ICE macht Nothalt wegen offener Tür
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Bei einem ICE von München nach Dortmund hat sich während der Fahrt im eine Tür geöffnet. Nun steht fest: Die Notöffnung war wohl manipuliert.
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Bei einem ICE von München nach Dortmund hat sich während der Fahrt im eine Tür geöffnet. Nun steht fest: Die Notöffnung war wohl manipuliert.

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ICE-Nothalt: Wie es zur offenen Tür bei 200 km/h kam

ICE-Nothalt: Wie es zur offenen Tür bei 200 km/h kam

Bei einem ICE von München nach Dortmund hat sich während der Fahrt im Landkreis Main-Spessart eine Tür geöffnet. Nun steht fest: Eine technische Ursache lag nicht vor, die Notöffnung war wohl manipuliert.

Über dieses Thema berichtet: Mittags in Mainfranken am .

Nachdem sich am Dienstagabend bei einem ICE eine Waggontür während der Fahrt im Landkreis Main-Spessart geöffnet hat, hat die Polizei neue Erkenntnisse: "Wir haben den Verdacht, dass die Nothilfeeinrichtung missbraucht wurde. Einen technischen Defekt können wir Stand jetzt ausschließen", sagt ein Sprecher der Bundespolizei.

Polizei: Plombe entfernt, Scheibe vor Notknopf eingeschlagen

Die Plombe, die an dem Nothebel eigentlich befestigt ist, war entfernt, wie die Bundespolizei festgestellt hat. Es habe aber keinen Notfall gegeben. Die Notknöpfe für die Öffnung der Zugtüren sind durch Plexiglasscheiben gesichert – in dem betreffenden ICE war diese laut Polizei eingeschlagen. Ob böser Wille oder Missgeschick, ist ungeklärt. Sollte der Vorfall absichtlich oder wissentlich passiert sein, wäre das eine Straftat.

Keine Vermissten und Verletzten

Einsatzkräfte der Polizei haben die Strecke tagsüber sicherheitshalber nochmal abgesucht. Es wurden keine Personen, Gepäckstücke oder andere Gegenstände gefunden. Das Gebiet wurde bereits vergangene Nacht mit einem Großaufgebot von Einsatzkräften abgesucht. Auch Drohnen und Wärmebildkameras wurden eingesetzt. Weder Personen noch Gepäckstücke wurden laut Polizei gefunden. "Es gibt keine Vermissten und Verletzten", heißt es von der Bundespolizei.

Auswirkungen auf Reisende

Die Tür ist laut der Polizei gegen 19.30 Uhr im hinteren Teil des Zuges aufgegangen. Zu diesem Zeitpunkt war der Zug mit rund 200 Kilometern pro Stunde unterwegs. Die Fahrgäste im vorderen Zugteil konnten mit Schienenersatzverkehr weiterreisen. Die 120 Reisenden im hinteren Bereich (von insgesamt 238 Fahrgästen) sind Dienstagabend für polizeiliche Ermittlungen und Vernehmungen zunächst noch vor Ort geblieben. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnten sie ebenfalls mit Schienenersatzverkehr nach Aschaffenburg und Frankfurt am Main weiterfahren. Die Maßnahmen dauerten bis ca. 02.30 Uhr an.

Die Streckensperrung dauerte laut Polizei bis 02.40 Uhr und verursachte bei 125 Zügen eine Gesamtverspätung von 5.826 Minuten. Zu Zugausfällen kam es nicht.

Deutsche Bahn: "Tür öffnet sich nicht einfach"

"Türen im ICE öffnen sich nicht einfach während der Fahrt. Eine technische Störung am Zug lag ebenfalls nicht vor", hat die Deutschen Bahn bereits mitgeteilt. Weitere Aussagen zu Hintergründen seien erst nach den Ermittlungen möglich.

"Die DB hat die Reisenden bis zur Freigabe des Zuges und der Strecke durch die Behörden unter anderem mit dem Technischen Hilfswerk durchgehend und umfassend betreut und versorgt. Die Klimaanlage im Zug sowie die Sanitäranlagen funktionierten ebenfalls", erklärt eine Sprecherin der Deutschen Bahn.

Während des Einsatzes waren ca. 300 Kräfte der Bundespolizei, der Bayerischen Landespolizei, der Feuerwehren und Rettungsdienste sowie der Deutschen Bahn AG im Einsatz.

Im Audio: Bei einem fahrenden ICE hat sich eine Tür geöffnet

ICE hält am Bahnsteig
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Fahrgäste müssen den ICE verlassen und mit Schienenersatzverkehr weiterfahren.

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