Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.
06.03 Uhr: US-Militär - Rund 140 militärische Ziele im Iran angegriffen
Die US-Armee hat bei ihren neuen Attacken auf den Iran nach eigenen Angaben rund 140 militärische Ziele angegriffen. Dazu gehörten iranische Raketen- und Drohnenstellungen sowie Munitionsdepots, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom im Onlinedienst X mit. Die neuen US-Angriffe auf den Iran waren nach Centcom-Angaben erfolgt, nachdem die iranischen Revolutionsgarden ein Schiff in der Straße von Hormus angegriffen hatten. Die US-Angriffswelle soll den Angaben zufolge abgeschlossen sein.
06.01 Uhr: Iran meldet Angriff auf US-Basis und weiteres Schiff
Die iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben ein zweites Schiff in der Straße von Hormus außer Gefecht gesetzt und den strategischen US-Luftwaffenstützpunkt Al Udeid in Katar mit ballistischen Raketen angegriffen. Dabei seien das Wartungszentrum für Kampfjets sowie die Kommandozentrale zerstört worden, teilen die Revolutionsgarden am Sonntag mit.
05.17 Uhr: Besatzung verlässt brennendes Schiff vor Oman
Nach dem Brand auf einem Containerschiff vor der Küste Omans ist die Besatzung inzwischen von Bord gegangen. Die Seeleute seien in einem Rettungsboot, gab die britische Seefahrtsbehörde UKMTO bekannt. Militärbehörden hatten gemeldet, das Schiff sei neun Seemeilen östlich von Oman am Heck beschädigt worden, was zu einem Feuer geführt habe.
05.16 Uhr: Golfstaaten melden mehrere Attacken
Die Vereinigten Arabischen Emirate sind nach eigenen Angaben am frühen Morgen mit Raketen und Drohnen angegriffen worden. Die Luftabwehr sei im Einsatz, um die Geschosse abzuwehren, erklärte das Verteidigungsministerium der Emirate. Auch in Bahrain ertönte Luftalarm, wie das Innenministerium mitteilte. Die Bewohner wurden aufgerufen, ruhig zu bleiben und einen sicheren Ort aufzusuchen.
In Katars Hauptstadt Doha waren Explosionen zu hören, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Das Innenministerium von Katar teilte bei X mit, die Sicherheitslage sei ernst. Die Einwohner sollten zu Hause bleiben, nicht nach draußen gehen und sich von Fenstern und offenen Flächen fernhalten. Regierungsangaben zufolge wurden Raketen abgewehrt. Die Golfstaaten gelten als Verbündete der USA, in der Region befinden sich mehrere US-Militärstützpunkte.
02.12 Uhr: Großbritannien - Feuer auf Containerschiff vor Küste Omans
Die britische Seefahrtsbehörde UKMTO meldet einen Vorfall neun Seemeilen östlich von Oman. Ein Containerschiff sei am Heck beschädigt worden, was zu einem Feuer an Bord geführt habe, heißt es unter Berufung auf Militärbehörden.
02.02 Uhr: USA starten neue Angriffe gegen den Iran
Das US-Militär greift nach eigenen Angaben den Iran an. Die Angriffe seien eine Reaktion auf eine Attacke der iranischen Revolutionsgarden auf ein Containerschiff unter der Flagge Zyperns in der Straße von Hormus. "Ein ziviles Besatzungsmitglied wird vermisst und das Schiff kann die Fahrt wegen eines Feuers an Bord und erheblicher Schäden im Maschinenraum nicht fortsetzen", teilte das für die Region zuständige US-Regionalkommando Centcom auf X mit. Die Angriffe erfolgten auf Anweisung von US-Präsident Donald Trump, hieß es weiter. Es ist die dritte Runde von US-Angriffen auf den Iran in dieser Woche.
01.36 Uhr: Iran verkündet erneute Schließung der Straße von Hormus
In der wichtigen Meerenge Straße von Hormus ist die Situation offenbar erneut eskaliert. Die Marine der Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) hat nach eigenen Angaben Warnschüsse auf ein Schiff in der Straße von Hormus abgegeben und dieses gestoppt. Das Schiff habe die maritime Sicherheit in der Meerenge gefährdet, teilten die Revolutionsgarden über Telegram mit. Demnach hätten zuvor mehrere Schiffe versucht, eine nicht genehmigte Route zu befahren und Aufforderungen der Revolutionsgarden ignoriert, ihre Route zu korrigieren.
Infolge dieses Vorfalls werde die Straße von Hormus bis auf weiteres und bis zum Ende der US-amerikanischen Eingriffe in der Region geschlossen bleiben, hieß es in der Mitteilung weiter. Die Durchfahrt sei verboten. Sollte der "Aggressor" neue Angriffe gegen den Iran starten, hieß es an die USA gewandt, werde man mit weiteren Angriffen auf "feindliche Stützpunkte" in der Region reagieren.
Sonntag, 12. Juli 2026
23.44 Uhr: Oman präsentiert laut Medien Vorschlag für gebührenfreie Schifffahrt in der Straße von Hormus
Der Oman hat einem Medienbericht zufolge einen Vorschlag zur gebührenfreien Durchfahrt der Straße von Hormus vorgelegt. Demnach soll der Schiffsverkehr auf der südlichen Route wie vor dem Krieg frei möglich sein, berichtete der Sender CNN unter Berufung auf eine ungenannte Quelle. Der "Axios"-Reporter Barak Ravid bestätigte den Vorschlag auf der Plattform X. Auf der nördlichen Route entlang der iranischen Küste wären laut CNN Genehmigungen Teherans nötig, allerdings ebenfalls keine Gebühren fällig.
Vertreter des Irans und des Omans hatten zuvor in der omanischen Hauptstadt Maskat über eine Regelung des Schiffsverkehrs verhandelt. Auf omanischer Seite führte Außenminister Badr al-Busaidi die Gespräche, auf iranischer der Außenminister Abbas Araghtschi.
20.51 Uhr: Libanon bestätigt Teilnahme an Gesprächen mit Israel
Der Libanon wird an den für kommende Woche geplanten Gesprächen mit Israel in Rom teilnehmen. Das hat ein Vertreter des Libanon, der anonym bleiben wollte, am Samstag bestätigt – ohne nähere Angaben zu machen. Unterdessen beriet eine US-Militärdelegation in Beirut mit Vertretern der libanesischen Armee über die Umsetzung des Rückzugs israelischer Truppen aus einzelnen Gebieten im Süden des Libanon.
Die US-Militärdelegation sei eingetroffen und berate mit der libanesischen Armeeführung über "die Mechanismen für die Umsetzung der ersten Pilotzone, aus der sich die Israelis zurückziehen werden, um eine Stationierung der libanesischen Armee zu erlauben", sagte ein libanesischer Militärvertreter. Das "Hauptziel" der US-Delegation sei die "Umsetzung des Rahmenabkommens".
15.13 Uhr: Gespräch zwischen Iran, USA, Katar und Pakistan geplant
Die USA, der Iran, Katar und Pakistan wollen Insiderangaben zufolge noch heute eine gemeinsame Telefonkonferenz zur Deeskalation der Lage am Golf abhalten. Vermittler versuchen, das Gespräch zu organisieren, während sich der iranische Außenminister Abbas Araghchi im Oman aufhält, wie ein hochrangiger Insider der Nachrichtenagentur Reuters sagte. Araghchi führt in dem Golfstaat Gespräche über eine sichere Passage von Schiffen durch die Straße von Hormus. Die USA fordern eine öffentliche Zusage für einen freien und sicheren Transit durch die strategisch wichtige Meerenge.
13.24 Uhr: Iranische Staatsführung kündigt Rache für getötetes Staatsoberhaupt Chamenei an
Der oberste Führer des Iran, Ajatollah Mojtaba Chamenei, fordert Vergeltung für die Tötung seines Vaters und Vorgängers, Ajatollah Ali Chamenei. Dies sei die "Forderung der Nation" und müsse "sicherlich" geschehen, heißt es in einer schriftlichen Botschaft auf seinem Telegram-Kanal. Anlass sind die Trauerfeiern für Ajatollah Ali Chamenei, der am 28. Februar bei US-israelischen Luftangriffen getötet wurde.
Seit seiner Ernennung zum neuen obersten Führer vor mehr als vier Monaten ist Modschtaba Chamenei nicht öffentlich in Erscheinung getreten. Seither wird viel über seinen Verbleib und auch seinen Gesundheitszustand spekuliert. US-Medienberichten zufolge soll er bei dem Luftangriff, bei dem sein Vater getötet wurde, schwer verletzt worden sein.
11.48 Uhr: Iran meldet insgesamt 17 Tote nach Angriffen
Bei den jüngsten Angriffen auf den Iran sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Teheran mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen. 115 weitere seien innerhalb von zwei Tagen verletzt worden, sagte Ministeriumssprecher Hossein Kermanpur. Nach iranischen Angriffen auf Schiffe in der Straße von Hormus, hatten die USA in den Nächten zum Mittwoch und Donnerstag Ziele im Iran angegriffen. Aber auch danach wurden noch Treffer im Iran gemeldet.
Israel bekannte sich nicht dazu. Beobachter mutmaßten deshalb, es könnte sich um Attacken arabischer Golfstaaten gehandelt haben, die möglicherweise Teheran vor weiteren Angriffen auf sie abhalten wollten. Der Iran reagierte am Donnerstag auf die US-Luftangriffe mit Vergeltungsschlägen gegen Bahrain, Jordanien und Kuwait.
08.09 Uhr: Laut Medien - USA halten Atomdeal für immer unwahrscheinlicher
Die Regierung in Washington halte inzwischen einen Atomdeal mit dem Iran für immer unwahrscheinlicher, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf ranghohe US-Beamte. Sollte der Iran sich nicht an das Rahmenabkommen halten, das Teheran finanzielle Vorteile im Gegenzug für die Öffnung der Straße von Hormus einräumte, gebe es kaum Hoffnung auf den Abschluss eines weitaus komplexeren Abkommens über die Beseitigung des iranischen Nuklearmaterials und die Auferlegung langfristiger Obergrenzen für das iranische Atomprogramm, zitierte das Blatt die informierten Quellen.
Die Äußerungen gegenüber Reportern seien ein seltenes Eingeständnis, dass eines der zentralen außenpolitischen Ziele von Trump - die Eindämmung des iranischen Atomprogramms - möglicherweise nicht durch Friedensgespräche erreicht werden könne, hieß es.
05.13 Uhr: Wadephul kündigt deutsch-französische Initiative für Libanon an
Außenminister Johann Wadephul (CDU) hat eine deutsch-französische Initiative für den Libanon angekündigt. "Wir wollen mit Frankreich eine gemeinsame Politik für den Libanon formulieren, um die Chance auf einen Frieden im Nahen und Mittleren Osten zu erhöhen", sagte der CDU-Politiker dem "Tagesspiegel" (externer Link, möglicherweise Bezahlschranke) vor dem deutsch-französischen Ministerrat in der kommenden Woche. Die Abstimmung dazu soll noch vor dem Treffen mit den französischen Kollegen erfolgen. Weitere Einzelheiten nannte er nicht. Zudem sieht die Bundesregierung dem Bericht zufolge derzeit einen günstigen Zeitpunkt für Verhandlungen in dem Konflikt mit dem Iran.
04.56 Uhr: USA drängen auf Öffnung der Straße von Hormus
Die USA wollen Medienberichten zufolge das Bekenntnis des Irans zu einer freien und sicheren Schifffahrt in der Straße von Hormus im Laufe des Tages erhalten. Bis Samstag solle die iranische Führung öffentlich zusagen, dass die Meerenge offen sei und der Iran von Angriffen auf Handelsschiffe absehe, schrieben unter anderem das Portal "Axios" und das "Wall Street Journal" unter Berufung auf US-Regierungsbeamte. Die Botschaft sei dem Iran direkt und über die Vermittler überbracht worden. Welche Konsequenzen der iranischen Führung drohen, sollte sie der Forderung nicht nachkommen, blieb zunächst unklar.
04.35 Uhr: Baut Iran seine Militärforschungsanlagen wieder auf?
Satellitenbilder legen Forschern zufolge die Vermutung nahe, dass der Iran eine bekannte Militärforschungsanlage wieder aufbaut. Entsprechende Aktivitäten seien in den vergangenen Wochen etwa an dem Militärkomplex in Partschin zu sehen gewesen, wie das auf Nuklearthemen spezialisierte Institute for Science and International Security berichtet.
