Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.
Karte zur militärischen Lage im Nahen Osten
23.40 Uhr: Chef der iranischen Justiz ruft Gerichte zu "beschleunigten" Todesurteilen auf
Der Chef der iranischen Justiz hat die Gerichte des Landes dazu aufgerufen, schneller Todesstrafen im Zusammenhang mit dem Krieg gegen die USA und Israel zu verhängen. "Sie müssen die Verhängung von Todesstrafen und die Beschlagnahmung von Besitztümern beschleunigen", sagte Gholam Hossein Mohseni Ejei während einer im Fernsehen übertragenen Versammlung von ranghohen Justizverantwortlichen. Es sei "notwendig, weiterhin und mit größerer Schnelligkeit Urteile gegen Elemente und Agenten des feindlichen Aggressors zu fällen," fügte er mit Hinblick auf die Gesetzgebung zur Spionage hinzu. Seit Beginn des Krieges Ende Februar wurden sieben Menschen gehängt. Sie waren im Zusammenhang mit den gewaltsam unterdrückten Anti-Regierungsprotesten im Januar verurteilt worden
23.28 Uhr: Katar – Vier Verletzte nach iranischem Raketenbeschuss
Laut Innenministerium von Katar sind, vier Menschen, darunter ein Kind, nach einem iranischen Raketenbeschuss verletzt wurden. Die iranischen Raketen seien abgefangen worden, es seien aber Trümmer auf ein Haus im Gebiet Muraikh gefallen. In den Vereinigten Arabischen Emiraten meldete das Verteidigungsministerium zeitgleich iranische Angriffe. Die Luftabwehr der Emirate sei "aktuell mit Raketen- und Luftangriffen aus dem Iran konfrontiert", teilte das Ministerium im Onlinedienst X mit.
22.05 Uhr: Ausgangssperre in Kuwait vor Ablauf von Trump-Ultimatum für den Iran
Angesichts der drastischen Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegenüber dem Iran und Gegendrohungen aus Teheran ergreifen mehrere Golfstaaten präventive Schutzmaßnahmen. Das kuwaitische Innenministerium empfahl Bürgern, von Mitternacht bis Mittwochmorgen zu Hause zu bleiben. Nur in "absolut dringenden Fällen" sollten Menschen nach draußen gehen, hieß es in einer Erklärung im Onlinedienst X.
Im Golfstaat Bahrain stellte der größte Hafen vorsorglich seine Arbeit ein. "Wir passen unseren Betrieb kontinuierlich den Umständen an", teilte der Betreiber APM Terminals Bahrain mit. Schon in den vergangenen Wochen sei der Betrieb zeitweise unterbrochen gewesen.
22.03 Uhr: Selenskyj – Kiewer Militär redet bei Straße von Hormus mit
Ukrainische Soldaten sind nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj an Beratungen über die Wiederherstellung einer freien Schifffahrt in der Straße von Hormus beteiligt. "Sichere Seeschifffahrt ist ein globales Gut – das wissen wir aus unserer Erfahrung mit der Verteidigung des Schwarzen Meeres", sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft aus Kiew. Er äußerte sich nicht dazu, wo und in welchem Format ukrainische Militärs beteiligt sind, um die vom Iran blockierte Ölexportroute am Persischen Golf wieder freizubekommen. Selenskyj verwies auf die rasche Hilfe der Ukraine mit ihrer erfahrenen Drohnenabwehr für die Golfstaaten, die vom Iran beschossen worden sind. "Die Ukraine exportiert Sicherheit und erhält das, was für ihre innere Stabilität und sichere Energieversorgung notwendig ist", sagte er. Der Kiewer Präsident hat in den vergangenen Tagen mit Saudi-Arabien und anderen arabischen Staaten Verteidigungskooperationen vereinbart; die Ukraine bekommt auch Treibstoff.
21.35 Uhr: Pakistan an Trump – Iran-Ultimatum um zwei Wochen verlängern
Pakistans Ministerpräsident Shehbaz Sharif hat US-Präsident Donald Trump aufgerufen, seine Frist an den Iran um zwei Wochen zu verlängern. Im Gegenzug bitte er die "iranischen Brüder" aufrichtig, als Geste des guten Willens die Straße von Hormus für den entsprechenden Zeitraum zu öffnen. Die diplomatischen Bemühungen für eine friedliche Lösung des Krieges schritten stetig voran, so Sharif auf der Plattform X. Pakistan war zuletzt ein Mittler zwischen den USA und dem Iran.
21.05 Uhr: USA melden iranischen Hackerangriff auf Infrastruktur
Hacker mit Verbindungen zum Iran führen laut der US-Behörde für IT-Sicherheit Cyberangriffe auf kritische Infrastruktur der Vereinigten Staaten durch. Die Gruppen griffen gezielt Industrieanlagen an, die über das Internet erreichbar seien, teilte die zuständige Behörde CISA mit. Demnach sind unter anderem Regierungsbehörden sowie Anlagen der Wasserversorgung und des Energiesektors betroffen. In der Folge würden auf Bedienoberflächen häufig falsche Daten angezeigt. Es komme zu Störungen und finanziellen Schäden. Nähere Angaben zum Ausmaß waren zunächst nicht bekannt.
20.59 Uhr: Papst Leo – Drohungen gegen iranisches Volk sind "inakzeptabel"
Papst Leo XIV. hat die Drohung von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran als "nicht akzeptabel" bezeichnet. Es gehe um Fragen des Völkerrechts, aber viel mehr noch um eine moralische Frage, zum Wohle des Volkes, so der Papst in Castel Gandolfo. "Ich möchte alle dazu einladen, in ihrem Herzen wirklich an die vielen Unschuldigen zu denken", so der gebürtige US-Amerikaner Leo XIV. weiter, "an die vielen Kinder, an die vielen älteren Menschen, die völlig unschuldig sind und die ebenfalls Opfer dieser Eskalation eines Krieges wären, der bereits seit Tagen andauert."
