US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus
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Nahost-Ticker: News vom 5. und 6. Mai in der Nachlese

Nahost-Ticker: News vom 5. und 6. Mai in der Nachlese

Die News vom 5. und 6. Mai in der Ticker-Nachlese.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-2-Nachrichten am .

23.54 Uhr: Sechs Tote bei israelischen Angriffen im Gazastreifen - Sohn von hochrangigem Hamas-Funktionär verletzt

Bei israelischen Angriffen im Gazastreifen sind nach Angaben der von der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas kontrollierten Behörden im Palästinensergebiet sechs Menschen getötet worden. Mehrere weitere Menschen seien zudem schwer verletzt worden, darunter der Sohn des hochrangigen Hamas-Funktionärs Chalil al-Hajja, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus Sicherheits- und Klinikkreisen.

Das Al-Ahli-Krankenhaus in der Stadt Gaza meldete die Einlieferung von "drei Toten und mehreren Verletzten nach einem israelischen Drohnenangriff auf das Viertel Seitun südöstlich von Gaza". Bei separaten israelischen Angriffen in anderen Teilen des Küstengebiets wurden zwei weitere Menschen getötet und mehr als ein Dutzend Menschen verletzt, wie der Hamas-Zivilschutz und Krankenhäuser mitteilten. Einer der Getöteten war Sicherheitskreisen zufolge ein Hamas-Polizist.

Assam Chalil al-Hajja wurde demnach bei einem separaten Angriff auf das Viertel Al-Daradsch in Gaza schwer verletzt. Bei dem Angriff wurden zudem ein Mensch getötet und neun weitere Menschen verletzt.

23.19 Uhr: Palästinenser melden fünf Tote bei Angriffen im Gazastreifen

Bei israelischen Angriffen im Gazastreifen sind nach palästinensischen Angaben fünf Menschen getötet worden. In Chan Junis kam ein Mensch zu Tode, als ein Auto getroffen wurde, wie das Nasser-Krankenhaus mitteilte. Am Angriffsort stieg Rauch auf. Menschen rannten in Panik davon. Die Gegend liegt an der sogenannten gelben Linie, die die von Israel kontrollierten Gebiete vom Rest des Gazastreifens trennt.

Das Al-Ahli-Krankenhaus teilte mit, in der Stadt Gaza seien drei Menschen getötet worden als ein Angriff ein Gebiet getroffen habe, in dem Bewohner ihre Zelte aufgebaut hatten. Einer der Toten sei erst 16 gewesen. Später habe es noch ein weiteres Todesopfer gegeben.

22.47 Uhr: Macron rät zu internationalem Einsatz in der Straße von Hormus

Frankreich wirbt angesichts des Durcheinanders um die Blockade der Meerenge von Hormus für einen multinationalen Einsatz zur Sicherung der Schifffahrt. Eine solche von Frankreich und Großbritannien angeregte Mission könne dazu beitragen, das Vertrauen der Reedereien und Versicherer wiederherzustellen, schrieb Präsident Emmanuel Macron am Mittwoch im Kurznachrichtendienst X. In diesem Zusammenhang sei ein Flottenverband um den Flugzeugträger "Charles de Gaulle" durch den Suezkanal ins Rote Meer gefahren.

21.03 Uhr: Auch Macron will in Hormus-Krise vermitteln

Der französische Präsident Emmanuel Macron dringt in Gesprächen mit dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian auf eine ungehinderte Schifffahrt in der Straße von Hormus. Er ermutige den Iran, die britisch-französischen Pläne für einen internationalen Einsatz zur Sicherung der Durchfahrt zu prüfen, teilt Macron auf X mit. Er wolle das Thema auch mit US-Präsident Donald Trump besprechen. Peseschkian betont iranischen Staatsmedien zufolge in dem Telefonat die Bereitschaft seines Landes, diplomatische Wege zur Beendigung des Krieges zu verfolgen. Zugleich verweist er auf das Misstrauen gegenüber den USA. Dies liege an den feindseligen Handlungen der amerikanischen Seite, die den Iran zuletzt während der Verhandlungen zweimal angegriffen habe.

20.14: Trump sieht Iran-Deal kurz bevorstehen

US-Präsident Donald Trump sieht die USA nach eigenen Worten kurz vor einer Einigung mit dem Iran zur Beendigung des Konflikts. Man sei "sehr nah dran", sagte Trump dem US-Sender PBS laut Transkript eines Telefoninterviews. Eine Einigung könne möglicherweise noch vor seiner für kommende Woche geplanten China-Reise zustande kommen. Falls es keinen Deal gebe, müsse man wieder damit anfangen, den Iran "in Grund und Boden zu bombardieren", sagte Trump.

Trump bestätigte in dem Interview auch mehrere Punkte einer möglichen Vereinbarung, über die zuvor bereits übereinstimmend das "Wall Street Journal", der Sender CNN und das Nachrichtenportal "Axios" berichtet hatten. Dieses sieht demnach vor, dass der Iran sein hochangereichertes Uran an die USA übergeben soll. Zudem bestätigte Trump, dass Iran im Rahmen der Vereinbarung zusichern solle, keine unterirdischen Nuklearanlagen zu betreiben.

20.05 Uhr: Israels Militär greift Beiruter Vorort an

Das israelische Militär hat erstmals seit Beginn der Mitte April verkündeten Waffenruhe mit der Hisbollah-Miliz einen Vorort im Süden von Beirut angegriffen. Der Angriff vom Mittwoch habe einem Kommandeur der Radwan-Einheit der libanesischen Miliz gegolten, teilte das Büro des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu mit. Die vom Iran unterstützte Hisbollah äußerte sich zunächst nicht. Die letzten israelischen Angriffe auf Ziele in Beirut vor dem Beginn der Waffenruhe hatte es am 8. April gegeben. Eine Serie von schweren Luftangriffen, darunter auf das Zentrum der libanesischen Hauptstadt, tötete zahlreiche Menschen.

