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"Super positiv": Ramirez formt Bamberg Baskets nach Gavel-Wirbel

"Super positiv": Ramirez formt Bamberg Baskets nach Gavel-Wirbel

Neuer Trainer, neuer Kader: Bei den Bamberg Baskets blieb im Sommer kaum ein Stein auf dem anderen. Zum Saisonauftakt wartet mit dem FC Bayern und Ex-Coach Anton Gavel ausgerechnet der Verein, der den Umbruch entscheidend mit ausgelöst hat.

Über dieses Thema berichtet: BR24Sport am .

Wenn die Bamberg Baskets am 20. September in die neue Saison starten, dann ist (fast) nichts mehr so, wie es einmal war: der Kader runderneuert, die Trainerbank umbesetzt und mit Michael Stoschek hat sich der langjährige Geldgeber vorerst zurückgezogen.

Die vergangenen Wochen waren turbulent – sportlich wie personell. Und dann starten die Oberfranken Mitte September ausgerechnet gegen den FC Bayern in die Saison und treffen dabei nicht nur auf ein basketballerisches Schwergewicht, sondern auch auf den Mann, der über Wochen und Monate für ordentlichen Wirbel gesorgt hat.

Zäher Streit um Gavel - Geldgeber zog sich zurück

Denn an der Seitenlinie der Münchner steht Anton Gavel - der Ex also. Der Erfolgstrainer coachte in der vergangenen Saison noch die Bamberg Baskets, ehe er nach wochenlangem Streit nach München wechselte. Das Werben der Bayern um Gavel sorgte für erhebliche Unruhe.

Denn der Slowake war eigentlich noch bis Sommer 2027 an Bamberg gebunden. Gavel argumentierte jedoch, der Vertrag sei aufgrund eines Formfehlers nicht wirksam zustande gekommen: Die digitale Unterschrift sei nie schriftlich bestätigt worden. Dadurch sei der Kontrakt ungültig und Gavel verließ die Baskets schließlich ablösefrei. Vom Bamberger Lager gab es dafür heftige Kritik: Den Münchnern wurde Trickserei vorgeworfen, der langjährige Bamberg-Förderer Michael Stoschek zog sich vom Basketball-Business schwer enttäuscht zurück.

Neu-Coach Ramirez: "Alles ist super positiv"

Die Bamberger hatten nun also einen Nachfolger zu suchen und fanden mit Jesus Ramirez den richtigen Mann. "Ich kann nur Gutes berichten", sagte Ramirez bei seinem ersten offiziellen Pressetermin als Bamberg-Coach zu BR24Sport. "Gerade, wie mich der Verein und die Menschen, die ich in Bamberg getroffen habe, begrüßt haben - alles ist super positiv." Der 46-jährige Spanier hat jede Menge Arbeit vor sich. Unter anderem muss er einen fast komplett neuen Kader organisieren: "Mein Ziel ist es, ein Team zu formen, dass sie lernen, zusammenzuarbeiten."

Viele der Leistungsträger haben sich verabschiedet: Mit Ibi Watson, Austin Crowley und Cobe Williams verließen gleich drei Spieler des erfolgreichen US-Quartetts den Verein. Lediglich Demarcus Demonia blieb den Oberfranken erhalten. Zach Ensminger wechselte nach Oldenburg, Flügelspieler Moritz Krimmer kehrte nach Trier zurück. Die Talente Finn Döntgens und Adrian Petkovic zog es an US-Colleges, zudem verabschiedete sich Defensivspezialist EJ Onu.

Personalrochade bei den Bamberg Baskets

Neben Demonia blieben lediglich Richard Balint und Daniel Keppeler im Kader. Innerhalb weniger Wochen mussten die Bamberg Baskets damit praktisch bei null anfangen. Trainer weg, Leistungsträger weg, neuer Kader – kaum ein Stein blieb auf dem anderen. In kürzester Zeit galt es, eine konkurrenzfähige Mannschaft samt neuem Trainerteam aufzubauen.

Die Bamberger präsentierten daraufhin einige Neuzugänge: Yuval Hochstadter (Ironi Kiryat Ata), Brendan Terry (SMU/NCAA), Mylik Wilson (Kaposvári), Jonathan Bähre (Bonn), Jordan Wright (Hapoel Holon), Joshua Obiesie (Braunschweig), Trevon Scott (Winnipeg), Jordan Jones (Nitra Blue Wings) und Hason Ward (Umana Reyer Venezia). Mit vielen neuen Gesichtern geht es in eineinhalb Monaten in die Saison 2026/27 - dann werde man sehen, wie gut die Mannschaft ist, so Coach Ramirez.