Archivbild: Nato-Generalsekretär Rutte (l) und US-Präsident Trump während eines Treffens am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos.
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US-Präsident Trump hat nach einem Treffen Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat wiederholt Kritik an dem Staatenbündnis geäußert.
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US-Präsident Trump hat nach einem Treffen Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat wiederholt Kritik an dem Staatenbündnis geäußert.

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Nahost-Ticker: News vom 8. April in der Nachlese

Nahost-Ticker: News vom 8. April in der Nachlese

Die News vom 8. April in der Ticker-Nachlese.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-1-Nachrichten am .

Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.

Karte zur militärischen Lage im Nahen Osten

23.42 Uhr: Schah-Sohn – "Für uns war das kein Regimewechsel"

Nach Äußerungen von US-Präsident Donald Trump über einen angeblich bereits erfolgten "Regimewechsel" im Iran hat der Sohn des letzten Schahs erklärt, dass sich die Iraner "immer noch von ihren religiösen Herrschern befreien müssen". "In unserem Kampf als Iraner bleibt die Konstante, dieses Regime stürzen zu müssen", sagte Reza Pahlavi. "Für uns war das kein Regimewechsel", fügte er hinzu.

23.08 Uhr: Zeitung – USA erwägen Schließung von Militärbasis in Deutschland oder Spanien

Die US-Regierung erwägt einem Zeitungsbericht zufolge die "Bestrafung" bestimmter Nato-Mitgliedsländer wegen einer mangelnden Unterstützung der USA während des Iran-Kriegs. So könnten US-Soldaten aus bestimmten Ländern abgezogen werden, die wenig geholfen hätten, und in Ländern stationiert werden, die die US-Angriffe stärker unterstützt hätten, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf US-Regierungsvertreter.

Auch könne der Plan umfassen, eine US-Basis in mindestens einem europäischen Land zu schließen, möglicherweise in Deutschland oder in Spanien, hieß es.

22.46 Uhr: UN-Hochkommissar verurteilt Israels Angriffe im Libanon

Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, hat die heftigen israelischen Luftangriffe im Libanon scharf verurteilt. "Das Ausmaß der Tötungen und Zerstörungen im Libanon heute ist schlichtweg entsetzlich", sagte der österreichische UN-Diplomat laut einer Mitteilung. "Ein solches Blutbad, nur wenige Stunden nach der Vereinbarung eines Waffenstillstands mit dem Iran, ist kaum zu fassen. Es setzt den fragilen Frieden, den die Zivilbevölkerung so dringend braucht, enorm unter Druck", warnte Türk.

22.43 Uhr: Zahl der Toten im Libanon steigt auf 182

Bei den israelischen Luftangriffen im Libanon sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mindestens 182 Menschen getötet worden. Knapp 900 weitere Menschen seien verletzt, hieß es in einer Mitteilung des Ministeriums. Viele Opfer werden noch unter Trümmern vermutet. 

Viele Tote im Libanon nach israelischen Angriffen
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Viele Tote im Libanon nach israelischen Angriffen

22.42 Uhr: Iran warnt – Straße von Hormus nur nach Abstimmung passieren

Die iranische Hafenbehörde hat Schiffen davon abgeraten, ohne vorherige Abstimmung mit den iranischen Revolutionsgarden die Straße von Hormus zu passieren. Die Behörde verwies in einer Mitteilung, die unter anderem über den staatlichen Nachrichtenkanal Khabar-Fouri und den Staatssender IRIB verbreitet wurde, auf die Gefahr von Minen in der wichtigen Meerenge nach Wochen des Krieges.

22.19 Uhr: Vance – Libanon ist nicht Teil der Waffenruhe mit dem Iran

Anders als der Iran sieht US-Vizepräsident JD Vance den Libanon nicht in der vereinbarten Waffenruhe inbegriffen. Dass der Iran davon ausgehe, sei ein Missverständnis, sagte Vance in Budapest. "Weder wir noch die Israelis haben gesagt, dass dies Teil der Waffenruhe sein würde." Vance machte deutlich, dass die USA derlei Versprechen nie auch nur angedeutet hätten. "Was wir gesagt haben, ist, dass sich der Waffenstillstand auf den Iran und die Verbündeten der USA konzentrieren würde." Dazu zählen laut Vance neben Israel auch die arabischen Golfstaaten.

21.52 Uhr: Israels Militärsprecher – Angriffe auf Hisbollah gehen weiter

Israel will nach Angaben seines Militärsprechers trotz der Waffenruhe im Iran-Krieg mit aller Macht weiter gegen die Hisbollah-Miliz im Libanon kämpfen. "Im Libanon stoppen wir nicht und haben nicht für einen Moment gestoppt", sagte Sprecher Effie Defrin in einer Videobotschaft. Die jüngsten Angriffe auf die Hisbollah seien die größten seit Wiederaufflammen des Konflikts Anfang März gewesen. Man habe die Pläne dafür lange vorbereitet

21.43 Uhr: Irans Parlamentspräsident nennt Waffenruhe-Verhandlungen mit den USA "unsinnig"

Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf hat das Waffenruhe-Abkommen und weitere Verhandlungen mit den USA als "unsinnig" bezeichnet. Als Grund nannte er beim Onlinedienst X Verstöße der USA und Israels gegen den iranischen Zehn-Punkte-Plan, mit dem die Führung in Teheran in die Gespräche gegangen war. Konkret führte Ghalibaf die fortdauernden israelischen Angriffe im Libanon, das Eindringen einer Drohne in den iranischen Luftraum und den Widerstand Washingtons gegen das Recht des Iran auf die Anreicherung von Uran.

20.27 Uhr: Israels Heimatschutz kündigt Lockerung von Beschränkungen an

Nach Verkündung einer Waffenruhe im Iran-Krieg hat Israels Heimatschutz die Lockerung von Einschränkungen für die Bürger des Landes angekündigt. Von 06.00 Uhr an am Donnerstagmorgen (05.00 Uhr MESZ) sollten in weiten Teilen des Landes wieder normale Aktivitäten erlaubt sein, hieß es in einer Mitteilung der Armee. Nur für bestimmte Regionen wie den Norden Israels, die nördlichen Golanhöhen sowie den Großraum Tel Aviv sollten noch Beschränkungen für größere Versammlungen gelten. 

20.11 Uhr: Netanjahu zur Iran-Waffenruhe – Finger bleibt am Abzug

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat betont, die Waffenruhe im Iran-Krieg sei "nicht das Ende des Kampfes". Es sei vielmehr eine "Station auf dem Weg zum Erreichen aller unserer Ziele", sagte Netanjahu in einer Ansprache. Im Krieg mit dem Iran habe der Staat Israel "enorme Erfolge erzielt - Erfolge, die bis vor kurzem völlig unrealistisch schienen", sagte Netanjahu. "Der Iran ist schwächer als je zuvor, Israel ist stärker als je zuvor." Gleichzeitig sagte der Premier, Israel habe "noch Ziele zu erreichen, und wir werden dies tun". Dies könne entweder durch eine Einigung oder eine Wiederaufnahme der Kämpfe geschehen. "Wir sind bereit, jederzeit die Kämpfe wieder aufzunehmen", sagte der Regierungschef. Man habe weiter den "Finger am Abzug".

20.07 Uhr: Weißes Haus – Iran präsentierte überarbeiteten Friedensplan

Der Iran hat nach Angaben des Weißen Hauses vor der Vereinbarung der Waffenruhe einen überarbeiteten Friedensplan vorgelegt. Dieser neue Plan könne mit dem amerikanischen 15-Punkte-Plan in Einklang gebracht werden, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt. Die iranische Seite habe ursprünglich einen Plan mit zehn Punkten vorgelegt, "der grundsätzlich unseriös und inakzeptabel war und vollständig verworfen wurde", erklärte Leavitt. Präsident Donald Trump habe ihn buchstäblich in den Papierkorb geworfen. Am Dienstag hätten die iranischen Behörden dann einen neuen Plan vorgelegt, der eine tragfähige Grundlage für Verhandlungen zur Beendigung des Iran-Kriegs bilden werde.

19.59 Uhr: US-Delegation will Samstag Gespräche mit Iran in Pakistan führen

Nach der Vereinbarung einer Waffenruhe im Iran-Krieg sollen dem Weißen Haus zufolge am Samstag direkte Verhandlungen mit dem Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad stattfinden. US-Präsident Donald Trump entsende dafür eine Delegation um Vizepräsident JD Vance, den Sondergesandten Steve Witkoff sowie Jared Kushner, sagte Regierungssprecherin Karoline Leavitt in Washington. Erste Gespräche sollen demnach am Samstagmorgen (Ortszeit) stattfinden. In Pakistan ist es drei Stunden später als in Deutschland.

