07.03.2026, Iran, Teheran: Flammen steigen aus einem Öllager südlich der Hauptstadt auf, als die Stadt während der amerikanisch-israelischen Militärkampagne getroffen wird.
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Israels Militär greift Öllager in Teheran an
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Israels Militär greift Öllager in Teheran an

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Nahost-Ticker: News vom 7. März in der Nachlese

Nahost-Ticker: News vom 7. März in der Nachlese

Die News vom 7. März in der Ticker-Nachlese.

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 3-Nachrichten am .

Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.

23.24 Uhr: Spanien räumt Botschaft in Teheran

Spanien hat das Personal seiner Botschaft in Teheran angesichts anhaltender Angriffe der USA und Israels auf den Iran aus Sicherheitsgründen abgezogen. Der Botschafter und wichtige Mitglieder der Belegschaft, die bislang in der iranischen Hauptstadt geblieben seien, hätten soeben die Grenze zu Aserbaidschan überquert und seien in Sicherheit, schrieb Außenminister José Manuel Albares am Samstag in einem Beitrag auf der Online-Plattform X. Die übrigen spanischen Botschaften in der Region seien weiterhin im Dienst und nähmen Notrufe entgegen.

22.59 Uhr: Trump will kurdische Milizen nicht in Iran-Krieg hineinziehen

US-Präsident Donald Trump hat eine Einbindung kurdischer Milizen in den Iran-Krieg ausgeschlossen. Zwar seien kurdische Kämpfer in der Region bereit, Bemühungen zu unterstützen, die Führung in Teheran zu stürzen, sagte Trump. Doch würde ihre Beteiligung den Konflikt noch komplizierter machen, als er ohnehin schon sei. "Der Krieg ist schon kompliziert genug, ohne dass man die Kurden mitmischen lässt", sagte Trump.

22.55 Uhr: Trump an Starmer – "Brauchen euch nicht mehr"

US-Präsident Donald Trump hat sich spöttisch über den britischen Premierminister Keir Starmer geäußert. "Das Vereinigte Königreich, unser einstiger großer Verbündeter, vielleicht sogar der größte von allen, erwägt nun ernsthaft, zwei Flugzeugträger in den Nahen Osten zu entsenden", schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. "Das ist in Ordnung, Premierminister Starmer, wir brauchen sie nicht mehr – aber wir werden uns daran erinnern. Wir brauchen keine Leute, die sich erst dann an Kriegen beteiligen, wenn wir sie bereits gewonnen haben!" Starmer hatte bereits vor einigen Tagen Kritik von Trump zurückgewiesen und erklärt, er stehe zu seiner Entscheidung, die ersten gemeinsamen Angriffe der USA und Israels nicht unterstützt zu haben. Trump hatte ihm zuvor vorgeworfen, zu lange mit der Freigabe von Luftwaffenstützpunkten gewartet zu haben. "Es ist meine Pflicht, zu beurteilen, was im nationalen Interesse Großbritanniens ist", hatte Starmer dazu gesagt.

22.53 Uhr: Zeremonie im Beisein Trumps – Leichen von im Iran-Krieg getöteten Soldaten in die USA überführt

Unter den Augen von US-Präsident Donald Trump sind am Samstag die Leichen der sechs im Iran-Krieg getöteten US-Soldaten in die Vereinigten Staaten überführt worden. Trump salutierte, als die mit US-Flaggen bedeckten Särge aus einem Militärflugzeug ausgeladen und an ihm vorbeigetragen wurden. An der Zeremonie auf einem Luftwaffenstützpunkt im Bundesstaat Delaware nahmen auch Vizepräsident JD Vance und seine Frau Usha, Pentagon-Chef Pete Hegseth, US-Generalstabschef Dan Caine sowie First Lady Melania Trump teil. 

22.45 Uhr: Türkei – Rubio dementiert Pläne für kurdischen Vorstoß in Iran

US-Außenminister Marco Rubio hat nach Angaben seines türkischen Kollegen Hakan Fidan Berichte dementiert, wonach die USA kurdische Kräfte im Nordirak für einen Angriff auf den Iran gewinnen wollen. Rubio habe ihm kürzlich in einem Telefonat versichert, dass so etwas nicht beabsichtigt sei, sagte Fidan in Istanbul. Er warf Israel vor, kurdische Gruppen in der Region als "Stellvertreter" in den Kampf gegen den Iran hineinziehen zu wollen.

22.38 Uhr: Bundesregierung zieht Personal der Botschaft in Teheran ab

Nach weiteren schweren Angriffen der USA und Israels auf den Iran hat die Bundesregierung das Personal der deutschen Botschaft in der Hauptstadt Teheran vorübergehend in Sicherheit gebracht. Aus dem Auswärtigen Amt in Berlin hieß es, das Personal sei aufgrund der Bedrohungslage temporär aus dem Land verlegt worden. Die Erreichbarkeit der Botschaft sei aber weiterhin gewährleistet. "Die temporäre Verlegung folgt einer Reduzierung, die bereits Mitte Januar vorsorglich erfolgte", hieß es weiter.

22.34 Uhr: Selenskyj – Habe Saudi-Arabien Hilfe bei Abwehr iranischer Drohnen angeboten

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat erklärt, er habe mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman über die Lage im Iran und im Nahen Osten gesprochen. Dabei habe er sein Angebot bekräftigt, bei der Bekämpfung iranischer Drohnen zu helfen. Die Ukraine kämpfe seit Jahren gegen vom Iran entwickelte Drohnen des Typs Shahed. Jeder wisse, dass kein anderes Land der Welt über solche Erfahrungen damit verfüge wie die Ukraine. "Wir sind bereit zu helfen und erwarten, dass auch unser Volk die notwendige Unterstützung erhält", sagt Selenskyj mit Blick auf den Angriffkrieg Russlands auf die Ukraine. Selenskyj hatte bereits jüngst gesagt, er habe mit Bahrain, Jordanien, Kuwait, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten über das Thema gesprochen. Schließlich werde die Ukraine immer wieder mit solchen Drohnen von Russland angegriffen. Selenskyj hatte auch gesagt, er werden den USA helfen, indem er Spezialisten zur Bekämpfung dieser Waffen zur Verfügung stelle.

21.30 Uhr: Israels Militär – Auch iranische Ölreserven angegriffen

Das israelische Militär hat nach Angaben eines Militärsprechers erstmals die nationalen Ölreserven des Irans in Teheran angegriffen. Ein Militärsprecher sagte, dies sei ein Teil der Maßnahmen gegen Einrichtungen der iranischen Führung. Es seien etwa 30 Öltanks angegriffen worden. Nach Angaben des iranischen Staatssenders IRIB bestätigten die Revolutionsgarden (IRGC) die Bombardierung einer Ölraffinerie im Süden der Hauptstadt Teheran. Als Reaktion sei die Ölanlage im israelischen Haifa mit Raketen beschossen worden, so die IRGC in einer Mitteilung.

21.15 Uhr: Erneut mehrere Explosionen in Jerusalem

In Jerusalem sind am Samstagabend erneut Explosionen zu hören gewesen. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten von rund einem dutzend Detonationen. Die israelische Armee hatte zuvor iranische Raketenangriffe auf Israel gemeldet. Im Zentrum des Landes und im besetzten Westjordanland wurde Luftalarm ausgelöst. Nach Angaben des Rettungsdiensts Magen David Adom wurden zunächst keine Verletzten gemeldet.

20.59 Uhr: Netanjahu – Israel hat viele Überraschungen für nächste Kriegsphase

Israel hat nach den Worten von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu für die nächste Phase im Krieg gegen den Iran "einen organisierten Plan mit vielen Überraschungen" parat. Ziel sei, die Führung in Teheran zu destabilisieren und einen Wandel in der Islamischen Republik zu ermöglichen, sagte Netanjahu. Die israelische Armee werde den Krieg "mit all unserer Kraft". "Wir haben einen systematischen Plan, um das iranische Regime auszulöschen und viele andere Ziele zu erreichen", so Netanjahu.

20.54 Uhr: Behörden – Trümmerteile töten Mann in Dubai

In Dubai ist ein Mann durch Trümmerteile gestorben. Die Behörden teilten mit, ein asiatischer Mann sei ums Leben gekommen, nachdem Trümmerteile im Zuge eines Luftabfangmanövers auf ein Fahrzeug gefallen seien. Der Vorfall habe sich im westlichen Stadtteil Al Barsha ereignet. Zuvor hatte die Fluggesellschaft Emirates ihre Flüge von und nach Dubai vorübergehend ausgesetzt, die Behörden hatten auch hier von Gefahr durch Trümmerteile gesprochen. Die Dubaier Behörden teilen zudem mit, bei einem dritten Zwischenfall seien Trümmerteile an der Fassade eines Hochhauses in der Dubai Marina niedergegangen. Niemand sei verletzt worden.

