Die Friedensgespräche zwischen Iran und den USA am Samstag in Pakistan beginnen.
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Leuchtreklame in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad weist auf die Friedensgespräche zwischen Iran und den USA hin.
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Leuchtreklame in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad weist auf die Friedensgespräche zwischen Iran und den USA hin.

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Nahost-Ticker: News vom 9 und 10. April in der Nachlese

Nahost-Ticker: News vom 9 und 10. April in der Nachlese

Die News vom 8. April in der Ticker-Nachlese.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-1-Nachrichten am .

Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.

Karte zur militärischen Lage im Nahen Osten

23.46 Uhr: Israel will nicht mit libanesischer Hisbollah über Waffenruhe verhandeln

Israel lehnt Gespräche über eine Waffenruhe mit der Hisbollah-Miliz im Libanon ab, stimmt aberFriedensverhandlungen mit der Regierung in Beirut zu. Diese sollen kommenden Dienstag beginnen, sagte der israelische Botschafter in den USA.

23.33 Uhr: USA wollen Aussetzung der Sanktionen auf russisches Öl verlängern

Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump verlängert Insidern zufolge voraussichtlich eine Ausnahmeregelung für Sanktionen auf russisches Öl. Ein entsprechender Schritt könnte in Kürze erfolgen, sagten zwei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Das US-Finanzministerium erlaubt seit Mitte März den Erwerb von russischem Öl auf dem Seeweg, um die weltweiten Energiepreise-Anstiege infolge des Krieges der USA und Israels mit dem Iran zu dämpfen. Die aktuelle Frist läuft am Samstag aus. Mit den Sanktionen auf Öl will Trump Russland zu Verhandlungen mit der Ukraine zur Beendigung des Krieges bewegen.

23.32 Uhr: Irans Delegation trifft zu Verhandlungen mit USA in Pakistan ein

Vor den am Wochenende geplanten Friedensgesprächen mit den USA ist die iranische Delegation in Pakistan eingetroffen. Wie der staatliche iranische Sender Irib am Freitag berichtete, trafen die von Parlamentschef Mohammad Bagher Ghalibaf angeführten Unterhändler in der Hauptstadt Islamabad ein. Der ebenfalls der Delegation angehörende Außenminister Abbas Araghtschi bekräftigte unterdessen die Position Teherans, dass vor einem Beginn der Gespräche zunächst die "Vorbedingungen" des Iran akzeptiert werden müssten - Parlamentschef Ghalibaf hatte im Vorfeld eine Waffenruhe auch im Libanon und die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte gefordert.

21.00 Uhr: Israel meldet mehr als 180 getötete Hisbollah-Kämpfer im Libanon

Israels Militär hat nach eigenen Angaben bei einer koordinierten Angriffswelle auf Stellungen der Hisbollah im Libanon innerhalb einer Minute mehr als 180 Kämpfer getötet. Laut Armee wurden am Mittwoch rund 100 Ziele in Beirut, im Bekaa-Tal und im Südlibanon getroffen, darunter Kommandozentren, militärische Infrastruktur und Waffenlager.

Das Militär erklärte weiter, von diesen Kommandozentren aus hätten Hisbollah-Kämpfer Angriffe gegen israelische Soldaten und Zivilisten vorbereitet und geplant. Die meisten der angegriffenen Einrichtungen hätten sich inmitten ziviler Wohngebiete befunden.

Die Armee warf der Hisbollah vor, libanesische Zivilisten als menschliche Schutzschilde zu nutzen. Dies ist gemäß dem humanitären Völkerrecht strikt verboten und stellt ein Kriegsverbrechen dar. Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurden bei den Luftangriffen am Mittwoch in Beirut und anderen Regionen mindestens 357 Menschen getötet und weitere 1.223 verletzt.

20.07 Uhr: Pakistans Regierungschef wertet Gespräche als entscheidend für Nahost

Der pakistanische Ministerpräsident Shehbaz Sharif bezeichnet die in Islamabad anstehenden Gespräche zwischen den USA und dem Iran als entscheidend für einen dauerhaften Waffenstillstand im Nahost-Konflikt. Dies sagt er in einer Rede am späten Abend.

Im Video: Verhandlungen in Islamabad

Verhandlungen in Islamabad
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Verhandlungen in Islamabad

19.24 Uhr: Experten skeptisch bei geplanten israelisch-libanesischen Verhandlungen

Nach wochenlangen schweren Kämpfen stehen der Libanon und Israel vor direkten Verhandlungen für ein Friedensabkommen, deren Erfolgsaussichten Experten jedoch gering einschätzen. Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu wies sein Kabinett an, sich auf die von dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun geforderten Verhandlungen vorzubereiten. Der Libanon gehe jedoch massiv geschwächt in den Dialog, sagten Insider und Experten der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag.

19.15 Uhr: Iran stellt neue Bedingungen für Verhandlungen mit USA

Iran hat kurz vor den geplanten Friedens-Verhandlungen mit den USA neue Bedingungen gestellt und damit das für Samstag angesetzte Treffen in Frage gestellt. Parlamentspräsident Mohammad Baqer Ghalibaf und Außenminister Abbas Araghchi forderten am Freitag einen Waffenstillstand im Libanon sowie die Freigabe blockierter iranischer Vermögen. Dies seien Voraussetzungen für den Beginn der Gespräche in Pakistan.

US-Präsident Donald Trump drohte mit einer Wiederaufnahme von Angriffen, sollten die Verhandlungen scheitern. "Wir werden es in etwa 24 Stunden wissen", sagte Trump der Zeitung "New York Post". US-Vizepräsident JD Vance, der die US-Delegation leiten soll, warnte den Iran davor, "mit uns zu spielen".

19.13 Uhr: Trump - Iraner sind nur noch am Leben, um zu verhandeln

Vor den geplanten Verhandlungen zwischen den USA und Iran in Pakistan richtet US-Präsident Donald Trump eine martialische Drohung an Teheran. Die Iraner schienen nicht zu begreifen, dass sie "abgesehen von der kurzzeitigen Erpressung der Welt" mit der Straße von Hormus keinerlei Druckmittel hätten, schrieb er auf der Plattform Truth Social. "Der einzige Grund, warum sie heute noch am Leben sind, ist, um zu verhandeln!"

Trump hatte während des Kriegs mit Iran immer wieder mit martialischer Sprache für Aufsehen gesorgt, die ihm international, aber auch im eigenen Land viel Kritik eingebracht hat.

18.41 Uhr: Trump warnt vor Scheitern der Iran-Friedensgespräche

Kurz vor den geplanten Friedensgesprächen zum Iran-Krieg in Pakistan hat US-Präsident Donald Trump vor einem Scheitern gewarnt und mit neuen Angriffen auf die Islamische Republik gedroht. "Wir beladen die Schiffe mit der besten Munition, den besten Waffen, die je hergestellt wurden – sogar besser als das, was wir zuvor eingesetzt haben", sagte Trump in einem Interview mit der "New York Post". "Wenn wir keinen Deal erreichen, werden wir sie einsetzen", sagte Trump mit Blick auf die von ihm erwähnten Waffen weiter. "Und wir werden sie in sehr wirkungsvoller Weise einsetzen."

Trump sprach in dem Interview von einem "Neustart", der derzeit laufe. Schon zuvor hatte er in einer kurzen Mitteilung in seinem Onlinedienst Truth Social in Großbuchstaben geschrieben: "Der gewaltigste Neustart der Welt!".

18.25 Uhr: Insider – Von Trump initiierter Friedensrat hat viel weniger Geld eingenommen als zugesagt

Der von US-Präsident Donald Trump initierte Friedensrat für den Gazastreifen hat nur einen Bruchteil der zugesagten 17 Milliarden Dollar erhalten. Damit fehlen die finanziellen Mittel für den Wiederaufbau der im Krieg mit Israel verwüsteten Region. Von zehn Ländern, die Geld versprochen hatten, hätten nur drei - die Vereinigten Arabischen Emirate, Marokko und die USA selbst - tatsächlich Mittel bereitgestellt, sagten mehrere mit der Sache vertraute Personen am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Bisher seien weniger als eine Milliarde Dollar zusammengekommen. Dies verhindere, dass das von den USA unterstützte Nationale Komitee für die Verwaltung Gazas (NCAG) die Kontrolle von der Hamas übernehmen könne. "Derzeit ist kein Geld verfügbar", habe der Gesandte des Friedensrats, Nikolaj Mladenow, den palästinensischen Gruppen mitgeteilt.

18.20 Uhr: Israel wirft Spanien aus Mission zur Überwachung der Gaza-Waffenruhe

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat Spanien aus der US-geführten Mission ausgeschlossen, die die Waffenruhe im Gaza-Krieg überwachen soll. Spanien habe sich "wiederholt" dafür entschieden, sich gegen Israel zu stellen, sagte Netanjahu am Freitag in einer Videobotschaft. "Ich habe heute verfügt, die Vertreter Spaniens aus dem Koordinierungszentrum in Kirjat Gat zu entfernen."

Die Beziehungen zwischen Israel und Spanien sind seit längerem angespannt. Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez zählte seit Beginn des durch den Hamas-Großangriff auf Israel ausgelösten Gaza-Kriegs zu den härtesten Kritikern der israelischen Regierung.