20.57 Uhr: Staatsmedien – Iraner versammeln sich als Schutzschilde vor Kraftwerken
Im Iran sind offenbar viele Bürger Aufrufen der Regierung gefolgt und haben sich vor Kraftwerken versammelt, um sie vor Angriffen der USA und Israels zu schützen. Staatliche Medien zeigten Bilder von Dutzenden Menschen, die vor Energieeinrichtungen Fahnen schwenkten und "Tod den USA" skandierten. Behördenvertretern zufolge meldeten sich bei einer entsprechenden Kampagne im Internet und per SMS mehr als 14 Millionen Bürger. Staatliche Medien zeigten Dutzende Menschen vor dem Atomkraftwerk Buschehr, vor einem Kraftwerk in der Stadt Täbris und auf einer Brücke in Ahwas.
20.51 Uhr: Frankreich – Man kann eine Zivilisation nicht einfach auslöschen
Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot hat gesagt, er hoffe, dass US-Präsident Donald Trump seine jüngsten Drohungen gegen den Iran nicht in die Tat umsetzen werde. "Man kann eine Zivilisation nicht einfach auslöschen", sagt Barrot. "Natürlich hoffe ich, dass er seine Drohungen nicht wahr macht, die die Region, aber auch die Welt in eine neue Eskalation treiben würden, die besonders gefährlich wäre."
20.43 Uhr: US-Demokraten nennen Trump "wahnsinnig" und fordern Absetzung
Nach den Drohungen von US-Präsident Donald Trump mit einer Auslöschung des Iran haben ihn Politiker der Demokraten als "Wahnsinnigen" bezeichnet und seine Absetzung gefordert. "Der Präsident hat den Verstand verloren", schrieb der Gouverneur von Minnesota, Tim Walz, im Onlinedienst X. Walz hatte bei der US-Präsidentschaftswahl 2024 an der Seite der demokratischen Kandidatin Kamala Harris für das Amt des Vizepräsidenten kandidiert. Scharfe Kritik kam auch von Demokraten im Kongress: "Der Kriegsverbrecher im Weißen Haus droht mit Genozid", erklärte die Abgeordnete Rashida Tlaib, eine in den USA geborene Tochter palästinensischer Einwanderer aus dem Bundesstaat Michigan. "Dieser Wahnsinnige sollte aus dem Amt entfernt werden", forderte sie.
US-Präsident Donald Trump am 6.4.26 im Weißen Haus in Washington
20.01 Uhr: WHO warnt vor langfristigen Folgen von Angriffen nahe iranischem AKW
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat vor den langfristigen Folgen von Angriffen im Umfeld des iranischen Atomkraftwerks Buschehr gewarnt. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus schrieb auf der Plattform X, weitere militärische Aktivitäten im Umfeld der von Russland gebauten Anlage, aus der bereits Hunderte Mitarbeiter evakuiert wurden, könnten zu einem schweren Atomunfall führen, "mit ernsten und langfristigen gesundheitlichen Folgen für die Menschen heute und für kommende Generationen". Auch die Umwelt im Iran, der Region und darüber hinaus sei in Gefahr.
20.00 Uhr: Sicherheitsexperte Lange – Trump setzt im Iran-Konflikt auf "Fernsehshow"
Der Sicherheitsexperte Niko Lange rechnet nicht mit einem US-Militärschlag gegen den Iran nach Ablauf des von US-Präsident Donald Trump gesetzten Ultimatums. Stattdessen werde Trump voraussichtlich verkünden, die Verhandlungen liefen gut, sagte Lange im BR Fernsehen (BR24 TV 18:30, 7.4.). Lange, der unter anderem bei der Münchner Sicherheitskonferenz tätig ist, will aber keine sichere Prognose abgeben. Stattdessen bezeichnet er Trumps Agieren als "Reality TV" und "Fernsehshow". Lange geht davon aus, dass das Ganze "noch mal weiter geschoben" werde, ohne dass es zu einer wirklichen Lösung komme. Als Grund für seine Einschätzung nannte der Experte das Fehlen guter militärischer Optionen für die USA.
Wenn das Ultimatum von Trump verstreicht, werden die USA den Iran bombardieren und zerstören?
19.43 Uhr: Iran droht mit Angriff auf israelische Gasfelder
Der Geheimdienst der iranischen Revolutionsgarden hat mit Angriffen auf die beiden israelischen Erdgasfelder Karisch und Tanin gedroht. Auf einer veröffentlichten Aufnahme sind drei weitere Angriffsziele verpixelt. Zu dem Foto schreibt der Geheimdienst auf X: "3.30 Uhr Teheraner Zeit (2.00 MEZ) werden die Staats- und Regierungschefs der Region ihm (US-Präsident Donald Trump) sagen: Du verdammter Bastard, beende diesen verfluchten Krieg!"
19.39 Uhr: Weltkirchenrat verurteilt Trump-Rhetorik gegen Iran
Der Weltkirchenrat hat US-Präsident Donald Trump für seine jüngsten militärischen Drohungen gegen den Iran kritisiert. Die bewusste Grenzüberschreitung in der Rhetorik "sowie die zunehmend flagranten Verstöße gegen Recht und Ethik in Konflikten, die sich weltweit ausbreiten, sind dem moralischen Gewissen der Menschheit zuwider und stehen in völligem Widerspruch zu dem Bestreben, Frieden und Sicherheit in der Welt zu suchen", erklärten der Vorsitzende des Zentralausschusses des ökumenischen Gremiums, der deutsche evangelische Theologe Heinrich Bedford-Strohm, und Generalsekretär Jerry Pillay.
19.30 Uhr: Rubio wirft Iran Terror in Straße von Hormus vor
US-Außenminister Marco Rubio hat dem Iran Terrorismus in der Straße von Hormus vorgeworfen. Die Islamische Republik greife Handelsschiffe an, die versuchten, die Meerenge zu durchfahren, erklärte Rubio. Die ganze Welt sei davon betroffen. Der Iran verstoße gegen jedes Gesetz. "Das ist ein großes Problem für die Welt. Dieses Regime glaubt weder an Gesetze noch an Regeln oder irgendetwas in der Art. Es ist ein staatlicher Sponsor von Terrorismus, daher ist es nicht verwunderlich, dass es nun Terroranschläge gegen Handelsschiffe verübt."
