Die Auslosung der Champions-League-Ligaphase für die Saison 2026/27 findet am Donnerstag, 27. August, in Nyon in der Schweiz statt. 36 Teams um den FC Bayern München sind auf vier Töpfe aufgeteilt und warten darauf, ihre ersten Gegner auf dem Weg zum Finale am 5. Juni 2027 in Madrid zu erfahren.
Champions League: Wer sind die deutschen Teilnehmer?
Neben dem FC Bayern haben sich auch Borussia Dortmund, RB Leipzig und der VfB Stuttgart für die Königsklasse qualifiziert. Die Münchner befinden sich in Topf eins der vermeintlich stärksten Teams. Der BVB landete in Topf zwei, während Leipzig in Topf drei und der VfB aus Topf vier in die Auslosung kommen.
CL: Wie sieht der Modus der Ligaphase aus?
Vom 8. September 2026 bis zum 27. Januar 2027 wird die Ligaphase gemäß dem neuen Modus an acht Spieltagen ausgetragen. Jede Mannschaft bekommt pro Lostopf zwei Gegner zugelost, um vergleichbare Ergebnisse zu ermöglichen, da der Einzug in die K.-o.-Phase durch das Abschneiden in einer gemeinsamen Tabelle bestimmt wird. Zwei Einschränkungen gibt es aber nicht: Zwei Mannschaften aus demselben Land einander nicht zugelost werden. Zudem darf jeder Klub höchstens auf zwei Vereine treffen, die aus demselben Land stammen.
Königsklasse: Wie geht es nach der Ligaphase weiter?
Die besten acht Vereine der Ligaphase schaffen den direkten Sprung in das Achtelfinale, das vom 9. März bis zum 17. März gespielt wird. Die Klubs auf den Rängen neun bis 24 müssen nach einer erneuten Auslosung eine Zwischenrunde mit einem Hin- und einem Rückspiel spielen. Die Sieger dieser Duelle treffen schließlich im Achtelfinale auf die bereits qualifizierten Mannschaften. Danach geht es wie gewohnt weiter.
CL: Welche Chancen hat der FC Bayern?
Der deutsche Rekordmeister dominierte in der vergangenen Saison die nationale Konkurrenz wie lange nicht und drang in der Champions League bis ins Halbfinale vor, wo gegen den Titelverteidiger und späteren Sieger Paris Saint-Germain denkbar knapp (4:5, 1:1) Schluss war.
Zur laufenden Saison hat sich der FCB insbesondere mit zwei Spielern verstärkt. Der deutsche Nationalspieler Nathaniel Brown wechselte ebenso wie Ismael Saibari für rund 55 Millionen Euro an die Isar. Beide zeichnet ihre "Polyvalenz" aus. Während Brown neben seiner Stammposition als Linksverteidiger auch im defensiven und offensiven Mittelfeld besetzen kann, ist Saibari auf allen vier Positionen im Angriff sowie im zentralen Mittelfeld einsetzbar.
Mit den Verpflichtungen von Brown und Saibari hat der Bayern-Kader eine zusätzliche Tiefe bekommen, die ihm bei allen Rekorden in der vergangenen Spielzeit insbesondere im Saison-Endspurt gefehlt hat.
Bei allen Sorgen um Jamal Musiala und die nach wie vor rekonvaleszenten Serge Gnabry und Lennart Karl zählen die Bayern von Trainer Vincent Kompany somit auch in dieser Saison zu den absoluten Top-Favoriten auf den Gewinn des "Pokals mit den großen Ohren".
Wer sind die Favoriten auf den Henkelpott?
Hauptkonkurrent der Bayern um die europäische Krone ist natürlich der nun zweimalige amtierende Champion Paris Saint-Germain. Auch Real Madrid wird nach der Rückkehr von Trainer-Ikone José Mourinho und einem äußerst aktiven Sommer auf dem Transfermarkt ein Wörtchen mitzureden haben.
Neben PSG und den Königlichen zählen aber auch Atletico Madrid, der FC Barcelona von Hansi Flick und der englische Meister Arsenal zu den großen Favoriten auf den Henkelpott. Feste Größen vergangener Jahre wie Manchester City oder der FC Liverpool müssen dagegen erst beweisen, dass sie nach Wechseln an der Seitenlinie weiterhin eine Rolle im Konzert der Großen spielen können.
Teams und Töpfe bei der Champions-League-Auslosung
Topf 1:
- Bayern München (Meister Deutschland)
- Real Madrid (2. Spanien)
- Paris Saint-Germain (Titelverteidiger/Meister Frankreich)
- FC Liverpool (5. England)
- Inter Mailand (Meister Italien)
- Manchester City (2. England)
- FC Arsenal (Meister England)
- FC Barcelona (Meister Spanien)
- Atletico Madrid (4. Spanien)
Topf 2:
- Borussia Dortmund (2. Deutschland)
- AS Rom (3. Italien)
- Sporting Lissabon (2. Portugal)
- Aston Villa (4. England und Gewinner Europa League)
- FC Porto (Meister Portugal)
- Manchester United (3. England)
- FC Brügge (Meister Belgien)
- Betis Sevilla (5. Spanien)
- PSV Eindhoven (Meister Niederlande)
Topf 3:
- Feyenoord Rotterdam (2. Niederlande)
- OSC Lille (3. Frankreich)
- FK Bodö Glimt (2. Norwegen)
- SSC Neapel (2. Italien)
- RB Leipzig (3. Deutschland)
- FC Villarreal (3. Spanien)
- Fenerbahce Istanbul (2. Türkei)
- Schachtar Donezk (Meister Ukraine)
- Galatasaray Istanbul (Meister Türkei)
Topf 4:
- Slavia Prag (Meister Tschechien)
- Slovan Bratislava (Meister Slowakei)
- VfB Stuttgart (4. Deutschland)
- AEK Athen (Meister Griechenland)
- Linzer ASK (Meister Österreich)
- Como 1907 (4. Italien)
- RC Lens (2. Frankreich)
- Viking Stavanger (Meister Norwegen)
- Sabah FK (Meister Aserbaidschan)
Dieser Artikel ist erstmals am 26. August 2026 auf BR24 erschienen. Das Thema ist weiterhin aktuell. Daher haben wir diesen Artikel erneut publiziert.
