Benjamin Netanjahu, Ministerpräsident von Israel (Archivbild von 2023)
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Israel hält an Sturz iranischer Regierung als Kriegsziel fest.
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Israel hält an Sturz iranischer Regierung als Kriegsziel fest.

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Nahost-Ticker: News vom 9. März in der Nachlese

Nahost-Ticker: News vom 9. März in der Nachlese

Die News vom 9. März in der Ticker-Nachlese.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.

23.38 Uhr: Trump enttäuscht über neuen Obersten Führer des Iran

US-Präsident Donald Trump hat sich enttäuscht über die Ernennung von Modschtaba Chamenei zum Nachfolger seines getöteten Vaters Ajatollah Ali Chamenei als geistliches Oberhaupt des Iran geäußert. Dies werde dem Land nur weiter die bisherigen Probleme bereiten, sagte Trump in Florida. Vor der Ernennung Modschtabas hatte Trump gefordert, die USA müssten in der Sache mitreden. Der Iran hatte das aber zurückgewiesen.

23.25 Uhr: Trump - Iran-Krieg nicht diese Woche zu Ende

Der Iran-Krieg wird nach Aussage von US-Präsident Donald Trump nicht in dieser Woche enden. Trump antwortete mit "Nein" auf eine entsprechende Frage während einer Pressekonferenz. Dies werde jedoch "sehr bald" der Fall sein, sagte er. Ein konkretes Datum nannte er nicht. Die große Gefahr in dem Krieg sei seit drei Tagen vorüber, sagte Trump weiter, ohne dies weiter auszuführen.

23.11 Uhr: Trump - Nehmen jetzt Irans Drohnenproduktion ins Visier

Die USA gehen nach Angaben von Präsident Donald Trump nun gegen die Drohnenproduktion des Irans vor. Die Drohnenstarts seien um 83 Prozent zurückgegangen, sagte er vor Journalisten. Trump sprach von 51 zerstörten iranischen Kriegsschiffen. Man sei dem ursprünglichen Zeitplan weit voraus, sagte Trump.

23.10 Uhr: US-Militär - Bislang über 5.000 Ziele im Iran angegriffen

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben seit Beginn seiner Angriffe am 28. Februar mehr als 5.000 Ziele im Iran attackiert. Zudem seien 50 iranische Schiffe zerstört oder beschädigt worden, teilte das US-Zentralkommando (Centcom) mit.

22.38 Uhr: Revolutionsgarden - Freie Hormus-Passage bei Bruch mit USA und Israel

Die iranischen Revolutionsgarden stellen Bedingungen für die Schifffahrt durch die strategisch wichtige Straße von Hormus. Jedes arabische oder europäische Land, das die Botschafter Israels und der USA ausweise, erhalte ab morgen freie Durchfahrt, melden staatliche Medien unter Berufung auf die Eliteeinheit. Die Meerenge ist insbesondere für Öltransporte aus dem arabischen Raum von großer Bedeutung.

22.12 Uhr: Heftige Explosion in Teheran und Kampfjets über der Stadt zu hören

In der iranischen Hauptstadt Teheran ist eine besonders starke Explosion zu hören gewesen. Zur gleichen Zeit kurz nach Mitternacht Ortszeit seien auch Kampfjets über der Stadt zu hören gewesen, berichteten mehrere Journalisten der Nachrichtenagentur AFP. Die Explosion war demnach an mehreren Orten der Stadt zu spüren. Es war zunächst unklar, was getroffen wurde.

22.11 Uhr: Trump - "Noch nicht genug gewonnen"

US-Präsident Donald Trump sieht die USA im Konflikt mit dem Iran auf der Siegerstraße. "Wir haben in vielerlei Hinsicht schon gewonnen, aber wir haben noch nicht genug gewonnen", sagt Trump auf der Konferenz in Florida. Man gehe entschlossener denn je voran, um einen endgültigen Sieg zu erringen. Dieser werde die langjährige Gefahr ein für alle Mal beenden.

22.04 Uhr: Trump - Haben bei Iran "kurzen Abstecher" gemacht

US-Präsident Donald Trump bezeichnet den Angriff auf den Iran als "kurzen Abstecher". "Wir haben einen kleinen Abstecher gemacht, weil wir das Gefühl hatten, dass wir das tun mussten, um etwas Böses loszuwerden", sagt Trump auf einer Konferenz der Republikaner im Bundesstaat Florida. Es werde sich zeigen, dass es sich um einen "kurzen Abstecher" handele.

21.55 Uhr: Wadephul telefoniert mit Rubio

Außenminister Johann Wadephul hat am Abend nach mit US-Außenminister Marco Rubio telefoniert. "Es besteht gleichzeitig die Sorge in Bezug auf die wirtschaftlichen Folgen einer langfristigen Auseinandersetzung", teilt Wadephul danach mit. Man sei sich einig gewesen, dass Iran seine Angriffe auf die Nachbarländer stoppen müsse. Er habe Rubio auch für die US-Unterstützung bei der Ausreise des deutschen Botschaftspersonals aus Bagdad gedankt. Aus dem Auswärtigen Amt heißt es dazu, dass das Personal der deutschen Botschaft in Bagdad aufgrund der Bedrohungslage temporär aus Irak verlegt worden sei. Die Erreichbarkeit der Botschaft sei weiterhin gewährleistet.

21.45 Uhr: Israel - Wieder Ziele der iranischen Regierung angegriffen

Israels Luftwaffe hat Armeeangaben zufolge erneut militärische Ziele der iranischen Regierung angegriffen. In der Hauptstadt Teheran sei eine Kommandozentrale der Al-Kuds-Brigaden der iranischen Revolutionsgarden und in Isfahan eine Stätte zur Herstellung und Lagerung von Waffen getroffen worden, hieß es in einer Armeemitteilung. Zudem hätten israelische Kampfjets in der Gegend der Stadt Schiras weitere Stellungen ins Visier genommen. Die Angriffe seien inzwischen abgeschlossen.

Die Al-Kuds-Brigaden sind die Auslandsabteilung der iranischen Revolutionsgarden. Laut Israels Armee sind sie auch für Waffenlieferungen in die gesamte Region zuständig.

21.42 Uhr: Deutschland zieht auch Personal der Botschaft im Irak ab

Die Bundesregierung hat wegen des Iran-Kriegs auch das Personal der deutschen Botschaft in der irakischen Hauptstadt Bagdad abgezogen und vorübergehend außer Landes gebracht. Außenminister Johann Wadephul (CDU) sagte in der zyprischen Hauptstadt Nikosia nach einem Telefonat mit seinem US-Kollegen Marco Rubio, er habe diesem auch für die US-Unterstützung bei der Ausreise des deutschen Botschaftspersonals aus Bagdad gedankt.