18.55 Uhr: Iranischer Diplomat reagiert auf Auslöschungs-Drohung Trumps
Ein iranischer Diplomat hat die Auslöschungs-Drohung von US-Präsident Donald Trump mit einem historischen Vergleich zurückgewiesen. Modschtaba Ferdussi Pur, Leiter der diplomatischen Mission des Irans in Kairo, sagte, die Zivilisation seines Landes sei wie ein Baum, der den Westen genährt habe. Nur ein Narr würde den Ast eines Baumes absägen, auf dem er sitze, erklärte Ferdussi Pur, weil er dann selbst zu Boden stürze. "Und es ist der starke Baum, der immer stehen bleibt, nicht die Äste und Anhängsel, die aus ihm gewachsen sind."
18.48 Uhr: Weltbank-Chef – Iran-Krieg bremst Weltwirtschaft
Der Iran-Krieg wird nach Einschätzung von Weltbank-Präsident Ajay Banga das globale Wirtschaftswachstum bremsen und die Inflation anheizen. Dies gelte unabhängig davon, wie schnell der Konflikt ende, so Banga. Die Weltbank habe über ihre Krisenfonds bereits rasch Milliardenhilfen für betroffene Länder bereitgestellt.
18.44 Uhr: Iran – Internet-Blackout bis Kriegsende
Irans Regierungssprecherin Fatemeh Mohadscherani hat einen freien Zugang der Bevölkerung zum globalen Internet vorerst ausgeschlossen. Sie sagte im staatlichen Fernsehen Irib, die Regierung verfolge zwar das Ziel eines freien Internetzugangs, aber im Krieg gelten andere Überlegungen. Es handelt sich um die bislang längste ununterbrochene Internetsperre in der Geschichte des Landes. Die 90 Millionen Iraner haben bis auf Ausnahmen seit dem 28. Februar nur Zugang zu einem eingeschränkten internen Intranet, in dem es nur staatlich genehmigte Inhalte gibt. In den vergangenen Jahren hat das Regime im Iran immer wieder das Internet abgeschaltet, vor allem während Protesten gegen die Staatsführung.
18.41 Uhr: Raketenalarm in kurzer Abfolge – Abfangversuche in Israel
Der Iran hat weitere Raketen auf Israel abgefeuert. Innerhalb eines Zeitraums von weniger als einer halben Stunde meldete das israelische Militär zwei Mal Versuche, iranische Raketen abzufangen. In der Umgebung von Tel Aviv sowie in Teilen des besetzten Westjordanlands wurde Luftalarm ausgelöst.
18.35 Uhr: UN-Hochkommissar – Trumps Drohung gegen den Iran "widerlich"
Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, hat nach den jüngsten US-Drohungen gegen den Iran vor schweren Völkerrechtsverletzungen gewarnt. Er verurteile insbesondere die Drohungen, eine ganze Zivilisation auszulöschen und zivile Infrastruktur anzugreifen, sagte der österreichischen UN-Diplomat in Genf. "Das ist widerlich", sagte er.
18.31 Uhr: Berichte – Iran bricht nach Drohungen Kontakt mit US-Seite ab
Nach den heftigen Drohungen von Präsident Donald Trump hat der Iran Medienberichten zufolge den Kontakt mit der US-Seite abgebrochen. Der Iran habe seine "direkte Kommunikation" mit den USA unterbrochen, schrieb das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Beamte im Nahen Osten. Der Schritt verkompliziere die Bemühungen um eine Einigung, Gespräche über Vermittler liefen aber weiter.
18.30 Uhr: US-Behörde – Ölpreise dürften auch nach Öffnung von Hormus weiter steigen
Die Kraftstoffpreise könnten nach Einschätzung der US-Energiebehörde EIA selbst nach einer Wiedereröffnung der Straße von Hormus noch monatelang steigen. Eine vollständige Wiederherstellung der Öltransporte durch die Meerenge werde auch nach einem Ende des Konflikts Monate dauern, teilt die Behörde in ihrem kurzfristigen Energieausblick mit. Wegen der Unsicherheit über künftige Lieferausfälle dürften die Ölpreise bis zum Jahresende über dem Vorkrisenniveau bleiben. "Ebenso wie wir noch nie erlebt haben, dass die Meerenge geschlossen wurde, haben wir auch noch nie erlebt, dass sie wieder geöffnet wird", erklärt die EIA. "Wie genau das ablaufen wird, bleibt abzuwarten."
18.18 Uhr: Iran – Millionen Menschen bereit zum Kriegsdienst
Rund 14,4 Millionen Iraner sollen sich nach Angaben des iranischen Parlamentspräsidenten Mohammad Bagher Ghalibaf für einen freiwilligen Kriegsdienst registriert haben. Ghalibaf veröffentlichte die Zahl auf der Plattform X. Die Aktion trägt den Namen "Leben opfern". Die Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen. Im Iran leben rund 90 Millionen Menschen. Laut dem staatlichen Sender Irib sollen die Freiwilligen im Konflikt mit den USA und Israel zusätzlich zu Revolutionsgarden und Armee eingesetzt werden. Zudem seien Menschenketten zum Schutz möglicher Angriffsziele geplant.
18.02 Uhr: Russland und China stimmen gegen UN-Resolution zur Straße von Hormus
Ein Resolutionsentwurf zum Schutz der Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus ist im UN-Sicherheitsrat gescheitert. Zwar stimmten nach Angaben aus dem Rat elf Mitglieder für den von Bahrain eingebrachten Text, doch verhinderten Russland und China mit ihren Gegenstimmen als Vetomächte die Annahme. Zwei weitere Mitglieder enthielten sich. In dem Entwurf wurden betroffene Staaten dazu aufgefordert, ihre defensiven Maßnahmen zu koordinieren, um zur Sicherheit der Schifffahrt beizutragen, wie es von Diplomaten hieß. Zudem sollte der Iran seine Angriffe auf Handels- und Frachtschiffe einstellen.