Den Forschern zufolge war die Anlage zu Beginn des Krieges mehrfach getroffen worden. Nachdem Satellitenbilder anfangs Aufräumarbeiten zeigten, mehrten sich demnach in den vergangenen Wochen Hinweise auf dauerhafte Reparaturen. Dazu zählen mehrere Betonmischer und andere Vorrichtungen, um die Einschlaglöcher dauerhaft zu versiegeln. Der sogenannte Taleghan-Komplex hat in der Vergangenheit immer wieder zu Spekulationen geführt. Laut der Internationalen Atomenergiebehörde wurde dort im Rahmen des iranischen Amad-Programms bis 2003 an Technologien gearbeitet, die für Atomwaffen relevant sein könnten.
00.59 Uhr: Iran bekräftigt Bereitschaft für sicheren Schiffsverkehr im Persischen Golf
Wie die Nachrichtenagentur Isna meldet, ist der Iran entschlossen, den sicheren Seeverkehr in der Straße von Hormus zu gewährleisten. In diesem Punkt soll auch die Zusammenarbeit mit dem Oman fortgesetzt werden. Nach Angaben der iranischen Regierung ist Außenminister Abbas Aragtschi in den Golfstaat gereist, um über die Sicherheit des Schiffsverkehrs in der Meerenge zu beraten.
00.55 Uhr: Teheran will USA nicht um Gespräche gebeten haben
Der Iran weist Aussagen von US-Präsident Donald Trump zurück, wonach die Regierung in Teheran um Verhandlungen mit den USA gebeten habe. Man habe keine Gespräche angestrebt, sondern lediglich dem Besuch eines katarischen Vermittlers zugestimmt, sagt der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei, dem staatlichen Fernsehen zufolge. Trump hatte zuvor erklärt, die USA hätten Gesprächen zugestimmt, nachdem der Iran darum gebeten habe. Baghaei warnt zudem, dass jeder Verstoß der USA gegen ihre Verpflichtungen mit Gegenmaßnahmen beantwortet werde.
Samstag, 11. Juli 2026
23.27 Uhr: Kreise - USA fordern klare Stellungnahme Irans zu Straße von Hormus
Die USA fordern nach Informationen der Nachrichtenagentur AP vom Iran eine öffentliche Erklärung, dass die Straße von Hormus geöffnet ist und dass Schiffe, die die wichtige Meerenge durchqueren, nicht mehr angegriffen werden. Wie hochrangige US-Regierungsvertreter am Freitag der AP sagten, machten interne Machtkämpfe in Teheran es schwierig, eine Einigung zu erzielen und aufrechtzuerhalten.
Die Gespräche zwischen den beiden Ländern seien in den vergangenen Tagen jedoch produktiv verlaufen. Die USA behielten sich dabei militärische Optionen vor, falls es zu keiner Einigung komme.
19.25 Uhr: Trump droht Iran im Fall eines Anschlags
US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit massiven Bombardements gedroht, falls ein Attentat auf ihn verübt wird (externer Link). "Ich habe Anweisungen hinterlassen – sollte irgendetwas passieren, sollen sie buchstäblich in einem Ausmaß bombardiert werden, wie sie es noch nie zuvor erlebt haben", zitierte ihn das Boulevardblatt "New York Post" unter Berufung auf ein Gespräch mit dem Republikaner am Freitag. Trump nannte dabei keinen Namen, die "New York Post" setzte seine Aussagen in den Kontext mit dem Iran.
16.49 Uhr: USA stimmen laut Trump neuen Iran-Gesprächen zu
Nach Angaben von US-Präsident Donald Trump sollen die Verhandlungen mit dem Iran ungeachtet der jüngsten gegenseitigen Angriffe fortgesetzt werden. Die USA hätten der Bitte des Iran um neue Gesprächen zugestimmt, schrieb Trump heute in seinem Onlinedienst Truth Social.
Trump schrieb dazu konkret: Teheran habe um eine Fortführung von Gesprächen gebeten. Das Wort Gespräche setzte Trump in Anführungszeichen. Er schrieb weiter, dass man dem zugestimmt habe. Die Waffenruhe sei aber "beendet", fügte Trump in Großbuchstaben hinzu. Dies sei dem Iran unmissverständlich mitgeteilt worden.
15.22 Uhr: Iran droht Israel mit Luftangriffen als Vergeltung
Der Iran hat mit neuen Luftangriffen auf Israel gedroht – für den Fall, dass iranische Infrastrukturanlagen erneut unter Beschuss kommen sollten. Für jeden Angriff auf die Infrastruktur werde es "Vergeltung geben", warnte der Chef des Nationalen Sicherheitsrats, Mohammad Bagher Solghadr, am heutigen Freitag in einer vom Staatsfernsehen verbreiteten Erklärung. Dabei werde auch "das für diese Gräuel verantwortliche, kriminelle zionistische Regime" nicht verschont werden, fügte Solghadr mit Verweis auf Israel hinzu.
Teheran warf Washington nach den jüngsten US-Angriffen vor, nicht nur militärische Ziele, sondern auch zivile Infrastruktur attackiert zu haben. 17 Menschen seien bei den Angriffen getötet worden, teilten die iranischen Behörden mit.
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz sagte gestern, Israel sei bereit, seine Militäreinsätze gegen den Iran bei Bedarf wieder aufzunehmen – und zwar mit "noch größerer Härte".
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14.39 Uhr: Vermittler aus Katar zu Gesprächen im Iran
Unterhändler Katars halten sich Insidern zufolge zu Gesprächen im Iran auf, um in dem Konflikt mit den USA zu vermitteln und die Voraussetzungen für neue Verhandlungen zu schaffen. Die Gespräche würden in Abstimmung mit den USA geführt, sagte eine mit der Situation vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters.
Dabei solle es unter anderem um die Umsetzung des Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran gehen. Zudem solle über die Gründe für die jüngste Eskalation zwischen beiden Seiten gesprochen werden, wie etwa über den Streit über die Schifffahrt in der Straße von Hormus. Katar und Pakistan vermitteln seit Monaten in dem Konflikt und waren auch an der Verständigung auf das Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges beteiligt.
13.40 Uhr: "Spiegel" - Bundeswehr schließt deutsches Feldlager in Erbil
Die Bundeswehr zieht nach einem "Spiegel"-Bericht bis Ende September aus der nordirakischen Stadt Erbil ab und schließt das deutsche Feldlager, das am Rande des Flughafens liegt. Das Verteidigungsministerium habe den Bundestag am Freitagmorgen über die Entscheidung informiert, berichtete das Magazin. Eine Sprecherin des Bundesverteidigungsministeriums bestätigte in Berlin, dass dazu eine Unterrichtung stattgefunden habe. Es sei jedoch "kein überstürzter Abzug" vorgesehen. Auch sei nicht geplant, die deutschen Soldatinnen und Soldaten "sofort zurückzubringen".
Die Unterstützung der kurdischen Peschmerga-Kämpfer in der Region solle aufrecht erhalten werden, sagte die Sprecherin. "Wir verringern lediglich unseren Fußabdruck". Eine Übergabe von Verantwortung oder "Planungen, wie eigene Truppen wieder zurück verlegt werden", sei noch Gegenstand von Beratungen und werde mit den Partnern vor Ort besprochen. Nach Informationen des "Spiegel" soll der Abzug nötig sein, da sich die USA aus dem multinationalen Camp in Erbil zurückziehen und dann keinen Schutz mehr für das deutsche Feldlager stellen, etwa durch die US-Flugabwehrsysteme.
13.31 Uhr: Berichte - Schifffahrt durch Straße von Hormus wieder zurückgegangen
Mit der jüngsten militärischen Eskalation zwischen den USA und dem Iran sind die Schiffsdurchfahrten in der Straße von Hormus Berichten zufolge wieder zurückgegangen. Lediglich 22 Schiffe haben die Meerenge am Donnerstag passiert, wie Daten des Anbieters Kpler zu entnehmen ist, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Am Mittwoch hatten die Transite demnach noch bei 30 gelegen.
Am Donnerstag vor einer Woche - vor Ausbruch der neuerlichen Kämpfe - lag der Zähler noch bei 48 Passagen. Die Durchfahrten sind somit auf einem Abwärtstrend seit ihrem Höchststand Mitte Juni. Die Unterzeichnung des Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran sah damals ein Ende der Kampfhandlungen vor. Auch der Datenanbieter Windward schrieb in einer am Donnerstag veröffentlichten Analyse auf X, der Schiffsverkehr aus dem Persischen Golf hinaus, sei "faktisch zum Erliegen" gekommen.
13.18 Uhr: Kreise - Weiter Bemühungen um Verhandlungen zwischen Iran und USA
Trotz der kürzlichen US-Angriffe gegen den Iran arbeitet Teheran laut pakistanischen Sicherheitskreisen an einer diplomatischen Lösung des Konflikts mit Washington. Die iranische Seite habe Pakistan gebeten, den USA Verhandlungswillen zu signalisieren, hieß es in Islamabad.
Es sei auf verschiedenen Kanälen zwischen den Nachbarländern gesprochen worden. Unter anderem soll ein Gespräch zwischen dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi und Pakistans Armeechef Asim Munir bis spät in die Nacht gedauert haben, hieß es weiter. Die iranische Seite habe auch von Unsicherheit darüber gesprochen, wie sich Hardliner im Land künftig verhalten werden. Zuletzt hatte auch die US-Seite Bereitschaft für weitere Gespräche signalisiert. "Die Vereinigten Staaten setzen sich weiterhin für eine Lösung ein, und die technischen Gespräche laufen weiter", sagte ein Regierungsbeamter der DPA.
10.12 Uhr: Seeleute verklagen nach Angriff in Straße von Hormus Reederei
Drei frühere Besatzungsmitglieder eines thailändischen Frachtschiffs haben nach einem tödlichen Angriff in der Straße von Hormus Klage gegen die Betreibergesellschaft des Schiffs eingereicht. Die Männer werfen der Reederei Precious Shipping Verstöße gegen Arbeitsrechte und unfaire Entlassung vor. In der am Freitag in Bangkok eingereichten Klage werden auch zwei mit der Reederei verbundene Unternehmen und der Kapitän des Schiffs als Beschuldigte aufgeführt.
Die "Mayuree Naree" war am 11. März nördlich vom Oman von einem Geschoss getroffen worden. Drei Menschen kamen ums Leben. Die verbliebenen 20 Besatzungsmitglieder wurden gerettet und kehrten nach Thailand zurück. Die drei Kläger werfen den Beschuldigten vor, das Leben der Besatzung gefährdet zu haben, indem sie das Schiff trotz der mit dem Iran-Krieg verbundenen Sicherheitsrisiken durch die Straße von Hormus fahren ließen. Zudem seien sie vor Ablauf ihrer Arbeitsverträge entlassen worden, nachdem das Schiff durch den Angriff betriebsunfähig geworden sei.
06.14 Uhr: US-Medien - Israel informiert Trump über "konkreten" iranischen Mordplan
Der israelische Geheimdienst hat laut US-Medienberichten Washington über einen neuen "konkreten" Plan des Irans zur Ermordung von US-Präsident Donald Trump informiert. Die US-Regierung habe zwar schon länger fortlaufende Geheimdiensthinweise auf mögliche Attentatspläne gegen Trump bekommen, berichtete der Fernsehsender CNN, "doch die Warnung aus Israel war neu und bezog sich auf ein konkretes Komplott."
Die Warnung aus Israel sei in dieser Woche eingegangen, berichtete CNN. Der Sender berief sich auf nicht namentlich genannte Quellen, die mit dem Vorgang vertraut seien. Auch das "Wall Street Journal" berichtete von aus Israel an Washington übermittelten Geheimdienstinformationen. Diese hätten ein "neues" Komplott Teherans gegen Trump beschrieben. Trump selbst hatte am Rande des Nato-Gipfels gesagt, der Iran trachte ihm nach dem Leben. "Ich bin Nummer eins auf der Todesliste", sagte er.
03.08 Uhr: US-Regierung - Technische Gespräche mit Iran laufen weiter
Trotz der Angriffe gegen den Iran arbeiten Washington und Teheran laut der US-Regierung weiter an einer diplomatischen Lösung des Konflikts. "Die Vereinigten Staaten setzen sich weiterhin für eine Lösung ein, und die technischen Gespräche laufen weiter", sagte ein Regierungsbeamter der Deutschen Presse-Agentur. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass das Verhalten der iranischen Führung einen Verstoß gegen das Rahmenabkommen "inakzeptablen Ausmaßes" darstelle.
