Freitag, 26. Juni 2026
21.26 Uhr: Vier junge Falken gerettet - hinter heißem Blech eingeklemmt
Vier junge Falken sind in Stuttgart vor dem Tod bewahrt worden. Die Tiere hätten hinter der heißen Blechverkleidung des Kamins eines Wohn- und Geschäftshauses in Mitte festgesessen, teilte die Feuerwehr mit. Durch die starke Sonneneinstrahlung sei das Blech bereits auf über 65 Grad erhitzt gewesen.
Ein Jungtier fiel schon vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte auf ein Vordach, Feuerwehrleute retteten es von dort, wie es weiter hieß. Die anderen drei Falken wurden befreit, indem das Blech gebogen wurde. Auch ein Kescher sei bei der Aktion zum Einsatz gekommen. Am Abend seien die kleinen Falken der Tierrettung des Städtischen Vollzugsdienstes übergeben worden.
19.00 Uhr: Heißeste Orte in Bayern waren am Donnerstag Kitzingen und Kahl am Main
In ganz Bayern sorgt die anhaltende Hitze für außergewöhnlich hohe Temperaturen für die Jahreszeit. Am heißesten war es am Donnerstag laut dem ARD-Wetterkompetenzzentrum in Kitzingen in Unterfranken mit 37,4 Grad Celsius, dicht gefolgt von Kahl am Main in Unterfranken mit 37,1 Grad und Regensburg in der Oberpfalz, Würzburg und Lülsfeld in Unterfranken mit jeweils 37 Grad. Dahinter folgt das unterfränkische Ostheim vor der Rhön mit 36,7 Grad. Kitzingen hält bereits den bayerischen Temperaturrekord mit 40,3 Grad. Dieser könnte am Wochenende vielleicht sogar fallen.
Im Video: Interview mit Klimaforscher Prof. Harald Kunstmann
Was bedeutet diese Hitzewelle und wie gehen wir am besten damit um?
18.42 Uhr: Jugendherbergswerk Bayern sagt 100-Jahr-Feier wegen Hitze ab
Das Deutsche Jugendherbergswerk in Bayern hat seine für diesen Freitag (26.06.26) geplante Festveranstaltung zum 100-jährigen Gründungsjubiläum kurzfristig abgesagt. Als Gründe für die Absage nannte der Landesverband die extreme Hitzewelle und einen gleichzeitigen Ausfall der Klimaanlage in der Jugendherberge auf der Nürnberger Burg, wo die Feier hätte stattfinden sollen.
18.12 Uhr: Schweiz bricht Temperaturrekord für Monat Juni mit 38 Grad
Mit 38 Grad in Basel hat die Schweiz am Donnerstag die höchste jemals im Monat Juni gemessene Temperatur verzeichnet. Damit sei der bisherige Juni-Rekord von 36,9 Grad aus dem Jahr 1947 gebrochen, teilte der Schweizer Wetterdienst Meteoschweiz mit. Auch vor fast acht Jahrzehnten war die höchste Juni-Temperatur in der Stadt Basel nahe der Grenze zu Deutschland und Frankreich gemessen worden.
17.25 Uhr: Großbritannien mit Temperaturrekord für Juni
Großbritannien hat am Donnerstag einen neuen Temperaturrekord für Juni verzeichnet. Die Temperaturen im Südwesten Englands stiegen nach Angaben des britischen Wetterdienstes Met Office auf der Online-Plattform X auf 36,4 Grad. Bereits am Mittwoch war der Rekord aus den Jahren 1957 und 1976 gebrochen worden: Damals waren 36,1 Grad in Gosport an der Südküste Englands gemessen worden.
16.50 Uhr: Freier Eintritt in Städtische Museen in Erfurt
Bei Temperaturen ab 30 Grad ist der Eintritt in die städtischen Museen in Erfurt kostenlos. Die Aktion gelte ab sofort für alle Besucher. Eine Anmeldung im Vorfeld sei nicht nötig. Das teilte die Stadt mit. Grundlage sind demnach die Prognosen des Deutschen Wetterdienstes für die Tageshöchsttemperatur in Erfurt. In dieser Woche gelte der kostenlose Eintritt mindestens bis Sonntag. Museen seien mehr als Orte der Kunst, Geschichte oder Naturkunde. An heißen Tagen dienten sie als klimatisierte Rückzugsräume, die Schutz vor gefährlicher Hitze böten. Ihre Bausubstanz halte hohe Außentemperaturen ab, hieß es.
15.51 Uhr: Freibad Volkach begrenzt Besucherzahl zeitweise
Das neue Freibad in Volkach stößt bei der großen Hitze auf so großen Andrang, dass die Stadt zeitweise die Zahl der Besucher begrenzt. Volkachs Erster Bürgermeister Heiko Bäuerlein (CSU) erklärt, man freue sich über die hohe Nachfrage: Seit der Eröffnung an Pfingsten kommen demnach bei überwiegend gutem Badewetter täglich Hunderte Badegäste. Nach Angaben Bäuerleins führt der Zulauf aber dazu, dass die zulässige Besucherzahl zeitweise deutlich überschritten wird. Um Sicherheit und Aufenthaltsqualität zu gewährleisten, richte die Stadt daher bei Überfüllung einen vorübergehenden Einlass-Stopp ein. Besitzer von Jahres- oder Saisonkarten sind von der Einlass-Regelung ausgenommen. Sie können das Freibad auch dann betreten, wenn ein temporärer Einlass-Stopp gilt.
15.37 Uhr: 580 Ferkel dehydriert in überhitztem Transporter
Rund 580 Ferkel sind in einem überhitzten Tiertransporter ohne Wasser auf der Autobahn 8 transportiert worden. Die Schweine wurden nach Absprache mit dem Veterinäramt anschließend zu einer Notstation für Tiere gebracht, wie Feuerwehr und Polizei mitteilten. Die Polizeibeamten entdeckten die stark dehydrierten Ferkel demnach bei einer Kontrolle auf der Autobahn nahe Augsburg, sagte eine Sprecherin der Polizei. Der Wassertank für die Tränken im Transporter war laut Feuerwehr komplett leer. Der 46-jährige Lastwagenfahrer stellte den Angaben zufolge auf Anweisung der Polizei den Transporter an einem schattigen Platz ab. Die hinzugerufene Feuerwehr kühlte die Tiere mit Wassersprühnebel und füllte die Wassertränken auf.
