US-Präsident Donald Trump (10.6.2026)
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US-Präsident Donald Trump (10.6.2026)

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Nahost-Ticker: News vom 8. bis 10. Juni in der Nachlese

Nahost-Ticker: News vom 8. bis 10. Juni in der Nachlese

Die News vom 8. bis 10. Juni in der Ticker-Nachlese.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-2-Nachrichten am .

Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.

Karte zur militärischen Lage im Nahen Osten

23.43 Uhr: USA - Haben mit weiterem Beschuss verschiedener Ziele im Iran begonnen

Das US-Zentralkommando teilt mit, die USA hätten "weitere Schläge der Selbstverteidigung" gegen verschiedene Ziele im Iran begonnen. "Die Angriffe sind eine Reaktion auf die ungerechtfertigte und anhaltende Aggression des Irans", teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X weiter mit.

23.42 Uhr: Iranische Medien melden Explosionen an der Südküste

An der iranischen Südküste haben sich mitten in der Nacht mehrere Explosionen ereignet. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna und der Rundfunk übereinstimmend berichteten, wurden Explosionen nahe den Städten Minab und Sirik beobachtet.

23.40 Uhr: US-Medien - Neue Angriffe auf den Iran haben begonnen

Die USA haben einem Medienbericht zufolge neue Angriffe auf den Iran begonnen. Das US-Nachrichtenportal Axios zitierte einen US-Insider mit entsprechenden Worten.

21.36 Uhr: US-Militär greift Tanker wegen iranischen Öls an

Die Lage für Seeleute bleibt rund um die Straße von Hormus gefährlich. Das US-Militär hat heute einen Tanker im Golf von Oman angegriffen, der versucht haben soll, iranisches Öl zu transportieren. Der Maschinenraum des unter der Flagge des pazifischen Inselstaats Palau fahrenden Schiffes "Settebello" sei beschossen worden, nachdem sich die Besatzung den Anweisungen der Streitkräfte widersetzt habe, teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando "Centcom" auf der Plattform X mit. 

Nach Angaben des indischen Außenministeriums gelten drei indische Besatzungsmitglieder als vermisst. Die übrigen 24 seien gerettet worden. In Zusammenarbeit mit den Behörden in Oman laufe eine Suchaktion nach den vermissten Seeleuten. Berichten indischer Medien zufolge bestellte das Außenministerium aus Protest den stellvertretenden Botschafter der USA in Neu-Delhi ein. 

20.00 Uhr: Trump über iranisches Öl und angeblichen "Geheimeinsatz"

US-Präsident Donald Trump schreibt auf seiner Plattform "Truth Social", er habe im Mai das US-Militär angewiesen, Öl-Tanker und andere Handelsschiffe in einem geheimen Einsatz bei der Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu unterstützen. Dadurch seien mehr als 100 Millionen Fass Öl und mehr als 200 Schiffe sicher durch die Straße gebracht worden.

Trump weiter: "Ich gebe das heute zum ersten Mal bekannt, aber wir haben Millionen Barrel Öl abgezogen, Millionen Barrel jede Nacht", sagt Trump vor Reportern. Der Iran habe das gerade erst herausgefunden. "Millionen Barrel Öl wurden abgezogen, und deshalb liegt der Preis bei 85 bis 90 Dollar pro Barrel statt bei 250 Dollar", sagt Trump. Weitere Details oder Belege für seine Worte legt er nicht vor.

19.05 Uhr: Frachtschiff im Golf von Aden angegriffen

Vor der Küste des Jemens ist ein Frachtschiff von einem Kleinboot aus beschossen worden. Wachleute an Bord des Schiffs im Golf von Aden hätten das Feuer erwidert und den Angriff abgewehrt, teilte die Seehandelsaufsicht der britischen Marine (UKMTO) mit. Zunächst reklamierte niemand den Angriff für sich. Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz im Jemen hatte jedoch angekündigt, ihre Angriffe auf Schiffe mit angeblichen Verbindungen zu Israel im Roten Meer wieder aufzunehmen.

Nach dem Vorfall meldete die UKMTO auch ein Feuer im Frachtraum eines Tankers im Golf von Oman, unweit der Straße von Hormus. Dabei sei eine Person verletzt worden, zwei weitere würden vermisst. Was den Brand auslöste, war zunächst unklar.

18.42 Uhr: Mindestens zwölf Tote bei israelischen Angriffen im Südlibanon

Die israelische Armee hat nach Angaben aus dem Libanon erneut Ziele im Süden des Landes angegriffen und dabei mindestens zwölf Menschen getötet. In der Stadt Tajr Dibba habe es bei israelischen Angriffen acht Todesopfer gegeben, in Deir Kanun al-Nahr seien vier Menschen getötet worden, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch aus medizinischen Kreisen im Libanon.

UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk kündigte derweil eine Untersuchung zu mutmaßlichen Menschenrechtsverletzungen im Libanon an: Er habe mit der Regierung des Libanon vereinbart, "bald" eine "unparteiische und unabhängige Bewertungsmission" in das Land zu entsenden.

18.10 Uhr: Trump: "Noch heute" weitere Angriffe auf den Iran

US-Präsident Donald Trump sagt vor Reportern, es werde noch heute (amerikanischer Zeit) weitere Angriffe auf den Iran geben. Dabei werde man den Iran "sehr hart" treffen. Er werde aber nicht sagen, ob dabei auch Brücken und Kraftwerke "ausgeschaltet" würden.

Trump sagt weiter, ein "Deal" mit dem Iran sei fertig ausgehandelt und der Iran habe zugestimmt, keine Atomwaffe zu besitzen. Ob das stimmt, blieb zunächst offen. Zuvor hatte er auf seiner Plattform Truth Social bereits geschrieben, Teheran brauche zu lange, um ein Abkommen auszuhandeln, und müsse dafür jetzt "den Preis zahlen". Was genau dies bedeuten soll, ließ der US-Präsident offen. In der Nacht zum Mittwoch hatten sich die beiden Seiten nach dem Absturz eines US-Kampfhubschraubers Gefechte geliefert.

17.28 Uhr: 22 Nationen fordern Ende iranischer Angriffe auf Kritiker im Ausland

22 Staaten haben gemeinsam ein Ende iranischer Angriffe und Schikanen gegen Kritiker Teherans in Europa, Nordamerika und Australien gefordert. Die Geheimdienstorganisation der Islamischen Revolutionsgarde, die Al-Kuds-Brigaden und weitere vom Iran finanzierte Gruppierungen sowie das iranische Geheimdienstministerium hätten iranische Dissidenten, Journalisten sowie jüdische und israelische Gemeinschaften und Interessen ins Visier genommen - darunter mutmaßlich auch ein jüdisches Restaurant in München. "Wir stehen vereint in unserer Entschlossenheit, unsere Länder und unsere Bevölkerung vor diesen Bedrohungen zu schützen" erklärte das britische Außenministerium im Namen der unterzeichnenden Nationen, zu denen auch die Bundesrepublik gehörte.

Weitere Unterzeichner waren die USA, Kanada, Frankreich, die Niederlande, Belgien, Portugal, Irland, Bulgarien, Tschechien, Dänemark, Schweden, Finnland, Norwegen, Estland, Lettland, Litauen, Nordmazedonien, Albanien, Neuseeland und Australien.

16.50 Uhr: IAEA-Gremium verlangt Offenlegung von Irans Uran-Beständen

Teheran lässt Atominspektoren seit Monaten über seine Uran-Bestände im Dunkeln. Nun macht das Lenkungsgremium der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) Druck auf Teheran. Es sei "unerlässlich und dringend", dass die Islamische Republik ihre Vorräte an nuklearem Material vollständig offenlege, forderte der Gouverneursrat der IAEA in Wien in einer Resolution.

Die Vereinigten Staaten, Deutschland, Frankreich und Großbritannien hatten die Resolution initiiert. Darin verlangt der Gouverneursrat auch, dass der Iran IAEA-Inspektoren Zugang gewähren solle. Damit soll sichergestellt werden, dass kein nukleares Material für militärische Zwecke abgezweigt wird, wie aus dem Text hervorgeht. Das IAEA-Gremium bekräftigte auch seine Drohung, den UN-Sicherheitsrat in New York einzuschalten, sollte Teheran weiterhin nicht kooperieren.

15.00 Uhr: UN schicken Ermittler wegen möglicher Völkerrechtsverstöße in Libanon

Die Vereinten Nationen (UN) schicken kommende Woche ein Ermittlerteam in den Libanon. Es solle mögliche Verstöße gegen das Völkerrecht durch alle Konfliktparteien untersuchen, teilt der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, mit. Es sei erste Mal, dass eine solches Team entsandt werde. Es gehe darum, Verstöße aller Parteien gegen das Völkerrecht und die internationalen Menschenrechte zu untersuchen, zu dokumentieren und darüber zu berichten.

Der Libanon wurde am 2. März in den Nahost-Konflikt hineingezogen. Die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz feuerte aus Solidarität mit dem Iran Raketen auf Israel ab, das zusammen mit den USA am 28. Februar den Iran angegriffen hatte. Israel reagierte mit einer umfassenden Luft- und Bodenoffensive im Libanon. Dadurch wurden bislang mehr als 3.600 Menschen getötet und mehr als eine Million Menschen vertrieben.

13.39 Uhr: Trump - Iran muss für schleppende Verhandlungen "den Preis zahlen"

US-Präsident Donald Trump ist eigenen Aussagen zufolge kurz davor, neue Angriffe auf Kraftwerke und Brücken im Iran anzuordnen. Der Iran brauche zu lange, um eine Vereinbarung zu treffen, sagte er bei Fox News. Zuvor hatte Trump auf seiner Plattform "Truth Social" bereits geschrieben, dass der Iran zu lange für Verhandlungen brauche und dafür nun "den Preis zahlen" müsse. Was genau dies für die Islamische Republik bedeuten soll, ließ der Republikaner offen. Zuvor hatten sich die beiden Kriegsgegner erneut Gefechte geliefert.

Trump schrieb in seinem Beitrag weiter, das iranische Militär sei "ein einziges und totales Chaos". Der Großteil der Armee, etwa die Marine und die Luftwaffe, existiere gar nicht mehr: "Sie wurden komplett besiegt." Der Iran rede nur und lasse keine Taten folgen. "Der Rüpel des Nahen Ostens ist TOT!!!", erklärte Trump teils in den für ihn charakteristischen Versalien.