Am Samstag hatte das Auswärtige Amt bereits das Personal der deutschen Botschaft in der iranischen Hauptstadt Teheran nach erneut schweren Angriffen der USA und Israels vorübergehend im Ausland in Sicherheit gebracht.

21.39 Uhr: Iran: Mehrere Länder sondieren wegen Waffenruhe

Der Iran steht nach eigenen Angaben mit mehreren Staaten wegen einer möglichen Waffenruhe in Kontakt. Länder wie China, Russland und Frankreich hätten sich deswegen an die Islamische Republik gewandt, sagt Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi im staatlichen Fernsehen. Erste Bedingung für eine Feuerpause sei der Stopp weiterer Aggressionen.

20.58 Uhr: "Spiegel": Iranische Raketenangriffe auf Bundeswehr-Feldlager in Jordanien

Der Iran hat bei seinen Gegenangriffen auf Israel und US-Militäreinrichtungen einem Bericht zufolge auch erneut ein Feldlager der Bundeswehr in Jordanien beschossen. In der Nacht zum Montag seien mehrere ballistische Raketen auf ein Feldlager der Bundeswehr im Osten Jordaniens abgefeuert worden, meldete der "Spiegel" am Montag. Bei dem Angriff auf den US-Luftwaffenstützpunkt al-Asrak, sei niemand verletzt worden. Laut "Spiegel" befanden sich zum Zeitpunkt der Angriffe alle Bundeswehrsoldaten in Schutzräumen.

Ein Sprecher des zuständigen Operativen Führungskommandos der Bundeswehr bestätigte die Angriffe auf Nachfrage der Nachrichtenagentur AFP zunächst nicht. Ein Vorfall werde jedoch derzeit intern untersucht. In dem Feldlager al-Asrak waren zuletzt rund hundert Bundeswehrsoldaten stationiert. Die Luftwaffe unterstützt von dort aus eine internationale Anti-Terror-Koalition mit Tankflugzeugen. Der Stützpunkt war bereits zu Beginn des Iran-Kriegs beschossen worden. 

20.57 Uhr: Kreml - Putin und Trump sprechen über Iran

US-Präsident Donald Trump und der russische Staatschef Wladimir Putin haben am Montag telefoniert. In dem "offenen und geschäftsmäßigen" Gespräch sei es unter anderem um die Lage im Iran gegangen, sagte Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow im Anschluss. Putin habe in dem etwa einstündigen Telefonat einige Ideen in Bezug auf eine "rasche politische und diplomatische Einigung" zur Sprache gebracht. Zuvor habe der russische Präsident auch mit seinem iranischen Amtskollegen Massud Peseschkian und den Staatschefs von Golfstaaten telefoniert.

20.40 Uhr: Trump nennt Iran-Krieg "so gut wie beendet"

US-Präsident Donald Trump hält den Iran-Krieg für "so gut wie beendet". Er begründete dies am Montag in einem Interview mit dem US-Sender CBS mit der militärischen Schwächung des Iran durch die USA und Israel. Er äußerte sich nicht dazu, ob und wann die Vereinigten Staaten und Israel ihre Luftangriffe auf die Islamische Republik einstellen könnten.

Der Iran habe keine Marine, keine Kommunikationsmittel und keine Luftwaffe mehr, sagte Trump. Auch die Raketen des Landes seien fast alle zerstört und iranische Drohnen überall abgeschossen. "Wenn man sich das ansieht, haben sie nichts mehr übrig", betonte der US-Präsident. "Militärisch gesehen haben sie nichts mehr übrig."

20.17 Uhr: Wadephul trifft VAE-Kollegen - "Eskalation in Region vermeiden"

Außenminister Johann Wadephul trifft auf Zypern seinen Amtskollegen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), Scheich Abdullah bin Zayid Al Nahyan. "Unser gemeinsames Ziel: eine weitere militärische Eskalation in der Region vermeiden und eine schwere Energiekrise abwenden", schreibt Wadephul nach dem Treffen auf X. Am wichtigsten sei, dass Iran "seine willkürlichen Angriffe auf unbeteiligte Länder und deren Bevölkerung sofort beenden" müsse.

20.14 Uhr: Iran kündigt Ausweitung von Raketenangriffen an

Die iranischen Revolutionsgarden kündigen an, Schlagkraft und Häufigkeit ihrer Raketenstarts zu erhöhen. Auch die Reichweite werde vergrößert, zitiert das Staatsfernsehen den Kommandeur der Luft- und Raumfahrttruppe der Garden, Madschid Mussawi. Künftig würden keine Raketen mit Sprengköpfen von weniger als einer Tonne Gewicht mehr abgefeuert.

19.52 Uhr: Kein Hinweis auf Abtransport von Uran aus iranischer Atomanlage

Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA sieht keine Anzeichen für einen Abtransport von Uran aus der iranischen Atomanlage Isfahan. In der Anlage seien mehr als 200 Kilogramm auf einen Grad von bis 60 Prozent angereichertes Uran gelagert gewesen, sagte IAEA-Direktor Rafael Mariano Grossi am Montag in Paris. "Die verbreitete Annahme ist, dass das Material noch immer dort ist." Ein solcher Anreicherungsgrad ist technisch gesehen nur einen kleinen Schritt von waffenfähigem Uran mit 90 Prozent entfernt.

Die IAEA und andere Beobachter der Atomanlage hätten anhand von Satellitenaufnahmen und anderer Mittel keine Bewegungen erkennen können, die auf einen Transfer des Materials hindeuten würden, sagte Grossi. Er schränkte jedoch ein, dass deshalb noch keine Sicherheit bestehe, dass das Uran auch tatsächlich noch an Ort und Stelle sei. Bis die Atomenergiebehörde die Anlage inspizieren könne, sei eine zu 100 Prozent gesicherte Aussage nicht möglich.

19.51 Uhr: Tausende bekunden in Teheran Unterstützung für neuen Obersten Führer

Tausende Menschen haben sich am Montag in der iranischen Hauptstadt Teheran versammelt, um ihre Unterstützung für den neuen Obersten Führer Modschtaba Chamenei zu bekunden.

Anhänger der iranischen Führung strömten in Massen auf den Platz der Islamischen Revolution, wie Reporter der Nachrichtenagentur AP beobachteten. Die Demonstranten schwenkten iranische Flaggen und skandierten Parolen wie "Tod für Amerika" und "Tod für Israel". Viele hielten Fotos von Chamenei und seinem am 28. Februar getöteten Vater Ali Chamenei hoch, dem vorherigen Obersten Führer des Landes.

19.20 Uhr: Niederlande schicken Fregatte zum Schutz gegen Angriffe des Irans

Die Niederlande beteiligen sich mit einer Luftverteidigungsfregatte im östlichen Mittelmeer am Schutz der Region vor iranischen Angriffen. Das teilte das Verteidigungs- und das Außenministerium dem Parlament in Den Haag mit. Die "Zr. Ms. Evertsen" werde zum Schutz von EU-Land Zypern und dem Nato-Partner Türkei eingesetzt.