17.44 Uhr: Iran – Keine Schäden an Ölanlagen auf Charg nach US-Angriff
Nach einem US-israelischen Angriff auf die iranische Insel Charg sind dort nach Angaben aus Teheran keine Ölanlagen beschädigt worden. Die Lage sei unter Kontrolle und der Betrieb laufe störungsfrei weiter, so die iranische Nachrichtenagentur Mehr unter Berufung auf Insider. Auch aus US-Kreisen heißt es, die Öl-Infrastruktur sei nicht getroffen worden. Über das Terminal auf der Insel Charg wickelt der Iran rund 90 Prozent seiner Ölexporte ab, wobei ein Großteil der Lieferungen für China bestimmt ist.
17.38 Uhr: Medien – Gerettete US-Soldaten sind in US-Klinik in Landstuhl
Die beiden nach dem Abschuss eines US-Kampfjets im Iran geretteten US-Soldaten befinden sich Medienberichten zufolge in der US-Militärklinik in Landstuhl. Der Waffenoffizier und der Pilot der F-15E seien im Landstuhl Regional Medical Center in Rheinland-Pfalz, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf einen Vertreter des US-Militärs. Auch Fox News berichtete, man habe von zwei US-Beamten erfahren, dass sich die Soldaten dort befänden. Demnach werden sie auf einen medizinischen Rücktransport in die USA vorbereitet.
17.35 Uhr: Weißes Haus – Vance hat dem Iran nicht mit Atomwaffen gedroht
Das Weiße Haus hat bestritten, dass die US-Regierung dem Iran mit dem Einsatz von Atomwaffen gedroht habe. Anlass ist ein Videoclip einer Rede von JD Vance im Onlinedienst X. Darin sagt Vance in Richtung Iran: "Wir haben Werkzeuge im Kasten, deren Einsatz wir bisher noch nicht beschlossen haben." Einige Nutzer deuteten dies als Drohung für einen Einsatz von Nuklearwaffen. Das Weiße Haus schrieb dazu: "Wortwörtlich nichts von dem, was (der Vizepräsident) hier gesagt hat, 'deutet das an'". Alle, die das Gegenteil behaupteten, seien "absolute Vollidioten". Vance bezog sich in der Rede auf das Ultimatum von Präsident Donald Trump gegen den Iran. Trump hatte der Führung in Teheran mit massiven Angriffen auf Brücken und Kraftwerke gedroht, sollte der Iran nicht ein Abkommen zum Ende seines Atomprogramms schließen und die Straße von Hormus wieder öffnen.
16.47 Uhr: Libanon meldet mehr als 1.500 Tote durch israelische Angriffe
Die israelischen Angriffe im Libanon haben seit Beginn des Iran-Kriegs laut dem örtlichen Gesundheitsministerium mehr als 1.500 Menschen das Leben gekostet. Mehr als eine Million Menschen seien vertrieben worden, teilte das Ministerium mit.
Unter den 1.530 Toten waren den Angaben zufolge 130 Kinder und 57 Sanitäter. Die Zahl der getöteten Mitglieder der schiitischen Hisbollah-Miliz ist unklar. Mehr als 4.800 Menschen wurden in dem Krieg verletzt. Elf israelische Soldaten kamen ums Leben. Der Krieg begann, nachdem die Hisbollah am 2. März aus Solidarität mit dem Iran Raketen auf Nordisrael abgefeuert hatte.
16.29 Uhr: Israels Luftwaffe greift Bahnstrecken im Iran an
Israels Luftwaffe hat nach Angaben des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu im Iran Eisenbahnstrecken und Brücken angegriffen. Diese würden von den Revolutionsgarden genutzt und dafür "verwendet, Rohstoffe für Waffen, Waffen selbst sowie die operativen Kräfte zu transportieren, die uns, die USA und auch die Länder der Region angreifen – jene operativen Kräfte, die zugleich das iranische Volk unterdrücken", sagte Netanjahu nach Angaben seines Büros.
16.23 Uhr: Katar warnt vor Kontrollverlust im Iran-Krieg
Angesichts der Drohungen von US-Präsident Donald Trump im Iran-Krieg hat Katar eindringlich vor einem Kontrollverlust in der Region gewarnt. Man stehe unmittelbar vor einem Punkt, an dem die Gewaltspirale nicht mehr zu stoppen sei, sagte Katars Außenamtssprecher Madschid al-Ansari in der Hauptstadt Doha. Er forderte alle beteiligten Parteien auf, den Krieg zu beenden, bevor er vollständig eskaliere.
Al-Ansari verurteile die andauernden Angriffe Irans auf die Golfstaaten. "Die Eingriffe Irans in unsere Souveränität sind in keiner Weise zu rechtfertigen", sagte er. "In diesem Krieg gibt es keine Gewinner, sondern nur Verlierer", betonte der Sprecher. Der Kreis der Betroffenen vergrößere sich durch die wirtschaftlichen Auswirkungen jeden Tag.
16.18 Uhr: CDU-Wehrexperte sieht bei Trump "keine Strategie"
Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Deutschen Bundestag, Thomas Röwekamp (CDU), sieht in den Drohungen von US-Präsident Donald Trump zur Zerstörung von Brücken im Iran keine nachvollziehbare militärische Strategie. Die Situation sei "unabgesprochen in der Nato, unabgesprochen auch mit uns als Partner", sagte Röwekamp dem Nachrichtensender Welt TV. "Zumindest können wir dahinter keine Strategie erkennen."
"Wir werben als deutsche Bundesregierung sehr intensiv darum, dass diese Kampfhandlungen eingestellt werden und es möglichst schnell zu einer Vereinbarung kommt", sagte der CDU-Verteidigungsexperte. Klar sei aber auch, dass der Iran daran mitwirken müsse. "Insbesondere muss sichergestellt sein, dass künftige militärische Angriffe – sei es aus dem Iran selbst oder über seine Proxys, insbesondere auf Israel – sowie eine Bedrohungslage auch in Europa aufgegeben werden."
