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Nahost-Ticker: News vom 5. und 6. April in der Nachlese

Nahost-Ticker: News vom 5. und 6. April in der Nachlese

Die News vom 5. und 6. April in der Ticker-Nachlese.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-2-Nachrichten am .

Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.

Karte zur militärischen Lage im Nahen Osten

22.55 Uhr: Mindestens zehn Tote bei Zusammenstößen und israelischen Angriffen im Gazastreifen

Im Zentrum des Gazastreifens sind Krankenhausangaben zufolge am Montag bei gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und israelischen Luftangriffen mindestens zehn Menschen getötet worden. Dutzende weitere Menschen seien durch israelischen Beschuss und bei Zusammenstößen östlich des Flüchtlingslagers Al-Maghasi verletzt worden, teilte das Al-Aksa-Märtyrer-Krankenhaus mit. Sechs der Verletzten schwebten in Lebensgefahr. 

22.43 Uhr: Trump: Fehlende Nato-Hilfe wird ewiger Makel sein

Wenige Tage vor einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat US-Präsident Donald Trump seine Kritik am Bündnis bekräftigt. "Ich glaube, das ist ein Makel für die Nato, der niemals verschwinden wird", sagte er bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus mit Blick auf die Haltung der Partner zum Iran-Krieg. Er warf Verbündeten vor, zu spät Unterstützung in Aussicht gestellt zu haben. "Ich brauche keine Hilfe, nachdem wir gewonnen haben", sagte er weiter.

21.16 Uhr: Trump droht Iran mit schneller Zerstörung von Infrastruktur

US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit einer schnellen Zerstörung aller Brücken und Kraftwerke gedroht, sollte Teheran nicht rechtzeitig einlenken. Der Republikaner sagte im Weißen Haus, dass die USA nach Ablauf seines Ultimatums innerhalb von vier Stunden eine "völlige Zerstörung" herbeiführen könnten. Die Frist, die er Teheran zur Öffnung der Straße von Hormus gesetzt hat, läuft nach deutscher Zeit um 2.00 Uhr in der Nacht zum Mittwoch ab. 

21.12 Uhr: UN-Appell an USA: Angriffe auf zivile Infrastruktur illegal

UN-Generalsekretär António Guterres hat an die USA appelliert, von Angriffen auf die zivile Infrastruktur im Iran abzusehen. Solche Attacken seien nach dem Völkerrecht verboten, erklärte UN-Sprecher Stéphane Dujarric. Selbst wenn bestimmte zivile Infrastruktur als militärisches Ziel eingestuft werden könne, wäre ein Angriff dennoch untersagt, wenn er das Risiko eines "übermäßigen unbeabsichtigten Schadens für Zivilisten" berge. Ob solche Angriffe als Kriegsverbrechen einzustufen seien, müsse ein Gericht entscheiden, ergänzte Dujarric.

21.10 Uhr: Trump erneuert Kritik an Deutschland im Iran-Krieg

Im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg hat US-Präsident Donald Trump seine Kritik an Deutschland erneuert. Nach dem Zweiten Weltkrieg hätten die USA das zerstörte Land unterstützt, sagte Trump am Montag bei einer Pressekonferenz in Washington. "Wir haben Deutschland wieder aufgebaut", sagte er. Und nun sage die Bundesregierung, es sei nicht ihr Krieg und sie habe damit nichts zu tun.

Der US-Präsident bekräftigte zudem seine Kritik an der Haltung der Nato-Verbündeten insgesamt. "Die Nato ist ein Papiertiger", sagte Trump. Er habe die Partnerländer gebeten, bei der Öffnung der Straße von Hormus zu helfen, aber sie hätten unisono gesagt: "Nein, nein nein, (wir) helfen nicht."

21.05 Uhr: Trump ruft iranisches Volk zu Protesten nach Waffenstillstand auf

US-Präsident Donald Trump hat das iranische Volk zum Widerstand aufgefordert. Er sagte auf einer Pressekonferenz in Washington, das iranische Volk sollte sich gegen die Regierung erheben, falls es einen Waffenstillstand gebe. Er wisse aber, dass dies für die Menschen im Iran zu gefährlich sei. "Nun, sie sollten es tun, aber die Konsequenzen wären enorm", sagte Trump. Schließlich sei den Menschen gesag worden, sie würden sofort erschossen, wenn sie protestierten. Er glaube aber, dass die Iraner "bereit wären, das in Kauf zu nehmen, um Freiheit zu erlangen". Trump hatte bereits Mitte Januar Demonstranten im Iran zu weiteren Protesten in ihrem Land ermutigt und erklärt, Hilfe sei auf dem Weg. Zuvor hatte die iranische Führung ihr Vorgehen gegen Demonstranten verschärft. Dabei starben nach staatlichen Angaben rund 2.000 Menschen.

20.46 Uhr: Hegseth: Heute größte Zahl an Angriffen seit Beginn des Iran-Kriegs

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat eine deutliche Ausweitung der amerikanischen Luftangriffe im Krieg gegen den Iran angekündigt. "Heute wird – auf Anweisung des Präsidenten – der größte Umfang an Angriffen seit Beginn des Einsatzes geflogen", sagte Hegseth während einer Pressekonferenz am frühen Montagnachmittag (Ortszeit) im Weißen Haus. "Und dann hat Iran eine Wahl." Für den folgenden Tag kündigte er eine weitere Intensivierung an: "Morgen sogar noch mehr als heute."

20.52 Uhr: Trump: Ohne Deal ist jedes Kraftwerk im Iran Dienstag um Mitternacht zerstört

US-Präsident Donald Trump hat dem Iran erneut mit einem Angriff auf Energieanlagen gedreoht. Er sagte auf einer Pressekonferenz in Washington, es müsse bis zur gesetzten Frist am Dienstagabend einen Deal mit dem Iran geben, der für ihn akzeptabel sei. Andernfalls werde jede Brücke im Iran bis Dienstag um Mitternacht zerstört sein. Auch werde jede Kraftwerk im Iran um Mitternacht zerstört sein. Er wolle aber nicht, dass es so weit komme. Kritikern zufolge begeht Trump Kriegsverbrechen, wenn die USA zivile Kraftwerke angreifen. Trump hat dazu gesagt, das mache ihm "keine Sorgen". "Wissen Sie, was ein Kriegsverbrechen ist? Eine Atomwaffe zu besitzen", hatte er am Montag erklärt. Verteidigungsminister Pete Hegseth sagt auf der Pressekonferenz, an diesem Montag werde es die meisten Angriffe seit Beginn des Iran-Einsatzes geben. Trump kritisiert die Nato, Australien, Japan und Südkorea hätten im Iran-Krieg nicht geholfen.

20.37 Uhr: Iran lehnt Waffenstillstand ab und fordert dauerhaftes Kriegsende

Der Iran hat einen Waffenstillstand im Krieg gegen die USA und Israel abgelehnt und stattdessen unter anderem ein dauerhaftes Kriegsende gefordert. Das berichtete der Staatssender Irib. Demnach hat Teheran Vermittlern ein zehn Punkte umfassendes Forderungspapier übergeben. Teheran lehne darin einen Waffenstillstand unter Verweis auf "frühere Erfahrungen" ab - damit ist gemeint, dass sowohl die aktuellen Angriffe der USA und Israels als auch der Zwölf-Tage-Krieg im vergangenen Jahr begannen, obwohl Teheran weitere Verhandlungen mit Washington erwartet hatte.

19.55 Uhr: Behörden: Mindestens zwölf Tote bei israelischen Angriffen im Gazastreifen

Bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen sind nach Angaben der palästinensischen Behörden mindestens zehn Menschen getötet und mehrere weitere verletzt worden. Der Beschuss ereignete sich demnach am Montag östlich des Flüchtlingslagers Maghasi im Zentrum des Küstengebiets. Zuvor war es Anwohnern zufolge zu Zusammenstößen zwischen Palästinensern und einer von Israel unterstützten Miliz gekommen. Diese habe Menschen verschleppen wollen. Während der Auseinandersetzung hätten israelische Drohnen zwei Raketen in das dicht besiedelte Viertel gefeuert.