Frankreich hatte die Niederlande um Unterstützung gebeten, auch um die Sicherheit französischer Marineschiffe in der Region zu gewährleisten.

18.46 Uhr: Insider - Türkei bestellt Irans Botschafter wegen Rakete ein

Die Türkei hat einem Insider zufolge den iranischen Botschafter wegen des erneuten Raketenbeschusses einbestellt. Das verlautet aus dem türkischen Außenministerium. Die Nato-Luftabwehr hat eine aus dem Iran abgefeuerte ballistische Rakete über türkischem Gebiet abgefangen. Es ist bereits der zweite Vorfall dieser Art innerhalb einer Woche, bei dem ein iranisches Geschoss den Luftraum des Nato-Mitglieds Türkei verletzte.

18.45 Uhr: Libanon meldet 486 Tote durch Angriffe Israels

Im Libanon sind bei israelischen Angriffen seit dem 2. März 486 Menschen getötet worden. Das teilt das libanesische Gesundheitsministerium mit. Das israelische Militär verstärkt seinen Beschuss auf Ziele im Libanon und nimmt dabei nach eigenen Angaben die radikal-islamische Hisbollah-Miliz ins Visier. Die Hisbollah ist mit dem Iran verbündet.

18.23 Uhr: Kirchenbünde – Krieg ist mit Gottes Wesen unvereinbar

Der Weltkirchenrat und andere ökumenische Bünde haben den Angriff der USA und Israels auf den Iran als Gefahr für den Frieden in der Region und der Welt verurteilt. Die brutale Logik des Krieges sei abzulehnen und das Geschenk des Friedens zu suchen, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung, die der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) am Montag in Genf veröffentlichte.

Die Erklärung betont, dass Christen keine göttliche Erlaubnis zum Töten, Zerstören, Vertreiben oder Besetzen anerkennen. Krieg sei "mit Gottes Wesen und seinem Willen für die Menschheit unvereinbar". Die Bünde kritisierten die Verletzungen des humanitären Völkerrechts in dem Konflikt. Die Kriegsparteien müssten aus moralischer und rechtlicher Verpflichtung heraus Zivilisten vor Schaden schützen.

17.56 Uhr: Trump – Entscheidung über US-Bodentruppen im Iran noch weit entfernt

US-Präsident Donald Trump ist nach eigenen Angaben noch weit von einer Entscheidung über die Entsendung von Bodentruppen in den Iran entfernt. "Wir haben darüber keine Entscheidung getroffen. Wir sind noch lange nicht so weit", sagt Trump der Zeitung "New York Post" auf die Frage nach entsprechenden Berichten. Demnach hätten Israel und die USA über einen möglichen Einsatz von Spezialkräften zur Sicherung von hochangereichertem Uran gesprochen.

17.40 Uhr: Wadephul zu Besuch in Zypern eingetroffen

Bundesaußenminister Johann Wadephul ist zu einem Besuch in Zypern eingetroffen, wie eine Sprecherin des Auswärtigen Amts mitteilt. "Unserem EU-Partner gilt in diesen Tagen besondere Solidarität, nachdem das Land in der vergangenen Woche von iranischem Drohnenbeschuss betroffen war", erklärt sie weiter. Vor diesem Hintergrund werde Wadephul am Dienstag in Nikosia politische Gespräche mit dem zyprischen Außenminister Constantinos Kombos zur Lage im Nahen Osten führen. Noch am Montagabend sei ein Treffen mit dem Außenminister der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Abdullah bin Zayed, auf Zypern geplant.

17.34 Uhr: Libanon schlägt direkte Verhandlungen mit Israel vor

Libanons Präsident Joseph Aoun schlägt angesichts der zugespitzten Lage zwischen seinem Land und Israel direkte Verhandlungen mit dem Nachbarland vor. Aoun habe in einer Videokonferenz mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa eine entsprechende Initiative vorgestellt, hieß es in einer Regierungsmitteilung. Sie basiere auf vier Punkten: einem vollständigen Waffenstillstand, einer sofortigen Bereitstellung logistischer Unterstützung für die libanesischen Streitkräfte, einer vollständigen Entwaffnung der Hisbollah und direkten Verhandlungen zwischen Libanon und Israel unter internationaler Schirmherrschaft.

17.00 Uhr: Irans Sicherheitschef – Keine Sicherheit in Straße von Hormus für Kriegsdauer

Irans Sicherheitschef Ali Laridschani hat Sicherheit in der von seinem Land gesperrten und für den internationalen Handel wichtigen Straße von Hormus für die Dauer des Iran-Krieges ausgeschlossen. Es sei "unwahrscheinlich", dass in der Straße von Hormus "Sicherheit erreicht werden kann, während die Vereinigten Staaten und Israel in der Region Konflikte schüren", erklärte Laridschani am Montag im Onlinedienst X. 

16.26 Uhr: Klingbeil – Preistreiberei an Tankstellen unanständig

Der Krieg im Iran darf sich laut Vizekanzler Lars Klingbeil nicht zu einem Flächenbrand ausweiten. Der Krieg müsse gestoppt werden, es brauche wieder Verhandlungen, sagt der Bundesfinanzminister in Brüssel. Den Mineralölkonzernen wirft er Preistreiberei seit Ausbruch des Krieges vor. "Ich halte das für unanständig." Hier dürfe die Politik nicht zuschauen. Es brauche deutlich mehr Transparenz, um Verbraucher zu schützen.

15.51 Uhr: Verhandlungen über Trumps Gaza-Plan gestoppt

Die Verhandlungen über den Plan von US-Präsident Donald Trump zur Beendigung des Gaza-Kriegs liegen Insidern zufolge auf Eis. Grund sei der gemeinsame Angriff der USA und Israels auf den Iran und der dadurch ausgelöste breitere Nahost-Krieg, sagen drei mit den Gesprächen vertraute Personen. Die Unterredungen ruhten seit vergangener Woche. Dabei geht es unter anderem um die Frage, ob die Hamas im Gegenzug für eine Amnestie die Waffen niederlegt. Ein Hamas-Vertreter bestätigt, dass die Gespräche eingefroren sind. Ein Vertreter der US-Regierung erklärt dagegen, die Arbeit an dem Plan gehe weiter, auch wenn die Reisemöglichkeiten in der Region beeinträchtigt seien.

15.11 Uhr: Merz "besorgt" wegen steigender Energiepreise

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist nach eigenen Worten "besorgt" wegen der steigenden Energiepreise infolge des Iran-Krieges. Er wisse, dass dies möglicherweise durchschlagen könne auf "die Konjunktur in Deutschland", sagte Merz am Montag in Berlin. "Und deswegen tun wir alles, um auch in der Energiepolitik unsere Unabhängigkeit zu erhöhen und durch ein verbessertes Angebot in der längeren Perspektive die Energiepreise zu senken."