An einen Austritt der USA aus der Nato, wie von Trump mehrfach angedroht, glaubt Röwekamp nicht. Das sei Teil der inzwischen vom US-Präsidenten gewohnten Rhetorik. "So einfach geht das ja nicht, einfach aus der Nato auszutreten, auch für einen amerikanischen Präsidenten nicht." Die Bündnisverpflichtungen seien wechselseitig.
16.14 Uhr: Laut Vance laufen noch Gespräche mit dem Iran
Kurz vor Ablauf eines US-Ultimatums an den Iran wird es nach Angaben von US-Vizepräsident JD Vance noch Verhandlungen geben. Es werde "zahlreiche Gespräche" geben, sagte Vance bei einem Besuch in der ungarischen Hauptstadt Budapest. Medien zufolge sprechen Unterhändler der USA und des Iran unter Vermittlung Pakistans seit Tagen über eine Waffenruhe. Demnach sind sich beide Konfliktparteien aber in zahlreichen Punkten uneins.
Für den Fall, dass es keine Verhandlungslösung gebe, hätten die USA "Werkzeuge im Kasten", für deren Einsatz sie sich bislang noch nicht entschieden hätten, sagte Vance. Er sei aber "zuversichtlich", dass es dazu nicht kommen werde. Die militärischen Ziele habe man "weitgehend erreicht".
15.40 Uhr: Zwei im Iran inhaftierte Franzosen sind frei
Zwei lange im Iran inhaftierte Franzosen sind frei und haben das Land verlassen. "Cécile Kohler und Jacques Paris sind nach dreieinhalb Jahren Haft im Iran auf dem Weg nach Frankreich", schrieb Frankreichs Präsident Emmanuel Macron im Onlinedienst X. Er dankte dem Oman für seine Vermittlung.
Kohler und Paris waren im November aus dem berüchtigten Evin-Gefängnis in Teheran entlassen worden und hatten sich seitdem in der Residenz des französischen Botschafters aufgehalten. Sie durften den Iran zunächst nicht verlassen. Die beiden waren im Mai 2022 am letzten Tag einer Iran-Reise wegen Spionagevorwürfen festgenommen und später zu langen Haftstrafen verurteilt worden. Beide hatten stets ihre Unschuld beteuert.
15.01 Uhr: Irans Botschafter – Golfstaaten sollen "Tragödie" verhindern
Irans Botschafter in Kuwait hat die Golfstaaten aufgerufen, angesichts der jüngsten von US-Präsident Donald Trump geäußerten Drohungen eine "Tragödie" zu verhindern. "Wir hoffen, dass die Länder in der Region alle ihre diplomatischen und politischen Möglichkeiten nutzen werden, um zu verhindern, dass solch eine Tragödie die Region befällt," sagte Mohammed Tutunidschi der Nachrichtenagentur AFP. Angriffe auf wichtige Infrastruktur-Einrichtungen im Iran könnten das "komplette und totale Ende von Energieexporten aus der Region" bedeuten.
Laut dem iranischen Botschafter in Pakistan, das zwischen dem Iran und den USA vermittelt, nähern sich die Bemühungen, den Krieg zu beenden, einer entscheidenden Phase. Trump hatte dem Iran bis Dienstag 20.00 Uhr (Ortszeit, Mittwoch 02.00 Uhr MESZ) Zeit gegeben, die für den weltweiten Öl- und Flüssiggastransport wichtige Straße von Hormus freizugeben. Andernfalls drohte der US-Präsident mit verheerenden Angriffen auf die Infrastruktur des Iran.
14.45 Uhr: Auch Italien warnt vor weiterer Eskalation
Italiens Verteidigungsminister Guido Crosetto hat vor einer weiteren Eskalation im Iran-Krieg gewarnt. Die aktuelle Weltlage bezeichnete er in einem Interview der italienischen Zeitung "Corriere della Sera" als "beispiellos in den vergangenen Jahrzehnten". Crosetto sagte weiter: "Ich fürchte, dass das, was ohnehin schon tragisch ist, noch schlimmer werden könnte." Mehrere Krisen überlagerten und verstärkten sich gegenseitig.
Auf die Frage nach Einflussmöglichkeiten auf US-Präsident Donald Trump erklärte Crosetto, dieser sei als Staatschef eines souveränen Landes von außen nicht zu beeinflussen. "Ich glaube einfach, dass er mutigere Berater haben sollte", sagte der Minister im Kabinett von Regierungschefin Giorgia Meloni, der ein guter Draht zu Trump nachgesagt wird. "Eines der Probleme dieser Präsidentschaft ist, dass niemand es wagt, dem Chef zu widersprechen."
14.24 Uhr: Rakete trifft Gebäude in den Emiraten
Bei einem Raketenangriff auf ein Telekommunikationsgebäude in den Vereinigten Arabischen Emiraten sind nach Angaben örtlicher Behörden zwei Menschen verletzt worden. Eine ballistische Rakete aus dem Iran habe ein Verwaltungsgebäude des Unternehmens Thuraya getroffen, hieß es. Die Verletzten, zwei pakistanische Staatsangehörige, seien in ein Krankenhaus gebracht worden.
14.12 Uhr: "Zivilisation wird sterben" – Trump droht Iran erneut
Vor dem Ablauf eines von ihm gesetzten Ultimatums zur Öffnung der Straße von Hormus hat US-Präsident Donald Trump Teheran mit Auslöschung gedroht. "Eine ganze Zivilisation wird heute sterben und nie mehr zurückkehren", schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Er wolle aber nicht, dass das passiere, erklärte der Republikaner, "aber wahrscheinlich wird es das".
Auch wenn Experten bisher keine Anzeichen dazu sehen, sprach Trump davon, es gebe bereits einen "vollständigen und totalen Regimewechsel", bei dem andere, klügere und weniger radikalisierte Köpfe die Oberhand gewönnen. Vielleicht könne deshalb etwas "revolutionär Wunderbares" geschehen. Das werde man am Abend herausfinden, "in einem der wichtigsten Momente der langen und komplexen Weltgeschichte". Trump schrieb weiter: "47 Jahre Erpressung, Korruption und Tod werden endlich enden. Gott segne das großartige Volk des Iran!"
