Ein Motorboot fährt an Handelsschiffen vorbei, die in der Straße von Hormus vor Bandar Abbas im Iran vor Anker liegen.
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Archivbild vom 06.09.2026: Ein Motorboot fährt an Handelsschiffen vorbei, die in der Straße von Hormus vor Bandar Abbas im Iran vor Anker liegen.
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Archivbild vom 06.09.2026: Ein Motorboot fährt an Handelsschiffen vorbei, die in der Straße von Hormus vor Bandar Abbas im Iran vor Anker liegen.

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Ereignisse im USA-Israel-Iran-Krieg aus KW 37 im Rückblick 

Ereignisse im USA-Israel-Iran-Krieg aus KW 37 im Rückblick 

Entwicklungen, Reaktionen und Nachrichten zum USA-Israel-Iran-Krieg vom 7. bis 13. September im Rückblick.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-2-Nachrichten am .

Aktuelle News zum USA-Iran-Krieg im Überblick:

Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.

21.55 Uhr: Treffen zu Straße von Hormus abgesagt

Die für Montag geplanten Gespräche im Oman zwischen dem Iran und weiteren Golfstaaten über die Straße von Hormus findet nach Angaben aus Maskat nicht statt. "Im Interesse des Konsenses wurde das für morgen in Salalah geplante regionale Treffen verschoben", teilte der omanische Außenminister Badr al-Busaidi am späten Abend auf der Plattform X mit.

Berichten zufolge war ursprünglich geplant, dass bei dem Treffen der Iran und der Oman eine Vereinbarung im festgefahrenen Konflikt über die Straße von Hormus vorstellen wollten.

Man setze sich weiterhin für "einen Dialog ein, der Stabilität und dauerhafte Zusammenarbeit" in der Region fördere, schrieb er weiter. Weitergehende Angaben zu Gründen und einem neuen Zeitpunkt für eine Zusammenkunft nannte er nicht.

18.53 Uhr: Huthi-Sender - Saudi-Arabien fliegt neue Angriffe auf Ziele im Jemen

Saudi-Arabien hat nach Angaben der jemenitischen Huthi-Miliz neue Angriffe auf Ziele im Jemen geflogen. Der den Huthis nahestehende Fernsehsender Almasirah berichtete, es habe am Sonntag zwei Luftangriffe sowie Artilleriebeschuss in drei Bezirken der jemenitischen Provinz Saada gegeben, die an Saudi-Arabien grenzt und eine Hochburg der pro-iranischen Miliz ist.

Am Sonntagmorgen hatte die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz bereits einen Angriff auf einen Armeestützpunkt im Süden Saudi-Arabiens bekanntgegeben.

Die Huthi-Miliz hatte in den vergangenen Tagen eine groß angelegte Offensive gestartet und bei Kämpfen gegen die jemenitischen Regierungstruppen die gesamte Küste am Roten Meer erobert.

18.40 Uhr: Trump - Könnten im Iran bleiben und das Öl behalten

US-Präsident Donald Trump hat am Rande eines Besuchs in Irland gesagt, die USA könnten im Iran bleiben und das dortige Öl behalten. "Wir werden uns letztlich (aus dem Iran) zurückziehen, es sei denn, wir beschließen, zu bleiben und das Öl wie in Venezuela zu behalten", so Trump. Wie das gemeint sein könnte, blieb völlig unklar. Es ist nicht bekannt, dass amerikanische Bürger oder Soldaten überhaupt im Iran sind.

16.51 Uhr: Irak bestätigt Teilnahme an Treffen zur Straße von Hormus

Der Irak hat seine Teilnahme an einem regionalen Treffen zur Lage in der Straße von Hormus am Montag im Oman bestätigt. Wie die staatliche irakische Nachrichtenagentur berichtete, sagte Außenminister Fuad Hussein seinem iranischen Kollegen die Teilnahme des Iraks zu. Im Mittelpunkt der Gespräche soll die Regelung der Schifffahrt in der Wasserstraße stehen.

Öffentlich haben sich nur wenige Länder der Region zu dem geplanten Treffen geäußert. Der Iran und der Oman, der auf der gegenüberliegenden Seite der Meerenge liegt, beraten bereits seit Wochen über die Steuerung des Schiffsverkehrs dort und mögliche Gebühren für die Durchfahrt. Der Iran erklärte, das Treffen solle dazu dienen, die Nachbarstaaten zu informieren.

Der Inselstaat Bahrain, der im Krieg massiven iranischen Raketenangriffen ausgesetzt war, boykottiert das Treffen.

11.52 Uhr: Zwei Tote bei israelischem Luftangriff im Gazastreifen

Bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen sind nach örtlichen Angaben mindestens zwei Palästinenser getötet worden. Zudem wurden 13 Menschen verletzt, wie das medizinische Personal vor Ort sagt. Der Angriff habe ein Fahrzeug im Viertel Tel al-Hawa im Westen von Gaza-Stadt getroffen. Das israelische Militär teilt mit, die Attacke habe zwei Hamas-Kämpfern gegolten.

09.04 Uhr: Irak will Grenzen zu Iran wieder öffnen

Einen Tag nach der Schließung von drei Übergängen an der Grenze zum Iran wegen eines Drohnenangriffs auf eine Ölpipeline in Saudi-Arabien haben die irakischen Behörden eine schrittweise Wiederöffnung angekündigt. Die Grenzübergänge Schalamscheh in der Provinz Basra, Al-Schib in der Provinz Missan sowie Al-Mandali in der Provinz Dijala sollten bis Donnerstag nach und nach für Reisende und den Warenverkehr wieder geöffnet werden, erklärten die Behörden. Die Übergänge Schalamscheh und Al-Schib wurden den Angaben zufolge für Reisende bereits wieder geöffnet. Für den Warenverkehr blieben sie jedoch zunächst noch gesperrt.

08.15 Uhr: Ein Toter bei Angriff auf iranisches Frachtschiff

Bei einem Angriff auf ein iranisches Containerschiff in der Straße von Hormus ist nach Angaben der iranischen Behörden ein Mensch getötet worden. Der Frachter sei am frühen Sonntagmorgen vor den Inseln Hengam und Keschm "getroffen" worden, erklärte der Gouverneur der Stadt Keschm nach Angaben des Staatsfernsehens und der Nachrichtenagentur Tasnim. Dabei seien auch drei Menschen verletzt worden. Angaben zur Herkunft des Angriffs machte Tejmuri den Angaben zufolge nicht. In der Nacht waren mehrere Explosionen rund um die Insel Keschm gemeldet worden.

06.26 Uhr: Erneut Schiff in der Straße von Hormus beschossen

In der Straße von Hormus ist erneut ein Schiff angegriffen worden. Es wurde bei der Durchfahrt der Meerenge von einem "unbekannten Geschoss" getroffen, wie die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) mitteilte. Es gebe zunächst keine Informationen zum Verbleib der Besatzung oder möglichen Schäden. Anders als in den meisten bisherigen Fällen machte die Behörde auch keine Angaben zum genauen Ort des Vorfalls. Damit blieb unklar, ob das Schiff vor der Küste des Omans oder näher an der iranischen Küste getroffen wurde. Es blieb auch unklar, wer für den Angriff verantwortlich war. 

05.58 Uhr: US-Armee - 100 Schiffe innerhalb zwei Monaten im Persischen Golf gestoppt

Die US-Armee hat nach eigenen Angaben im Zuge ihrer Seeblockade iranischer Häfen in den vergangenen zwei Monaten rund 100 Handelsschiffe gestoppt. "Kein einziges Schiff hat die Blockade ohne die Genehmigung der US-Streitkräfte passiert", erklärte das zuständige Regionalkommando Centcom im Onlinedienst X. Die US-Kräfte konzentrierten sich "weiter voll und ganz auf diese Mission".

01.19 Uhr: Zwei Verletzte nach Huthi-Beschuss in Saudi-Arabien

Die pro-iranischen Huthis im Jemen haben nach eigenen Angaben einen Armeestützpunkt in Saudi-Arabien angegriffen. Der Angriff mit Drohnen und Raketen auf den Stützpunkt Scharurah habe "Waffendepots sowie Kommando- und Kontrollzentren" gegolten, erklärte der Huthi-Militärsprecher Jahja Saree im Onlinedienst X. Wann der Angriff genau erfolgte, teilte er zunächst nicht mit. 

Offiziellen saudischen Angaben zufolge wurden durch den Beschuss zwei Menschen verletzt. Es habe außerdem Schäden an einer Moschee und weiteren Gebäuden sowie an Fahrzeugen gegeben, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur SPA unter Berufung auf den Zivilschutz. 

Sonntag, 13. September 2026

22.45 Uhr: UNO - 76.000 Menschen vor Kämpfen im Jemen geflohen

Durch die neu aufgeflammten Kämpfe im Jemen sind nach Angaben der UNO seit Juli mindestens 76.000 Menschen vertrieben worden. Mehr als 70.000 von ihnen seien seit Anfang September in die Flucht getrieben worden, teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Samstag mit. Die Lage verschlimmere sich von Tag zu Tag. Es sei damit zu rechnen, dass die Zahl der Vertriebenen weiter steige.

Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz hatte in den vergangenen Tagen einen groß angelegten Vorstoß unternommen und bei Kämpfen gegen die Regierungstruppen die gesamte jemenitische Küste am Roten Meer erobert.

18.50 Uhr: Insider - Straße von Hormus bleibt vorerst zu

Die iranische Agentur Tasnim zitiert einen iranischen Insider mit den Worten, eine Vereinbarung zwischen dem Iran und Oman sehe keine sofortige Wiederöffnung der Straße von Hormus vor. Sie schaffe aber die Grundlage dafür, dass diese wieder geöffnet werden könnte. Die Vereinbarung sei ein Schritt in Richtung der Ausübung der Souveränität des Iran über die Meerenge. Deren Wiederöffnung hänge vollständig davon ab, dass die USA die Bedingungen Teherans erfüllten.

18.02 Uhr: Irak nach Angriff auf saudische Ölpipeline unter Druck

Nach dem Angriff auf eine wichtige saudische Ölpipeline bemüht sich die irakische Regierung um Schadensbegrenzung. Die Regierung in Bagdad bestätigte am heutigen Samstag, dass die Angriffe von irakischem Gebiet aus ausgingen. Sie kündigte eine Untersuchung an und enthob zwei ranghohe Beamte ihrer Ämter. Der Irak schloss außerdem zwei wichtige Grenzübergänge zum Iran und stellte den gesamten Personen- und Güterverkehr dort bis auf Weiteres ein, wie iranische Staatsmedien berichteten.

17.13 Uhr: Iran und Emirate suchen Dialog

Der iranische Präsident Massud Peseschkian und der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Mohammed bin Sajed al Nahjan, haben sich am Rande des Brics-Gipfels in Neu-Delhi getroffen. Nach Angaben der Regierung der Emirate erörterten die beiden Präsidenten regionale und internationale Entwicklungen sowie Möglichkeiten zur Deeskalation und zur Förderung von Stabilität. Zudem ging es demnach um Bemühungen für Frieden und Entwicklung in der Region.