12.51 Uhr: Staatsmedien - 20.000 Menschen im Iran nach US-Angriffen ohne Trinkwasser

Nach US-Angriffen auf zwei Wasserspeicher im Süden des Iran haben tausende Menschen in der Stadt Sirik nach iranischen Angaben keinen Zugang zu Trinkwasser mehr. "Bei Temperaturen zwischen 45 und 50 Grad Celsius sind die Bedingungen für die Anwohner extrem schwierig und kritisch geworden", berichtete das iranische Staatsfernsehen unter Verweis auf das örtliche Versorgungsunternehmen. Nach dem US-Angriff hätten "20.000 Einwohner der Region den Zugang zu sauberem Trinkwasser verloren".

Die US-Armee hatte in der Nacht auf Mittwoch Luftangriffe auf die Hafenstädte Dschask und Sirik sowie auf die Insel Keschm in der nach wie vor blockierten Straße von Hormus geflogen. Dabei wurden Wasserspeicher getroffen, die zwei Stadtteile in der Stadt Sirik mit Wasser versorgen.

12.44 Uhr: Hapag-Lloyd - Ende der Schifffahrtskrise im Persischen Golf nicht absehbar

Die Großreederei Hapag-Lloyd hat Hoffnungen auf baldige Besserung für die Schifffahrt im Persischen Golf gedämpft. Derzeit sei ein Ende der Krise nicht absehbar, sagte Konzernchef Rolf Habben Jansen auf einer Online-Kundenkonferenz. Selbst bei einer Wiedereröffnung der für die Schifffahrt so wichtigen Straße von Hormus werde eine Rückkehr zur Normalität mindestens drei Monate dauern. Je länger sich die Krise hinziehe, desto mehr verzögere sich auch der Wiedereinstieg in den Normalbetrieb.

Die vergangenen Monate hätten gezeigt, wie fragil der Betrieb in der Region sei, erklärte Habben Jansen. Dies könne sogar "zu einem Umdenken darüber führen, wie man diese Märkte am besten bedient". Allerdings werde nach seiner Erwartung vieles wieder beim Alten sein, sobald die Aussicht bestehe, dass es in der Straße von Hormus für längere Zeit friedlich bleibe: "Diese Länder über den Seeweg zu versorgen, ist schlichtweg die mit Abstand effizienteste Methode. Und darauf kommt es letztlich an."

12.18 Uhr: Likud-Partei - Netanjahu tritt bei Parlamentswahl in Israel erneut an

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu strebt eine weitere Amtszeit an. Er werde bei der noch in diesem Jahr anstehenden Parlamentswahl erneut kandidieren und, so Gott es wolle, gewinnen, teilte seine Likud-Partei mit. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump Zweifel an einem erneuten Antreten Netanjahus geäußert. Dem Washingtoner Chefkorrespondenten des US-Senders ABC News, Jonathan Karl, zufolge sagte Trump, er wisse nicht, ob Netanjahu weitermachen wolle, da dieser eine erstaunliche Karriere hinter sich habe.

Einen Termin für die Wahl gibt es noch nicht. Sie muss bis Oktober stattfinden. Es ist die erste seit dem Angriff der radikal-islamischen Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023, der die israelische Offensive im Gazastreifen auslöste. Netanjahu führt seit Dezember 2022 die am weitesten rechts stehende Koalition in der Geschichte des Landes. Seine Amtszeit ist von massiven regierungskritischen Protesten sowie den Kriegen im Gazastreifen, im Libanon und im Iran geprägt. Umfragen deuten darauf hin, dass sein Bündnis bei der kommenden Wahl die Mehrheit verfehlen könnte.

11.38 Uhr: Teheran - USA schaden mit Angriffen Friedensbemühungen

Die USA haben nach den Worten Teherans mit ihren jüngsten Angriffen auf den Iran die diplomatischen Bemühungen beider Länder um ein Abkommen beschädigt, das zu einer Beendigung des Kriegs führen könnte. Es gebe "wiederholte Kurswechsel bei Positionen und Forderungen" der USA, sagte der Sprecher des Außenministeriums in Teheran, Esmaeil Baghaei. "Das Schlimmste" seien "wiederholte Verletzungen der Feuerpause", erklärte er in einer von iranischen Medien verbreiteten Videobotschaft.

Die Vereinigten Staaten sendeten "widersprüchlichen Botschaften" aus, sagte der Sprecher den Angaben zufolge. "Jeder diplomatische Prozess" werde "durch den Einsatz von Gewalt und durch das Zurückgreifen auf rechtswidrige Maßnahmen vor Ort beeinträchtigt". Seit dem 8. April gilt eine Feuerpause, die jedoch brüchig ist, die USA starteten in der vergangene Nacht neue Angriffe, da sie dem Iran des Abschuss eines US-Helikopters vorwerfen, der Iran spricht von einem Unfall.

11.27 Uhr: Bei "politischen Parolen": Irans Sportminister droht mit Abbruch von WM-Spielen

Kurz vor dem WM-Start hat der Iran mit Spielabbrüchen gedroht, wenn es bei Auftritten des Teams in den Stadien zu Protesten der persischen Diaspora gegen die islamische Führung kommen sollte. "Wir haben der FIFA bereits mitgeteilt, dass die Verantwortlichen des Teams das Spiel abbrechen würden, sobald wir in den Stadien politische Parolen hören", warnte Sportminister Ahmed Donjamali.

Der iranische Fußballverband habe den Weltverband zudem mehrfach aufgefordert, sicherzustellen, dass iranische Zuschauer ausschließlich die offizielle Flagge der Islamischen Republik ins Stadion bringen – und nicht die alte persische Flagge, die als Symbol der Gegnerschaft zum islamischen Regime gilt. Auch in diesem Fall würde das Team das Spielfeld verlassen, so der Minister laut Sportportal Varzesh3.

11.02 Uhr: Russland und China fordern nach neuen Angriffen Zurückhaltung

Nach den jüngsten gegenseitigen Angriffen der USA und des Iran haben Russland und China beide Seiten zur "Zurückhaltung" aufgerufen. Außenamtssprecherin Maria Sacharowa sagte vor Journalisten in Moskau: "Wir sind extrem besorgt über die neue Runde bewaffneter US-iranischer Konfrontation." Diese habe mit "unprovozierter US-israelischer Aggression" gegen den Iran begonnen. Sie appellierte an Washington und Teheran, "Zurückhaltung zu üben und die militärischen Angriffe unverzüglich einzustellen".

Chinas Regierung zeigte sich nach den jüngsten gegenseitigen Angriffen der USA und des Iran "tief besorgt" und rief ebenfalls beide Seiten zur Zurückhaltung auf, allerdings ohne klare Schuldzuweisung. Ein Sprecher des Außenministeriums in Peking sagte, "verschiedene betroffene Parteien" sollten "konkrete Maßnahmen" ergreifen, um eine weitere Eskalation der Lage zu vermeiden und die Spannungen abzumildern. 

10.43 Uhr: Iran will Gespräche mit USA nach Angriffen neu bewerten

Der Sprecher des Außenministeriums in Teheran, Esmaeil Baghaei, hat erklärt, der Iran müsse seine Gespräche mit den USA nach den Angriffen in der vergangenen Nacht neu bewerten. Mit ihren fortgesetzten Verstößen gegen die Waffenruhe schadeten die USA dem diplomatischen Prozess, erklärte Baghaei laut Nachrichtenagentur SNN weiter.

10.34 Uhr: DIW - Ölpreisschock treibt Deutschland in die Rezession

Der durch den Iran-Krieg ausgelöste Energiepreisschock treibt Deutschland nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) vorübergehend in die Rezession. Im laufenden Frühjahrs- und im Sommer-Quartal dürfte die Wirtschaftsleistung leicht schrumpfen, erklärten die Ökonomen zu ihrer aktualisierten Konjunkturprognose, damit drohe eine technische Rezession. Zum Jahresende werde sich die Wirtschaft dann wieder stabilisieren. Für das Gesamtjahr 2026 rechnet das DIW nur noch mit 0,5 Prozent Wachstum und für nächstes Jahr mit 0,8 Prozent.

Im März und damit kurz nach Beginn des Iran-Kriegs hatte das DIW für dieses Jahr noch 1,0 Prozent Wachstum erwartet und für 2027 mit 1,4 Prozent gerechnet. "Der Energiepreisschock bremst die Erholung spürbar – aber wir erleben kein zweites 2022/23", erklärte DIW-Konjunkturchefin Geraldine Dany-Knedlik: "Der Schock ist kleiner, die Energieversorgung ist noch gesichert, und Deutschland ist heute weniger abhängig von fossilen Importen als nach Beginn des Ukraine-Kriegs."

10.20 Uhr: Frachter vor Jemens Küste angegriffen – Wachleute wehren Attacke ab

Vor der Küste des Jemen ist ein Frachtschiff von einem Schnellboot angegriffen worden. Die Seehandelsaufsicht der britischen Marine (UKMTO) teilte mit, Wachleute an Bord des Schiffs im Golf von Aden hätten sich einen Schusswechsel mit den bewaffneten Männern geliefert und den Angriff abgewehrt.

Bisher reklamierte keine Gruppe den Angriff auf das Frachtschiff für sich. Die Huthi-Miliz hatte jedoch angekündigt, ihre Angriffe auf mit Israel verbündete Schiffe im Roten Meer wieder aufzunehmen. Gleichzeitig sind somalische Piraten in der Region zuletzt aktiver geworden. Schiffe in der Nähe wurden aufgerufen, die Gegend vorsichtig zu befahren.

08.54 Uhr: Jordanien fängt iranische Raketen ab – keine Schäden

Neben Kuwait und Bahrain ist auch Jordanien trotz der eigentlich geltenden Waffenruhe im Iran-Krieg unter Beschuss geraten. Die Flugabwehr habe in al-Asrak am Dienstagabend fünf iranische Raketen abgefangen, teilten Jordaniens Streitkräfte der Staatsagentur Petra zufolge am Morgen mit. Dabei seien Trümmerteile herabgefallen, es habe aber keine Opfer oder Schäden gegeben. Man werde keinerlei Verletzung des Luftraums zulassen, hieß es weiter.