18.10 Uhr: Straße von Hormus – Europäische Flughäfen warnen vor Kerosin-Engpässen

Der europäische Dachverband für Flughafenbetreiber (ACI Europa) warnt vor dem Risiko einer "systemischen Kerosinknappheit", sollte der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus nicht binnen drei Wochen "in stabiler und nennenswerter Weise" wieder aufgenommen werden. In einem Brief an die EU-Kommission, der der Nachrichtenagentur AFP am Freitag vorlag, forderte der Verband die "dringende Überwachung der Verfügbarkeit und der Versorgung" in den kommenden sechs Monaten.

17.20 Uhr: Kuwait meldet iranischen Angriff

Kuwait meldet einen iranischen Angriff. Ziel seien mehrere Einrichtungen der Nationalgarde gewesen, teilt die Armee mit. Mehrere Militärangehörige seien verletzt worden. Außerdem sei erheblicher Sachschaden entstanden.

17.15 Uhr: Iranischer Parlamentspräsident pocht auf Voraussetzungen für Verhandlungen

Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf macht eine Waffenruhe im Libanon und die Freigabe blockierter iranischer Vermögenswerte zur Bedingung für den Beginn von Verhandlungen mit den USA. Diese beiden zuvor vereinbarten Maßnahmen müssten zunächst umgesetzt werden, teilt Ghalibaf auf X mit. Sie seien Teil der Zusagen zwischen den Parteien. Die Gespräche dürften erst beginnen, wenn diese erfüllt seien.

16.30 Uhr: Europaabgeordnete Neumann - Menschenrechtslage im Iran "dramatisch"

Die Grünen-Europaabgeordnete Hannah Neumann hat die Menschenrechtslage im Iran als "dramatisch" bezeichnet. Im Interview mit BR24 hat sie der internationalen Politik Versäumnisse vorgeworfen. Während in Islamabad über geopolitische und wirtschaftliche Fragen verhandelt werde, gehe das iranische Regime weiter mit "brutaler Härte" gegen die eigene Bevölkerung vor, so Neumann.

Sie berichtet von massiver Repression gegen Protestierende, darunter tödliche Gewalt auf offener Straße, Verhaftungen und Hinrichtungen politischer Gefangener. Die umfassende Internetblockade erschwere es der Bevölkerung, sich zu informieren und zu vernetzen.

Das Regime sei politisch, wirtschaftlich und moralisch "am Ende", versuche jedoch, seine Macht durch verschärfte Gewalt zu sichern, so die Politikerin. Zugleich äußerte sie Kritik an internationalen Verhandlungen, in denen Menschenrechtsfragen zunehmend in den Hintergrund rückten. Viele Menschen im Iran fühlten sich deshalb von der internationalen Gemeinschaft im Stich gelassen.

Neumann forderte insbesondere die Europäische Union sowie Staaten wie Deutschland und Frankreich auf, mehr Druck auf Teheran auszuüben und die Lage der Bevölkerung stärker in den Fokus diplomatischer Gespräche zu rücken.

16.27 Uhr: Israels Armee – Mehr als 4.300 Hisbollah-Stellungen seit Anfang März "zerstört"

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben mehr als 4.300 Stellungen der pro-iranischen Hisbollah-Miliz im Libanon "zerstört", seit sich der Iran-Krieg Anfang März auf das Land ausweitete. Zudem seien in dieser Zeit "mehr als 1.400 Hisbollah-Terroristen eliminiert" worden, teilte die israelische Armee am Freitag mit. Laut dem libanesischen Gesundheitsministerium wurden seit dem 2. März mindestens 1.888 Menschen getötet, darunter 163 Kinder. 

15.45 Uhr: Wadephul fordert Iran zur Einhaltung der Waffenruhe auf

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) erklärte im Onlinedienst X, er habe mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi gesprochen und ihn aufgefordert, die mit den USA vereinbarte Waffenruhe einzuhalten. Ferner habe er in dem Gespräch von Teheran verlangt, sich "auf konstruktive Verhandlungen einzulassen sowie freie und sichere Schifffahrt durch die Straße von Hormus zu ermöglichen", erklärte Wadephul. In Pakistan sollen heute Vorgespräche zwischen Vertretern des Iran und der USA stattfinden, bevor morgen hochrangige Delegationen zusammenkommen.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte zuvor die Wiederaufnahme der Gespräche der Bundesregierung mit dem Iran bekannt gegeben. Ziel sei es, damit einen Beitrag zum Erfolg der Verhandlungen über ein Ende des Iran-Krieges zu leisten.

15.17 Uhr: Vance warnt Iran vor Tricksereien bei Gesprächen in Islamabad

US-Vizepräsident JD Vance hat Teheran davor gewarnt, bei Gesprächen über eine Beendigung des Iran-Krieges die USA täuschen zu wollen. In diesem Falle werde "das Verhandlungsteam nicht besonders aufgeschlossen" sein. Pakistan richtet die für Samstag geplanten Gespräche aus und vermittelt in dem Konflikt vermittelt. Vance führt in Islamabad die US-Delegation an. Präsident Donald Trump habe ziemlich klare Anweisungen gegeben, wie er sich den Verlauf der Gespräche vorstelle, sagte Vance, gewährte aber keinen Einblick, was darunter zu verstehen sei. Fragen von mitreisenden Journalisten nahm er nicht entgegen.

Im Audio: Die Waffenruhe am Golf wackelt

Archivbild vom 11.3.26: Öltanker und Frachtschiffe reihen sich in der Straße von Hormus auf, gesehen von Khor Fakkan.
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Altaf Qadri
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Trotz geltender Waffenruhe ist die Straße von Hormus weiterhin geschlossen.

15.11 Uhr: Hisbollah-Chef – Machen weiter "bis zum letzten Atemzug"

Hisbollah-Chef Naim Kassim hat erneut die Kampfbereitschaft der Gruppe betont. "Der Widerstand wird bis zum letzten Atemzug weitermachen", hieß es in einer im Fernsehen verlesenen Rede Kassims. Israel sei es in 40 Jahren nicht gelungen, die Hisbollah davon abzuhalten, Raketen, Drohnen und andere Geschosse auf sein Gebiet abzufeuern. "Wir sind die rechtmäßigen Besitzer dieses Landes", sagte er mit Blick auf das Vorrücken der israelischen Truppen im Südlibanon. Kassim forderte die libanesische Regierung dazu auf, "keine Zugeständnisse" zu machen.

15.06 Uhr: EU-Kommission begrüßt angekündigte Gespräche von Israel und Libanon

Die Europäische Kommission begrüßt die geplanten Gespräche zwischen Israel und dem Libanon. "Wir blicken dem konkreten Beginn der Gespräche und deren Ergebnissen erwartungsvoll entgegen", sagte ein Sprecher in Brüssel. Diplomatie sei der einzige Weg und alle Parteien müssten das humanitäre Völkerrecht ohne Einschränkungen einhalten. Zugleich forderte der Sprecher die sofortige Einstellung der Angriffe im Libanon.

Das US-Außenministerium richtet in der kommenden Woche Gespräche zwischen dem Libanon und Israel aus. Dabei soll es um die Verhandlungen über eine Waffenruhe gehen, wie ein Beamter des Ministeriums am Donnerstag bestätigte.

14.48 Uhr: Welternährungsprogramm weitet Hilfe für Flüchtlinge im Libanon aus

Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) weitet seine Hilfen für Vertriebene des Konflikts zwischen Israel und der Schiitenmiliz Hisbollah im Libanon aus. Rund 875.000 Menschen in dem Land seien bereits vor der jüngsten Eskalation von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen gewesen, teilt das WFP mit. Trotz der damit verbundenen Risiken sende das WFP weiter Konvois mit humanitären Hilfsgütern in Dörfer an der Grenze mit Israel im Süden des Libanons, die schweren Bombardierungen ausgesetzt gewesen seien.

14.36 Uhr: Sechs Monate Gaza-Waffenruhe

Heute vor sechs Monaten, am 10. Oktober 2025, trat die Waffenruhe im Gazastreifen in Kraft. Immer wieder wurde sie seither verletzt und in den vergangenen Wochen vom Krieg gegen den Iran und die Hisbollah im Libanon überschattet.

In der Gaza-Waffenruhevereinbarung wurde um jede Formulierung gerungen, ohne dass davon bisher viel umgesetzt worden wäre. Nach wie vor leben die Menschen in großer Not. Hilfslieferungen tröpfeln nur durch einen einzigen, von Israel kontrollierten Grenzübergang in das Palästinensergebiet mit rund zwei Millionen Einwohnern. Eine Entwaffnung und Entmachtung der Hamas, die Entsendung einer internationalen Stabilisierungstruppe, ein Abzug des israelischen Militärs, der Wiederaufbau der verwüsteten Städte - all das wurde vereinbart, erscheint aber auch sechs Monate später in weiter Ferne.

13.16 Uhr: Iran will Libanon zum Thema bei Friedensgesprächen machen

Kurz vor Friedensgesprächen zum Iran-Krieg macht Teheran hinter den Kulissen Druck für eine Einbeziehung des Libanon in die aktuelle Waffenruhe. Die iranische Führung fordere Garantien, dass der Libanon Thema der Verhandlungen wird, hieß es aus gut informierten Kreisen in Teheran. dies berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa).

Israel greift weiterhin Stellungen der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon an. Diese wiederum feuerte am Morgen Geschosse auf Nordisrael ab. Auch deswegen ist unklar, ob Teheran überhaupt eine Delegation zu den für Samstag geplanten Friedensgesprächen nach Pakistan schickt. Der iranischen Nachrichtenagentur Mehr zufolge finden keine Verhandlungen statt, solange Israel seine Angriffe auf den Libanon fortsetzt.