In den vergangenen Tagen hatte das US-Militär mehrere Angriffswellen gegen Ziele im Iran gestartet. Die US-Regierung begründete das mit dem Beschuss von Handelsschiffen, den die USA Teheran zuschreiben. In der Folge meldeten Verbündete der USA am Persischen Golf wie Kuwait und Bahrain feindlichen Beschuss. US-Präsident Donald Trump hatte dem Iran zuletzt mehrfach gedroht und den Sinn weiterer Gespräche öffentlich in Zweifel gezogen.
02.23 Uhr: Trump und Netanjahu beraten per Telefon über Iran-Krieg
US-Präsident Donald Trump und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu haben über den Iran-Krieg beraten. Bei dem Telefonat habe Trump "über das Vorgehen der USA in der Golfregion" informiert, teilte Netanjahus Büro auf X mit. Ein US-Vertreter bestätigte das Telefonat, nannte jedoch keine weiteren Einzelheiten.
01.25 Uhr: Irans oberster Führer Chamenei beigesetzt
Nach einer Woche landesweiter Trauerfeiern ist das getötete geistliche Oberhaupt des Iran, Ajatollah Ali Chamenei, in seiner Heimatstadt Maschhad beigesetzt worden. Wie die iranische Nachrichtenagentur IRNA am frühen Freitagmorgen berichtete, fand die Beisetzung am Schrein des Imam Reza statt. Die Beisetzung ist der Höhepunkt einer Woche voller Trauerveranstaltungen sowohl im Iran als auch im Irak, zu deren Teilnahme die geistlichen Führer der Islamischen Republik Tausende von Menschen aufgerufen hatten.
Chamenei und vier weitere Familienmitglieder waren am ersten Tag des Krieges, dem 28. Februar, bei einem US-Luftangriff ums Leben gekommen. Die Beisetzung markiert das Ende der 37-jährigen Herrschaft Ali Chameneis. Sein Sohn und Nachfolger Modschtaba Chamenei trat bei der Beisetzung nicht öffentlich in Erscheinung. Er war Anfang März zum neuen obersten Führer ernannt worden, wurde jedoch seit Beginn des Krieges nicht mehr gesehen. Insidern zufolge erlitt er bei dem Angriff, der seinen Vater tötete, schwere Verletzungen.
Freitag, 10. Juli 2026
22.42 Uhr: US-Regierungskreise - Abkommen zwischen Israel und Libanon kommt voran
Bei den Verhandlungen über ein von den USA vermitteltes Rahmenabkommen zwischen Israel und dem Libanon gibt es nach Angaben aus US-Regierungskreisen Fortschritte. Demnächst gehe man zu technischen Gesprächen in Rom über, hieß es. Beide Seiten hätten sich auf sogenannte Pilot-Zonen geeinigt, die in den kommenden Tagen eingeführt würden.
19.31 Uhr: Verteidigungsminister Katz - Israel könnte den Iran ein drittes Mal angreifen
Israel ist nach den Worten seines Verteidigungsministers Israel Katz bereit, seine Militäreinsätze gegen den Iran bei Bedarf wieder aufzunehmen - und zwar mit "noch größerer Härte" als zuvor. "Die Armee ist bereit und in Alarmbereitschaft für eine Wiederaufnahme der Kämpfe, um die Luftüberlegenheit zurückzugewinnen und erneut zuzuschlagen", sagte Katz bei einer Militärzeremonie. Um die Bedrohungen zu beseitigen, werde Israel "wenn nötig auch ein drittes Mal" zuschlagen.
19.29 Uhr: Neue Angriffe - Schiffsverkehr in der Straße von Hormus bricht ein
Nach der jüngsten Eskalation im Iran-Krieg ist der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus stark zurückgegangen. Am Donnerstag durchquerten bis um 16.30 Uhr (MESZ) nur sechs Frachtschiffe die strategisch wichtige Meerenge im Persischen Golf, wie aus Daten des Dienstleisters Kpler hervorgeht. Am Mittwoch waren es demnach 21 Schiffe gewesen. Auslöser für das erneute Aufflammen des Konflikts waren Angriffe auf Schiffe nahe der Straße von Hormus, die Washington Teheran zuschreibt. Die USA griffen daraufhin nach Militärangaben mehr als 80 iranische Ziele nahe der Meerenge an. Der Iran reagierte nach eigenen Angaben mit dutzenden Angriffen auf US-Stützpunkte in Kuwait und Bahrain.
14.48 Uhr: Abbas - Ende November Wahl in Palästinensergebieten
Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat den 28. November als Datum für die Parlamentswahl in den Palästinensergebieten festgelegt. In einem von der palästinensischen Nachrichtenagentur Wafa zitierten Erlass wird "das palästinensische Volk in Jerusalem, dem Westjordanland und im Gazastreifen" aufgerufen, "in freien und direkten Parlamentswahlen" die Mitglieder des Palästinensischen Legislativrates zu bestimmen. Sollte die Wahl tatsächlich stattfinden, wäre sie die erste in zwei Jahrzehnten. Abbas hatte im Juni die Wahl gemeinsam mit einer Präsidentschaftswahl angekündigt.
Die letzten Wahlen zum Legislativrat hatte es im Jahr 2006 gegeben. Damals errang die radikalislamische Hamas die Mehrheit. Seit 2007 ist das Parlament nicht mehr zusammengekommen, eine für 2021 angesetzte Parlaments- und Präsidentschaftswahl wurde abgesagt, weil es keine Garantien für den Urnengang im von Israel besetzten Ostjerusalem gab.
Abbas war im Mai an der Spitze der säkular-nationalistischen Fatah-Bewegung bestätigt worden. Er ist seit mehr als zwei Jahrzehnten der starke Mann in der Fatah, der palästinensischen Autonomiebehörde und der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO). Die Autonomiebehörde hat ihren Sitz in Ramallah im Westjordanland. Der Gazastreifen wird seit 20 Jahren von der mit der Fatah rivalisierenden Hamas kontrolliert. Am Montag hatte die Hamas nach eigenen Angaben ihre Regierung aufgelöst und damit den Weg für ein mit Fachleuten besetztes Gremium zur Verwaltung des Palästinensergebiets freigemacht.
13.45 Uhr: Iran greift Jordanien an
In Jordanien wurde nach der Ortung iranischer Raketen im Luftraum des Landes Luftalarm ausgelöst, wie die staatliche Nachrichtenagentur unter Berufung auf die Regierung meldete. Die jordanischen Streitkräfte schossen nach eigenen Angaben acht Raketen ab. Durch die Abfangmaßnahmen seien Trümmerteile niedergegangen. Nach Angaben der Streitkräfte wurde niemand verletzt. Auch seien keine Sachschäden entstanden. Die Raketen seien aus dem Iran abgefeuert worden.
Die US-Botschaft in der jordanischen Hauptstadt Amman rief US-Staatsbürger wegen Berichten über Raketen, Drohnen oder Flugkörper dazu auf, sich umgehend in geschützte Bereiche zu begeben, in Gebäuden zu bleiben und lokale Warnmeldungen sowie behördliche Anweisungen zu verfolgen. Die Warnung gelte landesweit.
12.58 Uhr: Iran - US-Geschoss nahe Atomkraftwerk Buschehr eingeschlagen
Bei den jüngsten amerikanischen Luftangriffen auf den Iran ist nach Angaben des stellvertretenden Gouverneurs der Provinz Buschehr ein Projektil im Gebiet um das dortige iranische Atomkraftwerk eingeschlagen. Mehrere Orte in der Provinz, darunter das Umfeld der Atomanlage, seien von US-Angriffen getroffen worden, sagt der Politiker staatlichen Medien.
11.55 Uhr: Iran - Wichtige Eisenbahnbrücke bei US-Angriffen getroffen
Bei den jüngsten US-Luftangriffen ist nach Angaben aus dem Iran eine strategisch wichtige Eisenbahnbrücke im Norden des Landes getroffen worden. Dabei handele es sich um die Ak-Takeh-Chan-Brücke in der Provinz Golestan, meldete die Nachrichtenagentur Fars. Die Schienenstrecke ist für den Iran eine wichtige Verbindung im Handel mit China und Russland. Die Route führt über Turkmenistan und Kasachstan nach China. Sie hatte nach der Blockade iranischer Golfhäfen durch die USA an Bedeutung gewonnen. Zudem nutzt Russland die Strecke seit Ende 2025 für Frachtlieferungen in den Iran. Die Brücke soll Fars zufolge rasch repariert werden.
11.12 Uhr: Erneut Luftalarm in Bahrain
Der Golfstaat Bahrain ist offenbar erneut unter Beschuss geraten. In dem Land ertönten am Vormittag wieder die Warnsirenen, wie das Innenministerium mitteilte. Die Bewohner wurden aufgerufen, ruhig zu bleiben und einen sicheren Ort aufzusuchen.
Irans Revolutionsgarden hatten nach eigenen Angaben bereits in der Nacht erneut US-Stützpunkte in Bahrain wie auch im Golfstaat Kuwait angegriffen als Reaktion auf neue Angriffe der USA im Iran. Bahrains Streitkräfte teilten dazu mit, die Flugabwehr habe mehrere iranische Angriffe mit Drohnen und Raketen abgewehrt.
11.10 Uhr: Sarg Chameneis zu Begräbnis in Maschhad eingetroffen
Der Sarg des getöteten obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Chamenei ist am Donnerstag in Maschhad eingetroffen, wo er im Laufe des Tages beigesetzt werden soll. Ein Flugzeug habe den Sarg in die nordostiranische Stadt gebracht, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Die Beisetzung soll im Mausoleum des Imams Resa stattfinden, dem wichtigsten schiitischen Heiligtum im Iran.
Maschhad ist die Heimatstadt Chameneis. Nach Angaben iranischer Medien wurden dort Millionen Menschen erwartet. Der Ankunft des Sargs waren sechstägige Trauerfeierlichkeiten im Iran und im Irak vorausgegangen.
11.06 Uhr: Nouripour - Im Iran ist "alles schlimmer geworden"
Der im Iran geborene Grünen Politiker Omid Nouripour, hat im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk erklärt, mit der jüngsten Verhaftungswelle und Hinrichtungswelle sei im Iran "alles schlimmer geworden". Es gebe eine Abkehr von der Herrschaft der Mullahs hin zu einer reinen Militärdiktatur: "Man sieht jetzt ja auch, wer das Sagen hat, das sind die Revolutionsgardisten. Das ist immer schon das Rückgrat gewesen der Repression im Land und der Aggression in der Region. Und die haben jetzt eindeutig das Sagen.".
Die Menschen im Iran hätten das Gefühl in einer Sackgasse zu stecken: "Auf der einen Seite ist das Regime, auf der anderen Seite die amerikanischen Bomben von denen man ja zunehmend nicht versteht, was eigentlich der Plan ist und was die Zielsatzung ist", erklärte Nouripour. Er kritisierte US-Präsident Trump scharf: "Jetzt in der Türkei auf dem Nato-Gipfel sprach er davon, dass er ja immer nur ein einziges Ziel hatte, nämlich dass der Iran keine Bombe bekommt. Genau mit diesem Ziel ist ja auch damals das Atomabkommen zustande gekommen, was wiederum derselbe Trump aufgekündigt hat. Also es ist nicht so, dass man jetzt der Logik folgen kann, was die amerikanische Regierung in diesen Tagen tut."
10.55 Uhr: Iran verurteilt US-Angriffe: Werden nationale Interessen schützen
Der Iran hat die jüngsten US-Angriffe scharf verurteilt. Die Islamische Republik werde nicht zulassen, dass Vertragsbrüche, Schikanen und Niedertracht der USA den nationalen Interessen schadeten, teilte das Außenministerium in Teheran mit. Konkret nannte das Ministerium Angriffe auf südliche Küstenprovinzen und zwei Brücken im Osten des Landes.
Die USA hatten am Mittwochabend neue Angriffe auf den Iran gestartet. Sie hätten darauf abgezielt, die Fähigkeiten des Iran zur Bedrohung der Schifffahrt in der Straße von Hormus zu schwächen, erklärte das US-Militär. Die USA zögen den Iran damit für die ungerechtfertigten Aggressionen gegen die Handelsschifffahrt in der Meerenge zur Rechenschaft.