16.40 Uhr: Irak - Drohnen-Rampen nahe Grenze zu Iran gefunden

Nach Drohnenangriffen auf eine wichtige Ölpipeline in Saudi-Arabien meldet die irakische Armee, man habe Startvorrichtungen für Drohnen in der Nähe der Grenze zum Iran gefunden.

Zum Hintergrund: Der Irak verurteilte den Angriff und sucht eigenen Angaben zufolge nach den Tätern, nachdem bekannt wurde, dass die Drohnen mutmaßlich von irakischem Territorium abgefeuert wurden.

15.30 Uhr: Brics-Staaten rufen in Nah-Ost zur Mäßigung auf

Die Länder der Brics-Gruppe haben bei ihrem Gipfeltreffen in Indien die Akteure im sich ausweitenden Konflikt im Nahen Osten zur größten Zurückhaltung aufgerufen. Die Staatengruppe sei "tief besorgt über die Eskalation der Spannungen im Nahen Osten/Westasien", hieß es in einer "Erklärung von Neu-Delhi".

14.10 Uhr: Trump - Iran verantwortlich für Angriff auf saudische Pipeline

US-Präsident Donald Trump glaubt, dass für den Angriff auf eine Ölpipeline in Saudi-Arabien der Iran verantwortlich ist. Auf die Frage von Reportern, ob er glaube, dass der Iran hinter dem Angriff stecke, sagte der Präsident: "Nun, ich glaube schon. Wahrscheinlich stecken sie dahinter. Wissen Sie, sie sind im Moment sehr angespannt. Aber ich glaube, sie sind es."

Im Audio: Pipeline in Saudi-Arabien vorübergehend dicht

Eine Lupe über einer Landkarte vergrößert die Straße von Hormus.
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Eine Lupe über einer Landkarte vergrößert die Straße von Hormus. (Symbolbild)

13.12 Uhr: Russland will wieder mehr Atom-Experten in den Iran schicken

Der russische Staatskonzern Rosatom will die Zahl seiner Spezialisten im iranischen Atomkraftwerk Buschehr bald aufstocken. Insgesamt plane das Unternehmen zukünftig mit 150 Mitarbeitern, die dort eingesetzt werden sollen, meldet die Nachrichtenagentur Interfax. Rosatom baut zwei neue Blöcke in Buschehr. Nach dem Beginn des Krieges der USA und Israels gegen den Iran am 28. Februar hatte der Konzern Hunderte Mitarbeiter abgezogen.

13.07 Uhr: Jemenitische Armee rückt gegen Huthi-Miliz vor

Die von Saudi-Arabien unterstützten Regierungstruppen im Jemen haben Kämpfer der pro-iranischen Huthi-Miliz in der strategisch wichtigen Stadt Mocha am Roten Meer angegriffen. Dabei seien Fahrzeuge und Waffen zerstört und Huthi-Kämpfer nahe Mocha getötet worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Saba unter Berufung auf einen Armeesprecher. Es seien auch Fahrzeuge und Huthi-Mitglieder auf der Straße nach Dhubab weiter südlich angegriffen worden. 

Die Huthi hatten am Donnerstag die Hafenstadt Mocha eingenommen. Am Freitag erklärte ein Regierungsbeamter, die Huthis kontrollierten nach einer einwöchigen Offensive die gesamte jemenitische Küste am Roten Meer.

12.54 Uhr: Pro-iranisches Bündnis im Irak weist jede Tatbeteiligung an Attacke auf saudische Pipeline von sich

Nach dem Beschuss einer wichtigen Ölpipeline in Saudi-Arabien hat die proiranische Gruppierung "Islamischer Widerstand im Irak" jegliche Beteiligung an dem Drohnenanschlag bestritten. Die irakische Organisation erklärte sich daneben bereit, an den Ermittlungen mitzuwirken. Zugleich warnte sie davor, die Ereignisse auszunutzen, Spannungen in der Region zu schüren oder die Gruppierung in die Auseinandersetzungen hineinzuziehen.

Die Ost-West-Pipeline, die unter Umgehung der faktisch blockierten Straße von Hormus große Mengen Öl vom Persischen Golf zum Roten Meer bringen kann, wurde nach Angriffen auf die Leitung in den Regionen Riad und Medina vorsorglich stillgelegt. Das saudische Außenministerium teilte in der Nacht auf der Plattform X mit, bei dem Drohnenangriff, der aus dem Irak gestartet worden sei, seien Schäden verursacht und mehrere Menschen verletzt worden.

09.38 Uhr: Iran schürt Hoffnungen auf Öffnung der Straße von Hormus

Irans Präsident Massud Peseschkian stellt nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna eine Wiedereröffnung der strategisch wichtigen Straße von Hormus in Aussicht. Peseschkian knüpft diesen Schritt jedoch an ein Ende der US-Seeblockade sowie militärischer Aktionen der US-Armee. Laut Peseschkian unterzeichnen der Oman und Iran an diesem Montag in der omanischen Hauptstadt Maskat ein Abkommen über neue Schiffsrouten in der Meerenge. Das Abkommen solle dann der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation übergeben werden.

Peseschkian äußerte sich laut Isna in einem Interview mit dem indischen Fernsehsender "India Today". Der vollständige Text des Interviews soll später vom iranischen Präsidialamt veröffentlicht werden. 

07.21 Uhr: US-Schutz für Tanker in Hormus soll deutlich zurückgefahren werden

Die USA schränken einem Medienbericht zufolge den militärischen Schutz für Tanker in der Straße von Hormus auf bestimmte Zeitfenster ein. Die Schiffe seien aufgefordert worden, die Meerenge nur noch zu festgelegten Zeiten zu passieren, berichtet die Zeitung "Financial Times" unter Berufung auf E-Mails des US-Marinekoordinationszentrums.

Der Schutz aus der Luft sei seit Anfang September auf zwei tägliche Zeitfenster begrenzt. Hintergrund sind verstärkte iranische Angriffe auf Schiffe in der Nacht. Die Regierung in Washington bietet die Unterstützung seit Mai für Schiffe an, die eine Route entlang der omanischen Küste nutzen.

04.39 Uhr: Irak reagiert auf Drohnenattacke gegen saudische Öl-Pipeline

Als Reaktion auf einen Drohnenangriff auf Saudi-Arabien hat die irakische Regierung einen Militärkommandeur in der Provinz Maisan abgesetzt und den Grenzübergang Schalamtscheh zum Iran geschlossen. Das Außenministerium in Riad erklärte, man habe auf Ersuchen des irakischen Ministerpräsidenten bislang von einem Vergeltungsschlag abgesehen, behalte sich jedoch das Recht vor, "alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen", um die Interessen Saudi-Arabiens zu schützen.

Zuvor hatten beide Länder bestätigt, dass die Attacke auf die wichtige Ost-West-Ölpipeline Saudi-Arabiens von irakischem Staatsgebiet ausging, wo vom Iran unterstützte Milizen operieren. Im Irak wurde Insidern zufolge eine groß angelegte Fahndung nach den Tätern eingeleitet.

02.56 Uhr: Israel und Libanon werden erst wieder im Oktober verhandeln

Die ursprünglich für diesen Monat in Rom geplante nächste Gesprächsrunde zwischen Israel und dem Libanon ist auf Oktober verschoben worden. Das sagte ein Vertreter des US-Außenministeriums. Die Botschafter Israels und des Libanon in den USA werden demnach aber kommende Woche in Washington über die Entwicklungen in der Region und die Umsetzung eines im Juni geschlossenen Rahmenabkommens beraten.

Die neue Gesprächsrunde musste nach Angaben aus informierten Kreisen deshalb verschoben werden, weil mehrere wichtige Persönlichkeiten nicht hätten teilnehmen können. Gründe dafür seien unter anderem die Vorbereitung der Generaldebatte der UN-Vollversammlung in New York, jüdische Feiertage und eine Konferenz in Paris zur Unterstützung der libanesischen Streitkräfte. Israel und der Libanon hatten sich unter US-Vermittlung auf ein Rahmenabkommen geeinigt, das den Weg für ein endgültiges Friedensabkommen zwischen den beiden Nachbarländern ebnen soll.

Samstag, 12. September 2026

21.42 Uhr: Saudi-Arabien setzt wichtige Öl-Pipeline vorübergehend außer Betrieb

Die Behörden in Saudi-Arabien haben die Ost-West-Pipeline in den Regionen Riad und Medina vorsorglich geschlossen, nachdem sie unter Beschuss gekommen war. Bei den Angriffen am Donnerstag seien einige Menschen verletzt worden, sagte ein Vertreter des Energieministeriums am Freitag der Nachrichtenagentur SPA. "Die Pipeline wurde vorsorglich geschlossen." Das saudische Außenministerium machte für den gemeldeten Angriff auf die Pipeline Drohnen aus dem Irak verantwortlich. Die Regierung des Iraks verurteilte den Angriff und ordnete eine Untersuchung an.

Seit Beginn des Krieges in der Golfregion hat Riad die Nutzung dieser Pipeline, die Abkaik nahe dem Golf mit dem Hafen Janbu am Roten Meer verbindet, ausgeweitet, um die Blockade der Straße von Hormus durch den Iran zu umgehen.

18.20 Uhr: Teheran kündigt Gespräche mit Golfstaaten über Straße von Hormus an

Der Iran hat Berichte über Pläne für ein regionales Treffen mit Staaten am Persischen Golf bestätigt. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Ismail Baghai, teilte mit, das Treffen solle am Montag im Oman stattfinden. Dabei solle auch über vorangegangene Gespräche zwischen dem Iran und dem Oman über den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus beraten werden. Der Iran und Oman, die an die strategisch wichtige Meerenge grenzen, haben bereits in der Vergangenheit über eine Regelung des Schiffsverkehrs dort beraten.

17.55 Uhr: US-Regierung verteidigt Iran-Krieg bei 9/11-Gedenken

US-Präsident Donald Trump hat eine Gedenkfeier zu den Terroranschlägen vom 11. September 2001 dazu genutzt, um den Iran-Krieg zu verteidigen. "Wir werden niemals, niemals vergessen. Deshalb kämpfen wir heute. Wir haben keine Wahl. Es kann nur den Sieg geben", sagte der Republikaner in seiner Rede auf der Gedenkveranstaltung am Hauptsitz des Verteidigungsministeriums bei Washington, dem Pentagon. Der Iran werde nie eine Atomwaffe besitzen. Verteidigungsminister Pete Hegseth, der sich selbst Kriegsminister nennt, hatte zuvor in seiner Rede auf der Gedenkfeier gesagt, man habe in den vergangenen sechs Monaten den weltweit bedeutendsten staatlichen Sponsor des Terrorismus in Schutt und Asche gelegt.