20.26 Uhr: Sicherheitskreise – Raketen über US-Botschaft in Bagdad abgefangen

Über der US-Botschaft in der irakischen Hauptstadt Bagdad sind am Samstagabend nach Angaben aus Sicherheitskreisen mehrere Raketen abgefangen worden. "Vier Raketen wurden in Richtung der Botschaft abgefeuert", sagte ein Sicherheitsbeamter. Drei von ihnen seien abgefangen worden. Die vierte Rakete sei auf dem Luftwaffenstützpunkt der Botschaft eingeschlagen.

20.03 Uhr: Explosionen in irakischen Städten Bagdad und Erbil

In der irakischen Hauptstadt Bagdad und in Erbil im Norden des Landes ist es am Samstagabend zu Explosionen gekommen. Das berichteten Journalisten vor Ort. Unklar war zunächst, woher die Explosionen kamen. In Bagdad sagte ein Augenzeuge, er habe nahe der Grünen Zone, wo sich unter anderem die US-Botschaft befindet, Luftabwehraktivität gesehen. In der Nähe des Flughafens von Bagdad sind seit Beginn des Iran-Kriegs wiederholt Drohnen abgefangen worden.

19.56 Uhr: Türkei warnt vor Bürgerkrieg und Flüchtlingswelle

Der türkische Außenminister Hakan Fidan sagt, sein Land lehne alle Szenarien ab, die auf einen ethnisch motivierten Bürgerkrieg im Iran abzielten. Ein solches Szenario könne eine neue Flüchtlingswelle auslösen, sagt Fidan auf in Istanbul. Er warnt zugleich den Iran davor, weitere Raketen auf die Türkei abzufeuern. Die Luftabwehr der Nato hatte vor einigen Tagen eine Rakete zerstört, die auf dem Weg in den türkischen Luftraum war.

19.55 Uhr: Teheran von heftigen Explosionen erschüttert

Die iranische Hauptstadt Teheran ist am Samstagabend erneut von heftigen Explosionen erschüttert worden. Ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP sah einen Feuerball und Rauch über dem Süden von Teheran. Iranische Medien berichteten ebenfalls von Explosionen, außerdem war die Luftabwehr im Einsatz.

19.46 Uhr: Iran – Wenn Trump Eskalation anstrebt, wird er sie bekommen

Irans Außenminister Abbas Araghtschi schreibt auf X, die Offenheit des iranischen Präsidenten Massud Peseschkian für eine Deeskalation in der Region sei quasi umgehend von US-Präsident Donald Trump zunichte gemacht worden. Wenn Trump eine Eskalation anstrebe, dann werde er diese auch bekommen. Die Verantwortung für "jede Intensivierung der Selbstverteidigung" des Iran liege allein bei den USA. Er habe Trumps Gesandte gewarnt, dass ein Krieg die Verhandlungsposition nicht verbessern werde.

19.31 Uhr: Ministerium – Jüdischer Siedler erschießt Palästinenser im Westjordanland

Ein israelischer Siedler hat nach palästinensischen Angaben im besetzten Westjordanland einen 27-jährigen Palästinenser erschossen. Der Mann sei in der Ortschaft Masafer Yatta nahe Hebron getötet worden, teilt das Gesundheitsministerium mit. Das israelische Militär teilt mit, der Schütze sei ein Reservist gewesen, der nach einem Bericht über Zusammenstöße zwischen Siedlern und Palästinensern an den Ort gekommen sei. Der Vorfall werde untersucht. Masafer Yatta gehört zu den Orten, an denen Palästinenser laut den Vereinten Nationen in den letzten zwei Jahren zunehmend durch stark angestiegene Gewalt von Siedlern vertrieben wurden.

19.22 Uhr: Abu Dhabi – Weiter um Versorgung globaler Märkte mit Öl bemüht

Der staatliche Ölkonzern ADNOC aus Abu Dhabi hat erklärt, er sei weiter bemüht, die Versorgung der globalen Märkte sicherzustellen. ADNOC nutze weiter seine Exportkapazitäten, die die Straße von Hormus umgingen, sowie seine internationalen Lagerstätten. Die Offshore-Produktionsmengen würden entsprechend der Lagerbedürfnisse gesteuert. Man stehe mit den betroffenen Kunden in Kontakt.

19.15 Uhr: Auch Kuwait drosselt offenbar Ölförderung - "Höhere Gewalt"

Wegen des fortdauernden Iran-Kriegs hat nun auch Kuwait seine Ölförderung gedrosselt. Die staatliche Kuwait Petroleum Corporation (KPC) habe die Rohölproduktion und die Raffineriedurchleitung reduziert, wie aus einer Händlernotiz hervorgeht. Als Gründe wurden explizite Drohungen des Iran gegen die Schifffahrt in der Straße von Hormus sowie anhaltende iranische Angriffe auf Kuwait genant. Zudem gebe es im Persischen Golf kaum noch verfügbare Schiffe für den Transport von Rohöl und Öl-Produkten. Die KPC habe bei ihrem Vorgehen auf "Höhere Gewalt" ("Force Majeure") verwiesen.

19.09 Uhr: Neue Angriffe in Emiraten und Saudi-Arabien

Irans Angriffe in den Golfstaaten halten an. In der emiratischen Metropole Dubai habe es einen weiteren "Zwischenfall" gegeben, teilte das Medienbüro der Stadt mit. Nach einem abgewehrten Angriff seien Trümmerteile in die Fassade eines Gebäudes an der Marina gestürzt. Opfer habe es nicht gegeben.

18.39 Uhr: Österreich verlegt Botschaft von Teheran nach Baku

Wegen des Iran-Kriegs hat Österreich seine Botschaft in Teheran vorübergehend in die aserbaidschanische Hauptstadt Baku verlegt. "Der Konsularbetrieb ist bis auf weiteres eingestellt", hieß es aus dem Außenministerium in Wien. Am Donnerstag hatte bereits Italien angekündigt, seine Botschaft in Teheran zu schließen und die Mitarbeiter nach Baku zu verlegen. 

18.38 Uhr: Israel – 16 Flugzeuge von iranischer Eliteeinheit auf Teheraner Flughafen zerstört

Bei ihren Angriffen auf den Teheraner Flughafen Mehrabad hat die israelische Armee nach eigenen Angaben Flugzeuge einer Eliteeinheit der iranischen Revolutionsgarden zerstört. In der Nacht zum Samstag habe die israelische Luftwaffe "eine massive Angriffswelle in Teheran und auf militärische Infrastruktur auf dem Flughafen Mehrabad ausgeführt", teilte die israelische Armee am Nachmittag mit. 

18.31: 500 bei Iran-Demon in München

An einer Demonstration im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg nehmen zur Stunde rund 500 Menschen teil. Diese Zahl nannte ein Polizeisprecher auf Anfrage. Die Versammlung dient der Unterstützung des Schah-Sohns Reza Pahlavi als mögliches neues Staatsoberhaupt im Iran. Angemeldet wurde die Versammlung einschließlich Demonstrationszug mit dem Ausgangspunkt am Königsplatz bis 20 Uhr.

18.29 Uhr: USA sehen Iran hinter Drohnenangriff in Aserbaidschan

Auch die US-Regierung sieht den Iran hinter einem Drohnenangriff auf Aserbaidschan am Donnerstag. Es handele sich dabei um eine eklatante Verletzung der Souveränität des Landes und eine "unnötige Eskalation der Aggression" des Irans, sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Washington laut einer Mitteilung. "Angriffe auf das Gebiet unserer Partner sind inakzeptabel und werden mit entschlossener Unterstützung der USA für diese Partner beantwortet werden", hieß es darin. 

18.02 Uhr: US-Streitkräfte verlegen Bomber nach Großbritannien

Die US-Streitkräfte haben weitere Langstreckenbomber nach Großbritannien verlegt. Das Verteidigungsministerium in London bestätigte am Nachmittag, dass die USA britische Stützpunkte für "spezifische Verteidigungsoperationen" im Iran-Krieg nutzten. Nachdem am Freitag der erste Militärflieger des Typs B-1 Lancer in Gloucestershire angekommen war, erreichten am Samstag drei weitere die RAF-Basis Fairford, wie britische Medien übereinstimmend berichteten.

