Ein Mann betankt an einer Tankstelle sein Auto. Nahaufnahme einer Hand, die einen Tankstutzen in den Autotank hält. Im vergangenen Sommer waren die Spritpreise um etwa 50 Cent niedriger als jetzt. Ist Bayern ebenfalls betroffen?
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Im vergangenen Sommer waren die Spritpreise um etwa 50 Cent niedriger als jetzt. Ist Bayern ebenfalls betroffen?
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Im vergangenen Sommer waren die Spritpreise um etwa 50 Cent niedriger als jetzt. Ist Bayern ebenfalls betroffen?

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Hat das Niedrigwasser Einfluss auf die Spritpreise in Bayern?

Hat das Niedrigwasser Einfluss auf die Spritpreise in Bayern?

Im vergangenen Sommer waren die Spritpreise um etwa 50 Cent niedriger als jetzt. Mit dem Niedrigwasser kommt neben dem Iran-Krieg ein weiterer Faktor dazu, der vor allem im Westen Deutschlands die Preise steigen lässt. Ist Bayern ebenfalls betroffen?

Über dieses Thema berichtet: BR24 TV am .

Hohe Spritpreise in den Sommerferien sind keine erfreuliche Nachricht. Während laut ADAC im August 2025 noch Super E10 für 1,66 Euro und Diesel für 1,58 Euro durchschnittlich getankt werden konnte, liegen die Preise aktuell deutlich über der 2-Euro-Marke. Wer in Bayern tankt, kommt dabei sogar noch mit am günstigsten weg. Eine Urlauberin sagt an einer Zapfsäule: "Die Spritpreise sind tatsächlich gerade noch ein bisschen günstiger als bei uns in NRW. Deshalb freuen wir uns, dass wir jetzt noch schnell für die Rückfahrt volltanken können."

Mit Wiederaufflammen des Irankriegs und seit dem Ende des Tankrabatts steigen die Spritpreise in Deutschland wieder - in manchen Bundesländern aber stärker als in anderen. Der Grund: Das Niedrigwasser in Flüssen wie dem Rhein schränkt den Schifffahrtsverkehr ein.

Bayerns Raffinerien bekommen Rohöl über transalpine Leitung

Benzin in Nordrhein-Westfalen und Hessen ist aktuell am teuersten (Stand: 11.8.2026), denn über den Rhein werden auch Öl, Benzin und Diesel transportiert. Um eine Schiffsladung zu ersetzen, braucht es um ein Vielfaches mehr an Lastwagen. Das treibt die Logistikkosten für den Transport von Kraftstoffen in die Höhe - und damit auch die Preise für die Endkunden.

Bayern ist davon allerdings nicht betroffen, da die bayerischen Raffinerien ihr Rohöl über die "Transalpine Ölleitung" bekommen. Das ist eine Erdöl-Pipeline, bei der das Öl von dem italienischen Hafen Triest über die Alpen nach Bayern weitertransportiert wird. Der größte Treibstoffproduzent Bayernoil mit Standorten in Neustadt an der Donau und Vohburg an der Donau antwortete auf BR-Anfrage: "Das aktuelle Niedrigwasser hat keine Auswirkungen auf die Produktion." Ähnlich äußerte sich auch der OMV-Konzern in Burghausen. Die dritte bayerische Raffinerie in Ingolstadt wollte gegenüber dem BR keine Auskunft geben.

So setzt sich der Spritpreis zusammen

Der ADAC weist aber darauf hin, dass sich der Spritpreis aus mehreren Komponenten zusammensetzt. Steuern und Abgaben seien vergleichsweise hoch. Zu den Kosten für zum Beispiel Rohöl oder Zwischenprodukte für die Verarbeitung zu Kraftstoff sowie dem Gewinn kommen dazu: die fixe Energiesteuer, die Mehrwertsteuer von 19 Prozent, die jährlich steigende CO₂-Abgabe.

Verkehrsminister Bilger glaubt nicht an weitere Spritpreisbremse

Immer wieder wird gegenüber der Politik eine Neuauflage des Tankrabatts, der vom 1. Mai bis zum 30. Juni 2026 gültig war, oder eine andere Entlastung gefordert. Der neue Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) äußerte sich dazu aber zurückhaltend: "Ich glaube nicht, dass wir nochmal eine Spritpreisbremse für alle machen können, weil es einfach ein sehr teures Instrument ist. Aber wir müssen auch diejenigen im Blick behalten, die besonders belastet sind, und dafür bleiben wir in der Koalition im Gespräch." Auch die von der Bundesregierung eingesetzte Taskforce für Spritpreise sei im Austausch. Konkrete Pläne kündigte Bilger nicht an.

Dieser Artikel ist erstmals am 12. August 2026 auf BR24 erschienen. Das Thema ist weiterhin aktuell. Daher haben wir diesen Artikel aktualisiert und erneut publiziert.

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