17.05 Uhr: Jemen - Huthis haben ganze Rotmeer-Küste in der Hand

Die pro-iranische Huthi-Miliz hat nach Angaben der jemenitischen Regierung die gesamte Küste des Landes am Roten Meer unter ihre Kontrolle gebracht. Sämtliches Gebiet unter Regierungskontrolle "an der Westküste" sei an die Huthis gegangen, sagte ein Regierungsbeamter der Nachrichtenagentur AFP am Freitag.  

15.10 Uhr: Über Tausend Tonnen Sprengstoff - "Hisbollah-Basis zerstört"

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben eine unterirdische Basis der Hisbollah-Miliz im Südlibanon zerstört. Rund 1.100 Tonnen Sprengstoff lösten bei ihrer Detonation bei Nabatija am Donnerstagabend seismische Erschütterungen der Stärke 4,1 aus, so die libanesische Zeitung "L'Orient Today" und zitierte dabei auf das seismologische Zentrum des Landes. Einwohner im rund 70 Kilometer entfernten Beirut gaben an, dass die Wände ihrer Häuser gewackelt hätten.

Armeesprecherin Ella Waweya erklärte auf X, zu dem Bunker-Netzwerk hätten acht unterirdische Stollen mit einer Gesamtlänge von mehr als 5.400 Metern gehört. Neben Waffenlagern umfasste der Komplex den Angaben zufolge Kommando- und Wohnräume, die einen längeren Aufenthalt unter der Erde ermöglicht hätten.

12.50 Uhr: Auswärtiges Amt verurteilt Huthi-Vorgehen im Jemen

Das Auswärtige Amt äußert sich besorgt über die jüngsten Entwicklungen im Jemen und der Straße von Bab al-Mandab (vgl. Meldung um 10.39 Uhr). Der Iran und die verbündeten Huthi-Rebellen vor Ort versuchten schon seit Wochen, die internationale Schifffahrt einzuschränken, "in Geiselhaft zu nehmen", sagt ein Ministeriumssprecher in Berlin. Dazu werde Saudi-Arabien und die Regierung im Jemen ins Visier genommen.

"Das verurteilen wir", sagt der Sprecher. "Bei zunehmender Kontrolle (...) über diesen Seeweg drohen dann natürlich weitere Einschränkungen von Öl- und auch LNG-Lieferungen aus der Region mit den entsprechenden negativen Auswirkungen für die Versorgungslage auf dem Weltmarkt."

12.40 Uhr: Experten fürchten mehr Hunger wegen Eskalation am Roten Meer

Das UN-Welternährungsprogramm (WFP) fürchtet, dass der sich verschärfende Konflikte im Roten Meer noch mehr Menschen in den Hunger treibt. "Die Welt schaut auf die Straße von Hormus", sagte der WFP-Direktor für Deutschland, Österreich und Liechtenstein, Martin Frick, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Doch die aktuelle Eskalation rund um die Meerenge von Bab al-Mandab könnte die globalen Handels- und Versorgungslinien für Lebensmittel noch mehr strangulieren."

12.05 Uhr: Israel - Hamas-Kommandeur in Gaza getötet

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben einen hochrangigen Kommandeur der Hamas im Gazastreifen mit einem gezielten Angriff getötet. Der Kommandeur der Hamas-Brigade von Chan Junis, Muhammad Jasuri, sei für die Planung von Dutzenden Anschlägen auf israelische Soldaten verantwortlich. Außerdem soll er den Wiederaufbau der im Gaza-Krieg geschwächten Brigade vorangetrieben haben. Die Terrororganisation Hamas unterhält im Gazastreifen fünf Brigaden. 

11.18 Uhr: Greenpeace - Ölteppich breitet sich in Straße von Hormus aus

In der Straße von Hormus breitet sich nach Angaben der Umweltschutzorganisation Greenpeace ein Ölteppich in besorgniserregender Weise aus. Die Verschmutzung befindet sich demnach auf der östlichen Seite der Meeresenge. Innerhalb eines Tages habe sich die sichtbare Fläche ungefähr verdoppelt, hieß es in einer Mitteilung. "Die auf Satellitenbildern sichtbare betroffene Meeresfläche betrug am 9. September etwa 200 Quadratkilometer. Am 10. September waren bereits rund 400 Quadratkilometer betroffen", teilten die Umweltschützer mit.

11.05 Uhr: Iran fordert Ende der saudischen Blockade im Jemen

Die iranische Regierung hat Saudi-Arabien zur Beendigung der jahrelangen Luft- und Seeblockade der von der Huthi-Miliz kontrollierten Teile des Jemens aufgefordert. Die staatliche Nachrichtenagentur Irna veröffentlichte eine Stellungnahme des iranischen Außenministeriums. Darin forderte Teheran das Königreich auf, die Souveränität des Jemens zu respektieren. Die Probleme des Landes könnten nicht durch eine Blockade oder von Militärbündnissen gelöst werden, hieß es. Das Außenministerium forderte eine Wiederaufnahme der Gespräche zwischen den Kriegsparteien in dem Konflikt. Teheran sei bereit, Verhandlungen zu unterstützen.

10.39 Uhr: Huthi-Miliz kontrolliert Gebiet um wichtige Meerenge Bab al-Mandab

Die jemenitische Huthi-Miliz hat nach Angaben eines örtlichen Regierungsvertreters eine Insel in der Meerenge Bab al-Mandab eingenommen und damit die Kontrolle über die wichtige Schifffahrtsstraße übernommen. Boote mit bewaffneten Huthi-Kämpfern hätten die auch unter dem Namen Perim bekannte Insel Mayyun erreicht, erklärte der Regierungsvertreter. Am Vortag hatten sich demnach Regierungstruppen von dort zurückgezogen.

Die Meerenge von Bab al-Mandab zählt zu den wichtigsten Schifffahrtsstraßen der Welt und verbindet das Rote Meer mit dem Indischen Ozean. Seit der weitgehenden Blockade der Straße von Hormus durch Teheran im Zuge des Iran-Kriegs hat Bab al-Mandab zusätzlich an Bedeutung gewonnen. Die Insel Perim teilt die Meerenge in zwei Schifffahrtsrouten.

07.04 Uhr: Bericht - Golf-Staaten und Iran planen Treffen zu Straße von Hormus

Die Außenminister der Golfstaaten wollen sich einem Zeitungsbericht zufolge am Montag in Oman mit ihrem iranischen Amtskollegen Abbas Araghtschi treffen. Bei den Gesprächen in der Küstenstadt Salalah soll eine vorübergehende Vereinbarung zur Regelung der Schifffahrt durch die Straße von Hormus angestrebt werden, berichtet die "Financial Times" unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Initiative für das Treffen geht demnach von Oman und dem Iran aus. Die Nachrichtenagentur Reuters konnte die Angaben zunächst nicht unabhängig überprüfen.

06.26 Uhr: Saudi-Arabien kündigt Maßnahmen gegen Huthi-Angriffe an

Nach der Einnahme der strategisch wichtigen jemenitischen Hafenstadt Mokka durch die Huthi-Rebellen hat Saudi-Arabien Gegenmaßnahmen angekündigt. Das Königreich werde alle notwendigen Schritte ergreifen, um Angriffe der vom Iran unterstützten Rebellen abzuschrecken. Der saudische UN-Botschafter Abdulasis Alwasil bekräftigte vor dem UN-Sicherheitsrat das Recht seines Landes, seine territoriale Unversehrtheit im Einklang mit der UN-Charta und dem Völkerrecht zu schützen.

05.53 Uhr: Ölpreis steigt auf höchsten Stand seit Mai

Angriffe auf wichtige Schifffahrtsrouten im Nahen Osten haben die Sorge vor Lieferengpässen geschürt und den Ölpreis weiter in die Höhe getrieben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verteuerte sich um ein Prozent auf 108,68 Dollar. Der Preis für US-Leichtöl WTI stieg ebenfalls um ein Prozent auf 103,45 Dollar. Beide Sorten steuerten auf einen Wochengewinn von fast 13 Prozent zu und lagen damit erstmals seit Mitte Mai über der Marke von 100 Dollar pro Barrel.

05.44 Uhr: Schiffsverkehr in Straße von Hormus nimmt ab

Der Schiffsverkehr in der für den Öltransport wichtigen Straße von Hormus nimmt ab. Am Donnerstag passierten vorläufigen Schiffsverfolgungsdaten zufolge sieben Schiffe die Meerenge, nach elf am Vortag. Der Zehn-Tage-Durchschnitt liegt bei 15. Die Zahlen schließen Schiffe aus, die ihre Transponder zur Standortermittlung abgeschaltet haben, um nicht entdeckt zu werden.

01.51 Uhr: Zwei Schiffe vor Oman beschossen

In der Straße von Hormus sind erneut zwei Schiffe angegriffen worden. Der Kapitän eines anderen Schiffes habe beobachtet, wie "vier unbekannte Geschosse" die beiden Schiffe getroffen hätten, meldete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO). Der Vorfall habe sich rund sieben Kilometer westlich des omanischen Ortes Khasab ereignet. Auf einem der Schiffe sei ein Brand ausgebrochen, während der Zustand des zweiten Schiffes unklar sei. Auch wer dafür verantwortlich war, ist ungewiss.

Freitag, 11. September 2026

22.58 Uhr: USA - neue Sanktionen gegen Helfer von proiranischen Milizen

Die USA haben neue Sanktionen gegen Firmen und Einzelpersonen verhängt, die nach Angaben der Regierung in Washington die libanesische Hisbollah und andere vom Iran unterstützte Gruppen im Nahen Osten fördern. Mit den Strafmaßnahmen solle der Iran wirtschaftlich weiter isoliert werden, teilte das US-Finanzministerium mit. Die Maßnahmen der Finanzaufsicht OFAC richten sich demnach gegen Unternehmen und Personen im Irak, im Libanon und in der Türkei. Diese sollen die irakisch-schiitische Miliz Kataib Hisbollah, die unter dem Kommando der iranischen Revolutionsgarden (IRGC) stehe, und die libanesische Schiiten-Partei Hisbollah finanzieren. Die Sanktionen sind Teil der am 24. August angekündigten Vorstoßes "Operation Economic Outcast". Das Finanzministerium kündigte zudem an, die meisten Lizenzanträge mit Iran-Bezug abzulehnen.

22.07 Uhr: Algerien bricht diplomatische Beziehungen zu Emiraten ab

Nach Jahren der Spannungen bricht Algerien die diplomatischen Beziehungen zu den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) ab. Im staatlichen algerischen Fernsehen hießt es, dies erfolge, nachdem "alle Möglichkeiten zur Erhaltung der bilateralen Beziehungen ausgeschöpft" worden seien. Der Botschafter der Emirate habe 48 Stunden Zeit, "um der Entscheidung nachzukommen". Am Abend erklärte das algerische Verteidigungsministerium zudem, den Luftraum für in den Emiraten registrierte Zivil- und Militärflugzeuge zu schließen. Algerien wirft den VAE "provokative und feindselige Handlungen" vor. Die Regierung in Algier beschuldigt Abu Dhabi schon lange, sich in Angelegenheiten in Algerien und anderen Ländern der Region einzumischen. Algeriens Präsident Abdelmadjid Tebboune bezeichnete die Vereinigten Arabischen Emirate als "winzigen" Staat, der versuche, Länder in der Region zu destabilisieren. "Wo auch immer sie auftreten, dort fließt Blut", sagte er im Juli im Fernsehen.