19.57 Uhr: Politikwissenschaftler Fathollah-Nejad – Dauerhafte Waffenruhe im Iran unrealistisch

Der deutsch-iranische Politikwissenschaftler Ali Fathollah-Nejad hält eine dauerhafte Waffenruhe im Iran-Konflikt für unwahrscheinlich. Mit Blick auf die Verhandlungen ab Freitag in Pakistan sagte er bei BR24 im BR Fernsehen (18.30 Uhr), eine Einigung sei "sehr schwierig". Als Grund nannte er den Zehn-Punkte-Plan der iranischen Seite, den US-Präsident Donald Trump als mögliche Verhandlungsgrundlage bezeichnet hatte. Dieser Plan sei jedoch "sehr unrealistisch" und enthalte "Maximal-Forderungen des iranischen Regimes". Dazu zählten Forderungen nach Aufhebung aller Sanktionen, aller Resolutionen des UN-Sicherheitsrates und der Internationalen Atomenergiebehörde sowie der iranische Anspruch auf die Kontrolle der Meerenge von Hormus. Dem stünden die sicherheitspolitischen Interessen der USA gegenüber, die im sogenannten 15-Punkte-Plan von Trump formuliert seien. Hierzu gehöre das Zurückfahren des iranischen Atomprogramms, des Raketenprogramms und auch der iranischen Unterstützung regionaler Milizen.

Der deutsch-iranische Politikwissenschaftler Ali Fathollah-Nejad im Schaltgespräch bei BR24 TV.
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Der deutsch-iranische Politikwissenschaftler Ali Fathollah-Nejad im Schaltgespräch bei BR24 TV.

19.49 Uhr: Irans Vatikan-Botschafter – Papst hat uns vor der Vernichtung bewahrt

Irans Botschafter beim Vatikan, Mohammad Hossein Mokhtari, dankt Papst Leo XIV. für seine Worte gegen die von US-Präsident Donald Trump angedrohte Vernichtung. Damit habe der Papst dazu beigetragen, "die Bedrohung durch einen langwierigen Krieg und die Zerstörung einer als Weltkulturerbe anerkannten Zivilisation abzuwenden", sagte der Botschafter der Islamischen Republik Iran beim Heiligen Stuhl.

19.36 Uhr: Iran – USA müssen sich entscheiden - Waffenruhe oder weiter Krieg

Irans Außenminister Abbas Araghtschi schreibt auf der Onlineplattform X, die Bedingungen des Waffenstillstandsabkommens seien klar und deutlich. Die USA müssten sich entscheiden zwischen einer Waffenruhe und der Fortsetzung des Krieges. Beides zugleich würden sie nicht bekommen. Der Ball liege nun um Feld der USA. Die Weltgemeinschaft werde hinschauen, ob die USA ihr Wort hielten, sagt er mit Blick auf die Fortsetzung der Angriffe Israels auf den Libanon.

19.34 Uhr: Iranisches Militär – Teheran hat sich durchgesetzt

Der Iran hat sich laut dem Militär in der Waffenruhevereinbarung mit den USA durchgesetzt. Der Widerstand des Landes habe die Gegner letztlich gezwungen, die von Teheran vorgeschlagenen Bedingungen zu akzeptieren, erklärte das zentrale Hauptquartier "Chatam Al-Anbija", das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt, laut iranischen Staatsmedien. Den Gegnern seien extrem hohe Verluste zugefügt worden, hieß es. Dies zeige, dass der Iran jeden Feind in die Schranken weisen und ihn zur Kapitulation und zum Rückzug zwingen könne. Man werde alle Bewegungen der Feinde in der Region überwachen und gegebenenfalls zerstörerischer und tödlicher reagieren als zuvor.

19.22 Uhr: Trump widerspricht Pakistan – Libanon nicht Teil des Waffenstillstands-Abkommens

Es gibt weiter gegensätzliche Ansichten darüber, ob der Libanon Teil des Waffenstillstandsabkommens ist, das der Iran und die USA geschlossen haben. US-Prräsident Donald Trump sagt am Abend, der Libanon sei nicht Teil des Abkommens. Zur Begründung sagt er, dies sei ""wegen der Hisbollah". Das Thema werde aber "geregelt werden". Pakistans Ministerpräsident Shehbaz Sharif, der zwischen den USA und dem Iran vermittelt hatte, hatte indes gesagt, die Waffenruhe schließe auch den Libanon ein. Der Iran hatte sich entsprechend geäußert. Israel hat seine Angriffe auf den Libanon am Mittwoch ausgeweitet.

19.04 Uhr: General der Revolutionsgarde – Iran schließt Straße von Hormus wegen israelischer Angriffe

Der Iran hat laut einem Bericht staatlicher Medien als Reaktion auf israelische Angriffe im Libanon die Straße von Hormus gesperrt. "Ein Angriff auf den Libanon ist ein Angriff auf den Iran", schrieb der Kommandeur der Luft- und Raumfahrtstreitkräfte der iranischen Revolutionsgarde, Sejed Madschid Mussawi, auf der Plattform X. Die iranischen Streitkräfte bereiteten eine harte Reaktion vor, warnte er, ohne jedoch Einzelheiten zu nennen.

Am Nachmittag hatte der Schiffsverfolgungsdienst MarineTraffic gemeldet, dass der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus wieder Fahrt aufnehme. Es seien erste Anzeichen für Schiffsverkehr in der Meerenge zu beobachten gewesen.

19.03 Uhr: Zahl der Toten im Libanon steigt auf 112

Bei den israelischen Luftangriffen im Libanon sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mindestens 112 Menschen getötet worden. Mehr als 800 weitere Menschen seien verletzt, sagte ein Sprecher des Ministeriums. Nach Angaben des libanesischen Zivilschutzes ist die Zahl der Toten noch höher. Viele seien noch unter den Trümmern begraben, berichteten Augenzeugen. 

18.45 Uhr: Weltbank und IWF warnen vor globaler Ernährungsunsicherheit

Die Spitzen der Weltbank, des Internationalen Währungsfonds (IWF) und des UN-Welternährungsprogramms warnen vor steigenden Lebensmittelpreisen und zunehmender Ernährungsunsicherheit. Grund dafür sei der starke Preisanstieg bei Öl, Erdgas und Düngemitteln, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Die Hauptlast trügen die schwächsten Bevölkerungsgruppen, insbesondere in einkommensschwachen und importabhängigen Ländern. Die Institutionen kündigen an, die Entwicklungen genau zu beobachten und den Einsatz aller verfügbaren Instrumente zu koordinieren, um die von der Krise Betroffenen zu unterstützen.

18.19 Uhr: Trump – Iran-Verhandlungen hinter verschlossenen Türen

Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran werden nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump hinter verschlossenen Türen stattfinden. Es gebe nur einen Punktekatalog, der für die USA relevant sei, schreibt Trump auf seinem Kurznachrichtendienst Truth Social. Einzelheiten nennt er zunächst nicht.

18.09 Uhr: Politikwissenschaftler Jan Busse – Schnelle Lösung im Iran-Konflikt "zum Scheitern verurteilt"

Der Politikwissenschaftler Jan Busse von der Universität der Bundeswehr München sieht kaum Chancen für eine schnelle und dauerhafte Friedenslösung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Busse sagte bei BR24 im BR Fernsehen (16 Uhr), dass sowohl die USA als auch der Iran für sich reklamieren würden, den Krieg gewonnen zu haben. Letztlich sei aber das Hauptergebnis, dass jetzt tatsächlich der Iran auch perspektivisch die Kontrolle über die Straße von Hormus für sich beanspruchen werde. Das sei natürlich eine Niederlage für die USA. US-Präsident Trump habe nach einem Ausweg gesucht und nicht verstanden, dass das iranische Regime nicht einfach einknicke, so Busse. Einer möglichen Feuerpause als Grundlage für einen dauerhaften Frieden steht Busse skeptisch gegenüber. "Ich denke, das könnte es sein. Aber ich bin grundsätzlich pessimistisch", so der Politikwissenschaftler. Die Verhandlungspositionen lägen bei zentralen Fragen wie der Urananreicherung, dem iranischen Raketenprogramm und der Unterstützung von Milizen in der Region "extrem weit auseinander".

17.51 Uhr: Libanon laut Trump nicht Teil der Waffenruhe

Der Libanon ist laut US-Präsident Donald Trump nicht Teil der Waffenruhevereinbarung im Iran-Krieg. Trump sagte am Mittwoch in einem kurzen Telefoninterview mit dem Fernsehsender PBS, der Libanon sei wegen der schiitischen Hisbollah-Miliz nicht einbezogen worden. "Sie waren nicht Teil des Abkommens. Auch das wird geregelt werden. Es ist alles in Ordnung."