12.38 Uhr: Pakistan bereitet sich auf Delegationen aus USA und Iran vor

Ungeachtet der gegenseitigen Vorwürfe zwischen den USA und dem Iran bereitet sich Pakistan auf die für Samstag geplanten Friedensgespräche vor. Das Zentrum von Islamabad wurde abgeriegelt und kurzfristig ein Feiertag ausgerufen. Um ein Luxushotel, das für die Delegationen geräumt werden musste, richteten die Behörden eine drei Kilometer große Sperrzone ein. Die iranische Delegation soll von Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf angeführt werden, die US-Delegation von Vizepräsident JD Vance.

12.28 Uhr: USA und Iran werfen sich vor Friedensgesprächen Bruch der Waffenruhe vor

Die Regierungen in Washington und Teheran warfen sich am Freitag gegenseitig vor, die seit zwei Tagen geltende Waffenruhe zu verletzen. Die Vorwürfe überschatten die ersten geplanten Friedensgespräche in dem Krieg. Diese sollen am Samstag in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad beginnen.

Die Feuerpause hat zwar die US-amerikanischen und israelischen Luftangriffe auf den Iran gestoppt, die Blockade der für die weltweite Energieversorgung wichtigen Straße von Hormus jedoch nicht beendet. Auch der parallele Krieg Israels gegen die mit dem Iran verbündete Hisbollah im Libanon geht weiter.

12.20 Uhr: Iran – Rund 125.000 zivile Einrichtungen im Krieg beschädigt

Bei den israelisch-amerikanischen Angriffen im Iran sind nach Angaben des Roten Halbmonds mehr als 125.000 zivile Einrichtungen beschädigt oder zerstört worden. Darunter seien Wohnungen, Geschäfte, medizinische Einrichtungen, Universitäten und Schulen.

11.43 Uhr: Rotes Kreuz warnt vor humanitärer Katastrophe im Libanon

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) warnt angesichts der anhaltenden Angriffe Israels auf den Libanon vor einer humanitären Katastrophe in dem Land. "Zahlreiche Krankenhäuser sind aufgrund der vielen Verwundeten überfüllt und es droht ein Engpass von bestimmten Arzneimitteln und Materialien, insbesondere wenn die Angriffe anhalten sollten", sagte DRK-Präsident Hermann Gröhe der "Rheinischen Post" (Samstagsausgabe). Die humanitäre Lage im Libanon habe sich nochmals deutlich verschlimmert.

11.36 Uhr: Libanon plant Insidern zufolge Teilnahme an Gesprächen über Waffenruhe

Der Libanon will nach Angaben eines Insiders in der kommenden Woche an einem Treffen mit Vertretern der USA und Israels in Washington teilnehmen, um eine Waffenruhe zu besprechen und zu verkünden. Das genaue Datum stehe noch nicht fest, sagt ein hochrangiger libanesischer Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Die Position des Libanon sei, dass eine Waffenruhe die Voraussetzung für weitere Gespräche über ein umfassenderes Abkommen mit Israel bilde, erklärt er weiter.

11.04 Uhr: UN-Welternährungsprogramm - Lebensmittelversorgung im Libanon gefährdet

Dem Libanon droht nach Angaben des UN-Welternährungsprogramms (WFP) eine Krise bei der Lebensmittelversorgung, da der Iran-Krieg die Lieferung von Gütern im Land beeinträchtigt. "Was wir erleben, ist nicht nur eine Vertreibungskrise, es entwickelt sich rasch zu einer Krise der Lebensmittelsicherheit", sagt WFP-Länderdirektorin Allison Oman per Videoschalte aus Beirut. Sie warnt davor, dass Nahrungsmittel wegen steigender Preise und der wachsenden Nachfrage von vertriebenen Familien zunehmend unerschwinglich würden.

10.58 Uhr: Europäer fordern Teheran zu konstruktiven Verhandlungen mit den USA auf

Europäische Staaten haben die Führung in Teheran aufgerufen, die ab Freitag im pakistanischen Islamabad geplanten Verhandlungen des Irans mit den USA konstruktiv anzugehen. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) erklärte im Onlinedienst X, er habe mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi gesprochen und ihn aufgefordert, die mit den USA vereinbarte Waffenruhe einzuhalten.

Auch der spanische Außenminister José Manuel Albares berichtete am Freitag von einem Austausch mit Araghtschi, in dem er Teheran aufgerufen habe, "in gutem Glauben" zu verhandeln und aufzuhören, Raketen und Drohnen abzufeuern.

09.59 Uhr: Einwohner Teherans berichten über Explosionen

Kurz vor den geplanten Friedensgesprächen zwischen Teheran und Washington ist es im Iran zu Explosionen gekommen. Einwohner berichteten am Freitag, bis zum Morgen seien in der Gegend um die Hauptstadt Teheran und anderen Regionen wiederholt Geräusche zu hören gewesen, die offenbar von Flugabwehrkanonen stammten. Die iranische Regierung meldete während dieser Zeit keine Angriffe. US-Präsident Donald Trump hatte Mitte der Woche verkündet, der Iran habe einem tragfähigen Zehnpunkteplan zugestimmt, der zu einem Ende des Krieges führen könne. Friedensgespräche sollen am Samstag in Pakistan beginnen.

09.17 Uhr: Wieder gegenseitige Angriffe zwischen Hisbollah und Israel

Die gegenseitigen Angriffe der israelischen Armee und der libanesischen Hisbollah-Miliz dauern trotz geplanter direkter Gespräche zwischen Israel und dem Libanon an. Die Hisbollah feuerte am Morgen erneut Geschosse auf den Norden Israels. Dort wurde israelischen Medien zufolge ein Haus von einer Rakete der Miliz getroffen und beschädigt. Berichte über Opfer gab es zunächst nicht. Die Hisbollah reklamierte einen Raketenangriff für sich.

Laut US-Präsident Trump fährt Israel die Angriffe im Nachbarland Libanon zurück. Tatsächlich sind sie derzeit deutlich weniger heftig als zuvor.

08.40 Uhr: Ökonom - Straße von Hormus bleibt Risiko für Lieferketten

Commerzbank-Ökonom Vincent Stamer weist darauf hin, dass der Iran mit der faktischen Kontrolle der Straße von Hormus ein Druckmittel gegenüber der gesamten Weltwirtschaft in der Hand hält. "Auch wenn Europa – und gerade Deutschland – einen Großteil seines Erdöls und Erdgases aus anderen Ländern und nicht aus dem Mittleren Osten erhält, können Lieferketten gefährdet werden", warnt der Experte.

Denn Deutschland und die anderen europäischen Länder importierten diverse Waren wie Chemikalien, Edelgase und Aluminium aus den Anrainerstaaten des Persischen Golfs. Zudem ergebe sich eine indirekte Abhängigkeit durch Länder insbesondere in Asien, die ihrerseits abhängig sind von Energie aus dem Mittleren Osten und wichtige Lieferanten für die deutsche und europäische Industrie sind: "Aktuell ist der Verkehr in der Meerenge de facto noch eingestellt, und auch in Zukunft dürfte es immer wieder zumindest zu Einschränkungen kommen", prophezeit Stamer.

08.33 Uhr: Ukrainer schossen im Nahen Osten iranische Drohnen ab

Ukrainische Militärs haben nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj während des Iran-Kriegs in mehreren Ländern der Region Drohnen iranischer Bauart abgeschossen. Die ukrainischen Streitkräfte hätten an aktiven Operationen im Ausland teilgenommen und dabei im eigenen Land hergestellte, kampferprobte Abfangdrohnen eingesetzt, hieß es in einer am Freitag veröffentlichten Information Selenskyjs. Der Einsatz sei Teil des umfassenden Bemühens, Partnern bei der Abwehr von Geschossen zu helfen, die auch Russland in seinem Invasionskrieg gegen die Ukraine einsetze.

08.31 Uhr: Nahost-Krieg treibt Inflation - Verbraucherpreise steigen im März um 2,7 Prozent

Die stark gestiegenen Ölpreise im Zuge des Iran-Krieges haben die Lebenshaltungskosten in die Höhe getrieben. Im März stiegen die Verbraucherpreise um 2,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mitteilte und damit eine erste Schätzzahl bestätigte. Es ist der höchste Wert seit Januar 2024. Im Februar 2026 hatte die Inflationsrate bei 1,9 und im Januar bei 2,1 Prozent gelegen. "Insbesondere Kraftstoffe und Heizöl haben sich für die Verbraucherinnen und Verbraucher seit Beginn des Iran-Kriegs sprunghaft verteuert", sagte Destatis-Präsidentin Ruth Brand zur Preisentwicklung im März.

Fürs Tanken mussten die Autofahrer im März weit tiefer in die Tasche greifen: Kraftstoffe verteuerten sich gegenüber dem Vorjahresmonat um satte 20,0 Prozent. Die Preise für leichtes Heizöl erhöhten sich sogar um 44,4 Prozent.

08.21 Uhr: Irans früherer Außenminister Charrasi bei Luftangriff getötet

Der frühere iranische Außenminister Kamal Charrasi ist Behördenangaben zufolge nach einem Luftangriff seinen Verletzungen erlegen. Der Leiter des Strategischen Rats für Auswärtige Beziehungen sei vor einigen Tagen bei einem israelisch-amerikanischen Luftangriff verwundet worden und sei nun ein Märtyrer, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Mohammed-Dschwad Sarif, ebenfalls Ex-Außenminister, sprach laut der Zeitung"Shargh" sein Beileid aus, verurteilte die Tötung jedoch scharf. Tötungen von Politikern wie Charrasi durch die USA und Israel zeigten deren "Feindschaft gegenüber Frieden und Dialog". Charrasi gehörte dem Reformlager an und befürwortete eine Annäherung an den Westen.