Das Außenministerium der Vereinigten Arabischen Emirate erklärte, es hoffe, es handele sich nur um einen "vorübergehenden" Abbruch der Beziehungen.

22.02 Uhr: Israel - Hisbollah-Tunnel im Libanon zerstört

Israel hat laut seinem Premierminister Netanjahu im Süden des Libanon Tunnel der pro-iranischen Hisbollah-Miliz zerstört. Es habe sich um "strategische Terrorinfrastruktur" gehandelt. Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur meldete eine "gewaltige Explosion" auf der Hügelkette in der Region Nabatije. Wie die US-Erdbebenwarte USGS mitteilte, waren die Erschütterungen so stark wie ein Erdbeben der Stärke 4,1.

Israel hatte vergangene Woche die Einnahme der Hügelkette bekanntgegeben. Die israelische Armee erklärte nun, die Tunnel hätten sich über mehr als zwei Kilometer erstreckt und dutzende iranische Raketen und Drohnen, Maschinengewehre und Panzerabwehrraketen sowie hunderte Minen und Sprengsätze enthalten. Der unterirdische Komplex umfasste den Angaben zufolge auch ein Einsatzzentrum der Badr-Einheit der Hisbollah-Miliz. Die libanesische Seite bestätigte die Zerstörung zunächst nicht.

18.40 Uhr: Parlamentswahl in Palästinensergebieten wohl abgesagt

Die von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas für den 28. November angesetzte Parlamentswahl in den Palästinensergebieten ist offenbar wieder abgesagt worden. Das teilte der Generalsekretär des Zentralkomitees der Fatah-Bewegung von Abbas, Dschibril Radschub, mit. Erst müsse ein "umfassender nationaler Dialog" stattfinden, um einen "Konsens über die Modalitäten" der Wahl zu erzielen. Der inzwischen 90-jährige Abbas war nach dem Tod von Jassir Arafat 2005 zum Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde gewählt worden, eigentlich nur für vier Jahre. Sein Mandat wurde aber immer wieder ohne Wahl verlängert. Gegen die Autonomiebehörde mit Sitz in Ramallah im Westjordanland gibt es seit Jahren Vorwürfe der Korruption und der fehlenden demokratischen Legitimität.

18.25 Uhr: Jemens Präsidialrat ruft internationale Gemeinschaft zur Hilfe beim Küstenschutz auf

Jemens Präsidialrat hat laut der Nachrichtenagentur AFP die internationale Gemeinschaft aufgerufen, beim Schutz der Küste zu helfen. Die pro-iranische Huthi-Miliz im Jemen hat jemenitischen Militärkreisen zufolge die Kontrolle über die Hafenstadt Mokka am Roten Meer übernommen und bewegten sich nun weiter auf die Meerenge Bab al-Mandab zu. Augenzeugen schilderten der Nachrichtenagentur AFP, sie hätten gesehen, wie Huthi-Milizionäre unter dem Ruf "Tod für Amerika, Tod für Israel!" in Mokka einmarschiert seien.

17.39 Uhr: Israelischer Politiker reicht Verleumdungsklage gegen Sara Netanjahu ein

Der israelische Oppositionspolitiker Jair Golan hat gegen die Ehefrau von Regierungschef Benjamin Netanjahu eine Verleumdugskage eingereicht. Sie hatte kürzlich im Fernsehen angedeutet, Golan könnte im Vorfeld vom Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 gewusst haben. Golan sei an jenem Morgen "bereits angezogen und bereit" gewesen, "während andere nichts wussten, einschließlich des Ministerpräsidenten". Jair Golan spricht von "Verschwörungstheorien" und fordert Schadenersatz in Höhe von 2,5 Millionen Schekeln (etwa 710.000 Euro) sowie eine Widerrufserklärung von Sara Netanjahu. Deren Ehemann, Ministerpräsident Netanjahu, steht mittlerweile selbst wegen eines Berichts unter Druck, wonach er vor dem Hamas-Angriff vom 7. Oktober von den Vereinigten Arabischen Emiraten gewarnt worden war. Netanjahus Büro bezeichnete den entsprechenden Bericht als "absolute Lüge".

17.17 Uhr: US-geführte Koalition im Irak beginnt mit Abzug ihrer Streitkräfte aus Kurdistan

Die von den USA angeführte internationale Koalition zur Bekämpfung der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) im Irak hat kurz vor dem offiziellen Ende der Mission mit ihrem Rückzug aus der Region Kurdistan begonnen. Die Streitkräfte seien nur noch auf dem Flughafen Erbil stationiert, teilte ein hochrangiger irakischer Beamter der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag mit. Gemäß einem 2024 geschlossenen Abkommen zwischen Bagdad und Washington muss der Abzug bis zum 30. September abgeschlossen sein. Anfang des Jahres hatten die Truppen bereits Stützpunkte in anderen Teilen des Irak verlassen und waren danach nur noch in Kurdistan präsent. Die internationale Koalition war 2014 ins Leben gerufen worden, nachdem der IS weite Teile Syriens und des Irak eingenommen und dort Massaker und andere Gräueltaten begangen hatten. Zwar verschanzen sich islamistische Kämpfer weiterhin in Wüsten- oder Bergregionen, doch ihre Angriffe sind extrem zurückgegangen.

Die vom Iran unterstützten IS-Gruppen griffen die Koalitionstruppen regelmäßig an, zuletzt um Teheran im Iran-Krieg zu unterstützen. Iraks Regierungschef Ali al-Saidi hat versprochen, das staatliche Waffenmonopol durchzusetzen und dafür zu sorgen, dass die Gruppen ihre Waffen abgeben. Einige dschihadistische Gruppen weigern sich. Sie verweisen auf die anhaltende Präsenz ausländischer Truppen. Die irakischen Behörden hoffen, dass die Waffenabgabe nach deren Abzug klappt.

Im Audio: Deutschland wehrt sich in Den Haag gegen Klage aus Nicaragua

Der Saal des Internationalen Gerichtshofes in Den Haag
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Deutschland wehrt sich gegen Nicaraguas Klage in Den Haag, Beihilfe zu einem möglichen Völkermord im Gazastreifen zu leisten.

17.09 Uhr: Deutschland wehrt sich in Den Haag gegen Klage aus Nicaragua

Deutschland wehrt sich gegen Vorwürfe, mit seinen Waffenlieferungen an Israel Beihilfe zu einem möglichen Völkermord im Gazastreifen zu leisten. Eine entsprechende Klage vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag hatte Nicaragua eingereicht. Heute endeten die viertägigen mündlichen Anhörungen, die klären sollten, ob die Klage zugelassen werden darf. Deutschland fühlt sich zu Unrecht an den Pranger gestellt.

17.04 Uhr: Vier Tote nach israelischem Angriff auf Gazastreifen

Bei einem israelischen Angriff in der Region Beit Lahia im nördlichen Gazastreifen ist palästinensischen Angaben zufolge eine vierköpfige Familie getötet worden. Die Leichname seien geborgen worden, nachdem in der Nacht das Haus der Familie getroffen worden war, teilte das Al-Schifa-Krankenhaus in der Stadt Gaza mit. Bei den Toten handelt es sich demnach um einen Mann, eine Frau sowie zwei zwölf und acht Jahre alte Kinder. Laut In Sicherheitskreisen im Gazastreifen haben israelische Kampfflugzeuge kurz nach Mitternacht Beit Lahia und das Flüchtlingslager Dschabalia angegriffen. Die Streitkräfte hätten auch auf Zelte und Krankenwagen gefeuert. 

Israels Armee teilte mit, das angegriffene Gebäude sei für "terroristische" Aktivitäten genutzt worden. Dabei sei ein Mann getötet worden, der sich an "Kämpfen" gegen israelische Soldaten beteiligt habe. Vor dem Angriff habe es eine Warnung gegeben, um Zivilisten zu ermöglichen, den Ort zu verlassen. Der von der israelischen Armee angegebene Name des Getöteten stimmt mit dem des Mannes überein, den das Al-Schifa-Krankenhaus nannte.

10.31 Uhr: Pakistan warnt Iran wegen Huthi-Attacken in Saudi-Arabien

Pakistan hat den Iran nach Angaben aus Sicherheitskreisen in Islamabad angesichts der eskalierenden Kämpfe im Jemen mehrfach aufgefordert, die mit Teheran verbündeten Huthi zu zügeln. Bei einem kürzlichen Besuch des pakistanischen Armeechefs Asim Munir in Teheran habe dieser etwa eine Warnung an den Iran ausgesprochen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus pakistanischen Geheimdienstkreisen.

10.28 Uhr: Huthi melden neue Angriffe auf Ziele im Jemen

Der Konflikt im Jemen spitzt sich weiter zu. Der von den Huthi kontrollierte Fernsehsender Al-Masirah berichtete, von Saudi-Arabien unterstützte Kräfte hätten im Verlauf von Stunden 40 Luftangriffe auf Ziele in den Provinzen Tais, al-Dschauf, Hudaida und Marib geflogen. Die Nachrichtenagentur AP konnte die Angaben nicht unabhängig überprüfen.

10.06 Uhr: Iran bereit für "Blitzoffensiven" zur Verteidigung

Die iranischen Streitkräfte sind im Krieg gegen die USA nach Angaben ihrer Militärführung bereit für "Blitzoffensiven" zur Landesverteidigung. "Heute sind wir bereit, an jedem Punkt des Landes mit hoher Geschwindigkeit präsent zu sein und den Feind, in welcher Lage er sich auch befinden mag, zu vernichten", sagte Hassan Hassansadeh, Kommandeur für die Bodentruppen der Revolutionsgarden im Großraum Teheran, laut iranischen Medien.

09.45 Uhr: Huthi rücken Richtung Meerenge Bab al-Mandab vor

Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz hat jemenitischen Regierungskreisen zufolge die Stadt Mokka am Roten Meer eingenommen. Damit kommt die radikalislamische Gruppe der strategisch wichtigen Meerenge Bab al-Mandab näher. Es handelt sich um eine der weltweit wichtigsten Schifffahrtsrouten für Rohöl und andere Güter. Eine Blockade des Nadelöhrs würde Golfstaaten wie Saudi-Arabien von ihren wichtigsten Handelswegen abschneiden, nachdem der Iran bereits die Straße von Hormus als wichtigste Seeroute zwischen Asien und Europa im Zuge des Kriegs mit den USA faktisch geschlossen hat.