08.30 Uhr: Ölpreise kaum verändert trotz US-Angriff auf den Iran

Die Ölpreise haben sich am Mittwoch trotz der jüngsten Angriffe der USA auf Ziele im Iran kaum bewegt. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August kostete 91,22 US-Dollar (78,94 Euro) und damit geringfügig weniger als am Vorabend. Damit notiert der Preis knapp über dem tiefsten Stand seit April, der am Dienstag erreicht worden war.

07.23 Uhr: Teheran – Golfstaaten müssen US-Angriffe auf den Iran verhindern

Das iranische Außenministerium sieht die Golfstaaten nach eigenen Angaben in der "rechtlichen und moralischen Verantwortung", Angriffe der USA und Israels auf die Islamische Republik zu verhindern. Die Länder in der Region müssten dafür sorgen, dass die US-Armee und Israel "ihr Territorium oder ihre Einrichtungen" nicht nutzten, um "feindselige Handlungen gegen den Iran zu planen, zu organisieren, auszuführen oder zu unterstützen", erklärte das Ministerium am Mittwoch.

04.34 Uhr: Kuwait meldet iranischen Angriff – Luftabwehr aktiv

Kuwait hat am Mittwoch seine Luftabwehr aktiviert, nachdem der Golfstaat eigenen Angaben zufolge unter Beschuss aus dem Iran geraten sei. Der Iran erklärte, das Land ins Visier genommen zu haben, um sich für US-Luftangriffe am frühen Mittwochmorgen zu rächen. Teheran beanspruchte zudem Angriffe auf Bahrain und Jordanien für sich. Der Iran reagierte damit auf die US-Luftangriffe nach dem Absturz eines ihrer Armeehubschraubers nahe der Straße von Hormus.

04.19 Uhr: Iran meldet Vergeltungsangriff auf US-Militärbasis in Jordanien

Nach US-Luftangriffen auf den Iran hat die Islamische Republik eigenen Angaben zufolge einen Vergeltungsangriff ausgeübt. Die iranische paramilitärische Revolutionsgarde erklärte, sie habe Raketen auf den US-Militärstützpunkt Muwaffak Salti in Jordanien abgefeuert. Auf der Basis waren nach Angaben der USA auch F-35-Kampfjets und andere Flugzeuge stationiert. Weder Jordanien noch die USA bestätigten den Angriff bislang.

03.50 Uhr: USA und Iran greifen sich erneut gegenseitig an

Nach dem Abschuss eines ihrer Hubschrauber haben die US-Streitkräfte in der Nacht zum Mittwoch neue Angriffe auf den Iran geflogen. Es handele sich um eine "sehr starke, sehr kraftvolle" Antwort auf den Hubschrauber-Abschuss, sagte US-Präsident Donald Trump. Die iranischen Revolutionsgarden attackierten nach eigenen Angaben im Gegenzug einen US-Stützpunkt in Bahrain und drohten bei weiteren Angriffen auf ihr Land mit einer noch "schärferen Antwort". Inzwischen hat das US-Militär seine Angriffe auf Ziele im Iran nach eigenen Angaben wieder beendet.

Iranische Medien berichteten von mindestens zwei US-Angriffswellen. Es habe zunächst  Explosionen an der Südküste des Landes nahe der Straße von Hormus gegeben. Nachdem es eine kurze Phase der "Ruhe" gegeben habe, habe es neue Angriffe gegeben. Die iranischen Revolutionsgarden erklärten, die USA hätten "unter falschen Vorwänden mehrere Ziele in Jask, Sirik und Qeshm" angegriffen. Dabei seien ein Funkmast in Sirik beschädigt und zwei Wassertanks in der Stadt zerstört worden. 

Im Audio: US-Militär bestätigt Angriffe auf Iran

Archivbild: Apache-Helikopter bei einem Übungsflug
Bildrechte: picture alliance / Sipa USA | SOPA Images
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Der Absturz eines Apache-Helikopters (hier bei einem Übungsflug) löste die US-Angriffe aus

03.28 Uhr: US-Militär – Zwei iranische Drohnen abgeschossen

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben im Bereich der Straße von Hormus zwei iranische Kampfdrohnen abgeschossen. Diese hätten eine Bedrohung für die internationale Schifffahrt in der Meerenge dargestellt, teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando (Centcom) in der Nacht auf der Plattform X mit. US-Truppen seien weiterhin bereit, iranische Aggressionen abzuwehren. 

02.39 Uhr: Außenminister Araghtschi - Iran wird "keinen Angriff unbeantwortet lassen"

Angesichts neuer US-Angriffe auf sein Land hat Irans Außenminister Abbas Araghtschi mit Vergeltung gedroht. Die iranische Armee werde "keinen Angriff und keine Drohung unbeantwortet lassen", erklärte Araghtschi am Mittwoch im Onlinedienst X. Zuvor hatten die USA den Iran erneut angegriffen, sie reagierten damit nach eigenen Angaben auf den Abschuss eines US-Hubschraubers.

00.07: US-Militärhubschrauber kollidierte nach Angaben aus US-Regierungskreisen mit iranischer Drohne

Ein nahe der Straße von Hormus abgestürzter US-Militärhubschrauber ist nach Angaben eines US-Regierungsvertreters nach einer Kollision mit einer iranischen Drohne zu Boden gegangen. Das teilte der Beamte der AP am Dienstag (Ortszeit) mit. Unklar sei, ob die Kollision absichtlich herbeigeführt wurde, hieß es weiter. Die Ermittlungen dauerten noch an. In offiziellen Stellungnahmen hieß es bislang lediglich, dass der Absturz untersucht werde. Zuvor hatten bereits CNN, CBS News und andere Medien über eine Kollision mit einer iranischen Drohne berichtet.

Mittwoch, 10. Juni 2026

23.30 Uhr: US-Armee meldet Angriffe auf Iran als Vergeltung für Hubschrauber-Abschuss

Die US-Armee hat nach eigenen Angaben Angriffe auf den Iran begonnen. Es handele sich um Angriffe zur "Selbstverteidigung" nach dem Abschuss eines US-Hubschraubers vom Typ Apache, teilte das für die Golfregion zuständige US-Regionalkommando Centcom mit. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor erklärt, dass die Piloten bei dem Hubschrauber-Abschuss zwar unverletzt geblieben seien, die Vereinigten Staaten aber "gezwungenermaßen auf diesen Angriff reagieren" müssten.

22.12 Uhr: Libanon verdächtigt Israel, Tyros vor der Evakuierung angegriffen zu haben

Der jüngste israelische Luftangriff auf die libanesische Hafenstadt Tyros ist örtlichen Angaben zufolge erfolgt, noch bevor Israel zur Evakuierung aufgerufen hatte. Mindestens acht Menschen seien getötet worden, so das libanesische Gesundheitsministerium. Bislang gibt es zu dem Vorwurf keine Stellungnahme von israelischer Seite.

21.50 Uhr: Netanjahu angeblich zu Angriff ohne USA bereit

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ist offenbar unter Umständen bereit, ohne die USA einen Militärschlag gegen den Iran durchzuführen. Das meldet der Fernsehsenders i24News und beruft sich auf eine Kabinettssitzung am Montagabend. Netanjahu habe gesagt, dass Israel das zwar nicht wolle, aber wisse, dass es so weit kommen könne. 

Der israelische Iran-Experte Danny Citronowicz warnte auf X, ein signifikanter militärischer Schritt ohne amerikanische Unterstützung wäre ein strategisch gewaltiges Wagnis für Israels nationale Sicherheit und sollte daher nur in Betracht gezogen werden, wenn keine Alternativen bestehen.

18.55 Uhr: Trump droht Iran nach Hubschrauber-Abschuss

US-Präsident Donald Trump hat den Iran für den Absturz eines US-Hubschraubers in der Nähe der Straße von Hormus verantwortlich gemacht. Die USA müssten darauf reagieren, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. "Ich wurde soeben von unserem großartigen Militär darüber informiert, dass die Iraner gestern Abend einen unserer hochmodernen Apache-Hubschrauber abgeschossen haben, während dieser über der Straße von Hormus auf Patrouille war", erklärte Trump. "Es waren zwei Piloten an Bord, die beide wohlauf und unverletzt sind. Dennoch müssen die Vereinigten Staaten zwangsläufig auf diesen Angriff reagieren."

17.45 Uhr: Abgestürzte Piloten von Drohnen-Boot gerettet

Zwei Insassen eines abgestürzten US-Militärhubschraubers haben zwei Stunden im Meer nahe der Straße von Hormus verbracht, bevor sie von einem Drohnenboot gerettet wurden. Das gut sieben Meter lange, unbemannte Boot habe die beiden Besatzungsmitglieder des Helikopters gefunden und ans Ufer gebracht, sagte ein Sprecher des für den Nahen Osten zuständigen Regionalkommandos des US-Militärs, Tim Hawkins, am Dienstag.

Warum der Apache-Kampfhubschrauber der US-Armee nahe der Meerenge abgestürzt ist, wurde bisher nicht mitgeteilt. Laut dem US-Militär ereignete sich das Unglück gegen 3.30 Uhr Ortszeit während einer Patrouille vor der Küste des Omans. Die Piloten seien wohlauf, sagte US-Präsident Donald Trump nach ihrer Rettung.

17.40 Uhr: Iran meldet drei Tote nach israelischen Angriffen

Nach den jüngsten israelischen Angriffen hat der Iran drei Tote gemeldet. Zwei Soldaten der Flugabwehr seien am Montag durch israelischen Beschuss getötet worden, hieß es in einer von der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Erklärung. Zu ihrem Einsatzort gab es zunächst keine Angaben. 

Die Nachrichtenagenturen Fars und Mehr berichteten später über einen weiteren Toten. Demnach kam bei den israelischen Angriffen ein Mitarbeiter der Hauptstadt Teheran ums Leben. Zuvor hatten Irans Rettungsdienste 15 Verletzte gemeldet. 14 der Verletzten stammten demnach aus der Provinz Chusestan im Landessüden. Einer der Verletzten stammte aus der Hauptstadt Teheran.