13.40 Uhr: Iran meldet landesweite Angriffe auf Verkehrsinfrastruktur
Der Iran hat landesweite Angriffe auf seine Verkehrsinfrastruktur gemeldet. Neben der Bombardierung einer Eisenbahnbrücke waren auch mehrere Autobahnen Ziel von Luftangriffen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete. In der Provinz Ost-Aserbaidschan sei eine Autobahn nach Einschlägen von Geschossen gesperrt worden. Das Krisenmanagement der Provinz forderte die Bevölkerung auf, nicht notwendige Reisen bis auf weiteres zu unterlassen.
In derselben Provinz sei außerdem eine Autobahnbrücke auf der Strecke zwischen der Millionenstadt Tabris und der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Sandschan attackiert worden, berichtete die Zeitung "Etemad". Nahe der Pilgerstadt Ghom südlich von Teheran meldeten iranische Medien unterdessen einen Angriff auf eine Brücke an einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt. Die staatliche und englischsprachige Zeitung "Tehran Times" meldete Angriffe auf das Schienennetz in Karadsch, einer Millionenstadt westlich von Teheran.
13.18 Uhr: Iran meldet Angriff auf Eisenbahnbrücke
Der Iran hat nach israelischen Angriffsdrohungen die Bombardierung einer Eisenbahnbrücke gemeldet. Bei dem Luftangriff nahe der Kulturstadt Kaschan seien zwei Menschen ums Leben gekommen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Drei Menschen seien verletzt worden.
Das Ausmaß der Schäden war zunächst unklar. Bei der Strecke handelt es sich um die Nord-Süd-Verbindung. Die Wüstenstadt Kaschan, ein beliebtes Touristenziel, liegt etwa drei Autostunden von der Hauptstadt Teheran entfernt. Am Morgen hatte Israels Militär mit Angriffen auf das Schienennetz im Iran gedroht. Wer mit dem Zug reist oder sich in der Nähe von Bahnstrecken aufhält, gefährde sein Leben, hieß es in einem persischen Post auf X.
13.15 Uhr: Paris warnt vor Angriffen auf zivile Infrastruktur im Iran
Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot hat vor von US-Präsident Donald Trump angedrohten Angriffen auf zivile Infrastruktur im Iran gewarnt. "Wenn wir uns alle gegen Angriffe auf zivile und energetische Infrastrukturen aussprechen, dann vor allem, weil sie nach den Regeln der Kriegsführung und dem Völkerrecht ausgeschlossen sind, und zweitens, weil sie im Falle des Krieges im Iran zweifellos eine neue Phase der Eskalation und Vergeltungsmaßnahmen einleiten würden", sagte Barrot dem Sender France Info.
Entsprechende Angriffe würden die Region und die Weltwirtschaft in einen beunruhigenden Teufelskreis stürzen. "Wir erleben bereits einen sprunghaften Anstieg der Kraftstoffpreise. Würden die Energieinfrastrukturen im Iran angegriffen, ist mit Vergeltungsmaßnahmen des iranischen Regimes zu rechnen, die eine ohnehin schon besorgniserregende Lage weiter verschärfen würden", sagte Barrot.
12.59 Uhr: Iran droht mit Ausweitung von Angriffszielen
Die iranischen Revolutionsgarden drohen mit Angriffen außerhalb der Golfregion, sollten die USA rote Linien überschreiten. In einer Erklärung kündigen sie zudem an, die Infrastruktur der USA und deren Partner in der Region ins Visier zu nehmen. Die Öl- und Erdgasversorgung aus der Region könnte jahrelang unterbrochen werden, heißt es weiter. Man gebe die Zurückhaltung auf.
US-Präsident Donald Trump hat dem Iran eine Frist bis Mittwoch um 2 Uhr (MESZ) gesetzt, um die Straße von Hormus wieder freizugeben. Anderenfalls will er Brücken und Kraftwerke in der Islamischen Republik zerstören lassen.
12.52 Uhr: Schüsse vor israelischem Konsulat in Istanbul
Bei einem längeren Schusswechsel vor dem Gebäude des israelischen Konsulats in Istanbul sind am Dienstag mindestens zwei Angreifer getötet worden. Ein weiterer wurde schwer verletzt, wie aus Medienberichten und Videoaufnahmen der Nachrichtenagentur Reuters hervorgeht. Zudem seien zwei Polizisten verletzt worden, berichteten Medien. Die genaue Zahl der Toten war zunächst unklar.
12.20 Uhr: Offenbar neue Angriffe auf iranische Öl-Insel Charg
Der Iran hat neue Explosionen auf der Insel Charg im Persischen Golf gemeldet. Die Nachrichtenagentur Mehr berichtete, die Insel werde angegriffen. Dort hatte das US-Militär bereits Mitte März Luftangriffe ausgeführt. Details zu den möglichen aktuellen Zielen waren zunächst nicht bekannt.
Im Persischen Golf südlich des iranischen Festlands liegen mehrere Inseln von strategischer Bedeutung für die Führung in Teheran. Sie spielen auch wirtschaftlich eine wichtige Rolle. Die iranische Insel Charg ist das wichtigste Exportterminal für iranisches Erdöl im Persischen Golf. Ein großer Teil der Ölproduktion wird von dort verschifft. Im Iran-Irak-Krieg (1980–1988) war Charg wegen seiner strategischen Bedeutung wiederholt Ziel von Angriffen.
12.06 Uhr: Vorerst wohl kein israelischer Angriff auf Masnaa
Das israelische Militär verzichtet einem Insider zufolge vorerst auf einen Angriff auf den wichtigen Grenzübergang Masnaa zwischen Syrien und dem Libanon. Der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam habe nach Gesprächen mit syrischen Vertretern eine US-Garantie erwirkt, dass der Übergang nicht angegriffen werde, sagt die mit der Angelegenheit vertraute Person.
