(Symbolbild) Eine Polizeikelle für eine Kontrolle.
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(Symbolbild) Kinder im Kofferraum: Neue Details zu überfülltem Pkw auf der A3.
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Jan Woitas
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Kinder im Kofferraum: Neue Details zu überfülltem Pkw auf der A3

Kinder im Kofferraum: Neue Details zu überfülltem Pkw auf der A3

Bei der Kontrolle eines Pkw auf der A3 bei Ruhstorf an der Rott haben Beamte am Samstag eine große Überraschung erlebt. Statt fünf waren zehn Menschen im Auto - sechs Kinder saßen teils im Fuß- und Kofferraum. Welche Folgen hat das für den Fahrer?

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Niederbayern am .

Nach dem Stopp eines vollkommen überladenen Autos auf der A3 bei Ruhstorf an der Rott am vergangenen Samstag liegen der Polizei inzwischen weitere Erkenntnisse vor. Ein Mercedes-SUV der M-Klasse mit französischem Kennzeichen war bei der Einreise von der Bundespolizei kontrolliert worden. Der Wagen war in Fahrtrichtung Frankfurt am Main unterwegs.

Zehn Menschen im Fünfsitzer: Kinder auch im Kofferraum

Im Fahrzeug befanden sich insgesamt zehn Personen, darunter sechs Kinder und Kleinkinder. Zugelassen ist der SUV jedoch nur für fünf. Nach Angaben der Verkehrspolizeiinspektion Passau waren alle Kinder ohne jede Sicherung unterwegs. So gab es im Pkw weder Kindersitze noch Sitzerhöhungen. Einige Kinder saßen im Fußraum, andere im Kofferraum, ehe die Beamten die Weiterfahrt stoppten.

170 Euro Strafe für Fahrer

Am Steuer saß ein 20 Jahre alter rumänischer Staatsangehöriger. Sein Wagen war nicht nur überfüllt, auch die Zulassung war abgelaufen. Aufgrund dieser Verstöße wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Insgesamt musste der Fahrer ein Bußgeld in Höhe von 170 Euro inklusive Gebühren zahlen.

Der Mann erhält zudem einen Punkt im Flensburger Fahreignungsregister, in dem auch ausländische Fahrer erfasst werden können. Seinen Führerschein darf der Rumäne behalten. Ein Entzug der Fahrerlaubnis droht in Deutschland erst bei deutlich mehr Punkten.

Weiterfahrt nur mit zusätzlichem Fahrzeug

Wie genau die Passagiere miteinander verwandt sind, haben die zuständigen Polizeibeamten nicht erfasst. Bekannt ist nur, dass zwei männliche und zwei weibliche Erwachsene sowie sechs (Klein-)Kinder im Pkw saßen.

Wie die Familie ihre Weiterreise im Anschluss genau organisiert hat, ist sowohl der Pressestelle der Verkehrspolizeiinspektion Passau als auch der Bundespolizei nicht bekannt. Grundsätzlich ist eine Weiterfahrt jedoch erst möglich, wenn weitere Passagiere in einem zweiten Wagen untergebracht werden können und es für alle Kinder eine ordnungsgemäße Sicherung sowie passende Sitzerhöhungen gibt.

Polizei: Überladene Fahrzeuge auf der A3 keine Seltenheit

Wie die Verkehrspolizeiinspektion Passau betont, sind überladene Pkw auf der A3 kein Einzelfall. Die zweitlängste Autobahn Deutschlands ist eine wichtige Transitstrecke und führt von der niederländischen bis zur österreichischen Grenze. Entsprechend hoch ist das dortige Verkehrsaufkommen. So fallen bei Grenzkontrollen immer wieder Fahrzeuge auf, die mit Gepäck und/oder Personen überladen sind. Auch ungesicherte Kinder im Fahrzeug sind den Beamten zufolge keine Seltenheit. Ein Pkw mit zehn Insassen, darunter sechs völlig ungesicherten Kinder, sei aber ein außergewöhnlicher Fall.

Was Verkehrsteilnehmer tun können

Die Polizei empfiehlt, bei erkennbaren Sicherheitsrisiken nicht zu zögern. Wer auf der Autobahn ein offensichtlich überfülltes Fahrzeug sieht oder erkennt, dass Kinder gefährlich untergebracht und nicht ausreichend gesichert sind, sollte sofort die Polizei verständigen. Hilfreich sind dabei möglichst genaue Angaben zu Kennzeichen, Fahrtrichtung, Standort und Fahrzeugtyp. So können Streifenwagen das betreffende Auto an einer geeigneten Stelle stoppen und kontrollieren.

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