19.51 Uhr: Erdogan wirft Israel Untergrabung aller Friedensbemühungen in Nahost vor

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat Israel vorgeworfen, sämtliche Bemühungen um eine Beilegung des Krieges im Nahen Osten zu untergraben. "Die israelische Regierung hat weiterhin alle Initiativen unterminiert, die eine Beendigung des Krieges zum Ziel haben", sagte Erdogan nach einer Kabinettssitzung in der türkischen Hauptstadt Ankara. Seine Regierung werde weiterhin jede Gelegenheit ergreifen, um einer Waffenruhe näherzukommen.

"Wenn es die geringste Chance gibt, die Waffen zum Schweigen zu bringen und Raum für Verhandlungen zu schaffen, werden wir uns aufrichtig bemühen, diese zu ergreifen", fügte Erdogan hinzu. Die Hoffnung der Türkei sei, "dass dieser rechtswidrige, sinnlose, unrechtmäßige und für die ganze Menschheit extrem kostspielige Krieg so bald wie möglich zu Ende geht". 

19.35 Uhr: Trump - Könnten Iran morgen Nacht ausschalten

US-Präsident Donald Trump hat dem iranischen Regime gedroht. Er könne es schon morgen Nacht ausschalten, sagte er in Washington vor Reportern. Trump hatte dem Iran zuvor ein Ultimatum gestellt, bis zu dem das Land unter anderem die für den weltweiten Öltransport wichtige Wasserstraße von Hormus wieder freigeben soll. Ursprünglich lief die Frist vor einigen Tagen aus, Trump hatte sie aber bis Ostermontag verlängert und dann erklärt, sie laufe bis Dienstagabend (20.00 Uhr US-Ostküstenzeit, 02.00 Uhr am Mittwochmorgen MESZ). Der Iran hat bislang nicht erkennen lassen, dass er sich darauf einlässt.

19.10 Uhr: Klinik: Elf Tote bei neuer Gewalt im Gazastreifen

Bei Gefechten und einem israelischen Drohnenangriff im Gazastreifen sind nach Krankenhausangaben mindestens elf Palästinenser getötet worden. Den Angaben zufolge wurden bei dem Vorfall in dem Flüchtlingsviertel Al-Maghasi im zentralen Abschnitt des Gazastreifens weitere Menschen verletzt. Die Verletzten und die Todesopfer seien in die Al-Aksa-Klinik in der Stadt Deir al-Balah gebracht worden.

19.02 Uhr: Indirekte Kritik des Roten Kreuzes an Trump - "Kriegsregeln respektieren"

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (ICRC) kritisiert indirekt US-Präsident Donald Trump. "Staaten müssen die Regeln des Krieges sowohl in ihren Worten als auch in ihren Taten respektieren und deren Einhaltung sicherstellen", heißt es in einer Erklärung der ICRC-Präsidentin Mirjana Spoljaric.

Die Welt dürfe sich nicht einer politischen Kultur beugen, die den Tod über das Leben stelle. Gezielte Drohungen, sei es in Wort oder Tat, gegen wichtige zivile Infrastruktur und Nuklearanlagen, dürften nicht zur neuen Norm der Kriegsführung werden. Die Erklärung bezog sich auf die Feindseligkeiten in Nahost, es wurden aber keine Regierungen namentlich genannt.

18.41 Uhr: Trump droht Teheran nach zurückgewiesener Waffenruhe erneut

US-Präsident Donald Trump setzt nach der von iranischen Staatsmedien vermeldeten Absage Teherans an einen Waffenruhe-Vorschlag weiter auf Drohgebärden. Der Iran wolle sich einfach nicht geschlagen geben, sagte Trump sinngemäß bei einer Osterveranstaltung im Weißen Haus. Aber das werde geschehen. Andernfalls werde es im Iran bald keine Brücken und keine Kraftwerke mehr geben. "Sie werden gar nichts mehr haben."

Im Video: BR24-Korrespondent zur Lage in Nahost

In Tel Aviv sind wir verbunden mit Björn Dake. Es gibt Meldungen, wonach der Iran Streubomben-Munition einsetzt. Die ist international geächtet.
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In Tel Aviv sind wir verbunden mit Björn Dake. Es gibt Meldungen, wonach der Iran Streubomben-Munition einsetzt. Die ist international geächtet.

18.32 Uhr: Trump - Rückhalt in Amerika für Öl-Pläne im Iran fehlt

US-Präsident Donald Trump sieht für seine Öl-Ambitionen im Iran nicht genügend Rückhalt in der eigenen Bevölkerung. "Leider möchte die amerikanische Bevölkerung, dass wir nach Hause kommen", sagte er bei einer Osterveranstaltung auf dem Gelände des Weißen Hauses. Wenn es nach ihm ginge, würde man das Öl übernehmen, das Öl behalten und sehr viel Geld verdienen. Aber er wolle auch die Menschen im eigenen Land glücklich machen.

18.27 Uhr: Trump nennt Iraner "Tiere"

US-Präsident Donald Trump hata sich respektlos über den Iran geäußert. Auf die Frage, warum ein Angriff auf die Infrastruktur des Landes kein Kriegsverbrechen sein soll, sagte Trump, weil sie "Tiere" seien. Trump behauptet zudem, die USA hätten einen Regimewechsel im Iran hin zu einer moderateren Führung im Land erreicht. Beobachter haben indes darauf verwiesen, dass nach der Tötung des iranischen geistlichen Oberhaupts, Ajatollah Ali Chamenei, kurz nach Ausbruch des Krieges, nun wohl die Revolutionsgarden größeren Einfluss hätten und diese radikaler seien. Offiziell ist der Sohn Chameneis, Motschtaba Chamenei, zum neuen geistlichen Oberhaupt ernannt worden. Er trat bislang aber selten in Erscheinung.

18.17 Uhr: Netanjahu entlässt Kabinettschef nach rassistischen Äußerungen

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu entlässt nach rassistischen und weiteren umstrittenen Äußerungen seinen Kabinettschef. "Ziv Agmon wird seinen Posten in den kommenden Tagen mit dem Amtsantritt seines Nachfolgers Ido Norden verlassen", erklärte Netanjahu im Kurzbotschaftendienst X.

18.06 Uhr: Israel meldet Tötung des Kommandeurs von Spezialeinheit iranischer Kuds-Brigaden

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben bei einem Angriff den Kommandeur einer Einheit für Spezialeinsätze der iranischen Kuds-Brigaden getötet, dem vor allem im Ausland agierenden Arm der mächtigen iranischen Revolutionsgarden. Asghar Bagheri, "seit 2019 Kommandeur der Einheit für Spezialeinsätze (840) der Kuds-Brigaden", sei am Sonntag bei einem Angriff der israelischen Luftwaffe auf Teheran getötet worden, erklärte die israelische Armee. 

18.01 Uhr: Trump nennt Waffenruhe-Vorschlag "wichtigen Schritt"

US-Präsident Donald hat den Vorschlag einer Waffenruhe im Iran-Krieg grundsätzlich begrüßt. "Das reicht zwar nicht aus, ist aber ein sehr wichtiger Schritt", sagte Trump am Rande einer Osterveranstaltung des Weißen Hauses. Er verwies auf laufende Verhandlungen. Die iranische Nachrichtenagentur Irna berichtete derweil, der Iran habe "eine Waffenruhe zurückgewiesen" und die Notwendigkeit eines dauerhaften Kriegsendes betont.

17.57 Uhr: Netanjahu - Angriff auf Petrochemiefabrik schwächt Revolutionsgarden

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat den Angriff auf eine iranische Petrochemieanlage als Teil einer systematischen Kampagne gegen die iranischen Revolutionsgarden dargestellt. Der Angriff vom Montag ziele darauf ab, die Revolutionsgarden ihrer "Geldmaschine" zu berauben, sagte Netanjahu in einer Videoerklärung. "Wir zerstören Fabriken, wir schalten Akteure aus und wir machen weiter ranghohe Figuren unschädlich."

