Benjamin Weber hat einiges an Arbeit vor sich
Benjamin Weber hat einiges an Arbeit vor sich
Bild
Benjamin Weber hat einiges an Arbeit vor sich
Bildrechte: picture alliance / SvenSimon | Frank Hoermann / SVEN SIMON
Schlagwörter
Bildrechte: picture alliance / SvenSimon | Frank Hoermann / SVEN SIMON
Videobeitrag

Benjamin Weber hat einiges an Arbeit vor sich

Aktualisiert am
Videobeitrag
Erschien zuerst am
> Sport >

FCA sucht Trainer: BuLi-Prominenz, Ausland oder alte Bekannte?

FCA sucht Trainer: BuLi-Prominenz, Ausland oder alte Bekannte?

Noch ist offen, wer die sportlichen Geschicke beim FC Augsburg in der kommenden Saison leitet. Manuel Baum soll es zurück in den Nachwuchsbereich ziehen. Sportdirektor Benjamin Weber hat einiges an Arbeit vor sich.

Über dieses Thema berichtet: Blickpunkt Sport am .

Der Klassenerhalt ist quasi geschafft und ganz nebenbei hat man einen der Großen der Liga nicht nur geärgert, sondern regelrecht zur Weißglut getrieben. Der FC Augsburg konnte sich nach seinem 2:1 (1:1) gegen Bayer 04 Leverkusen über ein perfektes Wochenende freuen.

Bleibt es bei Baums Rückkehr in den Jugendbereich?

Es war ein Höhepunkt in einer Saison, die unerfreulich begonnen hatte. Unter Trainer-Neuzugang Sandro Wagner waren die Fuggerstädter schlecht gestartet, bis der Verein Anfang Dezember die Reißleine zog und Manuel Baum installierte.

FCA-Geschäftsführer Michael Ströll zu Gast in Blickpunkt Sport: Am Sonntag, 26. April, ab 21.45 Uhr, ist der Geschäftsführer des FC Augsburg in der BR-Kultsendung Blickpunkt Sport im Bayerischen Fernsehen.

Unter Baum fand die Mannschaft zurück in die Erfolgsspur, doch ob der 46-Jährige mehr als eine Übergangslösung wird, ist äußerst fraglich. Denn Baum hatte den Job mit der Aussicht übernommen, dass er im Anschluss wieder in seine Rolle als Direktor Entwicklung zurückkehren darf. Nach dem 34. Spieltag soll es zwar Gespräche geben – ob der Landshuter sich umstimmen lässt, ist offen.

Hasenhüttl und Blessin als FCA-Trainer gehandelt

Mögliche Alternativen gibt es einige, auch wenn sich konkrete Gerüchte bisher in Grenzen halten. Der Name Ralph Hasenhüttl geisterte im Dezember durch die Medien. Der Österreicher ist vereinslos und könnte ohne Weiteres verpflichtet werden, auch wenn seine Amtszeit beim VfL Wolfsburg mit einer Entlassung zwei Spieltage vor dem Ende der Spielzeit 2024/25 endete.

Ein weiterer Kandidat könnte Alexander Blessin vom FC St. Pauli sein. Der gebürtige Stuttgarter stand bei den Hamburgern im Herbst Medienberichten zufolge nach acht Niederlagen in Serie vor dem Aus, überstand die schwierige Phase aber. Seine Verfügbarkeit dürfte vom Bundesliga-Verbleib der Kiezkicker abhängen.

Weber könnte in Paderborn wildern

Eine weniger prominente Option ist Ralf Kettermann. Der 39-Jährige befindet sich mit dem SC Paderborn, wohin FCA-Sportdirektor Benjamin Weber aus seiner Zeit als Geschäftsführer noch Verbindungen hat, in der 2. Bundesliga in seinem ersten Jahr als Profi-Cheftrainer als Tabellenzweiter auf Aufstiegskurs, muss sich anders als Blessin und Hasenhüttl aber noch auf Erstliga-Niveau beweisen.

Spannend ist der Blick ins Ausland. Tonda Eckert übernahm im November den englischen Zweitligisten FC Southampton zunächst als Interimscoach, bevor er einen festen Vertrag bis 2027 unterschrieb.

Augsburg-Trainer aus dem Ausland?

Mit den Saints kämpft er um die Rückkehr in die Premier League. Sollte der Aufstieg gelingen, dürfte es für den FCA schwierig werden, Eckert aus Southampton loszueisen. Die finanziellen Möglichkeiten auf der Insel sind bekanntermaßen gigantisch. Kein Vergleich zum beschaulichen Augsburg, das mit einem Transferbudget von rund sieben Millionen Euro in den Sommer geht.

Vergleichbare Sorgen hätte man bei Mauro Lustrinelli nicht. Der 50-Jährige steht in seiner vierten Saison mit dem FC Thun und führte den Klub in der vergangenen Saison zurück in die Schweizer Super League, wo der Aufsteiger als Tabellenführer und Favorit in die Play-off-Runde geht. Sollte Lustrinelli den Kanton Bern verlassen wollen, wäre Augsburg mit seinem ruhigen Umfeld auf einer ungleich größeren Bühne als in der Schweiz ein logischer Schritt.

Löst ein alter Bekannter das Trainer-Dilemma?

Vielleicht findet der FCA für die Antwort auf die Trainerfrage aber auch in der eigenen Vergangenheit – im übertragenen Sinne versteht sich. Denn Tobias Strobl leitete zwischen 2022 und 2025 die Geschicke der zweiten Mannschaft des FCA, bevor er im Sommer den SC Verl in der 3. Liga übernahm.

Mit den Ostwestfalen hat der 38-Jährige vier Spieltage vor Saisonende trotz kleinem Budget Außenseiterchancen auf den Aufstieg. Sein Spielstil weiß zu gefallen. Der ehemalige Bundesliga-Profi Jermaine Jones lobte das Auftreten der Strobl-Elf bei seiner Vorstellung als neuer Coach des 1. FC Schweinfurt 05. "In der 3. Liga gibt es eine Mannschaft mit Verl, die Fußball spielt. Die anderen kommen alle über die Kraft", meinte Jones damals.

Ob ein alter Bekannter mit Strobl, ein erfahrener Bundesliga-Haudegen wie Hasenhüttl und Blessin oder ein Shootingstar aus dem Ausland à la Eckert oder Lustrinelli: Sportdirektor Weber hat noch einiges an Arbeit vor sich, damit die Fuggerstädter auch in der nächsten Saison die Großen der Liga wieder ärgern können. Aber vielleicht kann er ja auch Manuel Baum doch noch überzeugen. dann wären all die Planspiele wohl hinfällig. Schließlich hat Baum den besten Punkteschnitt (1,44 Punkte/Spiel) alle Trainer, die den FCA in der Bundesliga trainiert haben.

Tabellenführung und Abstiegskampf, aktuelle Spielpaarungen, Ergebnisse und Liveticker, Torjägerlisten, Laufleistung- sowie Zweikampfstatistiken und noch viel mehr: Fußball im Ergebniscenter von BR24Sport.