Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.
Karte zur militärischen Lage im Nahen Osten
22.25 Uhr: Irans Außenminister Araghtschi will wieder nach Pakistan reisen
Der iranische Außenminister Abbas Aragtschi wird einem Medienbericht zufolge nach einem Aufenthalt im Oman voraussichtlich erneut das Vermittlerland Pakistan besuchen. Danach werde er nach Russland weiterreisen, meldet die iranische Nachrichtenagentur Mehr.
20.43 Uhr: Netanjahu ordnet Angriffe auf Hisbollah im Libanon an
Die israelische Regierung weist das Militär an, Ziele der radikal-islamischen Hisbollah-Miliz im Libanon massiv anzugreifen. Weitere Details werden in einer Mitteilung des Büros von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nicht genannt. Zuvor wurden nach Angaben der staatlichen libanesischen Nachrichtenagentur vier Menschen bei israelischen Angriffen im Südlibanon getötet. Die israelische Armee meldet ihrerseits Raketenbeschuss der Hisbollah auf Israel. Die anhaltenden Gefechte stellen die Waffenruhe zwischen den Konfliktparteien auf die Probe.
20.09 Uhr: Irans Außenminister zufrieden nach Besuch in Islamabad
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat seine Gespräche mit dem Vermittler Pakistan als ergebnisreich beschrieben. Der Besuch in Islamabad sei "sehr fruchtbar" gewesen, schrieb Araghtschi auf der Plattform X. Er habe die iranische Position hinsichtlich "eines praktikablen Rahmens zur dauerhaften Beendigung des Krieges" übermittelt. Gleichzeitig hinterfragte er die Ernsthaftigkeit der US-Bemühungen in dem diplomatischen Prozess: "Es bleibt abzuwarten, ob die USA es mit der Diplomatie wirklich ernst meinen", schrieb er.
18.00 Uhr: Reise von Vermittlern Kushner und Witkoff offenbar abgesagt
Laut einem Bericht des US-Senders Fox News hat US-Präsident Donald Trump die Reise seiner Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner nach Pakistan abgesagt. Er habe seinen Unterhändlern gesagt, dass sie keine weiteren "18-Stunden-Flüge" zu den Gesprächen in Pakistan unternehmen sollten, "um dort herumzusitzen und sinnlos herumzureden", sagte Trump Fox News. Stattdessen könnten die iranischen Vertreter "uns jederzeit anrufen".
Irans Außenminister Abbas Araghtschi hat nach Gesprächen mit dem pakistanischen Ministerpräsidenten Shehbaz Sharif in Islamabad bereits den Rückflug angetreten. Pakistan vermittelt im Iran-Krieg.
14.25 Uhr: Iran will Strom sparen
Das iranische Volk ist zum Stromsparen aufgerufen. Der iranische Präsident Massud Peseschkian sagte laut dem iranischen Staatsfernsehen, die Regierung wolle den Stromverbrauch reduzieren. "Anstatt zu Hause zehn Lichter einzuschalten, schalten Sie zwei ein. Was ist daran verkehrt?", sagte er. Die USA und Israel hätten die Infrastruktur zerstört.
13.37 Uhr: Insider - Iran übermittelt seine Position bei Verhandlungen in Pakistan
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat in Islamabad Insidern zufolge dem Vermittler Pakistan die Forderungen der Teheraner Führung in den Verhandlungen mit den USA mitgeteilt. Dabei habe er auch iranische Vorbehalte gegen Forderungen der USA übermittelt, sagte ein an den Gesprächen beteiligter pakistanischer Insider der Nachrichtenagentur Reuters.
12.53 Uhr: Vereinte Nationen - Humanitäre Lage im Libanon weiterhin kritisch
Im Libanon ist die humanitäre Lage laut UN-Angaben weiterhin kritisch. Die Situation bleibe äußerst instabil, rund eine Million Menschen sind auf der Flucht, wie das Koordinierungsbüro der Vereinten Nationen für humanitäre Hilfe (OCHA) mitteilte. Seit Beginn der Feuerpause am 17. März wurden demnach mindestens 195 Personen durch Kampfhandlungen getötet und 175 Personen verletzt. Angesichts täglicher Berichte über Beschuss und Luftangriffe gebe es keine Voraussetzungen für eine sichere Rückkehr der Vertriebenen.