05.53 Uhr: Iran meldet offenbar Explosionen auf dem Meer

Im Süden des Irans ist es im Bereich der Straße von Hormus offenbar zu Explosionen gekommen. Das berichtet die Deutsche Presseagentur unter Berufung auf iranische Quellen. Die Detonationen hätten sich auf dem Meer ereignet, hieß es weiter. Genaueres ist bisher nicht bekannt. Das US-Militär hatte zuletzt mehrmals iranische Tanker in der Region angegriffen. Eigenen Angaben zufolge reagierten die Streitkräfte damit auf Attacken der iranischen Seite auf US-Kriegsschiffe.

Donnerstag, 10. September 2026

22.17 Uhr: Trump geht von Ende des Iran-Krieges im November aus

US-Präsident Donald Trump geht nach eigenen Angaben davon aus, dass der Krieg gegen den Iran "unmittelbar nach" den US-Zwischenwahlen am 3. November endet. Die Regierung in Teheran versuche, die Abstimmung zu beeinflussen, werde aber nicht länger durchhalten können, sagt er. Im November würden auch die Ölpreise sinken.

20.13 Uhr: Muslimische Staaten begrüßen Sanktionen gegen Westjordanland-Produkte

Mehrere muslimische Länder haben eine von Großbritannien angestoßene internationale Initiative zur Sanktionierung des Handels mit Produkten aus dem Westjordanland begrüßt. Das schrieben Saudi-Arabien, die Türkei, Ägypten, Indonesien, Jordanien, Katar, Pakistan und die Vereinigten Arabischen Emirate betonten in einer gemeinsamen Stellungnahme. Dem britischen Vorstoß hatten sich sich elf weitere Länder angeschlossen. Hintergrund ist die verschärfte Gewalt im Westjordanland. Israel hält es seit dem Sechstagekrieg 1967 besetzt. Dort leben rund drei Millionen Palästinenser und mehr als 500.000 israelische Siedler. Ihre Siedlungen sind nach dem Völkerrecht illegal.

18.55 Uhr: IAEA bringt Iran vor den Weltsicherheitsrat

Der 35-köpfige Gouverneursrat der Atomenergiebehörde der Vereinten Nationen, IAEA, hat eine Resolution gegen den Iran verabschiedet, mit der dem Sicherheitsrat Verstöße des Iran gegen ihre Verpflichtungen zur Nichtverbreitung von Atomwaffen an den UN-Sicherheitsrat gemeldet werden. Es ist das erste Mal seit 20 Jahren, dass ein solcher Schritt unternommen wird. Er folgt auf eine Resolution vom 12. Juni 2025, die dem Iran die Nichteinhaltung seiner Verpflichtungen attestierte. Am Tag darauf hatten Israel und kurz darauf auch die USA iranische Atomanlagen bombardiert. Für die Weiterleitung der Resolution des Sicherheitsrates von 2025 war der zweite Beschluss erforderlich.

Irans Vertretung bei den internationalen Organisationen in Wien kritisiert den Beschluss auf der Plattform X als "voreingenommen" und "politisch".

18.03 Uhr: Rotes Kreuz dringt weiterhin auf Zugang zu Inhaftierten in Israel

Nach Angaben des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) haben Rotkreuz-Mitarbeiter seit Oktober 2023 keinen Zutritt mehr zu israelischen Haftanstalten, in denen Tausende von palästinensischen Gefangenen einsitzen. Das Rote Kreuz bezeichnet es dabei als eine "Notwendigkeit, über das Schicksal und den Verbleib aller Häftlinge informiert zu werden und Zugang zu ihnen zu erhalten". Nach dem humanitären Völkerrecht müssen Häftlinge human behandelt werden, unter akzeptablen Bedingungen untergebracht sein und die Möglichkeit haben, mit ihren Familien in Kontakt zu treten. Heute habe es ein "technisches Treffen" eines seiner Teams in Israel mit Behördenvertretern sowie eine Begehung eines Militärgefängnisses gegeben, teilte das IKRK mit. Kontakt mit Inhaftierten gab es dabei nicht. Der Delegationsleiter des Roten Kreuzes, Julien Lerisson, sprach dennoch von einem "Schritt in die richtige Richtung zur Wiederaufnahme ordnungsgemäßer Besuche".

13.40 Uhr: Netanjahu will "Haaretz" wegen Bericht verklagen

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kündigt eine Klage gegen die linksliberale Zeitung "Haaretz" wegen eines Berichts an, dem zufolge der emiratische Präsident ihn im Herbst 2023 vor einer großangelegten Offensive der Hamas gewarnt haben soll. Der israelische Regierungschef habe seine Anwälte angewiesen, eine Klage wegen Verleumdung einzureichen, teilte er auf der Plattform X mit. Diese solle sich unter anderem gegen das Blatt sowie den Autoren Schlomi Eldar richten. Es habe zwischen Anfang September und dem 7. Oktober 2023 kein Gespräch zwischen ihm und dem emiratischen Präsidenten gegeben, teilte Netanjahu weiter mit. Sein Büro hatte den Bericht bereits zuvor dementiert.

13.35 Uhr: Iran kündigt erweitertes maritimes Sperrgebiet an

Der Iran weitet sein maritimes Sperrgebiet bei der Straße von Hormus aus. Das neue Sperrgebiet erstrecke sich von der südiranischen Hafenstadt Tschabahar bis in Teile des Golfs von Oman und des Arabischen Meeres, teilt die Revolutionsgarde mit. Die genauen Koordinaten sollen noch bekanntgegeben werden. Die Ankündigung folgt auf Äußerungen des Sekretärs des Obersten Nationalen Sicherheitsrats, Mohsen Resai. Dieser hatte staatlichen Medien zufolge erklärt, der Iran werde in den kommenden Tagen eine Sperrzone außerhalb der Straße von Hormus einrichten.

12.50 Uhr: Sunnitisch-kurdischer Geistlicher im Nordwesten getötet

Im Nordwesten des Irans ist der sunnitische kurdische Geistliche Mamosta Mohammad Nezhati getötet worden. Dies teilt die iranische Revolutionsgarde in einer Erklärung mit, wie die halbamtliche Nachrichtenagentur Mehr meldet. Die Eliteeinheit macht "zionistisch-amerikanische, kurdische Separatistengruppen" verantwortlich. Die Tat zielt der Mitteilung zufolge darauf ab, Zwietracht zwischen sunnitischen und schiitischen Muslimen säen und die Sicherheit in der Provinz West-Aserbaidschan gefährden. Nezhati gehörte nach Angaben der Agentur Fars der Basidsch-Miliz an, einer paramilitärischen Einheit der Revolutionsgarde.

09.43 Uhr: Ölpreis steigt wieder über 100 Dollar pro Brent-Barrel

Der Ölpreis ist wegen der weiteren militärischen Eskalation am Persischen Golf auf 100 Dollar pro Barrel gestiegen. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent legte um rund zwei Prozent zu und überstieg kurzzeitig die 100-Dollar-Marke.

09.05 Uhr: Huthis melden saudi-arabische Luftangriffe im Jemen

Saudi-Arabien hat nach Angaben der pro-iranischen Huthi-Miliz im Jemen mehr als 30 Luftangriffe auf verschiedene Regionen ausgeführt. Betroffen gewesen seien die jemenitischen Provinzen Marib, Al-Dschauf, Tais und Hodeida, meldete ein Fernsehsender der Miliz am Morgen. Von saudiarabischer Seite gab es zunächst keine offizielle Stellungnahme zu den Angaben der Huthis.

07.18 Uhr: Iran meldet Angriffe auf 20 US-Schiffe

Der Iran hat seine Angriffe auf US-Ziele in der Golfregion nach neuen US-Angriffen auf seine Öltanker deutlich verstärkt. Die iranischen Revolutionsgarden erklärten laut Staatsmedien, sie hätten 20 US-Schiffe bei deren Versuch angegriffen, die strategisch wichtige Straße von Hormus zu passieren. Jordanien meldete den Abschuss von 18 iranischen Raketen. Die US-Armee hatte zuvor mitgeteilt, bei einem Vergeltungsangriff fünf iranische Öltanker zerstört zu haben.

04.32 Uhr: Iran kündigt Attacken auf Öltanker vor Kuwait und Bahrain an

Der Iran hat nach US-Angriffen auf seine Schiffe Vergeltungsangriffe auf Öltanker vor Kuwait und Bahrain angekündigt. "Wir warnen alle Öltanker in den Häfen von Kuwait und Bahrain, die diese Terroristen beherbergen und an ihren bösen Taten mitschuldig sind", erklärten die Islamischen Revolutionsgarden am frühen Morgen in einer von der iranischen Nachrichtenagentur Irna veröffentlichten Mitteilung. 

02.04 Uhr: Jordanien - Fast zwei Dutzend iranische Raketen abgefangen

Jordanien hat eigenen Angaben zufolge 20 ballistische Raketen aus dem Iran erfolgreich abgefangen. 18 seien zerstört worden, zwei weitere in entlegene Gebiete gestürzt, teilte die staatliche jordanische Nachrichtenagentur Petra mit. Es habe keine Verletzten gegeben. Zu den Zielen der Angriffe gab es keine Angaben.

Die iranischen Nachrichtenagentur Irna berichtet, die Revolutionsgarden hätten als "Strafe" für US-Angriffe auf iranische Öltanker den vom US-Militär in Jordanien genutzten Luftwaffenstützpunkt al-Asrak "mit massiven Raketenangriffen getroffen".

02.03 Uhr: Iran - Haben US-Unterwasserdrohne in Straße von Hormus abgefangen

Die iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben am Eingang zur Straße von Hormus eine unbemannte US-Unterwasserdrohne abgefangen. Laut staatlichen Medien handelt es sich um ein Modell vom Typ Dive-LD des US-Rüstungsunternehmens Anduril. Man habe eine der modernsten Unterwasserdrohnen der US-Armee in die Falle gelockt, die mit neuester Technologie ausgestattet sei, teilte die Marine der Revolutionsgarden mit. Das US-Verteidigungsministerium erklärt dagegen, eine Unterwasserdrohne sei bereits vor mehr als einem Tag wegen eines Defekts ausgefallen. Es handele sich um ein älteres Modell, das weder sensible Daten gesammelt noch geheime Sonar- oder Radarausrüstung an Bord gehabt habe.

02.00 Uhr: USA greifen iranische Öltanker in Golfregion an

Die USA haben nach eigenen Angaben fünf iranische Tanker mit Rohöl zerstört. Das US-Regionalkommando Centcom teilte mit, vier Schiffe im Golf von Oman und eines nahe der iranischen Insel Charg attackiert zu haben. Diese seien Teil eines milliardenschweren Schattennetzwerks gewesen, durch das sich die Iranischen Revolutionsgarden finanzierten, hieß es weiter. Außerdem habe der Iran in den vergangenen Tagen zweimal versucht, ein US-Kriegsschiff unter Beschuss zu nehmen. US-Außenminister Rubio warnte den Iran vor weiteren Attacken. Jedes Mal, wenn der Iran versuche, Schiffe der US-Marine zu treffen, werde das Land weitere Tanker verlieren.

