Nach dem tragischen Unfall, bei dem in Erlangen ein Fußballtor umstürzte und einen Siebenjährigen tödlich verletzte, arbeiten die Ermittler daran, den Hergang aufzuklären. Erste Erkenntnisse hat die Polizei am heutigen Mittwoch mitgeteilt.
Ermittler: "Unkontrollierte Kippbewegung"
Am Samstagnachmittag sollte ein Spiel der F-Jugend auf dem Gelände des Sportvereins in Erlangen-Bruck stattfinden. Dazu wurden vier mobile Tore aufgestellt, die zuvor flach auf dem Spielfeld abgelegt waren.
Laut den Ermittlern geriet eines der Tore beim Aufstellen in eine unkontrollierte Kippbewegung und stürzte auf das dahinterstehende siebenjährige Kind. Der Junge erlitt zunächst lebensgefährliche Verletzungen und verstarb wenig später im Krankenhaus.
Zusatzgewichte am Tor
Grund für die Kippbewegung seien Zusatzgewichte gewesen, die an der rückwärtigen Querverbindung dieses Tores angebracht waren. Ob es etwa erkennbar gewesen sei, dass es sich bei dem vierten Tor um eines mit Gewichten handelte, sei noch unklar, sagte der Polizeisprecher. Ein hinzugezogener Gutachter soll den Unfallhergang rekonstruieren.
Die Untersuchungen zum genauen Hergang, insbesondere zur Beteiligung der vor Ort befindlichen Personen, laufen nach Polizei-Angaben noch. Nach Abschluss der kriminalpolizeilichen Ermittlungen soll dann die Staatsanwaltschaft klären, ob ein "vorwerfbares Handeln" vorgelegen haben könnte.
Spekulationen um Unfallursache
Vor allem in WhatsApp-Gruppen und Social-Media-Kanälen waren teils wilde Spekulationen über den Unfallhergang und mögliche Beteiligte aufgetaucht. "Auch zum Schutz der Familie des verunglückten 7-jährigen Jungen, der bei dem tragischen Unfall in Erlangen ums Leben kam, ist es wichtig, diesen mit Fakten entgegenzutreten", so der Polizeisprecher im BR24-Gespräch.
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