17.52 Uhr: VAE-Präsident - Emirate sind "keine leichte Beute"

Der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Mohammed bin Zayed Al Nahyan, betont in seiner ersten Rede seit Beginn des Nahost-Kriegs die Widerstandsfähigkeit seines Landes. "Die VAE haben eine dicke Haut und bitteres Fleisch - wir sind keine leichte Beute", sagt das Staatsoberhaupt in einer im Fernsehen übertragenen Ansprache. Die Emirate würden ihre Pflicht erfüllen und alle Einwohner schützen, fügt er bei einem Besuch von Verletzten hinzu. Der Iran hat inmitten von US-israelischen Angriffen auch Raketen auf das Golfland abgefeuert.

17.42 Uhr: Irans Justizchef - Angriffe auf Unterstützer der USA und Israels werden weitergehen

Irans Justizchef Gholamhossein Mohseni Edschei hat klargestellt, dass sein Land weiterhin Nachbarländer angreifen wird, die in Teherans Augen die USA und Israel unterstützen. "Beweise der iranischen Streitkräfte zeigen, dass die Geografie einiger Länder offen oder verdeckt dem Feind zu Verfügung steht", sagte der Hardliner, der der iranischen Übergangsführung angehört, am Samstag. "Die heftigen Angriffe auf diese Ziele werden weitergehen."

Israelische Kampfjets haben in der vergangenen Nacht wieder den Iran attackiert. In der Hauptstadt Teheran traf es den Flughafen. Auch umgekehrt flogen Raketen - mit dem Ziel Israel.
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Israelische Kampfjets haben wieder den Iran attackiert. In der Hauptstadt Teheran traf es den Flughafen. Auch umgekehrt flogen Raketen.

15.59 Uhr: Tanker im Persischen Golf mit Drohne angegriffen

Die iranischen Revolutionsgarden haben am Samstag nach eigenen Angaben einen Öltanker im Persischen Golf angegriffen. Das Schiff mit dem Namen "Louise P", das unter der Flagge der Marshall-Inseln fahre und "mit dem terroristischen Amerika in Verbindung" stehe, sei mit einer Drohne angegriffen worden, teilten die Revolutionsgarden im Internet mit. Der Tanker sei von einer Drohne getroffen worden.

Kurz zuvor hatten die Revolutionsgarden laut der Nachrichtenagentur Tasnim mitgeteilt, sie hätten am Samstag einen Öltanker in der strategisch und wirtschaftlich wichtigen Straße von Hormus angegriffen. Das Schiff "Prima" sei am Morgen von einer Drohne getroffen worden

15.50 Uhr: Kurden im Irak melden erneute Angriffe

Im Zuge der Eskalation im Iran gerät auch die kurdische Minderheit im benachbarten Irak weiter unter Beschuss. In Erbil, der Hauptstadt der autonomen Kurdenregion im Nordosten, wurde gestern Abend eine Drohne abgefangen. Herabfallende Trümmerteile hätten ein Hotel getroffen, sagten Kurdenvertreter der Deutschen Presse-Agentur. Videos nach dem Angriff zeigten Rauchwolken an dem Hotel und Einsatzfahrzeuge. Opfer gab es örtlichen Berichten zufolge nicht.

14.54 Uhr: Saudi-Arabien und Pakistan beraten über gemeinsame Verteidigung

Angesichts der Raketenangriffe aus Iran haben der saudische Verteidigungsminister und das Militär der Atommacht Pakistan über die Umsetzung eines gemeinsamen Verteidigungsabkommens gesprochen. Bei seinem Treffen mit dem pakistanischen Armeechef Asim Munir habe man besprochen, welche Maßnahmen nötig seien, um die iranischen Angriffe auf Saudi-Arabien zu stoppen, sagte der saudische Verteidigungsminister Chalid bin Salman auf X. Weitere Details wurden nicht genannt.

Zwischen den beiden Länder besteht seit 2025 ein Verteidigungspakt. Demnach wird jeder Angriff auf einen der beiden Staaten als Angriff auf beide Länder gewertet. Mit der Vereinbarung könnte Saudi-Arabien zumindest theoretisch auch Schutz durch pakistanische Atomwaffen erhalten.

14.35 Uhr: Tanker in Straße von Hormus getroffen

Die iranischen Revolutionsgarden haben staatlichen Medien zufolge einen Tanker in der Straße von Hormus getroffen. Das Schiff fahre unter der Flagge der Marshallinseln, heißt unter Berufung auf die Eliteeinheit.

14.30 Uhr: Türkei erwägt Stationierung von F-16-Jets auf Zypern

Die Türkei erwägt einem Insider zufolge die Stationierung von F-16-Kampfjets auf Zypern. Dies sei einer der Schritte, die angesichts der Ausweitung der Konflikte in der Region zum Schutz des türkischen Nordteils der Insel geprüft würden, sagt ein Vertreter des Verteidigungsministeriums.

14.17 Uhr: Hardliner attackieren Irans Präsident nach Entschuldigung

Irans Präsident Massud Peseschkian löst mit seiner Entschuldigung bei Nachbarstaaten für Angriffe im eigenen Land Kritik aus. Hardliner werfen ihm vor, Schwäche zu zeigen, den nationalen Stolz zu verletzen und dem Land zu schaden.

Der Abgeordnete Dschalah Raschidi-Kutschi schrieb auf der Plattform X: "Mit allem Respekt, Herr Präsident, eine Entschuldigung wird ausgesprochen, wenn ein Fehler gemacht wurde (...) Aber wir haben keinen Fehler gemacht." Raschidi-Kutschi warf dem Präsidenten vor, seine Botschaft habe keinerlei Zeichen von Autorität gehabt und sei nur schwach gewesen - was Text, Ausdruck und Körpersprache betreffe.

Der den Hardlinern zugerechnete Parlamentarier Mohammad Manan-Raisi schrieb auf X: "Ihre befremdliche Entschuldigung bei den Nachbarländern hat allgemeines Bedauern ausgelöst (...) Die Angriffe unserer Streitkräfte geben keinerlei Anlass für eine derart erniedrigende Entschuldigung Ihrerseits." Manan-Raisi forderte Präsident Peseschkian auf, "sich umgehend beim Volk für diese erniedrigende Haltung" zu entschuldigen.

13.43 Uhr: Arabische Liga plant morgen Notfallsitzung

Die Arabische Liga plant morgen eine Notfallsitzung zu den iranischen Angriffen unter anderem in der Golfregion. Die Sitzung per Video-Schalte sei am Sonntagmittag geplant, sagte der Vize-Generalsekretär Hussam Saki gegenüber dem staatlichen ägyptischen Fernsehsender Al-Kahera-News. Die staatliche Nachrichtenseite "Al-Ahram" berichtete, das Treffen komme auf Gesuch Saudi-Arabiens. Auch Saudi-Arabiens Staatsfernsehen berichtete von dem geplanten Treffen.

13.32 Uhr: US-Präsident Trump droht Iran mit Ausweitung der Angriffe

US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit der Ausweitung der Angriffe gedroht. Der Iran werde heute sehr hart getroffen und bislang nicht ins Visier genommene Gegenden würden für "komplette Zerstörung und sicheren Tod" ernsthaft geprüft, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Der Iran werde "in die Hölle geprügelt", schrieb Trump.

Der Post auf seiner Plattform folgte auf Aussagen des iranischen Präsidenten Massud Peseschkian, der am Morgen Bedingungen für ein Ende der eigenen Luftangriffe auf Nachbarländer gestellt hatte. Der Iran werde keine Raketen abfeuern und Nachbarländer angreifen, sofern von deren Territorium keine Attacken auf den Iran erfolgten, so Peseschkian.

13.23 Uhr: Hisbollah ruft zur Evakuierung von israelischem Grenzort auf

Die libanesische Hisbollah-Miliz ruft die Bewohner einer nordisraelischen Stadt zur sofortigen Evakuierung auf. "Warnung. Alle Einwohner von Kirjat Schmona sind aufgefordert, den Ort unverzüglich zu verlassen. Begeben Sie sich in den Süden", heißt es in einer Erklärung der Gruppe. Welche Maßnahmen gegen die grenznahe Stadt geplant seien, lässt die Hisbollah offen. Israels Verteidigungsminister Israel Katz hatte die Bevölkerung im Norden dagegen wiederholt aufgefordert, in ihren Häusern zu bleiben. Das israelische Militär werde die Menschen schützen.