Netanjahu sagte, er habe auch mit US-Präsident Donald Trump über die Rettung zweier US-Soldaten nach dem Abschuss eines US-Kampfjets im Iran gesprochen. Trump habe Israel für die Unterstützung bei der Mission gedankt.

17.13 Uhr: Trump hält an Ultimatum fest

US-Präsident Donald Trump bezeichnet die von ihm gesetzte Frist für ein Abkommen mit dem Iran bis Dienstagabend als endgültig. Der iranische Vorschlag zur Beendigung der Kämpfe sei zwar bedeutsam, aber nicht gut genug, fügt Trump am Rande einer Osterveranstaltung im Weißen Haus hinzu. Trump droht dem Iran mit der Zerstörung von Kraftwerken und Brücken, sollte Teheran die Straße von Hormus nicht bis Ablauf einer von ihm verlängerten Frist am Dienstag öffnen.

17.07 Uhr: Teheran weist Waffenruhe-Vorschlag zurück

Der Iran hat den Vorschlag für eine Waffenruhe im Krieg mit den USA und Israel laut Staatsmedien zurückgewiesen. Die Islamische Republik strebe eine dauerhafte Beendigung des Krieges an, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna am Montag.

Der Leiter der diplomatischen Mission des Irans in Kairo, Modschtaba Ferdussi Pur, sagte der Nachrichtenagentur AP, sein Land werde keine bloße Waffenruhe hinnehmen. "Wir akzeptieren ein Kriegsende nur mit Garantien, dass wir nicht erneut angegriffen werden." Was die Straße von Hormus angehe, arbeiteten Vertreter des Irans und des Omans an einem Mechanismus zur Verwaltung der strategisch wichtigen Meerenge, erklärte Pur. US-Präsident Donald Trump hatte dem Iran eine Frist bis Dienstagabend für die Öffnung der Straße von Hormus gesetzt, nach deren Ablauf das US-Militär Kraftwerke und Brücken im Iran angreifen werde.

Die iranische Armee bekräftigte im Krieg gegen Israel und die USA ihren Durchhaltewillen. "Wir können den Krieg so lange fortsetzen, wie es die politisch Verantwortlichen für angebracht halten", sagte Armeesprecher Mohammed Akraminia der iranischen Nachrichtenagentur Isna. Der Feind müsse den Beginn der Angriffe gegen den Iran "bereuen", damit nach dem Krieg wieder Sicherheit hergestellt und ein neuer Krieg verhindert werden könne.

16.30 Uhr: EU und Rotes Kreuz verurteilen Angriffe auf zivile Ziele

EU-Ratspräsident António Costa hat angesichts der jüngsten Drohungen von US-Präsident Donald Trump im Iran-Krieg jegliche Angriffe auf zivile Ziele verurteilt. "Jeder Angriff auf zivile Infrastruktur, insbesondere auf Energieanlagen, ist illegal und inakzeptabel", erklärte Costa am Montag in Onlinediensten. "Das gilt für den Krieg Russlands in der Ukraine und das gilt überall." Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) verurteilte ebenfalls "vorsätzliche Drohungen" gegen zivile Infrastruktureinrichtungen im Nahen Osten.

Die iranische Zivilbevölkerung sei "das Hauptopfer des iranischen Regimes", erklärte Costa. Sie wäre auch "das Hauptopfer einer Ausweitung des Militäreinsatzes". 

Die Europäische Union fordere zudem Teheran dazu auf, Angriffe auf Länder in der Region "unverzüglich einzustellen" und die uneingeschränkte Durchfahrt durch die de facto gesperrte Straße von Hormus zu ermöglichen, erklärte Costa weiter. "Nach fünf Wochen Krieg im Nahen Osten ist klar, dass nur eine diplomatische Lösung die Ursachen beseitigen kann."

16.11 Uhr: Todeszahl im Libanon steigt auf fast 1.500

Im Libanon sind durch israelische Angriffe seit Ausbruch der jüngsten Eskalation vor fünf Wochen fast 1.500 Menschen getötet worden. Das libanesische Gesundheitsministerium meldete, dass seit dem 2. März 1.497 Menschen durch israelische Angriffe getötet worden seien. 4.639 Personen seien verletzt worden.

15.58 Uhr: Weißes Haus prüft im Iran-Krieg 45-tägige Waffenruhe

Die USA prüfen nach eigenen Angaben einen Vorschlag für eine 45-tägige Waffenruhe mit dem Iran. "Das ist eine von vielen Ideen", sagte ein Mitarbeiter des Weißen Hauses am Montag der Nachrichtenagentur AFP in Washington. Präsident Donald Trump habe den Vorstoß aber noch "nicht gebilligt". Das Weiße Haus verwies auf eine für 19.00 Uhr MESZ geplante Pressekonferenz von Trump. 

15.41 Uhr: Nach Angriffen auf iranisches AKW Buschehr: IAEA warnt vor "sehr realer Bedrohung"

Angesichts des bereits vierten Angriffs auf das Gelände des iranischen Atomkraftwerks Buschehr hat die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) vor einer "sehr realen Bedrohung für die nukleare Sicherheit" gewarnt. Luftangriffe auf ein in Betrieb befindliches AKW "könnten einen schweren radiologischen Unfall mit schädlichen Folgen für Mensch und Umwelt im Iran und darüber hinaus" verursachen, erklärte IAEA-Chef Rafael Grossi am Montag im Onlinedienst X. Diese "sehr reale Bedrohung" müsse aufhören.

Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Irna war am Samstag bei einem Angriff auf das Gelände von Buschehr ein Sicherheitsmann getötet worden. An den Atominstallationen seien jedoch keine Schäden entstanden. Der Angriff sei jedoch lediglich 75 Meter von dem Akw-Gelände entfernt eingeschlagen, erklärte Grossi basierend auf einer IAEA-Auswertung von Satellitenbildern. "Eine Nuklearanlage und ihre Umgebung sollten niemals angegriffen werden", warnte er.

Das AKW Buschehr im Südwesten des Iran verfügt über den einzigen in Betrieb befindlichen Atomreaktor des Landes, der nach Angaben der IAEA im Jahr 2011 erstmals ans Stromnetz angeschlossen worden war.

15.26 Uhr: Iran meldet Angriffe auf Industrie im Landeszentrum

Der Iran hat nach israelischen Luftangriffen auf die Gasindustrie am Persischen Golf weitere Bombardierungen im Landeszentrum gemeldet. Ziel sei ein petrochemischer Komplex in der Stadt Marwdascht rund 45 Kilometer nordöstlich der Metropole Schiras gewesen, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim. Ein Feuer sei ausgebrochen, aber bereits unter Kontrolle, hieß es.

14.46 Uhr: Vom Iran-Krieg betroffene Unternehmen erwägen Umzug nach Istanbul

Dutzende in den Golf-Staaten tätige Unternehmen erwägen wegen des Iran-Krieges eine Verlegung von Geschäftsbereichen in das neue Finanzzentrum Istanbuls (IFC). Das sagte IFC-Chef Ahmet Ihsan Erdem in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters. Aufgrund der wachsenden regionalen Spannungen habe es im vergangenen Monat Treffen mit mehr als 40 Firmen gegeben, die zumeist in Ostasien und den Golfstaaten ansässig seien. Etwa 15 dieser Gespräche seien bereits vor Ausbruch des Krieges geplant gewesen. "Die regionalen Entwicklungen haben diese Kontakte intensiviert", erklärte Erdem mit Blick auf den Krieg der USA und Israels gegen den Iran.