19.44 Uhr: US-Militär beschießt iranischen Öltanker im Golf von Oman

Ein US-Kampfjet hat im Golf von Oman auf einen unter iranischer Flagge fahrenden Öltanker gefeuert, der die Blockade iranischer Häfen zu durchbrechen versucht haben soll. Dabei sei das Ruder des Schiffs weggeschossen worden, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando Centcom in den sozialen Medien mit. Die US-Streitkräfte hätten zuvor mehrere Warnungen ausgesprochen und das Schiff darüber informiert, dass es gegen die US-Blockade iranischer Häfen verstoße. Die US-Aktion ereignete sich während einer Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran.

19.30 Uhr: Trump - USA werden angereichertes Uran aus dem Iran erhalten

Die USA werden nach den Worten von Präsident Donald Trump angereichertes Uran aus dem Iran erhalten. "Wir werden es bekommen", sagt Trump am Rande einer Veranstaltung im Weißen Haus. Derzeit ringen beide Länder um ein Abkommen zur Beendigung des Golfkriegs. Eines der Hauptziele der US-Militärschläge gegen den Iran ist es, die Entwicklung von Atomwaffen durch die Regierung in Teheran zu verhindern. Der Iran muss nach dem Willen der USA 408 Kilogramm hochangereichertes Uran übergeben.

17.43 Uhr: Palästinenser - Hochrangiger Hamas-Polizist bei israelischem Angriff getötet

Bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen wird palästinensischen Angaben zufolge ein hochrangiger Offizier der von der Hamas geführten Polizei getötet. Getroffen wurde das Fahrzeug des Leiters der Antidrogeneinheit in Chan Junis, wie Sanitäter und ein Vertreter der radikal-islamischen Gruppe mitteilen. Dabei seien mindestens 17 weitere Menschen verletzt worden. Eine israelische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor. Im Gazastreifen gilt zwar seit Oktober 2025 eine Feuerpause, dennoch werden nahezu täglich israelische Militärschläge auf Ziele in dem Palästinensergebiet gemeldet. Beide Seiten werfen einander einen Bruch der Waffenruhe vor.

16.09 Uhr: Frankreich: Können mit Partnern Straße von Hormus sichern

Frankreich und seine Partner sind nach Angaben des Präsidialamtes in der Lage, die Sicherheit in der Straße von Hormus zu gewährleisten. Die Regierung in Paris wolle zudem, dass das Thema getrennt von den aktuellen Gesprächen zwischen den USA und dem Iran behandelt wird, teilt der Élysée-Palast mit. Frankreich hatte zuvor die Verlegung des Kampfverbandes um den Flugzeugträger "Charles de Gaulle" in Richtung Golf von Aden bekanntgegeben.

15.01 Uhr: Iran - Prüfen US-Vorschlag für Kriegsende

Der Iran prüft nach eigenen Angaben einen Vorschlag der USA zur Beendigung des seit mehr als zwei Monaten andauernden Krieges. Die Führung in Teheran werde dem Vermittler Pakistan ihre Haltung dazu übermitteln, berichtet die iranische Nachrichtenagentur Isna unter Berufung auf das Außenministerium.

14.50 Uhr: Frankreich verlegt Flugzeugträger zum Golf von Aden

Frankreich verlegt den Flugzeugträger "Charles de Gaulle" in Richtung Golf von Aden. Der Verband um das Schiff hat den Suezkanal passiert und steuert den Süden des Roten Meeres an, teilt das Verteidigungsministerium in Paris mit. Damit bereiten Frankreich und Großbritannien eine künftige Mission zur Sicherung der freien Schifffahrt in der Straße von Hormus vor. Der Verband um die "Charles de Gaulle" war kurz nach den Luftangriffen der USA und Israels auf den Iran ins östliche Mittelmeer entsandt worden.

13.07 Uhr: Iran - Sichere Hormus-Durchfahrt bei Ende von US-Drohungen

Die Marine der iranischen Revolutionsgarden stellt eine sichere Durchfahrt durch die Straße von Hormus in Aussicht. Voraussetzung sei ein Ende der US-Drohungen, berichten staatliche Medien unter Berufung auf die Garden. Die Eliteeinheit verweist demnach auch auf neue Verfahrensregeln für den Transit. Worin diese im Einzelnen bestehen, wird nicht präzisiert. Zugleich dankt die Marine Reedern und Kapitänen dafür, dass sie bei der Passage die iranischen Vorschriften respektiert haben. Die Äußerungen sind die erste Reaktion des Iran auf die Entscheidung der USA, ihre Einsätze zur Unterstützung festliegender Schiffe in der strategisch wichtigen Meerenge vorerst einzustellen.

11.55 Uhr: Pakistanische Vermittlerkreise - USA und Iran kommen Vereinbarung näher

Die USA und der Iran stehen nach Angaben pakistanischer Vermittlerkreise kurz vor einer Einigung zur Beendigung des Krieges. Eine entsprechende Absichtserklärung könne in sehr naher Zukunft abgeschlossen werden, erklärt ein pakistanischer Insider aus dem Umfeld der Gespräche. "Wir sind kurz davor", heißt es weiter. Demnach ist von einem einseitigen Memorandum die Rede. Damit wird ein Bericht des US-Nachrichtenportals Axios bestätigt. Offizielle Stellungnahmen aus Washington oder Teheran liegen zunächst nicht vor.

11.27 Uhr: Bericht - Weitere Tote bei israelischen Angriffen im Libanon

Trotz einer geltenden Waffenruhe setzen Israel und die Hisbollah-Miliz im Libanon ihre gegenseitigen Angriffe fort. Israel griff mit Kampfflugzeugen und Drohnen im südlichen Libanon an, wie die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete. Der Ort Maifadun sei dabei auch mit Artillerie beschossen worden. Dabei habe es zwei Tote gegeben. Die Nachrichtenagentur meldete in der Bekaa-Ebene im Osten vier Tote nach einem israelischen Luftangriff. 