13.22 Uhr: VAE fangen zahlreiche Raketen und Drohnen ab

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben am Samstag nach eigenen Angaben 15 Raketen und 119 Drohnen abgefangen. Die Luftabwehrsysteme des Landes hätten 16 ballistische Raketen erkannt, von denen 15 abgefangen und zerstört worden seien, erklärte das Verteidigungsministerium des Landes im Onlinedienst X. Eine Rakete sei ins Meer gestürzt. Zudem habe die Luftabwehr 121 Drohnen entdeckt, von denen 119 abgefangen worden seien. Zwei Drohnen seien über dem Staatsgebiet niedergegangen.

13.01 Uhr: Geistliche im Iran drängen auf schnelle Chamenei-Nachfolge

Im Iran dringen zwei einflussreiche Geistliche auf die rasche Ernennung eines neuen Obersten Führers. Dies sei notwendig, um die Angelegenheiten des Landes besser zu organisieren, zitieren staatliche Medien Großajatollah Naser Makarem Schirasi. Auch Großajatollah Hossein Nouri Hamedani fordert das zuständige Expertengremium zur Eile bei der Auswahl eines Nachfolgers von Ajatollah Ali Chamenei auf. Nach dem Tod Chameneis führt derzeit vorübergehend ein dreiköpfiger Rat die Amtsgeschäfte. Diese Konstellation dürfte – nach den Aufrufen der Geistlichen zu urteilen – zumindest in Teilen des klerikalen Führungszirkels auf Vorbehalte stoßen. US-Präsident Donald Trump hatte gefordert, die USA müssten bei der Wahl des Nachfolgers ein Wort mitreden, was Teheran zurückweist.

12.53 Uhr: Trump kündigt härtere Militärschläge im Iran an

US-Präsident Donald Trump verschärft seine Drohungen gegen die Führung in Teheran. "Heute wird der Iran sehr hart getroffen werden", schreibt Trump in den Sozialen Medien. Es würden nun Gebiete und Gruppen für "völlige Zerstörung und sicheren Tod" in Betracht gezogen, die bislang nicht als Ziele galten. Zugleich erklärt Trump, der Iran habe wegen der unerbittlichen Angriffe der USA und Israels vor seinen Nachbarn kapituliert und sich bei ihnen entschuldigt. Das Land sei nun der "Verlierer des Nahen Ostens".

12.35 Uhr: BSW will USA Militärbasen in Deutschland nicht für Iran-Krieg nutzen lassen

Die BSW-Bundesvorsitzende Amira Mohamed Ali fordert angesichts des Iran-Kriegs eine striktere Haltung Deutschlands gegenüber den USA. "Wenn wir sagen, dass von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgehen darf, dann gilt das auch für die US-Basen", sagte Mohamed Ali auf einem Landesparteitag in Sachsen-Anhalt mit Blick auf die US-Basis in Ramstein.  Ähnlich wie Spanien müsse Deutschland den USA die Nutzung ihrer Basen im Iran-Krieg untersagen.

12.27 Uhr: Linke fordert sichere Fluchtrouten für Iraner

Angesichts des anhaltenden Iran-Kriegs sieht Heidi Reichinnek, Fraktionschefin der Linken im Bundestag, Deutschland in der Pflicht. Die Bundesregierung müsse legale und sichere Fluchtmöglichkeiten für iranische Schutzsuchende schaffen, sagte sie dem "Spiegel" (externer Link, möglicherweise Bezahlschranke). "Nachdem die Menschen in Iran Jahrzehnte unter einem brutalen Regime gelitten haben, bringt nun noch der massive Beschuss durch die USA und Israel die Zivilbevölkerung in große Gefahr", so die Politikerin. Auch umliegende Länder seien keineswegs sicher.

12.25 Uhr: Revolutionsgarden drohen USA wegen Geleitschutz für Schiffe im Persischen Golf

Die iranischen Revolutionsgarden "warten" nach eigenen Angaben darauf, dass das US-Militär Schiffe durch die strategisch und wirtschaftlich bedeutsame Straße von Hormus im Persischen Golf begleiten. "Wir warten auf ihre Präsenz", sagte am Samstag ein Sprecher der Revolutionsgarden, nachdem die US-Regierung vor dem Hintergrund des Iran-Krieges angekündigt hatte, Schiffen in der Meerenge schnellstmöglich Geleitschutz durch die Marine geben zu wollen. "Wir empfehlen den Amerikanern, sich vor jeder Entscheidung an das Feuer auf dem US-Supertanker Bridgeton im Jahr 1987 und an die unlängst angegriffenen Öltanker zu erinnern", sagte der Sprecher laut der Nachrichtenagentur Fars. 

12.18 Uhr: Israel führt Spezialeinsatz im Libanon durch - 26 Tote

Israels Armee hat im Libanon überraschend einen nächtlichen Einsatz mit Militärhubschraubern durchgeführt. Spezialtruppen hätten in der Nacht versucht, Details zum israelischen Luftwaffen-Navigator Ron Arad zu finden der 1986 über dem Südlibanon abgeschossen und von der schiitischen Amal-Miliz gefangen genommen wurde. Das teilte Israels Armee heute mit. Libanons Staatsagentur NNA und libanesische Medien berichteten, vier israelische Apache-Kampfhubschrauber seien in dem Gebiet gelandet. Nach schweren Kämpfen habe es mindestens 26 Tote gegeben, darunter drei libanesische Armeesoldaten. Israel habe während des Einsatzes rund 40 Luftangriffe in dem Gebiet geflogen.

Israel nimmt weiter die vom Iran finanzierte Hisbollah-Miliz ins Visier und greift Ziele im Libanon an.
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Israel nimmt weiter die vom Iran finanzierte Hisbollah-Miliz ins Visier und greift Ziele im Libanon an.

12.11 Uhr: Flugverkehr in Golfregion weiter gestört

Die andauernden Angriffe zwischen Israel, den USA und dem Iran sorgen weiter für Probleme im internationalen Flugverkehr. Der Flugraum über Bahrain bleibe aktuell gesperrt, wie der internationale Flughafen des Landes auf X bekannt. Auch im Irak kündigte die Behörde für zivile Luftfahrt an, dass die Schließung des Luftraums verlängert werde. Diese soll nun vorerst bis Dienstagmittag andauern. Es handle sich um eine Vorsichtsmaßnahme wegen der Sicherheitslage und der aktuellen Entwicklungen in der Region. Die Fluggesellschaft Qatar Airways erklärte, sie werde am Sonntag einen "sicheren Korridor" für eine begrenzte Zahl von Flügen nach Doha nutzen.

12.08 Uhr: Iran greift erneut Militärstützpunkte an - Luftalarm in Jerusalem

Der Iran hat nach israelischen Angaben erneut Jerusalem unter Beschuss genommen. Wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten, ertönte zunächst Luftalarm, später waren mindestens drei laute Explosionen zu hören. Kurze Zeit später hoben die Behörden den Luftalarm wieder auf. Nach Angaben des Rettungsdiensts Magen David Adom wurden zunächst keine Verletzten gemeldet.

Das iranische Militär teilte nach Angaben der Nachrichtenagentur Irna mit, die Marine habe eine "massive Welle von Drohnenangriffen" gegen "US-Militärstützpunkte" und auf Israel gestartet. Ziele seien unter anderem die Militärbasis Minhad in den Vereinigten Arabischen Emiraten und eine weitere in Kuwait gewesen, außerdem eine "strategische Einrichtung" in Israel. Die iranischen Revolutionsgarden teilten später mit, auch der Luftwaffenstützpunkt al-Dhafra in den Vereinigten Arabischen Emiraten sei ins Visier genommen worden.

Im Video: Die aktuelle Lage im Iran

Irans Präsident versprach ein Ende der Angriffe auf die Nachbarländer versprochen, wenn von diesen aus keine Attacken auf den Iran erfolgen.
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Irans Präsident versprach ein Ende der Angriffe auf die Nachbarländer versprochen, wenn von diesen aus keine Attacken auf den Iran erfolgen.

11.54 Uhr: Luftraum über Katar bleibt geschlossen

Der Flugverkehr in der Golfregion wird weiter durch den Iran-Krieg gestört. Da der katarische Luftraum weiterhin gesperrt sei, seien die Flüge von Qatar Airways ausgesetzt, teilte die Fluggesellschaft auf X mit. Man hoffe, am Sonntag unter anderem wieder nach Frankfurt fliegen zu können. Am Morgen hatte das katarische Verteidigungsministerium mitgeteilt, dass eine auf das Staatsgebiet gerichtete Rakete abgefangen worden sei.

