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Wasserkrise: Bund Naturschutz fordert Kurswechsel

Wasserkrise: Bund Naturschutz fordert Kurswechsel

Die Wassersituation in einigen Regionen Bayerns ist angespannt. Das hat Auswirkungen auf Flüsse, landwirtschaftliche Flächen und sogar auf die Bausubstanz von Häusern. Der Bund Naturschutz fordert konsequentes Handeln und ein Umdenken.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio Bayern am .

Der Bund Naturschutz in Bayern (BN) appelliert, Wasser nicht mehr in dem Umfang wie früher aus dem Boden zu entnehmen. Das haben die Verantwortlichen in Wassermungenau (Landkreis Roth) deutlich gemacht. Finde kein Umdenken statt, könnte sich die Wasserkrise verschärfen, heißt es. Der BN fordert, konsequent Wasser zu sparen, Wasser in der Fläche zu halten und die Grundwasserneubildung zu fördern.

Grundwasserentnahme höher als -neubildung

Wassermungenau steht für die Naturschützer stellvertretend für viele Orte in Bayern. Dort entnimmt die Reckenberg-Gruppe, ein kommunaler Wasserversorger, 4,5 Millionen Kubikmeter Wasser pro Jahr. Gleichzeitig würde die tatsächliche Grundwasserneubildung deutlich geringer ausfallen als bislang angenommen, so der BN. Dadurch würden die in der Nähe fließende Fränkische Rezat, ihre Auen sowie Wälder und landwirtschaftliche Flächen zunehmend beeinträchtigt.

Schäden an Häusern wegen sinkendem Grundwasserspiegel

Das bestätigte auch Karl-Heinz Fries, Vorsitzender der "Bürgerinitiative zu einer natur- und umweltverträglichen Trinkwasserförderung Wassermungenau und Umgebung". Früher seien die Wiesen um die Rezat Feuchtwiesen gewesen. Davon sei nichts mehr übrig, so Fries. Außerdem würden seinen Angaben zufolge an den Häusern im Ort wegen des sinkenden Grundwasserspiegels vermehrt Schäden auftreten.

Bund Naturschutz fordert Umdenken in der Politik

Wassermungenau sei dabei kein Einzelfall, meint der BN-Vorsitzende Martin Geilhufe. Dieses Problem treffe immer mehr Orte in Bayern. "Wer unser Trinkwasser langfristig sichern will, darf nicht erst reagieren, wenn Schäden sichtbar werden", so Geilhufe. Der BN fordert deshalb in Regionen mit Wassermangel nur noch Entnahmeregelungen zu erteilen oder zu verlängern, wenn sie an verbindliche Gegenmaßnahmen gekoppelt sind.

Das könnten Maßnahmen zur Grundwasserneubildung, zum Wassersparen oder zum Schutz wasserabhängiger Ökosysteme sein. Die sinkenden Grundwasserstände in ganz Bayern und die langen Trockenphasen würden ein Umdenken in der Politik erfordern, so der BN. Konkret müsste ein landesweites Wasserkonzept erstellt werden, das Trinkwasserversorgung, Ökologie und regionale Versorgungssicherheit genauso beinhaltet wie Wassersparen und den Wasserrückhalt in der Fläche.

Umweltministerium ruft Programm ins Leben

Genau dafür hat das bayerische Umweltministerium "Wasserzukunft Bayern 2050" ins Leben gerufen. Dabei sollen Strategien für folgende Bereiche entwickelt werden: Wassersicherheit (Trockenheit und Dürre), Hochwasserschutz, Ökologie und Sozialfunktion.

Mit dem Punkt Wassersicherheit wird auch ein verbesserter Landschaftswasserhaushalt angestrebt. Die Umsetzung des Programms "Wasserzukunft Bayern 2050" habe bereits begonnen, heißt es auf der Homepage des Umweltministeriums. Und weiter: "Die ambitionierten Ziele können aber nur im Schulterschluss mit den vielfältigen Akteuren vor Ort […] erreicht werden".

Bildrechte: BR/ Vera Held
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Der BUND fordert in Wassermungenau zum Wassersparen auf.

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