Einige Finanzunternehmen in der Region wiesen ihre Mitarbeiter nach Kriegsbeginn an, von zu Hause aus zu arbeiten. Die Großbank HSBC schloss bis auf Weiteres alle Filialen in Katar. Bei den Interessenten für einen Wechsel in die Türkei handelt es sich Erdem zufolge um Firmen aus den Bereichen Finanztechnologie, klassisches und islamisches Finanzwesen sowie Versicherungen. Sie stammten unter anderem aus Malaysia, Japan, Singapur, Südkorea und Hongkong.

14.08 Uhr: Weiterer Raketenangriff auf Großraum Tel Aviv

Bei einem weiteren Raketenangriff des Irans auf den Großraum Tel Aviv ist es nach Angaben von Sanitätern zu mehreren Einschlägen gekommen. Der israelische TV-Sender N12 berichtete von insgesamt 30 Einschlagsorten. Mindestens zwei Menschen seien verletzt worden. Der Sender zeigte Bilder von zerstörten Hausfassaden. 

13.40 Uhr: Obama-Berater – Trump droht Kriegsverbrechen an

Der frühere Vize-Sicherheitsberater von Barack Obama, Ben Rhodes, sieht in den Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran Anzeichen für einen politischen Alleingang. «Wir werden herausfinden, ob das US-Militär bereit ist, "Nein" zu Trump zu sagen», sagte Rhodes der BBC. Trump hatte dem Iran auf seiner Plattform Truth Social am Sonntag erneut mit Angriffen auf Kraftwerke und Brücken, also auf zivile Infrastruktur, gedroht.

Der US-Präsident drohe Kriegsverbrechen an, sagte Rhodes. Es fühle sich «zunehmend so an, als würde ein einzelner Mann in einem Raum Entscheidungen treffen». Trump folge nicht dem normalen Prozess und greife anscheinend nicht auf politische und militärische Berater zurück, sagte der Sicherheitsexperte, der seit dem Ende der Amtszeit des früheren Präsidenten Obama 2017 als politischer Kommentator auftritt. 

Trump müsse akzeptieren, dass der Krieg nur am Verhandlungstisch beendet werden könne, sagte Rhodes. Der Iran sei zwar geschwächt, in gewisser Weise aber gestärkt aus den bisherigen Wochen hervorgegangen, weil die Staatsführung durch die Blockade der Straße von Hormus beweist, die Weltwirtschaft massiv unter Druck setzen zu können.

13.25 Uhr: Iranische Staatsmedien melden Angriffe auf Gasanlagen

Iranische Staatsmedien haben Angriffe auf Einrichtungen am Gasfeld "South Pars" gemeldet. Die halbamtliche Nachrichtenagentur Fars und die mit der Justiz verbundene Nachrichtenagentur Misan machten die USA und Israel für die Angriffe bei Assaluje in der Provinz Buschehr verantwortlich. Reaktionen aus Israel oder den USA lagen zunächst nicht vor.

Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump der Islamischen Republik mit Angriffen auf Kraftwerke und Brücken gedroht, wenn die Straße von Hormus nicht geöffnet werde.

13.05 Uhr: Katz – Werden die iranische Führung jagen

Nach der Tötung des Geheimdienstchefs der iranischen Revolutionsgarde hat der israelische Verteidigungsminister Israel Katz auch der verbliebenen Führung der Islamischen Republik gedroht. "Die Revolutionsgarde schießt auf Zivilisten, und wir eliminieren die Anführer der Terroristen", erklärte Katz am Montag. "Die iranische Führung lebt in ständiger Angst. Wir werden sie weiterhin einen nach dem anderen jagen." Katz erklärte weiter: "Wir werden die iranische Infrastruktur weiterhin zerstören und so zum Zusammenbruch des Terrorregimes und seiner Fähigkeit, Terror zu verbreiten und Israel anzugreifen, beitragen."

Das israelische Militär hatte zuvor die Tötung des Leiters der Geheimdienstabteilung der Revolutionsgarde, Generalmajor Madschid Chademi, in Teheran bestätigt.

12.50 Uhr: Vier Tote nach Raketenangriff in Haifa

Israelische Rettungskräfte haben nach Militärangaben zwei weitere Leichen aus einem Haus in der Hafenstadt Haifa geborgen, das bei einem iranischen Raketenangriff am Sonntag weitgehend zerstört worden war. Insgesamt wurden damit vier Personen, die unter den Trümmern verschüttet waren, tot aufgefunden. Dutzende Reservisten seien die ganze Nacht lang vor Ort im Einsatz gewesen, teilte die israelische Armee mit. Sie hätten verschiedene technologische Hilfsmittel eingesetzt, um die Eingeschlossenen so schnell wie möglich zu finden. 

Bei den Opfern handelte es sich nach Medienberichten um ein älteres Paar, etwa 80 Jahre alt, sowie um den rund 40 Jahre alten Sohn und dessen 35-jährige Partnerin. Die schwierigen Bergungsarbeiten dauerten etwa 18 Stunden. Bei dem Angriff war den Berichten zufolge auch ein 82-Jähriger schwer verletzt worden. Er sei operiert worden, derzeit sediert und werde künstlich beatmet. Zwei weitere Frauen und ein zehn Monate altes Baby hätten ebenfalls Verletzungen erlitten. 

12.35 Uhr: Türkei – Weiteres Schiff passiert Straße von Hormus

Ein weiteres türkisches Frachtschiff hat die faktisch durch den Iran blockierte Straße von Hormus passieren dürfen. Damit konnten seit Beginn des Krieges insgesamt drei Schiffe mit türkischem Besitzer die wichtige Meerenge durchfahren, wie der türkische Verkehrsminister Abdülkadir Uraloglu auf X schrieb. Das sei das Ergebnis intensiver Verhandlungen.

Das Schiff habe die Meerenge in der Nacht passiert. Er habe Rohöl geladen und sei vom Irak aus unterwegs nach Malaysia. Acht weitere Schiffe mit türkischem Besitzer warteten noch auf die Durchfahrt.

12.17 Uhr: Mindestens 15 Tote im Iran bei Angriff auf Wohngebäude

Nach einem Luftangriff auf ein Wohngebäude in einer Stadt südwestlich von Teheran ist die Zahl der Todesopfer nach Angaben der iranischen Behörden auf mindestens 15 gestiegen. Der Angriff habe sich in der Nähe von Eslamschahr ereignet, meldeten die halbamtliche Nachrichtenagentur Fars und das Nachrichtenportal Nour News.

Es war zunächst unklar, warum das Gebäude getroffen wurde. Weder Israel noch die USA reklamierten den Angriff für sich. Zuletzt hat US-Präsident Donald Trump dem Iran mit verheerenden Angriffen gedroht, falls die Straße von Hormus weiterhin für den Schiffsverkehr geschlossen bleibe.

11.55 Uhr: Iran lehnt US-Forderungen ab und übermittelt eigene Vorschläge

Der Iran hat eigenen Angaben zufolge eine Antwort auf die US-Forderungen für ein Kriegsende übermittelt. Teheran habe seine "Forderungen und Ansprüche" ausgearbeitet und diese den Vermittlern mitgeteilt, sagte Außenamtssprecher Ismail Baghai laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna.

Die Forderungen der USA bezeichnete Baghai demnach als "überzogen und inakzeptabel". Verhandlungen seien mit Ultimaten und Drohungen unvereinbar. Der Sprecher bezog sich auf einen 15-Punkte-Plan der USA für ein Kriegsende. Bereits zuvor hatte der Iran darauf geantwortet. Unter anderem Pakistan vermittelt zwischen Teheran und Washington.

11.40 Uhr: Sechs Verletzte bei iranischem Luftangriff in Kuwait

Bei einem iranischen Luftangriff sind in einem Wohngebiet in Kuwait nach Behördenangaben sechs Menschen verletzt worden. Nach einem iranischen Angriff seien Geschosse und Trümmer "in ein Wohngebiet im Norden des Landes" gestürzt, erklärte das Gesundheitsministerium des Golfstaats am Montag. Die Zahl der Verletzten stieg demnach auf sechs, die Verletzungen wiesen "unterschiedliche Schweregrade" auf.

