(Symbolbild) Zwei Studierende sitzen in einem modernen Hörsaal.
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(Symbolbild) Für evangelische Theologie soll es nun auch Bachelor- und Masterstudiengänge geben.
Bildrechte: picture alliance / Westend61 | Katharina und Ekaterina
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(Symbolbild) Für evangelische Theologie soll es nun auch Bachelor- und Masterstudiengänge geben.

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Theologiestudium künftig auch im Bachelor und Master möglich

Theologiestudium künftig auch im Bachelor und Master möglich

Seit gut 20 Jahren gibt es in Deutschland schon den Bachelor und den Master für sämtliche Studiengänge – bis auf drei Ausnahmen: Medizin, Jura und Theologie. Für den Studiengang evangelische Theologie soll sich das nun ändern.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Informationen am Nachmittag am .

Wer in Bayern evangelische Theologie studieren will, kann das künftig auch im Bachelor-Master-Modell tun. Die theologischen Fakultäten hatten sich der Bologna-Reform, also der Anpassung an das Bachelor-Master-System, bisher weitgehend entzogen. Wie in Jura und Medizin stand am Ende des Pfarramtsstudiums traditionell ein Abschlussexamen über die gesamte Breite des Stoffes.

Das bringt der schnellere Weg zum ersten Abschluss

Durch die Reform bekommen Studierende eine frühere "Exit-Option". Sie können sich nach einem Bachelor gegen die rein theologische Ausrichtung entscheiden und einen anderen universitären Weg einschlagen – und das mit einem akademischen Abschluss. Durch die Umstellung solle die Schwelle, sich für ein Theologiestudium zu entscheiden, gesenkt werden.

Der Evangelisch-Theologische Fakultätentag stellt den Universitäten frei, ob sie das Bachelor-Master-System anbieten. In Bayern kann man in München, Erlangen und Neuendettelsau evangelische Theologie studieren. An allen drei Standorten soll es künftig die neue Option geben. Für Studiengänge der katholischen Theologie ist eine ähnliche Reform nicht geplant.

Reform soll Rückgang der Studierenden entgegenwirken

Mit der Reform reagieren die Fakultäten auf die massiv eingebrochenen Studierendenzahlen, sagt die Lehrstuhlinhaberin des Fachbereichs Theologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Ursula Roth: "Man sieht es an den Studierendenzahlen, dass es nicht einfach ist, genügend Interessierte zu gewinnen."

Eine wesentliche Änderung betrifft auch die Sprachvoraussetzungen: Im neuen Bachelor müssen nicht mehr Griechisch, Latein und Hebräisch gelernt werden – es genügen zwei davon. Wann die neue Studienordnung ausgestaltet wird, ist noch unklar.

Das ist die Europäische Perspektive bei BR24.

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