Prepper-Vorräte: Gasflaschen, Lebensmittel und Wasserreinigungs-Equipment - hier in einem Regal (Symbolbild)
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Prepper-Lager im Karwendel: Verursacher bleibt unbekannt
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Prepper-Lager im Karwendel: Verursacher bleibt unbekannt

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Weiter rätselhaft: Wer legte das Prepper-Lager im Karwendel an?

Weiter rätselhaft: Wer legte das Prepper-Lager im Karwendel an?

Ein Feldbett, abgelaufene Lebensmittel, Medikamente, Hundefutter, Batterien: Wer hat vor Jahren mitten im Karwendelgebirge ein riesiges Prepper-Lager eingerichtet? 40 Soldaten und zwei Dutzend Lasttiere waren im Einsatz, um den Müll zu entsorgen.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Oberbayern am .

Ein verstecktes Prepper-Lager im Karwendel bei Lenggries sorgt weiter für Fragen. Neun Fässer mit Lebensmitteln, Medikamenten und Ausrüstung wurden dort entdeckt.

Die Fässer waren im vergangenen Sommer von einem Jäger entdeckt worden – versteckt in einem steilen und schwer zugänglichen Gebiet im Naturschutzgebiet. Darin: Lebensmittel, teilweise seit 2014 abgelaufen, dazu Medikamente, Batterien, Kleidung, ein Schlafsack, Hundefutter, ein Zelt und ein Feldbett. Offenbar hatte dort jemand ein sogenanntes Prepper-Lager angelegt – also einen Vorrat für den Fall einer Katastrophe.

Ermittlungen ohne brauchbare Hinweise

Wer die Fässer dort abgestellt hat, sollte anschließend über Hinweise herausgefunden werden. Drei Meldungen gingen beim Landratsamt ein – sie führten aber nicht weiter. Marlies Peischer, Sprecherin des Landratsamts Bad Tölz-Wolfratshausen, sagte BR24, es seien keine brauchbaren Hinweise eingegangen. Deshalb werde der Fall nun zu den Akten gelegt.

Klar ist: In einem Naturschutzgebiet dürfen Müll oder andere Gegenstände nicht einfach abgelagert werden. Die Fässer mussten deshalb raus – und das war gar nicht so einfach.

Aufwendige Entsorgung

Fahrzeuge kamen an das Versteck nicht heran, für den Transport zu Fuß waren die Fässer zu schwer. Hilfe kam von der Bundeswehr aus Bad Reichenhall – im Rahmen eines Leistungsmarsches. Rund 40 Soldatinnen und Soldaten waren mit 25 Tieren im Einsatz: vor allem Maultiere, dazu drei Haflinger und ein Esel. Die Fässer wurden mit Seilzügen und Kraxen einen steilen Hang hinuntergebracht und anschließend auf die Tiere geladen. Fast vier Kilometer ging es so bis zu einem befahrbaren Weg. Von dort wurde alles zur ordnungsgemäßen Entsorgung nach Greiling gebracht.

Das Landratsamt bedankt sich bei der Bundeswehr für die Unterstützung. Doch eine zentrale Frage bleibt offen: Wer das ungewöhnliche Lager im Karwendel angelegt hatte.

Dieser Artikel ist erstmals am 28. September 2026 auf BR24 erschienen. Das Thema ist weiterhin aktuell. Daher haben wir diesen Artikel erneut publiziert.

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