Autos in der prallen Sonne
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Blow-Ups, Klimaanlage, Flip-Flops: Hitze-Tipps für Autofahrer

Blow-Ups, Klimaanlage, Flip-Flops: Hitze-Tipps für Autofahrer

Wenn die Temperaturen in Bayern auf über 30 Grad steigen, geraten nicht nur Menschen ins Schwitzen. Auch Autos, Batterien und die Straßen selbst werden durch die Hitze belastet. Worauf Autofahrer jetzt achten sollten.

Über dieses Thema berichtet: BR24 am .

Der Freistaat erlebt derzeit eine ausgeprägte Hitzewelle mit Temperaturen von deutlich über 30 Grad. Das wirkt sich auch auf den Straßenverkehr aus: Fahrbahnen können sich ausdehnen, was zu Tempolimits, Sperrungen oder Staus führt. Gleichzeitig steigt die Belastung für die Fahrzeuge selbst – etwa durch überhitzte Motoren oder stark aufgeheizte Innenräume. Was Autofahrer wissen müssen.

Klimaanlage: Nicht auf Kühlschrankniveau

Wer an einem heißen Sommertag in ein aufgeheiztes Auto steigt, sollte nicht sofort die Klimaanlage auf die niedrigste Temperatur stellen. Der Auto Club Europa (ACE) empfiehlt stattdessen, zunächst die angestaute Hitze aus dem Fahrzeug entweichen zu lassen, indem alle Türen und Fenster geöffnet werden. Anschließend kann die Klimaanlage eingeschaltet werden.

Laut ACE sollte der Temperaturunterschied zwischen Außen- und Innentemperatur möglichst nicht mehr als sechs Grad betragen – die Klimaanlage also nicht auf "Kühlschrankniveau" gestellt werden. Außerdem rät der Verkehrsclub dazu, ausreichend zu trinken und auf längeren Fahrten Pausen einzulegen, da hohe Temperaturen die Konzentration beeinträchtigen können.

Auto kühl halten: Schattenparkplatz und richtig lüften

Auch beim Parken lässt sich verhindern, dass sich der Innenraum übermäßig aufheizt. Der ACE empfiehlt, wenn möglich, schattige Parkplätze zu nutzen. Sonnenschutzmatten an der Windschutzscheibe können zusätzlich dazu beitragen, die direkte Sonneneinstrahlung zu reduzieren. Auch hier sollte vor der Abfahrt das Fahrzeug zunächst durchgelüftet werden, damit heiße Luft entweichen kann.

Blow-ups: Diese Straßen sind besonders gefährdet

Nicht nur Autos leiden unter extremer Hitze. Auch Straßen können beschädigt werden. Bei sogenannten Blow-ups dehnt sich Beton durch hohe Temperaturen aus. Dadurch können Fahrbahnplatten aufbrechen oder sich anheben. Der ADAC weist darauf hin, dass vor allem ältere und mehrfach reparierte Betonfahrbahnen betroffen sind. Besonders gefährdet seien dabei Fugen und Nahtstellen.

In Bayern gelten mehrere Autobahnabschnitte als besonders gefährdete Strecken, darunter Teile der A7, A92 im Raum Freising und Landshut sowie der A93 zwischen Saalhaupt und Elsendorf. Wegen der besonderen Gefahr gilt dort während der Sommermonate ein Tempolimit.

No-Gos: Flip-Flops am Steuer

Wenn die Temperaturen steigen, greifen viele Menschen zu Flip-Flops oder anderen offenen Schuhen. Erlaubt ist das grundsätzlich. Allerdings raten Verkehrsexperten davon ab. Der ADAC betont, dass offene Schuhe vom Pedal rutschen oder sich daran verhaken können. Dadurch könne die sichere Bedienung des Fahrzeugs beeinträchtigt werden. Kommt es beispielsweise zu einem Unfall, bei dem der Unfallgegner klar die Vorfahrt missachtet hat, kann sich das haftungsrechtlich in Form einer Mithaftung des Geschädigten auswirken. Nämlich dann, wenn dieser mit den richtigen Schuhen den Unfall trotz der Vorfahrtsverletzung noch hätte verhindern können.

Nicht zu vergessen sind Notbremsungen: Laut Praxistest des Österreichischen Auto-, Motorrad- und Touring-Clubs (ÖAMTC) sind diese schwieriger durchzuführen, da mit offenen Schuhen oder barfuß weniger Druck auf das Pedal ausgeübt werden könne.

Kinder und Tiere nie im Auto lassen

Gerade für Babys und Kleinkinder kann Hitze im Auto lebensgefährlich werden. Längere Fahrten sollten deshalb möglichst in die kühleren Morgenstunden oder in die Nacht verlegt werden. So lassen sich die heißesten Stunden vermeiden – und häufig auch Staus umgehen.

Bei großer Hitze können Alltagsgegenstände Schaden nehmen. Insbesondere Medikamente, elektronischen Geräten, Akkus und Lebensmittel. Auch Spraydosen oder Feuerzeuge sollten nicht längere Zeit im Fahrzeug liegen. Vor allem aber dürfen grundsätzlich niemals Tiere allein im Fahrzeug zurückgelassen werden. Selbst bei moderaten Außentemperaturen kann sich das Wageninnere innerhalb kurzer Zeit lebensgefährlich aufheizen.

Besonderheiten bei E-Autos

Auch Elektroautos sind von hohen Temperaturen betroffen. Moderne Fahrzeuge verfügen laut ADAC über Kühlsysteme, die die Batterie vor Überhitzung schützen. Bei starker Hitze kann das Batteriemanagement die Ladeleistung vorübergehend anpassen, um den Akku zu schonen. Viele E-Autos bieten außerdem eine Standklimatisierung. Der Innenraum kann damit bereits vor Fahrtbeginn per App oder Zeitschaltung gekühlt werden.

Grundsätzlich gelten auch für E-Autos die üblichen Sommer-Tipps: möglichst schattig parken, vor der Fahrt lüften und auf längeren Strecken ausreichend Pausen einlegen.

Dieser Artikel ist erstmals am 23.06.2026 auf BR24 erschienen. Das Thema ist weiterhin aktuell. Daher haben wir diesen Artikel erneut publiziert.

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