11.52 Uhr: Deutsche Bahn meldet Run auf Zugtickets wegen hoher Spritpreise

Die Deutsche Bahn verzeichnet nach eigenen Angaben mehr Buchungen und führt dies auf die gestiegenen Spritpreise zurück. "Wir sehen in diesen Tagen eine erhöhte Nachfrage nach Bahntickets, die sicherlich auch die steigenden Benzinkosten widerspiegelt", erklärte das Unternehmen.

Infolge der militärischen Eskalation im Nahen Osten ist der Ölpreis gestiegen. An den Tankstellen stiegen der Benzin- und besonders der Dieselpreis daraufhin sofort stark an. "Während die Benzin- und Dieselpreise aktuell durch die Decke gehen, bleiben Bahnpreise stabil günstig", erklärte die Bahn. Letzteres stimmt allerdings nur bedingt, denn bei hoher Nachfrage nach Tickets sind die Kontingente an Sparpreistickets der Bahn schneller erschöpft.

11.47 Uhr: Israel setzt Attacken im Libanon fort

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben erneute Luftangriffe auf die Hisbollah-Miliz im Libanon geflogen. Ziel der "weiteren Angriffswelle" seien "Raketenwerfer, Waffenlager und weitere militärische Einrichtungen" der pro-iranischen Kämpfer in verschiedenen Gebieten im Südlibanon und in der Bekaa-Ebene gewesen, erklärten die israelischen Streitkräfte.

11.16 Uhr: Experte sieht Probleme in der iranischen Führung

Aus Sicht des israelischen Iran-Experten Danny Citrinowicz wirft die Erklärung des Präsidenten Massud Pezeschkian, keine Nachbarländern mehr anzugreifen, eine grundlegende Frage auf: Wer hat derzeit tatsächlich die Kontrolle im Iran? Was sich hinter den Kulissen tatsächlich abspiele, lasse sich von außen nicht erkennen. 

Doch wenn die politische Führung etwas erkläre, während sich vor Ort das Gegenteil ereigne, deute das auf zunehmende Probleme im iranischen Entscheidungsgefüge hin, so Citrinowicz auf der Plattform X. "Entweder wächst eine Entkopplung zwischen der politischen Führung und dem Sicherheitsapparat oder Teile des Sicherheitsestablishments handeln unabhängig von der politischen Führung."

11.15 Uhr: Iranische Revolutionsgarden greifen Kämpfer im irakischen Kurdengebiet an

Eine Woche nach Beginn des Iran-Kriegs haben die iranischen Revolutionsgarden nach eigenen Angaben Kämpfer im irakischen Kurdengebiet angegriffen. Drei Ziele "separatistischer Gruppen" seien am Morgen getroffen worden, erklärten die Revolutionsgarden der islamischen Republik nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim. "Sollten separatistische Gruppen in der Region auch nur die geringste Handlung gegen die territoriale Integrität des Iran unternehmen, werden wir sie zerschlagen", erklärten die Revolutionsgarden demnach weiter. 

Schon am Freitag hatte der Iran vor einem Eindringen kurdischer Kämpfer aus dem Irak in den Iran gewarnt. Der Verteidigungsrat drohte nach Angaben der Nachrichtenagentur Mehr für diesen Fall damit, "alle Einrichtungen" der Kurdenregion im Irak ins Visier zu nehmen.

10.57 Uhr: Flughafen Dubai nimmt Betrieb wieder auf

Die Fluggesellschaft Emirates hat die Wiederaufnahme ihres wegen iranischer Angriffe unterbrochenen Betriebs in Dubai angekündigt. Nachdem am Morgen Explosionen zu hören waren, hatte Emirates zunächst erklärt, alle Flüge von und nach Dubai würden bis auf Weiteres ausgesetzt. Die Regierung gab bekannt, dass sie die Flugabwehr aktiviert habe. Kurz darauf erklärte Emirates dann, sie nehme ihre Flüge wieder auf.

Die Nachricht löste Jubel auf dem Internationalen Flughafen von Dubai aus, wo sich Reisende nach einem lauten Knall über ihnen in Zugtunneln unter dem weitläufigen Gelände in Sicherheit gebracht hatten. Die Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate haben noch nicht erklärt, ob die Explosion Folge einer Abfangaktion war oder ob es zu Schäden am Flughafen gekommen ist, der weltweit als einer der verkehrsreichsten für internationale Flüge gilt.

10.52 Uhr: Iran meldet Schäden an Kliniken und Flughafen

Die iranischen Staatsmedien berichten nach Luftangriffen von schweren Schäden im ganzen Land. Betroffen seien unter anderem zwei Krankenhäuser in der Provinz Chuzestan im Südwesten des Landes. Laut Staatsfernsehen wurden das medizinische Zentrum Rasi in der Stadt Ahwaz und das Imam-Ali-Krankenhaus in Andimeschk durch Druckwellen nach Explosionen erheblich beschädigt. Unabhängige Bestätigungen dafür gibt es bislang nicht. 

Laut der staatlichen Rundfunkagentur Irib war auch der Inlandsflughafen Mehrabad im Westen von Teheran Ziel von Angriffen. Medienberichte zeigen Brände und große Schäden an dem Flughafen. Die Autobahn, die dorthin führt, ist demnach blockiert. Auch Militäranlangen in Teheran sowie in Zentral-, West- und Nordwestiran seien attackiert worden.

10.50 Uhr: Hilfswerke beklagen humanitäre Lage im Libanon

Die katholischen Hilfswerke Misereor und Malteser International machen angesichts des anhaltenden Nahost-Kriegs auf das Leid der Zivilbevölkerung im Libanon aufmerksam. "Wir verurteilen aufs Schärfste, dass der Libanon in diesen Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten, Israel und dem Iran hineingezogen wird", hieß es in einer Misereor-Mitteilung. Die humanitäre Lage verschlechtere sich dramatisch. Nach offiziellen Angaben seien bislang mehr als 120 Menschen getötet und mehr als 700 verletzt worden.

Misereor und seine Partnerorganisationen im Land riefen alle Konfliktparteien zu einem sofortigen Gewaltverzicht auf. Die internationale Staatengemeinschaft müsse alles tun, um zum Weg der Diplomatie zurückzukehren.

Malteser International äußerte sich ebenfalls besorgt. "Die Zivilbevölkerung im Libanon ist den Angriffen quasi schutzlos ausgeliefert. Es gibt im gesamten Land nur wenige öffentlich zugängliche Luftschutzbunker und kaum Möglichkeiten, sich in Sicherheit zu bringen", erklärte die Organisation. Wegen der Kämpfe zwischen israelischer Armee und pro-iranischer Hisbollah-Miliz seien Hunderttausende Menschen auf der Flucht. Der Schulbetrieb sei im gesamten Land komplett eingestellt worden. Und für die Helfer werde es immer schwieriger, der notleidenden Bevölkerung beizustehen.

10.26 Uhr: Neu-Delhi bestätigt Bericht über iranisches Schiff in indischem Hafen

Das indische Außenministerium hat Berichte bestätigt, denen zufolge ein Schiff der iranischen Marine in einen Hafen im Süden des Landes eingelaufen ist. Indien habe der "IRIS Lawan" gestattet, in Kochi festzumachen, nachdem diese am 1. März Probleme gemeldet habe, sagte Außenminister Subrahmanyam Jaishankar. "Ich denke, es war das Menschlichste, was man tun konnte", sagte er.

Ein U-Boot der US-Marine hatte am Mittwoch das iranische Kriegsschiff "IRIS Dena" vor der Küste Sri Lankas versenkt. Ein weiteres iranisches Schiff, die "IRIS Buschehr", bat Sri Lanka nach einem Motorschaden um Hilfe. Dessen Marine brachte mehr als 200 Seeleute an Land. Die Schiffe hatten zuvor an Marineübungen teilgenommen, die von Indien ausgerichtet wurden. Jaishankar sagte, sie seien durch den Beginn des Krieges vor einer Woche "auf die falsche Seite der Ereignisse geraten".

10.24 Uhr: Hunderte Kreuzfahrtgäste in Frankfurt gelandet

Erneut sind in der Nahost-Region gestrandete Urlauber zurück in Deutschland. Weitere 640 Gäste des Kreuzfahrtschiffes "Mein Schiff 4" seien am Flughafen Frankfurt/Main gelandet, teilte ein Sprecher von Tui Cruises am Vormittag mit. Demnach hat das Unternehmen zwei Maschinen gechartert, die die Urlauber aus Omans Hauptstadt Maskat ausgeflogen haben.

