Verzögerung beim Mercosur-Abkommen sorgt in der Bundesregierung für Unmut
Berlin: Die Bundesregierung hat die Entscheidung des Europaparlaments scharf kritisiert, das Mercosur-Handelsabkommen dem Europäischen Gerichtshof zur Überprüfung vorzulegen. Bundeskanzler Merz nannte den Schritt in einem Online-Kommentar "bedauerlich". Die Entscheidung verkenne die geopolitische Lage. Der Kanzler forderte, das Handelsabkommen mit vier südamerikanischen Staaten trotzdem vorläufig anzuwenden. Vizekanzler Klingbeil sagte im ZDF, die EU schade sich selbst. Das Abkommen sei eine - so wörtlich - "wahnsinnige Chance". Unions-Fraktionschef Spahn kritisierte in diesem Zusammenhang die deutschen Grünen-Abgeordneten in Straßburg und warf ihnen Doppelmoral vor. Sie hätten erst dafür gesorgt, dass der Antrag eine Mehrheit bekommen hat. Das EU-Parlament hatte knapp dafür gestimmt, das Mercosur-Abkommen an den EuGH zu verweisen. Kritiker des Handelsvertrags sprechen unter anderem von fehlenden Kontrollen für Pestizid-Rückstände.
Sendung: Bayern 2 Nachrichten, 22.01.2026 03:00 Uhr
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