Diese Aufgabe lasse sich allerdings nicht innerhalb von wenigen Tagen erledigen, fügte der Kanzler hinzu. Zum Thema Tankrabatt wollte er "keine abschließende Erklärung abgeben". Die Regierung beobachte die Preise "sehr intensiv", sagte er. Das Bundeswirtschaftsministerium und Bundeskartellamt seien auch "in eine Prüfung eingetreten". Er wolle dem Ergebnis dieser Prüfung nicht vorgreifen. 

15.00 Uhr: Nato bestätigt erneuten Abschuss einer Rakete nahe Türkei

Die Nato hat das erneute Abfangen einer Rakete nahe der Türkei bestätigt. Die Nato habe "wieder eine Rakete auf ihrem Weg Richtung Türkei abgefangen", erklärte eine Nato-Sprecherin am Montag im Onlinedienst X. Die Allianz sei unverändert bereit, "ihre Verbündeten gegen jegliche Bedrohung zu verteidigen", betonte sie.

Das türkische Verteidigungsministerium hatte zuvor den Abschuss einer ballistischen Rakete aus dem Iran im türkischen Luftraum gemeldet. Demnach gingen Raketensplitter auf offenem Gelände in der an Syrien grenzenden türkischen Region Gaziantep nieder.  

14.54 Uhr: Macron will internationale Mission in Straße von Hormus

Eine internationale Mission soll nach den Worten von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron die vom Iran gesperrte Straße von Hormus absichern. Diese werde "rein defensiv sein", sagte Macron am Montag bei einem Solidaritätsbesuch in Zypern. Gespräche darüber mit europäischen und nichteuropäischen Partnern hätten bereits begonnen. Konkret sei die Begleitung von Tankern und Containerschiffen "nach dem Ende der heißen Phase des Konflikts" im Iran geplant. 

Die Wiederöffnung der Meerenge, die als Nadelöhr für den Transport von Öl und Gas gilt, sei "von entscheidender Bedeutung für die Weltwirtschaft", betonte Macron.

14.20 Uhr: Macron – "Wer Zypern angreift, greift auch Europa an"

Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs und eines Drohnenangriffs auf einen britischen Militärstützpunkt auf Zypern hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron der EU-Inselrepublik Solidarität zugesichert. "Wer Zypern angreift, greift auch Europa an", sagte Macron nach einem Treffen mit Zyperns Präsident Nikos Christodoulidis und Griechenlands Regierungschef Kyriakos Mitsotakis auf dem zyprischen Flughafen von Paphos. 

Frankreich habe bereits eine Fregatte und Luftabwehrsysteme in die Region entsandt, sagte Macron. Auch der Flugzeugträger Charles de Gaulle und seine Kampfgruppe befänden sich in der Nähe Zyperns. 

14.00 Uhr: Fast 700.000 Menschen im Libanon vertrieben

Im Libanon sind nach UN-Angaben fast 700.000 Menschen durch die Angriffe des israelischen Militärs vertrieben worden. Unter ihnen seien 200.000 Kinder, teilt das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (Unicef) mit. Das israelische Militär geht nach eigenen Angaben gegen Stellungen der Hisbollah-Miliz vor, die mit dem Iran verbündet ist. Die Hisbollah hat nach Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran am 28. Februar ihrerseits Ziele in Israel beschossen.

13.56 Uhr: EU fliegt 356 Europäer aus Oman nach Rumänien

Die EU-Kommission hat 356 Europäer mit zwei gecharterten Flugzeugen aus Oman zurückgeholt. Die im Nahen Osten gestrandeten Bürger seien auf Wunsch der rumänischen Behörden von Oman nach Rumänien geflogen worden und am Morgen angekommen, teilte die Brüsseler Behörde mit. Die Europäische Union habe außerdem bislang 42 Flüge unterstützt, mit denen mehr als 4.100 Europäer zurückgebracht worden seien - unter anderem nach Belgien, in die Niederlande und nach Österreich. Insgesamt haben den Angaben nach bislang 23 Mitgliedstaaten die Unterstützung der EU angefordert, Deutschland ist nicht darunter.

13.50 Uhr: Von der Leyen warnt vor "unbeabsichtigten Folgen" des Iran-Konflikts

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat angesichts steigender Öl- und Gaspreise und iranischer Drohnenangriffe in Nato-Gebieten vor "unbeabsichtigten Folgen" des Iran-Krieges gewarnt. "Wir erleben einen regionalen Konflikt mit unbeabsichtigten Folgen", sagte von der Leyen bei einer Konferenz der EU-Botschafter. Diese gehörten "heute schon zur Realität" in Europa. "Unsere Bürgerinnen und Bürger geraten zwischen die Fronten. Unsere Partner werden angegriffen", sagte von der Leyen.

In der vergangenen Woche hatte eine iranische Drohne einen britischen Militärstützpunkt auf der Mittelmeerinsel Zypern getroffen, Nato-Systeme fingen eine Drohne in der Türkei ab. Tausende Reisende aus der EU sitzen in der Golfregion fest, weil der Flugverkehr wegen des Iran-Krieges in vielen Staaten eingestellt wurde. Der Ölpreis war infolge des Krieges am Sonntag erstmals seit fast vier Jahren auf mehr als 100 Dollar pro Barrel gestiegen. Auch der Gaspreis stieg weiter

13.43 Uhr: Bundesregierung - Kein Anlass für Einschränkung der Nutzung von US-Stützpunkt Ramstein

Die Bundesregierung sieht im aktuellen Iran-Konflikt keinen Anlass für eine Einschränkung oder Untersagung der Nutzung des US-Luftwaffenstützpunkts Ramstein. Die Nutzung der Militärbasis stehe "im Einklang mit dem Völkerrecht und der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts", sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius in Berlin: "Und deswegen werden wir sie nicht einschränken."

"Wir stehen auch im regelmäßigen Austausch mit den US-Behörden zu rechtlichen Fragen, die das betreffen", fuhr der Regierungssprecher fort. Es gebe deshalb keinen Grund, die Nutzung einzuschränken. Entsprechende Forderungen hatte es unter anderem von der Linkspartei gegeben. Spanien verweigert den USA die Nutzung seiner Militärbasen im Iran-Krieg, was massive Kritik von US-Präsident Donald Trump auslöste.

13.34 Uhr: Emirate melden neue Angriffe mit Drohnen und Raketen

Die Vereinigten Arabischen Emirate sind erneut ins Visier mutmaßlich iranischer Drohnen und Raketen geraten. Insgesamt seien am Montag bislang 15 ballistische Raketen und 18 Drohnen gegen das Land eingesetzt worden.