17.13 Uhr: Israel kritisiert Sanktionen gegen Siedler als anti-israelisch

Israel hat die jüngsten Sanktionen mehrerer Länder gegen extremistische israelische Siedler, Siedlerorganisationen und den israelischen Finanzminister Bezalel Smotrich als antiisraelisch verurteilt. Unter falschem Vorwand dienten die Maßnahmen dazu, den Antisemitismus weiter anzufachen, schrieb das israelische Außenministerium im Online-Dienst X. In Wirklichkeit gehe es darum, eine bestimmte politische Haltung hinsichtlich des Rechts der Juden auf ein Leben im Land Israel und hinsichtlich des israelisch-palästinensischen Konflikts durchzusetzen. Die betreffenden ausländischen Regierungen hätten dabei selbst beim Kampf gegen Rassismus in ihren Ländern eklatant versagt.

16.54 Uhr: Palästinensergruppen einigen sich auf Teil-Entwaffnung

Die radikalislamische Hamas und mehrere andere palästinensische Gruppen haben sich bei Verhandlungen in der ägyptischen Hauptstadt Kairo darauf verständigt, dass militante Gruppen im Gazastreifen einen Teil ihrer Waffen an eine noch einzurichtende palästinensische Verwaltung abgeben sollen. Das verlautete am Dienstag aus Verhandlungskreisen. Eine vollständige Entwaffnung - wie von Israel gefordert - lehnten die Verhandler demnach aber ab. 

Bei dem Treffen sei es um die Modalitäten einer möglichen Waffenübergabe gegangen. Auch wenn Israel nicht auf den Vorschlag eingehe, könnten "unter Berücksichtigung dieser Einigung neue akzeptable Formeln entwickelt werden", sagte ein Teilnehmer. 

16.31 Uhr: Britische Regierung untersagt Investitionen in Siedlungen im Westjordanland

Britischen Unternehmen und Staatsbürgern ist es fortan untersagt, wirtschaftliche Aktivitäten mit Bezug zu israelischen Siedlungen im besetzten Westjordanland zu verfolgen. "Ich habe unsere Leitlinien zu Geschäftsrisiken verschärft, um klar und unmissverständlich zu machen: Wenn Sie britischer Staatsbürger oder ein britisches Unternehmen sind, sollten Sie keine wirtschaftlichen und finanziellen Aktivitäten in illegalen israelischen Siedlungen vollziehen", erklärte Außenministerin Yvette Cooper am Dienstag im Parlament in London.

16.30 Uhr: Nach Flughafen-Fotos festgenommener Kreta-Urlauber wieder frei

Nach seine Verhaftung wegen Fotos an einem Flughafen auf Kreta und SPionageverdacht, ist ein deutscher Kreta-Urlauber nun wieder auf freiem Fuß. Der Mann hatte - offenbar unwissentlich - in sicherheitsrelevanten Bereichen fotografiert und musste einige Tage in Gewahrsam. Der Verdacht: Spionage. Jetzt kann er den Urlaub mit seiner Familie fortsetzen.

15.22 Uhr: Frankreich verhängt Einreiseverbot gegen weiteren israelischen Minister

Wegen seines Strebens nach Annexion des Westjordanlands hat Frankreich den rechtsextremen israelischen Finanzminister Bezalel Smotrich mit einem Einreiseverbot belegt. Smotrich setze sich offen für neue israelische Siedlungen im Westjordanland und im Gazastreifen sowie für den wirtschaftlichen Zusammenbruch der Palästinensischen Autonomiebehörde ein, schrieb Außenminister Jean-Noël Barrot am Dienstag im Onlinedienst X. 

Frankreich verbiete zudem vier Verantwortlichen von Siedler-Organisationen und 21 gewalttätigen Siedlern die Einreise. Gemeinsam mit mehreren anderen Nationen, darunter Großbritannien, Kanada und Australien, verhänge Frankreich neue Sanktionen gegen die Verantwortlichen, die die israelische Besiedlung des Westjordanlands und die Gewalt in der Region förderten, sagte der Minister. Smotrich ist der zweite israelische Minister, dem Paris die Einreise untersagt.

14.59 Uhr: Hisbollah-Kämpfer dringt nach Israel ein und wird erschossen

Ein bewaffnetes Mitglied der libanesischen Hisbollah-Miliz ist nach israelischen Angaben nach Israel vorgedrungen und hat dort das Feuer auf israelische Soldaten eröffnet. Die Truppen im Bereich des Ramim-Höhenzugs hätten zurückgefeuert und den Angreifer "ausgeschaltet", hieß es in einer Mitteilung der Armee. Keiner der Soldaten sei verletzt worden. Sicherheitskräfte durchkämmten weiter das Gebiet. Es war zunächst unklar, wie der Hisbollah-Kämpfer die streng bewachte Grenze nach Israel überqueren konnte. Zur Unterstützung der Suchmaßnahmen wurde eine Drohne der israelischen Luftwaffe in das Gebiet entsandt.

12.22 Uhr: Iran bestätigt Tote durch israelische Angriffe

Die jüngsten israelischen Angriffe haben im Iran laut Berichten staatlicher Medien mindestens zwei Militärangehörige das Leben gekostet. Bei den Todesopfern der Angriffe vom Montag handele es sich um Mitglieder einer Luftverteidigungseinheit, berichtete das Staatsfernsehen am Dienstag.

11.56 Uhr: Libanesische Medien melden Angriff auf Tyrus nach israelischen Warnungen

Kurz nach einem israelischen Evakuierungaufruf ist die Stadt Tyrus im Süden des Libanon nach Angaben der libanesischen Staatsmedien angegriffen worden. "Feindliche Kampfflugzeuge haben einen heftigen Angriff auf Tyrus gestartet", meldete die staatliche Nachrichtenagentur NNA am Dienstagvormittag. Die israelische Armee hatte zuvor sämtliche Bewohner zum Verlassen der Stadt aufgerufen. Israel hatte Tyrus in den vergangenen Monaten wiederholt beschossen und dies mit Angriffen auf Stellungen der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz begründet.

10.05 Uhr: US-Behörde erhebt Terrorvorwürfe gegen UN-Mitarbeiter

Die US-Entwicklungsbehörde USAID empfiehlt die Sanktionen gegen weitere 101 aktuelle und ehemalige Mitarbeiter des UN-Palästinahilfswerks UNRWA im Gazastreifen. Sie sollen nach einer Untersuchung des Generalinspektors der US-Behörde in Verbindung mit dem militärischen Flügel der Hamas stehen und an Massakern des 7. Oktober beteiligt gewesen sein. US-Medien berichteten am Montag über den Vorgang. Laut Informationen des USAID-Generalinspekteurs, die am Freitag veröffentlicht worden waren, gehören Schulleiter, Lehrer, Sicherheitspersonal, Betreuer, psychosoziale Berater und medizinisches Fachpersonal zu den Beschuldigten

10.00 Uhr: UN – Tödliche Siedler-Gewalt im Westjordanland nimmt zu

Die Gewalt israelischer Siedler gegen palästinensische Zivilisten im Westjordanland hat laut einer UN-Kommission weiter zugenommen. Im vergangenen Jahr hätten Siedler mindestens sieben Palästinenser getötet und 832 weitere verletzt, hieß es im Bericht der UN-Untersuchungskommission. Damit habe sich die Zahl der Opfer gegenüber 2024 mehr als verdoppelt.

Dem Bericht zufolge ermöglichten israelische Behörden diese Angriffe durch finanzielle und militärische Unterstützung. Israels Justiz- und Strafverfolgungsbehörden wiederum hätten für Siedlergewalt jahrzehntelang Straffreiheit gewährt. 

09.31 Uhr: Israelisches Militär gibt Evakuierungsaufruf für die libanesische Stadt Tyrus aus

Trotz der wiederaufgenommenen Waffenruhe mit dem Iran hat das israelische Militär einen Evakuierungsaufruf für die libanesische Küstenstadt Tyrus herausgegeben und damit vor möglichen Angriffen gewarnt. Erstmals umfasst der Aufruf auch das christliche Viertel der Stadt. Zur Begründung hieß es am Dienstag, Kämpfer der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz seien dort aktiv. Beweise dafür legte die Armee zunächst nicht vor. Bisherige Räumungsaufforderungen hatten das christliche Viertel ausgeklammert. Das israelische Militär hatte die Einwohner jedoch zuvor gewarnt, dass auch dieses Gebiet ins Visier genommen werden könnte, sollte die Hisbollah dort weiterhin präsent sein. Solchen Evakuierungsaufrufen folgen häufig Angriffe der israelischen Armee.

08.22 Uhr: Ölpreise sinken – Anleger setzen auf brüchigen Frieden im Nahen Osten

Nach dem vom Iran und Israel verkündeten Stopp ihrer gegenseitigen Angriffe sind die Ölpreise wieder gefallen. Die Nordseesorte Brent verbilligt sich am Dienstag um bis zu 1,3 Prozent auf 93,06 Dollar je Barrel. Der Preis für US-Leichtöl WTI fällt in der Spitze um 1,6 Prozent auf 89,81 Dollar. Am Montag waren sie um bis zu fünf Prozent gestiegen, nachdem erneute israelische Angriffe auf den Iran und Angriffe im Libanon die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Krieges verringert hatten.

07.10 Uhr: Trump – Piloten nach Helikopterabsturz nahe Straße von Hormus wohlauf

Nahe der Straße von Hormus ist ein US-Militärhubschrauber abgestürzt. Die Piloten seien "wohlauf", erklärte US-Präsident Donald Trump am späten Montagabend Journalisten, nachdem er in New York ein Finale der NBA verfolgt hatte. "Niemand ist verletzt. Wir werden morgen einen Bericht veröffentlichen. Aber die Piloten sind in Ordnung."

Die "New York Times" hatte zuerst berichtet, dass ein Apache-Kampfhubschrauber der US-Armee unter bislang ungeklärten Umständen nahe der Meerenge abgestürzt sei.

07.03 Uhr: Trump – Verhandlungen über Iran-Abkommen "in den letzten Zügen"

US-Präsident Donald Trump hat den Abschluss einer Vereinbarung zur Beendigung des Iran-Kriegs in den kommenden Tagen in Aussicht gestellt. "Wir befinden uns in den letzten Zügen dessen, was ein sehr, sehr gutes Abkommen sein wird", sagte Trump am Dienstag. Er halte den Abschluss der Verhandlungen in den kommenden "zwei oder drei Tage" für möglich.