07.32 Uhr: Trumps Republikaner blockieren Vorstoß der Demokraten zu Iran-Einsatz

Die Republikaner im US-Repräsentantenhaus haben am Donnerstag (US-Ortszeit) erneut einen Vorstoß der Demokraten zur Beendigung der Militäroperationen gegen den Iran blockiert. Die Abgeordneten der Partei hinter US-Präsident Donald Trump verhinderten eine Resolution der Demokraten, die Trump die Vollmachten für den Einsatz entziehen sollte. Die Initiative der Demokraten in einer verkürzten Proforma-Sitzung während der Parlamentspause hatte zwar überwiegend symbolischen Charakter, sie kündigten aber an, nach der Osterpause in der kommenden Woche weitere Abstimmungen über Trumps Kriegsvollmachten durchsetzen zu wollen.

Die Demokraten werfen dem Präsidenten vor, seine militärischen Befugnisse zu missbrauchen und den Kongress bei außenpolitischen Entscheidungen systematisch zu übergehen.

06.12 Uhr: Australien schließt offensive militärische Rolle im Iran-Krieg aus

Australien will im Iran-Krieg keine offensive militärische Rolle einnehmen. Australiens Vize-Premier Richard Marles lehnte Forderungen des früheren Regierungschefs Tony Abbott ab, der darauf gedrängt hatte, dass sich die australische Luftwaffe maßgeblich am Iran-Krieg beteiligen solle. Abbott schrieb am Freitag in einem Meinungsbeitrag, Australien hätte den US-Luftstreitkräften Unterstützung anbieten sollen, etwa durch den Einsatz australischer Kampfflugzeuge.

Marles, der auch Verteidigungsminister ist und den im Ausland befindlichen Premierminister Anthony Albanese vertritt, sagte, Australien habe ein Aufklärungsflugzeug in die Vereinigten Arabischen Emirate entsandt, sei aber "nicht Teil dieses Konflikts gegen den Iran". Man werde im nationalen Interesse handeln und sei anderer Ansicht als Abbott, sagte Marles dem australischen Rundfunk ABC.

04.12 Uhr: Ölproduktion in Saudi-Arabien sinkt nach Angriffen um 600.000 Barrel

Nach jüngsten Angriffen auf Produktionsstätten, Raffinerien und Pipelines ist Saudi-Arabiens Produktionskapazität für Erdöl um rund 600.000 Barrel (je 159 Liter) pro Tag gefallen. Zudem sei die Kapazität der wichtigen Ost-West-Pipeline, die unter Umgehung der Straße von Hormus Öl vom Persischen Golf zum Roten Meer bringen kann, um 700.000 Barrel pro Tag zurückgegangen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur SPA unter Berufung auf eine Quelle im Energieministerium. Grund sei ein Angriff auf eine Pumpstation der Pipeline. Durch die rund 1.200 Kilometer lange Röhre können im Normalfall Medienberichten zufolge etwa 5 bis 7 Millionen Barrel pro Tag fließen.

03.30 Uhr: Hisbollah feuert Rakete auf Israel ab - Sirenen in Tel Aviv

Die libanesische Hisbollah-Miliz hat nach israelischen Angaben am frühen Freitagmorgen eine Rakete auf Israel abgefeuert und damit in Teilen des Landes Luftalarm ausgelöst. Davon sei auch Tel Aviv betroffen gewesen. Das Geschoss ist laut Berichten der Zeitung "Times of Israel" aber abgefangen worden. Die Hisbollah teilte mit, sie habe am späten Donnerstagabend militärische Infrastruktur in der nordisraelischen Stadt Haifa ins Visier genommen. Ob es sich dabei um denselben Angriff handelte, blieb zunächst unklar. Das israelische Militär erklärte, es habe am Abend rund zehn Abschussrampen der Hisbollah angegriffen, von denen aus Raketen auf den Norden Israels abgefeuert worden seien.

03.10 Uhr: Kuwait wirft Iran und seinen Stellvertretern Angriffe vor

Kuwait hat dem Iran und seinen Stellvertretern vorgeworfen, am Donnerstag trotz der zweiwöchigen Waffenruhe im Iran-Krieg Drohnenangriffe auf das Land durchgeführt zu haben. Saudi-Arabien teilte unterdessen mit, dass bei jüngsten Angriffen eine wichtige Pipeline im Königreich beschädigt worden sei. Die Pipeline transportiert Öl an das Rote Meer und umgeht die Straße von Hormus, die der Iran trotz der Feuerpause weitgehend kontrolliert. Das kuwaitische Außenministerium erklärte, die Drohnenangriffe in der Nacht zum Donnerstag hätten "einige lebenswichtige kuwaitische Einrichtungen" zum Ziel gehabt.

03.03 Uhr: Israel greift Stellungen der Hisbollah im Libanon an

Israel hat nach Angaben des Militärs mehrere Stellungen der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon angegriffen. Ziel der Angriffe seien etwa zehn Abschussrampen gewesen, von denen am Donnerstag Raketen auf den Norden Israels abgefeuert worden seien. Man arbeite daran, weitere zu lokalisieren und zu zerstören, teilte die Armee mit.

01.50 Uhr: Kuwait verurteilt Drohnenangriffe - Iran weist Beteiligung zurück

Kuwait hat nach Angaben des Außenministeriums Drohnenangriffe des Iran und seiner Verbündeten auf wichtige Einrichtungen des Landes verurteilt. Die Vorfälle seien eine Verletzung der Souveränität und des Luftraums, teilt das Ministerium mit. Die staatliche Nachrichtenagentur meldete einen Drohnenangriff auf einen Standort der Nationalgarde. Dabei sei erheblicher Sachschaden entstanden, Verletzte habe es nicht gegeben. Die iranischen Revolutionsgarden wiesen in staatlichen Medien zurück, während der geltenden Waffenruhe Angriffe auf Golfstaaten verübt zu haben.

01.30 Uhr: Trump - Iran hält sich bei Straße von Hormus nicht an Deal

Der Iran hält sich nach Ansicht von US-Präsident Donald Trump nicht an das Abkommen für eine befristete Waffenruhe, das eine Öffnung der Straße von Hormus für die Schifffahrt vorsieht. Iran leiste mit Blick auf Öltransporte durch die Meerenge "sehr schlechte Arbeit", die man auch als "unredlich" bezeichnen könne, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Er kritisierte weiter: "Das ist nicht die Vereinbarung, die wir getroffen haben!"

01.21 Uhr: Modschtaba Chamenei - Der Iran hat den Krieg "nicht gesucht"

Der oberste iranische Führer Modschtaba Chamenei hat in einer ihm zugeschriebenen schriftlichen Botschaft erklärt, der Iran wolle keinen Krieg gegen Israel und die USA. "Wir haben den Krieg nicht gesucht und wir wollen ihn nicht", hieß es in der am Donnerstag im iranischen Staatsfernsehen verlesenen Erklärung. "Aber wir werden in keinem Fall auf unsere legitimen Rechte verzichten", fügte Chamenei hinzu.

Teheran betrachte "die gesamte Front des Widerstands als eine Einheit", erklärte Chamenei weiter und spielte damit offensichtlich auf den Konflikt im Libanon an, wo Israel gegen die pro-iranische Hisbollah-Miliz kämpft.

00.25 Uhr: Großbritannien verurteilt iranische Angriffe auf Golfstaaten

Der britische Premierminister Keir Starmer hat bei Treffen mit den Staatschefs von Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) die iranischen Angriffe auf die Länder verurteilt. Bei einem Gespräch mit dem Präsidenten der VAE, Scheich Mohammed bin Sajed al-Nahjan, in Abu Dhabi seien sich beide einig, dass die iranischen Angriffe auf die zivile Infrastruktur in der Region nicht zu rechtfertigen seien, teilt der Regierungssitz Downing Street mit. Zudem erörterten sie die Lage in der Straße von Hormus und die Notwendigkeit, den freien Warenverkehr zur Unterstützung der globalen Lieferketten wiederherzustellen.

Freitag, 10. April 2026

23.48 Uhr: Trump - Öl wird sehr schnell wieder fließen

US-Präsident Donald Trump kündigt auf der Online-Plattform Truth Social an, dass sehr schnell wieder Öl fließen werde. Dies werde "mit oder ohne die Hilfe des Iran" geschehen, warnt er, ohne weitere Einzelheiten zu nennen.

23.25 Uhr: Trump warnt Iran vor Gebühren-Erhebung in Straße von Hormus

US-Präsident Donald Trump warnt den Iran davor, von Tankern Gebühren für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu verlangen. "Das sollten sie besser lassen, und falls sie es tun, sollten sie sofort damit aufhören", schreibt Trump auf seiner Online-Plattform Truth Social.

23.01 Uhr: Saudi-Arabien meldet schwere Schäden im Energiesektor

Saudi-Arabien hat weitreichende Schäden an seinem Energiesektor durch den Iran-Krieg eingeräumt. Das Land nannte am Donnerstag erstmals Einzelheiten zum Ausmaß der Schäden, ohne jedoch auf die einzelnen Angriffe einzugehen. In der Mitteilung des Energieministeriums wurden auch zum ersten Mal Opfer in der eigenen Bevölkerung öffentlich bestätigt: Ein Bürger, der als Wachmann in der Industrie gearbeitet habe, sei getötet worden, sieben weitere Menschen hätten Verletzungen erlitten.