"Mittlerweile sind über 2.000 Gäste der "Mein Schiff 4" zurück in der Heimat", sagte der Sprecher. Ihm zufolge sind rund 2.500 Menschen an Bord des Schiffes gewesen. Früheren Angaben zufolge liegen von Tui Cruises die Kreuzfahrtschiffe "Mein Schiff 4" und "Mein Schiff 5" mit einer Kapazität für insgesamt gut 5.000 Reisende wegen des Iran-Krieges in der Region fest.

Nach Angaben des Sprechers werden auch Rückflüge für die Passagiere von "Mein Schiff 5" organisiert. Wann sie genau stattfinden werden, stand demnach am Vormittag noch nicht fest.

09.53 Uhr: Iran nennt Forderungen nach Kapitulation "absurd"

Irans Präsident Massud Peseschkian nennt Aufrufe zur Kapitulation "absurd". In einer vom Staatsfernsehen ausgestrahlten Video-Botschaft sagte er, "die Spekulationen über eine mögliche Kapitulation des Landes sind absurd und die Feinde können solche Träume mit ins Grab nehmen." US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag erklärt, er wolle kein Abkommen mit dem Iran mehr abschließen. Stattdessen müsse es auf eine "bedingungslose Kapitulation" hinauslaufen.

Peseschkian rief außerdem seine Landsleute auf, alle internen Differenzen beiseitezulassen und geschlossen gegen äußere Bedrohungen aufzutreten. "Wenn wir Differenzen haben, ist es besser, sie untereinander zu lösen", sagte er. Die iranische Bevölkerung ist gespalten: Ein Teil der Iraner unterstützt einen Sturz der politischen Führung und hofft, dass der Krieg diesen beschleunigt.

09.43 Uhr: Revolutionsgarden greifen Öltanker in Straße von Hormus an

Die iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben einen Öltanker in der strategisch und wirtschaftlich wichtigen Straße von Hormus angegriffen. Das Schiff "Prima" sei am Morgen von einer Drohne getroffen worden, teilten die Revolutionsgarden der Islamischen Republik laut der Nachrichtenagentur Tasnim mit. Der Tanker habe "wiederholte Warnungen" der Revolutionsgarden zur Sperrung der Meerenge im Persischen Golf ignoriert. 

09.15 Uhr: Israel greift Militär-Uni in Teheran und Raketenlager an

Die israelische Armee hat in der Nacht nach eigenen Angaben unter anderem ein unterirdisches Lager für ballistische Raketen sowie eine Militär-Universität der Revolutionsgarden in Teheran angegriffen. Mehr als 80 Kampfflugzeuge seien im Einsatz gewesen, schrieb die Armee auf Telegram. Die Imam-Hossein-Universität in Teheran sei von den Revolutionsgarden als Versammlungsort genutzt worden und daher ein legitimes militärisches Ziel gewesen, betonte die Armee. In dem unterirdischen Raketenlager seien Hunderte von Mitarbeitern des "iranischen Terrorregimes" tätig gewesen. 

Zudem sei ein weiterer Lagerort der iranischen Raketeneinheit angegriffen worden, in dem sich Militärbunker und Abschussinfrastruktur befunden hätten. Weitere Ziele der israelischen Angriffe seien Abschussorte im Westen und Zentrum des Irans gewesen, um die Fähigkeiten des Irans zu dezimieren, Israel zu beschießen. 

09.05 Uhr: Libanon - Mindestens 16 Tote bei israelischen Angriffen

Im Libanon sind bei israelischen Luftangriffen laut Behördenangaben mindestens 16 Menschen getötet und 35 weitere verletzt worden. Die Zahl der Opfer könne noch steigen, teilte das Gesundheitsministerium weiter mit. Die Attacke galt der Stadt Nabi Schith im Osten des Landes. Seit dem jüngsten Wiederaufflammen der Kämpfe ist dies einer der Angriffe mit den meisten Toten. Insgesamt sind seit Montag bei israelischen Angriffen im Libanon mehr als 200 Menschen ums Leben gekommen. Auslöser der schweren Bombardements war der Beschuss Israels mit Raketen und Drohnen durch die Hisbollah im Libanon.

09.03 Uhr: Iran entschuldigt für Angriffe auf Golfstaaten

Eine Woche nach dem Beginn des Kriegs mit Israel und den USA hat der iranische Präsident Massud Peseschkian eine Einschränkung der Angriffe auf andere Staaten in der Region angekündigt. Die Interimsführung des Iran habe am Freitag "beschlossen, dass keine weiteren Angriffe auf Nachbarländer ausgeführt und keine Raketen abgefeuert werden, es sei denn, ein Angriff auf den Iran geht von diesen Ländern aus", sagte Peseschkian in einer im Staatsfernsehen übertragenen Rede. Er nannte jede Form der Unterstützung für Israel und die USA als "ehrlos". 

Peseschkians Aussage bedeutet, dass auch von US-Militärstützpunkten in der Region keine Angriffe auf den Iran erfolgen dürfen. Da solche Basen in mehreren Nachbarländern stationiert sind, würde die Bedingung faktisch auch die USA betreffen.

Peseschkian entschuldigte sich zudem "bei den Nachbarländern, die vom Iran angegriffen wurden". Seit Kriegsbeginn wurden bei iranischen Angriffen in den Golfstaaten 13 Menschen getötet, darunter ein elfjähriges Mädchen in einem Wohngebiet in Kuwait. Mit Blick auf Israel und die USA gab Peseschkian sich kämpferisch. "Die Feinde müssen ihren Wunsch nach der Kapitulation des iranischen Volks mit ins Grab nehmen", sagte der Präsident.

Im Audio: Irans Präsident entschuldigt sich für Angriffe auf Golfstaaten

Irans Präsident Peseschkian
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Irans Präsident entschuldigt sich für Angriffe auf Golfstaaten

08.29 Uhr: Emirates setzt Flüge von und nach Dubai aus

Die Fluggesellschaft Emirates stellt alle Flüge von und nach Dubai bis auf Weiteres wieder ein. Dies teilte das Unternehmen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten auf dem Kurznachrichtendienst X mit. Zuletzt hatte Emirates eingeschränkt Verbindungen von Dubai und Abu Dhabi über sichere Luftkorridore angeboten.

Über dem Flughafen von Dubai hat die Luftabwehr am Samstagvormittag offenbar ein Geschoss abgefangen. Ein Augenzeuge sprach gegenüber der Nachrichtenagentur AFP von einer heftigen Explosion und einer Rauchwolke am Himmel. Auf dem Flugüberwachungsportal Flightradar24 war am Samstag zu sehen, dass mehrere Flugzeuge sich über dem Flughafen von Dubai im Kreis bewegten und offenbar Warteschleifen flogen.

Die emiratische Regierung schrieb im Onlinedienst X von einem "geringfügigen Zwischenfall infolge herabfallender Trümmer nach einer Abfangaktion", niemand sei verletzt worden. Zugleich dementierte sie "in Online-Netzwerken kursierende Informationen über Zwischenfälle am internationalen Flughafen von Dubai". 

08.23 Uhr: Putin fordert sofortiges Ende des Iran-Kriegs

Russlands Präsident Wladimir Putin forderte in einem Telefonat mit seinem iranischen Amtskollegen Massud Peseschkian die sofortige Einstellung der Kampfhandlungen im Iran-Krieg. Er verurteile die "bewaffnete israelisch-amerikanische Aggression" und verlange eine Rückkehr zur Diplomatie, erklärte Putin laut Kreml am späten Freitagabend. Er lehne Gewalt als ein Mittel zur Lösung von Problemen rund um den Iran und darüber hinaus im Nahen Osten ab. Putin sprach sein Beileid zum Tod des geistlichen Oberhaupts Ajatollah Ali Chamenei, dessen Familienmitgliedern sowie von Politikern, Militärs und "zahlreichen Zivilisten" aus, so der Kreml. Peseschkian dankte Putin demnach für die Solidarität Russlands.

07.36 Uhr: Landkreistag sieht Kommunen nicht auf neue Flüchtlingswelle vorbereitet

Der Deutsche Landkreistag sieht die Kommunen in Deutschland auf eine mögliche Fluchtwelle aus dem Iran nicht vorbereitet. "Aufgrund zuletzt rückläufiger Zugangszahlen sind Unterbringungskapazitäten zurückgefahren worden; ob das so aufrechterhalten werden kann, muss nun neu bewertet werden", sagte der Hauptgeschäftsführer des Landkreistags, Kay Ruge, den Zeitungen der Mediengruppe Bayern (Samstagsausgabe).