11.12 Uhr: Erzeugerpreise in Euro-Zone nach Ausbruch des Iran-Kriegs massiv gestiegen

Die Erzeugerpreise in der Industrie im Euroraum sind mit Beginn des Nahost-Krieges deutlich gestiegen. Im März kletterten sie um 3,4 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Das gab das Statistikamt Eurostat bekannt. Allein die Energiepreise in der Industrie zogen im März um 11,1 Prozent an. Die Herstellerpreise für Investitionsgüter wie Maschinen und Anlagen stiegen zum Vormonat um 0,2 Prozent. Bei Vorleistungsgütern ergab sich ein Plus von 0,7 Prozent.

10.14 Uhr: Wirtschaftsministerium - Derzeit keine Engpässe bei Kerosin

Trotz Sorgen wegen des Iran-Kriegs gibt es in Deutschland nach Einschätzung des Bundeswirtschaftsministeriums derzeit keine Versorgungsengpässe mit Kerosin. "Es gibt derzeit keine physischen Energieknappheiten in Deutschland", sagte eine Ministeriumssprecherin. Man beobachte die Lageentwicklung aufmerksam und sei im engen Austausch mit der Branche, um Auswirkungen auf die Luftfahrt zu beobachten und bei Bedarf schnell Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Bei einem Kerosin-Gipfel mit Vertretern der Mineralöl- und Luftfahrtindustrie am 20. April sei übereinstimmend berichtet worden, dass noch keine physischen Knappheiten eingetreten seien.

10.05 Uhr: Papst bekräftigt nach Trump-Kritik Ablehnung von Atomwaffen

Nach der jüngsten Kritik von US-Präsident Donald Trump an Papst Leo XIV. wegen des Iran-Kriegs hat das Oberhaupt der katholischen Kirche seine Ablehnung von Atomwaffen bekräftigt. Es sei die Mission der Kirche, das Evangelium und den Frieden zu predigen, sagte er vor seiner Residenz in Castel Gandolfo bei Rom zu Journalisten. Wenn ihn jemand dafür kritisieren wollen, dass er das Evangelium verkünde, dann sei das die Wahrheit, sagte Leo. "Die Kirche spricht sich seit Jahren gegen alle Atomwaffen aus, da gibt es also keinen Zweifel. Und ich hoffe einfach, dass man mir Gehör schenkt um des Wortes Gottes willen."

Trump hatte in einem Interview mit dem konservativen Radiomoderator Hugh Hewitt gesagt, der Pontifex gefährde "viele Katholiken und viele Menschen". Er warf ihm vor, dieser halte es für in Ordnung, wenn der Iran eine Atomwaffe besitze.

09.42 Uhr: Reederei - Französisches Containerschiff in Straße von Hormus angegriffen

In der Straße von Hormus ist ein französisches Containerschiff nach Angaben seiner Reederei angegriffen worden. Bei der "Attacke" auf das unter maltesischer Flagge fahrende Schiff "San Antonio" seien am Dienstag mehrere Besatzungsmitglieder verletzt worden, die "evakuiert und medizinisch versorgt" worden seien, erklärte die Reederei CMA CGM am Mittwoch. Das Schiff sei bei dem Angriff beschädigt worden.

Zuvor hatte die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) bereits gemeldet, ein Frachter sei am Dienstagabend in der Meerenge von einem "unbekannten Geschoss" getroffen worden, ohne jedoch den Namen des Schiffes zu nennen.

09.07 Uhr: Israelische Armee ruft zur Evakuierung von zwölf Dörfern im Süden des Libanon auf

Die israelische Armee hat die Bewohner von zwölf Dörfern im Süden des Libanon zur Evakuierung aufgerufen. Der arabischsprachige israelische Armeesprecher Avichay Adraee verbreitete in Onlinediensten einen Aufruf an die dortige Bevölkerung, "ihre Häuser unverzüglich zu verlassen" und sich mindestens einen Kilometer zu entfernen. Die israelische Armee werde dort in Kürze gegen eine Anlage der pro-iranischen Hisbollah-Miliz vorgehen.

Seit dem 17. April gilt eine Feuerpause zwischen Israel und dem Libanon. Dessen ungeachtet hat Israel seitdem wiederholt Angriffe ausgeführt. Diese galten laut israelischen Armeeangaben Stellungen der Hisbollah-Miliz.

08.21 Uhr: "Massiver Passagierverlust" an deutschen Flughäfen im April durch Streiks und Krieg

Der Iran-Krieg und der einwöchige Streik bei der Lufthansa haben dazu geführt, dass im April deutlich weniger Menschen in Deutschland geflogen sind: Das Passagieraufkommen sei "massiv" eingebrochen, teilte am Mittwoch der Flughafenverband ADV mit. Insgesamt hätten rund 1,65 Millionen Passagiere gefehlt. Die Streiks der Piloten bei der Lufthansa "rissen ein Loch von nahezu einer Million Passagieren". 

Der Flughafenverband sprach von einer "gefährlichen Gemengelage" aus anhaltender Nahostkrise, ausufernden Streiks sowie Flugstreichungen infolge explodierender Kerosinpreise. Die aktuellen Zahlen seien ein "unüberhörbares Alarmsignal", erklärte ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel. "Dauerstreiks, geopolitische Krisen und drastisch steigende Airline-Betriebskosten treffen die deutschen Flughäfen mit voller Wucht – und reißen tiefe Lücken in die Konnektivität unseres Landes." 

08.00 Uhr: Bundesbank - Nahost-Krieg würgt Konjunkturerholung ab

Bundesbank-Vorstand Michael Theurer rechnet mit längeren Auswirkungen des Nahost-Krieges. Die Folgen für die Finanzstabilität hingen vor allem von der Dauer des Konflikts ab, sagte Theurer der Nachrichtenagentur Reuters. "Von kurzfristigen Auswirkungen kann zwei Monate nach Ausbruch schon keine Rede mehr sein. Geopolitische Risiken haben sich manifestiert." Der Krieg würge das "zarte Pflänzchen" einer konjunkturellen Erholung in Deutschland ab.

Die meisten Ökonomen und auch die Regierung hatten ihre Wachstumserwartungen zuletzt deutlich nach unten revidiert. Es wird jetzt noch in etwa mit einem Plus des Bruttoinlandsproduktes von 0,5 Prozent in diesem Jahr gerechnet. Die Inflation dürfte eher bei drei Prozent als zwei Prozent liegen. Das ist eine direkte Folge des Iran-Krieges, der die Spritpreise an den Tankstellen nach oben getrieben hat.