Israel hatte mit einem Angriff gedroht, da die libanesische Hisbollah-Miliz den Übergang für Waffenschmuggel nutze. Dem Insider zufolge ist Masnaa gegenwärtig geschlossen.
11.58 Uhr: Offenbar neuer iranischer Angriff auf Saudi-Arabien
Der Iran hat nach eigenen Angaben eine petrochemische Anlage in Saudi-Arabien angegriffen. Die Meldung der halboffiziellen Nachrichtenagentur Fars bezieht sich auf den Komplex in Dschubail im Osten des Landes. Eine Stellungnahme der Regierung in Riad liegt bisher nicht vor.
11.03 Uhr: Iran meldet 18 Tote bei Luftangriff im Norden des Landes
Ein Luftangriff hat in der iranischen Provinz Albors nordwestlich von Teheran laut staatlichen Medienberichten mindestens 18 Menschen getötet. Weitere 24 Menschen seien bei dem Angriff am Dienstag verletzt worden, berichtete die der Justiz nahestehende Nachrichtenagentur Misan. Das genaue Ziel des Angriffs war zunächst unklar. Eine Reihe schwerer Luftangriffe traf auch Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran, darunter ein mögliches Waffenlager in den Bergen und Wohngebiete.
10.38 Uhr: Ukrainischer Geheimdienst – Russland unterstützt Iran mit Satellitendaten in Nahost
Russland hat einem ukrainischen Geheimdienstbericht zufolge den Iran mit Satellitendaten beliefert. So seien Dutzende militärische Anlagen und kritische Infrastruktur im Nahen Osten ausgespäht worden, um den Iran bei Angriffen auf US-Streitkräfte und andere Ziele zu unterstützen.
Das undatierte Dokument, das der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt, belegt zudem eine enge Zusammenarbeit russischer und iranischer Hacker. Zwischen dem 21. und 31. März hätten russische Satelliten demnach bei mindestens 24 Überflügen über elf Ländern im Nahen Osten 46 Objekte erfasst. Darunter befänden sich US-Militärstützpunkte sowie Flughäfen und Ölfelder.
10.11 Uhr: Linken-Politiker Bartsch – Berlin und Verbündete müssen Druck auf Trump erhöhen
Der Linken-Politiker Dietmar Bartsch sieht kaum Möglichkeiten, den Kurs von US-Präsident Donald Trump im Iran-Krieg noch zu beeinflussen. Deutschland müsse wie andere Länder dennoch versuchen, den Druck auf Trump nochmals zu erhöhen, sagte Bartsch im ARD-"Morgenmagazin". Der Krieg müsse "schnellstmöglich beendet werden". Allerdings sei Trump "die Meinung auch von (Bundeskanzler) Friedrich Merz sehr, sehr wenig wert". Der Einfluss Deutschlands sei gering.
09.46 Uhr: Bericht – Drei Kinder bei Luftangriff nahe Teheran getötet
Bei einem Luftangriff nahe der iranischen Hauptstadt Teheran sind einem Bericht zufolge drei Kinder ums Leben gekommen. Bei der Attacke am frühen Morgen sei ein Wohnhaus in der Pendlerstadt Pardis getroffen worden, berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur Mehr. Insgesamt seien aus den Trümmern bislang sechs Leichen geborgen worden.
09.44 Uhr: CDU-Politiker setzt noch auf Verhandlungslösung im Iran-Krieg
CDU-Außenpolitiker Jürgen Hardt hofft trotz aller Drohungen von US-Präsident Donald Trump noch auf eine Verhandlungslösung im Iran-Krieg. "Ich glaube nach wie vor, dass sowohl diese Ultimaten als auch die Zusammenziehung von Bodentruppen in der Region alles Drohszenarien sind, die den Iran dazu bringen sollen, auf eine wie auch immer geartete Verhandlungslösung einzustimmen", sagte Hardt im "Frühstart" von RTL/ntv.
08.57 Uhr: Chef der Energieagentur – Iran-Krieg wird geopolitische Lage im Energiebereich ändern
Die aktuelle Energiekrise infolge des Iran-Kriegs wird nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) die geopolitische Lage im Energiebereich "grundlegend verändern". IEA-Direktor Fatih Birol sagte der französischen Zeitung "Figaro", die aktuelle Krise sei "schwerwiegender als die Krisen von 1973, 1979 und 2022 zusammen". Es gebe aber auch "Gründe für Optimismus": So werde die Energiekrise etwa den Ausbau der Erneuerbaren Energien beschleunigen.
08.55 Uhr: Iran greift Großraum Tel Aviv mit Streumunition an
Bei einem neuen Raketenangriff auf den Großraum Tel Aviv hat der Iran nach israelischen Militärangaben erneut international geächtete Streumunition eingesetzt. Am Morgen heulten auch im Stadtzentrum der Küstenmetropole die Warnsirenen, die Bürger liefen in Schutzräume. Es waren dumpfe Explosionen zu hören.
Ein israelischer TV-Sender berichtete, es habe etwa zehn Einschlagsorte gegeben. Dabei sei Sachschaden an Gebäuden und Fahrzeugen verursacht worden. Berichte zu Verletzten gab es zunächst nicht. Auch die Hafenstadt Eilat an der Südspitze Israels wurde laut Medienberichten mit Streumunition angegriffen. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hatte die iranischen Angriffe mit Streumunition auf israelische Bevölkerungszentren zuletzt verurteilt.
08.48 Uhr: Bedeutender Erdölindustrie-Komplex in Saudi-Arabien offenbar bei Angriffen beschädigt
In Saudi-Arabien ist laut einem Augenzeugenbericht in der Nacht ein bedeutendes Erdöl-Industriegebiet angegriffen und beschädigt worden. In den Industrieanlagen des Konzerns Saudi Basic Industries Corporation (Sabic) im ostsaudiarabischen Dschubail sei nach einem Angriff ein Brand ausgebrochen, es hätten sich "sehr starke Detonationen" ereignet, hieß es von einem Menschen vor Ort gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.