US-Präsident Donald Trump
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US-Präsident Donald Trump

05.57 Uhr: Zeitungsbericht – US-Kampfhubschrauber nahe der Straße von Hormus abgestürzt

Ein Apache-Kampfhubschrauber der US-Armee ist einem Zeitungsbericht zufolge am Montag nahe der Straße von Hormus abgestürzt. Die zwei Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden, berichtet die Zeitung "New York Times".

04.05 Uhr: Israel und Iran stellen Angriffe ein – neue Drohungen

Nach einer neuen gefährlichen Eskalation im Konflikt zwischen dem Iran und Israel haben die Erzfeinde ihre wechselseitigen Angriffe vorerst wieder eingestellt. Beide Seiten drohten jedoch im Fall von Verstößen gegen ihre jeweiligen Bedingungen mit noch härteren Kämpfen. Die ersten gegenseitigen Angriffe seit zwei Monaten drohten, US-Präsident Donald Trumps Bemühungen zur Beendigung des Iran-Kriegs zu untergraben.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bestätigte die Feuerpause in einer Videobotschaft. Sollte der Iran einen Fehler begehen und Israel erneut angreifen, werde man mit aller Härte reagieren, warnte er am Montagabend. Trump sagte dem israelischen TV-Sender N12 am Montag, er habe Netanjahu während eines Telefongesprächs gewarnt, dass Israel im Falle einer Ausweitung der Angriffe zu einem größeren regionalen Krieg möglicherweise isoliert dastehen könnte. 

02.41 Uhr: Irans UN-Botschafter hofft auf Einigung mit den USA bis Ende Juni

Der iranische UN-Botschafter Amir Saeid Iravani hofft auf eine Einigung in den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran bis Ende Juni. Der Botschafter sagte am Montag (Ortszeit), die Vereinigten Staaten und der Iran "stellen ihre Standpunkte bereit und tauschen sie aus, um zu einem Abschluss zu gelangen" - unter Vermittlung Pakistans. "Wir haben noch kein endgültiges Dokument erhalten, aber wir arbeiten daran, es zu bekommen", sagte er.

Ob er glaube, dass dies bis Ende dieses Monats geschehen werde? "Wir hoffen es. Wir hoffen es", antwortete Iravani. Er betonte, dass die Waffenruhe umfassend sei und für die gesamte Region gelte, einschließlich des Libanons - was Israel jedoch zurückweist. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte am Montag, Israel werde seine Angriffe auf die Hisbollah im Libanon fortsetzen, selbst wenn es weitere Angriffe auf den Iran vorerst zurückfährt.

01.18 Uhr: Israel meldet Sichtung von "verdächtigem" Flugobjekt aus dem Jemen

Die israelische Armee hat die Sichtung eines "verdächtigen" Flugobjekts aus dem Jemen gemeldet. Dieses sei am frühen Dienstagmorgen abgefangen worden, erklärte die Armee. Der Vorfall habe sich in der Region Eilat in Südisrael ereignet. Es habe keine Verletzten gegeben.

Vom Jemen aus feuerten die von Teheran unterstützten Huthi-Rebellen seit Beginn des Iran-Krieges immer wieder Raketen auf Israel ab. Die Miliz ist wie die islamistische Hamas im Gazastreifen und die Hisbollah im Libanon Teil der iranischen "Achse des Widerstands".

00.20 Uhr: Israels Militär fängt im Süden des Landes Drohne aus dem Jemen ab

Die israelische Luftwaffe hat nach eigenen Angaben über dem Süden des Landes eine Drohne aus dem Jemen abgefangen. Der Vorfall im Luftraum über der Stadt Eilat am Roten Meer sei abgeschlossen, teilte das Militär auf der Plattform X mit. Die Streitkräfte machten keine Angaben dazu, welche Gruppe sie für den Drohnenangriff verantwortlich machten. 

Dienstag, 9. Juni 2026

22.28 Uhr: Trump warnt Netanjahu vor Krieg gegen Iran im Alleingang

US-Präsident Donald Trump warnt den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu vor einem erneuten Krieg gegen den Iran. Sollte es zu einem neuen Konflikt kommen, könnte Israel auf sich allein gestellt sein, sagt Trump in einem Interview des US-Nachrichtenportals Axios. "Ich habe gesagt: 'Bibi (Netanyahu), du solltest besser vorsichtig sein, oder du wirst sehr bald auf dich allein gestellt sein'", zitiert das Portal den US-Präsidenten.

22.03 Uhr: Ermittlungen gegen Israels Sicherheitsminister Ben-Gwir in Italien

In Italien laufen Insiderangaben zufolge Ermittlungen gegen den israelischen Sicherheitsminister Itamar Ben-Gwir wegen des Verdachts der Folter und Freiheitsberaubung. Hintergrund ist der Umgang mit Aktivisten einer Gaza-Hilfsflotte im vergangenen Monat, unter denen sich auch italienische Staatsbürger befanden, wie aus Justizkreisen verlautet.

Ben-Gwir erklärt in einer Stellungnahme, er werde sich den Ermittlungen nicht entziehen und weiterhin an der Seite der israelischen Einsatzkräfte stehen. Die italienische Regierung unter Ministerpräsidentin Giorgia Meloni bezeichnet das Vorgehen gegen die Aktivisten als "inakzeptabel". Sollten die Ermittlungen ergeben, dass eine Anklage gerechtfertigt ist, könnten die Staatsanwälte einen formellen Antrag auf Einleitung eines Verfahrens stellen.

21.13 Uhr: Iran - Neuer Sicherheitsgürtel von Hormus bis zum Roten Meer

Die iranischen Al-Kuds-Brigaden kündigen die Errichtung eines neuen Sicherheitsgürtels an. Dieser "Gürtel des Widerstands" soll sich von der Straße von Hormus bis zur Meerenge Bab al-Mandab vor der Küste des Jemen sowie vom Golf bis zum Roten Meer erstrecken, sagt der Kommandeur Esmail Kaani nach Angaben von staatlichen Medien.

Unter dem Begriff "Widerstand" oder "Achse des Widerstands" fasst die Führung in Teheran ihre Verbündeten in der Region zusammen, zu denen unter anderem die Huthi-Rebellen im Jemen gehören.

20.14 Uhr: Libanons Präsident bietet Israel Gespräche über Nichtangriffspakt an

Der libanesische Präsident Joseph Aoun richtet einen seltenen Appell an Israel und bietet Verhandlungen über ein Ende des Krieges an. Eine militärische Lösung werde den Menschen im Norden Israels niemals Sicherheit bringen, sagt Aoun in einem Interview mit dem Sender CNN. Der Libanon sei bereit für Gespräche.

Ein Treffen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu schließt Aoun jedoch vor einer Einigung aus. Bei der angestrebten Vereinbarung solle es sich um einen Nichtangriffspakt und nicht um ein vollständiges Friedensabkommen handeln.

20.08 Uhr: Irans Chefunterhändler - Werden US-Seeblockade durchbrechen

Der Iran will die von den USA errichtete Seeblockade nach den Worten seines Chefunterhändlers Mohammad Bagher Ghalibaf durchbrechen. Man werde sie in eine weitere Niederlage für den Feind verwandeln, teilt Ghalibaf auf seinem Telegram-Kanal mit.

"Wir werden weder nur kämpfen noch nur verhandeln; vielmehr werden wir zu unserer eigenen Zeit kämpfen und zu unserer eigenen Zeit verhandeln", erklärt er. Das Ziel des Iran sei ein Ende des Krieges und eine stabile Sicherheit. Man habe kein Vertrauen in die Gegenseite.

19.53 Uhr: US-Militär - Tanker im Golf von Oman beschossen

Ein US-Kampfflugzeug hat nach Angaben des US-Militärs im Golf von Oman einen unbeladenen Öltanker beschossen und außer Gefecht gesetzt. Das Schiff habe gegen die US-Blockade iranischer Häfen verstoßen, erklärte das US-Militär am Montag.

Das Kampfflugzeug vom Typ F/A-18 Super Hornet habe "Präzisionsmunition" auf den Maschinen- und Steuerraum des Schiffes abgefeuert, nachdem die Besatzung den Anweisungen der US-Streitkräfte nicht Folge geleistet habe, erklärte das US-Regionalkommando Centcom im Onlinedienst X. Das unter der Flagge von Palau fahrende Schiff "M/T Marivex" sei "nicht mehr" in Richtung Iran unterwegs.

18.32 Uhr: Iranische Behörde hebt Flugverbot wieder auf

Der Iran hat nach der jüngsten militärischen Eskalation mit Israel die Beschränkungen im Flugverkehr wieder aufgehoben. "Da die notwendigen Sicherheitsvoraussetzungen geschaffen und die erforderlichen Abstimmungen mit den zuständigen Behörden getroffen wurden, sind die Flugbeschränkungen aufgehoben worden", sagte der Leiter der zivilen Luftfahrtbehörde, Abusar Schirudi, der Nachrichtenagentur Tasnim.

"Die Luftfahrtaktivitäten des Landes kehren schrittweise zum regulären Betrieb zurück." Nach neuen gegenseitigen Luftangriffen Israels und des Irans hatte das Land seinen kompletten Luftraum am Nachmittag geschlossen.

Im Video: Iran-Krieg - Einschätzungen aus den ARD-Studios Tel Aviv und Washington

Die Einschätzung der Lage mit unseren ARD-Korrespondentinnen Sophie von der Tann in Tel Aviv und Kerstin Klein in Washington.
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Die Einschätzung der Lage mit unseren ARD-Korrespondentinnen Sophie von der Tann in Tel Aviv und Kerstin Klein in Washington.

18.30 Uhr: Krankenhäuser - Mindestens fünf Tote bei Angriffen Israels

Bei israelischen Angriffen im Gazastreifen sind nach Angaben von Krankenhäusern mindestens fünf Menschen getötet worden, darunter ein Kind. Mehrere weitere Menschen wurden demnach verletzt. In Chan Junis im Süden des Gazastreifens kamen am Montagmorgen nach Angaben des Nasser-Krankenhauses zwei Menschen ums Leben. In Dschabalia im Norden wurden nach Angaben des Schifa-Krankenhauses drei Menschen getötet, darunter ein acht Jahre alter Junge. Mehrere weitere Menschen seien verletzt worden, teilte die Klinik mit.