Zuvor hatte die kuwaitische Armee im Onlinedienst X mitgeteilt, dass die Luftverteidigung des Landes im Einsatz sei, um anfliegende Raketen und Drohnen abzufangen. Bereits in der Nacht zu Montag hatte Kuwait ähnliche Angriffe gemeldet.

11.30 Uhr: Israel droht mit Zerstörung der iranischen Infrastruktur

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hat mit der Zerstörung der Infrastruktur des Irans gedroht, sollten Raketenangriffe auf israelische Zivilisten weitergehen. "Wir haben die Stahl-Infrastruktur und die petrochemische Industrie schwer getroffen – und heute und an jedem weiteren Tag wird es weitergehen", sagte Katz nach Angaben seines Büros.

Man werde "die iranische nationale Infrastruktur weiter zerschlagen und das Terrorregime zermürben und zum Einsturz bringen – ebenso wie seine Fähigkeit, Terror voranzutreiben und auf den Staat Israel zu schießen", sagte der Verteidigungsminister nach neuen Raketenangriffen des Irans auf israelische Städte, darunter die Küstenmetropole Tel Aviv.

10.30 Uhr: Tote bei Luftangriffen nahe Teheran

Bei israelisch-amerikanischen Luftangriffen sind iranischen Angaben zufolge zahlreiche Menschen im Iran getötet worden. In den Bezirken Schahriar und Baharestan nahe der iranischen Hauptstadt Teheran seien mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen und 20 weitere verletzt worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna.

Ziel der Bombardierungen war den Angaben zufolge unter anderem ein Wohngebiet südwestlich der Hauptstadt. Zwei dreistöckige Gebäude seien völlig zerstört worden, berichtete Irna unter Berufung auf die lokale Feuerwehr. Mehrere Leichen seien aus den Trümmern geborgen worden.

09.55 Uhr: Revolutionsgarden melden Tod ihres Geheimdienstchefs

Irans Revolutionsgarden haben den Tod ihres Geheimdienstchefs bei einem US-israelischen Angriff gemeldet. Der Chef des Geheimdienstes des Korps der Islamischen Revolutionsgarden, Madschid Chademi, sei "im Morgengrauen" bei einem US-israelischen Angriff getötet worden, teilten die Revolutionsgarden am Montag im Onlinedienst Telegram mit. Die Revolutionsgarden sprachen unter Verwendung von Teherans Sprachgebrauch für Israel und die USA von einem "verbrecherischen Terroranschlag des amerikanisch-zionistischen Feindes".

09.30 Uhr: Weitere Universität in Teheran Ziel von Angriffen

In der iranischen Hauptstadt Teheran ist iranischen Angaben zufolge eine weitere Hochschule Ziel bombardiert worden. Bei den israelisch-amerikanischen Angriffen sei ein Gebäude der Scharif-Universität getroffen worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Bereits in den vergangenen Tagen waren iranische Hochschulen attackiert worden.

Universitätspräsident Massud Tadschrischi verurteilte den Luftangriff scharf. "Die Scharif-Universität ist eine wissenschaftliche Einrichtung, deren Aufgabe im Bereich der Kultur und Verbreitung von Wissen liegt", zitierte ihn die Staatsagentur. Todesopfer habe es nicht gegeben.

Im Video: Zwei Tote bei Angriff in Haifa

Zwei Tote nach Einschlag von iranischer Rakete in Haifa
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Zwei Tote nach Einschlag von iranischer Rakete in Haifa

08.35 Uhr: Zwei Tote nach Einschlag von iranischer Rakete in Haifa

Nach dem Einschlag einer iranischen Rakete in ein Wohnhaus in der israelischen Stadt Haifa sind mindestens zwei Menschen getötet worden. Zwei der vier unter den Trümmern Verschütteten seien tot geborgen worden, teilte die israelische Feuerwehr am Montag mit. Laut einem Armeevertreter wurde das Haus direkt von einer iranischen Rakete getroffen.

Die Rakete hatte das Wohnhaus in der nördlichen israelischen Stadt am Sonntagabend getroffen. Der Treffer in das siebenstöckige Gebäude riss Teile des Wohnhauses ab, wie die Armee und Rettungsdienste mitteilten. Nach Angaben der Feuerwehr stürzte das siebenstöckige Gebäude teilweise ein, Feuerwehrleute suchten demnach in den Trümmern weiter nach den Vermissten.

08.25 Uhr: VAE – Abkommen muss freie Fahrt durch Straße von Hormus garantieren

Ein Friedensabkommen im Krieg zwischen den USA und dem Iran muss nach Ansicht der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) die freie Durchfahrt durch die Straße von Hormus garantieren. Die wichtigste Ölroute der Welt dürfe von keinem Land als Geisel genommen werden, sagt Anwar Gargasch, diplomatischer Berater des VAE-Präsidenten. Ein Abkommen, das das iranische Atomprogramm sowie den Einsatz von Raketen und Drohnen nicht eindämme, bereite den Weg für einen noch gefährlicheren Nahen Osten, warnt er. Die VAE wollten zwar ein Ende des Krieges, lehnten aber einen Waffenstillstand ab, der die eigentlichen Ursachen der Instabilität ungelöst lasse, erklärt Gargasch weiter.

07.50 Uhr: China und Russland wollen im Sicherheitsrat zusammenarbeiten

China hat seine Bereitschaft erklärt, weiterhin mit Russland im UN-Sicherheitsrat zusammenzuarbeiten, um die Spannungen in Nahost zu entschärfen. Chinas Außenminister Wang Yi sagte nach einem Telefonat mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow am Sonntagabend (Ortszeit), die grundlegende Lösung für das Schifffahrtsproblem in der Straße von Hormus bestehe darin, «das Feuer einzustellen und den Krieg so schnell wie möglich zu beenden». Sowohl China als auch Russland gelten als strategische Partner des Irans.

06.15 Uhr: USA, Iran und Vermittler verhandeln laut Bericht über Waffenruhe

Die USA, der Iran und regionale Vermittler verhandeln derzeit einem Medienbericht zufolge über die Bedingungen für eine mögliche 45-tägige Waffenruhe. Diese könnte zu einem dauerhaften Ende des Krieges führen, berichtete das Nachrichtenportal Axios am Sonntag (Ortszeit) unter Berufung auf vier US-amerikanische, israelische und regionale Insider, die mit den entsprechenden Gesprächen vertraut sind. Diskutiert werde ein Abkommen in zwei Phasen. Zunächst solle die 45-tägige Waffenruhe in Kraft treten, um über ein endgültiges Ende der Kämpfe zu verhandeln. In der zweiten Phase solle dann ein entsprechendes Abkommen geschlossen werden, heißt es in dem Bericht.

Montag, 06.04.2026

22.17 Uhr: Iranisches Geschoss abgefangen - vier Verletzte in den Emiraten

Am Hafen von Khor Fakkan in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist durch herabfallende Trümmer eines abgefangenen Projektils aus dem Iran ein Feuer ausgebrochen. Vier Menschen seien durch den Brand am Sonntag verletzt worden, teilte die Regierung des Emirats Schardscha mit. Es handle sich um drei pakistanische Staatsangehörige und eine Person aus Nepal. Eine der Personen sei schwer verletzt und in ein Krankenhaus gebracht worden, die anderen hätten leichte bis mittelschwere Verletzungen erlitten.

20.39 Uhr: Nach Trump-Drohung – Iran droht mit Gegenangriffen

Der Iran kündigt Gegenschläge an, sollten die USA iranische Infrastruktur angreifen. In dem Fall werde der Iran ähnliche Infrastruktur angreifen, die den USA gehöre oder mit den USA in Verbindung stehe, sagt ein Sprecher des Außenministeriums. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor gesagt, der Iran müsse mit Angriffen auf seine Infrastruktur rechnen, sollte er die Meerenge von Hormus nicht bis Dienstag öffnen.

