Bayern steuert auf die nächste Hitzewelle zu.
Bayern steuert auf die nächste Hitzewelle zu.
Bild
Bayern steuert auf die nächste Hitzewelle zu.
Bildrechte: picture alliance/dpa | Jens Kalaene
Schlagwörter
Bildrechte: picture alliance/dpa | Jens Kalaene
Audiobeitrag

Bayern steuert auf die nächste Hitzewelle zu.

Audiobeitrag
>

Erneute Heiß-Zeit – Vierte Hitzewelle rollt auf Bayern zu

Erneute Heiß-Zeit – Vierte Hitzewelle rollt auf Bayern zu

Bayern steuert auf die nächste Hitzewelle zu: Nach einem sommerlich-warmen Wochenende könnte es ab Mitte kommender Woche erneut Temperaturen von bis zu 40 Grad geben. Zugleich bleibt es vielerorts viel zu trocken – besonders im Norden des Freistaats.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-2-Nachrichten am .

Dieser so heiße und teils auch extrem trockene Sommer hat bei uns in Bayern in den letzten Tagen nicht wirklich Pause gemacht. Er war lediglich moderater im Auftreten und schwankte zwischen mäßig warm und heiß. Auffallend ist dabei die Regenarmut. Außer einigen teils heftigen Gewittern gab es insgesamt nur geringen Niederschlag.

Trockenheit vor allem im Norden von Bayern

Besonders im Norden des Freistaats ist die Trockenheit besorgniserregend. Am Untermain und in den Landkreisen Coburg und Kitzingen sind im Juli bisher stellenweise nur wenige Tropfen Regen niedergegangen. Diese Dürre hat ihren Schwerpunkt allerdings weiter westlich. Vor allem in Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen sieht es in Sachen Niederschlag erschreckend aus, hier drohen extreme Dürreverhältnisse.

Ordentlicher Regen nur regional zu erwarten

Auch in den nächsten Tagen ist bayernweit nur regional mit ergiebigerem Regen zu rechnen. Das betrifft vor allem den Bayerischen Wald, Oberbayern und alles in Alpennähe. Dort besteht am Wochenende die Chance auf einige punktuell kräftige Regengüsse mit Gewittern.

Sonst sind die Regenaussichten nicht so prall: Sonntag und Montag sind zwar auch einige Schauer unterwegs. Doch die sind keine Garanten für flächendeckende Niederschläge, und vorher und nachher bleibt es wohl so, wie es in diesem Sommer in weiten Teilen von Bayern und Deutschland häufig war: trocken.

Hundstage sorgen für heiße Tage auch in Bayern

Dafür spielen Wärme und Hitze eine große Rolle. Heute am 23. Juli beginnen die sogenannten Hundstage, und die haben im langjährigen Schnitt oft die heißeste Zeit im Gepäck. So sieht es auch in diesem Jahr aus. Die Ü40-Grad-Hitze über dem Südwesten Europas nimmt einen neuen Anlauf und wird uns wohl ab Mitte nächster Woche erreichen und uns in Bayern und im Rest des Landes wieder fest im Griff haben.

Vorher wird es zwar auch schon heiß, aber das ist im Vergleich zur Hitze nächste Woche fast schon "normal". Nach einer letztmalig sehr frischen Nacht (mit Tiefstwerten vor allem am Obermain von nahe fünf Grad) geht es in einen sehr sonnigen und sommerlichen Freitag. Der bringt zum Sonnenschein nur wenige Schönwetterwolken und am Nachmittag auch ordentlich Wärme: In den Tallagen bekommen wir wohl überall amtliche Sommertage von 25 Grad und mehr, und mit 27/28 Grad am wärmsten wird es morgen Nachmittag in der Main-Tauber-Region.

Am Samstag werden es dort im Norden von Bayern bis zu 32/33 Grad, aber auch sonst nähern wir uns der 30-Grad-Marke. Oft scheint die Sonne, im Allgäu sind erste Schauer und Gewitter unterwegs.

Am Sonntag erstmal noch Regen - dann kommt die Hitze

Am Sonntag breiten sich die Schauerwolken sowohl im Süden als auch im Norden von Bayern aus, so dass das sonnige Wetter etwas in die Zange genommen wird. Einerseits gibt es regional noch bis zu 30 Grad, andererseits besteht eben hier und da die Chance auf etwas Nass von oben.

Was danach kommt, ist im Detail noch unsicher. Was aber sicher kommen wird, ist die mittlerweile vierte große Hitzewelle in diesem Jahr. Möglicherweise wieder mit Extremwerten von bis zu oder gar etwas über 40 Grad.

Hitzesommer vergleichbar zum Jahr 2003

Insgesamt erinnert der Verlauf dieses Sommers in groben Zügen an den Mega-Sommer 2003. Auch damals gab es extreme Hitze im Juni mit Schwerpunkt über Frankreich und der Schweiz. Dann folgte ein etwas moderaterer Juli, und danach kam die erste Augusthälfte mit einer unfassbaren Hitzewelle. Auch in diesem Jahr sieht es in Mitteleuropa so aus, nur mit dem Unterschied, dass es zum Teil noch deutlich heißer und trockener ist als damals.

Nur der guten Ordnung halber: Die Phase der heißen bis sehr heißen Sommer in Deutschland begann schon deutlich früher. 1991 war der erste, damals mit wochenlanger Hitze und Trockenheit vor allem im Spätsommer. Eine ganze Generation hat damit eigentlich noch nie einen wirklich kühlen Sommer erlebt – der jetzt bestimmt auch angenehmer wäre als die zu erwartende Ultrahitze.

Das ist die Europäische Perspektive bei BR24.

"Hier ist Bayern": Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!