10.32 Uhr: Iran bestellt britischen Botschafter ein
Der Iran hat den britischen Botschafter in Teheran einbestellt, um gegen Vorwürfe einer iranischen Verwicklung in Sicherheitsvorfälle in Großbritannien zu protestieren. Das Außenministerium habe die britischen Anschuldigungen als haltlos zurückgewiesen, berichteten staatliche Medien. Demnach wirft der Iran der Regierung in London eine Ablenkungstaktik vor und forderte sie auf, keine "Terrornetzwerke" mehr zu beherbergen, die sich gegen den Iran richteten.
Großbritannien hatte am Dienstag den iranischen Geschäftsträger in London einbestellt. Auslöser war die Verurteilung von zwei rumänischen Staatsbürgern wegen eines Messerangriffs auf einen britisch-iranischen Journalisten im Jahr 2024. Die britische Regierung erklärte, die Tat sei im Auftrag des iranischen Staates verübt worden. Die Führung in Teheran wies das zurück.
10.09 Uhr: Trauerfeiern für Chamenei im Irak beendet
Auch in der für Schiiten heiligen Stadt Kerbala im Irak haben Anhänger Abschied von Irans getötetem oberstem Führer Ajatollah Ali Chamenei genommen. Zehntausende nahmen dort am Mittwochabend an einem Trauerzug teil, wie auf Fotos zu sehen war. Viele schwenkten iranische und irakische Flaggen. Örtlichen Berichten zufolge nahmen rund eine Million Menschen teil.
Mit der Zeremonie in Kerbala endeten die Trauerfeiern im Irak für Chameni, dessen Bestattung heute in seiner Heimatstadt Maschhad im Iran geplant ist. Örtlichen Berichten zufolge wurde der Leichnam zum Flughafen von Nadschaf gebracht, um diesen zurück in den Iran zu überführen.
09.46 Uhr: Israel - Truppen bleiben vorerst im Südlibanon
Israels Verteidigungsminister Israel Katz hat einen Rückzug aus dem Südlibanon von einer vollständigen Entwaffnung der libanesischen Hisbollah-Miliz abhängig gemacht. Israel werde in einer selbst definierten "Sicherheitszone" im Libanon verbleiben und von dort aus so lange wie nötig operieren, bis die Hisbollah im gesamten Libanon entwaffnet und die Bedrohung für die Bewohner Nordisraels beseitigt sei, erklärte Katz nach Angaben eines Sprechers.
Katz zufolge ist das von Israel kontrollierte Gebiet "frei von Bewohnern sowie von terroristischer Infrastruktur unter und über der Erde". Ziel sei es, die Menschen in Nordisrael vor der Gefahr von Überfällen, Panzerabwehrfeuer und direkten Bedrohungen zu schützen.
09.18 Uhr: Frankreichs Außenminister Barrot gibt dem Iran die Schuld an US-Angriffen
Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot hat der iranischen Führung die Schuld an den neuen Angriffen der US-Armee auf den Iran gegeben. "Es war der Iran, der durch das Angreifen von Schiffen in omanischen Gewässern seine eigenen Verpflichtungen ebenso wie das Völkerrecht verletzt hat", sagte Barrot dem französischen Sender TF1. Der Iran habe "die Vereinbarung verletzt, die im vergangenen Monat mit den USA getroffen wurde".
Barrot rief beide Seiten zur Deeskalation auf. "Diese Art von Vorgehen muss unbedingt aufhören, damit diese wichtigen Verhandlungen unter bestmöglichen Bedingungen fortgesetzt werden können", erklärte er.
08.39 Uhr: Regierung - 14 Tote bei US-Angriffen im Iran
Bei den jüngsten US-Angriffen im Iran sind Regierungsangaben zufolge mindestens 14 Menschen getötet worden. 78 weitere Menschen seien bei den Luftangriffen der vergangenen zwei Tage verletzt worden, teilte der Pressedienst der Regierung mit. Demnach werden noch 47 Verletzte in Krankenhäusern behandelt.
08.14 Uhr: Irans Parlamentspräsident warnt USA vor weiteren Angriffen
Der iranische Parlamentspräsident hat die USA vor weiteren Angriffen gewarnt. Mohammed Bagher Ghalibaf, der in den Verhandlungen mit den USA bislang eine Schlüsselrolle einnahm, erklärte auf der Plattform X, die Vereinigten Staaten hätten immer noch nicht verstanden, dass Einschüchterung und Wortbrüche nicht mehr folgenlos blieben. Wer angreife, müsse mit einem Gegenschlag rechnen.
In der Nacht hatten die USA erneut Dutzende Ziele im Iran unter Beschuss genommen. Teheran reagierte mit Angriffen auf Bahrain, Kuwait und Katar. Ursprung der jüngsten Eskalation in der Golfregion waren iranische Angriffe auf drei Handelsschiffe in der Straße von Hormus am Dienstag, die in der Meerenge nicht die von Teheran ausgewiesene Route nutzten. Der Iran vertritt die Auffassung, dass die im Juni mit den USA getroffene Rahmenvereinbarung für ein Kriegsende dem Land das Recht einräumt, den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus zu regeln.
08.01 Uhr: US-Angriffe unterbrechen Bahnstrecke zu Begräbnisort Chameneis
Das iranische Staatsfernsehen berichtet, der Zugverkehr zwischen Teheran und Maschhad im Nordosten des Landes sei nach US-Angriffen eingestellt worden. Die iranische Eisenbahn sprach demnach von einem "kriminellen Angriff des US-israelischen Feindes" auf die Strecke. Reparaturteams seien entsandt worden, für festsitzende Reisende werde ein Weitertransport auf der Straße organisiert.
In Maschhad soll am Donnerstag der getötete oberste Führer des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, beigesetzt werden. Chamenei war in Maschhad geboren, mit dem Imam-Resa-Schrein befindet sich dort eines der wichtigsten schiitischen Heiligtümer des Landes. In den vergangenen Tagen hatten in Teheran, Ghom sowie in den irakischen Städten Nadschaf und Kerbela Trauerfeierlichkeiten für Chamenei stattgefunden.
07.26 Uhr: Iranische Medien melden mehrere Tote bei US-Luftangriffen
Iranische Staatsmedien berichten, dass es bei den jüngsten US-Luftangriffen Detonationen in der Hafenstadt Bandar Abbas an der Straße von Hormus sowie in den südlichen Küstenstädten Tschahbahar, Konarak und Sirik gegeben habe. Auch in der Hafenstadt Buschehr sollen Explosionen zu hören gewesen sein, wo die gleichnamige Atomanlage beheimatet ist. In der südwestiranischen Provinz Chusistan wurden nach Angaben staatlicher Medien mindestens drei Menschen getötet. In Iranschahr erklärten die Behörden, bei einem Angriff auf einen Flughafen sei ein Feuerwehrmann ums Leben gekommen.
Die USA erklärten, die Angriffe sollten die Fähigkeiten der Islamischen Republik schwächen, die freie Schifffahrt durch die Straße von Hormus zu behindern. US-Präsident Trump hatte in den sozialen Medien Videos geteilt, die seinen Angaben zufolge mehrere Explosionen im Iran zeigen. Die Angriffe seien eine Vergeltungsmaßnahme für den Beschuss mehrerer Tanker durch den Iran, erklärte Trump und richtete eine Warnung an Teheran: "Wenn so etwas noch einmal passiert, wird es noch viel schlimmer werden!"
06.43 Uhr: Kuwait und Bahrain bestätigen iranische Luftangriffe
Kuwait ist laut örtlichen Armeeangaben in der zweiten Nacht in Folge unter Beschuss geraten. Die Luftabwehr wehre feindliche Raketen- und Drohnenangriffe ab, teilte die Armee des mit den USA verbündeten Landes auf der Plattform X mit. Möglicherweise zu hörende Explosionen seien "Folge der Abwehr feindlicher Angriffe durch Luftverteidigungssysteme".
Auch in Bahrain heulten wie in der Nacht zuvor wieder die Sirenen. Die Bevölkerung solle sich in Sicherheit bringen und ruhig verhalten, teilte das Innenministerium des Inselstaats im Persischen Golf mit.
05.29 Uhr: USA erklären Angriffe auf den Iran für beendet
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben seine jüngste Angriffswelle gegen den Iran abgeschlossen. Dabei seien rund 90 Ziele attackiert worden, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) mit. Zudem veröffentlichte das Kommando Schwarz-Weiß-Aufnahmen, die nach Darstellung des Militärs Angriffe auf eine Start- und Landebahn sowie auf Raketenabschussanlagen zeigen. "Die US-Streitkräfte bleiben wachsam, schlagkräftig und bereit, auf Anweisung des Oberbefehlshabers Einsätze auszuführen", erklärte das Regionalkommando.
04.59 Uhr: Iran meldet Angriffe auf US-Stützpunkte in Bahrain und Kuwait
Nach den jüngsten US-Angriffen auf den Iran haben die iranischen Revolutionsgarden nach eigenen Angaben US-Stützpunkte in Bahrain und Kuwait mit Raketen und Drohnen angegriffen. Ziel seien "wichtige Infrastruktur und Einrichtungen" der US-Armee gewesen, hieß es in einer vom staatlichen iranischen Fernsehen verbreiteten Erklärung, etwa ein Patriot-Raketenabwehrsystem in Kuwait, ein Frühwarnsystem in Katar und Treibstofftanks in Bahrain. Diese habe man mit "einer großen Zahl von Kamikaze-Drohnen verschiedener Typen" ins Visier genommen.
Die Revolutionsgarden kündigten an, ihre Angriffe auf weitere US-Stützpunkte in der Region auszuweiten, sollte es zu weiteren US-Attacken kommen.
04.06 Uhr: Getöteter iranischer Machthaber Chamenei wird in seiner Heimatstadt beigesetzt
Mehr als vier Monate nach seiner Tötung zu Beginn des Iran-Kriegs wird der langjährige oberste Führer des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, am Donnerstag in seiner Heimatstadt Maschhad im Nordosten des Landes beigesetzt. Die Beerdigung findet nahe des Imam-Resa-Schreins statt, einem schiitischen Heiligtum, das jedes Jahr von Millionen Gläubigen besucht wird.
Donnerstag, 9. Juli 2026
22.30 Uhr: USA fliegen neue Angriffe auf den Iran
Das US-Militär hat nach Angaben des zuständigen Regionalkommandos Centcom neue Angriffe auf den Iran geflogen. Die Einsätze zielen Centcom zufolge darauf ab, die Fähigkeiten des Iran zur Bedrohung der Schifffahrt in der Straße von Hormus zu schwächen, teilte das Kommando auf der Plattform X mit. Die USA zögen den Iran für die jüngsten ungerechtfertigten Aggressionen gegen die Handelsschifffahrt und zivile Besatzungen in einer wichtigen internationalen Wasserstraße zur Rechenschaft.
21.53 Uhr: Trump meidet auf Rückflug vom Nato-Gipfel Air Force One aus Katar
US-Präsident Donald Trump hat bei seinem Rückflug vom Nato-Gipfel in der Türkei überraschend auf den neuen Luxusflieger aus Katar verzichtet, mit dem er angereist war. Stattdessen hob Trump mit einer Ausweichmaschine seiner alten Air-Force-One-Flotte aus Ankara ab, wie Journalisten an Bord mitteilten. Dies nährte Spekulationen, der katarische Flieger habe Sicherheitsmängel und könne zum Ziel eines iranischen Angriffs werden. Trump sagte am Rande des Nato-Gipfels, der Iran trachte ihm nach dem Leben. "Ich bin Nummer eins auf der Todesliste", sagte er zu Journalisten, die ihn fragten, ob er wegen der Drohungen auf den neuen Präsidentenflieger verzichte.
21.21 Uhr: Trump kündigt neue Angriffe auf Iran an und erwartet zugleich schnelles Ende
Drei Wochen nach Abschluss eines Abkommens mit dem Iran für eine Friedenslösung hat US-Präsident Donald Trump ein Ende der Waffenruhe und neue Angriffe in der Nacht verkündet - kurz darauf jedoch ein schnelles Ende der jüngsten Kämpfe in Aussicht gestellt. "Ich glaube, das wird sehr schnell gehen", sagte Trump beim Nato-Gipfel in Ankara. "Ich glaube nicht, dass es wieder losgehen wird", betonte er mit Blick auf den Ende Februar begonnenen Iran-Krieg. Das Vermittlerland Pakistan und die UNO riefen zur Deeskalation auf.