Der Fahrer des Transporters hatte sich laut den Angaben der Polizeisprecherin verfahren und wollte die Ferkel eigentlich nach Nordrhein-Westfalen bringen. Gegen ihn und seinen Auftraggeber werde wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt.
15.26 Uhr: Formel-1-Fahrern droht Gluthitze in Spielberg
Erwartete Temperaturen von bis zu 36 Grad bringen auch die Formel-1-Fahrer beim Großen Preis von Österreich an ihre Grenzen. "Es ist nicht schön", sagte Red-Bull-Pilot Isack Hadjar vor dem Rennen am Sonntag in Spielberg: "Beim Fahren ist es nicht ganz so schlimm, wir haben eine gute Klimatisierung und ein offenes Auto. Am schlimmsten ist es eigentlich, wenn das Auto steht." Das Rennen in der Steiermark wurde vom Automobilweltverband Fia bereits offiziell als Rennen mit hoher Hitzegefahr eingestuft. Ab Temperaturen von mehr als 31 Grad Celsius wird diese Warnung herausgegeben.
15.14 Uhr: Stuttgart verbietet Entnahme von Wasser aus Seen
Stuttgart verbietet aufgrund der Hitzewelle die Entnahme von Wasser aus Bächen, Seen und Flüssen. Das Verbot gilt von Samstag bis einschließlich 31. August und kann bei andauernder Trockenheit verlängert werden, wie die Stadt mitteilte. Bei Missachtung ist demnach mit Geldbußen von bis zu 100.000 Euro zu rechnen.
15.07 Uhr: Abkühlpausen für Arbeitnehmer in EU gefordert
Gewerkschaftsverbände fordern verbindliche Hitzeschutzmaßnahmen für alle Arbeitnehmer in der EU. Als Vorbild nannte der Europäische Gewerkschaftsbund in einer Pressemitteilung die Abkühlpausen der Fußball-Weltmeisterschaft, die dort aufgrund der hohen Temperaturen eingeführt wurden. Die Pausen dort sind allerdings kurz - gerade einmal drei Minuten. Esther Lynch vom Europäischen Gewerkschaftsbund findet: "Bauarbeiter, Obstpflücker oder Busfahrer benötigen deutlich mehr als drei Minuten, um sich zu erholen."
Konkret wollen die Verbände etwa Temperaturobergrenzen bei der Arbeit, Regelungen für Ruhe- und Arbeitsphasen, einschließlich bezahlter Pausen, Zugang zu Schatten, Wasser und Kühlung sowie angepasste Arbeitszeiten bei großer Hitze.
15.03 Uhr: Neues Baurecht soll gegen Hitze helfen
Das geplante neue Baurecht soll es für Städte und Gemeinden leichter machen, sich gegen den Klimawandel zu wappnen. "Wir brauchen auch etwas gegen die Hitze, das spüren wir doch alle gerade bei weit über 30 Grad", sagte Bauministerin Verena Hubertz (SPD) im Bundestag. "Begrünte Dächer, Bäume, die vor Hitze schützen (Link zum Podcast) - wer in diesen Tagen draußen unterwegs ist, der merkt, das ist kein 'nice to have', sondern ein 'must have'." Das Parlament debattierte erstmals über den Entwurf für ein überarbeitetes Baugesetzbuch.
15.02 Uhr: Polizei rettet Hund in München aus überhitztem Auto
Die Polizei hat in München einen Hund aus einem Auto gerettet, das in der prallen Sonne abgestellt war. Ein Zeuge bemerkte das stark hechelnde Tier und informierte die Polizei. Die Autobesitzerin hatte die Fenster zwar einen Spalt geöffnet gelassen, bei 31 Grad Außentemperatur stuften die Beamten den Malteser dennoch als akut gefährdet ein, teilte die Polizei mit. Weil die Hundehalterin nicht erreicht werden konnte, brachen die Polizisten eine Autoscheibe auf und befreiten das Tier. Gegen die 29 Jahre alte Hundebesitzerin wird wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt.
15:00 Uhr: Trinkwasser im Umland von Paris knapp
Wegen der massiven Hitzewelle in Frankreich wird in mehreren Orten im Umland von Paris das Trinkwasser knapp: Die Bewohner von neun Dörfern im Département Val d'Oise sollten vorerst mit Plastikflaschen versorgt werden, wie das Unternehmen Veolia mitteilte. Betroffen waren demnach insgesamt etwa 8.300 Menschen. Der Wasserverbrauch war wegen der Hitzewelle in der Gegend um 30 Prozent gestiegen.
14.51 Uhr: Frankreich versetzt Kliniken in Krisenmodus
Angesichts der Hitzewelle in Frankreich mit Temperaturen über 40 Grad hat Premier Sébastien Lecornu (externer Link) für das Gesundheitssystem den höchsten Krisenmodus ausgerufen. "Die Hitzewelle in unserem Land hält unvermindert an und der Druck auf unser Gesundheitssystem nimmt weiter zu", teilte Lecornu mit. Deshalb erfolge nun eine umfassende Mobilisierung mit einer Aufstockung des Personals in Kliniken, einer Anpassung des Krankenhausbetriebs, um die Bewältigung der Hitzewelle zu gewährleisten, sowie dem Verschieben nicht dringender Eingriffe. Der Wetterdienst Météo France erließ ab Mittag für 72 Departements und damit für den größten Teil des Landes die höchste Warnstufe Rot.
