Zwei Frauen blasen in einen Schlauch, der in Wasser gehalten wird.
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Viele Transmenschen schaffen es gut, sich äußerlich dem selbst empfundenen Geschlecht anzupassen - mit der Stimme gelingt das nicht immer.
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Viele Transmenschen schaffen es gut, sich äußerlich dem selbst empfundenen Geschlecht anzupassen - mit der Stimme gelingt das nicht immer.

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Stimmtransition: Von männlicher zu weiblicher Stimme

Stimmtransition: Von männlicher zu weiblicher Stimme

Viele Transmenschen schaffen es gut, sich äußerlich dem selbst empfundenen Geschlecht anzupassen – mit der Stimme gelingt das nicht immer. Deshalb gibt es logopädische Unterstützung, unter anderem im mittelfränkischen Schwabach.

Über dieses Thema berichtet: BR24 TV am .

Klara ist 39, hat blonde Haare und pink lackierte Fingernägel. Seit letztem Jahr lebt sie offen als Transfrau. Sie ist auf dem Weg zur Logopädie, denn sie macht eine Stimmtransition. Damit hat sie schon vor dem Outing angefangen, denn: "Neben dem Äußeren ist definitiv die Stimme mit das Erste, was man von der Person hört." Es ist schon ihre vierzehnte Logopädie-Stunde, sie hat dafür ein ärztliches Rezept. Gemeinsam mit Logopädin Carolin Hohnhaus wärmt sie die Stimme auf: Sie blasen in einen Schlauch, der in Wasser gehalten wird. Das Blubbern hilft dabei, den Kehlkopf zu entspannen.

Mit App Weiblichkeit der Stimme messbar

Ein wichtiger Teil der Stunde beschäftigt sich mit Alltagssätzen. "Mit Karte, bitte", "Wie ist das Wetter heute?", oder "Mir geht es nicht gut" – Dinge, die im Alltag oft gesagt werden, bei denen Klara sicher klingen soll. Und vor allem: nicht direkt aufgrund der dunkleren Stimme erkannt werden. Damit sie die richtige Tonhöhe trifft, wird die Stimmhöhe per App gemessen. Um die 200 Hertz muss Klara sprechen, denn da liegen weibliche Stimmen. Manchmal sinkt der Graph auf dem Bildschirm ab, im Schnitt klappt es aber sehr gut. Schwierig sei es nur, dauerhaft in dieser Stimmlage zu bleiben, "weil man dann zu schnell spricht, nicht mehr so auf Melodie achtet und es noch nicht ganz in den Alltag übergegangen ist". Wichtig ist: "Wenn es schmerzhaft ist, ist es falsch, es ist nur nach einer langen Zeit ermüdend, wie wenn man lange spricht."

Nur wenige Logopäden bieten Stimmtransition an

Klara ist nicht die einzige Patientin in der Schwabacher Praxis. Logopädin Hohnhaus betreut aktuell um die 20 weitere Transpersonen, meist Transfrauen. Für Hohnhaus gibt es eine einfache Erklärung, warum der Andrang hier so hoch ist: "In Bayern, vor allen Dingen in Franken, gibt es nicht so viele Logopäden, die das anbieten." Hinzu komme, dass es bei ihr nicht Teil der Ausbildung zur Logopädin gewesen sei. Sie habe eine Fortbildung dazu gemacht. Der Grund: Sie habe das Gefühl, mit dieser Arbeit ihre Klientinnen sehr unterstützen zu können. "Man merkt halt auch wirklich einen sehr großen Unterschied, schon allein innerhalb eines Rezeptes. Das ist natürlich auch motivierend als Therapeut das zu sehen." Klara ist zufrieden mit der Stunde. Gut sei, Feedback zu erhalten, woran sie zu Hause noch arbeiten könne. Und "gleichzeitig kann man auch zeigen, was man zu Hause geübt hat".

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