Ischinger übt deutliche Kritik am Verlauf des Davos-Gipfels
München: Deutliche Kritik am Verlauf des Weltwirtschaftsforums hat Wolfgang Ischinger geübt. Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz sprach wörtlich von einem "Zirkus in Davos". Dort habe man sich über Grönland unterhalten statt über die Ukraine. Das sei tragisch. Denn die Politiker hätten ein Signal an Moskau senden sollen, dass der Ukraine-Krieg zu Ende gehen müsse. Stattdessen sei beim Streit um Grönland viel transatlantisches Porzellan beschädigt worden, so Ischinger im Morgenmagazin von ARD und ZDF. Er wies jedoch auch darauf hin, dass die Ukraine ohne die Hilfe aus den USA nicht gewinnen könne. Vertreter von Russland, der Ukraine und den USA verhandeln heute in den Vereinigten Arabischen Emiraten über ein Ende des Ukraine-Kriegs. Moskau erklärte, man sei aufrichtig daran interessiert. Werde aber bis zu einer Einigung seine Ziele auf dem Schlachtfeld verfolgen.
Sendung: Bayern 2 Nachrichten, 23.01.2026 10:00 Uhr
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