14.49 Uhr: Abfüllanlagen für Mineralwasser laufen auf Hochtouren
Trotz der Hitzewelle rechnet der deutsche Mineralwasser-Verband nicht mit Versorgungsengpässen. "Abhängig vom stark schwankenden Kaufverhalten lässt es sich jedoch nicht gänzlich ausschließen, dass an einem so heißen Nachmittag wie im Moment das persönliche Lieblingsmineralwasser im lokalen Supermarkt kurzfristig vergriffen sein kann", sagte ein Sprecher des Verbandes Deutscher Mineralbrunnen (VDM) der Nachrichtenagentur Reuters. Die Abfüllanlagen liefen vielerorts im Mehrschichtbetrieb auf Hochtouren.
14.46 Uhr: Französischer Fußballer ertrinkt beim Baden in der Rhône
Der französische Fußball trauert um Nachwuchsspieler Kenzo Kies. Der 21-Jährige vom Zweitligisten EA Guingamp kam bei einem Badeunfall nahe seiner Geburtsstadt Lyon ums Leben. Kies sei am Montag mit Freunden bei Temperaturen um die 40 Grad in der Rhône baden gewesen, berichteten französische Medien. Das Baden sei an dieser Stelle gefährlich und eigentlich verboten. Drei Menschen hätten von der Feuerwehr gerettet werden können, Kies habe sich dagegen bereits in kritischem Zustand befunden und sei später gestorben.
14.44 Uhr: Katastrophenschutzübung in Eichstätt entfällt
Die für Samstag geplante Katastrophenschutzübung im Bereich Eichstätt entfällt aufgrund der Hitze. Sie soll vor allem zum Schutz der Einsatzkräfte und Hunde verschobenen werden, teilte das Landratsamt mit. Zudem führt die Altmühl aktuell Niedrigwasser, dass auch dort eine Übung laut Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung des Landkreises Eichstätt keinen Sinn macht. Ein Ersatztermin steht noch nicht fest.
14.31 Uhr: Kirchen – Kühle Zuflucht an heißen Tagen
Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern beteiligt sich an der bundesweiten Aktion #KühleKirche (externer Link) und lädt Menschen ein, bei Hitze in ihre Gebäude zu kommen. Wer zum Beispiel in München eine kühle Kirche in seiner Nähe sucht, findet sie auf der Karte der kühlen Orte im GeoPortal der Stadt (externer Link).
- Zum Artikel: Was hilft am besten gegen Hitze in der Wohnung?
14.17 Uhr: AKW in der Schweiz droht Abschaltung
Wegen der Hitzewelle droht dem Atomkraftwerk Beznau in der Schweiz die vorübergehende Abschaltung. Das kann nach Angaben des Energieunternehmens Axpo am Freitag der Fall sein. Grund ist die hohe Temperatur des Flusses Aare. Ist der Fluss nach Einleitung des für die beiden Reaktoren benötigten Kühlwassers drei Tage lang wärmer als 25 Grad, müsse das AKW heruntergefahren werden, teilte Axpo mit. Dies geschehe mit Rücksicht auf die Tier- und Pflanzenwelt des Flusses. Die Leistung der etwa 55 Jahre alten Reaktoren war den Angaben zufolge schon am Dienstag um die Hälfte reduziert worden.
14.15 Uhr: DB Fernverkehr bietet Hitze-Storno an
Aufgrund der Hitzesituation bietet die DB Fernverkehr vom 25.06.2026 bis 30.06.2026 eine Storno-Möglichkeit an. Alle Fahrgäste, die bis einschließlich 23.06.2026 ein Ticket für eine Reise im Zeitraum vom 25.06.2026 bis 30.06.2026 gebucht haben und aufgrund der zunehmenden Hitze-Belastung auf ihre Reise verzichten möchten, können ihr Ticket im Rahmen einer Sonderkulanz kostenfrei stornieren, teilte die Bahn auf der Webseite mit (externer Link).
Archivbild: Ein Intercity-Schnellzug fährt auf freier Strecke, während die warme Luft für Hitzeflimmern über den Gleisen sorgt.
13.48 Uhr: CSD, Munich Mash und Tollwood finden trotz hoher Temperaturen statt
In München finden am Wochenende trotz hoher Temperaturen mehrere Großveranstaltungen statt. So wird der Christopher Street Day (CSD/externer Link) München wie geplant stattfinden. Das bestätigte das Organisationsteam dem BR auf Nachfrage. Im vergangenen Jahr nahmen laut der Veranstalter bis zu 300.000 Menschen an den Veranstaltungen rund um den CSD teil. Es soll unter anderem zusätzliche Trinkwasserstationen und Sonnenschirme geben. Beim Actionsport-Festival Munich Mash (externer Link) sollen unter anderem zusätzliche Schattenplätze geschaffen werden. Außerdem werde die Olympiahalle geöffnet. Zudem kommen Trinkwasserstationen sowie Sonnencreme-Spender zum Einsatz. Auch auf dem Tollwood (externer Link) werden mehr Brunnen, Sprühventilatoren und Schatteninseln eingerichtet.
13.32 Uhr: Regierung von Unterfranken ordnet Luftbeobachtung an
Aufgrund der Hitzewelle hat die Regierung von Unterfranken ab Freitag bis Sonntag Luftbeobachtungsflüge für den gesamten Regierungsbezirk angeordnet. Es herrscht weiterhin hohe Waldbrandgefahr, derzeit ist die Stufe vier von fünf erreicht. Hohe Gefahr sieht die Regierung auch im Bereich von offenem, nicht abgeschattetem Gelände mit trockenen Wiesen und Feldern. Erst gestern hatte im Landkreis Miltenberg ein abgeerntetes Getreidefeld gebrannt.
13.27 Uhr: Vorsicht vor Blow-ups
Aufwölbende Betonplatten können auf Autobahnen in Bayern zur Gefahr werden. Der Grund: die derzeit hohen Temperaturen. Aktuell betroffen ist die Autobahn 93 in der Oberpfalz. Dort kam es nach Angaben der Autobahn GmbH zwischen Weiden-Süd und Luhe Wildenau in Richtung Regensburg zu Hitzeschäden - sogenannten Blow-ups: Durch die Hitze haben sich Betonplatten aufgewölbt. Bis voraussichtlich kommender Woche müsse der linke Fahrstreifen deshalb gesperrt werden. Die Betonplatten müssten ausgetauscht werden. Grundsätzlich rät die Autobahn GmbH, dass Fahrerinnen und Fahrer aufmerksam unterwegs sind: Wer Schäden bemerke, solle sich umgehend an die Polizei wenden.
