Die SpVgg Greuther Fürth hat am Sonntag echte Comeback-Qualitäten bewiesen und die Zweitliga-Partie gegen den SV Darmstadt gedreht. Mann des 30. Spieltags war aus Fürther Sicht Noel Futkeu, der seinem Team mit einem Hattrick den 3:2-Sieg vor heimischem Publikum ermöglichte. Dabei lagen die Kleeblätter nach einem fatalen Torwartfehler von Silas Prüfrock in der 35. Minute zunächst noch 0:1 zurück.
Im Vergleich zum 0:0 gegen Preußen Münster am vergangenen Spieltag, bei dem es vor allem offensiv an Dynamik fehlte, nahm Fürth-Trainer Heiko Vogel gleich vier Veränderungen an seiner Startelf vor: Aaron Keller, Doni Arifi, Jannik Dehm und Philipp Ziereis rückten an die Stelle von Sayfallah Ltaief, Lukas Reich und Brynjar Ingo Bjarnason (alle Bank). Außerdem fehlte Paul Will im Kader. Der Leihspielspieler von Darmstadt 98 durfte wegen einer vertraglichen Vereinbarung nicht gegen die Lilien auflaufen.
Schon die erste Halbzeit war ereignisreich. Fürth zeigte ein ordentliches Heimspiel und versuchte immer wieder offensive Akzente zu setzen. Beim Abschluss aber fehlte meist die Präzision. Darmstadt hingegen profitierte von einem Torwartfehler von Silas Prüfrock. Der Kleeblatt-Keeper ließ einen Schuss von Kai Klefisch genau vor die Füße von Lidberg klatschen, der nutzte die ungewollte Vorlage und sorgte für den 1:0-Führungstreffer.
Tor-Spektakel in den letzten zehn Minuten
Wenig später traf Noel Futkeu vom Punkt aus zum 1:1. Der Fürther hatte kurz zuvor im Strafraum die Kugel auf den Arm des Darmstädters Patric Pfeiffer geschossen. Der Schiedsrichter fackelte nicht lange und gab Handelfmeter.
Im zweiten Durchgang fiel Fürth nach hinten und drängte auf den Konter. Die Gäste bemühten sich zwar, Lücken zu finden, sie taten sich auf der Suche nach echten Chancen aber schwer. In den letzten zehn Minuten feuerten beide Mannschaften noch einmal ein Offensiv-Feuerwerk: Erst brachte Yosuke Furukawa die Gäste in Führung, dann zauberte Futkeu erneut und schenkte den Kleeblättern durch ein Fabeltor aus kurzer Distanz den erneuten Ausgleich. Die Draufgabe gelang dem Deutsch-Kameruner in der vierten Minute der Nachspielzeit. Nach dem Abpfiff ließ sich Futkeu von der gesamten Mannschaft herzen. Eine besonders dicke Umarmung gabs von Trainer Heiko Vogel.
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