Gernot Mang, Präsident des TSV 1860 München
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1860-Präsident Mang: KgaA "nach aktuellem Stand" vor Insolvenz

1860-Präsident Mang: KgaA "nach aktuellem Stand" vor Insolvenz

Die turbulenten Wochen beim TSV 1860 München bekommen die nächste Wendung. Auf der Mitgliederversammlung kündigt Präsident Gernot Mang an, dass die KgaA "nach aktuellem Stand" in der kommenden Woche Insolvenz anmelden muss.

Über dieses Thema berichtet: BR24 am .

Auf der Mitgliederversammlung des TSV 1860 München am Sonntag hat Vereinspräsident Gernot Mang angekündigt, dass die KgaA des Klubs, in der unter anderem der Spielbetrieb der ersten Mannschaft organisiert ist, voraussichtlich in der kommenden Woche Insolvenz anmelden wird.

Mang: "Verabschieden uns vom Investorenmodell"

Das bedeute aber nicht, dass man nicht in der Regionalliga antreten werde. "Wir gründen oder erwerben eine Spielbetriebsgesellschaft", erklärte Mang und kündigte unter großem Applaus des Publikums an: "Wir verabschieden uns vom Investorenmodell der letzten 15 Jahre."

Die Zusammenarbeit mit dem Unternehmer Hasan Ismaik bezeichnete Mang als Fehler: "Nach 15 Jahren müssen wir uns eingestehen: Es war ein Missverständnis", sagte der 57-Jährige. Man habe in Verhandlungen mit dem Jordanier versucht, dessen 60-prozentigen Anteil an der KgaA und der Merchandising GmbH für eine Millionensumme zu kaufen.

Mang gibt sich kämpferisch: 1860 "lebt stärker denn je"

Auf die Vorschläge der e.V.-Seite sei Ismaik aber nicht ernsthaft eingegangen. Dennoch wollte Mang nicht ausschließen, dass es noch zu einer Einigung kommen könne.

Gernot Mang
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Gernot Mang

Zudem kündigte Mang an, dass in den kommenden Wochen Klarheit zur Zukunft der Löwen bestehen wird, sodass man endlich eine Mannschaft aufbauen könne, "die uns würdig ist". An die Kritiker des Vereins gerichtet, gab sich der Klub-Boss kämpferisch: "Der Verein lebt stärker denn je. Der Löwe entreißt sich seiner Fesseln und zeigt Zähne. Wir sind der Verein."

Mang: "Einmalige Chance" für 1860

Das Ziel sei zukünftig, keine Schulden mehr zu machen. Für das laufende Geschäftsjahr gehe der Verein abhängig von Anwalts- und Gerichtskosten sogar von einem Plus aus. Wie der Bericht von Schatzmeister Heinz Schmidt darstellte, wurde das Geschäftsjahr 2024/25 mit einem Minus von 414.853 Euro beendet.

Trotzdem verbreitete Mang Optimismus: "Vor uns liegt die größte Chance für den TSV 1860 München in vielen, vielen Jahren", ließ er verlauten: "Wir haben die einmalige Chance, die Zukunft unseres Vereins selbst in die Hand zu nehmen."

Im Video: 1860-Aufsichtsratmitglied Walch im Exklusivinterview

Nicolai Walch
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