17.54 Uhr: Israel ruft zur teilweisen Evakuierung von Tyros auf

Das israelische Militär ordnet die Evakuierung von Teilen der südlibanesischen Stadt Tyros an. Die Bewohner eines bestimmten Gebiets in der Küstenstadt sollten sich in Sicherheit bringen, teilt die Armee mit. Um welche Stadtteile es sich genau handelt, ist zunächst nicht bekannt.

Solchen Warnungen folgen in der Regel Angriffe der israelischen Armee auf Ziele in den betroffenen Gebieten. Tyros liegt am Mittelmeer und ist Teil des Unesco-Weltkulturerbes. Israel hat dort in der Vergangenheit Ziele im Rahmen seiner Offensive gegen die radikal-islamische Hisbollah-Miliz angegriffen.

17.41 Uhr: Außenminister - Türkei will Ende des Nahost-Kriegs vorantreiben

Die Türkei will ihre Bemühungen um ein Ende des Kriegs im Nahen Osten vorantreiben. Ankara stehe weiter in Kontakt mit den USA und dem Iran und berate sich zugleich mit Staaten der Region, sagte Außenminister Hakan Fidan nach Gesprächen mit seinen Kollegen aus Aserbaidschan und Georgien in Istanbul am Montag.

"Es ist unerlässlich, diesen Krieg hinter uns zu lassen, der unsere Region und die Welt an den Rand einer Katastrophe gebracht hat", sagte Fidan. Die Türkei werde in dieser kritischen Phase weiter Diplomatie und Dialog unterstützen. Gemeinsam mit Ägypten und anderen regionalen Partnern unterstützt die Türkei eine Initiative Pakistans zur Vermittlung eines Endes des Konflikts.

17.32 Uhr: Netanjahu bestätigt Feuerpause nach Angriffen auf Iran

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat eine Feuerpause nach der jüngsten Konfrontation mit dem Iran bestätigt. Nach israelischen Angriffen im Iran habe Teheran das Feuer eingestellt, sagte Netanjahu in einer Video-Botschaft. Sollte der Iran einen Fehler begehen und Israel erneut angreifen, werde man in aller Härte reagieren, kündigte Netanjahu an. "Israel hat das volle Recht zur Selbstverteidigung und wir setzen es, wenn nötig, um."

Der Iran und die libanesische Hisbollah-Miliz seien deutlich geschwächt, doch Israels Konflikt mit ihnen sei noch nicht beendet, erklärte Netanjahu. Beide hätten in den letzten 24 Stunden versucht, Israel eine "neue Gleichung" aufzuzwingen. "Sie dachten, sie könnten von libanesischem und iranischem Gebiet auf Israel schießen und dass wir nicht reagieren." Dies sei inakzeptabel und werde nicht passieren, betonte er.

(Archivbild) Berlin, 16.03.2023: Benjamin Netanjahu, Ministerpräsident des Staates Israel, während einer Pressekonferenz im Bundeskanzleramt in Berlin, Deutschland.
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(Archivbild) Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat eine Feuerpause nach der jüngsten Konfrontation mit dem Iran bestätigt.

17.26 Uhr: UN ehren getötete Mitarbeiter - allein 80 im Gazastreifen

Beim Gedenken an getötete UN-Angehörige weltweit hat Generalsekretär António Guterres besonders an die Opfer im Gazastreifen erinnert. Von 136 Mitarbeitern, die im vergangenen Jahr im Dienst ihr Leben verloren, starben allein 80 in Gaza, sagte Guterres bei der Feier am Montag in New York. Damit seien dort mehr UN-Angestellte getötet worden als in irgendeinem anderen Konflikt seit Bestehen der Vereinten Nationen. "Wir werden nie aufhören, Rechenschaft zu verlangen", sagte Guterres.

"Einige starben zusammen mit ihren Familien in ihren Häusern oder an den Orten, an denen sie Zuflucht gesucht hatten. Andere wurden bei der Ausübung ihrer Pflichten getötet – in Büros, in Schutzräumen und in den Gemeinschaften, denen sie dienten", sagte Guterres. Dies müsse der ganzen Welt im Gedächtnis bleiben.

17.16 Uhr: Wadephul - Irans Erklärung kann richtiger Schritt sein

Außenminister Johann Wadephul hat die iranische Ankündigung zu einem Ende der Angriffe auf Israel begrüßt. "Die heutige Erklärung Irans, die Angriffe seien beendet, kann ein richtiger Schritt sein. Wir werden jetzt genau beobachten, wie belastbar die Äußerung ist", sagte der CDU-Politiker bei einem Auftritt mit seiner australischen Kollegin Penny Wong in Berlin. Zugleich forderte er die Führung in Teheran auf, ihren Einfluss auf die Hisbollah-Miliz im Libanon zu verstärken, um ein Ende von deren Angriffen auf Israel zu erreichen.

"Voraussetzung für jede langfristige Befriedung ist Verhandlungsbereitschaft", fügte Wadephul hinzu. Deswegen unterstütze die Bundesregierung ausdrücklich die Bemühungen der USA um eine diplomatische Lösung. Man appelliere "an alle Beteiligten, ein Wiederaufflammen der kriegerischen Auseinandersetzung zu vermeiden". 

17.10 Uhr: Israel droht Hisbollah mit Angriffen auf Beirut-Vororte

Israel will nach den Worten seines Verteidigungsministers auf jeden Hisbollah-Angriff im Norden des Landes mit einem Gegenangriff auf die Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut reagieren. Diese gelten als Hochburg der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz. "Für die Dahija (die südlichen Vororte von Beirut) gilt dasselbe wie für die Ortschaften im Norden Israels", sagte Verteidigungsminister Israel Katz nach Angaben seines Büros. 

"Die israelische Armee wird ihre Einsätze im Libanon gegen die Terrororganisation Hisbollah fortsetzen", sagte Katz ferner. "Wir weisen die Drohungen des Iran entschieden zurück." Jeder iranische Versuch, einen Zusammenhang zwischen dem Libanon und dem Iran herzustellen und Israel anzugreifen, werde "mit großer Härte beantwortet werden". 

16.49 Uhr: Pakistans Premier ruft zur Zurückhaltung auf

Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif hat die Kriegsparteien im Nahen Osten nach den ersten schweren Gefechten zwischen Israel und dem Iran seit Inkrafttreten einer Waffenruhe im April zur Mäßigung aufgerufen. Alle Seiten müssten Zurückhaltung üben, schrieb Sharif am Montag auf der Plattform X.

Die jüngste Eskalation sei eine deutliche Erinnerung an die Gefahren einer nicht belastbaren Waffenruhe und an die unerträglichen Folgen, die daraus entstehen könnten, erklärte Sharif. Er rief dazu auf, auf Diplomatie statt auf weitere Eskalation zu setzen.

16.30 Uhr: Iran meldet 15 Verletzte nach israelischen Angriffen

Bei israelischen Angriffen auf den Iran sind nach Angaben der nationalen Organisation für medizinische Notfälle mindestens 15 Menschen verletzt worden. Iranische Staatsmedien berichteten am Montag unter Berufung auf die Organisation, dass bislang keine Todesopfer gemeldet worden seien. Ob es sich bei den Verletzten um Zivilisten oder Angehörige des Militärs handelte, wurde nicht mitgeteilt.

15.30 Uhr: Antike Stätte im libanesischen Tyros beschädigt

Bei israelischen Angriffen auf die libanesische Stadt Tyros ist auch eine zum Unesco-Weltkulturerbe zählende archäologische Stätte beschädigt worden. Reporter der Nachrichtenagentur AFP sahen am Montag Trümmerteile und Beschädigungen im Umfeld der römischen Ruinen von Tyros, die von einem Angriff am Vortag herrührten. Der libanesische Kulturminister Ghassan Salamé rief dazu auf, die Ruinen von Tyros zu schützen. Die Unesco hatte angesichts des Iran-Kriegs bereits im März ihre "tiefe Sorge" um die Welterbestätten in der Region geäußert.

15.00 Uhr: Israel will Berichten zufolge Angriffe auf den Iran einstellen

Auch Israel will nach Medienberichten die Angriffe im Konflikt mit dem Iran einstellen. Nach Ende einer Sitzung des engeren Ministerkreises um Regierungschef Benjamin Netanjahu sagte demnach ein namentlich nicht genannter ranghoher israelischer Regierungsvertreter: «Auf Wunsch von (US-Präsident Donald) Trump stellen wir die Angriffe auf den Iran ein.» Er habe den Eindruck, «dass die derzeitige Eskalation hinter uns liegt». Für die Berichte gab es zunächst keine offizielle Bestätigung. 

14.30 Uhr: Hisbollah feuert Raketen auf israelische Soldaten im Libanon

Die libanesische Hisbollah-Miliz hat mehrere Raketen auf israelische Soldaten im Süden des Libanon gefeuert. Die israelische Armee teilte mit, es seien drei Geschosse identifiziert worden. Ein Teil davon sei abgefangen worden, bevor sie auf israelisches Gebiet fliegen konnten. 

In mehreren Ortschaften im Norden Israels gab es nach Militärangaben Raketenalarm. Den Angaben zufolge wurde niemand verletzt. Vor den neuen Hisbollah-Angriffen hatten libanesische Medien über israelische Angriffe im Süden des Libanons berichtet. 

14.00 Uhr: Irak öffnet Luftraum wieder - Syrien verlängert Sperrung

Der Irak hat seinen wegen der jüngsten Angriffe im Nahost-Krieg geschlossenen Luftraum früher als erwartet wieder geöffnet. Die aktuelle Lage werde genau beobachtet, teilte die Behörde für zivile Luftfahrt der Staatsagentur INA zufolge mit. Eigentlich war eine Sperrung für 72 Stunden verkündet worden, die bis Mittwochabend gedauert hätte.

Die Schließung von Syriens Luftraum wurde dagegen um weitere 12 Stunden verlängert, bis 23.00 Uhr am heutigen Abend (22.00 MESZ). Eigentlich sollte der Flugverkehr in dem arabischen Land schon heute Vormittag wieder anlaufen. 