Mittwoch, 9. September 2026

23.55 Uhr: Medien - US-Militär greift iranische Tanker an

Das US-Militär hat Medienberichten zufolge erneut mehrere iranische Tanker angegriffen, die mit den Iranischen Revolutionsgarden in Verbindung stehen sollen. Die Attacken seien eine Reaktion auf Raketenangriffe auf ein Kriegsschiff der US-Marine, berichteten der US-Sender Fox News und das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Nach Fox News-Angaben waren die Angriffe auf die Tanker Teil der US-Bemühungen, den Iran wirtschaftlich zu isolieren.

23.04 Uhr: Frankreichs Außenminister warnt vor "Explosion" des Westjordanlandes

Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot warnte auf der Plattform X: "Das Westjordanland steht kurz vor der Explosion". Er kritisierte eine rasante Ausweitung der Siedlungen und ein Aufflammen der Gewalt gegen Palästinenser durch extremistische Siedler. Er nannte die Ausschreibung etwa für das Siedlungsprojekt E1 eine "rote Linie". Auch die Bundesregierung hatte gewarnt, dass dieses Projekt in Ostjerusalem das Westjordanland faktisch teilen und eine Zwei-Staaten-Lösung unmöglich machen würde. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat dies aber ausdrücklich als Ziel seiner Regierung genannt.

22.51 Uhr: Vereinte Nationen und Rotes Kreuz mahnen Huthis zu Deeskalation

Nach Angriffen der Huthi-Miliz im Jemen auf das benachbarte Saudi-Arabien haben die Vereinten Nationen und das Rote Kreuz zur Deeskalation aufgerufen. UN-Generalsekretär António Guterres verurteilte "die grenzüberschreitenden Angriffe der Huthis auf mehrere Ziele im Süden Saudi-Arabiens", wie dessen Sprecher Stéphane Dujarric am Dienstag in New York mitteilte. "Diese Angriffe trafen Zivilisten und die Energieinfrastruktur, und wir sind natürlich zutiefst besorgt angesichts der Berichte über zivile Opfer", fügte der UN-Sprecher hinzu. 

Die Präsidentin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), Mirjana Spoljaric, forderte "umgehende Maßnahmen", um die Kämpfe zwischen den Huthi-Kämpfern im Jemen und Saudi-Arabien zu deeskalieren. Eine Fortsetzung der Kämpfe könne "die ohnehin schon verheerende humanitäre Lage, mit der Millionen Menschen in der Region konfrontiert sind, weiter verschlimmern".

Zuvor waren bei nächtlichen Angriffen der Huthi-Miliz auf Ölanlagen im Süden des Königreichs Saudi-Arabien mehr als 70 Menschen verletzt worden. Die Huthis meldeten saudi-arabische Gegenangriffe.

22.47 Uhr: US-Rakete soll laut Iran Tanker getroffen haben

Laut der iranischen Agentur Tasnim hat eine US-Rakete einen kleinen iranischen Tanker vor der Insel Kharg getroffen. Es habe keine Verletzten gegeben und die Besatzung sei von Bord gegangen. Anderen iranischen Medien zufolge gab es mehrere Explosionen nahe der Insel Kharg sowie vor der Hafenstadt Dschask an der Straße von Hormus. Demnach sind mehrere Öltanker angegriffen worden.

19.18 Uhr: Iran meldet Fang einer US-Unterwasserdrohne bei Hormus

In der Straße von Hormus haben die iranischen Revolutionsgarden nach eigenen Angaben eine US-Unterwasserdrohne beschlagnahmt. Im Staatsfernsehen teilten sie mit, es handele sich um ein intelligentes U-Boot, das mit der weltweit neuesten Technologie für den Unterwasserbereich ausgestattet sei, für "Unterwasseraufklärung und -überwachung, Meeresbodenvermessung, Minensuche sowie die Inspektion von Unterseekabeln und -pipelines". Es sei 2025 an die US-Armee geliefert worden. Seit über sechs Monaten ist die strategisch bedeutsame Meerenge umkämpft: Teheran verlangt von Schiffen eine Genehmigung für die Durchfahrt. Die USA und die Länder der Region lehnen dies ab.

18.25 Uhr: Jemen - Hochrangiger Huthi-Kommandeur gefangen

Regierungstruppen im Jemen haben nach Angaben aus Militärkreisen einen hochrangigen Huthi-Kommandeur bei Kämpfen in der Provinz Tais im Südwesten des Landes gefangen genommen. Bei dem Mann handle es sich um Abu Ali al-Ajani, einen der Kommandeure in der Region, hieß es aus Kreisen des Militärs der international anerkannten jemenitischen Regierung.

Die Truppen der jemenitischen Armee hätten al-Ajani während heftiger Gefechte festgesetzt, hieß es. Er sei mit neun weiteren Personen festgenommen worden. Auch das von der Gruppe genutzte Fahrzeug sei beschlagnahmt worden. Die Huthi äußerten sich zunächst nicht. Al-Ajani ist ein regionaler Kommandeur, gehört allerdings nicht zur landesweiten Führungsregie der Huthi.

17.30 Uhr: USA sanktionieren weitere 27 iranische Airlines

Wegen des Kriegs mit dem Iran haben die USA weitere wichtige Fluggesellschaften mit Sanktionen belegt. Neu auf die US-Sanktionsliste gesetzt wurden 27 iranische Airlines, darunter die bekannten Gesellschaften Kish Airlines, Iran Air Tour und ATA Airlines. Konsequenzen drohen auch ausländischen Unternehmen und Banken, wenn sie Geschäfte mit den betroffenen Airlines weiterführen.

Die Sanktionen dürften auch Auswirkungen auf Reisende haben. Ausländische Buchungsplattformen und Zahlungsdienstleister könnten sich aus Sorge vor US-Sanktionen von den betroffenen Airlines zurückziehen und damit den Ticketkauf erschweren.

17.00 Uhr: Israel will britisches Konsulat schließen

Als Reaktion auf ein britisches Handelsverbot für Waren aus Siedlungen im Westjordanland will Israel das britische Konsulat in Jerusalem schließen lassen. Das kündigte der israelische Außenminister Gideon Saar am Dienstag an.

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Blick vom Ölberg auf Jerusalem. Dort will Israel das britische Konsulat schließen.
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Blick vom Ölberg auf Jerusalem. Dort will Israel das britische Konsulat schließen lassen.

16.00 Uhr: Zwölf Länder verbieten Handel mit Siedlungen Israels

Nun ist es offiziell: Zwölf Staaten verbieten den Handel mit israelischen Siedlungen im besetzten Westjordanland. Zu den Unterzeichnern der Erklärung zählen neben Frankreich, Großbritannien und Kanada auch Dänemark, Spanien, Finnland, Irland, Island, Norwegen, Polen, Portugal und Schweden. Deutschland beteiligt sich nicht an der Initiative. (vgl. Meldung um 12.10 Uhr)

ARCHIV - 21.08.2025, Palästinensische Gebiete, ---: Blick auf ein Gebiet in der Nähe von Maale Adumim, einer israelischen Siedlung im besetzten Westjordanland, in dessen Nähe nach Angaben der israelischen Regierung im Rahmen des Siedlungsprojekts E1 Wohneinheiten gebaut werden sollen. (zu dpa: «Berichte: London sanktioniert Siedlungen im Westjordanland») Foto: Ohad Zwigenberg/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Nahostkonflikt - Westjordanland

14.20 Uhr: Bericht - Netanjahu bekam Warnung vor Hamas-Überfall

Kurz vor dem Terrorüberfall am 7. Oktober 2023 soll der emiratische Präsident den Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu persönlich davor gewarnt haben, dass die Hamas eine großangelegte Offensive gegen Israel plane. Netanjahu habe die israelischen Sicherheitschefs jedoch nicht informiert und nichts mit diesen Informationen unternommen, berichtete die linksliberale israelische Zeitung "Haaretz".

Nach Angaben des Blatts wurden drei hochrangige ausländische Regierungsvertreter über den Inhalt des 45-minütigen Telefonats informiert. Als Quelle wird ein Berater des emiratischen Präsidenten Mohammed bin Sajid genannt, der mit dem Gespräch vertraut war. Das Büro Netanjahus dementierte den Bericht nach Angaben des Blatts als "absolute Lüge".

13.10 Uhr Eilantrag gegen Siedlungsprojekt E1 zurückgewiesen

Ein Israelisches Gericht hat den Eilantrag gegen das Siedlungsprojekt E1 zurückgewiesen. Das Siedlungsvorhaben zwischen Ost-Jerusalem und der Siedlung Maale Adumim ist äußerst umstritten, da eine Bebauung das Westjordanland faktisch in einen nördlichen und einen südlichen Teil trennen könnte. Damit wäre ein zusammenhängender palästinensischer Staat unter Umständen unmöglich. Auch international gab es dazu scharfe Kritik.

13.00 Uhr: Lawrow will im Nahen Osten vermitteln

Der russische Außenminister Sergej Lawrow kündigte an, dass Sein Land bereit sei, zur Lösung des Konflikts im Nahen Osten beizutragen. Das sagt Lawrow bei einem Treffen mit seinem saudiarabischen Amtskollegen Prinz Faisal bin Farhan al-Saud in Moskau.

12.10 Uhr: London sanktioniert Waren aus Siedlungen Israels

Offenbar will Großbritannien Sanktionen gegen Waren aus illegalen israelischen Siedlungen im Westjordanland verhängen. Wie die britische Nachrichtenagentur PA meldet, sei das Teil einer größeren Neuausrichtung der Beziehungen zu Israel. Außenminister Ed Miliband will demnach die Maßnahmen am Nachmittag im Unterhaus verkünden. Es gehe darum, die Möglichkeit einer Zweistaatenlösung am Leben zu erhalten, sagte Arbeitsminister Pat McFadden dem Sender Sky News. 

Das rief scharfe Kritik aus Israel hervor: Israels Präsident Izchak Herzog kritisierte den Schritt nach Angaben seines Büros als "schwere Fehleinschätzung", gleichzeitig warf er Großbritannien Einmischung in die anstehenden Wahlen in Israel vor.

11.48 Uhr: Irans Präsident kündigt starken Widerstand an

Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian hat angekündigt, den Widerstand "mit Stärke" fortzusetzen, bis die "Aggressoren" ihr Handeln bereuen. Die Islamische Republik sei zwar immer gegen Krieg gewesen, werde sich aber wie bisher gegen Aggressionen zur Wehr setzen, um die Rechte des Volkes zu schützen, schrieb Pezeshkian auf der Online-Plattform X.