13.17 Uhr: "Ab geht die Lutzi"-Festival sorgt für Abkühlung bei Besuchern
Trotz der hohen Temperaturen steigt ab heute das "Ab geht die Lutzi"-Festival (externer Link) im unterfränkischen Rottershausen. Dabei werden am Wochenende bis zu 40 Grad in der Rhön erwartet. Um die Besucher vor der Hitze zu schützen, haben sich die Veranstalter eine Reihe von Maßnahmen einfallen lassen. So will die Festival-Crew zusätzliche Gratis-Trinkwasserstellen auf dem Festivalgelände und dem Campingplatz installieren. Mittags soll es unter anderem eine kühlende Wasserschlacht geben. Auch würden Schattenbereiche geschaffen und Sonnencremespender aufgestellt werden. Erwartet werden etwa 12.000 Besucher.
12.57 Uhr: Zahl hitzebedingter Rettungseinsätze steigt
Erschöpfung, Flüssigkeitsmangel oder Schwindel: An Hitzetagen haben auch die Rettungskräfte und Krankenhäuser in Bayern mehr zu tun. "Mehr Menschen brauchen hitzebedingt unsere Hilfe wegen Sonnenstich, wegen Hitzeschlag", so Claire Kolodinski vom Bayerischen Roten Kreuz in München. Das treffe nicht nur Alleinlebende, Ältere oder Pflegebedürftige. "Es sind jetzt auch mehr Menschen an Seen. Dann passieren dort natürlich auch Unfälle, im Wasser oder dann auch eben der Hitzeschlag." Auch das Universitätsklinikum Würzburg und das Klinikum rechts der Isar in München registrieren laut dpa derzeit mehr Menschen, denen hitzebedingt geholfen werden muss.
12.54 Uhr: Drei Atomreaktoren in Frankreich abgeschaltet
Wegen der Hitzewelle in Frankreich sind inzwischen drei Atomreaktoren abgeschaltet. Betroffen sind die Atomkraftwerke Bugey nahe Lyon an der Rhône, Nogent-sur-Seine westlich von Paris und Golfech im Süden des Landes. Grund seien "Umweltbedingungen", teilte der Kraftwerkbetreiber EDF mit. Konkret geht es darum, die Temperatur der durch die Hitzewelle bereits aufgewärmten Flüsse durch das Kühlwasser der Reaktoren nicht noch weiter zu erhöhen. Wegen der Hitzewelle drosselte EDF zudem die Produktion von zwei weiteren Reaktoren. Die 57 französischen Atomkraftwerke sind alle an Flüssen oder am Meer gebaut, um das Wasser zum Kühlen der Reaktoren zu nutzen.
12.52 Uhr: Am Wochenende Beobachtungsflüge in Ober- und Mittelfranken
Wegen der anhaltenden Trockenheit und der vielerorts sehr hohen Waldbrandgefahr (externer Link) haben die Regierungen von Ober- und Mittelfranken Luftbeobachtungsflüge angeordnet. Wie die beiden Regierungen mitteilten, starten am Samstag und Sonntag wieder Flugzeuge und Hubschrauber mit speziell ausgebildeten Luftbeobachtern. Diese können Waldbrände frühzeitig erkennen und Einsatzkräfte zu den oft schwer zugänglichen Brandstellen lotsen.
12.47 Uhr: Wegen Hitzeschäden teils Tempo 30 im Lkr. Würzburg
Wegen der anhaltend hohen Temperaturen gibt es im südlichen Landkreis Würzburg Probleme mit Fahrbahnen. Dazu gehören unter anderem ein Teil der Staatsstraße 2269 zwischen Aufstetten und Baldersheim sowie ein weiterer Abschnitt derselben Staatsstraße bei Hopferstadt in Richtung Abzweigung Eichelsee, teilt das Staatliche Bauamt Würzburg mit. Außerdem meldet der Landkreis Schäden auf der Kreisstraße WÜ 36 von Bütthard bis an die Grenze zu Baden-Württemberg. Aus Sicherheitsgründen sind die genannten Abschnitte derzeit nur mit Tempo 30 befahrbar. Das in der Fahrbahn verwendete Straßenbaubitumen kann sich so stark erwärmen und erweichen, dass sich die obere Asphaltschicht stellenweise ablöst. In der Folge kommt es zu kleineren Ausbrüchen in der Oberfläche, sogenannten Blow-ups. Die Straßenmeisterei Ochsenfurt hat nach eigenen Angaben mit der Instandsetzung begonnen.
12.43 Uhr: Krisensitzung in Italien
Italiens Regierung berät über Maßnahmen angesichts der in diesem Jahr ungewöhnlich früh eingetretenen Sommerhitze. Wie die katholische Tageszeitung "Avvenire" berichtet, hat Gesundheitsminister Orazio Schillaci für Freitag eine Krisensitzung einberufen. Es gehe vor allem darum, alte Menschen und Kinder zu schützen, so das Ministerium. Laut dem Bericht der Zeitung wurden in dieser Woche bereits fünf Hitzetote in Italien registriert. In Mailand und Umgebung sowie Neapel kam es zu Stromausfällen, weil das Netz wegen der vielen Klimaanlagen überlastet war.
11.31 Uhr: Rekord für wärmste Nacht in Deutschland eingestellt
Die vergangene Nacht zieht nach vorläufigen Angaben des Deutschen Wetterdienstes mit der wärmsten Nacht in Deutschland seit Beginn der Messungen gleich. Im rheinland-pfälzischen Bad Bergzabern fiel die Temperatur nicht unter 26,2 Grad. Bisheriger Rekordhalter war der Berg Weinbiet in Rheinland-Pfalz, wo die Temperatur am 25. Juli 2019 ebenfalls nicht unter 26,2 Grad gesunken war.
