Ein vor rund 20 Jahren als gestohlen gemeldetes Auto ist wieder aufgetaucht. Wie die Polizei mitteilt, hatte eine Sonarübung des Technischen Hilfswerks (THW) im April den entscheidenden Hinweis geliefert. Am Mittwoch haben das THW, das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt und die Wasserschutzpolizei Bamberg den Geländewagen aus dem Main-Donau-Kanal geborgen.
20 Jahre später: Gestohlenes Fahrzeug taucht am Kanalgrund auf
Der Geländewagen ist mit Muscheln übersät und war bereits teilweise mit dem Gewässergrund verwachsen. Taucher befestigten Zugseile an dem Fahrzeug. So konnte es mit Hilfe eines Baggers auf einem Arbeitsboot an die Wasseroberfläche befördert und geborgen werden.
Über Zulassungsdaten und das Kennzeichen konnte die Polizei die Herkunft des Autos zurückverfolgen – es war im Jahr 2006 als gestohlen gemeldet worden. Im April 2026 entdecken Helfer bei einer Sonarübung des Technischen Hilfswerks eine auffällige Struktur auf dem Gewässergrund; rund 150 Meter vom Wehr in Forchheim entfernt, in etwa drei Metern Tiefe und 20 Metern Entfernung vom Ufer.
Zunächst keine Hinweise auf Herkunft des Wagens
Die Polizei konnte wegen gesetzlicher Löschfristen zunächst keine Hinweise mehr auf die Herkunft des Geländewagens in ihren Datenbanken finden. Erst über alte Zulassungsdaten und das Kennzeichen gelang es den Beamten, die Verbindung zu einem Diebstahl aus dem Jahr 2006 herzustellen. Im Fahrzeug fanden sich keine Hinweise auf Straftaten. Ermittlungen schließen sich nicht an, da mögliche Delikte inzwischen verjährt sind, so die Polizei.
Bei der Bergung des Autos arbeiteten das THW, das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt und die Wasserschutzpolizei Bamberg zusammen.
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