Seit dem Beginn des jüngsten Krieges im Nahen Osten stieg die Zahl der Geschosse, die auf die Emirate abgefeuert wurden, damit nach Angaben des Verteidigungsministeriums auf 253 Raketen und 1.440 Drohnen. Vier Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit seien getötet worden, 117 Menschen seien verletzt worden.

13.24 Uhr: Israel - Zahl iranischer Raketen nimmt bei jeder Angriffswelle ab

Die Zahl der vom Iran gegen Israel eingesetzten Raketen nimmt nach Angaben des israelischen Militärs bei jeder neuen Angriffswelle ab. Militärsprecher Nadav Schoschani sagte, in den ersten Tagen des Krieges habe die Islamische Republik stets Dutzende Raketen gleichzeitig abgefeuert, inzwischen sei die Zahl auf jeweils weniger als 10 oder 20 zurückgegangen. Der Iran verfüge aber noch immer über eine beträchtliche Zahl an Raketen, sagte Schoschani, weil sich Israel stärker darauf konzentriert habe, Abschussvorrichtungen zu bombardieren, als die Waffenbestände selbst.

13.20 Uhr: Macron - G7-Staaten könnten strategische Ölreserven nutzen

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat angesichts steigender Preise eine Nutzung der strategischen Ölreserven der G7-Staaten ins Gespräch gebracht. Das sei eine Option, die in Betracht gezogen werde, sagte er während eines Flugs nach Zypern zu Journalisten. Ein Treffen der Staats- und Regierungschefs im Rahmen einer Telefon- oder Videokonferenz der G7 in dieser Woche sei denkbar, um eine Reaktion auf die steigenden Energiepreise zu koordinieren.

Frankreich hat aktuell den rotierenden Vorsitz in der Gruppe der G7 inne. Die Finanzminister der sieben führenden demokratischen Industrienationen sollten bereits am heutigen Montag eine Videokonferenz abhalten, um die Folgen des Iran-Kriegs zu erörtern.

13.12 Uhr: Türkei - Aus Iran abgefeuerte Rakete über östlichem Mittelmeer von Nato zerstört

Eine aus dem Iran abgefeuerte ballistische Raketen ist nach türkischen Angaben über dem östlichen Mittelmeer von Nato-Verteidigungskräften zerstört worden. Trümmer seien in der südöstlichen Provinz Gaziantep niedergegangen, teilte das Verteidigungsministerium mit. Die Türkei werde alle notwendigen Schritte zu ihrer Verteidigung unternehmen. Seit Beginn des Angriffs der USA und Israels gegen den Iran vor gut einer Woche hatte die Nato zuvor bereits ein Geschoss abgefangen.

13.08 Uhr: Unicef - 83 Minderjährige bei Angriffen im Libanon getötet

Die Angriffe Israels auf feindliche Stellungen im Nachbarland Libanon treffen nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef auch Kinder und Teenager. Innerhalb einer Woche seien 83 Minderjährige bei den Angriffen ums Leben gekommen und 254 verletzt worden, berichtete die Organisation auf Basis von Zahlen des libanesischen Gesundheitsministeriums. Von den 700.000 Menschen, die durch die Angriffe aus ihren Häusern vertrieben wurden, sei mehr als ein Viertel unter 18 Jahre alt. "Diese Zahlen sind erschütternd", sagte Unicef-Regionaldirektor Edouard Beigbeder. Sie verdeutlichten "auf dramatische Weise, welch hohen Preis Kinder in diesem Konflikt zahlen".

13.01 Uhr: Bundesregierung will sich zu Eingreifen bei Ölpreisen nicht äußern

Die Bundesregierung beobachtet nach Aussagen von Regierungssprecher Stefan Kornelius die Preisentwicklung bei Gas und Öl, wird aber im Voraus nicht bekannt geben, ab wann sie eingreifen wird. "Wir beobachten die Lage, wir sind im engen Austausch mit den Akteuren, die betroffen sind", sagte Kornelius in Berlin. "Eine Schwelle, wenn ich sie jetzt nenne, wäre marktrelevant, die würde die Spekulation nur beflügeln. Deswegen werde ich auch diese Schwelle nicht nennen", fügte er hinzu.

Man habe eine Taskforce eingerichtet, an der das Finanzministerium, Nachrichtendienste, das Auswärtige Amt und das Bundeskanzleramt beteiligt seien. Dies zeige, dass man einen "sehr breiten Blick auf die Marktsituation" habe. Man verstehe die Besorgnis, die durch die stark gestiegenen Preise für Öl und Gas entsteht. "Aber Spekulationen, was die Bundesregierung tut, kann ich hier keine Nahrung geben", betonte Kornelius.

12.54 Uhr: EU-Kommission - Weiter kein "unmittelbares" Risiko für Ölversorgung in Europa

Die EU-Kommission sieht trotz der hohen Öl- und Gaspreise infolge des Iran-Kriegs weiter kein "unmittelbares" Risiko für die Versorgung in Europa. "Es gibt keinen unmittelbar bevorstehenden Engpass in der europäischen Ölversorgung", sagte eine Kommissionssprecherin in Brüssel. Die EU-Staaten hätten derzeit ausreichend Öl in ihren Vorräten.

Die EU verpflichtet ihre Mitglieder, ständig Ölbestände vorzuhalten, die 90 Tagen ihrer Netto-Importe entsprechen. Die Versorgung sei deshalb sichergestellt, erklärte die Sprecherin. Dies gelte auch für Ungarn und die Slowakei, die im Februar bereits ihre Vorräte angezapft hatten, nachdem eine Ölpipeline in der Ukraine beschädigt worden war. Auch bei der Gasversorgung sei die Lage "unter Kontrolle", fügte sie hinzu. Anders als während der Energiekrise nach dem russischen Angriff auf die Ukraine 2022 sei die EU nun weniger abhängig von einzelnen Lieferanten.

12.33 Uhr: Libanesisches Parlament verschiebt Wahlen um zwei Jahre

Das libanesische Parlament bleibt wegen des Kriegs im Nahen Osten zwei Jahre länger als vorgesehen im Amt. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA berichtete, 76 Abgeordnete hätten dafür gestimmt, 41 dagegen, vier hätten sich enthalten. Die 13 Mitglieder der militant-islamistischen Hisbollah im Parlament hätten sich ebenfalls hinter eine Verlängerung gestellt.

Wegen der Gefechte zwischen der Hisbollah und Israel, die sich parallel zum Krieg der USA und Israels mit dem Iran ereignen, sind mehr als eine halbe Million Menschen im Libanon vertrieben worden. Deshalb dürfte es in weiten Teilen des Landes schwierig sein, Parlamentswahlen abzuhalten. Eigentlich hätte im Mai gewählt werden sollen.

