Vergangenes Jahr noch war er im Finale gegen Alexander Zverev gescheitert, am Sonntag holte sich Ben Shelton den Titel des ATP-Turniers in München. Der US-Amerikaner hat mit seinem Sieg über Flavio Cobolli (6:2, 7:5) auch ein Stück Tennisgeschichte geschrieben, denn der Weltranglistensechste sorgte für den bedeutendsten Sandplatzerfolg eines US-Amerikaners auf der ATP-Tour seit André Agassis Masters-Triumph in Rom vor 24 Jahren.
Für den fünften Turniersieg seiner Karriere erhielt der an Nummer zwei gesetzte Shelton, der das Endspiel im Vorjahr glatt in zwei Sätzen gegen Zverev verloren hatte, ein Preisgeld in Höhe von 478.935 Euro und wie üblich einen Neuwagen des Turniersponsors.
Alexander Zverev schon im Halbfinale out
Deutschlands Tennis-Aushängeschild, Alexander Zverev, verpasste diesmal das Endspiel, da er im Halbfinale klar gegen Cobolli unterlag. Der 23-jährige Italiener konnte seine starke Leistung aus dem Halbfinale im Finale jedoch nicht bestätigen. In München hatte Cobolli zudem für emotionale Szenen gesorgt: Nach seinem Sieg über Zverev sprach er über einen Freund aus seinem Tennisclub, der am Freitag im Alter von nur 13 Jahren gestorben war und brach dabei in Tränen aus.
Trotz Zverevs Ausscheiden gab es beim Turnierabschluss im Münchner Norden Grund zum Jubel aus deutscher Sicht: Im Doppel sicherten sich die beiden Oberbayern Jakob Schnaitter und Mark Wallner überraschend ihren ersten ATP-Titel.