Auf die Frage nach den anhaltenden israelischen Angriffen im Libanon antwortete der Präsident: "Das ist Teil des Abkommens – das weiß jeder. Das ist eine separate Auseinandersetzung." Israel hat erklärt, es sei nicht Teil der Vereinbarung über eine Feuerpause zwischen den USA und dem Iran. Die Hisbollah, Pakistan, Frankreich und Ägypten hatten zuvor mitgeteilt, das Waffenruhe-Abkommen gelte auch für den Libanon.

17.44 Uhr: 89 Tote nach israelischem Angriff im Libanon

Ungeachtet der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran weitet Israel seine Angriffe im Libanon aus. Die jüngsten Bombardierungen Israels seien die schwersten, die das Land seit Beginn des Krieges zwischen der Hisbollah und Israel Anfang März erlebt habe, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch aus libanesischen Sicherheitskreisen. Das libanesische Gesundheitsministerium sprach von 89 Toten und 700 Verletzten bei den Angriffen auf die Hauptstadt Beirut und andere Orte. Vor Ort herrschte Chaos, die Behörden riefen zu Blutspenden auf.

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz wiederum bezeichnete die Angriffe als schweren Schlag gegen die Hisbollah-Miliz - die ihrerseits ihre Angriffe aber nach Angaben aus libanesischen Sicherheitskreisen am Mittwochmorgen eingestellt hatte. Iranische Medien berichten, dass die iranische Führung die Straße von Hormus für den Schiffsverkehr erst freigeben will, wenn Israel auch seine Angriffe im Libanon stoppt.

17.43 Uhr: Bericht – Nato erwägt Marine-Einsatz im Persischen Golf

Die Nato erwägt einem Bericht des "Handelsblatts" zufolge einen Marine-Einsatz in der Nahost-Region, um den Schiffsverkehr im Persischen Golf zu sichern. "Es spricht vieles dafür, das als Nato-Mission zu organisieren", zitiert die Zeitung Nato-Insider. Zu den Vorteilen einer Nato-Mission gehöre, dass die Amerikaner in den Einsatz eingebunden wären. Zugleich würde das Bündnis den USA beweisen, dass es weiterhin relevant sei. Eine Idee wäre demnach, die Mission zunächst als "Koalition der Willigen" zu starten und dann auf dem Nato-Gipfel im Juli in Ankara in die Nato-Kommandostrukturen zu überführen. Die mögliche Nato-Mission könne der "Tribut" sein, der nötig sei, um US-Präsident Donald Trump zu besänftigen, schreibt das "Handelsblatt" unter Berufung auf Nato-Insider weiter.

17.02 Uhr: Kuwait meldet Schäden an Ölanlagen nach iranischem Beschuss

Das kuwaitische Innenministerium teilt mit, nach iranischen Drohnenangriffen gebe es "schwere Sachschäden" an mehreren wichtigen Einrichtungen. An einigen der am Mittwoch angegriffenen Standorte seien Brände ausgebrochen, darunter Ölanlagen sowie drei Kraftwerke und Meerwasserentsalzungsanlagen.

16.52 Uhr: Merz telefoniert mit Trump und wirbt für weitere diplomatische Schritte

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat nach der vereinbarten Waffenruhe im Iran-Krieg mit US-Präsident Donald Trump telefoniert. Wie die Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch aus deutschen Regierungskreisen erfuhr, warb Merz dabei für weitere diplomatische Schritte.

16.31 Uhr: Iran stoppt offenbar Öltanker in Straße von Hormus

In der Straße von Hormus sind einem iranischen Medienbericht zufolge Öltanker gestoppt worden. Dies sei nach einer Verletzung der Feuerpause durch Israel erfolgt, meldet die Nachrichtenagentur Fars.

16.28 Uhr: US- und Iran-Delegationen reisen wohl Donnerstag nach Islamabad

Die Delegationen der USA und des Irans werden zwei pakistanischen Insidern zufolge bereits am Donnerstag in Islamabad eintreffen. Die US-Delegation werde von Vizepräsident JD Vance geleitet, die iranische von Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf und Außenminister Abbas Araghtschi, heißt es weiter.

16.22 Uhr: Viele Tote nach israelischem Angriff im Libanon

Ungeachtet der Waffenruhe im Iran-Krieg greift Israel den Libanon weiterhin massiv an. Die Armee berichtete am Nachmittag vom "größten koordinierten Angriff" seit dem Wiederaufflammen des Konflikts mit der Hisbollah Anfang März. Das libanesische Gesundheitsministerium meldete Dutzende Tote und Hunderte Verletzte. Demnach sind noch Menschen unter Trümmern nach Angriffen verschüttet. Auch aus einem Krankenhaus hieß es, die Klinik behandle eine große Zahl von Opfern.

Israels Armee berichtete am Nachmittag, sie habe innerhalb von zehn Minuten in der libanesischen Hauptstadt Beirut, im Osten sowie im Süden des Nachbarlandes mehr als 100 Kommandozentralen und Militärstützpunkte der Hisbollah ins Visier genommen. Auch aus libanesischen Sicherheitskreisen hieß es, es habe mehr als 150 Angriffe gegeben, viele in Beirut.

Augenzeugen berichteten von Chaos, Menschen rannten auf den Straßen, Kinder schrien. Viele Menschen aus der Hauptstadt Beirut machten sich demnach auf den Weg in den Norden. Krankenhäuser im Land riefen Menschen dazu auf, Blut zu spenden. Ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur meldete Chaos in den Kliniken in der Hauptstadt Beirut. 

16.19 Uhr: Iran droht mit Ende der Waffenruhe wegen Libanon-Angriffen

Der Iran droht einem Medienbericht zufolge mit einem Ende der Waffenruhe, sollten die israelischen Angriffe im Libanon weitergehen. Das iranische Militär erfasse Ziele für eine Vergeltung wegen der jüngsten Attacken, meldet die iranische Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf einen Insider. Die mit den USA vereinbarte Feuerpause schließe ein Ende der Kämpfe an allen Fronten ein.

15.51 Uhr: Iran und Saudi-Arabien melden Drohnen-Abschüsse

Saudi-Arabien und der Iran melden jeweils den Abschuss von Drohnen. In den vergangenen Stunden seien neun Flugkörper abgefangen worden, teilt das Königreich mit. Die iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben eine Hermes-900-Drohne über dem Süden des Landes abgeschossen. Dieser Typ wird von Israel eingesetzt. Die Garden warnen, dass jedes Eindringen in den iranischen Luftraum als Verletzung der Feuerpause gelte.

15.50 Uhr: Iran erwägt Angriffe auf Israel wegen Libanon-Attacken

Der Iran erwägt einem Medienbericht zufolge neue Angriffe auf Israel. Grund seien Verstöße Israels gegen die Feuerpause im Libanon, meldet die iranische Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten Regierungsvertreter. Israel hat ungeachtet der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran seine Angriffe im Libanon ausgeweitet. Dort geht das Militär nach eigenen Angaben gegen die mit dem Iran verbündete radikal-islamische Hisbollah-Miliz vor.

15.46 Uhr: US-Militär will mehr als 13.000 Angriffsziele im Iran getroffen haben

Das US-Militär hat Statistiken zu seinen Angriffen auf den Iran präsentiert. Generalstabschef Dan Caine sagte am Mittwoch in einem Pressebriefing, bei den Einsätzen seien mehr als 13.000 Ziele getroffen worden. Dadurch seien 80 Prozent der iranischen Luftabwehrsysteme zerstört und 90 Prozent der Waffenfabriken attackiert worden. Der Generalstabschef beschrieb auch die Versorgung der US-Truppen: Das Militär habe mehr als sechs Millionen Mahlzeiten ausgegeben. Zudem seien schätzungsweise mehr als 3,6 Millionen Liter Kaffee, zwei Millionen Energy-Drinks und "eine Menge Nikotin" konsumiert worden.

15.03 Uhr: Iran geht "mit großem Misstrauen" in Gespräche mit USA

Der Iran geht nach den Worten seines UN-Botschafters in Genf mit großer Vorsicht in die anstehenden Friedensgespräche mit den USA. Es gebe ein großes Misstrauen, sagt Ali Bahreini der Nachrichtenagentur Reuters. Die iranischen Streitkräfte hielten ihre Einsatzbereitschaft aufrecht. Man wolle in den Verhandlungen jedoch prüfen, wie ernst es die USA meinten. Alle bestehenden Vereinbarungen, auch die zur Straße von Hormus, seien nur vorläufig, sagt der Diplomat weiter. Der Krieg werde sich auf den künftigen rechtlichen Status der Meerenge auswirken.