05.19 Uhr: Irans Außenminister trifft Amtskollegen in China

Irans Außenminister Abbas Araghtschi hat inmitten der Spannungen mit den USA seinen chinesischen Amtskollegen Wang Yi getroffen. Wie Chinas staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, tauschten sie sich in der Hauptstadt Peking aus. Staatliche iranische Medien bestätigten die Zusammenkunft. Worüber die Minister sprachen, wurde zunächst nicht bekannt. Der von den USA und Israel Ende Februar begonnene Iran-Krieg, in dem aktuell eine Waffenruhe gilt, dürfte jedoch ein zentrales Thema gewesen sein. China und der Iran sind wirtschaftlich enge Partner, das Land gilt unter anderem als der größte Abnehmer iranischen Öls. Peking hat das Vorgehen der USA gegen den Iran bereits mehrfach kritisiert. 

05.00 Uhr: Fast alle Rohstoffe verteuern sich erheblich

Neben Öl und Gas haben sich in den vergangenen Monaten nahezu alle Metalle erheblich verteuert. Nach Berechnung der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw) haben die Rohstoffpreise auf den Weltmärkten fast wieder ihr Rekordhoch von 2021 erreicht. Das teilte der Verband in München mit. "Der Iran-Krieg befeuert diese Entwicklung zusätzlich", sagte vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. "Kaum eine Branche bleibt von den Preissteigerungen unberührt."

Den größten Preisanstieg verzeichneten demnach im Lauf des ersten Quartals Edelmetalle mit einem Plus von über 34 Prozent - und das, obwohl Gold und Silber im Laufe des März wieder billiger wurden. An zweiter Stelle folgten seltene Erden mit einem Preisanstieg von 29,3 Prozent. Hierfür sind laut vbw hauptsächlich die Exportkontrollen der chinesischen Regierung verantwortlich, die den Großteil des Weltmarkts für die seltenen Erden kontrolliert. Industriemetalle verteuerten sich demnach um 14,3 Prozent. Auffällig: Lithium wurde um über 80 Prozent teurer, Wolfram sogar um mehr als 130 Prozent. Ersteres wird unter anderem für Elektroauto-Batterien benötigt, letzteres laut Brossardt für KI-Chips und Waffen.

04.47 Uhr: USA werben für neue Marinekoalition im Nahen Osten

Die USA schlagen ihren Partnern den Aufbau einer neuen multinationalen Marinekoalition für den Nahen Osten vor. Das Bündnis mit dem Namen "Maritime Freedom Construct" (MFC) soll einen Sicherheitsrahmen für die Zeit nach Ende des Konflikts schaffen und die Durchfahrt durch die Straße von Hormus wieder ermöglichen, sobald sich die Lage stabilisiert, heißt es in einem Entwurf der US-Regierung, der der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt.

Das MFC soll mit einer separaten französisch-britischen Marinemission zusammenarbeiten, an der rund 30 Länder beteiligt sind. Sie arbeitet mit dem Iran daran, eine sichere Durchfahrt zu ermöglichen. Einigen Staaten zufolge erfordert die Entsendung militärischer Einheiten jedoch zunächst ein Mandat der Vereinten Nationen (UN). Das MFC soll organisatorisch eigenständig bleiben, seine Einsätze aber eng mit anderen Einsatzgruppen abstimmen, heißt es in dem informellen Dokument weiter.

04.12 Uhr: Zusammenstöße zwischen Hisbollah und Israel dauern an

Die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz hat nach israelischen Angaben "mehrere Raketen" auf israelische Soldaten im Süden des Libanons abgefeuert. Das teilte das israelische Militär am späten Dienstagabend mit. Verletzte wurden nicht gemeldet. Das Militär erklärte zudem, es habe Drohnen und weitere Geschosse, die von der Hisbollah abgefeuert worden seien, abgefangen, bevor sie israelisches Gebiet erreicht hätten.

02.40 Uhr: Trump setzt Militäreskorten in der Straße von Hormus vorerst aus

US-Präsident Donald Trump setzt nach eigenen Angaben die militärischen Eskorten für Handelsschiffe in der Straße von Hormus vorübergehend aus. "Wir haben vereinbart, dass das 'Project Freedom' für kurze Zeit ruht, um zu sehen, ob das Abkommen abgeschlossen und unterzeichnet werden kann", schrieb Trump am Dienstag (Ortszeit) in den sozialen Medien. Er begründete den Schritt mit Fortschritten auf dem Weg zu einer umfassenden Vereinbarung mit dem Iran, betonte jedoch, dass die Blockade vollständig aufrechterhalten werde. Eine Stellungnahme der Regierung in Teheran lag am frühen Mittwochmorgen nicht vor.

US Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben vorerst die Militäreskorten in der Straße von Hormus ausgesetzt
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US Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben vorerst die Militäreskorten in der Straße von Hormus ausgesetzt

01.57 Uhr: Britischer Einzelhandel fordert wegen Iran-Krieg Stromhilfe nach deutschem Vorbild

Der britische Einzelhandel fordert von der Regierung finanzielle Entlastungen nach deutschem Vorbild. Grund seien stark gestiegene Kosten infolge des Iran-Kriegs. Der Branchenverband BRC rief die Regierung am Mittwoch dazu auf, dem Beispiel Deutschlands zu folgen und die Stromkosten für Unternehmen durch Streichung staatlicher Abgaben auf Strom zu senken. Ohne staatliche Unterstützung werde es schwieriger, einen Anstieg der Verbraucherpreise zu verhindern, erklärte der Verband. Der Konflikt treibe die Kosten für Energie, Produktion, Transport und Logistik in die Höhe. Das verschärfe die Belastung durch höhere Arbeitgeberabgaben, steigende Löhne und neue Verpackungsabgaben. Zudem forderte der BRC, geplante Lebensmittel- und Arbeitszeitvorschriften aufzuschieben.