In der Mitteilung hieß es, die Angriffe hätten sich gegen Produktions-, Transport- und Raffinerieanlagen sowie petrochemische Anlagen und Kraftwerke in der Hauptstadt Riad, der Ostprovinz und Janbu am Roten Meer gerichtet. Die Verantwortlichen der Angriffe wurden nicht benannt.

22.53 Uhr: Wadephul telefoniert mit Irans Außenminister Araghtschi

Außenminister Johann Wadephul hat mit seinem iranischen Kollegen Abbas Araghtschi telefoniert. "Ich habe Iran aufgefordert, den Waffenstillstand einzuhalten und sich auf konstruktive Verhandlungen einzulassen sowie freie und sichere Schifffahrt durch die Straße von Hormus zu ermöglichen", schrieb der CDU-Politiker über den Anruf auf X.

22.50 Uhr: USA bestellen nach Drohnenangriff irakischen Botschafter ein

Nach einem Drohnenangriff auf eine diplomatische Einrichtung der USA in Bagdad bestellt US-Vizeaußenminister Christopher Landau den irakischen Botschafter ein. Das teilt das Außenministerium in Washington mit. Landau kritisiere das Versäumnis der Regierung im Irak, die Angriffe zu verhindern. Er erkenne jedoch die Bemühungen der dortigen Sicherheitskräfte bei der Reaktion auf die Vorfälle an. Zuvor hatte die US-Botschaft in Bagdad einer mit dem Iran verbündeten irakischen Miliz vorgeworfen, mehrere Drohnenangriffe nahe dem internationalen Flughafen der Hauptstadt verübt zu haben.

22.22 Uhr: Kuwait meldet "feindliche Drohnenangriffe" während Feuerpause im Iran-Krieg

Der Golfstaat Kuwait hat am zweiten Tag der Waffenruhe-Vereinbarung im Iran-Krieg "feindliche Drohnenangriffe" gemeldet. Die Drohnen seien in den Luftraum des Landes eingedrungen und hätten "mehrere wichtige Einrichtungen" zum Ziel gehabt, erklärte die Armee am Donnerstag im Onlinedienst X unter Verweis auf Angaben des Verteidigungsministeriums. Die Abwehrsysteme seien aktiviert worden. 

Es war der erste gemeldete Angriff in einem Golfstaat am Tag nach der Bekanntgabe einer zweiwöchigen Feuerpause zwischen den USA und dem Iran.

21.36 Uhr: Israel und Libanon wollen nächste Woche in Washington verhandeln

Israel und der Libanon wollen in der kommenden Woche in Washington Gespräche unter Vermittlung der USA führen. Ein Mitarbeiter des US-Außenministeriums bestätigte am Donnerstag, dass es ein Treffen geben werde, "um die laufenden Waffenruheverhandlungen mit Israel und dem Libanon zu erörtern". Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu hatte direkte Gespräche mit dem Libanon in Aussicht gestellt. 

In einer Erklärung von Netanjahus Büro hatte es dazu geheißen, bei den Gesprächen solle es um "die Entwaffnung der Hisbollah und die Schaffung von Friedensbeziehungen zwischen Israel und dem Libanon gehen".

20.46 Uhr: US-Kongress - Erneut Antrag gegen Trumps Kriegsbefugnisse gekippt

Im US-Kongress ist erneut ein Versuch gescheitert, die Befugnisse von Präsident Donald Trump im Iran-Krieg zu beschneiden. Die von den oppositionellen Demokraten eingebrachte Kriegsbefugnisresolution (War Powers Resolution) wurde am Donnerstag im Repräsentantenhaus von Trumps Republikanern abgewiesen.

Mit der Resolution sollte Trump untersagt werden, den Militäreinsatz gegen den Iran ohne Beschluss des US-Kongresses fortzusetzen, sollte die vereinbarte Feuerpause scheitern. Eingebracht hatte den Text der Minderheitsführer der Demokraten im Repräsentantenhaus, Hakeem Jeffries. Dieser hatte zuvor dem Sender MS NOW gesagt, die US-Bürgerinnen und -Bürger seien laut Umfragen mehrheitlich gegen den Krieg.

20.45 Uhr: Präsident - Iran billigte Waffenruhe auf höchster Ebene

Die Waffenruhe mit den USA ist im Iran nach Angaben von Präsident Massud Peseschkian auf höchster Ebene gebilligt worden. Peseschkian erklärte am Donnerstag auf der Plattform Telegram, die Entscheidung sei einstimmig von ranghohen Beamten getroffen und vom Obersten Führer Ajatollah Modschtaba Chamenei bestätigt worden. Die Waffenruhe sei «kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Weg, Irans stolze Siege zu festigen». Die Feuerpause sei das Ergebnis von mehr als einem Monat Widerstand und der Unterstützung durch die iranische Bevölkerung.

20.36 Uhr: Spanien verschärft Kritik an Israel und USA

Spanien verschärft seine Kritik an den israelischen Angriffen auf den Libanon und am Iran-Krieg. Außenminister Jose Manuel Albares bezeichnete den Konflikt am Donnerstag vor Abgeordneten als "größten Angriff auf die Zivilisation" und warf Israel vor, internationales Recht und die neu vermittelte zweiwöchige Waffenruhe zu verletzen. Ministerpräsident Pedro Sanchez forderte erneut die EU auf, ihr Assoziierungsabkommen mit Israel auszusetzen. Spanien hatte seinen Luftraum für alle an der Konfrontation beteiligten Flugzeuge bereits vor Tagen gesperrt.

20.20 Uhr: Geistliches Oberhaupt im Iran kündigt neue Phase für Straße von Hormus an

Der Iran will die Kontrolle über die strategisch wichtige Straße von Hormus in eine neue Phase überführen. Dies erklärt das Geistliche Oberhaupt Ajatollah Modschtaba Chamenei in einer im Staatsfernsehen verlesenen Mitteilung. Der Iran strebe keinen Krieg an, werde aber nicht auf seine Rechte verzichten, heißt es darin weiter.

20.15 Uhr: Bundesregierung begrüßt Israels Verhandlungsbereitschaft

Die Bundesregierung zeigt sich erleichtert über die Bereitschaft Israels zu Verhandlungen mit dem Libanon. "Wir begrüßen die Ankündigung der israelischen Regierung von Direktgesprächen mit der libanesischen Regierung", sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes am Donnerstag Reuters. "Die Angriffe der Hisbollah auf Israel müssen aufhören. Gleichzeitig ist die Härte der israelischen Schläge imn Libanon sehr besorgniserregend." Die Zivilbevölkerung und zivile Infrastruktur müssten geschützt und die territoriale Integrität Libanons gewahrt werden.

20.02 Uhr: Hisbollah lehnt direkte Verhandlungen mit Israel ab

Die Hisbollah lehnt direkte Verhandlungen mit Israel ab. Die libanesische Regierung müsse einen Waffenstillstand als Vorbedingung für weitere Schritte fordern, sagt der Hisbollah-Abgeordnete Ali Fajjad. Zudem müsse der Abzug der israelischen Truppen aus dem Libanon sowie die Rückkehr der Vertriebenen Priorität haben. Zuvor hat der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sein Kabinett angewiesen, direkte Gespräche mit dem Libanon aufzunehmen.

20.01 Uhr: Armee - Hisbollah feuert rund 50 Raketen auf Nordisrael

Während Israel direkte Verhandlungen mit dem Libanon angekündigt hat, feuert die libanesische Hisbollah-Miliz am Abend erneut Raketen auf den Norden Israels. Israels Armee teilte auf Anfrage mit, seit dem Morgen habe die vom Iran unterstützte Miliz rund 50 Raketen aus dem Nachbarland auf Nordisrael gefeuert. In der Stadt Naharija heulten am Abend Berichten zufolge innerhalb von einer Stunde gleich viermal die Warnsirenen. Auch in anderen Orten in Nordisrael gab es Raketenalarm.

20.00 Uhr: Trump - Israel wird Angriffe im Libanon zurückfahren

Israel wird nach Angaben von US-Präsident Donald Trump die Angriffe im Libanon zurückfahren. Er habe mit Premierminister Benjamin Netanjahu gesprochen und dieser habe eine Reduzierung der Attacken zugesagt, sagte Trump dem US-Sender NBC in einem Telefoninterview. 

19.53 Uhr: Angeblich neue Botschaft von Irans neuem Revolutionsführer

Irans neuer Revolutionsführer Modschtaba Chamenei hat in einer ihm zugeschriebenen Erklärung sein Land als Sieger im Konflikt mit den USA und Israel dargestellt. Wie zuvor wurde die Botschaft im Staatsfernsehen nur verlesen, es gab weder ein Bewegtbild noch eine Audio- oder Videoaufnahme. 

In der Modschtaba Chamenei zugeschriebenen Botschaft heißt es, der Iran sei der Sieger des Konflikts. "In den letzten 40 Tagen hat die große Nation Iran ein Epos geschaffen und die Welt verblüfft."

Der 56-Jährige ist seit seiner Ernennung zum neuen Religionsführer am 8. März nicht öffentlich in Erscheinung getreten. Das nährt Spekulationen über seinen Gesundheitszustand, seinen Aufenthaltsort und seine tatsächliche Rolle.