Zwar sprächen keine belastbaren Erkenntnisse für eine neue Flüchtlingswelle, so Ruge: "Gleichwohl müssen Länder und Kommunen auf eine veränderte Lage vorbereitet sein." Der Spitzenverband fordert schon jetzt, dass Bund und Länder die dafür anfallenden Kosten übernehmen müssten. "Aus kommunaler Sicht ist dabei zentral, dass Vorhaltekosten von Bund und Ländern übernommen werden und nicht erneut finanzielle Belastungen bei den Kommunen hängenbleiben."

07.35 Uhr: Iran - Marine greift Israel und US-Stützpunkte in Emiraten und Kuwait an

Die Marine des Iran hat nach Armeeangaben in der Nacht Israel und US-Militärstützpunkte in zwei Golfstaaten mit massiven Drohnenangriffen ins Visier genommen. Die Armee schrieb in einer Mitteilung von einer "massiven Welle von Drohnenangriffen", wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna meldete. Unter den Zielen seien die US-Basis Minhad in den Vereinigten Arabischen Emiraten und ein weiterer US-Stützpunkt in Kuwait gewesen. Zudem hätten sich die Drohnenangriffe gegen eine "strategische Einrichtung" in Israel gerichtet.

07.26 Uhr: Israel - Mehr als 80 Kampfjets greifen Iran an

Israel hat in der Nacht nach Armeeangaben mit mehr als 80 Kampfjets Angriffe auf den Iran geflogen. Das Militär erklärte dazu, die Flugzeuge hätten "eine zusätzliche Angriffswelle auf Infrastruktur des iranischen Terror-Regimes" ausgeführt. Im Visier der Luftangriffe waren demnach unter anderem Abschussrampen für Raketen und weitere Ziele in der Hauptstadt Teheran und im Zentrum des Iran.

05.59 Uhr: Experte - Iran-Krieg belastet Sportstrategie der Golfstaaten

Aus Sicht des Islamwissenschaftlers Sebastian Sons geht mit dem Iran-Krieg und dessen Folgen ein Reputationsverlust der Golfstaaten im Sport einher. "Das ist ein Super-GAU und ein absoluter Albtraum – vor allem, was ihr Image als Zentrum des globalen Sports angeht", sagte Sons der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ).

05.06 Uhr: Israelischer Botschafter sieht Deutschland "existenziell" durch Iran bedroht

Im Zuge des Iran-Krieges sieht der israelische Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, auch Deutschland "existenziell" durch die Führung in Teheran bedroht. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sei "bewusst, dass die iranischen Terror-Proxies und ihre ballistischen Raketen auch Europa bedrohen", sagte Prosor im Interview mit der Nachrichtenagentur AFP. Auch deutsche Wirtschaftsinteressen seien betroffen. Für Deutschland seien dies "existenzielle Bedrohungen".

"Die Situation ist ernst", warnte Prosor. "Die Mullahs haben wiederholt bewiesen, dass sie Terror als politisches Mittel einsetzen." Für Anschläge auf jüdische und israelische Einrichtungen nutze die Führung in Teheran "ihr Netzwerk in der organisierten Kriminalität in Europa". Die Bundesregierung und die Länder hätten auf diese Bedrohungslage aber "schnell und entschieden" reagiert.

05.00 Uhr: EU-Ratspräsident warnt vor Eskalation in Nahost

Nach dem Drohnenangriff auf Zypern hat EU-Ratspräsident António Costa die verstärkte Militärpräsenz europäischer Staaten in der Region gelobt. Die rasche Reaktion Griechenlands, Frankreichs, Italiens und Spaniens, die unter anderem Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge entsandt hatten, sei ein "kraftvolles Beispiel für europäische Unabhängigkeit und unerschütterliche Solidarität", sagte er beim traditionellen Matthiae-Mahl im Hamburger Rathaus. Er zeigte sich von der Lage in Nahost besorgt. Der Iran sei aber für die Ursachen verantwortlich, die zur aktuellen Situation geführt hätten, sagte er.

04.41 Uhr: Iran meldet Angriff auf Flughafen in Teheran

Die halbamtliche iranische Nachrichtenagentur Tasnim meldet einen Angriff auf den Flughafen Mehrabad in Teheran.

Dieses Archivfoto zeigt den iranischen Präsidenten Massud Peseschkian bei einer Rede in Teheran, Iran, am 11. Februar 2026.
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Irans Präsident Peseschkian entschuldigt sich für Angriffe auf Nachbarländer – und knüpft deren Einstellung an eine Voraussetzung.

04.36 Uhr: Bericht - Iranisches Kriegsschiff wegen Schadens in Indien

Indien hat einem iranischen Kriegsschiff wegen eines Motorschadens Medienberichten zufolge das Anlegen erlaubt. Die "IRIS Lavan" und ihre 183 Besatzungsmitglieder befänden sich seit Mittwoch in der südwestlichen Hafenstadt Kochi, berichteten der Sender NDTV und andere indische Medien übereinstimmend unter Berufung auf Beamte in Neu-Delhi. 

04.06 Uhr: Trump bei Zeremonie für im Iran getötete US-Soldaten

US-Präsident Donald Trump nimmt heute an einem Militärritual für sechs im Iran-Krieg getötete US-Soldatinnen und Soldaten teil. Die sterblichen Überreste der fünf Männer und einer Frau werden auf eine Luftwaffenbasis in Dover im US-Bundesstaat Delaware überführt. Die Soldaten waren bei einem Drohnenangriff in Port Schuaiba in Kuwait getötet worden.

03.39 Uhr: Saudi-Arabien fängt Rakete und sechs Drohnen ab

Saudi-Arabien hat eigenen Angaben zufolge eine Rakete abgefangen, die auf einen Luftwaffenstützpunkt zielte, auf dem US-Soldaten stationiert sind. "Eine ballistische Rakete, die in Richtung des Luftwaffenstützpunkts Prince Sultan" südöstlich der Hauptstadt Riad abgefeuert worden war, sei "abgefangen und zerstört" worden, teilte das saudiarabische Verteidigungsministerium im Onlinedienst X mit. Die amtliche Nachrichtenagentur des Landes berichtete indes unter Verweis auf einen Ministeriumssprecher von einem weiteren Vorfall, bei dem ein Drohnenangriff auf ein großes Ölfeld nahe der Grenze zu den Vereinigten Arabischen Emiraten vereitelt worden sei. "Versuchter Angriff auf das Schajbah-Ölfeld vereitelt; sechs Drohnen abgefangen und zerstört", hieß es demnach. 

03.32 Uhr: USA "nicht besorgt" über angebliche russische Hilfe für Iran

Die US-Regierung hat Medienberichte, wonach Russland dem Iran Informationen über amerikanische Truppen und mögliche Ziele im Nahen Osten liefert, zunächst nicht dementiert. Darauf angesprochen, sagte Verteidigungsminister Pete Hegseth dem Sender CBS News, dass die USA alles beobachteten. "Wir verfügen über die besten Geheimdienstinformationen der Welt", betonte er. Sie wüssten, was vor sich gehe und US-Präsident Donald Trump wisse, wie man diese Risiken mindere. Er wisse, wer mit wem spreche - "und alles, was nicht passieren sollte, sei es öffentlich oder hinter den Kulissen, wird konfrontiert und entschieden angegangen", sagte Hegseth. 

Audio: Russland liefert Iran Informationen über US-Angriffsziele

Über Beirut steigt nach Angriffen Rauch auf
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Russland liefert Iran Informationen über US-Angriffsziele

03.14 Uhr: USA genehmigen Munitionsverkauf an Israel ohne Prüfung durch den Kongress

Das US-Außenministerium genehmigt einen möglichen Verkauf von Munition und dazugehöriger Ausrüstung im Wert von 151,8 Millionen Dollar an Israel. Nach Angaben des Ministeriums hat US-Außenminister Marco Rubio einen Notfall festgestellt, der einen sofortigen Verkauf erfordere und im nationalen Sicherheitsinteresse der USA liege. Daher werde es die sonst übliche Überprüfung durch den US-Kongress nicht geben.

02.39 Uhr: Saudi-Arabien - Drohnenangriff auf Ölfeld abgewehrt

Saudi-Arabien hat nach Behördenangaben einen Drohnenangriff des Irans auf das riesige Ölfeld Schaiba abgewehrt. Es seien sechs Drohnen abgefangen und zerstört worden, teilte das Verteidigungsministerium mit. Wie die saudische Nachrichtenagentur Spa unter Berufung auf einen Ministeriumssprecher berichtete, wurde zudem erneut eine auf den Luftwaffenstützpunkt Prinz Sultan abgefeuerte ballistischen Rakete abgefangen. 