11.30 Uhr: Mehr als 200 Hitzetote in Spanien seit Sonntag
Wegen der Rekordhitze in großen Teilen Europas sind in Spanien in den vergangenen Tagen nach Behördenangaben mehr als 200 Menschen gestorben. Mindestens 212 Todesfälle zwischen Sonntag und Mittwoch könnten den extremen Temperaturen zugeordnet werden, erklärte das Gesundheitsinstitut Carlos III..
Die Schätzung basiert auf einer Datenbank, mit der die aktuellen täglichen Sterbefälle mit statistischen Daten aus der Vergangenheit abgeglichen werden. Insgesamt gab es in Spanien demnach zwischen Mitte Mai und Ende September vergangenen Jahres 3.832 Hitze-Tote.
11.14 Uhr: Bayerischer Fußballverband sagt alle Spiele ab
Der Bayerische Fußballverband (BFV) (externer Link) hat wegen der Hitze alle Vereinsspiele im Freistaat von Freitag bis einschließlich Sonntag abgesagt. "Wir haben eine Fürsorgepflicht, und der kommen wir mit dieser Entscheidung nach. Der Schutz der Gesundheit hat für uns oberste Priorität. Insbesondere Kinder und Jugendliche möchten wir nicht unnötig gesundheitlichen Risiken durch hohe Temperaturen und körperliche Belastung aussetzen", sagte BFV-Präsident Christoph Kern.
Betroffen sind 4.400 Partien bei den Juniorinnen und Junioren, die sich im Saisonendspurt befinden. Frauen- und Männerteams sind weitgehend in der Sommerpause.
Zum Audio: Bayerischer Fußball-Verband sagt alle Spiele ab
Archivbild: Leerer Fußballplatz in Mindelheim im Unterallgäu
10.36 Uhr: Frau befreit Hund aus heißem Auto
Wie die Polizeiinspektion Simbach am Inn heute mitteilte, hat gestern am späten Nachmittag eine Frau einen Hund aus einem Auto auf dem Parkplatz des Einkaufszentrums Rennbahn Center in Simbach am Inn gerettet. Das Tier sei 34 Grad Außentemperatur angegurtet im abgeschlossenen Auto gesessen. Dieses war "in der prallen Sonne geparkt", so die Polizei weiter. Weil das Fenster einen Spalt geöffnet war, konnte die Retterin in das Auto hineingreifen und es entriegeln, so eine Polizeisprecherin auf BR-Nachfrage. Der kleine Mischlingshund wurde anschließend vom Gurt befreit und mit Wasser versorgt.
Gegen die 50-jährige Hundehalterin wird ermittelt. Immer wieder weist die Polizei darauf hin, niemals Kinder oder Tiere in einem Fahrzeug zurückzulassen – nicht einmal für wenige Minuten. Es drohen ernste Gesundheitsgefahren, bis hin zum Tod.
10.31 Uhr: Flächendeckende Extremhitze mit Temperaturen bis fast 40 Grad erwartet
Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mitteilte, steht den Menschen in großen Teilen Deutschlands ein weiterer extrem heißer Tag bevor. Es werde erneut "starke bis extreme Wärmebelastung" mit Temperaturen von 34 bis 37 Grad herrschen. In West- und Südwestdeutschland werden die Temperaturen örtlich wohl bis nahe an die Marke von 40 Grad Celsius steigen. Nur im Norden wird es mit 27 bis 33 Grad etwas kühler bleiben. Bereits am Morgen galten demnach fast flächendeckend Hitzewarnungen. Ausgenommen waren nur Schleswig-Holstein sowie Teile Mecklenburg-Vorpommerns und Niedersachsens.
Karte: DWD-Hitzewarnungen für Bayern
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09.57 Uhr: Würzburger Kickers verschieben Training und Auftaktspiel
Die Würzburger Kickers verschieben ihren Trainingsstart wegen der anhaltenden Hitze nach hinten. Das bestätigt der Verein auf BR-Nachfrage. Zuvor hatte die Mainpost darüber berichtet (externer Link; möglicherweise Bezahl-Inhalt). Heute hätte der neuen Kaders das erste Mal zusammen trainiert, stattdessen kommen die Spieler nun am Montag zum ersten Mal auf dem Platz zusammen. Das für Samstag angekündigte Testspiel gegen den Kreisligisten FV Thüngersheim wird auf Dienstagabend verschoben. Für das Wochenende meldet der Deutsche Wetterdienst für Unterfranken bis zu über 40 Grad Celsius, ab Montag sollen die Temperaturen dann auf Werte um die 30 Grad sinken.
09.54 Uhr: Stadt Dresden verhängt Wasserentnahmeverbot
Wegen Hitze, Trockenheit und Niedrigwasser in den Bächen und Flüssen verhängt die sächsische Landeshauptstadt Dresden ein Wasserentnahmeverbot. Bis Ende Oktober dürfen Eigentümer und Anlieger nach derzeitigem Stand deshalb kein Wasser aus den "oberirdischen Gewässern" der Stadt entnehmen. Untersagt ist auch das "Schöpfen mit Handgefäßen". Die "extrem niedrigen Wasserstände werden nach den derzeitigen Wetterprognosen auch in den kommenden Wochen nicht durch Niederschläge ausgeglichen werden können", heißt es. Bei Missachtung des Verbots droht ein Bußgeld in Höhe von mindestens 50 Euro, teilte die Stadt weiter mit.
09.49 Uhr: Main und Donau erwärmen sich stark mit Folgen für Ökologie
Wegen der aktuellen Hitzewelle befürchten Experten negative Folgen für die Tier- und Pflanzenwelt. Eine Gewässerökologin der Regierung von Unterfranken sieht derzeit die Lage am unteren Main kritisch; vor allem im Großraum Kitzingen, Würzburg und Erlabrunn. Sollte sich die Situation länger hinziehen, dann könnten Tiere in größerer Zahl sterben. Nach Angaben der Expertin sind Fische schon jetzt gestresst und begeben sich zum Atmen an die Oberfläche. Die Donau erwärmt sich gerade in Schwaben besonders, so das Landesamt für Umwelt. Einige Messstationen an der oberen Donau zeigten bereits Werte von 24 und 25 Grad.