10.34 Uhr: Teheran soll Metrostationen im Krieg als Bunker nutzen

Die Bevölkerung in der iranischen Hauptstadt Teheran soll die zahlreichen Metrostationen im Krieg künftig als Schutzräume nutzen. Die Stadt arbeite derzeit an einem Konzept und werde in Kürze Hinweisschilder installieren, sagte der Vorsitzende des Stadtrats, Mehdi Tschamran, nach einer Sitzung laut einem Bericht des Webportals Didban.

10.04 Uhr: Irans Vizepräsident erklärt Internetsperren für gescheitert

Irans Vizepräsident hat die massiven Internetsperren im Iran für gescheitert erklärt. "Der Ansatz, Technologie zu verbieten, funktioniert nicht", sagte Mohammed Resa Aref bei einem Treffen mit Geistlichen in der Pilgerstadt Ghom, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtet. Sogenannte Tunneldienste (VPN) hätten die Kontrolle über den virtuellen Raum zunichtegemacht, sagte Aref weiter. 

Irans Internet unterliegt strenger Zensur. Viele Webseiten und auch Apps sind in dem Land mit seinen 86,5 Millionen Einwohnern gesperrt. Um Netzwerke wie Instagram, Tiktok und Youtube zu nutzen, gehören VPNs für einen Großteil der Nutzer zum Alltag.

07.07 Uhr: Saudi-Arabien meldet mehr als 70 Verletzte bei Huthi-Angriffen

Bei einer Serie von Angriffen der Huthi-Rebellen in Saudi-Arabien sind am frühen Morgen 73 Menschen verletzt worden. Das teilten die saudischen Behörden mit. Der Koalitionssprecher des von Saudi-Arabien angeführten Militärbündnisses im Jemen, Turki al-Maliki, sagte, die Huthi hätten "zivile und wirtschaftliche Einrichtungen" in den saudi-arabischen Städten Abha, Dschasan, Nadschran und Chamis Muschait angegriffen. Die Koalition werde "alle notwendigen operativen Maßnahmen ergreifen", um die "terroristische Huthi-Miliz" mit größter Entschlossenheit abzuschrecken, sagte al-Maliki.

05.51 Uhr: Huthi-Miliz greift Flughafen und Ölanlagen in Saudi-Arabien an

Die pro-iranische Huthi-Miliz im Jemen hat nach eigenen Angaben Ziele in Saudi-Arabien attackiert. "Jemenitische Drohnen und Raketen nehmen den saudischen Feind unter Beschuss", schrieb das offizielle Huthi-Medium Ansarollah im Onlinedienst Telegram. Bei den Angriffen seien der internationale Flughafen Abha im Süden Saudi-Arabiens, der Luftwaffenstützpunkt King Chalid im Südwesten sowie Anlagen des staatlichen saudi-arabischen Ölkonzerns Aramco in Abha und Dschisan getroffen worden, hieß es in einem weiteren Telegram-Beitrag.

Die Raffinerie in Dschisan gehört dem saudi-arabischen Ölkonzern Saudi Aramco, einem der wertvollsten Unternehmen der Welt. Aramco liefert täglich Millionen Liter Rohöl über die Ost-West-Pipeline, die Anlagen des Unternehmens am Persischen Golf mit den Exportterminals am Roten Meer verbindet. Saudi-Arabien äußerte sich zunächst nicht zu den Angriffen.

Dienstag, 8. September 2026

23.08 Uhr: Kosovo will rund 25 Soldaten nach Gaza entsenden

Das Kosovo hat formell zugesagt, an der Internationalen Stabilisierungstruppe für Gaza des von US-Präsident Trump eingerichteten "Friedensrates" teilzunehmen. Ein Vertreter des Friedensrats sprach von voraussichtlich etwa 25 Kräften. Auch Uganda, Marokko, Kasachstan und Albanien haben ihre Beteiligung zugesagt. Indonesiens Militär wird nach eigenen Angaben bis zu 8.000 Soldaten für einen Einsatz im Gazastreifen bereitstellen. Insgesamt liegt die Zahl der zugesagten Kräfte aber noch weit unter den erwarteten 20.000.

22.36 Uhr: Emirate lehnen Kontrolle der Straße von Hormus durch Einzelstaat ab

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben den Iran vor Angriffen auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus gewarnt. Teheran müsse mit Konsequenzen rechnen, wenn es Öltanker und Frachter in der Meerenge mit Seeminen, Drohnen oder Raketen bedrohe, sagte der diplomatische Berater von Präsident Mohammed bin Sajid Al Nahjan, Anwar Gargash in Abu Dhabi. Die Straße von Hormus dürfe nicht von einem einzelnen Staat kontrolliert werden, betonte Gargasch. Die Emirate sind ein enger Verbündeter der USA.

22.20 Uhr: Huthi melden Tote bei saudi-arabischem Angriff im Jemen

Nach Angaben der Huthi-Rebellen wurden bei einem saudi-arabischen Angriff auf ein Gefängnis in der Provinz al-Dschauf des Jemen sieben Menschen getötet, darunter ein Kind. Den Angaben zufolge werden über 30 Menschen unter Trümmern vermisst. Huthi-Sprecher Jahja Sari warf Saudi-Arabien vor, mit seinen Luftangriffen in al-Dschauf Massaker anzurichten. Außerdem versorge das Königreich Söldner mit Waffen. Jahja drohte: "Die andauernde Aggression Saudi-Arabiens gegen den Jemen wird nicht unbeantwortet und ungesühnt bleiben". Später ergänzte er, die Huthi hätten in den vergangenen 24 Stunden vier saudische Aufklärungsdrohnen abgeschossen.

Saudi-Arabien äußerte sich zunächst nicht. Zuvor waren Truppen der international anerkannten Regierung an mehreren Fronten im Jemen vorgerückt, unter anderem in den Provinzen al-Dschauf, al-Baida, ad-Dali und Marib. Die vom Iran unterstützten Huthi hatten die Regierung 2014 aus der Hauptstadt Sanaa vertrieben. 2015 griff ein von Saudi-Arabien geführtes Militärbündnis an der Seite der Regierung in den Konflikt ein. Seitdem dauert der Bürgerkrieg an. Er dreht sich auch um die Kontrolle der Meerenge Bab al-Mandab zwischen dem Roten Meer und dem Indischen Ozean. Seit der Blockade der Straße von Hormus durch Teheran im Zuge des Iran-Kriegs hat der Bab al-Mandab zusätzlich an Bedeutung gewonnen. Die Miliz hat den Jemen damit in den Iran-Krieg hineingezogen.

21.55 Uhr: Trumps Friedensratschef fordert Abzug Israels aus dem Gazastreifen

Der Direktor des von US-Präsident Donald Trump geschaffenen Friedensrats, Nikolaj Mladenow, dringt auf den Abzug der israelischen Armee aus dem Gazastreifen. Dieser gehörezur Umsetzung von Trumps Friedensplan ebenso wie die Entwaffnung der militant-islamistischen Hamas, sagte Mladenow in Abu Dhabi. Mehr als 50 Prozent des Gazastreifens stünden inzwischen unter der Kontrolle der israelischen Armee, weniger als 50 Prozent unter der Kontrolle der Hamas, sagte er. Zugleich warnte Mladenow, die zunehmende Gewalt im besetzten Westjordanland könne eine Zweistaatenlösung im Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern verhindern. "Angesichts all dessen, was im Westjordanland geschieht, gibt es keinen glaubwürdigen Weg zu einer politischen Lösung des Konflikts", fügte er hinzu.

16.21 Uhr: Libanesische Behörden – Mindestens zwölf Tote bei israelischen Angriffen

Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums sind bei israelischen Luftangriffen im Südlibanon am frühen Montagmorgen mindestens zwölf Menschen getötet worden. Der Montag sei damit einer der verlustreichsten Tage seit Wochen gewesen. Israelische Kampfflugzeuge trafen kurz nach Mitternacht ein Wohngebäude in der Stadt Kfar Rumman. Dabei wurden elf Menschen getötet, darunter zwei Kinder und mehrere Frauen. Bei einem weiteren Drohnenangriff auf ein ziviles Fahrzeug wurde zudem ein Sanitäter getötet, zwei weitere wurden verletzt. Für die Angriffe auf Kfar Rumman gab es vorab keinen Aufruf des israelischen Militärs, das Gebiet zu verlassen.

Das israelische Militär teilte am Montag mit, es habe Personen unter Beschuss genommen, die in der Gegend von Kfar Rumman Waffen transportiert hätten. Es seien Präzisionsmunition und Luftüberwachung eingesetzt worden, um Schaden von Unbeteiligten abzuwenden. Die Berichte über zivile Opfer würden geprüft. Zudem erklärte das Militär, die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz habe zwei Sprengstoffdrohnen auf israelische Truppen nahe dem strategisch wichtigen Ali-al-Taher-Höhenzug abgefeuert.

Im Audio: Israel droht Palästinensern für Fall eines Großangriffs mit Krieg

Archivbild: Israelische Soldaten im Westjordanland
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Archivbild: Israelische Soldaten im Westjordanland

13.12 Uhr: Israel droht Palästinensern für Fall eines Großangriffs mit Krieg

Israel hat der Palästinensischen Autonomiebehörde für den Fall eines Angriffs "im Stil des 7. Oktober" mit Krieg gedroht. Sollte der palästinensische Sicherheitsapparat einen solchen Angriff auf israelische Soldaten oder jüdische Siedlungen im Westjordanland planen oder veranlassen, sei die Armee angewiesen, "sich auf einen vollumfänglichen Krieg vorzubereiten", erklärte Verteidigungsminister Israel Katz am Montag. 

Katz' Äußerungen erfolgten nach einem Messerangriff eines Palästinensers auf einen israelischen Siedler im Norden des Westjordanlands. Die israelische Armee erklärte, den Angreifer getötet zu haben.

11.52 Uhr: Katar - Golfstaaten müssen bei ihrer Sicherheit unabhängiger von USA werden

Aus Sicht von Katar müssen die Golfstaaten in puncto Sicherheit unabhängiger von Ländern wie den USA werden. "Wir müssen uns am Golf darüber klar werden, dass es sehr wichtig, aber nicht genug ist, internationale Truppen in der Region und ein strategisches Bündnis mit den USA zu haben", sagte der Sprecher des katarischen Außenministeriums, Madsched al-Ansari, am Rande des internationalen Hili-Forums in Abu Dhabi.

"Autonomie, wenn es um Sicherheit geht, ist der einzige Weg voran", fügte der Ministeriumssprecher hinzu. "Ja, wir brauchen unsere Partner. Ja, wir brauchen unsere Verbündeten. Aber wir können nicht bei unserer Sicherheit ganz von ihnen abhängig sein." Katar beherbergt den größten US-Militärstützpunkt in der Region und ist ein wichtiger Vermittler bei den Bemühungen, den Krieg zwischen den USA und dem Iran zu beenden.

