Eng parkende Autos Nähe Flughafen Nürnberg
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In den angrenzenden Wohngebieten zum Flughafen Nürnberg: Autos eng geparkt - viele davon sind keine Anwohner-Pkw, sondern von Fluggästen.
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In den angrenzenden Wohngebieten zum Flughafen Nürnberg: Autos eng geparkt - viele davon sind keine Anwohner-Pkw, sondern von Fluggästen.

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Flugreisende blockieren Parkplätze um Flughafen Nürnberg

Flugreisende blockieren Parkplätze um Flughafen Nürnberg

Parken am Nürnberger Flughafen – für viele Reisende zu teuer. Kostenlos ist es allerdings in den umliegenden Wohngebieten. Viele Fluggäste stellen dort teilweise wochenlang ihre Autos ab. Für die Anwohner bedeutet das weniger Parkmöglichkeiten.

Über dieses Thema berichtet: Frankenschau aktuell am .

Mehr als 10.000 Parkplätze gibt es am Nürnberger Flughafen, an der Anzahl scheitert es also nicht. Doch gerade, wenn Besucher mehrere Tage oder sogar Wochen die Stellplätze nutzen, geht es ins Geld. Für eine Woche müssen sie um die 130 Euro bezahlen. Um dem zu entgehen, weichen viele Reisende auf die umliegenden Wohngebiete aus. Dort dürfen sie gebührenfrei parken – und das sorgt für Ärger.

Wochenlang zugeparktes Wohngebiet

Die Leidtragenden sind die Anwohner, die lange brauchen, um Parkplätze zu finden oder weit weg parken müssen. Betroffen sind mehrere Nürnberger Stadtteile. In Ziegelstein häufen sich fremde Kennzeichen und Autos, die über Wochen nicht bewegt werden. Laut den Anwohnern ist das das ganze Jahr über so, nicht nur in den Sommerferien. Wöchentlich zählen sie fremde Autos und kommen dabei auf eine Quote von über 50 Prozent.

Für die Anwohner muss eine Lösung her

Die Anwohner hätten sogar eine Lösung parat: Mehr als 1.700 Menschen haben seit Januar 2026 die Petition "Stoppt Flughafenparker im Wohngebiet Nürnberg Nord" auf openpetition.de (externer Link) unterschrieben. Sie möchten ein Modell wie in Memmingen – eine beschränkte Parkdauer von zehn Stunden. So könnten Pendler, Handwerker und Besucher die Parkplätze weiterhin nutzen, Flugreisende des Nürnberger Flughafens dagegen nicht mehr über mehrere Tage oder Wochen.

Wie beim Memminger Modell soll die Begrenzung auf zehn Stunden mit Parkscheibe nicht für die Anwohner gelten. Sie sollen Ausnahmeregelungen beantragen können, um das ganze Jahr ohne Probleme parken zu können.

Kein Memminger Modell in Nürnberg

Die Sache hat aber einen Haken: Laut Frank Jülich, Verkehrsplaner der Stadt Nürnberg, lässt sich das Modell in Nürnberg nicht so einfach umsetzen. Für Bewohnerparken müssen drei Kriterien erfüllt sein - in Ziegelstein beispielsweise trifft das auf zwei davon nicht zu.

Zum einen seien die betroffenen Wohngebiete nicht so dicht bewohnt wie andere Gebiete der Stadt und zum anderen sei die Parkauslastung laut Erhebungen der Stadt zu gering, erklärte Frank Jülich im BR Fernsehen. Sie liege bei 70 bis 80 Prozent, im Schnitt sind also noch rund 20 Prozent der Parkplätze frei. Außerdem verfügen viele Anwohner über eigene Stellplätze auf ihrem Grundstück. Verkehrsplaner Frank Jülich sagt: "Der Stadtrat hat uns beauftragt, eine Lösung zu finden. Wir überlegen uns schon was, aber das wird sicherlich nicht in Richtung 'Memminger Modell' gehen."

In Zukunft günstigere Möglichkeiten?

Die Stadt sucht deshalb gemeinsam mit dem Flughafen nach anderen Lösungen. Laut Verkehrsplaner Frank Jülich könnten beispielsweise günstigere Parkmöglichkeiten in Flughafennähe eine Alternative sein. Denkbar seien Anbieter, bei denen Reisende ihr Auto abstellen und anschließend mit einem Shuttlebus zum Flughafen fahren können.

Gleichzeitig hat auch der Flughafen ein wirtschaftliches Interesse an seinen Parkplätzen, zum Beispiel im Parkhaus am Flughafengelände. Welche Maßnahmen am Ende umgesetzt werden, entscheidet der Nürnberger Stadtrat.

  • Über die Parksituation am Nürnberger Flughafen in der Sommerreisezeit hat auch nn.de [externer Link, evtl. Bezahlinhalt] berichtet

Transparenzhinweis: Der Artikel wurde ursprünglich am 1. September 2026 veröffentlicht. In der ursprünglichen Version stand, dass die Stadt dem Memminger Modell nicht zustimme. Das ist nicht korrekt. Letztlich entscheidet der Stadtrat, welche Maßnahmen umgesetzt werden.

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