01.49 Uhr: Iran kündigt Mechanismus für Transit durch Straße von Hormus an

Der Iran will sich mit Hilfe eines neuen Genehmigungsverfahrens die Kontrolle über die von ihm blockierte Straße von Hormus sichern. Laut iranischen Staatsmedien sollen Betreiber von Schiffen, die durch die Meerenge fahren sollen, eine E-Mail mit Regeln und Vorschriften für die Durchfahrt erhalten. Für den Transit benötigten die Schiffe dann die Erlaubnis einer iranischen Behörde (Persian Gulf Strait Authority) und müssten den Vorgaben folgen, berichtete der staatliche Sender Press TV. Unklar blieb zunächst, wie die Regeln aussehen und wie der Iran auf Verstöße reagieren könnte. Laut Press TV ist der Mechanismus in der Straße von Hormus bereits in Betrieb.

01.48 Uhr: Rubio und Lawrow sprechen über Kriege in der Ukraine und im Iran

US-Außenminister Marco Rubio und sein russischer Kollege Sergej Lawrow haben nach Angaben aus Washington in einem Telefonat über die Kriege in der Ukraine und im Iran gesprochen. Außerdem seien die "Beziehungen zwischen den USA und Russland" Thema gewesen, erklärte der Sprecher des US-Außenministeriums, Tommy Pigott, am Dienstag (Ortszeit). Das Telefonat habe auf Wunsch Lawrows hin stattgefunden.

01.29 Uhr: Rubio spielt Streit zwischen Trump und Papst Leo XIV. herunter

US-Außenminister Marco Rubio hat den Konflikt zwischen US-Präsident Donald Trump und Papst Leo XIV. vor seinem Besuch im Vatikan heruntergespielt. Rubio sagte am Dienstag (Ortszeit) im Weißen Haus, Trumps jüngste Kritik am ersten amerikanischen Papst sei in dessen Ablehnung begründet, dass der Iran möglicherweise eine Atomwaffe erlange, die gegen Millionen von Katholiken und anderen Christen weltweit eingesetzt werden könnte.

Trump "versteht nicht, warum irgendjemand - ganz gleich ob der Papst, der Präsident oder ich - und ich glaube, die meisten Menschen können nicht verstehen, warum irgendjemand denken würde, es sei eine gute Idee, dass der Iran jemals eine Atomwaffe besitzt", sagte Rubio.

00.57 Uhr: Regierungschefs verurteilen iranische Angriffe auf VAE

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und weitere Regierungschefs der Region verurteilen die iranischen Angriffe in Telefonaten mit dem Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Scheich Mohamed bin Zayed Al Nahyan. Das meldet die staatliche Nachrichtenagentur WAM. Die Politiker bekunden demnach ihre Solidarität mit den VAE angesichts der Attacken auf die Zivilbevölkerung und zivile Einrichtungen. Zudem unterstützen sie die Maßnahmen der VAE zur Wahrung ihrer Sicherheit.

Mittwoch, 6. Mai 2026

23.30 Uhr: Zweites US-Handelsschiff passiert Straße von Hormus

Mit dem Chemikalientanker "CS Anthem" verlässt das zweite unter US-Flagge fahrende Handelsschiff unter dem Schutz des US-Militärs die Straße von Hormus. Das Schiff beendet die Durchfahrt sicher, wie der Betreiber Crowley-Stena Marine Solutions mitteilt. Zuvor hat bereits der Autotransporter "Alliance Fairfax" der Maersk-Tochter Farrell Lines die Meerenge passiert. Das US-Militärkommando Centcom unterstützt nach eigenen Angaben mit Zerstörern der US-Marine die Wiederaufnahme der Handelsschifffahrt in der Region.

22.33 Uhr: USA – Zehn Seeleute der Handelsmarine im Konflikt um Straße von Hormus getötet

Mindestens zehn Seeleute auf zivilen Frachtern sind nach Angaben von US-Außenminister Marco Rubio im Konflikt um die Straße von Hormus getötet worden. Die Besatzungen der Schiffe seien isoliert und verwundbar gewesen und hätten gehungert, erklärte er im Weißen Haus, ohne weitere Details zu nennen. Die USA würden ihre militärischen Mittel einsetzen, um die Freiheit der Schifffahrt in der vom Iran blockierten wichtigen Wasserstraße zu verteidigen. "Wir reagieren nur, wenn wir zuerst angegriffen werden", sagte der Außenminister. Die USA stünden mit mehreren Schiffen in Kontakt, damit diese die Meerenge verlassen könnten.

21.59 Uhr: Frachtschiff in Straße von Hormus getroffen

Ein Frachtschiff ist in der Straße von Hormus von einem Geschoss getroffen worden. Dies teilt die britische Seeschifffahrtsbehörde UKMTO mit. Weitere Details nennt UKMTO nicht.

21.57 Uhr: USA sehen Hisbollah als Hindernis für Frieden zwischen Israel und Libanon

Die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz blockiert aus Sicht der USA einen Friedensvertrag zwischen dem Libanon und Israel. "Das Problem zwischen Israel und dem Libanon ist nicht Israel oder der Libanon, es ist die Hisbollah", sagte Außenminister Marco Rubio in Washington. Eigentlich sei ein Friedensvertrag zwischen beiden Staaten rasch erreichbar.

21.40 Uhr: Rubio – USA werden Blockade der Straße von Hormus brechen

Die USA wollen Außenminister Marco Rubio zufolge die Blockade der Straße von Hormus brechen, um die Freiheit der Schifffahrt wiederherzustellen. Das US-Militär werde weiter Drohnen und Boote angreifen, die eine Bedrohung darstellten, sagt er in Washington. Es würden Einheiten in die Region verlegt, um einen Schutzschirm für Handelsschiffe aufzubauen. Nach Angaben des Ministers kamen in dem Konflikt bislang zehn zivile Seeleute ums Leben. Der Iran müsse an den Verhandlungstisch kommen und die Bedingungen akzeptieren, fordert Rubio.