13.20 Uhr: Iran will Angriffe auf Israel vorerst einstellen

Irans Streitkräfte haben ihre Angriffe auf Israel für beendet erklärt. Die Islamische Republik habe zur Unterstützung des Libanons Israel eine "schmerzhafte Antwort" erteilt, hieß es in einer vom staatlichen Rundfunk verbreiteten Erklärung der Militärführung. "Vor diesem Hintergrund wird die Einstellung der Operationen der Streitkräfte bekanntgegeben."

13.15 Uhr: EU beschließt Sanktionen gegen Iran wegen Straße von Hormus

Die Europäische Union hat wegen der Blockade der Straße von Hormus Sanktionen gegen den Iran beschlossen. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas sagte nach einem Treffen der Verteidigungsministerinnen und Verteidigungsminister der EU am Montag, dass die Europäische Union erstmals ein neues System mit Sanktionen zu Gunsten der Freiheit der Schifffahrt angewandt habe. "Die Ministerinnen und Minister haben heute deutlich gemacht, dass die Maßnahmen des Irans inakzeptabel sind", teilte Kallas mit. Die Strafmaßnahmen richten sich gegen Einzelpersonen und Einrichtungen, die an der Blockade beteiligt sind.

13.00 Uhr: Verhandlungen im Iran-Krieg gehen laut Trump weiter

Israel und der Iran streben nach den Worten von US-Präsident Donald Trump eine "sofortige Waffenruhe" an. Die abschließenden Verhandlungen über einen Frieden schritten voran, erklärte Trump auf seiner Online-Plattform Truth Social. "Die finalen Friedensverhandlungen laufen, sofern ihnen nicht Ignoranz oder Dummheit in die Quere kommen. Die Blockade bleibt bis zum Abschluss eines endgültigen Abkommens in vollem Umfang bestehen. Es sollte schnell gehen."

12.50 Uhr: Flugabwehr im Zentraliran offenbar aktiv

In der zentraliranischen Provinz Jasd sollen feindliche Ziele abgewehrt worden sein. Das berichtet die iranische Nachrichtenagentur Mehr. In den Bergen der Wüstenregion befinden sich mehrere Raketenstützpunkte. Nähere Details sind bisher nicht bekannt.

12.35 Uhr: Kreise - Israel auf längeren Krieg mit Iran vorbereitet

Israels Armee stellt sich erneut auf einen mindestens mehrtägigen Konflikt mit dem Iran ein. Sie ist zugleich auch auf einen längeren Krieg vorbereitet, wie es aus israelischen Militärkreisen hieß. Den Angaben zufolge arbeitet das Land mit den USA bei der Abwehr des iranischen Raketenbeschusses zusammen, die Angriffe auf Ziele im Iran führe Israels Armee jedoch alleine aus. 

12.20 Uhr: Bundesregierung besorgt wegen Eskalation in Nahost

Das Bundeswirtschaftsministerium schaut mit Sorge auf die Eskalation im Nahen Osten, stellt aber keine Versorgungsprobleme fest. "Derzeit liegen uns keine Meldungen für physische Knappheiten in Europa vor. Das wird sich kurzfristig auch nicht ändern", sagt ein Sprecher. "Wir stehen mit den Unternehmen und mit den Verbänden in engem Austausch. Die Unternehmen melden uns aber derzeit auch keine Engpässe im Bereich Kerosin."

12.01 Uhr: Libanon meldet israelische Angriffe im Süden des Landes

Parallel zur jüngsten Eskalation mit dem Iran hat Israel seine Angriffe im benachbarten Libanon nach dortigen Angaben fortgesetzt. Die israelische Luftwaffe habe dort mehrere Orte im Süden bombardiert, berichtete die Staatsagentur NNA. Im Umfeld der Stadt Nabatija seien dabei mindestens vier Menschen getötet worden. Israel greife die Stadt auch mit Artillerie an. Zudem rückten israelische Bodentruppen mit Maschinengewehren im Süden vor.  Auch der Hisbollah-Sender Al-Manar berichtete von neuen israelischen Angriffen auf etwa ein Dutzend Orte im Südlibanon. Die israelische Armee äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht.

11.43 Uhr: Trump – Israel und der Iran müssen sofort mit Angriffen aufhören

US-Präsident Donald Trump fordert ein sofortiges Ende der gegenseitigen Angriffe zwischen Israel und dem Iran. "Israel und der Iran müssen sofort aufhören zu 'schießen'", schreibt Trump auf der Plattform Truth Social. Zuvor meldet Israel Angriffe auf eine petrochemische Anlage im Südwesten des Iran sowie auf weitere militärische Ziele. Berichten zufolge forderte Trump den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu im Vorfeld auf, von weiteren Angriffen abzusehen.

11.25 Uhr: Iran meldet weitere Angriffe in verschiedenen Landesteilen

Der Iran meldet weitere Angriffe in verschiedenen Landesteilen. In der Provinz Hamdan im Nordwesten habe es am Vormittag einen Angriff gegeben, berichtete die Agentur Tasnim, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht. Im Süden Teherans seien Explosionen zu hören gewesen, meldete die Nachrichtenagentur Nour-News. Ein Sprecher der Stadtverwaltung sagte, unterirdische Parkhäuser würden als Schutzräume vorbereitet. Bereits zuvor hatten iranische Medien von Explosionsgeräuschen und aktivierter Flugabwehr in der Hauptstadt Teheran berichtet.

11.13 Uhr: Syrien schließt Flughafen von Damaskus wegen Beschuss in Region

Syrien hat angesichts des gegenseitigen Beschusses zwischen Israel und dem Iran vorübergehend den internationalen Flughafen von Damaskus geschlossen. Die Anordnung gelte bis 23.00 Uhr Ortszeit am Montag, teilte die syrische Zivilluftfahrtbehörde mit. Sie schloss den südlichen Luftraum Syriens, zu dem auch Damaskus gehört, und verwies zur Begründung auf die jüngsten Gefechte zwischen dem Iran und Israel.

10.52 Uhr: Iran – Indirekte Gespräche mit den USA über Ende des Krieges werden fortgesetzt

Trotz der jüngsten Gewalteskalation sollen die Gespräche unter Vermittlung Pakistans zur Beendigung des Iran-Kriegs nach Angaben aus Teheran fortgesetzt werden. "Diplomatische Konsultationen werden natürlich unter allen Bedingungen fortgeführt", sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Bakaei, am Montag auf einer Pressekonferenz in Teheran. 

Er sagte jedoch auch, es sei "völlig normal", dass sich die Wiederaufnahme der Kampfhandlungen auf die Gespräche auswirkten. Pakistan agiert als Vermittler in den indirekten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. Bakaei machte die USA für die jüngsten israelischen Angriffe mitverantwortlich. Israel ergreife keine Maßnahmen "ohne vorherige Abstimmung und Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten", sagte er.

10.37 Uhr: Iran meldet Raketenangriff auf Öl-Anlage in Haifa

Die iranischen Revolutionsgarde greift nach eigenen Angaben eine petrochemische Anlage im israelischen Haifa mit Raketen an. Dies sei die Reaktion auf einen amerikanisch-israelischen Angriff auf eine ähnliche Anlage im Iran, teilt die Revolutionsgarde mit. Weitere Angriffe auf zivile Ziele und Energieanlagen in der Region würden Folgen für die Weltwirtschaft haben. Die Verantwortung dafür trügen die USA.

10.09 Uhr: Israel nimmt Raketenabschussrampen im Iran ins Visier

Israel hat bei seinen Angriffen auf den Iran am Montag nach eigenen Angaben Abschussrampen für Boden-Luft-Raketen ins Visier genommen. Teheran habe die Vorrichtungen im Land stationiert, um seine Fähigkeiten wiederherzustellen, die zu Beginn des Kriegs der USA und Israels gegen das Land beeinträchtigt wurden, teilte das israelische Militär mit.

10.08 Uhr: Mehrere Flughäfen in Iran stellen Betrieb ein

Nach Flugstreichungen in der Hauptstadt Teheran und im Westen des Irans stellt auch der Flughafen Maschhad im Nordosten des Landes den Betrieb ein. Das berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf einen Flughafensprecher. Erst kurz zuvor waren an den Flughäfen Imam Chomeini und Mehrabad in Teheran und im Westen des Landes Flüge bis auf weiteres gestrichen worden, hatte Fars berichtet.

09.51 Uhr: Schnieder – Weiter keine Treibstoff-Engpässe zu befürchten

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) rechnet trotz neuer Angriffe im Iran-Krieg weiter nicht mit Treibstoff-Engpässen. "Wir haben im Moment keine physischen Knappheiten in Europa zu befürchten", sagte Schnieder am Rande eines Treffens mit seinen EU-Amtskollegen am Montag in Luxemburg. Er begrüßte, dass die EU-Länder künftig mehr Informationen über ihre Versorgungslage austauschen sollen.

09.24 Uhr: Ölpreis steigt um mehr als fünf Prozent - Börsen im Minus

Die jüngsten Kampfhandlungen zwischen Israel und dem Iran haben den Ölpreis kräftig nach oben getrieben. Der Preis für die Nordseesorte Brent zur Lieferung im August stieg am Montag um mehr als fünf Prozent auf 97,83 Dollar pro Barrel (159 Liter). Die US-Sorte Texas Intermediate war um 4,8 Prozent teurer, der Preis lag am Morgen bei 94,85 Dollar pro Barrel.  

Die Börsen in Europa öffneten wegen der neuen Kämpfe am Morgen im Minus. Der Deutsche Aktienindex sank um 1,16 Prozent, die Kurse in Paris gaben um 0,89 Prozent nach und die in Mailand um 0,42 Prozent. Der Börsenindex in London fiel um 0,35 Prozent. 

08.59 Uhr: Israelische Armee verschärft Zensur für die Berichterstattung

Vor dem Hintergrund des neuen Schlagabtauschs zwischen Iran und Israel hat die israelische Armee ihre Vorschriften für die Berichterstattung verschärft. Medien dürfen nach den am Montag verbreiteten Zensuranweisungen nur noch von "einzelnen" oder "Dutzenden" feindlichen Raketen sprechen, aber keine genauen Zahlen angeben.