10.36 Uhr: Iran erhöht nicht subventionierte Benzinpreise drastisch

Im Zuge der schweren Wirtschaftskrise hat Irans Regierung eine deutliche Erhöhung der Spritpreise angekündigt. Von Dienstag an werden die Kosten für einen Liter Benzin auf dem freien Markt von 50.000 auf 100.000 Rial verdoppelt, sagte Keramat Weys-Karami, Vorsitzender der staatlichen Gesellschaft für den Vertrieb von Erdölprodukten, im Staatsfernsehen. Die Preise für vergünstigtes Benzin blieben davon jedoch unberührt.

Im Iran wird Sprit stark subventioniert. Die ersten 110 Liter tanken Iranerinnen und Iraner mit einer Tankkarte für umgerechnet knapp einen Cent pro Liter. Ist dieses Kontingent aufgebraucht, greift der reguläre Spritpreis von dann 100.000 Rial, umgerechnet etwa vier Cent. Was aus deutscher Sicht extrem günstig wirkt, hat im Iran angesichts deutlich niedrigerer Einkommen weitreichende Folgen, etwa für Transportkosten, Energiepreise und Inflation. 

10.10 Uhr: Israel begründet Angriffe im Libanon mit Bruch der Waffenruhe

Israel hat seine jüngsten Angriffe im Südlibanon mit einer Verletzung des Waffenruhe-Abkommens durch die vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz begründet. Die "terroristischen Aktivitäten der Hisbollah zwingen die israelischen Streifkräfte dazu, entschlossen dagegen vorzugehen", erklärte die Armee.  Das israelische Außenministerium schrieb auf X: "Wiederholte Drohnenangriffe. Waffenlager. Terror-Infrastruktur. Kommandozentralen in zivilen Gegenden. Die Hisbollah versucht, ihre militärischen Fähigkeiten im Südlibanon wieder aufzubauen. Diese Verstöße werden nicht hingenommen."

Der Libanon war im März in den Iran-Krieg hineingezogen worden, als die Hisbollah-Miliz Israel vom Libanon aus angegriffen hatte.

10.05 Uhr: Iran - Straße von Hormus ist weiterhin nicht offen

Der Generalsekretär des Nationalen Sicherheitsrats des Iran, Mohsen Resai, hat die US-Darstellung zurückgewiesen, wonach die Straße von Hormus für den internationalen Schiffsverkehr wieder offen sei. "Die Straße von Hormus ist vollständig geschlossen, und die Behauptung der USA, dass Schiffe und Öltanker sie passieren, ist eine Lüge", sagte er im staatlichen Rundfunk. Schiffe, die mit ausgeschalteter Navigation versuchten, die Meerenge zu passieren, würden meist angegriffen. Irans Streitkräfte hätten sich lediglich vorerst "aus Umweltschutzgründen" entschieden, diese Schiffe nicht zu versenken.

09.54 Uhr: Iran meldet Einsatz von neuer Anti-Schiffs-Rakete

Der Iran hat im Persischen Golf nach eigenen Angaben eine neue Anti-Schiffs-Rakete gegen die US-Marine eingesetzt. In einem Interview mit dem staatlichen Rundfunk berichtete der Generalsekretär des Nationalen Sicherheitsrats, Mohsen Resai, vom erstmaligen Einsatz eines neuartigen Seezielflugkörpers. "Dies ist eine wichtige Warnung an den Feind und bedeutet, dass die Seeblockade verwundbar ist", sagte der General.

Das US-Militär hatte am Samstag drei iranische Öltanker angegriffen und außer Betrieb gesetzt. Zuvor hatten iranische Revolutionsgarden nach Angaben des zuständigen US-Regionalkommandos Centcom ballistische Raketen auf zwei US-Kriegsschiffe abgefeuert.

09.25 Uhr: Mindestens zehn Tote bei israelischen Luftangriffen im Südlibanon

Bei israelischen Luftangriffen auf eine Stadt im Südlibanon sind am frühen Montagmorgen mindestens elf Menschen getötet worden. Unter den Opfern in Kfar Rumman seien auch zwei Kinder und zwei Sanitäter, meldete die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA. Kurz nach Mitternacht habe ein israelisches Kampfflugzeug ein Wohngebäude in dem Ort getroffen. Dabei seien neun Menschen getötet und fünf weitere verletzt worden. Bei einem weiteren Drohnenangriff auf ein ziviles Fahrzeug dort sei ein Sanitäter ums Leben gekommen.

Die Attacken auf den Ort erfolgten, ohne dass das israelische Militär zuvor im Internet zur Evakuierung aufgerufen hatte. Die israelischen Streitkräfte reagierten zunächst nicht auf Anfragen zu den Vorfällen, insbesondere dazu, warum keine Warnung erging. Die israelische Armee rief jedoch gegen 02.00 Uhr Ortszeit zur Evakuierung von Gebieten um ein Gebäude in einer anderen südlibanesischen Ortschaft auf, in der Stellungen der Hisbollah-Miliz unter Beschuss genommen werden sollten.

09.03 Uhr: Gaza-Krieg: Deutschland verteidigt sich vor IGH gegen Vorwurf der Völkermord-Begünstigung

Deutschland wehrt sich ab Montag vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) gegen den von Nicaragua erhobenen Vorwurf der Begünstigung eines "Völkermords" im Gazastreifen. Die Anhörung vor dem UN-Gericht in Den Haag ist auf vier Tage angesetzt. Zunächst werden die deutschen Anwälte ihre Argumente vorbringen, am Dienstag wird Nicaragua darauf antworten. Am Mittwoch und Donnerstag sollen die Verteidiger beider Länder dann erneut Gelegenheit erhalten, sich zu äußern

Nicaragua wirft der Bundesrepublik in dem Verfahren vor, unter anderem durch Waffenlieferungen an Israel, "Beihilfe zum Völkermord" an den Palästinensern geleistet zu haben. Deutschland weist die Anschuldigungen zurück und hält die Klage vor dem IGH für unzulässig. Deutschland hatte in dem Verfahren im April 2024 einen Teilerfolg erzielt. Der IGH lehnte damals von Nicaragua verlangte Sofortmaßnahmen gegen Deutschland ab. Nicaragua gilt als ein Verbündeter des Iran.

08.06 Uhr: Ölpreise ziehen weiter an - 100-Dollar-Marke rückt näher

Die Furcht vor einer längerfristigen Unterbrechung der Ölversorgung aus dem Nahen Osten hat den Ölpreis zum Wochenauftakt weiter in Richtung 100-Dollar-Marke getrieben. Das Nordseeöl Brent und das US-Öl WTI legten in der Spitze um 1,3 Prozent auf 97,53 beziehungsweise 92,71 Dollar je Fass zu. Ein langwieriger Konflikt mit gezielten Militäraktionen der USA und des Iran dürfte den Weg zur vollständigen Wiederherstellung der Lieferketten im Nahen Osten verzögern, schrieben die Analysten von ANZ in einer Mitteilung.

Nach gegenseitigen Angriffen der USA und des Iran auf Tanker ist der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus auf den niedrigsten Stand seit Mai eingebrochen. In den vergangenen zehn Tagen passierten im Durchschnitt nur noch zehn Frachtschiffe pro Tag die Meerenge, wie aus Daten des Analyseunternehmens Kpler hervorgeht. Vor Beginn des Krieges Ende Februar wurde über die Straße von Hormus etwa ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls transportiert. Der Preis für Brent stieg in der vergangenen Woche um fast acht Prozent, der für WTI um fast zehn Prozent.

06.24 Uhr: Insider - Netanjahu ordnet Räumung ungenehmigter Siedler-Außenposten an

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat Insidern zufolge die Räumung nicht genehmigter Siedler-Außenposten im Westjordanland angeordnet. Damit reagiere er auf den Druck der USA, gegen die Gewalt von Siedlern an Palästinensern vorzugehen, sagten zwei mit dem Vorgang vertraute Personen. Der Befehl beziehe sich auf Außenposten, die ohne offizielle Erlaubnis des israelischen Staates errichtet wurden. Finanzminister Bezalel Smotrich bestätigte eine entsprechende Anweisung Netanjahus für die Gebiete A und B, in denen mehrheitlich Palästinenser leben. Zuvor hatte der US-Botschafter in Israel, Mike Huckabee, gewalttätige Siedler als Terroristen verurteilt und harte Konsequenzen gefordert.

04.12 Uhr: Israel fordert Einwohner zu Verlassen von Gebiet im Südlibanon auf

Israels Armee hat die Einwohner eines Ortes im Süden des Libanon am Montagmorgen aufgerufen, ein bestimmtes Gebiet vor den Angriffen auf die vom Iran unterstützte Hisbollah zu verlassen. In einer auf Arabisch verfassten Mitteilung warnte die israelische Armee vor einem Angriff auf eine "terroristische Einrichtung der Hisbollah". Wer sich weiterhin in dem Gebiet Deir Sahrani aufhalte, sei in Gefahr.

Zur Begründung erklärte die Armee, es sei eine mit Sprengstoff bestückte Drohne auf ihre Soldaten abgefeuert worden. Die "terroristischen Aktivitäten der Hisbollah zwingen die IDF dazu, entschlossen dagegen vorzugehen". Der Hisbollah-Fernsehsender Al-Manar berichtete später von israelischen Luftangriffen in Deir Sahrani.

00.31 Uhr: Berichte - Iran will nahe Straße von Hormus "Sperrzone" einrichten

Der Iran will Medienberichten zufolge nahe der strategisch wichtigen Straße von Hormus eine "Sperrzone" einrichten. In den kommenden Tagen werde "eine Sperrzone außerhalb der Straße von Hormus verkündet", sagte der Chef des Obersten Nationalen Sicherheitsrats, Mohsen Resai, im iranischem Staatsfernsehen. "Diese Zone beginnt an der Blockadelinie der US-Marine und umfasst Gebiete des Persischen Golfs", führte er aus. "Jedes Schiff, das in diese neue Zone einfährt, wird auf eine Sanktionsliste gesetzt", so Resai, die Sperre werde sich gegen Schiffe richten, die nach Einschätzung Teherans versuchten, die Straße von Hormus zu durchqueren.

Im seit mehr seit sechs Monaten andauernden Iran-Krieg ist die Straße von Hormus Schauplatz zahlreicher Gefechte. Teheran hat die für den Welthandel enorm wichtige Meerenge weitgehend blockiert, im Gegenzug verhängten die USA eine Seeblockade iranischer Häfen. Die Ölpreise stiegen weltweit an. Der Iran hat aufgrund der US-Seeblockade mit Schwierigkeiten beim Ölimport zu kämpfen. Am Sonntag kündigte Teheran eine Erhöhung der Kraftstoffpreise für Großverbraucher an. Betroffen ist Regierungssprecherin Fatemeh Mohadscherani zufolge die dritte Stufe des Kontingentsystems, das diese Preise regelt.

Karte zur militärischen Lage im Nahen Osten

Montag, 7. September 2026