14.57 Uhr: Insider – Saudiarabische Ost-West-Pipeline bei Angriff getroffen

Die saudiarabische Ölleitung zur Umgehung der Straße von Hormus ist einem Insider zufolge bei einem iranischen Angriff getroffen worden. Das Ausmaß des Schadens an der Ost-West-Pipeline werde geprüft, sagt der Branchenvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Auch andere Anlagen seien angegriffen worden. Die Pipeline verläuft quer über die Arabische Halbinsel zum Roten Meer. Nur über sie kann das Königreich bei einer Sperrung der Straße von Hormus Rohöl exportieren.

14.50 Uhr: WHO fordert Waffenruhe zwischen Israel und Hisbollah

Die Weltgesundheitsorganisation hat die zweiwöchige Feuerpause zwischen den USA und dem Iran begrüßt und gleichzeitig weitere Schritte angemahnt. Angesichts der vielen Vertriebenen im Libanon sei eine weitere Waffenruhe zwischen Israel und der schiitischen Hisbollah-Miliz erforderlich, teilte die WHO am Mittwoch mit. "Weitere Gewalt und Vertreibungen werden das libanesische Gesundheitssystem weiterhin zerstören und die Schwächsten – darunter Menschen mit chronischen Erkrankungen, ältere Menschen und Kinder – unverhältnismäßig stark treffen", sagte der WHO-Regionaldirektor Hanan Balkhy.

14.45 Uhr: Erstes Schiff passiert laut Iran seit Feuerpause die Straße von Hormus

Dem iranischen Staatsfernsehen zufolge passiert das erste Schiff seit dem Beginn der Feuerpause die Straße von Hormus.

14.39 Uhr: Waffenruhe im Libanon – Druck auf Israel wächst

Mehrere europäische Staaten und Kanada haben dazu aufgerufen, die verkündete Waffenruhe im Iran-Krieg auch im von Israel angegriffenen Libanon umzusetzen. "Wir rufen alle Seiten dazu auf, den Waffenstillstand umzusetzen, auch im Libanon", hieß es in einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung, die auch von Deutschland unterzeichnet wurde.

Die israelische Regierung erklärte, die Feuerpause zu unterstützen, diese gelte aber anders als vom Vermittler Pakistan verkündet nicht für den Libanon. Der Iran-Krieg hatte sich Anfang März auf den Libanon ausgeweitet. Die unter anderem in Berlin veröffentlichte Erklärung wurde von den Staats- und Regierungschefs Deutschlands, Frankreichs, Italiens, Großbritanniens, Kanadas, Dänemarks, der Niederlande, Spaniens sowie von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa abgegeben.

14.31 Uhr: Israel greift über einhundert Ziele im Libanon an

Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben innerhalb von zehn Minuten mehr als 100 Hisbollah Ziele im Libanon angegriffen. Getroffen worden seien Ziele der schiitischen Miliz in der Hauptstadt Beirut, im Südlibanon und in der Bekaa-Region, teilten die Streitkräfte am Mittwoch mit. Es habe sich um den größten koordinierten Angriff im aktuellen Krieg gehandelt.

Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete von einer Reihe israelischer Luftangriffe auf Stadtteile im Zentrum von Beirut. Eine Warnung habe es nicht gegeben. In der ganzen Stadt waren Explosionen zu hören, und an mehreren Stellen stieg Rauch auf. Mehrere der Angriffe trafen belebte Geschäftsviertel. Zu möglichen Opfern wurden keine Angaben gemacht.

Die Angriffe erfolgten wenige Stunden, nachdem eine Waffenruhe im Iran-Krieg verkündet worden war. Israel hat erklärt, dass sich die Vereinbarung nicht auf den Libanon erstrecke, während der Vermittler Pakistan das Gegenteil behauptet.

13.59 Uhr: Öffnung von Hormus laut Iran ab Donnerstag möglich

Die Straße von Hormus könnte einem hochrangigen iranischen Regierungsvertreter zufolge am Donnerstag oder Freitag freigegeben werden. Voraussetzung sei, dass eine Einigung auf ein Rahmenabkommen erzielt werde, sagt der an den Gesprächen beteiligte Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Die Öffnung würde dann begrenzt und unter iranischer Kontrolle erfolgen. "Für alle Schiffe wird eine Abstimmung mit dem iranischen Militär zwingend erforderlich sein", heißt es weiter.

13.49 Uhr: Israel meldet größten Angriff auf Hisbollah-Ziele im Libanon

Israel hat nach eigenen Angaben seinen bislang größten Angriff seit Kriegsbeginn auf Einrichtungen der radikal-islamischen Hisbollah-Miliz im Libanon vollzogen. Dabei seien auch Kommandozentren der Miliz in der Hauptstadt Beirut getroffen worden, teilt das Militär mit. Die meisten Ziele hätten sich in zivilen Gebieten im ganzen Land befunden.

Die Hisbollah, Pakistan, Frankreich und Ägypten hatten zuvor mitgeteilt, das Waffenruhe-Abkommen gelte auch für den Libanon. Die israelische Regierung hat die Einbeziehung des Libanons in die Übereinkunft bestritten und erklärt, sie werde die Angriffe auf das Land fortsetzen.

13.44 Uhr: Trump kündigt Strafzölle für Waffenlieferungen an Iran an

US-Präsident Donald Trump kündigt Strafzölle für Staaten an, die den Iran mit Waffen versorgen. Der Aufschlag gelte ab sofort und werde 50 Prozent für alle in die USA eingeführten Güter dieser Länder betragen, schreibt Trump auf seinem Kurznachrichtendienst Truth Social.

13.43 Uhr: Laut Trump – Iran wird kein Uran mehr anreichern

US-Präsident Donald Trump zufolge wird der Iran in Zukunft kein Uran mehr anreichern. Zudem würden die USA und der Iran das verschüttete Uran ausgraben und entfernen, schreibt Trump auf seinem Kurznachrichtendienst Truth Social. Bei vielen der 15 Punkte des US-Plans für den Iran gebe es bereits eine Übereinkunft. Man werde sehr eng mit der Regierung in Teheran zusammenarbeiten, heißt es weiter. Trump wiederholte seine von Experten angezweifelte Behauptung, der Iran habe einen "Regimewechsel" durchlaufen. Eine Stellungnahme der Islamischen Republik liegt zunächst nicht vor.

13.39 Uhr: Laut Trump – USA werden verschüttetes Uran mit Teheran bergen

US-Präsident Donald Trump hat auf seiner Plattform Truth Social eine Zusammenarbeit mit dem Iran bei der Bergung von bei Angriffen verschüttetem Uran angekündigt und eine weitere Anreicherung von Uran in der Islamischen Republik ausgeschlossen. Eine Bestätigung aus Teheran für die gemeinsame Bergung von angereichertem Uran oder einen Verzicht auf Urananreicherung lag zunächst nicht vor.

13.32 Uhr: Konfliktforscherin sieht iranisches Regime im Aufwind

Angesichts der jüngsten Entwicklungen sieht Konfliktforscherin Sara Bazoobandi das iranische Regime im Aufwind. Noch sei es zu früh, um die Lage nach dem Waffenstillstand zwischen dem Iran und den USA sowie Israel abschließend einzuschätzen, sagte Bazoobandi am Mittwoch der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Hamburg.

Sollte jedoch der Waffenstillstand halten und US-Präsident Donald Trump tatsächlich iranische Bedingungen akzeptiert haben, "wäre dies ein erheblicher Schlag für die amerikanische Abschreckungswirkung und ein bedeutender Sieg für das Regime" mit Blick auf die regionalen Machtverhältnisse, erläuterte die Wissenschaftlerin.

13.13 Uhr: Revolutionsgarden – Haben in der Nacht Ölanlagen angegriffen

Die iranischen Revolutionsgarden haben eigenen Angaben zufolge in der Nacht Energieanlagen und Ölpipelines angegriffen, die mit den USA und Israel in Verbindung stehen. Darunter seien auch Ölanlagen in der saudiarabischen Hafenstadt Janbu, wie staatliche Medien berichten. Der Finger sei am Abzug, erklären die Revolutionsgarden der Nachrichtenagentur Tasnim zufolge. Auf jeden Angriff würden sie mit noch mehr Härte reagieren.

13.02 Uhr: Hisbollah warnt vor iranischer Reaktion bei Bruch der Feuerpause

Der Hisbollah-Abgeordnete Ibrahim al-Mussawi hat vor einer Reaktion des Irans und seiner Verbündeten gewarnt, sollte Israel die vereinbarte Feuerpause nicht einhalten. Die Übereinkunft schließe den Libanon gemäß den Bestimmungen ein, und der Iran habe auf dieser Einbeziehung bestanden, sagte al-Mussawi dem Fernsehsender Al-Dschadid. Es war die erste Reaktion aus den Reihen der schiitischen Miliz, seit die USA und der Iran unter Vermittlung Pakistans eine Vereinbarung für eine Waffenruhe schlossen.