12.20 Uhr: Gazastreifen - Erste Kommunalwahl seit über 20 Jahren
Nach dem Ende der Macht der Hamas im Gazastreifen gibt es dort zum ersten Mal seit mehr als 20 Jahren eine Kommunalwahl. In der Stadt Deir al-Balah im zentralen Abschnitt des Küstengebiets können rund 70.000 Einwohner seit Samstagmorgen ihren Stadtrat wählen, wie palästinensische und israelische Medien meldeten. Die Wahl hat zunächst vor allem symbolischen Charakter, könnte Berichten zufolge aber als Vorbild für künftige Wahlen im Gazastreifen dienen.
Hinter der Kommunalwahl steht die palästinensische Autonomiebehörde (PA) des Präsidenten Mahmud Abbas, die Teile des Westjordanlands verwaltet. Abbas leitet auch die Fatah-Bewegung, die die Hamas 2007 gewaltsam aus dem Gazastreifen vertrieben hatte. Auch im Westjordanland finden Kommunalwahlen statt.
Im Audio: Kommunalwahlen in den Palästinensischen Gebieten
Kommunalwahlen in den Palästinensischen Gebieten
11.40 Uhr: Trotz Schäden - Iran meldet große Raketenreserve
Der Iran verfügt nach Darstellung des Verteidigungsministeriums weiterhin über einen erheblichen Teil seiner Raketenkapazitäten, die im bisherigen Konfliktverlauf mit den USA und Israel nicht zum Einsatz kamen. Wie Ministeriumssprecher, General Resa Talaie-Nik, laut der Nachrichtenagentur Tasnim erklärte, setzt die heimische Rüstungsindustrie ihre Arbeit trotz der Schäden an einigen Produktionszentren sowohl sichtbar als auch unsichtbar fort. Die Produktionslinien seien über das Land verteilt.
Demnach arbeiten rund 900 Unternehmen mit den Streitkräften und dem Verteidigungsministerium zusammen. Talaie-Nik gab an, dass der Iran derzeit mehr als 1.000 Waffentypen, darunter Raketen, Drohnen und militärische Ausrüstungen im Land herstelle. Eine unabhängige Überprüfung der Angaben ist derzeit nicht möglich.
10.33 Uhr: Kommerzielle Flüge wieder vom Flughafen Teheran gestartet
Zum ersten Mal seit Beginn des Iran-Krieges vor rund zwei Monaten sind vom Flughafen Teheran wieder kommerzielle Flüge gestartet. Wie das staatliche iranische Fernsehen berichtet, sind die Maschinen vom internationalen Flughafen Imam Chomeini in Richtung Istanbul, Omans Hauptstadt Maskat und in die saudi-arabische Stadt Medina gestartet. Auch eine Plattform zur Flugverfolgung zeigte an, dass am Samstagmorgen mindestens drei Flüge mit Ziel Istanbul abhoben. Der Iran hatte im Zuge einer Waffenruhe mit den USA seinen Luftraum bereits teilweise wieder geöffnet.
09.34 Uhr: Iranischer Außenminister beginnt Gespräche in Pakistan
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat in Pakistan Gespräche für eine Beilegung des Konflikts mit den USA aufgenommen. Laut Angaben des Staatssenders Irib traf sich Araghtschi in Islamabad mit dem pakistanischen Verteidigungsminister, Feldmarschall Asim Munir, der eine Schlüsselrolle in den Vermittlungen spielt. Im weiteren Verlauf werden die US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner ebenfalls in Pakistan erwartet. Nach Angaben des iranischen Außenamtssprechers Ismail Baghaei ist bislang kein Treffen mit der amerikanischen Seite geplant.
Im Audio: USA-Iran-Gespräche
Plakate für die USA-Iran-Gespräche in der Nähe eines möglichen Verhandlungsortes in Islamabad, Pakistan (25.04.2026)
09.29 Uhr: Israel - Raketenabschussrampen im Südlibanon angegriffen
Die Lage im Libanon bleibt trotz einer Verlängerung der Waffenruhe angespannt. Israels Armee teilte am Morgen mit, sie habe in der Nacht im Südlibanon mehrere einsatzbereite Raketenabschussrampen der Hisbollah-Miliz angegriffen. Diese hätten eine Bedrohung für israelische Zivilisten und Soldaten dargestellt.
09.20 Uhr: Vorwurf der Spionage und Gewalt - Hinrichtung im Iran
Im Iran ist ein Mann wegen angeblicher Spionage für den israelischen Geheimdienst Mossad und Gewalt bei landesweiten Protesten hingerichtet worden. Die halbstaatliche Nachrichtenagentur Tasnim meldet, der Iraner sei am frühen Morgen gehängt worden, nachdem der Oberste Gerichtshof das Todesurteil bestätigt habe.
