Mehrere Häuser im Bau vor einer grünen Wiese
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An vielen Orten in Bayern sind Grundstücke begehrt.
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Steigen Bayerns Grundstückspreise weiter?

Steigen Bayerns Grundstückspreise weiter?

Steigen Bayerns Grundstückspreise weiter? Das lassen die neuen Bodenrichtwerte vermuten. Aber Experten sehen eine Marktstabilisierung. Und gerade in einem Regierungsbezirk wurden Grundstücke in den letzten zwei Jahren sogar oft günstiger verkauft.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Alle zwei Jahre schauen sich lokale Gutachterausschüsse an, wie teuer Grundstücke verkauft wurden – und erstellen Zonen mit Durchschnittswerten: zum Beispiel 1.800 Euro pro Quadratmeter am Unteren Markt in Dachau, 425 Euro in Reichenschwand im Nürnberger Land oder 50 Euro in Vorderbreitenthann im Landkreis Ansbach.

Diese sogenannten Bodenrichtwerte berücksichtigen nur den Wert von Grundstücken, nicht der Gebäude. Sie dienen Käufern wie Verkäufern zur groben Orientierung. Außerdem sind sie für Behörden wichtig, um den Grundstückspreis für Erbschafts- und Schenkungssteuern zu berechnen. Sie bilden allerdings nicht den aktuellen Stand am Grundstücksmarkt ab, sondern den Zeitraum zwischen den letzten Erhebungen. Mittlerweile liegen fast alle neuen Werte für 2026 vor. Wer diese einsehen will, kann das unter anderem im Bayern-Atlas (externer Link) tun.

Grundstückswerte sanken in Oberbayern besonders oft

Eine bayernweite Stichprobe des BR der neuen Bodenrichtwertzonen deutet jetzt an: In den letzten zwei Jahren wurden Grundstücke meistens etwas teurer verkauft. Ein häufiger Rückgang war nur im vergleichsweise teuren Oberbayern zu beobachten, vereinzelt auch in städtischen Gebieten anderer Regierungsbezirke: Im Würzburger Frauenland etwa sank ein Bodenrichtwert von 1.020 Euro auf 970 Euro.

Woran liegt das? Dies seien die Nachwirkungen der hohen Zins-Steigerungen, meint Stephan Kippes, Leiter des IVD Marktforschungsinstituts. Die treffen teure Standorte auch stärker, weil es um höhere Summen geht. Franz Maushammer, stellvertretender Vorstand von Haus und Grund Bayern, nennt außerdem gestiegene Kosten, etwa für Handwerker. Leute würden sich in unsicheren Zeiten zurückhalten, bevor sie etwas kaufen und investieren.

Maushammer glaubt, dies könne "vielleicht dann auch den Wohnungsmarkt entspannen". Bayerns Bauministerium spricht ebenfalls von einer Stabilisierung des Preisniveaus am Grundstücksmarkt.

Entlastungen im Mietmarkt sind unwahrscheinlich

Könnten also die Mieten in Städten sogar günstiger werden, wenn dort Grundstücke weniger wert sind? "Bestimmt nicht", sagt Franz Maushammer. Der Druck auf den Markt sei gleich hoch: "Ob sich das jetzt in München um 10 Prozent mehr oder weniger auf die Bodenrichtwerte ausschlägt, das spüren Sie am Wohnungsmarkt, am Mietmarkt nicht." Laut dem Leiter des IVD Marktforschungsinstituts, Stephan Kippes, sind die Preise in den letzten Monaten außerdem schon wieder angestiegen.

Auch der Mieterbund Bayern glaubt nicht, dass Mieten sinken werden. Geschäftsführerin Monika Schmid-Balzert verweist auf die an den meisten Orten gestiegenen Grundstückspreise: "Dann erhöhen sich die Kosten für die Immobilien und der Investor wird dann auch gucken, dass er diese Kosten wieder reinholt und damit auch die Mieten erhöhen."

Dieser Artikel ist erstmals am 31. August 2026 auf BR24 erschienen. Das Thema ist weiterhin aktuell. Daher haben wir diesen Artikel erneut publiziert.

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