Die israelische Regierung hat die Einbeziehung des Libanons in die Übereinkunft bestritten und erklärt, es werde die Angriffe auf das Land fortsetzen. Pakistan, Frankreich und Ägypten, die bei der Vermittlung des Abkommens halfen, haben bestätigt, dass die Vereinbarung auch für den Libanon gelten solle.

12.28 Uhr: Vance ruft Iran zu "aufrichtigen Verhandlungen" auf

US-Vizepräsident JD Vance hat die Waffenruhe mit dem Iran als "zerbrechlich" eingestuft und die Führung in Teheran zu "aufrichtigen Verhandlungen" aufgefordert. "Wenn die Iraner bereit sind, aufrichtig mit uns zu arbeiten, können wir meiner Meinung nach eine Vereinbarung erzielen", sagte Vance am Mittwoch bei einem Besuch in Budapest. Sollte die iranische Führung jedoch nicht an den Verhandlungstisch kommen, "werden sie herausfinden, dass man sich nicht mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten anlegen sollte", betonte der Vizepräsident: "Er ist ungeduldig. Er ist ungeduldig, Fortschritte zu erzielen."

12.28 Uhr: Iran meldet Angriff auf Ölraffinerie

Auf der iranischen Insel Lawan ist Berichten von Staatsmedien zufolge eine Ölraffinerie angegriffen worden. Dabei sei ein Feuer ausgebrochen, das noch bekämpft werde, hieß es im Staatsfernsehen. Verletzt worden sei nach ersten Erkenntnissen niemand. Dem Bericht zufolge ereignete sich der Angriff gegen 10 Uhr am Mittwochvormittag – und damit Stunden nach der Ankündigung einer Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA. Wer für den Angriff verantwortlich sein soll, wurde nicht thematisiert.

12.23 Uhr: Ägypten – Israel muss Angriffe im Libanon stoppen

Ägypten hat Israel aufgefordert, seine Angriffe auf den Libanon unverzüglich einzustellen. Die Einigung auf eine zweiwöchige Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran müsse sich darin widerspiegeln, dass Israel seine Angriffe "auf den brüderlichen Libanon" sofort beende, teilte das Außenministerium in Kairo am Mittwoch mit. Die Situation im Libanon sei weiter kritisch.

12.10 Uhr: TUI Cruises prüft Rückkehr der Kreuzfahrtschiffe vom Golf

Die Kreuzfahrttochter des Reisekonzerns TUI prüft mögliche Optionen für ihre beiden noch in der Golf-Region festsitzenden Passagierschiffe. "Wir bewerten die Lage mit Behörden, Sicherheitsexperten und unseren Partnern", erklärte TUI Cruises. Entscheidend für die Abfahrt der Mein Schiff 4 und 5, die seit Ausbruch des Iran-Krieges in Abu Dhabi und Doha vor Anker liegen, sei die Sicherheit von Crew und Schiffen. Eine Rumpfbelegschaft hält demnach die Kreuzfahrtschiffe betriebsbereit. Eine Verlegung zu den geplanten nächsten Zielgebieten im Mittelmeer werde, abhängig von Routen, Wetter und operativen Rahmenbedingungen, rund vier Wochen dauern.

12.08 Uhr: Italien stellt Schiffe nur bei UN-Mandat

Italien will ohne UN-Mandat keine Schiffe zur Überwachung der Straße von Hormus entsenden. "Das steht nicht auf der Tagesordnung. Wir haben bereits gesagt, dass wir keine Schiffe entsenden werden, es sei denn, es gibt eine Initiative der Vereinten Nationen", sagt der stellvertretende Ministerpräsident Matteo Salvini, der auch Infrastrukturminister ist.

12.03 Uhr: Kuwait und Emirate melden Beschuss aus dem Iran

Trotz einer Waffenruhe haben die Golfstaaten Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate Beschuss aus dem Iran gemeldet. Man sei seit dem Morgen mit einer Welle iranischer Angriffe konfrontiert, teilte die kuwaitische Armee mit und habe 28 iranische Drohnen abgefangen.

Einige der Drohnen hätten auf Ölanlagen und Kraftwerke im Süden des Landes gezielt und Sachschaden an der Infrastruktur und Entsalzungsanlagen verursacht. Das Verteidigungsministerium der Emirate teilte auf X mit, die Luftverteidigung sei gegen Raketen- und Drohnenangriffe aus dem Iran im Einsatz. Ballistische Raketen und Drohnen seien abgefangen worden.

12.02 Uhr: Pakistan – Iran hat Teilnahme an Gesprächen mit den USA zugesagt

Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat pakistanischen Angaben zufolge die Teilnahme des Irans an Verhandlungen mit den USA zugesagt. Das teilt das Büro von Ministerpräsident Shehbaz Sharif mit. Die Gespräche sind für Freitag in Islamabad geplant.

11.55 Uhr: Wadephul mahnt israelischen Kollegen im Libanon-Krieg

Außenminister Johann Wadephul hat seinen israelischen Kollegen Gideon Saar nach Angaben eines Sprechers in einem Gespräch aufgefordert, "dass sich Israel auf die notwendige Selbstverteidigung gegen Hisbollah beschränkt und nicht darüber hinausgeht". Ziel müsse es sein, in den nächsten Tagen ein dauerhaftes Ende des Krieges auszuhandeln.

11.54 Uhr: VAE melden iranischen Raketenbeschuss

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben iranischen Raketenbeschuss auf das Land gemeldet. Die Luftabwehr sei aktiviert worden, hieß es am Mittwoch. Die Emirate machten zunächst keine Angaben dazu, wo genau sich der gemeldete iranische Angriff ereignet habe.

11.39 Uhr: Linken-Politiker Pellmann fordert Schließung von US-Stützpunkten

Linken-Fraktionschef Sören Pellmann hat nach den Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran drastische Schritte der Bundesregierung gefordert. Es müssten "jetzt dringender denn je alle US-Militärstützpunkte in Deutschland geschlossen werden", sagte Pellmann am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. "Trump führt seinen Krieg auch von deutschem Boden aus. Wer das nach dieser Eskalation weiter zulässt, trägt bewusst Mitverantwortung für die Folgen." Der US-Präsident sei zwar vorerst von der Umsetzung "seiner kriegsverbrecherischen Drohungen" abgerückt. Pellman betonte aber: "Wir dürfen nicht auf den Fall warten, dass kein Deal erreicht wird und Trump seine Drohungen wahrmacht."

11.14 Uhr: Hapag-Lloyd-Schiffe sitzen aktuell noch fest

Sechs Schiffe von Deutschlands größter Containerreederei Hapag-Lloyd sitzen weiterhin im Persischen Golf fest. Hapag-Lloyd hoffe, die Schiffe und vor allem die Crews möglichst bald aus der Region herauszubekommen, sagte Konzernchef Rolf Habben Jansen am Mittwoch in einem Kunden-Call. Keiner der betroffenen Frachter habe die Straße von Hormus passiert. Auf Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters, die an dem Kunden-Call teilnehmen konnte, wies er einen anderslautenden Bericht auf X als falsch zurück. Die in der Nacht zu Mittwoch bekanntgewordene Waffenruhe sei eine sehr gute Nachricht, sagte Habben Jansen weiter.

11.10 Uhr: EU-Spitzen begrüßen Waffenruhe zwischen USA und Iran

Die EU-Spitzen haben positiv auf die Ankündigung einer zweiwöchigen Feuerpause zwischen dem Iran und den USA reagiert. "Ich begrüße den zweiwöchigen Waffenstillstand, auf den sich die USA und der Iran gestern Abend geeinigt haben", schrieb EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in den sozialen Medien. Von der Leyen dankte Pakistan für die Vermittlung. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas teilte mit, der Waffenstillstand sei nach wochenlanger Eskalation ein Schritt weg vom Abgrund. Er schaffe eine dringend benötigte Möglichkeit, Drohungen zu verringern, Raketenangriffe zu stoppen, die Schifffahrt wieder aufzunehmen und Raum für Diplomatie.

11.09 Uhr: Hilfswerk Missio besorgt um Christen im Libanon

Das katholische Hilfswerk Missio sorgt sich um Tausende Christen im Libanon. Dort stünden rund 5.000 christliche Familien vor einer humanitären Katastrophe, erklärte Missio-Präsident Dirk Bingener am Mittwoch in Aachen. Die zwischen den USA und dem Iran verhandelte 14-tägige Waffenruhe müsse auch für den Südlibanon gelten, forderte der Theologe. Er reagierte damit auf die Ankündigung des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, dass die Waffenruhe nicht für den Südlibanon gelte und dort weitergekämpft werden solle.