Das Industriegebiet von Dschubail ist eines der größten der Welt. Dort befinden sich Stahlwerke, Erdölraffinerien und Fabriken für weitere Erdölprodukte, Schmieröl und Kunstdünger. Saudi-Arabien wirft dem Iran seit dem Beginn des Nahost-Kriegs am 28. Februar regelmäßige Angriffe auf seine Infrastruktur vor.
07.51 Uhr: Israel warnt Menschen im Iran vor Zugfahrten
Das israelische Militär hat die Menschen im Iran dazu aufgefordert, keine Züge zu benutzen und sich nicht in der Nähe von Bahnstrecken aufzuhalten. "Zu Ihrer eigenen Sicherheit bitten wir Sie höflich, ab sofort bis 21 Uhr iranischer Zeit auf die Nutzung von Zügen und Zugfahrten im gesamten Iran zu verzichten", teilte das Militär in persisch auf X mit. "Ihre Anwesenheit in Zügen und in der Nähe von Bahnstrecken gefährdet Ihr Leben."
07.01 Uhr: Regensburger Politikwissenschaftlerin rechnet mit langem Iran-Krieg
Die Regensburger Politikwissenschaftlerin Gerlinde Groitl rechnet mit einem längeren Iran-Krieg und fordert Europäer und Deutschland auf, die eigenen Interessen zu sortieren und zu definieren. Insbesondere der Schifffahrtsverkehr durch die Straße von Hormus sei sehr schwer zu schützen, wegen der Gefahr durch Drohnen.
"Klug wäre es von europäischer Seite, sich weniger in Abgrenzung zu Donald Trump zu positionieren, sondern einfach mal offen darüber nachzudenken, was denn unsere eigenen Interessenlagen in der Region sind und was man dann auch selber bereit ist zu tun", sagte die Lehrstuhlinhaberin für Internationale Politik an der Uni Regensburg in der ARD-Infonacht. Groil erinnerte an die Präsenz der deutschen Marine im Roten Meer, "die diese Meerenge überwacht, ein Lagebild macht, um die Freiheit der Seewege zu garantieren".
06.07 Uhr: Kammer – Russland gewinnt Milliarden durch Hormus-Blockade
Russland erzielt nach Berechnungen der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer durch die faktische Sperrung der Straße von Hormus mit seinen Rohstoffexporten hohe zusätzliche Milliardeneinnahmen. Die Gewinne Russlands beim Export von Öl, Gas und Dünger beliefen sich auf monatlich mehr als zehn Milliarden Euro, teilte die Kammer mit. "Russland ist damit der große Gewinner des neuen Krieges im Nahen Osten", sagte Matthias Schepp, der Vorstandsvorsitzende der Kammer, der Deutschen Presse-Agentur.
05.31 Uhr: Israelische Armee gibt neue Angriffswelle gegen den Iran bekannt
Die israelische Armee hat eine neue Angriffswelle gegen den Iran bekanntgegeben. Dabei sei "Infrastruktur des iranischen Terror-Regimes in Teheran und in zusätzlichen Gebieten im Iran" anvisiert worden, teilte die Armee im Onlinedienst X mit. Zugleich erklärte sie, die israelische Luftabwehr reagiere derzeit auf Raketenangriffe aus dem Iran.
Iranische Staatsmedien meldeten derweil Explosionen in Teheran und der nahegelegenen Stadt Karadsch. Die iranischen staatlichen Nachrichtenagenturen Fars und Mehr gaben keine weiteren Details bekannt.
05.29 Uhr: Explosionen über Damaskus – Israel wehrt iranische Raketen ab
In der syrischen Hauptstadt Damaskus und dem Umland waren in den frühen Morgenstunden Explosionen zu hören. Sie wurden durch das israelische Abfangen iranischer Raketen verursacht, meldete das syrische Staatsfernsehen. Weitere Details lagen zunächst nicht vor.
05.27 Uhr: Iranische Armee weist Trumps "arrogante Rhetorik" zurück
Nach den jüngsten Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran hat die iranische Armee dessen "arrogante Rhetorik" zurückgewiesen. "Die grobe und arrogante Rhetorik sowie die haltlosen Drohungen des verwirrten US-Präsidenten, der in einer Sackgasse steckt und die aufeinanderfolgenden Niederlagen der US-Armee rechtfertigt, haben keinen Einfluss auf die Fortsetzung der Offensive und der vernichtenden Einsätze" der iranischen Armee, erklärte ein Sprecher des zentralen Einsatzkommandos Chatam al-Anbija am Montag in einer von iranischen Staatsmedien verbreiteten Stellungnahme.s
05.26 Uhr: US-Kreise – Spezialeinheiten bei Rettungsmission im Iran
Zu den US-Truppen, die an der Rettung des Piloten und des Waffenoffiziers eines über dem Iran abgeschossenen Kampfjets beteiligt waren, gehörten auch Spezialeinheiten. Das teilte ein US-Offizier unter Zusicherung von Anonymität mit. Bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus erklärte Pentagonchef Pete Hegseth am Montag, dass "unsere Spezialkräfte, Piloten und Unterstützungsteams unter Beschuss nahezu perfekt agiert" hätten. Allerdings bestätigte er nicht, dass US-Truppen iranischen Boden betreten hätten.
05.25 Uhr: Kampfjet-Rettungsmission – Mehr als 150 Flugzeuge beteiligt
An der Rettung des Waffenoffiziers eines abgeschossenen US-Kampfjets im Iran waren nach Angaben von Präsident Donald Trump mehr als 150 Flugzeuge beteiligt. Ein großer Teil davon sei für ein Täuschungsmanöver an verschiedenen Orten im Einsatz gewesen, sagte der Republikaner im Weißen Haus. Der verletzte Offizier selbst sei unterdessen stark blutend steile Felswände hinaufgeklettert. Während er seine Wunden versorgt habe, habe er Kontakt zu den US-Streitkräften aufgenommen.
Dienstag, 7. April 2026
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