An den Pfingstferien wird es auf den Straßen besonders voll. Stauforscher erklären, was Autofahrer tun können, damit es nicht noch schlimmer wird.
An den Pfingstferien wird es auf den Straßen besonders voll. Stauforscher erklären, was Autofahrer tun können, damit es nicht noch schlimmer wird.
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An den Pfingstferien wird es auf den Straßen besonders voll. Stauforscher erklären, was Autofahrer tun können, dass es nicht noch schlimmer wird.
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An den Pfingstferien wird es auf den Straßen besonders voll. Stauforscher erklären, was Autofahrer tun können, dass es nicht noch schlimmer wird.

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Wenn nichts mehr geht: So verhalten Sie sich richtig im Stau

Wenn nichts mehr geht: So verhalten Sie sich richtig im Stau

Vor den Pfingstferien wird es auf den Straßen besonders voll. Der Stauforscher Michael Schreckenberg erklärt, warum gerade Pfingsten der Stau-Höhepunkt des Jahres ist – und was Autofahrer tun können, damit es nicht noch schlimmer wird.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

176 Kilometer Stau – das war laut Guinness der längste Stau der Welt: 1980 in Frankreich zwischen Lyon und Paris. Noch härter traf es Autofahrerinnen und Autofahrer 2010 in China. Auf der Beijing-Tibet-Expressway-Route dauerte ein Stau damals neun Tage. Und auch in Deutschland geht viel Lebenszeit im Stop-and-go verloren: Ein durchschnittlicher Autofahrer verbringt hochgerechnet rund 100 Tage seines Lebens im Stau. Grundlage dafür sind Daten des US-Verkehrsanalyseunternehmens INRIX.

Besonders viele Stunden kommen ausgerechnet rund um Pfingsten zusammen. Für Stauforscher Michael Schreckenberg ist der Freitag vor Pfingsten der staureichste Tag des Jahres.

Warum Straßen an Pfingsten immer voll sind

Der Grund ist einfach: Pfingsten ist für alle gleich. Viele Familien und Reisende starten nahezu zeitgleich in den Urlaub oder zumindest in ein paar freie Tage. Hinzu kommt, dass die Pfingstferien oft eher kurz sind. Wer möglichst viel davon haben will, fährt los, sobald Schule oder Arbeit vorbei sind. Bei gutem Wetter steigt die Zahl der Reisenden zusätzlich. Stau-Experten raten deshalb: Möglichst nicht am Freitag vor Pfingsten und auch nicht am Samstag fahren, wenn alle fahren. Wer flexibel ist, startet besser nachts, sehr früh am Morgen oder plant eine zusätzliche Übernachtung ein.

Diese Stau-Regeln sollten Autofahrer kennen

Und wenn man trotz guter Planung im Stau landet? Die bittere Wahrheit ist: Dann gibt es oft keinen schnellen Ausweg. "Das ist wirklich dann ein Dead End und da steht man dann eventuell mehrere Stunden", sagt Schreckenberg. Trotzdem können Autofahrerinnen und Autofahrer verhindern, dass es noch schlimmer wird. Wichtig ist: nicht ständig beschleunigen, nicht abrupt bremsen und nicht dicht auffahren. Denn genau daraus entstehen die zähen Stauwellen, die sich nach hinten durch den Verkehr ziehen. "Ich habe die Nachfolgenden dazu gezwungen, stärker zu bremsen", erklärt Schreckenberg. Dann entstehe eine Stauwelle, "die mit 12 bis 15 Kilometer pro Stunde nach hinten wegfließt".

Was es mit "harmonischen Fahren" auf sich hat

Das Gegenmittel nennen Stauexperten: harmonisch fahren. Das heißt, nicht kämpfen, nicht drängeln, nicht hektisch die Spur wechseln und Lücken nicht aggressiv schließen. Besser ist es, Abstand zu halten und mit gleichmäßigem Tempo im Verkehr mitzufahren. Schreckenberg bringt es so auf den Punkt: "Ganz locker im Fahrersitz bleiben und einfach mitrollen - so schnell wie der Vordermann." Wer so fährt, hält den Verkehr möglichst gleichmäßig und verhindert, dass der Stau noch länger wird. Und vielleicht der wichtigste Stau-Tipp – zumindest für den Blutdruck: Nicht immer nur die anderen für Idioten halten. "Man projiziert Fehlverhalten immer auf andere und man ist selbst eigentlich der perfekte Fahrer. Das ist der größte Fehlglaube im Verkehr", sagt Schreckenberg.

Ganz verhindern lässt sich der Pfingststau also kaum. Aber mit Ruhe, Abstand und Rücksicht wird er zumindest nicht noch länger. Klingt banal. Hilft aber vielleicht, wenn man seit drei Stunden im Wipptal steht.

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