12.24 Uhr: Neue Luftangriffe Israels gegen Teheran

Die iranische Hauptstadt Teheran ist erneut Ziel einer Angriffswelle. Über der Metropole waren nach Angaben von Augenzeugen Kampfjets zu hören, die sich aus dem Norden über die Gipfel des Albors-Gebirges näherten. Laute Explosionen erschütterten die Stadt, wie Bewohner berichteten. Angaben über Opfer oder zu den Zielen der Luftangriffe gab es zunächst. Die israelische Armee teilte mit, sie habe eine großangelegte Angriffswelle gegen Infrastruktur der iranischen Führung in Teheran und Isfahan sowie im Süden des Landes begonnen.

Infolge der israelisch-amerikanischen Angriffe im Iran haben die Behörden seit Kriegsbeginn mindestens 1.200 Tote gemeldet. Mehr als 10.000 Menschen wurden verletzt, wie der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Hossein Kermanpur, mitteilte.

12.07 Uhr: Aktivisten werfen Israel "rechtswidrigen" Einsatz von weißem Phosphor im Libanon vor

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hat Israel den "rechtswidrigen" Einsatz von weißem Phosphor bei Angriffen auf Wohngebiete im Südlibanon vorgeworfen. Die israelische Armee habe am 3. März im südlibanesischen Johmor "Artilleriemunition mit weißem Phosphor über Wohnhäusern" eingesetzt, hieß es in einem am Montag veröffentlichten Bericht der in New York ansässigen Organisation. Die Aktivisten beriefen sich bei ihrem Vorwurf auf sieben von ihnen überprüfte Bilder. Darauf sei der Einsatz von weißem Phosphor über einem Wohngebiet in Johmor zu sehen. Zudem zeigen sie Zivilschutzkräfte, die Brände in mindestens zwei Häusern und einem Auto in der Gegend bekämpfen.

12.03 Uhr: Putin sichert Irans neuem Oberhaupt "unerschütterliche Unterstützung" zu

Der russische Präsident Wladimir Putin hat dem neu gewählten iranischen Oberhaupt Modschtaba Chamenei Russlands "unerschütterliche Unterstützung" zugesichert. Er wolle "unseren iranischen Freunden" Russlands anhaltende Unterstützung und Solidarität versichern, erklärte Putin in einem Schreiben. Russland bleibe weiterhin ein "verlässlicher Partner" des Iran. "Zu einem Zeitpunkt, da der Iran sich einer bewaffneten Aggression ausgesetzt sieht, wird Ihre Amtszeit zweifellos großen Mut und Hingabe erfordern", schrieb er an Modschataba Chamenei gewandt.

12.02 Uhr: Zwei Tote bei iranischem Raketenangriff auf Israel

Bei einem neuen iranischen Raketenangriff auf Israel sind nach Angaben von Sanitätern zwei Menschen getötet worden. Der israelische Rettungsdienst Magen David Adom berichtete zunächst, bei dem Angriff im Großraum Tel Aviv sei ein rund 40-jähriger Mann getötet worden. Ein weiterer Mann sei mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden. Nach Angaben des Rettungsdienstes Zaka wurde er später für tot erklärt. Ein aus dem Iran abgefeuertes Geschoss sei auf einer Baustelle eingeschlagen, bei den Betroffenen handelte es sich um Bauarbeiter, teilte Magen David Adom mit. Es habe auch an anderen Orten im Großraum Tel Aviv Einschläge gegeben.

11.45 Uhr: Hoher Ölpreis kann Wirtschaft Milliarden kosten

Experten warnen angesichts der stark gestiegenen Energiepreise durch den Iran-Krieg vor enormen Kosten für Wirtschaft und Verbraucher in Deutschland. "Zieht sich die Krise über Monate, könnte es für die deutsche Wirtschaft ernst werden", sagte die Handelsexpertin des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), Samina Sultan, am Montag. Nach IW-Berechnungen würde ein Ölpreis von 150 Dollar je Barrel die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr rund 0,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes kosten, 2027 dann bereits 1,3 Prozent. "Real verliert Deutschland damit über 80 Milliarden Euro in zwei Jahren", sagte Sultan. "Das trifft die ohnehin fragile Erholung hart."

11.22 Uhr: Iran will sich gegen "brutale Aggression" verteidigen

Der Iran will sich laut dem Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei, weiterhin gegen die "brutale Aggression" der USA und Israels verteidigen: "Es macht keinen Sinn, über etwas anderes als Verteidigung und vernichtende Vergeltungsmaßnahmen gegen Feinde zu sprechen." Baghaei betonte, dass der Iran keinen Krieg gegen seine muslimischen Nachbarn führe, sondern "von Angreifern genutzte Einrichtungen" zu seiner legitimen Verteidigung ins Visier nehmen müsse. Der Sprecher des Außenministeriums bestritt dass der Iran die Türkei, Aserbaidschan und Zypern angegriffen habe.

11.21 Uhr: Frankreich fordert neue iranische Führung zu "radikalem Kurswechsel" auf

Frankreich hat den neuen obersten iranischen Anführer Modschtaba Chamenei zu einer grundlegenden Politikänderung aufgefordert. "Das Regime muss sich zu weitreichenden Zugeständnissen und einem radikalen Kurswechsel bereit erklären", sagte Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot am Montag dem Sender France Inter. Der Iran müsse zudem die "destabilisierenden Aktionen, die für die Region und für uns selbst gefährlich sind", beenden. "Er muss den Iranerinnen und Iranern die Schlüssel zu ihrer Zukunft zurückgeben", betonte der Minister einen Tag nach der Ernennung des Sohnes des getöteten Ayatollahs Ali Chamenei zu dessen Nachfolger. 

10.25 Uhr: Israel greift Hisbollah-Hochburgen im Süden Beiruts an

Das israelische Militär hat am Montag Luftangriffe auf südliche Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut ausgeführt, die als Hochburgen der pro-iranischen Hisbollah gelten. Mindestens drei Angriffe seien ausgeführt worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur ANI.

09.34 Uhr: Investigativgruppe widerspricht Trumps Aussage zu Angriff auf Schule im Iran

Die Investigativgruppe Bellingcat hat den Aussagen von US-Präsident Donald Trump zur Explosion in einer iranischen Schule widersprochen. Die Analyse eines am Sonntag von einer halbstaatlichen iranischen Nachrichtenagentur veröffentlichten Videos widerlege offenbar Trumps Behauptung, der Iran sei für die Explosion in der Schadschareh-Tajjebeh-Grundschule in Minab verantwortlich, teilte Bellingcat mit. Bei der Detonation sind iranischen Staatsmedien zufolge 168 Menschen getötet worden.