20.46 Uhr: Iranisches Militär dementiert Angriffe auf VAE

Das iranische Zentralkommando Chatam al-Anbija hat Vorwürfe zurückgewiesen, in den vergangenen Tagen Angriffe auf die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) verübt zu haben. Zugleich warnt es vor einer "vernichtenden Reaktion", sollten die VAE gegen den Iran vorgehen. Die Regierung in Abu Dhabi meldet dagegen den zweiten Tag in Folge Raketen- und Drohnenbeschuss aus dem Iran.

20.44 Uhr: Bundesregierung appelliert an Iran

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat den Iran aufgefordert, seine "Politik der Brandstiftung" zu beenden. "Iran muss sein ballistisches Raketenprogramm aufgeben. Und Iran muss seine Politik der Brandstiftung in der Region aufgeben", sagte Wadephul nach einem Treffen mit dem israelischen Außenminister Gideon Saar in Berlin. Er begründete seine Forderung an Teheran mit gemeinsamen Sicherheitsinteressen Deutschlands und Israels. "Es wird jeden Tag dringlicher, dass Iran das Angebot zu Verhandlungen jetzt annimmt", sagte Wadephul. "Wir fordern den Iran auf, seine Karten jetzt nicht zu überreizen."

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) forderte bei einem Treffen mit dem portugiesischen Regierungschef Luís Montegro ein dauerhaftes Ende des iranischen Atomprogramms. Merz sagte, der Iran müsse "aufhören, auf Zeit zu spielen" und drängte darauf, den Druck auf den Iran angesichts der anhaltenden Blockade der Straße von Hormus hochzuhalten. Er habe auf europäischer Ebene bereits dafür geworben, "den Sanktionsdruck auf Teheran zu erhöhen", sagte Merz.

Die Bundesregierung hat erneut den Iran aufgefordert, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Kanzler Merz sagte, der Iran müsse "aufhören, auf Zeit zu spielen". Er forderte zudem ein dauerhaftes Ende des iranischen Atomprogramms.
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Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) spricht beim Wirtschaftstag des CDU-Wirtschaftsrates.

20.01 Uhr: Trump rechnet trotz neuer Gefechte mit Iran-Deal

US-Präsident Donald Trump hat einen Tag nach den schwersten Gefechten seit Beginn der Feuerpause mit dem Iran an der Darstellung festgehalten, die Islamische Republik sei kaum noch kampffähig. Ihre militärischen Fähigkeiten seien nur noch unbedeutend, sie sollten "die weiße Fahne der Kapitulation schwenken", sagte Trump. Die Marine der Revolutionsgarden warnte dagegen alle Frachtschiffe vor der Durchfahrt durch die Straße von Hormus ohne iranische Genehmigung. Sie hätten dann mit massiven Reaktionen zu rechnen. Entgegen den öffentlichen Bekundungen Irans zeigte sich Trump sicher, dass die Regierung in Teheran eine Einigung erzielen möchte. "Sie treiben Spielchen, aber ich sage Ihnen, sie wollen einen Deal", sagte der Präsident.

19.11 Uhr: Merz pocht auf Verhandlungen: Iran darf nicht mehr auf Zeit spielen

Bundeskanzler Friedrich Merz fordert den Iran auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. "Er muss aufhören, auf Zeit zu spielen." Der Iran müsse sein Atomwaffenprogramm einstellen. Es dürfe auch keine Angriffe mehr auf Israel und Golf-Staaten geben. Deutschland setze sich für frei Seewege ein. Dies solle auch militärisch erfolgen, sobald dafür die Voraussetzungen erfüllt seien. Ein erstes deutsches Schiff sei bereits unterwegs in das östliche Mittelmeer, wo es "vorstationiert" werde. Der Iran blockiert nach Angriffen der USA und Israels die für Energietransporte wichtige Straße von Hormus, eine Meerenge im Persischen Golf.

18.32 Uhr: Israel – Haben keine territorialen Ambitionen in Libanon

Der israelische Außenminister Gideon Saar unterstreicht, der Militäreinsatz im Libanon sei befristet angelegt. "Israel hat keine territorialen Ambitionen im Libanon", sagte Saar bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundesaußenminister Johann Wadephul in Berlin. Einziges Ziel der militärischen Präsenz sei der Schutz der Bevölkerung Israels. Daher sei es erforderlich, die radikal-islamische Hisbollah zu zerschlagen.

Außenminister Johann Wadephul warnte Israel davor, den Konflikt mit der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz auf Kosten von Zivilisten im Libanon auszutragen. Der Libanon dürfe "nicht zu einem Kriegsschauplatz werden", forderte der CDU-Politiker. Es dürfe nicht sein, dass die junge Generation in Israels Nachbarland "in Ruinen ihrer Elternhäuser" aufwachse, so Wadephul. "Da wird auch Israels Nachbarschaft nicht sicherer."

18.30 Uhr: Trump nennt Iran-Krieg "kleines Scharmützel"

US-Präsident Donald Trump hat den Iran-Krieg als "kleines militärisches Scharmützel" bezeichnet. "Ich nenne es ein Scharmützel, weil der Iran keine Chance hat. Die hatten sie nie", sagte er am Dienstag im Weißen Haus. Zugleich forderte er die Führung in Teheran auf, klug vorzugehen.

Trump redet den Iran-Krieg bereits seit Wochen klein. Im März hatte er von einem "kurzen Ausflug" für die US-Streitkräfte gesprochen, diesen Montag sprach er von einem "Mini-Krieg". Beobachter vermuten, dass er damit der wachsenden Kriegsskepsis in der Bevölkerung entgegentreten will. 

16.51 Uhr: Irans Angriffe bedeuten laut US-Regierung nicht Waffenruhe-Bruch

Die USA stufen jüngste iranische Angriffe auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus laut Generalstabschef Dan Caine nicht als Bruch der Waffenruhe ein. Seit der Verkündung der Feuerpause Anfang April habe der Iran neun Mal auf Handelsschiffe geschossen und zwei Containerschiffe beschlagnahmt, sagte Caine am Dienstag auf einer Pressekonferenz. Zudem habe die Islamische Republik US-Streitkräfte mehr als zehn Mal angegriffen – «alles unterhalb der Schwelle zur Wiederaufnahme größerer Kampfhandlungen zum jetzigen Zeitpunkt», ergänzte Caine.