20.05 Uhr: Kreise - Libanon stellt Bedingungen für Teilnahme an Gesprächen mit Israel in Rom
Der Libanon stellt nach Angaben aus Diplomatenkreisen Bedingungen für seine Teilnahme an einer neuen Runde von Friedensgesprächen mit Israel. Der Libanon fordere Israels Rückzug aus "zwei Pilot-Zonen" im Süden des Landes als Voraussetzung für seine Teilnahme an den Gesprächen am Mittwoch und Donnerstag kommender Woche in Rom, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus libanesischen Diplomatenkreisen.
17.28 Uhr: Trump setzt auf israelischen Truppenabzug aus dem Südlibanon
Er habe den Eindruck, dass Israel diesen Schritt gehen wolle, sagt der US-Präsident Donald Trump vor Reportern auf einem Nato-Gipfel in Ankara. Eine Stellungnahme der Regierung in Jerusalem liegt zunächst nicht vor. Israel hat entlang der Grenze eine Sicherheitszone eingerichtet, die israelischen Angaben zufolge etwa zehn Kilometer in den Südlibanon reicht. Diese sei nötig, um nordisraelische Gemeinden vor Angriffen der Hisbollah-Miliz zu schützen. Trotz einer Feuerpause sind israelische Truppen weiterhin in Teilen der Zone stationiert. Der Libanon sieht in der israelischen Präsenz eine Verletzung seiner Souveränität.
10.50 Uhr: Trump – Waffenruhe ist aus meiner Sicht beendet
Nach der jüngsten Eskalation im Krieg zwischen den USA und dem Iran ist die Waffenruhe aus Sicht von US-Präsident Donald Trump beendet. Er werde seine Unterhändler aber weiter mit dem Iran reden lassen, wenn diese es wünschen, sagte Trump am Rande des Nato-Gipfels in Ankara.
- Zum Artikel: Trump erklärt Rahmenabkommen mit Iran für beendet
10.20 Uhr: Trauerfeierlichkeiten für verstorbenen Obersten Führer Chamenei gehen weiter
Die tagelangen Trauerprozessionen für Irans getöteten obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei haben das Nachbarland Irak erreicht. Tausende Menschen erwiesen in der irakischen Pilgerstadt Nadschaf Chamenei die letzte Ehre. Während sein Sarg auf einem Lastwagen durch die Straßen gefahren wurde, riefen die Trauernden "Tod Amerika" und "Tod Israel". Neben irakischen und iranischen Flaggen waren in der Menge auch die Banner einflussreicher, von Teheran unterstützter irakischer Milizen zu sehen. Der insgesamt sechstägige Trauerzug hatte zuvor im Iran riesige Menschenmengen angezogen.
10.02 Uhr: Katar appelliert zur Deeskalation
Nach den Attacken der USA auf den Iran und Gegenangriffen Teherans auf US-Stützpunkte in der Region hat der Vermittler Katar beide Seiten zur Deeskalation aufgerufen. Das katarische Außenministerium forderte im Onlinedienst X, "den Weg des Dialogs und der Diplomatie weiter zu verfolgen". Doha verurteilte zudem die iranischen Angriffe auf Kuwait und Bahrain und betonte die Notwendigkeit, "die Region vor den Folgen dieser unbegründeten Angriffe zu bewahren".
09.55 Uhr: USA greifen offenbar weiter Iran an
Die USA greifen Angaben aus Teheran zufolge nach ihren nächtlichen Bombardierungen weiter an der iranischen Südküste an. Nahe der Hafenstadt Buschehr seien mindestens zwei Projektile eingeschlagen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim am Vormittag (Ortszeit) unter Berufung auf den Vizegouverneur der gleichnamigen Provinz. Unterdessen meldeten die Revolutionsgarden den Tod eines Mitglieds, wie die Elitestreitmacht laut dem staatlichen Rundfunk mitteilte. Demnach wurde ein Soldat der Flugabwehr in der Stadt Mahschahr in der Provinz Chusestan getötet.
09.35 Uhr: Wadephul hofft weiter auf diplomatische Lösung
Trotz der jüngsten US-Angriffe auf den Iran betrachtet Bundesaußenminister Johann Wadephul die Diplomatie um eine Beendigung des Konflikts noch nicht als gescheitert. Der Iran müsse aber jetzt wirklich verstehen, dass es Zeit für ernsthafte Verhandlungen sei, sagte der CDU-Politiker dem Sender NDR Info. Die iranische Führung habe noch immer nicht verstanden, dass sie darauf verzichten müsse, "eine nukleare Bewaffnung zu haben", sagte Wadephul. Sie habe nun die Chance, den Krieg mit einem entsprechenden Bekenntnis und vernünftigen Verhandlungen zu beenden.
09.20 Uhr: Explosionen an iranischem Akw-Standort Buschehr
Die iranische Nachrichtenagentur Mehr hat eine Reihe von Explosionen in der Hafenstadt Buschehr im Südwesten des Landes gemeldet, wo sich das einzige zivile Atomkraftwerk des Iran befindet. "In Buschehr und in der Umgebung waren Explosionen zu hören", berichtete Mehr ohne weitere Einzelheiten zu nennen. Buschehr liegt vor der Ölinsel Charg, dem wichtigsten iranischen Ölterminal, über den normalerweise 90 Prozent des Rohöls aus dem Land umgeschlagen werden.
Das Akw Buschehr verfügt über den einzigen in Betrieb befindlichen Atomreaktor des Landes, der nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) im Jahr 2011 erstmals ans Stromnetz angeschlossen worden war. Im Laufe des Iran-Krieges war das Gelände des Akw mehrmals angegriffen worden.
08.45 Uhr: Neue iranische Raketenwelle auf Bahrain
Nach iranischen Drohungen im Zusammenhang mit den jüngsten US-Angriffen auf die Islamische Republik hat Bahrain zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit Raketenalarm ausgelöst. Der Golfstaat forderte die Bevölkerung auf, unverzüglich Schutz zu suchen. Der Iran meldete derweil weitere Angriffe auf den Golfstaat Bahrain. Wie der staatliche Rundfunk berichtete, sei eine neue Welle an Raketen auf den Inselstaat erfolgt. Nutzer in den sozialen Medien berichteten von Raketenstarts nahe der iranischen Hafenstadt Buschehr. Sie liegt etwa 300 Kilometer entfernt von Bahrain.
08.36 Uhr: Deutliche Worte von Pistorius in Richtung Teheran
Nach den erneuten nächtlichen US-Angriffen auf Ziele im Iran hat Verteidigungsminister Boris Pistorius die iranische Führung scharf kritisiert und aufgefordert, Provokationen einzustellen. "Die Iraner provozieren immer wieder mit gezielten Angriffen oder Behinderungen der freien Schifffahrt, ganz gezielt aber auch auf Handelsschiffe. Und sie tun das natürlich in der Absicht, hier die endgültige Kontrolle sich zu sichern über die Straße von Hormus", sagte der SPD-Politiker im Interview mit dem Deutschlandfunk. "Und dann können Sie sich nicht wundern, wenn die Amerikaner gerade auch nach dem Memorandum of Understanding hier zurückschlagen." Damit ist das Rahmenabkommen gemeint, mit dem die USA und der Iran sich auf eine Waffenruhe und die Öffnung der Straße von Hormus verständigt hatten.
07.26 Uhr: Rutte betont Notwendigkeit amerikanischer Angriffe
Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat die jüngsten Angriffe der USA auf den Iran als "absolut notwendig" bezeichnet. Der Iran habe die bestehende Waffenruhe "im Grunde genommen verletzt", argumentierte Rutte am Rande des Nato-Gipfels in Ankara am Mittwoch. Es sei "absolut entscheidend, dass die USA entschlossen reagieren", fügte er hinzu.
07.12 Uhr: Israel gibt Tod von Hisbollah-Mitglied bekannt
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben bei einem Schusswechsel im Südlibanon ein Hisbollah-Mitglied getötet. Der "Terrorist" sei am Vortag erschossen worden, nachdem er im Gebiet Bint Jbail zuvor das Feuer auf israelische Soldaten eröffnet habe, teilten die Streitkräfte (IDF) auf ihrem Telegram-Kanal am Mittwoch mit. Demnach durchsuchte die Armee eine Struktur innerhalb der Sicherheitszone des Areals, wo am vergangenen Donnerstag ein IDF-Reservist schwer verwundet worden war. Das Feuer des Angreifers sei unmittelbar erwidert und beim neuerlichen Einsatz in dem Gebiet auf israelischer Seite niemand verletzt worden.
06.10 Uhr: Iran meldet Angriffe auf US-Stützpunkte in Golfregion
Nach neuen US-Angriffen im Iran haben die Revolutionsgarden eigene Attacken auf US-Stützpunkte in Kuwait und Bahrain bestätigt. Die iranischen Streitkräfte hätten mit Raketen und Drohnen "85 wichtige US-Armeeanlagen" in den beiden Ländern angegriffen, hieß es in einer am Mittwoch vom iranischen Staatsfernsehen verbreiteten Erklärung der Revolutionsgarden. Es habe sich um einen Vergeltungsschlag aus einem gemeinsamen Einsatz der Marine- und der Luft- und Raumfahrtkräfte der Revolutionsgarden gehandelt. Dabei sei auch eine MQ-9-Drohne abgefeuert worden.
05.36 Uhr: Raketenalarm auch in Kuwait ausgelöst
Nach den erneuten Angriffen des US-Militärs auf Ziele im Süden des Irans ist auch der Golfstaat Kuwait laut kuwaitischen Armeeangaben unter Beschuss geraten. Die Luftabwehr wehre feindliche Raketen- und Drohnenangriffe ab, teilte die Armee des mit Washington verbündeten Landes am frühen Morgen auf X mit. Genauere Angaben gab es zunächst nicht. Offenbar sollen Treibstofflager am Internationalen Flughafen dort das Ziel von Drohnenangriffen gewesen sein.
05.09 Uhr: Iran droht USA - Waffenruhe am seidenen Faden?
Der Iran hat nach den jüngsten US-Angriffen mit einer Reaktion gedroht. Das iranische Oberkommando der Streitkräfte erklärte, es werde "entschlossen auf diese Aggression und diesen terroristischen Akt reagieren". "Unter keinen Umständen werden die iranischen Streitkräfte eine Einmischung in Angelegenheiten der Straße von Hormus zulassen oder anderen gestatten, sie zu kontrollieren", hieß es weiter.
"Die Zeit der Einschüchterung und Erpressung ist vorbei", schrieb der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf auf der Plattform X. "Sie führt zu nichts. Wir knicken nicht ein."
04.48 Uhr: Luftalarm in Golfstaat Bahrain
Nach den US-Vergeltungsangriffen auf den Iran hat Bahrain in der Nacht Raketenalarm ausgelöst. Die Behörden forderten die Bevölkerung auf, ruhig zu bleiben und Schutz zu suchen. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt. Der Golfstaat beherbergt die 5. Flotte der US-Marine und war im Verlauf des Krieges wiederholt Ziel iranischer Angriffe.
04.22 Uhr: US-Armee meldet Angriffe auf mehr als 80 Ziele im Iran
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben seine jüngsten Angriffe auf den Iran beendet. Dabei seien mehr als 80 Ziele getroffen worden, teilte die US-Armee mit. Demnach wurden unter anderem iranische Luftabwehrsysteme, Radaranlagen sowie mehr als 60 kleine Boote angegriffen, die von der paramilitärischen Revolutionsgarde genutzt würden, wie das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando der US-Streitkräfte (Centcom) in den sozialen Medien mitteilte. Damit sei die Fähigkeit des Irans beeinträchtigt worden, den Schiffsverkehr in der Meerenge zu stören.
Das US-Militär bleibe "in Stellung und vorbereitet", den Iran zur Verantwortung zu ziehen, "wenn die Vereinbarung nicht eingehalten oder befolgt wird", hieß es weiter. Der Iran bestätigte die Angriffe, machte jedoch zunächst keine Angaben zu möglichen Schäden oder Opfern. Die USA hatten die neuen Angriffe zuvor mit dem Beschuss von drei Tankern im Bereich der Straße von Hormus begründet, für den Washington die Führung in Teheran verantwortlich machte.
