen auf den Norden Israels ab.

02.27 Uhr: Israel greift Raketenabschussrampe der Hisbollah im Libanon an

Das israelische Militär hat eigenen Angaben zufolge eine Raketenabschussrampe der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz im Libanon angegriffen. Gestern habe die Hisbollah von dort aus Raketen auf Israel abgefeuert, die von der Luftabwehr abgefangen worden seien. Die Hisbollah bekannte sich zu dem Angriff. Die Mitteilung der israelischen Armee über den Angriff erfolgte kurz nachdem US-Präsident Donald Trump erklärt hatte, die Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon sei um drei Wochen verlängert worden.

Freitag, 24. April 2026

Zum Audio: Das iranische Regime spielt auf Zeit

08.04.2026, Iran, Teheran: Ein Demonstrant hält ein Bild von Modschtaba Chamenei, Irans neuem Religionsführer und Staatsoberhaupt, während einer Versammlung nach der Ankündigung einer zweiwöchigen Waffenruhe mit den Vereinigten Staaten und Israel.
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Francisco Seco
Audiobeitrag

Nach Einschätzung des Iran-Experten Bauke Baumann spielt der Iran hinsichtlich der Verhandlungen mit den USA auf Zeit.

Die Top-Themen aus Europa - hier klicken!