09.21 Uhr: DWD warnt vor hoher Waldbrandgefahr in Bayern
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor einem gestiegenen Risiko von Waldbränden in Bayern: Durch anhaltende Trockenheit und Hitze sei die Gefahr "aktuell verbreitet hoch und örtlich sehr hoch", wie der DWD in einer Gefahrenmitteilung schreibt. Am Wochenende erwartet der DWD ein weiterer Anstieg, wobei dann vielerorts Warnstufe 4 von 5 des Waldbrandgefahrenindex WBI erreicht werde und regional auch Stufe 5 von 5. Der DWD rechnet mit einem Rückgang der Waldbrandgefahr zu Beginn der neuen Woche, dann sollen die Temperaturen sinken und zunehmend regnerisch werden.
Bayernkarte: Wie hoch ist die Waldbrandgefahr?
08.28 Uhr: Bahn befürchtet hitzebedingte Störungen
Die Deutsche Bahn befürchtet wegen des aktuellen Sommerwetters Störungen im Zugbetrieb und rät von Reisen ab. Temperaturen von über 40 Grad führten zu einer spürbaren Belastung der Infrastruktur, erklärte der Konzern. Hinzu komme das Risiko von Böschungsbränden sowie lokal auftretendem Starkregen und Gewitter mit Sturmböen. Wer seine Reise im Fernverkehr nicht antreten möchte, kann deshalb ab sofort kostenlos sein Ticket stornieren.
07.37 Uhr: Sautrogrennen am Eixendorfer Stausee wegen Hitze verschoben
Das Sautrogrennen am Eixendorfer Stausee in der Oberpfalz, das ursprünglich diesen Sonntag stattfinden sollte, wurde wegen der angekündigten hohen Temperaturen um eine Woche verschoben. Das teilte die Stadt Neunburg vorm Wald mit. "Angesichts der prognostizierten Hitze soll kein gesundheitliches Risiko eingegangen werden", schreibt die Stadt in der Mitteilung. Am ersten Juli-Sonntag am 5. Juli soll das Sautrogrennen nachgeholt werden.
06.45 Uhr: Bahn bietet kostenlose Stornierung für Hitze-Tage an
Wer angesichts der erwarteten Hitze in der zweiten Wochenhälfte eine geplante Bahnreise nicht antreten will, kann diese nun kostenfrei stornieren. Die Deutsche Bahn bietet erstmals eine sogenannte Hitze-Sonderkulanz an, wie der bundeseigene Konzern mitteilte. Die Möglichkeit gilt demnach für Tickets für eine Fernverkehrsreise bis einschließlich 30. Juni, die bis zum 23. Juni gekauft wurden. Das umfasse auch Spar- und Supersparpreis-Tickets. Fahrgäste mit digitaler Fahrkarte können diese den Angaben der Bahn zufolge online stornieren. Wer mit analogem Ticket unterwegs ist, kann sich an eine DB-Verkaufsstelle vor Ort wenden.
03.30 Uhr: Stadtgalerie Altötting bleibt wegen Hitze am Wochenende geschlossen
Die Stadtgalerie Altötting bleibt von Freitag bis Sonntag wegen Hitze für den Publikumsverkehr geschlossen. Das teilte die Stadt Altötting mit. Als Grund nannte sie die anhaltend hohen Temperaturen und die damit verbundene starke Wärmebelastung. Ab Montag ist die aktuelle Ausstellung "Holz macht Sachen" wieder zu sehen.
02.02 Uhr: Evangelische Kirche bietet Schutz in kühlen Räumen
Die Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischöfin Kirsten Fehrs, lädt die Bürgerinnen und Bürger dazu ein, Schutz in kühlen Kirchenräumen zu suchen. "Nächstenliebe zeigt sich auch darin, Menschen vor den Folgen extremer Hitze zu schützen", sagte sie der "Rheinischen Post".
00.06 Uhr: Europäischer Gewerkschaftsbund fordert Abkühlpausen für Arbeitnehmer
Der Europäische Gewerkschaftsbund (EGB) hat angesichts der Hitzewelle in Westeuropa nach Vorbild der Trinkpausen bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Amerika "Abkühlpausen" für europäische Arbeitnehmer gefordert. Es handle sich um "ein gutes Beispiel dafür, wie die Arbeit an den Klimawandel angepasst werden kann", erklärte EGB-Generalsekretärin Esther Lynch. Allerdings bräuchten Bauarbeiter, Obstpflücker oder Busfahrer "deutlich länger als drei Minuten, um sich zu erholen", fügte sie hinzu.
Donnerstag, 25. Juni 2026
21.34 Uhr: Neue Temperaturrekorde in Frankreich und Großbritannien
Die Hitzewelle in Westeuropa hat erneut zu Temperaturrekorden geführt. In Paris wurde am Mittwoch ein neuer Juni-Höchstwert von 40,9 Grad gemeldet. Am Vortag hatte Frankreich mit 44,3 Grad in der südwestlichen Gemeinde Pissos den heißesten Tag seit Beginn der Aufzeichnungen vor fast 80 Jahren erlebt. Auch in Großbritannien fiel zur Wochenmitte ein Juni-Rekord: Im südenglischen Gosport stieg das Thermometer auf 36,1 Grad und übertraf damit die bisherige Höchstmarke von 35,6 Grad aus den Jahren 1957 und 1976.
18.44 Uhr: Kitzingen heute nochmal fast zwei Grad wärmer als gestern
In der unterfränkischen Stadt Kitzingen wurde auch heute wieder die bayernweit höchste Temperatur gemessen. Nach Angaben des ARD-Wetterkompetenzzentrums stieg das Quecksilber im Thermometer bis auf 37,0 Grad Celsius. Gestern lag der Höchstwert noch bei 35,2 Grad Celsius. Dahinter folgten heute Regensburg (36,6 Grad Celsius), Kahl am Main (36,3 Grad Celsius), Lülsfeld (35,7 Grad Celsius) und Würzburg (35,6 Celsius). Damit war es nochmal etwas heißer als am gestrigen Dienstag und die Temperaturen und damit die Hitzebelastung steigen in den kommenden Tagen weiter an. Das Erreichen des bisherigen bayerischen Temperaturrekordes aus Kitzingen mit 40,3 Grad ist nach heutigem Stand in Richtung Freitag und Samstag weiterhin möglich.