Im Audio: Lage am Golf scheint wieder zu eskalieren
Die USA haben nach eigenen Angaben in der Nacht zum Mittwoch "massive Angriffe" ausgeführt und dabei mehr als 80 Ziele im Iran angegriffen.
01.50 Uhr: US-Attacken wohl deutlich verheerender als zuletzt
Das US-Militär hat bei seinen jüngsten Angriffen im Iran Medienberichten zufolge erneut Ziele im Süden des Landes ins Visier genommen. Unter anderem seien Systeme zur Luftabwehr, zur Küstenüberwachung sowie Drohnenstellungen attackiert worden, berichtete "Axios" unter Berufung auf einen US-Regierungsbeamten. Die Angriffe seien vier oder fünf Mal stärker gewesen als Attacken vor rund anderthalb Wochen.
Iranische Medien berichteten in der Nacht von Explosionen in der Hafenstadt Sirik an der Straße von Hormus sowie auf der Insel Qeschm. Auch aus dem Bereich der Großstadt Bandar Abbas gab es iranische Berichte über Explosionen. Nach Angaben des iranischen Senders Press TV wurden mehrere Menschen verletzt.
00.31 Uhr: Iran wirft USA Verstoß gegen Rahmenabkommen vor
Teheran hat die neuen US-Angriffe auf den Iran scharf verurteilt und Washington einen Verstoß gegen die geltende Übergangsvereinbarung vorgeworfen. Der iranische Vize-Außenminister und Chefunterhändler bei den Gesprächen mit den USA, Kasem Gharibabadi, erklärte auf der Plattform X, die Angriffe der USA verstießen gegen das Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges. Der Iran werde "entschlossene Maßnahmen ergreifen, um seine nationalen Interessen und seine Sicherheit zu wahren."
Mittwoch, 8. Juli 2026
23.40 Uhr: Iran verurteilt erneute US-Sanktionen gegen Ölverkäufe
Das iranische Außenministerium verurteilt die Entscheidung der USA, die vorübergehend ausgesetzten Sanktionen gegen iranische Ölexporte wieder in Kraft zu setzen. Dieser Schritt verstoße gegen das Islamabad-Memorandum zur Waffenruhe, teilte das Ministerium mit. Man mache Washington für die Folgen verantwortlich und werde alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um die eigenen Interessen und die nationale Sicherheit zu wahren.
23.24 Uhr: USA starten Angriffe auf Ziele im Iran
Die USA greifen nach eigenen Angaben Ziele im Iran an. Dies sei eine Reaktion auf iranische Attacken auf drei Handelsschiffe in der Straße von Hormus, teilte das Militär mit. Das Vorgehen des Iran sei gefährlich und ein klarer Bruch der Waffenruhe. Zeitgleich berichten iranische Medien über mehrere Explosionen im Süden des Landes. Diese seien unter anderem in den Hafenstädten Sirik und Bandar Abbas sowie auf der Insel Keschm zu hören gewesen. Berichte über Opfer oder Schäden lagen zunächst nicht vor.
21.06 Uhr: USA widerrufen Lizenz für iranische Ölexporte - Ölpreise steigen
Die USA haben als Reaktion auf Attacken auf Öltanker in der Straße von Hormus eine Ausnahmegenehmigung zum Verkauf von iranischem Öl widerrufen. Die Ölpreise zogen daraufhin deutlich an, die Nordseesorte Brent und die US-Sorte WTI verteuerten sich nachbörslich um jeweils mehr als drei Prozent. Ein US-Regierungsvertreter bezeichnete das Vorgehen des Irans als völlig inakzeptabel und warnte vor Konsequenzen. Eine Stellungnahme der Regierung in Teheran lag zunächst nicht vor, auch bekannte sich niemand zu den Angriffen. In den vergangenen Tagen waren nach Angaben der britischen Seefahrtsbehörde UKMTO drei Tanker in und nahe der strategisch wichtigen Meerenge von unbekannten Projektilen getroffen worden.
20.25 Uhr: Angriff auf Tanker - Katar bestellt Irans Vize-Botschafter ein
Nach dem Angriff auf einen katarischen Flüssiggas-Tanker in der Straße von Hormus hat Katar den iranischen Vize-Botschafter in dem Golfstaat einbestellt. Der Angriff gefährde die Sicherheit der Schifffahrt und die weltweite Energieversorgung, hieß es in einer Protestnote an den Iran der katarischen Nachrichtenagentur QNA zufolge. Die Note sei heute dem iranischen Vize-Botschafter in Katar, Mohsen Ghanei, überreicht worden.
19.53 Uhr: Netanjahu - Zu früh für Prognosen im Iran-Konflikt
Es ist nach den Worten des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu noch zu früh, um die Folgen des Abkommens zur Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran abzuschätzen. US-Präsident Donald Trump glaube zwar, dass er das iranische Atomprogramm stoppen könne, er selbst habe daran jedoch Zweifel, sagt Netanjahu dem Sender CNN. Bei den zentralen Fragen im Umgang mit der Regierung in Teheran seien er und Trump sich einig, auch wenn es gelegentlich Meinungsverschiedenheiten gebe. "Wir sind wahre Verbündete", erklärt Netanjahu.
19.33 Uhr: Ex-Stabschef des Weißen Hauses - Israels Militär ist rücksichtslos
Ein früherer Stabschef des Weißen Hauses hat dem israelischen Militär vollkommene Rücksichtslosigkeit im Umgang mit Palästinensern vorgeworfen. Das gelte nicht nur für die Militärkampagne, sondern auch für den Umstand, dass die Armee Lebensmittel und Medikamente als Waffen einsetze, sagte Rahm Emanuel der Nachrichtenagentur AP in einem Interview.
Emanuel, ein Politiker der Demokratischen Partei, der das Amt des Stabschefs unter Präsident Barack Obama innehatte, galt lange als Unterstützer Israels. Auf die Frage, ob Israel im Gazastreifen einen Völkermord an den Palästinensern verübt habe, sagte er, das dürfe nicht losgelöst von den Konflikten in der Ukraine und im Sudan betrachtet werden. Er sei bereit für diese Diskussion, doch dürfe sie nicht politisiert werden und zu einer Verwässerung des Begriffs führen.
17.00 Uhr: Bombenanschläge mit Verletzten bei Macrons Besuch in Damaskus
(Update der Meldung von 9.46 Uhr) Beim Besuch des französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Syrien sind in unmittelbarer Nähe seines Hotels zwei Bombenanschläge verübt worden. Dem syrischen Innenministerium zufolge wurden bei den Explosionen in der Hauptstadt Damaskus am Dienstag 18 Menschen verletzt, darunter vier Polizeibeamte.
Die Sprengsätze detonierten am Morgen in einem Papierkorb und einem Fahrzeug. Das syrische Innenministerium sprach von "selbstgebauten" Sprengsätzen. Macron war zu dem Zeitpunkt schon zu seinem Treffen mit Interimspräsident Ahmed al-Scharaa aufgebrochen. Dieser würdigte Macrons Mut, seinen Besuch nicht abzubrechen. Aus dem syrischen Außenministerium verlautete, Syrien werde sich durch "terroristische Handlungen" nicht abschrecken lassen.
16.45 Uhr: Angriff auf Tanker in der Straße von Hormus gemeldet
In der Straße von Hormus hat sich ein weiterer Angriff auf mindestens einen Tanker ereignet. Das Schiff sei in der Meerenge von einer Drohne getroffen und leicht beschädigt worden, teilte die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) am Nachmittag unter Berufung auf "Militärbehörden" mit. Opfer habe es aber nicht gegeben und das Schiff setze seine Fahrt fort. Es blieb unklar, welche Behörde und welches Land den Angriff meldete.
Fast zeitgleich meldete die Behörde, dass ein Tanker in der Straße von Hormus von einem "unbekannten Geschoss" getroffen und vermutlich beschädigt worden sei. Es blieb unklar, ob es sich bei beiden Meldungen der Behörde um denselben Vorfall handelte. Unklar blieb auch, wer hinter dem Angriff steckt.
Symbolbild Tanker in der Straße von Hormus. ARCHIV (01.07.2026)
15.35 Uhr: Katar macht Iran für Angriff auf Tanker verantwortlich
Das Golfemirat Katar hat den Iran für einen Angriff auf einen katarischen Flüssigerdgas-Tanker vor der Küste des Oman verantwortlich gemacht. Die Attacke auf die "Al-Rekayyat" in der Nähe der Straße von Hormus stelle einen "inakzeptablen Angriff auf die Sicherheit und Unversehrtheit der internationalen Seeschifffahrt dar", schrieb der Sprecher des katarischen Außenministeriums, Masched al-Ansari, am Dienstag im Onlinedienst X. Katar mache den Iran "vollständig rechtlich verantwortlich" für den Angriff "und für alle daraus entstehenden Schäden und Folgen", fügte al-Ansar hinzu.
Im Zuge des Iran-Krieges hatte Teheran die Straße von Hormus de facto für die Schifffahrt geschlossen, Schiffe wurden beschossen. Die USA blockierten ihrerseits iranische Häfen. Der Schiffsverkehr durch die weltweit wichtige Meerenge hat seit der Unterzeichnung eines Rahmenabkommens zwischen Washington und Teheran im vergangenen Monat wieder begonnen.
Der Iran beharrt allerdings darauf, dass es keine Rückkehr zu den Regelungen vor dem Krieg geben werde, als die Meerenge ungehindert und kostenlos passiert werden konnte. Zudem hat Teheran Schiffe davor gewarnt, Routen außerhalb eines bestimmten Korridors entlang seiner Küste zu nutzen. Am Montag war nach Angaben der britischen Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) bereits ein Öltanker unweit der Straße von Hormus von einem "unbekannten Projektil" getroffen worden.
14.00 Uhr: Droht angegriffener LNG-Tanker zu explodieren?
Ein katarischer Flüssiggas-Tanker droht nach einem iranischen Raketenangriff nahe der Straße von Hormus zu explodieren. Im Maschinenraum des Schiffes sei ein Feuer ausgebrochen, sagt ein Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Den Angaben zufolge feuerte die iranische Revolutionsgarde in der Nacht Raketen auf Schiffe in der Nähe der Wasserstraße ab. Dabei seien der LNG-Tanker "Al Rekayyat" und ein unter saudiarabischer Flagge fahrender Rohöltanker beschädigt worden. Die mit Flüssiggas (LNG) beladene "Al Rekayyat" sei an der Backbordseite getroffen worden und habe Notsignale abgesetzt, sagt eine weitere mit dem Vorfall vertraute Person. Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Öl- und Gas-Transport.
13.24 Uhr: LNG-Tanker in Straße von Hormus wird offenbar evakuiert
Die Besatzung eines Flüssiggas-Tankers aus Katar wird nach einem Treffer vor der Küste des Oman evakuiert. Das Schiff "Al Rekayyat" habe erheblichen Schaden erlitten, sagen drei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Es sei auf der omanischen Seite der Straße von Hormus unterwegs gewesen, als es an der Backbordseite getroffen wurde. Einer weiteren Person zufolge setzte der mit Flüssiggas (LNG) beladene Tanker daraufhin Notsignale ab. Der Zustand des Schiffes war zunächst unklar.
13.05 Uhr: Wadephul warnt in Israel vor Schwächung von Palästinensischer Autonomiebehörde
Bundesaußenminister Johann Wadephul warnt vor einer Schwächung der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA). Dies diene nicht der Sicherheit Israels, sagt Wadephul bei einem Besuch in Jerusalem. Vielmehr könne dadurch ein Vakuum entstehen, das radikalere Kräfte füllen könnten. Die PA sei zwar reformbedürftig, benötige jedoch die ihr zustehenden Steuer- und Zolleinnahmen für grundlegende Dienstleistungen. Wadephul fordert zudem erneut die Freigabe dieser Gelder durch die israelische Regierung.
13.00 Uhr: Rückhalt für Israel in den USA nimmt ab
Nach jahrzehntelanger US-Unterstützung für Israel in den USA offenbart eine neue Umfrage einen deutlichen Rückgang des Rückhalts für den Verbündeten. Etwa ein Drittel der befragten erwachsenen Amerikaner und rund die Hälfte der Demokraten ist der Ansicht, dass Israel während des Gaza-Kriegs einen Völkermord an den Palästinensern begangen hat. Etwa zwei von zehn Amerikanern glauben das nicht, während rund die Hälfte angibt, nicht genügend Informationen für eine Einschätzung zu haben.