09.24 Uhr: G7-Finanzminister erwägen Freigabe von Notfall-Ölreserven

Die Finanzminister der sieben führenden Industrienationen (G7) wollen am Montag über eine mögliche Freigabe von Notfall-Ölreserven beraten. Dies verlautete zu Wochenbeginn aus französischen Regierungskreisen. Bei einem entsprechenden Beschluss würden die G7-Minister auf den jüngsten Preissprung infolge des Nahost-Krieges reagieren. Die "Financial Times" hatte zuerst über die Erwägungen berichtet. Dem Bericht zufolge soll auch die Internationale Energieagentur (IEA) an den Beratungen teilnehmen. Drei G7-Staaten, darunter die USA, hätten sich bereits für die Idee ausgesprochen, so die Zeitung unter Berufung auf Insider.

08.50 Uhr: EU-Koordinierungsgruppen zu Öl und Gas kommen Donnerstag zusammen

Die Koordinierungsgruppen der Europäischen Union für die Öl- und Gasversorgung werden am Donnerstag zusammentreten, teilt ein Sprecher der Europäischen Kommission mit. Die Gruppen beobachteten die Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten auf den Energiesektor sowie die aktuellen Einschätzungen der EU-Länder zu ihren Ölvorräten. EU-Länder sind verpflichtet, Ölvorräte für einen Verbrauch von 90 Tagen zu halten. Die Gruppen bestehen aus Vertretern der EU-Regierungen. Sie überwachen die Sicherheit der Öl- und Gasversorgung und koordinieren Maßnahmen zur Krisenbewältigung.

08.34 Uhr: Iran setzt angeblich erneut Streumunition ein

Der Iran hat bei seinen Raketenangriffen auf Israel nach Angaben der israelischen Armee erneut Streumunition eingesetzt. Welches Gebiet in dem Land genau betroffen gewesen ist, sagte der Armeesprecher jedoch nicht. Teheran hatte in diesem Krieg sowie im Krieg im vergangenen Jahr bereits Gefechtsköpfe mit Streumunition verwendet. Zuletzt hatte es den Einsatz selbst bestätigt. Der Einsatz von Streumunition ist international weitgehend geächtet, weil sie große Flächen unkontrolliert mit Sprengkörpern überzieht und besonders für Zivilisten gefährlich ist.

08.15 Uhr: Nach Angriffen auf Öldepots: Benzin in Teheran rationiert

Nach den israelischen Angriffen auf Öldepots in der iranischen Hauptstadt Teheran rationieren Tankstellen den Verkauf von Benzin stark. Autofahrerinnen und Autofahrer können aktuell pro Tankvorgang nur noch zehn Liter Sprit kaufen, wie Bewohner der Millionenmetropole berichteten. An den Tankstellen bildeten sich kilometerlange Autoschlangen mit stundenlangen Wartezeiten. Am Wochenende hatte Israels Luftwaffe Öldepots in Teheran bombardiert und in Flammen gesetzt. Dichter, schwarzer, toxischer Rauch verdunkelt seitdem den Himmel. Auf viele Dächer der Metropole regnete Öl herab.

07.57 Uhr: Dutzende Verletzte bei iranischem Angriff auf Bahrain

Der Golfstaat Bahrain ist in der Nacht zum Montag offiziellen Angaben zufolge erneut zum Ziel iranischer Angriffe geworden. Bei einem Angriff auf die bahrainische Insel Sitra wurden nach offiziellen Angaben mindestens 32 Menschen verletzt, vier davon schwer. Wie die Nachrichtenagentur Bahrain News Agency im Onlinedienst X berichtete, wurde zudem der bedeutende Raffinerie-Komplex Al Ma'ameer getroffen und beschädigt.

07.47 Uhr: Israel greift erneut Einrichtungen der iranischen Führung an

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben erneut Ziele der Führung im Iran angegriffen, darunter in der Stadt Isfahan. Derweil gab es in der Nacht und am Morgen demnach auch wieder iranische Raketenangriffe auf Israel. Die Angriffe im Iran galten einer Mitteilung zufolge Kommandozentren von Behörden für innere Sicherheit und der Basidsch-Milizen. Die Basidsch-Milizen sind besonders für ihr hartes Vorgehen gegen die Proteste im eigenen Land bekannt. Außerdem seien Raketenabschussrampen und eine Produktionsanlage für Raketentriebwerke im Iran beschossen worden.

07.30 Uhr: Türkei verlegt sechs F-16 Kampfjets nach Nordzypern

Die Türkei plant dem TV-Sender NTV zufolge die Verlegung von sechs F-16-Kampfflugzeugen nach Nordzypern. Sie sollten die Verteidigung der dortigen türkischen Gemeinschaft sicherstellen, berichtet der Sender unter Berufung auf einen Vertreter der Zivilluftfahrtbehörde der Türkischen Republik Nordzypern. Am Samstag hatte ein Insider aus dem türkischen Verteidigungsministerium bereits gesagt, dass die Türkei die Verlegung der Jets erwäge.

07.38 Uhr: Öllieferungen Bahrains nach iranischem Angriff beeinträchtigt

Die staatliche Ölgesellschaft Bahrains hat einen Angriff auf ihren Raffineriekomplex gemeldet. Der Betrieb des Unternehmens sei durch den anhaltenden regionalen Konflikt und den jüngsten Angriff beeinträchtigt, meldete die staatliche Nachrichtenagentur des Landes. Die Gesellschaft erklärte, es handle sich um einen Fall von höherer Gewalt. Dadurch ist das Unternehmen von seinen vertraglichen Verpflichtungen befreit. Die lokale Nachfrage könne aber nach wie vor bedient werden, hieß es. Zuvor hatte ein Angriff des Irans die Raffinerie in Brand gesetzt. Seine Attacken auf Ölanlagen am Persischen Golf haben die Rohölpreise weltweit in die Höhe katapultiert.

07.00 Uhr: G7 berät über Freigabe von Öl-Notreserven

Die G7-Finanzminister beraten einem Medienbericht zufolge über die Freigabe von Öl aus Notreserven. Drei G7-Länder - darunter die USA - hätten bisher ihre Unterstützung dafür bekundet, berichtet die "Financial Times". Die Internationale Energieagentur (IEA) solle die Aktion koordinieren. Die Minister und IEA-Chef Fatih Birol würden sich noch am Montag in einer Telefonkonferenz über die Auswirkungen des Iran-Krieges beraten.

06.56 Uhr: Israelisches Militär meldet Angriffe auf iranische Stadt Isfahan

Das israelische Militär hat Angriffe auf Ziele in der iranischen Stadt Isfahan gemeldet. Die Armee gab an, am Montag Kommandostellen der paramilitärischen Revolutionsgarden des Iran sowie der Basidsch-Miliz getroffen zu haben. Außerdem habe das Militär eine Raketenmotorenproduktionsanlage sowie Abschussplätze für Raketen angegriffen.

