Nach dem Zwangsabstieg des TSV 1860 München in die Regionalliga Bayern richtet sich der Fokus der Löwen langsam wieder auf den sportlichen Neustart. Aktuell absolviert der Verein ein Trainingslager in Bad Füssing - dank der Unterstützung eines privaten Gönners. Unter anderem fehlen dabei zwei prominente Namen im Kader: Kevin Volland und Florian Niederlechner.
Die Verträge der beiden erfahrenen Angreifer waren ausschließlich für den Profibereich gültig. Durch den wirtschaftlich bedingten Absturz in die Regionalliga besitzen sie derzeit keine gültigen Arbeitspapiere bei den Löwen.
Niederlechner signalisiert, zu bleiben
Florian Niederlechner hat gegenüber der "Abendzeitung" signalisiert, dass er seinen Heimatverein trotz der schwierigen Lage nicht im Stich lassen möchte. Der gebürtige Ebersberger war erst im vergangenen Sommer von Hertha BSC nach Giesing gewechselt und hatte sich bewusst für die Rückkehr zu seinem Jugendverein entschieden.
Volland kündigt Karriereende an
Etwas zurückhaltender äußerte sich Kevin Volland im Vorfeld. Der ehemalige Nationalspieler erklärte erst vor wenigen Tagen gegenüber der "Abendzeitung", dass "alles noch komplett offen" sei.
Jetzt steht fest: Der 33-Jährige beendet seine Karriere. "Irgendwann muss man eine Entscheidung treffen, die für einen persönlich nicht leicht ist, irgendwann steht das Karriereende vor der Türe, wie es bei mir jetzt der Fall ist. Danke für 16 großartige Jahre, es war mir ein Fest, ich werde es extrem vermissen", wird Volland auf der Vereinshomepage zitiert.
Volland stammt aus der Löwen-Jugend und schaffte bei 1860 den Sprung in den Profifußball. Anschließend führte ihn seine Karriere über die TSG Hoffenheim und Bayer Leverkusen zur AS Monaco in die französische Ligue 1. Vor seinem Comeback bei 1860 stand der Offensivspieler bei Union Berlin unter Vertrag.
Entscheidung über Star-Spieler wohl erst im zweiten Trainingslager
Wie es aber bei Niederlechner weitergeht und ob er tatsächlich Teil des Neuaufbaus wird, dürfte sich in den kommenden Tagen oder Wochen entscheiden. Vieles spricht dafür, dass der endgültige Kader erst beim zweiten Trainingslager im österreichischen Ulrichsberg (13. bis 19. Juli) Gestalt annimmt, denn das Camp in Bad Füssing war ursprünglich nur für die U21 geplant.
Noch ist allerdings selbst das Trainingslager in Ulrichsberg nicht endgültig bestätigt. Der Verein teilte mit, dass vor einer finalen Zusage noch letzte organisatorische Punkte geklärt werden müssten.
Kehrt Julian Bell zum TSV 1860 zurück?
In Bad Füssing dabei ist dagegen Julian Bell - als Gastspieler. Der 23-Jährige trug bereits in der Jugend das Trikot der Sechzger. Der Außenverteidiger spielte zuletzt für Chemie Leipzig und absolvierte dort 16 Einsätze in der Regionalliga Nordost. Ob der Defensivspieler auch verpflichtet werden kann, könnte wegen der Insolvenz der KGaA aber derzeit schwierig werden.
Haugen verabschiedet sich vom TSV 1860 München
Sicher ist dagegen bereits der Abschied von Sigurd Haugen. Der norwegische Torjäger wechselt zum Zweitligisten 1. FC Nürnberg. Haugen erzielte in der vergangenen Saison 16 Treffer in der 3. Liga und gehörte zu den wichtigsten Offensivspielern der Löwen.
Kayabunar vor schwieriger Aufgabe
Trainer Alper Kayabunar steht damit vor einer Mammutaufgabe. Während viele Nachwuchsspieler im Trainingslager ihre Chance erhalten, ist weiterhin unklar, wie das Gesicht der Mannschaft zum Saisonstart aussehen wird.
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