Gewaltopfer sollen leichter aus Mietverträgen herauskommen
Berlin: Opfer häuslicher Gewalt sollen nach dem Willen der Bundesregierung besser geschützt werden. Das sieht ein Gesetzentwurf von Justizministerin Hubig vor, der der "Funke Mediengruppe" vorliegt. Gewaltopfer sollen sich demnach leichter aus gemeinsamen Mietverträgen mit Tätern lösen können. Die Opfer sollen künftig auch vom Täter verlangen können, dass dieser grundsätzlich für Miete und Nebenkosten aufkommt, die auch nach dem Auszug entstehen. Das Gesetz sieht zudem mehr Schutz für Kinder und Angehörige vor. So sollen Familiengerichte laut Hubig Maßnahmen wie Kontakt- oder Näherungsverbote auch ohne gesonderten Antrag anordnen können. Laut der Polizeilichen Kriminalstatistik waren im Jahr 2024 offiziell fast 266.000 Menschen von häuslicher Gewalt betroffen - die meisten davon Frauen und Mädchen.
Sendung: Bayern 2 Nachrichten, 05.10.2026 06:00 Uhr
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