18.17 Uhr: Rekord-Hitze in Frankreich und Spanien
Ein Blick auf einige europäische Länder: Frankreich meldete für gestern einen Hitzerekord. Mit 29,8 Grad für den nationalen Temperaturindikator – ein Durchschnittswert aus Messungen an 30 Wetterstationen – war der Dienstag der heißeste Tag in der französischen Geschichte. In der Ortschaft Pissos an der Atlantikküste wurden laut vorläufigen Werten am Dienstagnachmittag 44,3 Grad gemessen, und auch in zahlreichen anderen Städten wurde es deutlich über 40 Grad warm.
Spanien hat diese Woche die heißesten Juni-Tage seit mehr als 70 Jahren gemessen. Wie die nationale Wetterbehörde Aemet mitteilte, lag die landesweite Durchschnittstemperatur am Montag bei 28,08 Grad und am Dienstag sogar bei 28,17 Grad. In der kleinen Ortschaft Tama wurde am Dienstag mit 43,7 Grad die höchste Temperatur in der nördlichen Region Kantabrien überhaupt gemessen.
Auch Großbritannien erwartet in dieser Woche die höchsten Temperaturen in einem Juni seit Beginn der Aufzeichnungen. Das italienische Gesundheitsministerium rief für 16 Städte die Alarmstufe Rot aus. In Florenz wurden Spitzenwerte von 41 Grad erwartet, in Mailand 38 Grad.
17.40 Uhr: Weltgesundheitsorganisation rät zu Ventilatoren und viel Trinken
Als praktischen Tipp gegen die aktuell hohen Temperaturen rät die WHO dazu, zwischen hitzebedingter Erschöpfung und einem lebensgefährlichen Hitzschlag zu unterscheiden. Die Erschöpfung äußere sich in Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Krämpfen. Bei einem Hitzschlag träten aber auch geistige Verwirrung, körperlicher Zusammenbruch und Anfälle auf. Die WHO empfiehlt, bei Temperaturen unter 40 Grad Ventilatoren zu nutzen. Bei Temperaturen über 40 Grad heizten die Geräte den Körper hingegen noch stärker auf. Bei Hitze sollten Menschen außerdem mindestens zwei bis drei Liter pro Tag trinken.
17.23 Uhr: Getränkeversorgung in Deutschland stabil
Trotz der aktuellen Hitzewelle müssen sich Verbraucher in Deutschland nicht um die Versorgung mit Getränken sorgen. "Sowohl die Versorgung mit Bier, als auch der Nachschub mit Leergut sind gesichert", sagte eine Sprecherin des Deutschen Brauer-Bundes der "Rheinischen Post". In den vergangenen Jahren hatten die Getränkehändler im Sommer wiederholt zur Rückgabe von Leergut aufgerufen, weil Pfandflaschen knapp wurden. "Engpässe sind uns nicht bekannt", sagte die Sprecherin der Brauereien.
17.19 Uhr: Main heizt sich immer weiter auf
Die anhaltende Hitze lässt den Main im Norden Bayerns immer wärmer werden: Für den Abschnitt zwischen Würzburg und der bayerischen Landesgrenze zu Hessen bei Kahl am Main liegt der Fluss aktuell bei 26,4 Grad Celsius im Drei-Stundenmittel, Tendenz steigend. Die Regierung von Unterfranken hat deshalb am Vormittag den Alarmplan Main ausgelöst und eine Warnung für diesen Bereich ausgesprochen.
Diese hat verschiedene Maßnahmen zur Folge. So wurden laut Regierung etwa Kläranlagen und Industriebetriebe sensibilisiert. Kläranlagen dürfen ab sofort etwa nicht mehr außer Betrieb genommen werden. Schlammräumungen und Baggern im Main seien schon jetzt verboten, außer sie sind aus Sicherheitsgründen zwingend nötig. "Durch das Aufwirbeln von Sediment gelangen organische Nährstoffe ins Wasser, die zu Sauerstoffzehrung und Trübung führen", heißt es von der Regierung.
Für den Mainabschnitt zwischen Würzburg und Bamberg spricht die Regierung weiter noch von "Normalzustand". Man rechne aber aufgrund der anhaltenden Hitze damit, dass bald auch hier die "Warnung" erreicht wird. Der Main und sein Zustand würden engmaschig beobachtet.
Der Sauerstoffgehalt im Main sei aktuell noch im unkritischen Bereich, was die Regierung als positiv wertet. Durch die starke Sonneneinstrahlung würden reichlich Algen wachsen und dabei Sauerstoff produzieren. „Sollte es aber noch heißer werden, können diese Algen absterben und Sauerstoffzehrung verursachen, sodass es relativ schnell zu sehr kritischen Situationen kommen kann“, so die Regierung. Sollte der Wert kritisch werden, könnte am Kraftwerk Kleinostheim eine Wehrbelüftung oder Turbinenbelüftung eingeschaltet werden, um die Sauerstoffsättigung lokal zu verbessern.
17.04 Uhr: WHO und Weltklimarat fordern angesichts Hitzewelle konsequenten Klimaschutz
Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, hält die aktuelle Wetterlage in Europa für sehr bedrohlich: "Die Hitzewelle führt zu Schulschließungen und gefährdet die Gesundheit der Menschen." Mit Blick auf die allgemeine Klima-Entwicklung auf unserem Kontinent im Zuge der Erderwärmung fügte er hinzu: "Die Daten sind klar: Die Temperaturen in Europa steigen doppelt so schnell wie im globalen Vergleich, und das erhöht die Wahrscheinlichkeit und die Schwere extremer Wetterphänomene."