01.54 Uhr: US-Rüstungsfirmen fahren Produktion hoch

US-Rüstungsunternehmen haben sich angesichts der Debatte über mögliche Engpässe im Arsenal wegen des Iran-Kriegs laut Präsident Donald Trump bereit erklärt, die Produktion "exquisiter" Waffen zu vervierfachen. Gemeint sind damit häufig besondere, teure oder technisch komplexe Waffen, etwa Hyperschallwaffen oder Abfangraketen mit hoher Reichweite, die in der Regel in geringerer Stückzahl vorgehalten werden als herkömmlichere Kriegsgeräte.

01.46 Uhr: Iran kritisiert Einmischung Trumps in Chamenei-Nachfolge

Der iranische Botschafter bei den Vereinten Nationen, Amir Saeid Iravani, hat eine Einmischung von US-Präsident Donald Trump in die inneren Angelegenheiten des Iran angeprangert und diese scharf verurteilt. Trumps Äußerungen seien "ein klarer Verstoß gegen die Grundsätze der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten von Staaten", welche in der UN-Charta verankert sind, sagte Iravani am Freitag vor Journalisten in New York mit Blick auf die Forderung Trumps, bei der Nachfolge des getöteten obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Chamenei mitzureden. Trump hatte zuvor erklärt, er wolle bei der Ernennung eines Nachfolgers des bei den US-israelischen Angriffen vor einer Woche getöteten Chamenei beteiligt sein.

01.26 Uhr: Iranische Revolutionsgarden - "Begrüßen US-Eskorte von Öltankern"

Die iranischen Revolutionsgarden fordern US-Präsident Donald Trump einem Bericht staatlicher iranischer Medien zufolge heraus, Öltanker mit Marineschiffen durch die Straße von Hormus zu eskortieren. "Der Iran begrüßt die Eskorte von Öltankern und die Anwesenheit von US-Streitkräften bei der Durchquerung der Straße von Hormus ausdrücklich. Wir warten darauf", sagte der Sprecher der Revolutionsgarden, Alimohammad Naini. "Wir empfehlen den Amerikanern, sich vor jeder Entscheidung an den Brand des amerikanischen Supertankers Bridgeton im Jahr 1987 und an die kürzlich angegriffenen Öltanker zu erinnern." Trump hatte am Dienstag gesagt, die US-Marine könne bei Bedarf Öltanker durch die Straße von Hormus eskortieren.

01.18 Uhr: USA kündigen für die Nacht "schwerstes Bombardement" des Irans an

US-Finanzminister Scott Bessent hat besonders heftige Angriffe im Iran angekündigt. "Heute Nacht wird unser schwerstes Bombardement stattfinden", sagte er dem Sender Fox Business am Freitag (Ortszeit). Man werde den iranischen Raketenabschussrampen und den Fabriken, in denen die Raketen hergestellt würden, den "größten Schaden" zufügen, sagte er. 01.04 Uhr: Drohnenangriffe auf Energieanlagen im Süden Iraks

Mindestens zwei Drohnen haben Energieinfrastruktur und Einrichtungen von US-Auftragnehmern in der südirakischen Provinz Basra getroffen. Dies teilten zwei Sicherheitsbeamte mit. Demnach wurde am Freitagabend ein Gelände ins Visier genommen, auf dem sich Büros sowie Lagerhäuser einer ausländischen Ölgesellschaft befinden. Die Angriffe hätten Brände in den Einrichtungen verursacht, die mit US-Energiefirmen in Verbindung stehen, hieß es. Ob es Opfer gab, war zunächst unklar.

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Nahost-Ticker: Erneut schwere Angriffe zwischen Israel und Iran

00.35 Uhr: USA - mehr als 3.000 Ziele im Iran angegriffen

Das US-Militär hat im Iran seit Kriegsbeginn vor rund einer Woche nach eigenen Angaben mehr als 3.000 Ziele angegriffen. Die Streitkräfte hätten auch 43 iranische Schiffe zerstört oder beschädigt, teilte das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) auf der Plattform X mit. Erklärtes Ziel des US-Militärs ist es, die gesamte iranische Marine außer Gefecht zu setzen.

In den ersten sieben Tagen des Kriegs hätten sich die Angriffe der US-Streitkräfte neben der iranischen Marine unter anderem auf Hauptquartiere der iranischen Revolutionsgarden (IRGC), auf iranische Luftabwehrsysteme und ballistische Raketen sowie auf Kommandozentren konzentriert, teilte Centcom mit.

00.23 Uhr: Israels Armee greift erneut im Iran an

Die israelische Luftwaffe fliegt in der Nacht nach eigenen Angaben weitere Angriffe im Iran. Man habe eine "breite Welle" an Attacken gegen Infrastruktur begonnen, teilte das Militär in der Nacht mit. Iranische Staatsmedien berichteten indes von einer Explosion im Westen der Hauptstadt. 

Kurz zuvor war Israels Luftabwehr wegen Raketenbeschusses aus dem Iran im Einsatz gewesen. Bald darauf wurde wieder Entwarnung gegeben, die Bevölkerung könne die Schutzräume wieder verlassen, teilte die Armee mit. Berichte über Verletzte gab es nicht.

00.07 Uhr: Organisation - 20.000 Seeleute sitzen im Persischen Golf fest

Wegen des Iran-Kriegs sitzen im Persischen Golf nach Angaben der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) rund 20.000 Seeleute an Bord von Schiffen fest. Generalsekretär Arsenio Dominguez bezeichnete das als inakzeptabel und wies auf ihr erhöhtes Risiko und die "erhebliche psychische Belastung" hin. Alle an dem Konflikt beteiligten Parteien seien verpflichtet, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um den Schutz der Seeleute sowie die Freiheit der Schifffahrt im Einklang mit dem Völkerrecht zu gewährleisten.

Dominguez wies auf einen tödlichen Angriff auf ein Schiff ("Mussafah 2") in der Straße von Hormus am Freitag hin, bei dem Berichten zufolge mindestens vier Seeleute ums Leben gekommen und drei schwer verletzt worden seien. Seeleute dürften nicht zur Zielscheibe werden, sagte er. 

00.04 Uhr: Ischinger beklagt fehlenden US-Plan für Iran

Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, vermisst einen klaren Plan der US-Regierung für den Iran-Krieg. "Negativ überrascht hat mich, dass die amerikanische Regierung weiterhin keinen halbwegs verlässlichen Plan kommunizieren kann, was das Ziel der Intervention im Iran ist", sagte Ischinger dem Magazin "Stern". "Das Schlimmste, was passieren kann, ist, wenn man ohne klaren Plan, der auch mit den Verbündeten geteilt wird, in solche Operationen hineinstolpert."

Am ersten Tag der Operation habe US-Präsident Donald Trump den Begriff "Regime Change" in den Mund genommen. "Inzwischen hat Washington die Begründung für den Einsatz jedoch gewechselt, so wie manche das Hemd wechseln", sagte Ischinger. Von "Regime Change" sei jetzt nicht mehr die Rede, "oder nur noch am Rande".

Ischinger sieht durch den Iran-Krieg auch die westliche Unterstützung für die Ukraine in Gefahr. Deutschland müsse als europäische Führungsnation den USA sagen: "Wir müssen uns auf die Ukraine konzentrieren, und nicht auch noch Munitionsknappheiten für die Ukraine verstärken durch eine längere militärische Auseinandersetzung mit dem Iran", betonte Ischinger.

00.02 Uhr: Katar verkündet teilweise Wiederöffnung seines Luftraums

Nach der vollständigen Schließung seines Luftraums wegen des Iran-Kriegs hat Katar eine teilweise Wiederöffnung verkündet. Der Flugverkehr über Katar könne über genau festgelegte Routen und in eingeschränktem Umfang wieder aufgenommen werden, erklärte die Flugaufsichtsbehörde. Dazu gehöre zunächst eine begrenzte Zahl von Flügen zur Evakuierung gestrandeter Passagiere sowie Transportflüge.

Qatar Airways kündigte für Samstag Evakuierungsflüge nach Frankfurt am Main, London, Paris, Madrid und Rom an. Mitgenommen würden bevorzugt gestrandete Familien, ältere Menschen und solche mit dringendem medizinischen Behandlungsbedarf.

Samstag, 7. März 2026

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