Bayerische Schülerinnen und Schüler müssen sich noch ein paar Wochen gedulden, bis die Ferien am 3. August starten, in anderen Bundesländern ist bereits schulfrei. Viele Familien nutzen die Ferien, um in den Urlaub zu fahren – oft mit dem Auto. Und das wirkt sich auf die Straßen in Bayern aus.
Baustellen und Blow-ups
Nicht nur der Reiseverkehr, auch geplante und ungeplante Baustellen sorgen für Staus. Etwa 1.000 Baustellen gibt es derzeit auf deutschen Autobahnen, dazu kommen weitere kurzfristige Baumaßnahmen, die durch Hitzeschäden nötig wurden. Aufgrund der heißen Temperaturen in den letzten Wochen kam es mehrmals zu sogenannten Blow-ups, bei denen die Fahrbahn aufbricht.
Wie viele Baustellen auf der eigenen Strecke liegen, kann man auf dem Portal BayernInfo (externer Link) des bayerischen Verkehrsministeriums nachsehen.
Auf welchen bayerischen Autobahnen kommt es zu Staus?
Bayern ist sowohl als Urlaubsziel, als auch als Transitland vom Ferienverkehr betroffen. Laut ADAC sind besonders diese Strecken stauanfällig:
- A3 Linz – Passau
- A6 Heilbronn – Nürnberg – Pilsen
- A7 Ulm – Füssen/Reutte
- A8 Stuttgart – München – Salzburg
- A9 Halle/Leipzig – Nürnberg – München
- A95 München – Garmisch-Partenkirchen
- A96 Lindau – München
- A99 Autobahnring München
Staustrecken und Baustellen in den Sommerferien 2026
Welche Tage sind weniger stauanfällig?
Zu Staus komme es vor allem an Freitagnachmittagen, Samstagvormittagen und sonntagsnachmittags, schreibt der ADAC. Er empfiehlt deshalb, auf ruhige Wochentage wie Montag und Dienstag auszuweichen und den Berufsverkehr zu meiden. Wer zwingend am Wochenende fahren muss, sollte sich auch über Alternativrouten informieren.
Staukalender für die Sommerferien 2026
Zusätzliche Fahrverbote für Lkw an Samstagen
Damit die Autobahnen etwas entlastet werden, ist in den Sommermonaten vom 1. Juli bis 31. August samstags ein Fahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen in Kraft. Das Verbot gilt von sieben Uhr morgens bis 20 Uhr abends. Zusätzlich gibt es das ganzjährig geltende Lkw-Fahrverbot an Sonntagen von 0 bis 22 Uhr.
Abfahrtssperren in Bayern
Stau in Sicht, also kurz abfahren und die Autoschlange umfahren? Das ist nicht immer erlaubt. An Wochenenden und an Feiertagen gelten bei Stau hier Abfahrtssperren beziehungsweise Durchfahrtsverbote:
- auf der A7 im Landkreis Ostallgäu
- entlang der A8 in den Landkreisen Rosenheim, Berchtesgadener Land und Miesbach
- auf der A93 Inntalautobahn
- auf der B2/B23 im Landkreis Garmisch-Partenkirchen
Erneuerung der Luegbrücke führt am Brenner zu Stau
Wer durch Österreich Richtung Italien möchte, kommt an der Brennerautobahn nicht vorbei. Die längste Brücke auf dieser Strecke ist die Luegbrücke. Sie wird schon seit vergangenem Jahr saniert. Die Baustelle führt zu größtenteils einspurigem Verkehr und Geschwindigkeitsbegrenzungen von 60 km/h, was die Fahrtzeit erheblich verlängert. Der ADAC empfiehlt Reisenden, die Strecke abseits der Hauptreisezeiten zu nutzen, also unter der Woche und am besten schon frühmorgens. Die geplante Fertigstellung ist 2030, Autoreisende müssen sich also vorerst langfristig auf Staus einstellen.
Als Alternativen zur Brennerroute nennt der Automobilclub großräumige Umfahrungen, wie den Gotthard, San Bernardino oder die Tauernautobahn. Allerdings sind auch diese Routen anfällig für Staus, gerade in der Urlaubszeit. Vor dem Reschenpass als Alternative warnt der ADAC, denn auch hier gibt es Einschränkungen durch Bauarbeiten.
Verzögerung durch Grenzkontrollen
Gut zu wissen für die Rückfahrt: Noch immer wird an den deutschen Grenzen bei der Einreise kontrolliert. Das kann zu Wartezeiten führen. An der bayrisch-österreichischen Grenze sind das die Übergänge Suben auf der A3, Walserberg auf der A8 und Kiefersfelden auf der A93.
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