Etwa 58 Prozent der demokratischen Befragten meinen, dass die USA Israel zu stark unterstützen. In einer AP-Norc-Umfrage vom Januar 2024 sagten das nur 45 Prozent. In der neuen Umfrage teilen auch 51 Prozent der jüdischen Demokraten diese Auffassung. 62 Prozent der Demokraten erklärten, die USA würden die Palästinenser nicht ausreichend unterstützen. Im Jahr 2024 lag dieser Wert noch bei 49 Prozent. Nur ein kleiner Teil der Republikaner, 13 Prozent, bezeichnet das Vorgehen Israels als Völkermord. Insgesamt halten 60 Prozent der Republikaner die Unterstützung der USA für Israel für "genau richtig".
12.49 Uhr: Israel baut Kontrolle im Westjordanland offenbar massiv aus
Die israelische Regierung weitet nach Einschätzung zweier Nichtregierungsorganisationen ihre Kontrolle über das palästinensische Westjordanland in "beispiellosem Tempo" aus. In einem gemeinsamen Bericht erklären Peace Now sowie Kerem Navot, die Regierung habe das Verwaltungs- und Kontrollsystem innerhalb von drei Jahren grundlegend verändert. Dies könne die Chancen auf eine künftige politische Einigung ernsthaft beeinträchtigen.
Nach Angaben beider Organisationen vollzieht sich der Prozess einer Annexion des Westjordanlandes durch Hunderte von Verwaltungs-, Haushalts- und Planungsentscheidungen. Genannt werden unter anderem eine Ausweitung israelischer Siedlungen, die Errichtung neuer Siedler-Außenposten, die Vertreibung palästinensischer Hirtengemeinschaften, Landübernahmen, umfangreiche Investitionen in die Infrastruktur sowie Änderungen am Landrecht.
Dem Bericht zufolge entstanden im Zeitraum von 2023 bis 2025 insgesamt 185 neue Außenposten. Zudem seien 118 palästinensische Hirtengemeinschaften vertrieben worden. Mindestens 223 Kilometer neue Straßen seien im gesamten Westjordanland gebaut worden. Eine unabhängige Bestätigung dieser Angaben liegt nicht vor.
12.39 Uhr: Rüstungskonzern Diehl profitiert von Krisen
Die Rüstungssparte des Industriekonzerns Diehl sieht infolge des Iran-Kriegs eine steigende Nachfrage nach ihrem Flugabwehrsystem Iris-T. "Die Golfstaaten sind natürlich auch interessiert an Luftverteidigung. Da führen wir die ersten Gespräche", sagte Diehl-Defence-Chef Helmut Rauch am Dienstag auf der Jahrespressekonferenz des Konzerns in Nürnberg. Saudi-Arabien sei bereits Kunde. Der Bedarf der Ukraine sowie der Golfstaaten nach den iranischen Angriffen hatte zu einem weltweiten Mangel an Flugabwehrsystemen geführt.
Als Ergänzung zu dem bestehenden System Iris-T SLM, das etwa in der Ukraine eingesetzt wird, entwickelt Diehl die Variante Iris-T SLX mit höherer Reichweite. Dieses könne die knappen Patriot-Lenkflugkörper des US-Konzerns Raytheon zumindest für einzelne Zwecke ersetzen, sagte Rauch. "Somit ist es ein guter Ersatz zusätzlich zu Patriot, so dass eben nicht so viele Patriot-Flugkörper notwendig sind wie in der Vergangenheit." An die Ukraine habe Diehl bisher 20 Einheiten des Systems Iris-T SLM geliefert. Zur gesamten Auslieferungszahl des Unternehmens wollte er sich nicht äußern, sagte aber, Diehl habe diese seit 2022 um den Faktor 20 vergrößert.
12.20 Uhr: Ölpreis steigt nach Bericht über Angriffe in Straße von Hormus
Berichte über neue Angriffe auf Schiffe in der Nähe der Straße von Hormus treiben erneut die Preise am Ölmarkt. Die Nordsee-Rohölsorte Brent und US-Leichtöl WTI verteuern sich um jeweils rund ein Prozent auf 72,78 und 69,15 Dollar je Fass (159 Liter). Ein Flüssiggastanker aus Katar ist Insidern zufolge in der für Energietransporte wichtigen Straße von Hormus durch Beschuss schwer beschädigt worden.
12.03 Uhr: Menschen in Ghom nehmen Abschied von Chamenei
Am vierten Tag der Trauerfeierlichkeiten für den getöteten obersten Führer des Iran haben die Menschen in der Gelehrtenstadt Ghom Abschied von Ayatollah Ali Chamenei genommen. Chameneis Leichnam wurde in der Dschamkaran-Moschee aufgebahrt, der 93 Jahre alte einflussreiche konservative Geistliche Abdullah Dschawadi-Amoli hielt einen Gebetsgottesdienst ab. Chamenei war zu Beginn des US-israelischen Krieges gegen den Iran Ende Februar getötet worden.
In der Moschee skandierte eine Menschenmenge "Tod für Amerika", ein Schlachtruf, der häufig bei offiziellen Versammlungen im Iran zu hören ist. Das staatliche iranische Fernsehen veröffentlichte Luftaufnahmen, auf denen die Straßen der etwa 1,5 Millionen Einwohner zählenden und als heilig geltenden Stadt voll mit Menschen zu sehen waren. Am Vortag hatte eine unüberschaubare Menschenmenge die Straßen Teherans gesäumt, als Chameneis Sarg auf der offenen Ladefläche eines Lastwagens durch die Hauptstadt gefahren wurde.
10.25 Uhr: Saudi-Arabien erwägt offenbar Ausbau von Öl-Pipeline wegen Iran-Krieg
Saudi-Arabien prüft nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters einen Ausbau seiner Ost-West-Pipeline zum Roten Meer. Ziel ist es demnach, größere Mengen Rohöl exportieren zu können, ohne die Straße von Hormus passieren zu müssen. Wie fünf mit den Plänen vertraute Personen berichteten, führt das Königreich erste Gespräche mit Nachbarstaaten über eine Erhöhung der Transportkapazität um bis zu zwei Millionen Barrel pro Tag. Den Insidern zufolge würde ein Ausbau der Pipeline jedoch Investitionen in Milliardenhöhe erfordern und mehrere Jahre dauern. Anlass für die Überlegungen ist der Ende Februar von den USA und Israel begonnene Krieg gegen den Iran, der zu einer Sperrung der Straße von Hormus für die Schifffahrt geführt hat.
09.46 Uhr: Explosionen erschüttern Umgebung von Macrons Hotel in Damaskus
In der syrischen Hauptstadt Damaskus sind nach Angaben aus Sicherheitskreisen Sprengsätze in der Nähe eines Hotels explodiert, in dem der französische Präsident Emmanuel Macron untergebracht werden sollte. Ein Reuters-Reporter vor Ort berichtete von mehreren Explosionen, aufsteigendem Rauch und weiträumigen Straßensperren. Macron ist der erste führende Politiker eines EU-Mitgliedstaats, der Damaskus seit dem Sturz des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad besucht.
08.35 Uhr: Trauerfeiern für Chamenei gehen in Pilgerstadt Ghom weiter
Im Iran werden die öffentlichen Trauerfeierlichkeiten für den getöteten obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei heute, am vierten Tag in Folge, fortgesetzt. In der Stadt Ghom, dem religiösen Zentrum der schiitischen Geistlichkeit des Landes, leitete der 93-jährige Geistliche Abdullah Dschawadi-Amoli am frühen Morgen das Totengebet, wie iranische Staatsmedien berichteten. Auf Luftaufnahmen waren zahlreiche Trauernde in der Pilgerstadt zu sehen. Für Mittwoch sind weitere Trauerzeremonien im Irak geplant. Die Beisetzung Chameneis soll am Donnerstag in seiner Heimatstadt Maschhad stattfinden.
07.37 Uhr: Iran - Gespräche mit den USA nur ohne Drohungen
Der Iran will nach Angaben von Außenminister Abbas Araghchi keine Verhandlungen über ein endgültiges Abkommen mit den USA aufnehmen, solange aus Washington Drohungen kommen. Auf der Plattform X erklärte Araghchi, Gespräche über ein abschließendes Abkommen würden unter diesen Bedingungen nicht beginnen. Hintergrund ist eine Äußerung von US-Präsident Donald Trump, der angekündigt hatte, „den Job zu Ende zu bringen“, sollte keine Einigung erzielt werden. Araghchi verwies auf ein im vergangenen Monat unterzeichnetes Zwischenabkommen, in dem sich beide Seiten verpflichtet hätten, auf die Androhung oder Anwendung von Gewalt gegeneinander zu verzichten.
05.41Uhr: Iranisches Staatsfernsehen - Beschossener Tanker hat Warnungen ignoriert
Nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens habe der beschossene Tanker in der Straße von Hormus Warnungen missachtet. Das Schiff sei beschossen worden, nachdem es entsprechende Warnungen ignoriert habe, meldete der Sender unter Berufung auf nicht genannte Quellen. Dem Bericht zufolge transportierte der Tanker Flüssigerdgas aus Katar. Das Staatsfernsehen deutete an, dass der Iran hinter dem Angriff stehe. Eine offizielle Bestätigung der iranischen Führung gab es zunächst nicht.
04.11 Uhr: Angriff auf Tanker in der Straße von Hormus
Ein Tanker ist in der Straße von Hormus nach Angaben der britischen Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) von einem bislang unbekannten Geschoss getroffen worden. An Bord sei ein Feuer ausgebrochen, teilte die Behörde unter Berufung auf die Schiffsbesatzung mit. Der Vorfall ereignete sich demnach rund acht Seemeilen vor dem omanischen Küstenort Lima. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand. Wer für den Angriff verantwortlich ist, war zunächst unklar. Das US-Nachrichtenportal "Axios" berichtete unter Berufung auf zwei US-Beamte, die iranischen Revolutionsgarden hätten mindestens zwei Raketen auf Frachtschiffe abgefeuert. Einer der Beamten erklärte demnach, zwei Schiffe seien durch den Beschuss schwer beschädigt worden. Eine offizielle Stellungnahme der US-Regierung lag zunächst nicht vor.
Dienstag, 7. Juli 2026
23.30 Uhr: Netanjahu warnt Trump vor Kampfjetdeal mit Erdogan
Kurz vor dem Nato-Gipfel in Ankara hat der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu US-Präsident Donald Trump vor dem Verkauf von Kampfjets an die Türkei gewarnt. Netanjahu sagte am Montag dem US-Sender Fox News, die Türkei dürfe keine F35-Maschinen oder Kampfjet-Triebwerke erhalten. Dies würde "das Kräftegleichgewicht im Nahen Osten stören". Experten rechnen dennoch mit einer Ankündigung Trumps.
22.00 Uhr: Israel fordert vollständige Entwaffnung der Hamas
Israel hat die von der Hamas verkündete Auflösung ihrer Regierung im Gazastreifen als "Trick" bezeichnet und die Entwaffnung der islamistischen Palästinenserorganisation gefordert. "Solange die Hamas ihre Waffen behält, wird natürlich jede zivile Regierung so handeln, wie es die Hamas vorschreibt", schrieb der israelische Außenminister Gideon Saar am Montag im Onlinedienst X. Israel bestehe auf der Umsetzung des "Trump-Plans" für Frieden im Gazastreifen.
Die Hamas gibt an, ihre Regierung in dem Küstenstreifen aufgelöst und so den Weg für ein mit Fachleuten besetztes Gremium zur Verwaltung des Palästinensergebiets freigemacht zu haben. Dadurch solle die Übergabe der Verwaltungs- und Regierungsgeschäfte an das Nationale Komitee für die Verwaltung des Gazastreifens (NCAG) erleichtert werden.
20.25 Uhr: Leichnam Chameneis in Ghom eingetroffen
Der Leichnam des früheren iranischen obersten Führers Ayatollah Ali Chamenei ist vor einem für Dienstag geplanten weiteren Trauerzug in der schiitischen Gelehrtenstadt Ghom eingetroffen. Dies berichtete am Montagabend das iranische Staatsfernsehen in Onlinediensten, wobei es Fotos eines Hubschraubers mit Chameneis Leichnam bei der Landung in Ghom zeigte.