20.10 Uhr Hamas lehnt Entwaffnung derzeit ab

Der bewaffnete Flügel der Hamas lehnt eine Entwaffnung der Gruppe derzeit ab. Eine solche Forderung sei "nichts anderes als der offene Versuch, den Völkermord an unserem Volk fortzusetzen – etwas, das wir unter keinen Umständen akzeptieren werden", sagt ein Sprecher.

Die Frage der Waffenabgabe ist ein großes Hindernis bei der Umsetzung des von US-Präsident Donald Trump vorgeschlagenen Plans für den Gazastreifen. Das Vorhaben soll einen Waffenstillstand festigen, der im Oktober zwei Jahre andauernde, umfassende Kämpfe beendet hat.

Insider hatten jüngst der Nachrichtenagentur Reuters gesagt, die Hamas habe Vermittlern mitgeteilt, sie werde keine Entwaffnung diskutieren, wenn es keine Garantien dafür gebe, dass Israel sich vollständig aus dem Gazastreifen zurückziehe. Es war zunächst unklar, ob die Äußerungen vom Sonntag eine formellen Ablehnung des US-Plans bedeuten. Seit Inkrafttreten des Waffenstillstands haben sich die Hamas und Israel wiederholt gegenseitig vorgeworfen, gegen dessen Bedingungen zu verstoßen.

19.28 Uhr: Trump - Ultimatum an Iran läuft Dienstagabend US-Zeit aus

US-Präsident Donald Trump bekräftigt einmal mehr seine bereits aufgeschobene Frist für den Iran, die Straße von Hormus bis Dienstag freizugeben. "Wenn sie bis Dienstagabend nichts unternehmen, werden sie keine Kraftwerke mehr haben und keine Brücken mehr stehen", sagt Trump dem "Wall Street Journal". Zuvor hatte er bereits erklärt, der Iran müsse mit Angriffen auf seine Infrastruktur rechnen, sollte er die Meerenge nicht bis Dienstag öffnen.

Am 22. März hatte Trump dem Iran bereits ein Ultimatum dafür von 48 Stunden gestellt, es aber später verlängert. Es war nicht das erste Mal, dass Trump innerhalb von ihm selbst gesetzten Fristen offenbar nicht die geforderten Zugeständnisse bekam und neue Fristen setzte. Auf seiner Plattform Truth Social hatte Trump am Sonntag sein bis Dienstag laufendes Ultimatum mit einer ungewöhnlichen Wortwahl untermauert. "Öffnet die verfickte Meerenge, ihr verrückten Bastarde, oder ihr werdet in der Hölle leben – WARTET ES AB!", hatte er dort geschrieben. Später schob Trump dort nach, die Frist ende am Dienstagabend 20.00 Uhr US-Ostküstenzeit. Das entspräche Mittwochmorgen 02.00 Uhr MEZ.

19.07 Uhr: Vier Verletzte durch iranische Rakete in Haifa

Bei einem iranischen Raketenangriff in Israel sind am Sonntag mindestens vier Menschen verletzt worden. Eine Rakete habe ein Wohnhaus in der Stadt Haifa direkt getroffen, teilte ein Armeevertreter mit. Der Einschlag sei Minuten nach einer Warnung vor einer neuen Welle iranischer Angriffe erfolgt.

Nach Angaben des israelischen Rettungsdiensts Magen David Adom wurden in dem siebenstöckigen Wohngebäude vier Menschen verletzt, darunter ein 82-jähriger Mann. Er habe schwere Verletzungen erlitten, zwei Frauen und ein Baby nur leichte.

Video: Aktuelle Lage in Nahost

Nach dem Abschuss eines US-Kampfjets über dem Iran haben Spezialkräfte das zweite Besatzungsmitglied gerettet. Laut US-Medien hat das Militär dabei eigene Flugzeuge im Iran selbst zerstört. Anders lauten die Meldungen iranischer Nachrichtenagenturen.
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Die aktuelle Lage in Nahost.

18.35 Uhr: Iran wirft Trump geplantes Kriegsverbrechen vor

Der Iran hat US-Präsident Donald Trump vorgeworfen, ein Kriegsverbrechen zu planen. Trumps Drohung, iranische Kraftwerke und Brücken anzugreifen, sei eine "direkte und öffentliche Aufforderung zur Terrorisierung der Zivilbevölkerung und ein eindeutiger Beweis für die Absicht, Kriegsverbrechen zu begehen", teilte die iranische Vertretung bei den Vereinten Nationen am Sonntag auf der Plattform X mit. "Die internationale Gemeinschaft und alle Staaten sind rechtlich verpflichtet, solche grausamen Kriegsverbrechen zu verhindern. Sie müssen jetzt handeln. Morgen ist es zu spät."

Trump hatte zuvor auf seiner Plattform Truth Social geschrieben, sollte Teheran die weitgehend für den Schiffsverkehr blockierte Straße von Hormus nicht freigeben, würde er am Dienstag Kraftwerke und Brücken im Iran angreifen.

17.38 Uhr: Libanon - Elf Tote bei israelischen Angriffen

Bei israelischen Luftangriffen im Libanon wurden nach Angaben des dortigen Gesundheitsministeriums am Sonntag mindestens elf Menschen getötet. Bei einem Beschuss des Dorfes Kfarhata im Süden des Landes sterben demnach sieben Menschen, darunter ein vierjähriges Kind. Ein weiterer Angriff auf ein Viertel in der Hauptstadt Beirut tötet vier Menschen und verletzt 39 weitere, teilt das Ministerium mit. Zudem meldet die libanesische Armee den Tod eines Soldaten durch einen israelischen Angriff im Südlibanon.

17.00 Uhr: China will in Hormus-Frage mit Russland im UN-Sicherheitsrat kooperieren

China will im UN-Sicherheitsrat mit Russland zusammenarbeiten, um die Lage im Nahen Osten zu beruhigen. Dies erklärt Außenminister Wang Yi in einem Telefonat mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua meldet. Die Lösung der Schifffahrtsprobleme in der Straße von Hormus sei ein schnellstmöglicher Waffenstillstand, sagt Wang. China trete stets für eine Lösung von Konflikten durch Dialog ein. In der kommenden Woche stimmt der UN-Sicherheitsrat über eine Resolution Bahrains zum Schutz der Handelsschifffahrt in der Meerenge ab.

15.58 Uhr: Israel meldet Tötung von iranischem Kommandeur

Israels Armee meldet die Tötung eines hochrangigen Kommandeurs des "Öl-Hauptquartiers". Diese Abteilung ermögliche den Revolutionsgarden die Fortsetzung ihrer Aktivitäten und ihres militärischen Aufbaus durch Gewinne aus Ölverkäufen, teilte das israelische Militär am Nachmittag mit. Mohammad Resa Aschrafi Kahi sei bereits am Freitag bei einem Bombardement der Luftwaffe nahe der iranischen Hauptstadt Teheran ums Leben gekommen.

14.40 Uhr: Trump droht mit Angriffen auf Brücken und Kraftwerke

US-Präsident Trump droht dem Iran für Dienstag mit Angriffen auf Energie-Anlagen und Verkehrsinfrastruktur. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb er: "Dienstag wird im Iran Kraftwerks-Tag und Brücken-Tag in einem sein." Er forderte die Öffnung der Straße von Hormus "oder ihr werdet in der Hölle leben". Am Montag endet um 16 Uhr (MESZ) Trumps Ultimatum für ein Friedensabkommen und die Öffnung der strategisch wichtigen Straße von Hormus.

14.20 Uhr: Angriffe auf Südisrael

Südisrael hat es am frühen Nachmittag dort auch Einschläge gegeben. Sicherheitskräfte seien deshalb im Einsatz, teilten Israels Polizei und Armee mit. Israelische Medien meldeten, bei einem Angriff sei ein Industriegebiet in der Wüste Negev getroffen worden. Es ist den Angaben zufolge bereits das dritte Mal, dass das Gebiet seit Kriegsbeginn vor fünf Wochen unter Beschuss geraten ist. Den Berichten zufolge gab es lediglich geringe Schäden durch Splitter und eine Druckwelle. Im israelischen Fernsehen verbreitete Aufnahmen zeigten jedoch dicke Rauchschwaden über dem Gebiet. 