11.08 Uhr: Papst begrüßt Waffenstillstand in Nahost

Papst Leo XIV. hat die jüngste Waffenruhe in Nahost zwischen den USA und dem Iran begrüßt und zum Gebet für die Verhandlungen aufgerufen. Bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz sagte er am Mittwoch unter dem Beifall Zehntausender Menschen: "Ich begrüße die Nachrichten über den für die Dauer von zwei Wochen vereinbarten Waffenstillstand. Nur durch Verhandlungen kann ein Ende der Feindseligkeiten erreicht werden." Weiter sagte Leo XIV.: "Ich rufe dazu auf, die schwierigen diplomatischen Bemühungen mit Gebet zu begleiten. Und ich hoffe, dass die Bereitschaft zum Dialog dazu beitragen kann, auch andere Konfliktsituationen in der Welt zu lösen."

11.06 Uhr: Israel zerstört Gebäude in Küstenstadt Tyros

Die nationale libanesische Nachrichtenagentur meldet, Israel habe nach der Einigung auf die Feuerpause im Iran-Krieg mehrere Angriffe im Süden des Landes ausgeführt. Israel hatte den Angaben zufolge einen Evakuierungsaufruf für ein Gebäude in der südlichen Küstenstadt Tyros veröffentlicht. Die Hisbollah im Libanon meldete ihrerseits seit dem frühen Morgen keine Angriffe auf Israel.

10.52 Uhr: Iran meldet Explosionen am Persischen Golf

Nach Beginn der Waffenruhe mit den USA und Israel hat der Iran neue Explosionen am Persischen Golf gemeldet. Sie ereigneten sich an einer Raffinerie auf der Insel Lawan, wie die Nachrichtenagentur Mehr berichtete. Die Ursache war zunächst unbekannt.

10.35 Uhr: Ende des iranischen Atomprogramms?

Die USA streben nach Angaben aus israelischen Regierungskreisen eine Beseitigung von Atommaterial und ein Ende der Raketenbedrohung durch den Iran an. Vertreter von US-Präsident Donald Trump hätten Israel mitgeteilt, Washington werde bei voraussichtlich in den kommenden zwei Wochen geplanten Gesprächen mit Teheran mit Nachdruck auf die Entfernung des Atommaterials, ein Ende der Urananreicherung und die Beseitigung der Bedrohung durch ballistische Raketen bestehen, sagte ein hochrangiger Vertreter Israels, der anonym bleiben wollte, der Nachrichtenagentur AP. Dabei handele es sich um gemeinsame Ziele der USA und Israels.

10.27 Uhr: Madrid übt scharfe Kritik an USA

Dem spanischen Außenminister Jose Manuel Albares zufolge ist die Welt nach dem Ultimatum von US-Präsident Donald Trump an den Iran "gefährlich nahe" an einer Katastrophe vorbeigeschrammt. Trumps Ultimatum sei "für die Menschheit absolut unannehmbar" gewesen, sagt Albares dem Hörfunksender RNE nach der Ankündigung einer Waffenruhe. Es sei jedoch noch zu früh, um festzustellen, ob der Krieg endgültig beendet sei. "Wenn der Anführer einer militärischen Supermacht solche Drohungen ausspricht, nehme ich sie ernst", fügt er hinzu. Trump hatte dem Iran mit der Auslöschung seiner Zivilisation gedroht.

10.13 Uhr: Frankreich kündigt breites Bündnis für Schutz der Straße von Hormus an

Frankreich will mit rund 15 weiteren Staaten den Schiffsverkehr in der strategisch wichtigen Straße von Hormus wieder ermöglichen. Durch die Meerenge geht normalerweise ein Fünftel des weltweiten Öltransportes. Rund 15 Länder seien derzeit mobilisiert und beteiligten sich unter der Führung Frankreichs an der Planung, sagt Präsident Emmanuel Macron in Paris. Ziel sei die Umsetzung einer "rein defensiven Mission" in Abstimmung mit dem Iran, um den Schiffsverkehr nach der vereinbarten Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran wieder aufzunehmen.

10.11 Uhr: EU-Kommissionschefin drängt auf weitere Verhandlungen

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen begrüßt die zweiwöchige Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran. "Sie sorgt für die dringend benötigte Deeskalation", sagt sie. Zudem sei es entscheidend, dass die Verhandlungen für eine dauerhafte Lösung fortgesetzt würden.

10.06 Uhr: Luftraum im Irak wieder offen

Nach der Verkündung einer Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran hat der Irak seinen Luftraum wieder geöffnet. Die Lage habe sich stabilisiert und die Bedingungen seien wieder normal, teilte die irakische Zivilluftfahrtbehörde am Morgen mit. Mit sofortiger Wirkung dürften alle zivilen Flüge wieder aufgenommen werden, einschließlich Überflüge und Start- und Landungen auf irakischen Flughäfen.

10.03 Uhr: Keine israelischen Attacken mehr auf den Iran

Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben seine Angriffe auf den Iran eingestellt. Es folge damit der Anweisung der politischen Führung Israels nach der Vereinbarung einer zweiwöchigen Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran, teilt das Militär mit. Es sei weiterhin in höchster Alarmbereitschaft und bereit, auf jede Verletzung der Waffenruhe zu reagieren. Der Kampfeinsatz gegen die Hisbollah im Libanon werde hingegen fortgesetzt, teilt das israelische Militär mit.

10.00 Uhr: Internetzensur im Iran hält an

Die Bevölkerung im Iran bleibt auch nach Verkündung der Waffenruhe weiter vom Internet abgeschnitten. "Die Zensurmaßnahme aus Kriegszeiten hält weiterhin an, obwohl sowohl die Regierungen der USA als auch Irans jeweils den Sieg für sich beanspruchen", schrieb die auf Netzsperren spezialisierte Organisation Netblocks auf der Plattform X. Die iranische Bevölkerung werde derweil erneut im Dunkeln gelassen, hieß es dort.

09.50 Uhr: Macron - Waffenruhe muss auch Libanon umfassen

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat sich erfreut über die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran gezeigt, fordert aber eine Ausweitung auf den Libanon. Die Verkündung der Waffenruhe sei "eine sehr gute Sache", sagt Macron. Es sei auch gut, dass der Iran an der Öffnung der Straße von Hormus arbeite. Die Lage im Libanon bleibe aber kritisch. Der Libanon müsse in die Vereinbarung mit einbezogen werden. Israel hat Anfang März neue Angriffe auf die mit dem Iran verbündete Hisbollah im Libanon gestartet, die ihrerseits Ziele in Israel angegriffen hat.

09.35 Uhr: EU-Chefdiplomatin Kallas hofft auf Öffnung der Straße von Hormus

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat die vereinbarte Feuerpause zwischen den USA und dem Iran als "Schritt zurück vom Abgrund" begrüßt. Sie sei eine "dringend benötigte Chance, Drohungen zurückzufahren, Raketenangriffe zu stoppen, die Schifffahrt wieder aufzunehmen und Raum für Diplomatie" zu schaffen, erklärte Kallas im Onlinedienst X. Die Straße von Hormus müsse nun auch tatsächlich geöffnet werden.

09.29 Uhr: Waffenruhe-Abkommen sorgt für Kursfeuerwerk an europäischen Börsen

Nach der Einigung auf eine Waffenruhe im Iran-Krieg ist der Dax am Morgen in die Höhe geschossen. Der deutsche Leitindex kletterte zum Handelsbeginn kurzzeitig um fast fünf Prozent. Auch an den Börsen in Paris, Mailand und London legten die Aktienkurse zu.

09.08 Uhr: Libanon meldet mehrere israelische Attacken

Nach der Einigung auf eine Feuerpause im Iran-Krieg dauern die israelischen Angriffe im Libanon weiter an. Israel habe am Mittwoch mehrere Angriffe im Süden des Landes ausgeführt, berichtete die nationale libanesische Nachrichtenagentur. Zuvor hatte Israel den Angaben zufolge einen Evakuierungsaufruf für ein Gebäude in der südlichen Küstenstadt Tyros veröffentlicht.

09.02 Uhr: Arabische Staaten hoffen auf Deeskalation

Mehrere arabische Staaten haben die Einigung zwischen den USA und dem Iran auf eine Waffenruhe und die Öffnung der Straße von Hormus begrüßt, dringen aber auf weitere Diplomatie. Es sei nun wichtig, die Bemühungen zu intensivieren, um Lösungen zu finden, die die Krise an der Wurzel packten, teilte das Außenministerium des Golfstaats Oman mit. 

Auch Ägypten dringt auf weitere Verhandlungen. Das Aussetzen der US-Militäroperationen sei eine wichtige Chance, die genutzt werden sollte, um Raum für Diplomatie und einen konstruktiven Dialog zu schaffen, teilte das Außenministerium in Kairo mit. 