19.15 Uhr: Zahl der Toten im Libanon steigt nach israelischen Angriffen auf 303

Die Zahl der Toten durch die israelischen Angriffe im Libanon am Vortag steigt nach Angaben des dortigen Gesundheitsministeriums auf 303. Die Bilanz sei noch nicht endgültig und dürfte weiter steigen, da Rettungsteams noch immer Leichen aus den Trümmern bergen, teilt die Behörde mit. Seit dem 2. März seien damit insgesamt 1888 Menschen getötet und mehr als 6000 verletzt worden.

18.22 Uhr: Medienbericht - Gespräche Israel-Libanon ab kommender Woche

Israel und der Libanon wollen einemMedienbericht zufolge kommende Woche direkte Verhandlungen aufnehmen. Das erste Treffen solle im US-Außenministerium in Washington stattfinden, schreibt ein Reporter des Nachrichtenportals Axios auf dem Kurznachrichtendienst X.

18.18 Uhr: Nato-Chef - Verbündete erfüllen Trumps Forderungen im Iran-Krieg

Die Nato-Mitgliedsstaaten erfüllen nachDarstellung von Generalsekretär Mark Rutte alle Forderungen der USA zur Unterstützung im Krieg gegen den Iran. Zwar seien einige Verbündete bei der logistischen Hilfe anfangs "gelinde gesagt etwas langsam" gewesen, sagt Rutte in Washington. Dies liegeauch daran, dass US-Präsident Donald Trump die Alliierten nicht vorab über die ersten Angriffe informiert habe, um das Überraschungsmoment zu nutzen. Inzwischen leisteten die europäischen Partner jedoch umfangreiche Unterstützung, erklärter weiter.

17.50 Uhr: Netanjahu sagt direkte Verhandlungen mit libanesischer Regierung zu

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu weist nach eigenen Angaben Friedensgespräche mit dem Libanon an. Angesichts wiederholter Bitten des Nachbarlandes um direkte Gespräche habe er das Kabinett angewiesen, diese so schnell wie möglich aufzunehmen, teilt Netanjahu mit. Im Mittelpunkt der Verhandlungen stünden die Entwaffnung der Hisbollah und der Aufbau friedlicher Beziehungen zwischen Israel und dem Libanon.

17.42 Uhr: Russland zu Waffenruhe im Iran-Krieg - Feuerpause gilt auch für den Libanon

Die zwischen den USA und dem Iran vereinbarte Waffenruhe muss nach Einschätzung des russischen Außenministers Sergej Lawrow auch für das Gebiet des Libanon gelten. "Moskau geht davon aus, dass diese Abkommen eine regionale Dimension haben und sich insbesondere auf den Libanon erstrecken", erklärte das russische Außenministerium am Donnerstag nach einem Telefonat Lawrows mit seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araghtschi. 

17.38 Uhr: Berichte - Israel genehmigt 34 neue Siedlungen im Westjordanland

Israel hat Medienberichten zufolge im Schatten des Iran-Kriegs die Schaffung von 34 Siedlungen im besetzten Westjordanland gebilligt. Es gehe um den Bau neuer Siedlungen sowie die Legalisierung von bislang illegalen Siedlungs-Außenposten, meldete die «Times of Israel». Israels Sicherheitskabinett habe dies bereits vor zwei Wochen beschlossen, hieß es in dem Bericht.

Die israelische Nachrichtenseite «ynet» berichtete unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Beamte, dass die Genehmigung der neuen Siedlungen während des Iran-Kriegs auf Wunsch der USA geheim gehalten worden sei. Demnach soll Israels Generalstabschef Ejal Zamir angesichts des Soldatenmangels der israelischen Armee vor dem Schritt gewarnt haben, der noch mehr israelische Sicherheitskräfte nötig mache.

17.29 Uhr: Nato - Trump erwartet konkrete Zusagen bei Straße von Hormus

US-Präsident Donald Trump erwartet nach einem Gespräch mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte laut dessen Sprecherin konkrete Zusagen der Verbündeten für eine Unterstützung bei der Sicherung der Straße von Hormus. Rutte tausche sich mit den Partnern über seine Gespräche in Washington aus, teilte Nato-Sprecherin Allison Hart der Deutschen Presse-Agentur mit. "Es ist klar, dass die Vereinigten Staaten konkrete Zusagen und Maßnahmen erwarten, um die Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus zu gewährleisten."

Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete unter Berufung auf einen hochrangigen Nato-Beamten, dass die USA innerhalb von Tagen konkrete Pläne der europäischen Verbündeten dazu erwarteten. Ähnliches berichtete der "Spiegel". 

17.10 Uhr: Netanjahu - Israel wird im Libanon weiter angreifen "wo immer nötig"

Nach den jüngsten israelischen Angriffen auf den Libanon mit mehr als 200 Toten hat Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu weitere Angriffe auf Ziele der pro-iranischen Hisbollah-Miliz angekündigt. Es werde weitere Angriffe geben, "wo immer" das "nötig" sei, bis die Sicherheit für Bewohner im Norden Israels "vollständig wiederhergestellt" sei, erklärte Netanjahu am Donnerstag im Onlinedienst X.

17.07 Uhr: Iran-Krieg - Mehr als 4 Millionen Vertriebene und 4.000 Tote

Im Nahen und Mittleren Osten sind im Iran-Krieg nach UN-Angaben insgesamt rund 4,25 Millionen Menschen geflüchtet und etwa 4.100 ums Leben gekommen. Laut dem jüngsten Lagebericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf wurden seit Kriegsbeginn Ende Februar fast 45.700 Menschen in der Region verletzt.

17.00 Uhr: Merz - Israel muss Angriffe im Libanon stoppen

Bundeskanzler Friedrich Merz kritisiert das harte Vorgehen der israelischen Armee im Libanon. "Wir sehen mit besonderer Besorgnis die Lage im Süden des Libanon", sagt der Kanzler. "Die Härte, mit der Israel dort Krieg führt, könnte den Friedensprozess als Ganzes zum Scheitern bringen, und das darf nicht geschehen", mahnt er. Deshalb habe er mit anderen Regierungschefs die israelische Regierung gebeten, die nochmals verschärften Angriffe zu beenden. Außenminister Johann Wadephul habe bereits zweimal mit seinem israelischen Kollegen telefoniert. Er selbst stehe in persönlichem Kontakt mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu.

16.52 Uhr: Russland verurteilt israelischen Angriff auf Libanon

Russland verurteilt die israelischen Angriffe auf den Libanon und fordert einen sofortigen Waffenstillstand. Das Vorgehen könne die Verhandlungen scheitern lassen und zu einer weiteren Eskalation in der Region führen, teilte das Außenministerium in Moskau mit. Israel hatte am Mittwoch seine bislang schwersten Angriffe auf den Libanon seit Kriegsbeginn ausgeführt.

15.51 Uhr: Bundesregierung nimmt Gespräche mit Iran wieder auf

Nach der vereinbarten Waffenruhe in Nahost nimmt die Bundesregierung ihre Gespräche mit der Regierung im Iran wieder auf. Ziel sei es, damit einen Beitrag zum Erfolg der anstehenden Verhandlungen zwischen den USA und Iran über ein Ende des Krieges in der Region zu leisten, sagte Kanzler Friedrich Merz (CDU) am Donnerstag in Berlin. Er betonte, es öffne sich jetzt "ein Zeitfenster für eine Verhandlungslösung", die Lage sei aber noch "fragil".

14.50 Uhr: Israels Militär erteilt Evakuierungswarnung für Vororte Beiruts

Das israelische Militär gibt eine Evakuierungswarnung für die Vororte im Süden der libanesischen Hauptstadt Beirut heraus. Üblicherweise gehen solche Warnungen Angriffen des israelischen Militärs voraus. Es nimmt nach eigenen Angaben Ziele der libanesischen Hisbollah ins Visier, die mit dem Iran verbündet ist.

14.35 Uhr: Iran lässt 15 Schiffe täglich durch Straße von Hormus

Der Iran will einem Medienbericht zufolge die Straße von Hormus zunächst nicht vollständig öffnen. Als Teil der mit den USA ausgehandelten Feuerpause dürften höchstens 15 Schiffe pro Tag die Meerenge passieren, meldet die Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf einen hochrangigen iranischen Regierungsvertreter, der namentlich nicht genannt wird. Die Straße von Hormus ist von großer Bedeutung für die weltweite Versorgung mit Öl, Erdgas, Helium und Dünger. Vor Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran am 28. Februar durchquerten im Schnitt 140 Schiffe täglich die Meerenge.

14.03 Uhr: Irans Präsident - Verhandlungen durch Angriffe auf Libanon sinnlos

Die israelischen Angriffe auf den Libanon verletzen nach den Worten des iranischen Präsidenten Massud Peseschkian die mit den USA vereinbarte zweiwöchige Waffenruhe. Durch diese Angriffe würden Verhandlungen sinnlos, sagt Peseschkian. Iran werde die Bevölkerung im Libanon nicht im Stich lassen.

13.57 Uhr: Iranischer Parlamentspräsident fordert Waffenpause auch für Libanon

Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf hat Israel mit Blick auf andauernde Angriffe auf die libanesische Hisbollah gedroht. "Verstöße gegen die Waffenruhe führen zu expliziten und STARKEN Reaktionen", teilte Ghalibaf auf der Plattform X mit. "Stoppen Sie sofort das Feuer." Der Parlamentspräsident bestand demnach darauf, dass die bekanntgegebene zweiwöchige Feuerpause in Nahost auch für den Libanon gelte. Israel und die USA haben das bestritten.