14.07 Uhr: Emirate melden 60 Geschosse

Der Iran hat die Vereinigten Arabischen Emirate am Sonntag mit Dutzenden Geschossen angegriffen. Die Islamische Republik habe neun ballistische Raketen, einen Marschflugkörper und 50 Drohnen gegen die Emirate eingesetzt, teilte das Verteidigungsministerium am Sonntag mit.

14.00 Uhr: Iran droht mit Angriffen auf Energiesektor

Die iranischen Revolutionsgarden haben sich zu Angriffen auf petrochemische Anlagen in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Kuwait und Bahrain bekannt. Die Einsätze gegen wirtschaftliche Interessen der USA würden verstärkt, wenn es weitere Angriffe auf zivile Ziele im Iran gebe, heißt es in einer Mitteilung.

13.50 Uhr: Weltweit längste Internetblockade im Iran

Noch nie ist das Internet so lange blockiert worden, wie derzeit im Iran. Das berichtet die Organisation NetBlocks. Die landesweite Sperre dauere bereits 37 Tage in Folge an, teilte die auf Internetsperren spezialisierte Organisation am Sonntag auf der Plattform X mit.

13.28 Uhr: Iran lässt Tanker mit irakischen Öl durch Straße von Hormus

Ein mit irakischem Rohöl beladener Tanker passiert Daten von LSEG und Kpler zufolge die Straße von Hormus nahe der iranischen Küste. Zuvor hat der Iran den Irak von den Transitbeschränkungen für die wichtige Seeroute ausgenommen. Die "Ocean Thunder" hat den Daten nach rund eine Million Barrel Rohöl geladen und soll ihre Fracht Mitte April in Malaysia entladen. Der Iran blockiert die Meerenge seit den ersten US-und israelischen Luftangriffen Ende Februar für Schiffe mit Verbindungen in die USA oder nach Israel. Andere Schiffe dürfen die Route inzwischen wieder passieren.

13.20 Uhr: Neue Angriffswelle im Libanon

Israels Armee greift eigenen Angaben zufolge erneut Ziele der Hisbollah in der libanesischen Hauptstadt Beirut an. Augenzeugen meldeten fünf heftige Bombardements in den als Dahija bekannten südlichen Vororten Beiruts. Die erste Angriffswelle begann demnach kurz nach Mitternacht (Ortszeit). Rauchwolken seien wiederholt in dem Gebiet aufgestiegen. Berichte über Opfer gab es zunächst nicht.

Im Audio: Lage im Libanon

Raketenangriff in Beirut am 05.04.2026
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Lage im Libanon

12.16 Uhr: Oman berät mit Iran über Straße von Hormus

Die stellvertretenden Außenminister des Oman und des Iran haben Gespräche geführt, um Möglichkeiten zur Gewährleistung eines reibungslosen Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus zu erörtern. Dies teilt das omanische Außenministerium auf X mit. Die Gespräche fanden statt, nachdem ein iranischer Vertreter am Donnerstag erklärt hatte, der Iran arbeite gemeinsam mit Oman an einem Protokoll zur Überwachung des Schiffsverkehrs in der Meerenge, durch die rund ein Fünftel der weltweiten Ölvorräte transportiert wird.

12.07 Uhr: Diplomatische Initiativen zur Beendigung des Kriegs laufen weiter

Die Außenminister Pakistans und Ägyptens haben mit ihrem iranischen Amtskollegen Abbas Araghtschi Möglichkeiten für eine Deeskalation im Krieg im Nahen Osten ausgelotet. Der pakistanische Außenminister Ishaq Dar habe mit Araghtschi die Lage besprochen und deutlich gemacht, dass sein Land alle Bemühungen begrüße, die einer Entspannung dienten, teilte das Außenministerium in Islamabad mit.

Das ägyptische Außenministerium erklärte, Minister Badr Abdel-Atti habe sowohl mit Araghtschi als auch mit Dar, dem türkischen Chefdiplomaten Hakan Fidan und dem US-Gesandten Steve Witkoff telefoniert. In der Mitteilung hieß es, Abdel-Atti habe tags zuvor mit seinen Gesprächspartnern "Ideen und Vorschläge" diskutiert, um "die erforderliche Ruhe herzustellen".

11.39 Uhr: Weitere Todesopfer im Südwesten des Iran

Bei Angriffen auf den Südwesten des Irans sind Medienangaben zufolge zehn Menschen getötet und sieben verletzt worden. Unter den Opfern seien auch zwei Touristen gewesen, berichtete die Seite Nurnews, die den iranischen Sicherheitskräften nahestehen soll. In der gleichen Gegend war auch der nach dem Abschuss eines Kampfjets vermisste und am Wochenende von Spezialkräften geborgene US-Offizier vermutet worden. Ob es einen Zusammenhang zwischen der Rettungsaktion für den Piloten und den Toten gab, ging aus der Nurnews-Meldung ebenfalls nicht hervor.

11.33 Uhr: Israel fliegt Luftangriff im Gazastreifen - vier Tote

Bei einem israelischen Luftangriff im nördlichen Gazastreifen sind der örtlichen Gesundheitsbehörde zufolge vier Palästinenser ums Leben gekommen. Sanitäter berichten, der Luftangriff habe eine Gruppe von Menschen in Gaza-Stadt getroffen, wobei vier Menschen getötet und weitere verletzt wurden. Dies ist der jüngste Gewaltausbruch, der den brüchigen Waffenstillstand überschattet, während Vermittler erneut versuchen, das Abkommen zu festigen. Das israelische Militär äußert sich zunächst nicht zu dem Vorfall.

11.04 Uhr: Teheran nimmt Energieanlagen in Bahrain ins Visier

Im Golfemirat Bahrain meldete das staatliche Öl- und Gasunternehmen Bapco Energies einen Brand in einem Lager infolge eines iranischen Drohnenangriffs am Morgen. Das Feuer sei vollständig gelöscht worden, man begutachte nun die Schäden. Verletzte habe es keine gegeben.

Auch das Unternehmen Gulf Petrochemical Industries Company (GPIC) in Bahrain bestätigte, dass mehrere ihrer Betriebsanlagen am frühen Sonntagmorgen (Ortszeit) Ziel eines iranischen Drohnenangriffs wurden, wie die Staatsagentur BNA berichtete. Der Angriff habe Brände in den betroffenen Anlagen ausgelöst, die inzwischen vollständig gelöscht worden seien. Auch hier wurden keine Verletzten gemeldet.

10.42 Uhr: Petrochemische Fabrik in Emiraten brennt nach iranischem Bombardement

In den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) brennt nach einem iranischen Angriff eine Fabrik. Die Behörden seien mit mehreren Bränden in der petrochemischen Anlage des Kunststoffherstellers Borouge beschäftigt, teilte das Medienbüro der Hauptstadt Abu Dhabi am Morgen auf der Plattform X mit. Diese seien durch herabfallende Trümmer nach erfolgreichen Abfangaktionen durch die Flugabwehr verursacht worden, hieß es weiter. 

Der Betrieb der Anlage sei umgehend eingestellt worden, der Schaden werde begutachtet. Verletzte seien keine gemeldet worden, hieß es. Davor hatte das Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate gemeldet, iranische Raketen und Drohnen abzufangen.

10.04 Uhr: Medienberichte über Tote nach israelischen Angriffen im Libanon

Bei israelischen Luftangriffen hat es laut einem Medienbericht erneut Tote im Südlibanon gegeben. Die libanesische Nachrichtenagentur NNA meldete am Morgen sechs Todesopfer in dem Ort Kfar Hatta. Den Angaben zufolge soll es sich dabei um eine vertriebene Familie gehandelt haben. 

