Im Raum München waren Kolkraben bisher selten – man konnte sie mit etwas Glück zum Beispiel im Landschaftsschutzgebiet Schwarzhölzl im Münchner Norden oder in Haar entdecken. Doch jetzt gibt es zwei gesicherte Brutnachweise mitten im Stadtgebiet, wie der Landesbund für Vogelschutz (LBV) berichtet.
Stadt als neue Kolkraben-Heimat?
Vor 100 Jahren waren die Vögel so gut wie ausgerottet. Inzwischen sind sie streng geschützt, und so gibt es bayernweit wieder bis zu 1.500 Brutpaare. Der LBV geht davon aus, dass künftig auch öfter welche im Stadtgebiet brüten. Denn wenn die Kolkraben merken, dass sie in der Stadt gut zurechtkommen, würden sie diese Informationen an Artgenossen weitergeben und auch selbst ihrem Revier lebenslang treu bleiben.
Markenzeichen Kolkrabe: kräftiger Schnabel
Der Kolkrabe gilt als der größte Singvogel der Welt. Er hat eine Flügelspannweite von bis zu eineinhalb Metern. Zu erkennen ist er auch an seinem auffallend kräftigen Schnabel. Außerdem treten Kolkraben meist als Paar auf – nicht im Schwarm wie die Krähen, deren Rufe im Übrigen auch anders klingen.
Ökologisch gelten Kolkraben als besonders wertvoll, weil sie Wühlmäuse oder Insekten in großen Mengen vertilgen und Aas oder kranke Tiere beseitigen. Wo sie auftauchen, verschwinden auch die Krähen, weil die Kolkraben größer und stärker sind.
- Zum Artikel der AZ: Einst fast ausgerottet: Seltene Vogelart brütet jetzt in München (externer Link, möglicherweise Bezahlinhalt)
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