Dem Mann wurde den Angaben zufolge vorgeworfen, als "angeheuerter Schläger des Mossad" in der zentraliranischen Stadt Isfahan öffentliches und privates Eigentum zerstört und in Brand gesetzt zu haben. Die Vorwürfe stehen im Zusammenhang mit den landesweiten Protesten in diesem Jahr. In den vergangenen Wochen wurden im Iran immer wieder Menschen unter ähnlichen Vorwürfen exekutiert.
08.14 Uhr: Merz erwägt Lockerung der Sanktionen gegen den Iran
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat dem Iran unter Bedingung einer "umfassenden Einigung" mit den USA die Lockerung einiger Sanktionen gegen das Land in Aussicht gestellt. Bedingungen dafür seien die dauerhafte Öffnung der Straße von Hormus, das Ende des iranischen Atomprogramms und die Sicherheit Israels, sagte Merz am Freitag nach einem EU-Gipfeltreffen in Zypern. "Es muss jetzt eine schnelle, klare Verständigung für eine freie Schifffahrt in der Straße von Hormus geben", sagte Merz. "Wir brauchen zweitens ein definitives Ende des iranischen Nuklearprogramms. Und schließlich drittens, Israel darf nicht mehr bedroht werden", fügte er hinzu. "Aber da sind wir noch nicht", räumte der Kanzler ein.
07.07 Uhr: Lage bei Verhandlungen um Iran-Konflikt unklar
Im Ringen um ein Ende des Iran-Kriegs zeichnen sich schwierige diplomatische Gespräche in Pakistan ab. Das Weiße Haus kündigte eine Reise der US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner zu Verhandlungen nach Islamabad an. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi traf bereits am Freitag in der pakistanischen Hauptstadt ein. Sein Ministeriumssprecher Ismail Baghaei betonte jedoch, es sei kein Treffen mit der amerikanischen Seite geplant. Nur mit den Pakistanern werde gesprochen.
06.46 Uhr: Sechs Tote bei israelischen Luftangriffen im Südlibanon
Trotz der Verlängerung der Feuerpause sind bei israelischen Angriffen im Libanon am Freitag nach libanesischen Angaben sechs Menschen getötet worden. Zwei weitere Menschen wurden bei israelischen Luftangriffen im Südlibanon verletzt, teilte das Gesundheitsministerium in Beirut mit. Die israelische Armee hatte zuvor erklärt, sie habe sechs Hisbollah-Kämpfer bei einem Feuergefecht im südlibanesischen Dorf Bint Dschbeil getötet.
06.23 Uhr: Pistorius - Deutsche Marineeinheiten ins Mittelmeer verlegen
Zur Vorbereitung eines möglichen Einsatzes in der Straße von Hormus hat Verteidigungsminister Boris Pistorius angekündigt, deutsche Marineeinheiten ins Mittelmeer zu verlegen. "Wir werden einen Minensucher ins Mittelmeer verlegen und ihm ein Führungs- und Versorgungsschiff zur Seite stellen", sagte der SPD-Politiker der "Rheinischen Post". Wann genau sie aufbrechen sollen, sagte er nicht.
Voraussetzung für einen Einsatz sei zuallererst ein Ende der Kampfhandlungen im Krieg der USA und Israels mit dem Iran, so Pistorius. Zudem erinnerte er daran, dass ein solcher Einsatz nur mit einem Mandat des Bundestags möglich ist. "Um Zeit zu sparen, haben wir uns entschieden, einen Teil der deutschen Einheiten frühzeitig ins Mittelmeer zu verlegen, um dann – nach Mandatsbeschluss – keine weitere Zeit zu verlieren."
Im Audio: Pistorius - Deutsche Marineeinheiten ins Mittelmeer verlegen
Pistorius: Deutsche Marineeinheiten ins Mittelmeer verlegen
06.15 Uhr: US-Finanzminister schließt weitere Sanktionsausnahmen für Öl aus Iran und Russland aus
US-Finanzminister Scott Bessent schließt eine Verlängerung der Ausnahmegenehmigungen von den US-Sanktionen für iranisches und russisches Öl aus. Das sagte er in einem Interview der Nachrichtenagentur AP.
Samstag, 25. April 2026
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