Bei einem weiteren Luftangriff - ebenfalls im Südlibanon - seien am frühen Morgen mindestens drei Menschen getötet und weitere verletzt worden, berichtete die Nachrichtenagentur in einer weiteren Meldung. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen. Israels Armee äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht zu den Berichten.

09.53 Uhr: Hisbollah attackiert israelisches Kriegsschiff im Mittelmeer

Die pro-iranische Hisbollah im Libanon hat einen Angriff mit einer Rakete großer Reichweite auf ein israelisches Kriegsschiff für sich reklamiert. Sie habe das israelische Schiff 68 Seemeilen vor der libanesischen Küste mit einem Marschflugkörper angegriffen, teilte die vom Iran unterstützte Miliz mit. Das Kriegsschiff habe sich angeblich "auf Angriffe auf libanesisches Gebiet vorbereitet". Es ist das erste Mal seit ihrem Eintritt in den Iran-Krieg, dass die Hisbollah den Einsatz einer solchen Rakete für sich reklamiert.

08.50 Uhr: Iran - Mehrere fliegende Objekte während Rettungsaktion für US-Soldat abgeschossen

Im Rahmen der US-Mission zur Rettung des im Iran gestrandeten Piloten seien mehrere "fliegende Objekte" zerstört worden, teilt die iranische Revolutionsgarde laut der Nachrichtenagentur Tasnim mit. Während eines gemeinsamen Einsatzes von Luftwaffe, Bodentruppen, Volksmilizen, der Basidsch-Miliz und Polizeikommando seien feindliche Flugobjekte zerstört worden. Zuvor hat das iranische Polizeikommando bekanntgegeben, dass ein US-Transportflugzeug des Typs C-130 im Süden von Isfahan abgeschossen worden sei. In derselben Provinz sei auch eine israelische Drohne abgeschossen worden, teilt die iranische Armee mit.

07.03 Uhr: Anti-Kriegsdemo in Tel Aviv gewaltsam aufgelöst

Eine Anti-Kriegsdemonstration von rund tausend Menschen in der Innenstadt von Tel Aviv ist am Abend von der Polizei gewaltsam aufgelöst worden - unter Hinweis auf die eingeschränkten Versammlungsvorgaben des Heimatschutz-Kommandos. Dabei seien mindestens 17 Menschen verhaftet worden, meldete anschließend die Tageszeitung Ha’aretz. Ein Raketenalarm, ausgelöst durch die Warnung vor einer ballistischen Rakete aus dem Jemen, bewirkte, dass die Demonstranten in Schutzräumen ihre Proteste fortsetzten.

Israelische Sicherheitskräfte tragen bei einer Demonstration am 04.04.2026 in Tel Aviv eine Demonstrantin weg
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Anti-Kriegsdemo in Tel Aviv gewaltsam aufgelöst

06.30 Uhr: Trump - Zweites Besatzungsmitglied des abgestürzten Kampfjets im Iran gerettet

Nach dem Abschuss eines US-Kampfjets über dem Iran ist laut US-Präsident Donald Trump auch das zweite Crewmitglied gerettet worden. "Wir haben ihn", schrieb Trump im Onlinedienst Truth Social (externer Link) an die Bürger der USA gerichtet. Das US-Militär habe den Offizier in "einer der gewagtesten Such- und Rettungsaktionen in der Geschichte der Vereinigten Staaten" gerettet, er könne "voller Freude mitteilen", dass der Soldat zwar verletzt, aber "wohlauf" sei.

Der Soldat gehörte zur zweiköpfigen Besatzung eines F-15-Kampfjets, der nach iranischen Angaben am Freitag von der dortigen Luftabwehr abgeschossen worden war. Das erste Besatzungsmitglied war bereits kurz darauf gerettet worden. Nach dem zweiten Crewmitglied wurde fieberhaft gesucht.

US-Präsident Donald Trump (Archivbild vom 01.04.2026).
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Das zweite Besatzungsmitglied des über dem Iran abgeschossenen Kampfjets ist laut US-Präsident Donald Trump gerettet und in Sicherheit.

04.47 Uhr: Tote und Verletzte nahe Grenze zu Aserbaidschan

Bei Angriffen der USA und Israels im Nordwesten des Iran sind nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Tasnim drei Menschen getötet worden. Drei weitere Menschen seien bei den Attacken auf die Ortschaften Dschafarabad und Germi in der an Aserbaidschan angrenzenden Provinz Ardabil verletzt worden, meldete Tasnim unter Berufung auf den Regionalgouverneur weiter. Der Iran wirft Israel seit längerem vor, das Territorium des Nachbarlands Aserbaidschan für Geheimdienstoperationen und Angriffe zu nutzen. Israel ist ein wichtiger Waffenlieferant für den Staat im Südkaukasus.

04.33 Uhr: Kuwait erneut im Ziel iranischer Attacken

Der Golfstaat Kuwait ist erneut unter iranischen Beschuss geraten. Beim Einschlag einer iranischen Drohne in einem Gebäude des Finanzministeriums sei erheblicher Sachschaden entstanden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Kuna unter Berufung auf das Ministerium. Verletzte habe es nicht gegeben, hieß es. Nach Angaben des Energieministeriums wurden daneben zwei Strom- und Entsalzungsanlagen durch iranische Drohnen erheblich beschädigt. Als Folge seien zwei Stromgeneratoren ausgefallen.

Das kuwaitische Informationsministerium gab zudem bekannt, dass eine Drohne eine Anlage des Ölkonzerns Kuwait Petroleum Corporation getroffen habe. Auch dabei habe es keine Verletzten gegeben, es sei aber ein Feuer ausgebrochen, so die staatliche Nachrichtenagentur.

03.56 Uhr: Angriffe auf Suchort von vermisstem US-Soldaten?

Im Iran gibt es einem Bericht zufolge Luftangriffe in einem Gebiet, in dem sich das vermisste Besatzungsmitglied des abgeschossenen US-Kampfjets befinden soll. Die den Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim zitierte in der Nacht einen örtlichen Gouverneur, wonach bei Angriffen, die er den USA und Israel zuschrieb, drei Menschen getötet worden seien. Die "New York Times" zitierte indes einen israelischen Beamten, Israels Militär teile Geheimdienstinformationen mit den USA und habe Angriffe in dem Gebiet, in dem der Pilot vermisst werde, ausgesetzt. Keine der Angaben ließ sich zunächst unabhängig überprüfen.

00.23 Uhr: Fünf Verletzte nach iranischem Raketenangriff auf Israel

Bei iranischen Raketenangriffen auf Israel sind am Samstag mindestens fünf Menschen verletzt worden. Nach Angaben des israelischen Rettungsdiensts Magen David Adom wurden in Tel Aviv und Umgebung fünf Männer unter anderem durch Glassplitter verletzt. Mehrere Häuser wurden beschädigt. Auch in Jerusalem soll es mehrere Detonationen gegeben haben. Insgesamt habe es seit Mitternacht acht Wellen iranischer Angriffe gegeben, teilte das israelische Militär am Abend mit. Die Luftabwehr habe anfliegende Raketen abgefangen. Auch aus dem Libanon und aus dem Jemen seien jeweils eine Rakete auf Israel abgefeuert worden.

00.10 Uhr: Angriff auf Petrochemieanlage im Iran – fünf Tote

Bei US-israelischen Luftangriffen auf ein petrochemisches Zentrum im Südwesten des Iran sind staatlichen Medien zufolge fünf Menschen getötet worden. Dies meldete die iranische Nachrichtenagentur Isna unter Berufung auf den Vize-Gouverneur der Provinz Chusestan, Valljollah Hajati. Ein dort ausgebrochenes Feuer sei inzwischen gelöscht, heißt es weiter. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärt, Israel habe die Anlage angegriffen. Einem israelischen Militärsprecher zufolge stellt sie Material für Sprengstoffe und Raketen her.

Sonntag, 5. April 2026

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