06.00 Uhr: Frust und Zweifel: Angriffe verunsichern Iraner

Gut eine Woche nach dem Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran wachsen in dem Land teils Verunsicherung und Frust. Die jüngsten Luftschläge auf Öldepots sowie Einschläge in Wohngebieten, historischen Stätten und einer Mädchenschule in Minab im Südiran hätten die Menschen spürbar verunsichert und vielerorts Unbehagen ausgelöst, schilderten Beobachter die Stimmung im Land.

05.50 Uhr: Rauch über Ölraffinerie in Bahrain nach Angriff

Nach einem iranischen Drohnenangriff steigt einem Augenzeugen zufolge dicker Rauch über der Ölraffinerie Bapco in Bahrain auf. Die Regierung hatte zuvor von Verletzten und Schäden in der Gegend von Sitra berichtet.

05.45 Uhr: Hisbollah vermeldet Kämpfe gegen israelische Helikopter im Ostlibanon

Die Hisbollah-Miliz hat Kämpfe gegen israelische Armee-Helikopter im Osten des Libanon vermeldet. Rund 16 israelische Hubschrauber seien über die Grenze zu Syrien in den libanesischen Luftraum eingedrungen, erklärte die Miliz am Montag. Hisbollah-Kämpfer hätten "mit den geeigneten Waffen das Feuer auf die Helikopter und die eindringenden Truppen eröffnet. Die Kämpfe dauerten demnach an. Wie zwei Hisbollah-Funktionäre der Nachrichtenagentur AFP berichteten wurde in der östlichen Bekaa-Region ein israelischer Helikopter abgeschossen. 

Video: Die gegenseitigen Angriffe in Nahost gehen weiter

Die gegenseitigen Angriffe in Nahost gehen weiter
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Die gegenseitigen Angriffe in Nahost gehen weiter

05.17 Uhr: Selenskyj - Ukraine schickt Drohnen zum Schutz von US-Basen nach Jordanien

Die Ukraine schickt auf Bitten der USA Abfangdrohnen und Drohnenexperten nach Jordanien, um dort US-Militärstützpunkte zu schützen, sagt Präsident Wolodymyr Selenskyj in einem am Montag veröffentlichten Interview mit der Zeitung "New York Times". Dem Bericht zufolge baten die USA am Donnerstag um Hilfe, woraufhin das ukrainische Team am nächsten Tag abgereist sei und in Kürze im Nahen Osten erwartet werde.

04.33 Uhr: Philippinen ordnen Energiesparen wegen Nahost-Krise an

Wegen der steigenden Energiepreise infolge des Iran-Kriegs führen die Philippinen vorübergehend eine Vier-Tage-Woche für viele staatliche Behörden ein. Die Regierung in Manila reagiert damit auf die wirtschaftlichen Folgen der Eskalation zwischen Israel, den USA und dem Iran, die zu höheren Ölpreisen geführt hat. Die Regelung gilt jedoch nicht für wichtige Dienste wie Polizei, Feuerwehr und andere Notfallkräfte. Präsident Ferdinand Marcos Jr. ordnete auch an, dass alle staatlichen Behörden ihren Strom- und Treibstoffverbrauch um 10 bis 20 Prozent senken sollen. Nicht zwingend notwendige Dienstreisen und Aktivitäten – etwa Studienreisen oder Treffen, die online stattfinden können – sollen vorübergehend ausgesetzt werden.

04.12 Uhr: Iran-Krieg und Ölpreis-Schock schicken Fluglinien-Aktien auf Talfahrt

Steigende Ölpreise und der eskalierende Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran haben die Aktien von Fluggesellschaften in Asien am Montag stark belastet. Die Papiere von Qantas, Air New Zealand, Cathay Pacific, Japan Airlines, Korean Air Lines sowie der großen chinesischen Fluggesellschaften China Southern und China Eastern fielen zwischen vier und mehr als zehn Prozent. Der Ölpreis war um 20 Prozent in die Höhe geschnellt und erreichte den höchsten Stand seit Juli 2022. Dies nährt Befürchtungen vor einer Angebotsverknappung und längeren Lieferunterbrechungen. Treibstoff ist nach den Personalkosten der zweitgrößte Kostenfaktor für Fluggesellschaften und macht in der Regel ein Fünftel bis ein Viertel der Betriebskosten aus.

03.55 Uhr: Raketenangriff auf US-Einrichtung in Bagdad abgefangen

Das Abwehrsystem C-RAM hat Polizeikreisen zufolge einen Raketen- und Drohnenangriff auf eine diplomatische Einrichtung der USA in der Nähe des internationalen Flughafens von Bagdad abgefangen.

03.29 Uhr: Trump - Teures Öl ist "geringer Preis" angesichts der Bedrohung durch Irans Atomprogramm

Der infolge des Iran-Kriegs stark gestiegene Ölpreis ist nach den Worten von US-Präsident Donald Trump nur ein kleines notwendiges Opfer angesichts der Bedrohung durch das iranische Atomprogramm. "Kurzfristige Ölpreise, die schnell wieder sinken werden, wenn die Zerstörung des iranischen Atomprogramms beendet ist, sind ein sehr geringer Preis, der für Sicherheit und Frieden in den USA und auf der Welt zu zahlen ist", schrieb Trump am Sonntag in seinem Onlinedienst Truth Social. "Nur Narren würden anders denken", fügte er hinzu.

01.52 Uhr: USA ordnen Ausreise von Diplomaten aus Saudi-Arabien an

Die USA ordnen wegen Sicherheitsrisiken die Ausreise von entbehrlichen Diplomaten und deren Familien aus Saudi-Arabien an. Bereits am Dienstag hatte die US-Botschaft in Riad die freiwillige Ausreise nahegelegt. Am selben Tag war die Vertretung von iranischen Drohnen getroffen worden, wobei ein Brand ausbrach und Sachschaden entstand.

00.16 Uhr: Über 30 Verletzte bei iranischem Drohnenangriff auf Insel Sitra in Bahrain

Bei einem iranischen Angriff auf die Insel Sitra in Bahrain sind nach bahrainischen Regierungsangaben mindestens 32 Menschen verletzt worden. Mindestens vier Menschen seien bei dem Drohnenangriff am frühen Montagmorgen schwer verletzt worden, unter diesen Schwerverletzten seien auch Kinder, teilte das Innenministerium laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur mit. Alle Verletzten seien Bürger des Königreichs. 

00.11 Uhr: Katarischer Ministerpräsident ruft zu Deeskalation auf

Der katarische Ministerpräsident Scheich Mohammed bin Abdulrahman al-Thani ruft alle Seiten im Iran-Konflikt zur Deeskalation auf. "Wir werden weiter mit den Iranern sprechen und auf eine Deeskalation hinwirken", sagt der Ministerpräsident in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview des Senders Sky News. Der Iran müsse zunächst alle Angriffe auf die Golfstaaten und andere Länder einstellen, die nicht an diesem Krieg beteiligt seien.

Montag, 9. März 2026

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