Das bedeutet, dass Teheran nach Auffassung Washingtons die fragile Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran nicht verletzt hat.

Die US-Regierung verweist auf die Waffenruhe, um zu argumentieren, dass Trump dem Kongress keinen formalen Lagebericht zum Krieg geben müsse. Hintergrund ist ein Gesetz, das den Präsidenten in der Regel verpflichtet, den Kongress innerhalb einer bestimmten Frist nach Beginn militärischer Einsätze darüber zu informieren. Ginge der Krieg also weiter, könnte das Parlament mitreden und über die Fortführung des Ende Februar begonnenen Krieges entscheiden.

16.37 Uhr: Emirate melden Angriffe aus dem Iran

Der Iran hat die Vereinigten Arabischen Emirate nach Angaben der dortigen Regierung am zweiten Tag in Folge mit Raketen und Drohnen angegriffen. Die Flugabwehr reagiere auf diese Angriffe, teilte das emiratische Verteidigungsministerium mit. "Bitte bleiben Sie an einem sicheren Ort und folgen Sie den offiziellen Kanälen für Warnungen und Neuigkeiten", hieß es in einer Mitteilung der Behörde für Katastrophenschutz. Anwohner sollten herabfallende Trümmer nicht anfassen oder fotografieren und sich ihnen auch nicht nähern.

Der Iran hatte den Golfstaat am Montag erstmals seit Beginn einer Waffenruhe vor rund vier Wochen wieder angegriffen. US-Präsident Donald Trump hatte die Feuerpause zuletzt einseitig auf unbestimmte Zeit verlängert. Die iranischen Streitkräfte bezeichneten ihren Angriff als Reaktion auf eine US-Initiative zur Öffnung der blockierten Straße von Hormus. Bei dem Angriff gerieten Ölanlagen im emiratischen Hafen von Fudschaira in Brand. Trump drohte dem Iran daraufhin erneut mit der Vernichtung.

16.13 Uhr: USA drohen Iran bei Angriffen mit "vernichtender" Antwort

Das US-Militär hat dem Iran bei weiteren Angriffen in der Straße von Hormus mit einer massiven Antwort gedroht - und zugleich betont, die Waffenruhe bestehe weiterhin. Verteidigungsminister Pete Hegseth sagte am Dienstag in Washington vor Journalisten, die USA suchten nicht den Konflikt. Wenn der Iran aber US-Streitkräfte oder weitere Handelsschiffe angreife, werde er "mit der überwältigenden und vernichtenden Feuerkraft der USA konfrontiert". 

14.21 Uhr: Gaza-Hilfsflotte – Israel verlängert Gewahrsam von Aktivisten

Fünf Tage nach der Festsetzung der Gaza-Hilfsflotte vor der griechischen Insel Kreta hat ein Gericht in Israel angeordnet, die beiden festgenommenen Aktivisten Saif Abu Keshek und Thiago Ávila noch bis Sonntag in Gewahrsam zu halten. Dies teilte eine Sprecherin der israelischen Menschenrechtsgruppe Adalah der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag mit. Abu Keshek und Ávila erschienen nach Angaben eines AFP-Reporters am Dienstag zum zweiten Mal zu einem Verhör vor einem Gericht in der südisraelischen Stadt Aschkelon.  Die beiden trugen Fußfesseln, laut der Organisation Adalah sind sie in den Hungerstreik getreten.

Die Aktivisten werfen den israelischen Behörden zudem vor, die beiden Männer in stark ausgeleuchteten Zellen in Isolationshaft zu halten. In der Zelle Ávilas herrschten zudem "extrem kalte Temperaturen". Die israelischen Behörden weisen die Vorwürfe zurück. Israelische Streitkräfte hatten die Flotte mit rund 20 Booten am vergangenen Donnerstag im Mittelmeer festgesetzt und die Àvila und Abu Keshek zur Befragung nach Israel gebracht. Die beiden Männer hatten sich zum Zeitpunkt der Festnahme auf einem Schiff unter italienischer Flagge befunden.

11.58 Uhr: Trotz Waffenruhe mindestens 380 Getötete im Libanon

Seit dem offiziellen Beginn der Feuerpause zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz am 17. April sind laut den UN mindestens 380 Menschen im Libanon getötet worden. Das teilte das Flüchtlingshilfswerk UNHCR am Dienstag in Genf mit.

Die Menschen seien mit anhaltenden israelischen Luftangriffen, Beschuss, Zerstörungen, Evakuierungsanordnungen, Rückkehrverboten für bestimmte Gebiete und Bewegungsbeschränkungen konfrontiert. Das UNHCR berichtete von neuen Vertreibungen und einem rasch wachsenden humanitären Bedarf.

Tausende Familien hätten seit der Waffenruhe versucht, in ihre Heimatregionen zurückzukehren. Die Rückkehrer seien einer düsteren Realität ausgesetzt: weitreichende Zerstörung von Wohnhäusern und Infrastruktur, fehlende Strom- und Wasserversorgung, beschädigte oder nicht funktionsfähige Gesundheitseinrichtungen und Schulen.

10.51 Uhr: Pakistan mahnt zur Einhaltung der Waffenruhe

Nach neuen Spannungen zwischen den USA und dem Iran hat der Vermittlerstaat Pakistan zur Zurückhaltung aufgerufen. Es sei "absolut essenziell, dass die Waffenruhe gewahrt und respektiert" werde, schrieb Premierminister Shehbaz Sharif auf X. Zudem verurteilte Sharif Raketen- und Drohnenangriffe auf die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Der Iran hatte am Montag Ölanlagen im Hafen von Fudschaira angegriffen.

09.51 Uhr: Plünderungen durch israelische Soldaten im Libanon

Ungeachtet einer scharfen Warnung durch den Generalstabschef hat die israelische Armee nach Medienberichten Schwierigkeiten, mutmaßliche Plünderungen durch Soldaten im Südlibanon zu stoppen. Die israelische Zeitung «Jediot Achronot» zitierte einen namentlich nicht genannten Reservisten, der berichtete, er habe mehrere Fälle von Plünderungen im Libanon erlebt.