Ebenso wenig dürfen iranische Raketentreffer an militärischen oder strategisch wichtigen Orten sowie auf See veröffentlicht werden, auch keine Bilder von Abfangmaßnahmen oder Angaben zu Orten, an denen Trümmer niedergingen. Man habe "absolut kein Interesse, dem Feind Geschenke zu machen", hieß es in der Anweisung.

08.49 Uhr: Israel meldet weitere Raketenangriffe aus dem Iran

Israel hat neue Raketenangriffe aus dem Iran gemeldet. Vor Kurzem seien weitere Raketen aus dem Iran Richtung Israel abgefeuert worden, teilte die israelische Armee am Montagmorgen mit. Die Luftabwehr sei im Einsatz, "um die Bedrohung abzufangen". 

08.41 Uhr: Huthi-Miliz beansprucht Angriff auf Israel für sich

Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz im Jemen hat erstmals seit Wochen wieder einen Angriff auf Israel für sich beansprucht. Sie habe mehrere Raketen auf Israel gefeuert, teilte Militärsprecher Jahja Sari mit. Zugleich verkündete er eine "komplette Blockade" der Seefahrt für Israel im Roten Meer. Jegliche israelische Bewegungen dort würden als "militärische Ziele" betrachtet. Damit könnten im Roten Meer erneut auch Handelsschiffe in Gefahr geraten, die nach Einschätzung der Huthi einen Bezug zu Israel haben und etwa israelische Häfen ansteuern. 

07.52 Uhr: Iranische Revolutionsgarden melden Angriff auf zwei Militärstützpunkte in Israel

Der Iran hat nach eigenen Angaben bei seinen jüngsten Angriffen auf Israel zwei Militärbasen ins Visier genommen. Die Angriffe zielten auf die Luftwaffenstützpunkte Nevatim in Südisrael und Tel Nof südlich von Tel Aviv, wie die iranischen Revolutionsgarden am Montag mitteilten. Sie bezeichneten die Attacken als Vergeltung für die israelischen Raketenangriffe auf mehrere Radaranlagen im Iran. 

07.48 Uhr: Großbritannien ruft Iran und Israel zur Deeskalation auf

Die britische Regierung hat den Iran und Israel zur Deeskalation aufgerufen. "Niemand hat ein Interesse an der Wiederaufnahme des Konflikts zwischen dem Iran und Israel", schrieb Außenministerin Yvette Cooper auf der Plattform X. "Beide Seiten müssen sich in Zurückhaltung üben und die Lage unverzüglich deeskalieren." Die Verhandlungen für eine dauerhafte, für alle notwendige Lösung müssten fortgesetzt werden, um Frieden und Stabilität in der Region zu erreichen und den globalen Handel wieder herzustellen.

07.42 Uhr: Miliz im Irak droht mit neuen Angriffen auf US-Stützpunkte

Die vom Iran unterstützte Miliz Kataib Hisbollah im Irak hat mit neuen Angriffen auf US-Militärstützpunkte in der Region gedroht. Sie werde solche Angriffe durchführen, wenn die USA sich direkt an der neuen Eskalation zwischen dem Iran und Israel beteiligten, teilte die Miliz in der Nacht mit. Die Mitteilung kam nach den jüngsten Raketenangriffen des Irans auf Israel. Im Irak sind zahlreiche mächtige Milizen aktiv, die in unterschiedlichem Maß vom benachbarten Iran unterstützt werden.

07.35 Uhr: Kallas warnt vor "weiterer Eskalation" im Iran-Krieg

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat die jüngsten Kampfhandlungen zwischen Israel und dem Iran kritisiert. "Ich denke, die Region braucht keine weitere Eskalation", sagte Kallas vor einem Treffen der EU-Verteidigungsminister in Nikosia am Montag. Stattdessen sollten sich die Kriegsparteien "an den Verhandlungstisch setzen und eine Einigung erzielen", forderte Kallas. 

07.23 Uhr: Israels Luftwaffe hat Petrochemieanlage im Iran attackiert

Israel hat bei seinen Angriffen auf den Iran nach eigenen Angaben mit seiner Luftwaffe eine Petrochemieanlage im Süden der Islamischen Republik angegriffen. Mehrere Ziele seien dort attackiert worden, teilt das Militär mit. Von iranischer Seite wurde der Angriff bestätigt. Die petrochemische Anlage Karun nahe der südwestlichen Stadt Bandar-e-Mahschahr sei bei einem israelischen Angriff getroffen und beschädigt worden, teilen die Behörden der Provinz Chusestan laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Fars mit.

07.03 Uhr: Nach Angriffen Irans auf Israel - Ölpreise steigen wieder deutlich

Die Ölpreise sind nach der jüngsten Eskalation im Nahen Osten wieder deutlich gestiegen. So kostete ein Barrel (159 Liter) Rohöl der weltweiten Referenzsorte Brent zur Lieferung im August am frühen Montagmorgen rund 97 US-Dollar. Das sind vier Prozent mehr als Ende vergangener Woche. Am Sonntagabend hatte der Iran zum ersten Mal seit zwei Monaten wieder Raketen auf Israel abgefeuert. Die Angriffe erfolgten als Reaktion auf israelische Angriffe auf die Hisbollah-Miliz im Libanon. Die jüngste Eskalation weckt die Befürchtung eines erneuten offenen Konflikts zwischen den beiden Ländern. Ebenfalls droht damit auch ein mögliches Abkommen zwischen dem Iran und den USA zu scheitern.

06.46 Uhr: Saudi-Arabien gibt Entwarnung für Region nahe Riad

Saudi-Arabiens Zivilschutz hat vor möglichen Angriffen nahe der Hauptstadt Riad gewarnt und bald darauf wieder Entwarnung gegeben. Die Gefahr in al-Chardsch südöstlich der Hauptstadt sei vorüber, teilte der Zivilschutz heute mit. Kurz zuvor hatte die Behörde eine entsprechende Warnung verschickt und Anwohner aufgefordert, sich in Sicherheit zu begeben und sich zu Hause etwa von Fenstern fernzuhalten. Hintergründe zu der bestehenden Gefahr nannte die Behörde nicht. 

06.25 Uhr: Neuer Raketenbeschuss aus dem Iran auf Israel

In mehreren Gegenden Israels haben nach neuem iranischem Raketenbeschuss am Morgen die Warnsirenen geheult. Unter anderem im Zentrum und Süden des Landes gab es Raketenalarm. Etliche Menschen mussten erneut Schutz in Bunkern vor dem Angriff suchen. Zuvor hatten sie eine Warnung per Handy erhalten. "Die Verteidigungssysteme sind im Einsatz, um die Bedrohung abzufangen", teilte das israelische Militär mit.

06.02 Uhr: Israels Militär meldet Rakete aus dem Jemen

Nach Angaben des israelischen Militärs ist eine Rakete aus dem Jemen in Richtung Israel abgefeuert worden. Die Luftabwehrsysteme seien im Einsatz, um die Gefahr abzufangen, teilte das Militär am frühen Morgen auf Telegram weiter mit. Die Bevölkerung war aufgerufen, Schutzanweisungen zu folgen. Später teilte das Militär mit, dass die Menschen die Bunker wieder verlassen könnten. Im Jemen operiert die vom Iran unterstützte militant-islamistische Huthi-Miliz.

04.30 Uhr: Iran - Revolutionsgarden melden israelischen Angriff mit ballistischen Raketen

Israel greift nach Angaben der iranischen Revolutionsgarden Ziele im Iran mit luftgestützten ballistischen Raketen an. Dies meldet die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Zudem ist in der Nähe der iranischen Stadt Karadsch Insidern zufolge eine Explosion zu hören, wie die Nachrichtenagentur Nournews berichtet.

03.55 Uhr: Israels Luftwaffe greift Ziele im Westen und Zentrum des Iran an - Explosionen in Teheran

Israel hat als Reaktion auf neue iranische Raketenangriffe seinerseits Ziele im Iran angegriffen. Die israelische Luftwaffe habe vor kurzem "militärische Ziele des iranischen Terrorregimes im Westen und im Zentrum des Iran angegriffen", erklärte die israelische Armee am Montag im Onlinedienst Telegram. Das iranische Staatsfernsehen berichtete bei Telegram von "mehreren" Explosionen in der Hauptstadt Teheran sowie in den Städten Täbris und Isfahan. 

02.58 Uhr: Trump - Iranische Angriffe haben keine Folgen für Abkommen

Trotz der jüngsten iranischen Angriffe auf Israel hält US-Präsident Donald Trump nach eigener Aussage an einer Verhandlungslösung mit dem Iran fest. «Das wird keinerlei Auswirkungen auf das Abkommen haben», sagte Trump in einem Telefoninterview der britischen «Financial Times». Der US-Präsident äußerte sich kurz nachdem der Iran erneut Raketen auf den Erzfeind Israel abgefeuert hatte. Eigentlich gilt seit April eine Waffenruhe.

"Wir werden sehen, wie es ausgeht. Aber das waren Angriffe, die überhaupt nichts bewirkt haben", sagte Trump demnach weiter. Zudem werde der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu keine andere Wahl haben, als ein Abkommen zu akzeptieren, das die USA mit dem Iran aushandelten.

02.29 Uhr: Ölpreise steigen wieder deutlich

Die Ölpreise sind nach der jüngsten Eskalation in Nahost wieder deutlich gestiegen. So kostete ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent zur Lieferung im August am frühen Montagmorgen 95,51 US-Dollar. Das sind 2,6 Prozent mehr als noch am Vortag.

Am Sonntagabend hatte der Iran zum ersten Mal seit zwei Monaten wieder Raketen auf Israel abgefeuert. Die Angriffe erfolgten als Reaktion auf israelische Angriffe auf die Hisbollah-Miliz im Libanon. Die jüngste Eskalation weckt die Befürchtung eines erneuten offenen Konflikts zwischen den beiden Ländern. Ebenfalls droht damit auch ein mögliches Abkommen zwischen dem Iran und den USA zu scheitern. 

Montag, 8. Juni 2026

Audio: Iran feuert Raketen auf Israel

Archiv: Das israelische Luftabwehrsystem Iron Dome wehrt Raketen aus dem Iran ab.
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Ohad Zwigenberg
Audiobeitrag

Archiv: Das israelische Luftabwehrsystem Iron Dome wehrt Raketen aus dem Iran ab.

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