13.36 Uhr: Ölpreis wegen Sorgen um Waffenruhe wieder gestiegen

Der Preis für Rohöl ist vor dem Hintergrund zunehmender Zweifel an der Nachhaltigkeit der von US-Präsident Donald Trump verkündeten Waffenruhe im Iran-Krieg wieder gestiegen. Am Morgen legte der Preis für ein Barrel der US-Referenzsorte West Texas Intermediate um rund fünf Prozent auf knapp unter 100 Dollar zu. Die Nordseesorte Brent verteuerte sich um rund 3,6 Prozent, blieb aber ebenfalls unterhalb der 100-Dollar-Marke.

13.22 Uhr: Einige Schiffe passierten in den letzten 24 Stunden Straße von Hormus

Ein Tanker für Ölprodukte und fünf verschiedene Massengutfrachter haben in den letzten 24 Stunden die Straße von Hormus durchquert, wie aus einer Auswertung von Daten von Schiffsverfolgungsdiensten hervorgeht. Der Schiffsverkehr durch die strategisch wichtige Meerenge ist praktisch zum Erliegen gekommen: Seit Beginn des Krieges der USA und Israels gegen den Iran am 28. Februar gab es kaum Bewegung, und laut Daten von Kpler, Lloyd’s List Intelligence und Signal Ocean passierten durchschnittlich nur wenige Schiffe pro Tag die Meerenge. Vor dem 28. Februar fuhren laut Marktschätzungen durchschnittlich 140 Schiffe täglich durch die Meerenge.

12.33 Uhr: Flugraum-Warnung für Golfregion verlängert

Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) hat ihre Warnung für den Luftraum über dem Nahen Osten und der Golfregion verlängert. Die Empfehlung, diese Lufträume zu meiden, gelte nun bis zum 24. April, teilte die EASA mit. Die Empfehlung galt zuvor bis zum 10. April.

12.05 Uhr: Bereits mehr als 3.000 Tote im Iran in Folge des Krieges

Mehr als 3.000 Menschen sind dem Leiter der iranischen Gerichtsmedizin zufolge während des am 28. Februar begonnenen Krieges im Iran ums Leben gekommen. 40 Prozent davon mussten anhand von forensischen Untersuchungen identifiziert werden, wie er staatlichen Medien sagte. Erst dann hätten sie ihren Familien übergeben werden können.

12.04 Uhr: EU-Außenbeauftragte fordert Waffenruhe auch für den Libanon

Die Verständigung auf eine Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran sollte der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas zufolge auf den Libanon ausgeweitet werden. Die vom Iran unterstützte Hisbollah sollte entwaffnet werden, schreibt Kallas auf X. Die israelischen Aktionen belasteten die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran stark. "Israelische Angriffe haben letzte Nacht Hunderte Menschen getötet, was es schwer macht zu argumentieren, dass solche hart durchgreifenden Maßnahmen unter Selbstverteidigung fallen."

11.57 Uhr: Staatstrauer im Libanon nach israelischem Großangriff

Am Tag nach dem israelischen Großangriff auf Ziele der Hisbollah-Miliz im Libanon herrscht im ganzen Land Staatstrauer. Mehr als 200 Menschen starben nach offiziellen Angaben bei den Angriffen, darunter der persönliche Sekretär und enge Berater von Hisbollah-Chef Kassem. Fast 1.000 Menschen wurden verletzt. Nach Auffassung der israelischen Regierung schließt die gerade vereinbarte Waffenruhe mit dem Iran den Libanon nicht ein. In Beirut griff Israel nicht nur Hochburgen der pro-iranischen Hisbollah im südlichen Teil der Hauptstadt an, sondern auch Viertel in der Stadtmitte, oft ohne Vorwarnung. Unterdessen setzte Israel seine Angriffe auf Ziele im Libanon fort, im Süden des Landes starben dabei am Morgen mindestens sieben Menschen. Die Hisbollah nahm unterdessen den Beschuss Nordisraels wieder auf.

Zwei Frauen trauern um einen bei einem Angriff Verstorbenen
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Am Tag nach dem israelischen Großangriff auf Ziele der Hisbollah-Miliz im Libanon herrscht im ganzen Land Staatstrauer.

11.06 Uhr: London - Libanon muss in Waffenruhe einbezogen werden

Die britische Außenministerin Yvette Cooper dringt auf eine Einbeziehung des Libanons in die zweiwöchige Waffenruhe im Iran-Krieg. Sie sei zutiefst besorgt über die eskalierenden Angriffe Israels im Libanon, die gestern zu beobachten gewesen seien, sagte sie dem Sender Sky News. Die kontinuierlichen Angriffe verursachten eine Massenflucht in dem Land und hätten gravierende humanitäre Folgen. Gegenüber der BBC erklärte Cooper, die Angriffe seien "komplett falsch".

10.37 Uhr: Israel meldet Tötung eines engen Beraters von Hisbollah-Chef

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben bei Angriffen auf die libanesische Hauptstadt Beirut am Vortag einen Sekretär und engen Berater von Hisbollah-Chef Naim Kassem getötet. "Gestern hat die israelische Armee einen Angriff in der Region Beirut ausgeführt und Ali Jussuf Harschi, den persönlichen Sekretär und Neffen des Hisbollah-Chefs, getötet", erklärte die Armee.

10.34 Uhr: Spanien verurteilt Israels Angriffe auf den Libanon

Auch Spanien verurteilt die massiven Angriffe des israelischen Militärs auf den Libanon. Außenminister Jose Manuel Albares wirft Israel vor, mit den Luftangriffen gegen internationales Recht und die Waffenruhe im Nahen Osten zu verstoßen. "Gestern haben wir gesehen, wie Israel unter Missachtung der Waffenruhe und unter Verletzung des Völkerrechts Hunderte von Bomben auf den Libanon abgeworfen hat", sagte Albares im Parlament. Spanien ist unter den westlichen Staaten einer der schärfsten Kritiker des Vorgehens der USA und Israels im Iran und im Libanon. Die Regierung in Madrid hat ihren Luftraum für alle am Krieg beteiligten Flugzeuge gesperrt und den Konflikt als rücksichtslos und illegal bezeichnet. Auch Frankreich hat die israelischen Angriffe auf den Libanon scharf kritisiert.

10.10 Uhr: Neue Raketenangriffe aus dem Libanon auf Israels Norden

Israels Norden ist erneut vom Libanon aus mit Raketen angegriffen worden. In der israelischen Grenzstadt Kiriat Schmona, die seit mehr als einem Monat unter Dauerbeschuss steht, heulten erneut die Warnsirenen. Die meisten Geschosse seien abgefangen worden, andere in offenem Gebiet niedergegangen, bestätigte die israelische Armee auf Anfrage. 

10.01 Uhr: Meloni - Straße von Hormus von enormem Interesse für EU

Die Wiederherstellung der freien Schifffahrt in der Straße von Hormus ist nach Einschätzung der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni von lebenswichtigem Interesse für ihr Land und die gesamte Europäische Union. "Wir sind nur einen Schritt von dem Punkt entfernt, an dem es kein Zurück mehr gibt, aber jetzt stehen wir vor einer zerbrechlichen Aussicht auf Frieden, die mit Entschlossenheit verfolgt werden muss", sagte Meloni im Parlament. Italien verurteile jede Verletzung der Waffenruhe und fordere ein dauerhaftes Ende der Feindseligkeiten.

09.31 Uhr: Spanien öffnet Botschaft in Teheran wieder

Spanien öffnet wieder seine Botschaft in der iranischen Hauptstadt. Dies geschehe in der Hoffnung, Frieden im Krieg der USA und Israels gegen den Iran zu erreichen, sagt Außenminister Jose Manuel Albares zu Reportern. "Ich habe unseren Botschafter in Teheran angewiesen, zurückzukehren, seinen Posten wieder anzutreten und unsere Botschaft wieder zu eröffnen, damit wir uns diesen Friedensbemühungen von allen möglichen Seiten anschließen können, auch aus der iranischen Hauptstadt selbst", sagte Albares.

09.09 Uhr: Trauerfeier für getöteten Chamenei in Teheran

In der iranischen Hauptstadt Teheran haben sich Regierungsanhänger zu Trauerfeiern für den im Krieg getöteten Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei versammelt. Der staatliche Rundfunk zeigte Bilder aus dem Stadtzentrum der Millionenmetropole, wo Menschenmassen um ihn trauerten. Die Zeremonien fallen mit dem Ende der vierzigtägigen Trauerzeit zusammen, die im schiitischen Islam Tradition hat. Den Beginn der Umzüge in Teheran um 9.40 Uhr (Ortszeit) wählten die Organisatoren bewusst. Es war der Zeitpunkt, als am 28. Februar Israel Chameneis Amtssitz in Teheran bombardierte.

08.46 Uhr: Iran warnt vor Minen in Straße von Hormus

Die Marine der iranischen Revolutionsgarden hat vor Seeminen in der Straße von Hormus gewarnt. Die Streitkräfte haben eine Karte veröffentlicht, auf der eine Gefahrenzone in den gewöhnlichen Schifffahrtswegen der Meerenge verzeichnet ist. In Anbetracht der Kriegssituation im Persischen Golf werde allen Schiffen dazu geraten, eine Alternativroute weiter nördlich zu nutzen. Damit soll der "mögliche Zusammenstoß mit Seeminen" vermieden werden.