Der Irak erklärte der staatlichen Nachrichtenagentur INA zufolge, die Waffenruhe trage dazu bei, Spannungen in der Region abzubauen, man unterstütze alle weiteren Bemühungen für Dialog. 

08.59 Uhr: Hisbollah setzt offenbar Attacken auf Israel aus

Die libanesische Hisbollah-Miliz hat Insidern zufolge in den frühen Morgenstunden im Rahmen der Waffenruhe im Iran-Krieg ihre Angriffe auf Nordisrael und israelische Truppen im Libanon ausgesetzt. Das teilen drei Insider aus dem libanesischen Umfeld der radikal-islamischen Organisation gegenüber Reuters mit. Israel hat ungeachtet der Waffenruhe seine Angriffe auf den Südlibanon fortgesetzt und eine neue Evakuierungsanordnung für eine südliche Stadt erlassen. Das deutet darauf hin, dass es dort bald angreifen wird. Zuvor hat der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärt, dass die zweiwöchige Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA den Libanon nicht einschließe.

08.53 Uhr: Starmer - Waffenruhe ist "Moment der Erleichterung"

Der britische Premierminister Keir Starmer spricht nach der Einigung zwischen den USA und dem Iran auf eine Waffenruhe und die Öffnung der Straße von Hormus von einem "Moment der Erleichterung". "Zusammen mit unseren Partnern müssen wir alles tun, was in unserer Macht steht, um diese Waffenruhe zu unterstützen und aufrechtzuerhalten", schrieb Starmer in einem X-Beitrag. Die temporäre Waffenruhe müsse nun in ein "dauerhaftes Abkommen" übergehen. Der britische Premier wird heute in die Golfregion reisen, wie die Downing Street der Nachrichtenagentur PA zufolge ankündigte. Dort werde Starmer mit Staats- und Regierungschefs der Verbündeten in der Region über diplomatische Bemühungen zur Aufrechterhaltung der Waffenruhe sprechen.

08.19 Uhr: Libanesische Regierung rät Geflüchteten von Rückkehr ab

Der Libanon hat vor israelischen Angriffen geflüchtete Staatsbürger vor einer Rückkehr in den Süden des Landes gewarnt. Das Krisenmanagement der Regierung reagierte damit auf Berichte über Vertriebene, die damit begannen, ihre Habseligkeiten zu packen und in den Südlibanon zurückzukehren - in der Annahme, die Ankündigung einer zweiwöchigen Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA schließe auch den Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah mit ein.

08.02 Uhr: Merz pocht auf dauerhaftes Ende der Angriffe

Auch Bundeskanzler Friedrich Merz hat die Bedeutung der zweiwöchigen Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran hervorgehoben. Die Bundesregierung danke Pakistan für die Vermittlung dieser wichtigen Vereinbarung, teilt Merz mit. "Ziel muss nun sein, in den nächsten Tagen ein dauerhaftes Ende des Krieges auszuhandeln. Dies wird sich nur auf diplomatischem Weg erreichen lassen", fügt er hinzu. Verhandlungen dienten dem Schutz der iranischen Zivilbevölkerung, der Sicherheit in der Region und könnten eine schwere weltweite Energiekrise abwenden. Die Bundesregierung unterstütze diplomatische Bemühungen. "Deutschland wird in geeigneter Weise dazu beitragen, die freie Schifffahrt in der Hormus-Straße zu gewährleisten."

07.40 Uhr: Wadephul sieht ersten Schritt zu dauerhaftem Frieden

Bundesaußenminister Johann Wadephul begrüßt die vereinbarte Waffenruhe im Iran-Krieg. "Dies muss der entscheidende erste Schritt auf dem Weg hin zu einer dauerhaften Befriedung sein, denn die Folgen einer Fortsetzung des Krieges wären unübersehbar", schreibt Wadephul auf X. Den Weg der Diplomatie werde Deutschland nach Kräften unterstützen. Der Außenminister dankte allen, die die Vereinbarung ermöglicht hätten - insbesondere Pakistan.

07.16 Uhr: Irakische Miliz lässt entführte US-Journalistin frei

Die im Irak verschleppte US-Journalistin Shelly Kittleson ist nach Angaben von US-Außenminister Marco Rubio wieder freigelassen worden. "Wir sind erleichtert, dass diese US‑Bürgerin jetzt frei ist, und arbeiten daran, ihre sichere Ausreise aus dem Irak zu unterstützen", erklärte Rubio mit Blick auf Kittleson. Zuvor hatten die mutmaßlichen Entführer der Journalistin, die einflussreiche paramilitärische Miliz Katajeb Hisbollah, ihre Freilassung angekündigt. Die Miliz hatte mitgeteilt, sie habe "in Anbetracht der Haltung des scheidenden Ministerpräsidenten entschieden, die Angeklagte Shelly Kittleson freizulassen." Bedingung dafür sei, dass sie den Irak sofort verlasse, hieß es in einer kurzen Mitteilung des Sicherheitsbeauftragten der Miliz, Abu Mudschahid al-Assaf.

06.57 Uhr: USA wollen bei erhöhtem Schiffsverkehrs in Straße von Hormus helfen

US-Präsident Donald Trump rechnet nach der Einigung mit dem Iran auf eine Waffenruhe und der Öffnung der Straße von Hormus mit einem großen wirtschaftlichen Gewinn. "Es wird viel Geld verdient werden", frohlockte der Republikaner auf seiner Plattform. Washington werde bei der Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus helfen. Die USA würden vor Ort bleiben, um sicherzustellen, "dass alles gut geht". Er sei zuversichtlich.

06.33 Uhr: Bahrain erneut unter Beschuss

Nur Stunden nach einer von den USA und dem Iran bestätigten Einigung auf eine zweiwöchige Waffenruhe im Iran-Krieg ist in Bahrain vor Raketenbeschuss gewarnt worden. Das Innenministerium des Inselkönigreichs gab am Morgen eine entsprechende Mitteilung heraus. Es war zunächst unklar, wann die vereinbarte Waffenruhe in Kraft treten sollte. Auch nach Bestätigungen der Feuerpause durch die Konfliktparteien feuerte der Iran zunächst noch Raketen auf Israel und andere Staaten ab.

05.50 Uhr: Trump sieht Abkommen als Erfolg der USA

Die Einigung zwischen den USA und dem Iran auf eine zweiwöchige Feuerpause im Iran-Krieg ist nach den Worten von US-Präsident Donald Trump ein "totaler und vollständiger Sieg" für Washington. "100 Prozent, daran besteht kein Zweifel" sagte Trump in einem Telefoninterview mit der Nachrichtenagentur AFP. Teheran hatte sich im Gegenzug für die Feuerpause bereiterklärt, die Straße von Hormus für vorerst zwei Wochen wieder zu öffnen.

Auf die Frage, was mit dem angereicherten Uran Teherans geschehen werde, antwortete Trump: "Darum wird sich bestens gekümmert, sonst hätte ich der Vereinbarung nicht zugestimmt." Ein 10-Punkte-Vorschlag aus Teheran sieht nach Angaben iranischer Staatsmedien vor, dass die USA dem Iran die Anreicherung von Uran erlauben. Der Westen wirft dem Iran seit Jahren vor, an einer Atombombe zu arbeiten.

05.45 Uhr: Guterres appelliert an Kriegsparteien zur Einhaltung der Feuerpause

Nach der Verkündung der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran fordern die Vereinten Nationen die Kriegsparteien zur Einhaltung der Feuerpause auf. Dies sei nötig, "um den Weg für einen dauerhaften und umfassenden Frieden in der Region zu ebnen", teilte der Sprecher von UN-Generalsekretär António Guterres mit.  Guterres begrüße zwar die zweiwöchige Waffenruhe – zugleich fordere er "alle Konfliktparteien im Nahen Osten auf, ihren völkerrechtlichen Verpflichtungen nachzukommen", sagte UN-Sprecher Stéphane Dujarric.

05.36 Uhr: Jubel nach Waffenruhe-Vereinbarung in Teheran

In der iranischen Hauptstadt Teheran sind nach Verkündung der Feuerpause zahlreiche Menschen auf die Straßen geströmt. Am Revolutionsplatz im Stadtzentrum versammelten sich Regierungsanhänger mitten in der Nacht, wie der iranische Sender SNN TV berichtete. US-Präsident Donald Trump habe sich den iranischen Forderungen gebeugt, sagte der Reporter des Senders, der den paramilitärischen Basidsch-Milizen nahesteht.

Regierungsanhänger jubelten über die kurz zuvor verkündete Waffenruhe mit den USA. Eine Frau sagte dem Sender: "Dass unsere Position in der Straße von Hormus gefestigt wurde, bedeutet den Sieg Irans. Das ist unsere Vergeltung gegenüber jemandem, der behauptete, die größte und fortschrittlichste Armee der Welt zu haben", sagte sie mit Blick auf Trump.

