- Direkt zum aktuellen Artikel: Brandattacke bei Rohde & Schwarz: Was bisher bekannt ist
In der Nähe eines Gebäudekomplexes mit mehreren Rüstungsunternehmen in München gab es in der Nacht eine Brandattacke auf eine Baustelle. Das Landeskriminalamt Bayern (LKA) geht davon aus, dass die Brandattacke nicht oder nicht nur dem Unternehmen Rohde & Schwarz gegolten hat, da im Gebäudekomplex einige Rüstungsunternehmen ansässig seien. Das sagte LKA-Sprecher Ludwig Waldinger dem BR.
Das sei der Grund, warum man von einer möglichen politischen Motivation ausgehen müsse und neben dem LKA auch die Generalstaatsanwaltschaft München die Ermittlungen übernommen habe. Die Baustelle, auf die Brandsätze geworfen wurden, befindet sich in unmittelbarer Nähe zu mehreren Rüstungsunternehmen.
Zeuge: Brandsätze aus Auto herausgeworfen
Ein Zeuge hatte gegen Mitternacht die Polizei alarmiert und berichtet, dass in Berg am Laim aus einem Auto heraus Brandsätze geworfen worden seien. Einer davon zündete im Bereich von Baucontainern vor der Firmenzentrale von Rohde & Schwarz. Eine sofort eintreffende Polizeistreife konnte das Feuer löschen. Es entstand nur geringer Sachschaden. Verletzt wurde niemand.
Am Tatort fanden Einsatzkräfte einen weiteren Brandsatz, der nicht gezündet hatte. Er wurde von Spezialkräften des LKA unschädlich gemacht. Dafür wurde der Bereich weiträumig abgesperrt.
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Zwei Tatverdächtige festgenommen
Bei der sofort eingeleiteten Fahndung nahmen Polizeibeamte an einer nahegelegenen Tankstelle am Innsbrucker Ring zwei Tatverdächtige fest. Nach Angaben des LKA handelt es sich bei der 28-jährigen Frau und dem 38 Jahre alten Mann um Bulgaren. Zu einem möglichen Motiv und den Hintergründen liegen bislang keine Informationen vor.
Rohde & Schwarz: "Betriebsgelände nicht betroffen"
Eine Firmensprecherin des Münchner Technologiekonzerns Rohde & Schwarz reagierte auf BR-Anfrage zurückhaltend. Das Unternehmen bestätigte den Polizei- und Feuerwehreinsatz. Die Sprecherin betonte jedoch gleichzeitig: "Unser Betriebsgelände selbst ist nicht betroffen." Darüber hinaus will sich das Unternehmen vorerst nicht öffentlich äußern.
Der Technologiekonzern ist unter anderem im Bereich Sicherheitstechnik und Kommunikation für Behörden und das Militär tätig.
Im Jahr 2021 hatten Unbekannte im Umfeld von Rohde & Schwarz eine Stromleitung angezündet, die offen in einer Baugrube gelegen hatte. Ein Bekennerschreiben im Internet hatte die Aktion zu einem Angriff auf den "Rüstungskonzern" erklärt. Die damalige Tat ist bis heute nicht aufgeklärt. Die damalige Sabotage hatte zu einem Stromausfall bei 20.000 Haushalten im Münchner Osten geführt, das Unternehmen selbst jedoch nach dessen eigenen Angaben nicht beeinträchtigt.
Mit Informationen von dpa
Im Audio: Brandsätze auf Baustelle bei Rohde & Schwarz geworfen
Nach einer Brandsatz-Attacke wurden zwei Personen an einer Tankstelle festgenommen.
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