08.44 Uhr: Rettungskräfte suchen in Beirut weiter nach Verschütteten

Nach den schweren israelischen Angriffen im Libanon suchen Rettungskräfte unter den Trümmern zerstörter Gebäude weiter nach Verschütteten. Ein Sprecher des Zivilschutzes sagte der Nachrichtenagentur AP, in dem Küstenviertel Ain Mreisse in Beirut sei in der Nacht eine verletzte Frau lebend aus den Trümmern geborgen worden. Auch ein Mann sei lebend gefunden worden, nachdem ein Gebäude in den südlichen Vororten der Hauptstadt nach Angriffen eingestürzt war. Ansonsten seien Tote geborgen worden. Laut dem libanesischen Gesundheitsministerium wurden bei den gestrigen israelischen Angriffen auf Beirut mehr als 180 Menschen getötet und 890 weitere verletzt.

08.06 Uhr: Iranische Delegation trifft sich mit USA und Israel zu Gesprächen

Noch am Abend will eine iranische Delegation für Gespräche zur Beendigung des Krieges mit den USA und Israel in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad eintreffen, wie Irans Botschafter mitteilt. "Trotz der Skepsis in der iranischen Öffentlichkeit aufgrund wiederholter Verstöße gegen die Waffenruhe durch das israelische Regime (...) trifft die iranische Delegation heute Abend in Islamabad ein, um ernsthafte Gespräche auf der Grundlage der vom Iran vorgeschlagenen zehn Punkte zu führen", teilte Botschafter Resa Amiri Moghadam auf X mit.

07.26 Uhr: Straße von Hormus - Großbritannien gegen Gebühren

Großbritannien fordert eine gebührenfreie Schifffahrt durch die Straße von Hormus. "Die grundlegenden Freiheiten der Meere dürfen nicht einseitig entzogen oder an einzelne Bieter verkauft werden", erklärte Außenministerin Yvette Cooper laut vorab veröffentlichten Auszügen aus einer Rede. Damit stellt sie sich den Bestrebungen des Iran entgegen, die Meerenge zu kontrollieren und künftig Gebühren für die Durchfahrt zu erheben. Vor dem Krieg der USA und Israels gegen den Iran galt die Meerenge formell als internationales Gewässer. Etwa ein Fünftel des weltweiten Öls und Gases wird durch die Wasserstraße transportiert. Es dürfe keinen Platz für Mautgebühren auf einer internationalen Wasserstraße geben, sagte Cooper.

06.49 Uhr: China zur Feuerpause: "Kein Frieden, sondern eine Gelegenheit"

Chinesische Staatsmedien fordern, das "schmale Fenster" des zweiwöchigen Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran für Friedensverhandlungen zu nutzen. Die Feuerpause sei "kein Frieden, sondern eine Gelegenheit", kommentierte die staatliche Zeitung "China Daily". Die Versuchung, die Pause militärisch zur Neuaufstellung zu nutzen, sei groß. Bei falschen Entscheidungen drohe eine viel längere und schädlichere Krise.

06.40 Uhr: US-Militär soll rund um Iran stationiert bleiben

US-Präsident Donald Trump plant derzeit noch keinen Abzug von US-Militär im Nahen Osten. Es würde in der Region stationiert bleiben, bis der Iran das Abkommen vollständig einhalte. Trump droht zugleich mit erneuten Angriffen, sollte der Iran die Vereinbarung nicht einhalten.

"Alle US-Schiffe, Flugzeuge und Militärangehörigen, zusammen mit zusätzlicher Munition, Waffen und allem anderen, was für die tödliche Verfolgung und Vernichtung eines bereits erheblich geschwächten Feindes angemessen und notwendig ist, werden in und um den Iran stationiert bleiben, bis das WIRKLICHE ABKOMMEN vollständig eingehalten wird", erklärt Trump in einem Beitrag auf seiner Plattform Truth Social.

06.15 Uhr: Trump nach Rutte-Gespräch verärgert über die Nato

Donald Trump hat wiederholt Kritik an der Nato geäußert: Der US-Präsident erklärte nach einem Treffen Nato-Generalsekretär Mark Rutte im Weißen Haus, die Nato sei nicht da, wenn man sie brauche. Laut einem Bericht des "Wall Street Journals" wollen die USA die Allianz nun für ihre mangelnde Unterstützung im Iran-Krieg bestrafen. Wie genau, blieb zunächst unklar.

Rutte erklärte im Anschluss in einem Interview mit dem Fernsehsender CNN, er könne die Enttäuschung über viele Verbündete nachvollziehen. Ob ein Austritt der USA aus dem Bündnis Thema des Gesprächs war, sagte Rutte nicht. In US-Medien hieß es zudem, der Präsident erwäge, Soldaten aus europäischen US-Basen abzuziehen, um die betreffenden Länder zu bestrafen. Der US-Senat müsste einem Nato-Austritt mit Zweidrittelmehrheit zustimmen – was als sehr unwahrscheinlich gilt.

Im Video: Wie geht es weiter im Konflikt um Straße von Hormus?

Öltanker und Frachtschiffe reihen sich in der Straße von Hormus auf, gesehen von Khor Fakkan.
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Altaf Qadri
Videobeitrag

Öltanker und Frachtschiffe reihen sich in der Straße von Hormus auf, gesehen von Khor Fakkan.

04.04 Uhr: Hisbollah meldet Raketenangriffe auf Israel

Die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Libanon hat nach eigenen Angaben Raketen auf Israel abgefeuert. "Als Reaktion auf die Verletzung des Waffenruhe-Abkommens durch den Feind" sei am frühen Donnerstagmorgen der israelische Kibbuz Manara nahe der Grenze zum Libanon "mit einem Raketenhagel" ins Visier genommen worden, teilte die Miliz mit. Zuvor hatte die Hisbollah erklärt, sie habe das "Recht", auf israelische Angriffe zu reagieren.

03.41 Uhr: Beendigung des Iran-Krieges – Nouripour fordert "eigenständige Rolle" Deutschlands

Der grüne Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour hat eine zentrale Rolle Deutschlands bei der Sicherung einer Friedenslösung im Iran-Krieg gefordert. "Jetzt gilt es, sich im europäischen Geleit eine eigenständige Rolle zu erarbeiten", sagte Nouripour den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Die bisherige Kopf-im-Sand-Haltung der Bundesregierung war nicht im Interesse Deutschlands." Deutschland habe in im Nahen Osten handfeste Interessen, betonte Nouripour. "Von der Freiheit der Schifffahrt bis zur Stabilität und der Energiepartnerschaft."

02.46 Uhr: Griechenlands Premier: Hormus-Gebühr "völlig inakzeptabel"

Der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis fordert nach Ende des Iran-Krieges einen gebührenfreien und sicheren Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus. "Ich glaube nicht, dass die internationale Gemeinschaft bereit wäre zu akzeptieren, dass der Iran für jedes Schiff, das die Straße von Hormus durchquert, eine Mautstelle einrichtet", sagte er dem US-Fernsehsender CNN. "Das erscheint mir völlig inakzeptabel." Griechenland verfügt über eine der weltweit größten Handelsflotten gemessen an der Frachttransportkapazität.

02.32 Uhr: Teheran verweist wegen Seeminen in Straße von Hormus auf alternative Schiffsrouten

Aufgrund der Gefahr durch mögliche Seeminen in der Straße von Hormus hat die Marine der iranischen Revolutionsgarden auf zwei alternative Routen entlang der iranischen Küste verwiesen. "Alle Schiffe, die beabsichtigen, die Straße von Hormus zu passieren", sollten "zum Schutz vor möglichen Kollisionen mit Seeminen alternative Routen" nutzen, hieß es in einer von iranischen Medien am Donnerstag veröffentlichten Erklärung der Revolutionsgarden.

Um aus dem Arabischen Meer in den Golf einzufahren, müssen Schiffe zwischen der iranischen Küste und Larak hindurchfahren. Die Schifffahrtszeitschrift "Lloyd’s List" hat diese Passage als "Teheraner Mautstelle" bezeichnet. Die Ausfahrtsroute aus dem Golf verläuft südlich der Insel und vermeidet die übliche Route, die näher an der omanischen Küste entlangführt.

01.12 Uhr: Macron drängt USA und Iran zur Einhaltung der Waffenruhe

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat in Telefonaten mit US-Präsident Donald Trump und dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian auf ein Einhalten der vereinbarten Waffenruhe gepocht. "Sie muss den Weg für umfassende Verhandlungen ebnen, die die Sicherheit aller im Nahen Osten gewährleisten", schrieb Macron auf der Plattform X. Ein Abkommen müsse Antworten auf die Bedenken geben, die Irans Nuklear- und Raketenprogramm, seine Politik in der Region und seine Behinderung der Schifffahrt in der Straße von Hormus hervorriefen.

00.40 Uhr: Schah-Sohn Pahlavi fordert politischen Umbruch in Teheran

Schah-Sohn Reza Pahlavi pocht trotz der mit den Machthabern in Teheran vereinbarten Waffenruhe auf einen politischen Umbruch im Iran. "Wir hoffen (...), dass die freie Welt versteht, dass die einzige Lösung – nicht nur für uns, sondern auch für alle unsere Nachbarn in der Region und für die ganze Welt – darin besteht, dass dieses Regime nicht mehr an der Macht ist", sagte Pahlavi im Interview mit dem französischen Sender LCI.

Monarchistische Gruppen sehen den Sohn des letzten Schahs von Persien als politischen Anführer der iranischen Opposition. Wie viel Rückhalt der im US-Exil lebende Pahlavi im Land tatsächlich hat, ist unklar.

Donnerstag, 9. April 2026

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