05.18 Uhr: Netanjahu schränkt ein - Kämpfe im Libanon gehen weiter

Die zwischen Washington und Teheran vereinbarte zweiwöchige Feuerpause im Iran-Krieg gilt nach Angaben der israelischen Regierung nicht für den Libanon. Israel unterstütze zwar die Feuerpause im Iran, diese umfasse jedoch "nicht den Libanon", erklärte das Büro von Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu. Zuvor hatte der Vermittler Pakistan erklärt, die Feuerpause gelte für den gesamten Nahen Osten einschließlich des Libanon.

04.20 Uhr: Israel und USA haben sich laut Berichten über Iran-Waffenruhe abgestimmt

Israel hat sich einem Bericht zufolge mit den USA im Vorfeld über die zweiwöchige Waffenruhe mit dem Iran abgestimmt. Einem ranghohen israelischen Beamten zufolge öffnet der Iran die Straße von Hormus, ohne jegliche seiner Forderungen vorab erfüllt zu bekommen, berichtete die "Times of Israel". Dazu gehörten unter anderem die Zusage eines endgültigen Kriegsendes, Reparationszahlungen und die Aufhebung der Sanktionen, hieß es unter Berufung auf eine schriftliche Stellungnahme des israelischen Beamten.

02.48 Uhr: Trotz Feuerpause Raketenalarm in Israel

Auch nach der Verkündung einer Waffenruhe durch die USA und den Iran ist Israel in der Nacht weiter unter Raketenbeschuss geraten. Aus den Städten Petach Tikva und Bnei Brak gebe es Berichte über Einschläge, meldete die israelische Nachrichtenseite "ynet". Kurz darauf heulten im Zentrum und Süden des Landes erneut die Sirenen. Bewohner berichteten von heftigen Explosionen. Die Luftabwehr sei im Einsatz, um die Bedrohung abzuwehren, teilte die israelische Armee auf Telegram mit.

Der Iran und die USA hatten kurz zuvor mitgeteilt, dass sie sich auf eine zweiwöchige Feuerpause geeinigt haben. Auch Israel wolle sich an die zwischen Washington und Teheran vereinbarte Waffenruhe halten, teilte ein ranghoher US-Regierungsvertreter mit.

02.40 Uhr: US-Regierung will über aktuelle Lage im Krieg informieren

Das Pentagon hat kurzfristig eine Pressekonferenz mit US-Verteidigungsminister Pete Hegseth und Generalstabschef Dan Caine am heutigen Mittwoch angekündigt. Die beiden wollen um 8.00 Uhr (Ortszeit, 14.00 Uhr MESZ) vor die Presse treten. 

02.16 Uhr: Pakistan - Waffenruhe betrifft auch Verbündete

Dem Vermittler Pakistan zufolge greift die Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA mit sofortiger Wirkung. Die Islamische Republik Iran und die Vereinigten Staaten von Amerika sowie ihre Verbündeten hätten einer sofortigen Waffenruhe einschließlich im Libanon und andernorts zugestimmt, schrieb Premierminister Shehbaz Sharif auf X. 

Sharif lud Delegationen beider Länder für weitere Gespräche am Freitag in die pakistanische Hauptstadt Islamabad ein, wo Vertreter aus Washington und Teheran über ein endgültiges Abkommen zur Beilegung des Konflikts verhandeln sollen.

01.59 Uhr: Iran kündigt Gespräche mit den USA ab Freitag in Pakistan an

Die iranische Regierung hat Verhandlungen mit Washington zur Beendigung des Iran-Krieges ab Freitag in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad angekündigt. Die Gespräche seien zunächst für eine Dauer von zwei Wochen angesetzt, teilte der Oberste Nationale Sicherheitsrat des Iran am Mittwoch mit. Teheran werde einer dauerhaften "Einstellung der Kampfhandlungen erst zustimmen, wenn die Verhandlungen zum Erfolg geführt haben", hieß es weiter.

01.55 Uhr: USA melden Eingang von Zehn-Punkte-Plan aus dem Iran

Der Iran hat den USA offenbar einen Plan zur Beendigung des Krieges vorgelegt. Man habe einen 10-Punkte-Vorschlag aus dem Iran erhalten und glaube, dass dieser eine "praktikable Grundlage für Verhandlungen bietet", schrieb US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform. Laut der "New York Times" geht es bei den zehn Punkten darum, sämtliche gegen den Iran verhängten Sanktionen für den Iran aufzuheben.

01.29 Uhr: Teheran bestätigt zweiwöchige Waffenruhe mit den USA

Der Iran hat einer von US-Präsident Donald Trump angebotenen zweiwöchigen Waffenruhe zugestimmt. Irans Außenminister kündigte im Gegenzug die vorübergehende Öffnung der Straße von Hormus im Rahmen der Waffenruhe an. In Abstimmung mit den iranischen Streitkräften und unter Berücksichtigung technischer Einschränkungen soll der Schiffsverkehr in der für den weltweiten Ölhandel wichtigen Meerenge ermöglicht werden, schrieb Abbas Araghtschi in einer Erklärung.

Im Video: USA und Iran verständigen sich auf Waffenruhe

Im iranischen Staatsfernsehen wird über die zweiwöchige Waffenruhe mit den USA berichtet.
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Videobeitrag

Im iranischen Staatsfernsehen wird über die zweiwöchige Waffenruhe mit den USA berichtet.

01.20 Uhr: Israel meldet neue Raketenangriffe aus dem Iran

Wenige Minuten nach der Verkündung eines zweiwöchigen Aufschubs der US-Angriffe auf iranische Infrastruktur durch US-Präsident Donald Trump hat die israelische Armee neue Raketenangriffe aus dem Iran gemeldet. Die Luftabwehrsysteme seien im Einsatz, erklärte die Armee am Mittwochmorgen im Onlinedienst Telegram. In Jerusalem und in Jericho im von Israel besetzten Westjordanland waren Journalisten der Nachrichtenagentur AFP zufolge Explosionen zu hören.

01.15 Uhr: Trump zu zweiwöchiger Feuerpause im Iran bereit

US-Präsident Donald Trump hat sich im Iran-Krieg zu einer zweiwöchigen Feuerpause bereit erklärt. Trump schrieb in der Nacht in seinem Onlinedienst, er "stimme zu, die Bombardierung und den Angriff auf den Iran für einen Zeitraum von zwei Wochen auszusetzen". Zur Bedingung machte er, dass der Iran die Straße von Hormus vollständig wieder öffne. "Dies wird eine beidseitige Waffenruhe sein", schrieb er.

Trump stimmte damit einem pakistanischen Vorschlag zu. Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif habe ihn gebeten, von seinen ultimativ angedrohten Angriffen auf Irans Stromkraftwerke und andere Infrastruktur abzusehen, schrieb der Republikaner weiter. Aus Teheran gab es zunächst keine Stellungnahme zu Trumps Angaben. Der US-Präsident äußerte sich rund eine Stunde vor Ablauf eines Ultimatums an den Iran.

00.51 Uhr: Militärs aus 30 Ländern beraten über Straße von Hormus

Militärstrategen aus mehr als 30 Ländern haben in Großbritannien über eine Öffnung der Straße von Hormus nach einem möglichen Waffenstillstand im Iran-Krieg beraten. Die virtuelle Konferenz habe sich mit "geeigneten Maßnahmen" befasst, um die Meerenge nach Beendigung der Kampfhandlungen "zugänglich und sicher" zu machen, erklärte das britische Verteidigungsministerium. Vergangene Woche hatte die britische Regierung bereits ein diplomatisches Treffen mit rund 40 Ländern zu der strategisch wichtigen Schifffahrtsroute abgehalten.

Ziel der Beratungen sei es, den "diplomatischen Konsens zur Straße von Hormus in konkrete militärische Planungen" zu übersetzen, erklärte das britische Verteidigungsministerium weiter. "Zu gegebener Zeit" werde eine weitere militärische Planungskonferenz stattfinden.

00.12 Uhr: Iran für "alle Szenarien" vorbereitet

Angesichts der Drohungen von US-Präsident Donald Trump ist der Iran nach den Worten des iranischen Vizepräsidenten Mohammed Resa Aref für "alle Szenarien" vorbereitet. "Die Regierung hat die notwendigen Maßnahmen für alle Szenarien bis ins Detail ausgearbeitet", erklärte Aref am Dienstag im Onlinedienst X. "Keine Drohung übersteigt unsere Bereitschaft und unsere Geheimdienstfähigkeiten", fügte er hinzu. 

Mittwoch, 8. April 2026

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