Im Video: Trauer in Teheran
Im Video: Trauer in Teheran
18.34 Uhr: Teilnehmer des Trauerzugs für Chamenei in Teheran fordern "den Kopf von Trump"
Beim Trauerzug für Irans oberstem Führer Ayatollah Ali Chamenei skandierten die Menschen heute Parolen gegen die USA und Israel. Chamenei war zu Beginn des US-israelischen Krieges gegen den Iran Ende Februar getötet worden. Zur Zahl der Teilnehmer an dem Trauermarsch äußerten sich die iranischen Behörden zunächst nicht, im Vorfeld hatten sie mit bis zu 20 Millionen Menschen bei den tagelangen Trauerfeiern gerechnet. Das Staatsfernsehen sprach von Millionen Teilnehmern an dem Marsch. "Wir wollen kein Abkommen, wir wollen den Kopf von Trump", riefen Teilnehmer des Trauerzuges.
18.02 Uhr: Trump stellt Iran erneut Ultimatum - Einigung oder "wir bringen die Sache zu Ende"
US-Präsident Donald Trump hat dem Iran erneut mit einem Militäreinsatz gedroht. Entweder werde eine Einigung erzielt oder die USA würden "die Sache zu Ende bringen", sagte Trump im Weißen Haus. Er bevorzuge zwar ein Abkommen, da er nicht wolle, dass die Bevölkerung leide. Zugleich erklärte er, die USA könnten die Infrastruktur und Energieversorgung des Landes innerhalb kurzer Zeit zerstören. Die jüngste Gesprächsrunde zwischen Washington und Teheran war ohne erkennbaren Durchbruch zu Ende gegangen.
16.13 Uhr: Hamas löst De-facto-Regierung im Gazastreifen auf
Die radikal-islamische Hamas hat ihre De-facto-Regierung im Gazastreifen aufgelöst. Damit signalisierte die mit dem Iran verbündete Palästinenser-Organisation ihre Bereitschaft, die Amtsgeschäfte an eine Gruppe palästinensischer Technokraten zu übergeben, wie es der den USA unterstützte Gaza-Friedensplan vorsieht. Die Hamas dringt im Gegenzug darauf, dass Israel andere Teile des Plans einhält. Die Auflösung des Gremiums, das die Ministerien seit mehr als einem Jahrzehnt beaufsichtigte, war ein zentraler Bestandteil des von US-Präsident Donald Trump vorgeschlagenen Nachkriegsplans für den Gazastreifen seit dem Inkrafttreten einer brüchigen Waffenruhe im Oktober.
13.25 Uhr: Bericht - Millionen Menschen und Racheschwüre bei Trauerzug für Chamenei
Im Iran sind nach staatlichen Angaben mehrere Millionen Menschen der Trauerprozession für den getöteten obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei gefolgt. Die Staatsagentur Irna sprach von Millionen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, nannte jedoch keine genaue Zahl.
In der Stadtmitte zog der Sarg des Ende Februar getöteten Staatsoberhaupts bei Temperaturen von weit über 30 Grad über die Hauptverkehrsachse vom Osten in den Westen der Stadt, begleitet von Menschenmassen. Viele Teilnehmer der Prozession skandierten "Rache, Rache" sowie "Tod für Amerika" und "Tod für Israel". Einige Anhänger hielten Plakate hoch, auf denen US-Präsident Donald Trump als Zielscheibe dargestellt war.
13.02 Uhr: Anti-amerikanische und anti-israelische Parolen bei Trauerzug für Chamenei
Während der Trauer-Kundgebungen für den getöteten Ayatollah Ali Chamenei kam es zu zahlreichen anti-amerikanischen und anti-israelischen Äußerungen. Demonstranten verbrannten während des Trauerzugs US-amerikanische und britische Flaggen. Einige Teilnehmer bewarfen eine Plakatwand mit Steinen, auf der US-Präsident Donald Trump mit einem auf seinen Kopf gerichteten Fadenkreuz zu sehen war. "Die USA haben unseren Vater getötet", hieß es auf dem Plakat, und weiter: "Wir werden euch nicht entkommen lassen!"
Frauen in schwarzen Tschadoren hielten rote Schilder mit der englischen Aufschrift "KILL TRUMP" in die Höhe. Andere Demonstranten trugen Plakate mit den Gesichtern von Trump, US-Vizepräsident JD Vance, US-Verteidigungsminister Pete Hegseth und dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu im Fadenkreuz, versehen mit der Aufschrift "Es wird Blut fließen".
12.50 Uhr: Maersk und Hapag-Lloyd nutzen wieder Route über Suezkanal
Die dänische Reederei Maersk schickt einige ihrer Schiffe zukünftig wieder durch den Suezkanal. Damit nehme man eine Route ihres gemeinsamen Netzwerks mit Hapag-Lloyd wieder auf, statt die Fracht um das südafrikanische Kap der Guten Hoffnung zu leiten, teilte das Unternehmen mit. Die Entscheidung erfolge nach einer gründlichen Bewertung der Sicherheitslage im Roten Meer. Es sei ein erster Schritt zu einer schrittweisen Rückkehr auf die Route. Wegen der Angriffe der mit dem Iran verbündeten jemenitischen Huthi-Miliz in der Region hatten Reedereien das Rote Meer gemieden und ihre Schiffe in den vergangenen Jahren um Afrika herumgeleitet.
12.16 Uhr: Offenbar starke Beteiligung an Trauerzug für Chamenei
Die iranischen Behörden haben noch keine Zahlen zur Beteiligung der Bevölkerung an den Trauerfeierlichkeiten für den getöteten Ayatollah Chamenei bekannt gegeben, Luftaufnahmen, die im iranischen Staatsfernsehen ausgestrahlt wurden, zeigten jedoch eine kilometerlange Menschenmenge, die größer zu sein schien als die beim Trauerzug für den 2020 getöteten General der Revolutionsgarde, Ghassem Solemani. Damals gab es mehr als eine Million Teilnehmer.
Die Trauerfeiern hatten am Samstag begonnen und sollen bis Donnerstag dauern. Chameneis Sohn und Nachfolger Modschtaba Chamenei war bei den Trauerfeierlichkeiten bislang nicht zu sehen. Berichten zufolge ist er bei dem Angriff auf seinen Vater verletzt worden. Israel hatte während des Krieges gedroht, auch ihn zu töten.
Von der iranischen Regierung verbreitete Luftaufnahme vom Trauerzug
11.22 Uhr: Behörden appellieren an Bevölkerung, sich bei Trauerzug besonnen zu verhalten
Die iranischen Behörden sind offenbar sehr um einen geordneten Ablauf der Trauerfeierlichkeiten für Ayatollah Chamenei in Teheran bemüht. "Wir bitten die Bevölkerung, sich friedlich zum Asadi-Platz zu begeben", wo der Trauerzug vorbeikommen soll, erklärte General Hassan Hassansadeh, ein ranghoher Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden.
Die Behörden fürchteten offenbar ein erneutes Chaos wie bei den Trauerfeierlichkeiten für Chameneis Vorgänger, Ayatollah Ruhollah Khomeini, im Jahr 1989. Damals waren bei einem Massengedränge mehr als zehn Menschen ums Leben gekommen und mehr als 10.000 weitere verletzt worden. Außerdem hatten seinerzeit zahlreiche Trauernde das Fahrzeug gestürmt, wobei das Leichentuch zerriss und Khomeinis Leichnam zu Boden fiel.
09.02 Uhr: Trauerzug für Chamenei durch Teheran hat begonnen
In der iranischen Hauptstadt Teheran hat der Trauerzug für den zu Beginn des Iran-Krieges getöteten Obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei begonnen. Chameneis mit einer Flagge bedeckter Sarg wurde auf einem Lastwagen durch die Straßen gefahren - ebenso wie die Särge seiner Angehörigen, die bei einem israelischen Luftangriff am 28. Februar ebenfalls getötet worden waren. Entlang der Route wurden erneut Racherufe laut. An der Strecke waren Schilder zu sehen, die zum Mord an US-Präsident Donald Trump und dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu aufriefen.
Die Särge sollen nach Angaben der Revolutionsgarde zwölf Stunden lang durch die Straßen Teherans gefahren und dann zum Flughafen gebracht werden. Die iranische Führung hofft auf große Menschenmengen, die den Rückhalt des theokratischen Systems in der Bevölkerung demonstrieren sollen. Insgesamt rechneten die Behörden in Teheran mit bis zu 20 Millionen Teilnehmern an den Trauerzeremonien. Sonntag und Montag wurden zu Feiertagen erklärt, damit die Bevölkerung Abschied von Chamenei nehmen kann. Die Trauerfeiern hatten am Samstag begonnen und sollen bis Donnerstag dauern.
07.48 Uhr: Sicherheitsexpertin – Iran-Krieg zeigt, dass Washington vermehrt auf eigene Faust handelt
Claudia Major, Expertin für Sicherheitsfragen der US-amerikanischen Denkfabrik German Marshall Fund, ist der Meinung, dass der Iran-Krieg bei den Europäern den Eindruck verstärkt habe, dass die USA verstärkt dazu neigen unilateral zu handeln. Eine Lehre aus dem Iran-Krieg ist laut Major auch, dass die USA Verbündete notfalls im Stich ließen, in diesem Fall Israel. „Für die europäischen Verbündeten stellt sich die Frage, wie lange sie sich auf die Unterstützung der USA verlassen können - natürlich ist die Nato ein anderes Bündnis, aber die Frage der langfristigen Verlässlichkeit stellt sich“, erklärte sie gegenüber der DPA.
Israel und die USA hatten den Krieg gegen den Iran Ende Februar gemeinsam begonnen - im Verlauf des Kriegs traten die unterschiedlichen Interessen der Verbündeten aber immer mehr zutage. Während Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu für eine Fortsetzung der militärischen Offensive war, drängte Trump auch angesichts innenpolitischen Drucks auf ein Ende des in den USA unpopulären Kriegs.
06.11 Uhr: Wadephul - Iran soll für Minenräumung in Straße von Hormus bezahlen
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat eine finanzielle Beteiligung des Iran an einer möglichen europäischen Minenräummission in der Straße von Hormus ins Gespräch gebracht. "Der Iran hat rechtswidrig eine internationale Seefahrtsstraße vermint", sagte Wadephul dem "Handelsblatt" einem Vorabbericht zufolge. Zwar werde Deutschland bei einer Räumung der Fahrrinne durch europäische Staaten vorerst keine Gebühren verlangen. Im Grunde sei dies jedoch gerechtfertigt, erklärte der Minister weiter. Der Iran müsse dafür aufkommen, da ein vom dortigen Regime angerichteter Schaden beseitigt werde. Eine Entscheidung über eine Beteiligung der Bundeswehr an dem Einsatz solle noch im Sommer fallen.
05.57 Uhr: Iran nimmt weiter Abschied von Ex-Staatsoberhaupt Chamenei – Spekulationen um Nachfolger
In der iranischen Hauptstadt Teheran soll heute die öffentliche Trauerfeier für den verstorbenen Obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei fortgesetzt werden. Vor der Beerdigung des iranischen Staatsoberhaupts soll dessen Leichnam in einer Prozession durch die Millionenmetropole Teheran geführt werden. Der Trauerzug für den früheren Religionsführer beginnt weit im Osten der Hauptstadt und führt über die zentrale Hauptverkehrsachse bis zum Asadi-Turm im Westen der Stadt, wie die Regierung mitteilte. Aus Sicherheitsgründen sperrte der Iran für Montag den Luftraum über Teheran. Auch für Dienstag und bis zu Chameneis Beerdigung am Donnerstag wurden zeitweise und örtlich begrenzte Einschränkungen beim Flugverkehr verkündet.
Chameneis Sohn Modschtaba war eine Woche nach dem Tod seines Vaters Anfang März zum neuen Staatsoberhaupt ernannt worden, trat seitdem jedoch nicht öffentlich auf. Das löste Spekulationen über seinen Gesundheitszustand aus. Auch für die Beerdigung in Maschhad ist unklar, ob er erscheinen wird. Iranischen Medien zufolge ist nicht vorgesehen, dass der 56-Jährige ein Gebet leitet.
Im Audio: Totengebet für Chamenei findet ohne seinen Sohn statt
Zehntausende Iraner haben am Wochenende Abschied von dem getöteten langjährigen Machthaber Ayatollah Ali Chamenei genommen.
Montag, 6. Juli 2026
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