"Wir trafen an der Grenze viele Reserveeinheiten, sie nahmen einfach alles mit – Waffen, Souvenirs, Schmuck, Decken, Bilder", berichtete der Soldat. In einem anderen Fall habe er aber erlebt, wie ein israelischer Kommandeur Soldaten daran gehindert habe, Raubgut nach Israel mitzunehmen. Auch die israelische Zeitung "Haaretz" berichtete, Soldaten hätten private Häuser und Geschäfte im Libanon geplündert, deren Einwohner oder Besitzer vor den Kämpfen geflohen seien. Bereits im Gaza-Krieg hatte es ähnliche Berichte gegeben.

09.30 Uhr: Deutsche Firmen spüren Kriegsfolgen stark in Golf-Region - USA und China weniger

Deutsche Unternehmen spüren die Folgen des Iran-Krieges vor allem bei ihren Aktivitäten im Nahen Osten. "Die Hoffnung auf eine konjunkturelle Erholung hat sich zerschlagen", sagte der Außenwirtschaftschef der Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK), Volker Treier, am Dienstag unter Verweis auf eine neue Umfrage. "Die Weltwirtschaft steckt im Krisenmodus, das bekommen die Unternehmen unmittelbar zu spüren."

Am stärksten betroffen sind demnach deutsche Unternehmen, die in der Golfregion aktiv sind, etwa in Saudi-Arabien, Kuwait, Israel, Katar oder den Vereinigten Arabischen Emiraten. Dort sei die Bewertung der aktuellen Geschäftslage deutlich eingebrochen.

Aufgrund der Abhängigkeit von Energieimporten aus dem Nahen Osten hat sich auch die Stimmung deutscher Firmen in Indien oder Sri Lanka merklich verschlechtert.

07.16 Uhr: Indien - Angriff auf die Vereinigten Arabischen Emirate inakzeptabel

Indien hat den mutmaßlich iranischen Luftangriff auf die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) vom Montag verurteilt. Dabei seien drei indische Staatsbürger verletzt worden, teilte das indische Außenministerium auf X mit und bezeichnete den Angriff als "inakzeptabel".

Indien fordere die sofortige Einstellung der Feindseligkeiten sowie ein Ende der Angriffe auf zivile Infrastruktur und unschuldige Zivilisten.Den VAE zufolge wurde bei einem iranischen Drohnenangriff eine Ölanlage in der Hafenstadt Fudschaira getroffen.

05.16 Uhr: Südkorea untersucht Schiffsbrand - Trump beschuldigt Iran

Nach einem Brand auf einem von Südkorea betriebenen Schiff in der Straße von Hormus wollen die Behörden in Seoul die Ursache untersuchen. Das südkoreanische Außenministerium teilte mit, man werde die genaue Ursache des Unglücks klären, sobald das Schiff abgeschleppt und der Schaden begutachtet worden sei.

Nach Angaben eines Sprechers der Reederei HMM war das Feuer im Maschinenraum des unter der Flagge Panamas fahrenden Frachtschiffes ausgebrochen. An Bord befanden sich 24 Besatzungsmitglieder, darunter sechs südkoreanische Staatsangehörige.

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor Iran beschuldigt, das Schiff beschossen zu haben. Er forderte Südkorea auf, sich den US-Bemühungen zur Öffnung der Meerenge anzuschließen.

03.42 Uhr: Zwei US-Handelsschiffe laut US-Militär durch Straße von Hormus eskortiert

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben damit begonnen, Handelsschiffe durch die vom Iran blockierte Straße von Hormus zu eskortieren. Zwei US-Handelsschiffe hätten die Meerenge mit Unterstützung von Zerstörern der Marine passiert, teilte das Militär mit.

Die Reederei Maersk bestätigte, dass der unter US-Flagge fahrende Frachter "Alliance Fairfax" am Montag in Begleitung des US-Militärs den Golf über die Straße von Hormus verlassen habe. Der Befehlshaber der US-Streitkräfte in der Region, Admiral Brad Cooper, erklärte, das US-Militär ermutige Schiffe und Reedereien, die Meerenge trotz iranischer Drohungen zu durchfahren.

03.20 Uhr: Iran warnt USA und Vereinigte Arabische Emirate vor Eskalation

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat die USA und die Vereinigten Arabischen Emirate vor einer weiteren Eskalation gewarnt. Am Dienstag schrieb Araghtschi auf X, beide Staaten sollten "vorsichtig sein, nicht erneut in einen Sumpf hineingezogen zu werden".

In ähnlich vagen Formulierungen zitierte das iranische Staatsfernsehen zuvor einen Militärvertreter mit den Worten, Teheran habe "keinen Plan" gehabt, die Emirate oder eines ihrer Ölfelder anzugreifen. "Der Vorfall ist das Ergebnis militärischen Abenteurertums der USA, um eine illegale Passage zu schaffen", wurde der Vertreter im Zusammenhang mit dem Angriff auf eine Ölanlage zitiert – offenbar eine Anspielung auf jüngste Bemühungen von US-Präsident Donald Trump, die strategisch wichtige Meerenge für den globalen Energiehandel wieder zu öffnen.

03.11 Uhr: Merz verurteilt Angriffe auf VAE und fordert Irans Rückkehr zu Verhandlungen

Bundeskanzler Friedrich Merz verurteilt die erneuten iranischen Angriffe auf die Vereinigten Arabischen Emirate und fordert Teheran zur Rückkehr an den Verhandlungstisch auf. "Die Vereinigten Arabischen Emirate sind abermals Ziel iranischer Drohnen- und Raketenangriffe geworden. Diese Angriffe verurteilen wir entschieden. Unsere Solidarität gilt den Menschen in den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie unseren Partnern in der Region", schreibt Merz auf X. Teheran müsse verhandeln und davon absehen, die Welt als Geisel zu nehmen: "Die Blockade der Straße von Hormus muss beendet werden. Teheran darf keine Nuklearwaffen entwickeln. Weitere Drohungen und Angriffe gegen unsere Partner dürfen nicht erfolgen."

Dienstag, 5. Mai 2026

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