Europa könne sich bei den Schutzmaßnahmen daher "keine weiteren Verzögerungen leisten", so Tedros. Die Regierungen müssten "Investitionen in Klima-resiliente Gesundheitssysteme Priorität einräumen und zugleich den Klimaschutz beschleunigen und die Treiber der Klimakrise zurückfahren".
Der Chef des Weltklimarats IPCC, Jim Skea, erklärte, die gegenwärtige Hitzewelle falle heftiger aus als in manchen wissenschaftlichen Prognosen vorhergesagt. "Wir werden zwangsläufig mehr von dem erleben, was wir in den vergangenen Tagen gesehen haben", warnte er.
15.50 Uhr: Landratsämter und Gemeinden in Unterfranken reagieren auf Hitzewarnung
Wegen einer Hitzewarnung des Deutschen Wetterdiensts DWD hat das Landratsamt Aschaffenburg den Arbeitsbeginn für die Abfallentsorger vorverlegt. Die Tonnen für Altpapier sowie Bio- und Restmüll werden von Donnerstag bis einschließlich Montag schon ab 5:00 Uhr morgens geleert. Das ist eine Stunde früher als sonst. Das Landratsamt bittet um Verständnis für die Vorverlegung. Ziel sei es, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Müllabfuhr weiter vor der Hitze zu schützen.
In Marktheidenfeld ist der für Samstag geplante Skatecontest der Stadt verlegt worden. Die Veranstalter bedauern die Absage sehr, sehen jedoch die Verantwortung für das Wohl der teilnehmenden Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen an erster Stelle. Ein Nachholtermin sei bereits in Planung. Und am Baggersee "Am Schweinfurter Kreuz“ gilt ab sofort ein Grillverbot. Entsprechende Hinweisschilder wurden angebracht. Die Bevölkerung wird um Beachtung und Verständnis gebeten.
Ein Pärchen am Ufer der Isar, am Mittwoch in München.
15.15 Uhr: Überhitzungsgefahr bei Haustieren – Branchenverband appelliert an Halter
Angesichts der Extremhitze in Deutschland mahnt der Zentralverband der deutschen Heimtierbranche zu Schutzmaßnahmen für Hund & Co.. Hunde, Katzen, Vögel und Kleinsäuger könnten ihre Körpertemperatur nur in gewissen Grenzen regulieren, erklärte der Verband am Mittwoch in Wiesbaden. Meerschweinchen und Kaninchen etwa reagierten empfindlich auf Temperaturen von mehr als 25 Grad, sie bräuchten schattige Rückzugsorte und Frischwasser.
Spaziergänge mit Hunden sollten in kühlere Morgen- und Abendstunden verlegt werden, da auch sie nicht schwitzen könnten. Zudem drohten Pfotenverbrennungen auf heißem Asphalt. Sollten Tiere apathisch wirken, taumeln, extrem hecheln, krampfen oder Anzeichen von Atemnot zeigen, sollten ihre Halter dem Branchenverband zufolge in jedem Fall umgehend einen Tierarzt aufsuchen. Dann handle es sich um einen Notfall. Als Erstmaßnahmen sollten die Tiere in solchen Situationen vorsichtig in kühlere und dunklere Umgebung gebracht werden.
14.55 Uhr: Unterallgäu – Kein Wasser aus Bächen und Seen abpumpen
Auch bei Hitze und Trockenheit ist es grundsätzlich nicht erlaubt, Wasser in großen Mengen ohne behördliche Erlaubnis aus Bächen, Flüssen oder Baggerseen zu pumpen. Darauf weist das Landratsamt Unterallgäu hin. Wer mit diesem Wasser einen Pool befüllt oder es für gewerbliche Zwecke entnimmt, der begeht eine Ordnungswidrigkeit, für die ein Bußgeld verhängt werden kann. Denn werden zusätzlich zur Trockenheit noch große Mengen Wasser aus den Gewässern entnommen, könne dies nachteilige Folgen für den Lebensraum von Fischen und anderen Wassertieren haben, so das Landratsamt. Kleinere Mengen Wasser zu entnehmen, zum Beispiel zum Gießen im eigenen Garten oder zum Tränken von Vieh, ist dagegen auch ohne Genehmigung erlaubt. Bei Fragen kann man sich ans Landratsamt Unterallgäu, Sachgebiet Wasserrecht, wenden.
Im Video: Wassersparen in München und Würzburg
Ein Mann füllt an einem Trinkwasserbrunnen in Nürnberg eine Flasche auf.
12.12 Uhr: Hitze keine Gefahr für Karpfenteiche
Die Tirschenreuther Teichwirte sehen der kommenden Hitze gelassen entgegen, da die Temperaturen aktuell in den Nächten abkühlen. Hitzewellen werde für Karpfen (Link zum Podcast) und die Teichwirtschaft in der Region erst dann problematisch, wenn sie länger andauern und zudem tropische Nächte mit Temperaturen über 20 Grad bringen, so Anna Klupp, 3te Vorsitzende der ARGE Fisch im Landkreis Tirschenreuth zum BR.
Die Teiche in Tirschenreuth seien mit 1,5 Metern bis 1,8 Metern im Vergleich zu anderen Karpfengebieten eher tief. Sie führen laut Klupp daher kühles Wasser in den unteren Schichten mit sich, das sich mit dem erwärmten Oberflächenwasser mischen könne. Durch die Tiefe der Teiche sei auch Verdunstung durch Hitze kein Problem in Tirschenreuth, so Klupp weiter. Je nach Wassertemperatur werde aber die Intensität der Fütterung angepasst, da die Tiere durch Aktivität und Verdauung mehr Sauerstoff benötigen, als in den warmen Teichen vorhanden sei. Generell gelte: Karpfen lieben Wärme. Zudem fänden die Fische auch ausreichend natürliche Nahrung, so Klupp weiter. Man werde die Tiere nicht hungern lassen, sondern sie möglichst wenig belasten.
In der Tirschenreuther Teichpfanne, einem etwa 3.000 Hektar großen Gebiet zwischen Falkenberg und Tirschenreuth, befinden sich ca. 4.700 Teiche. Die Teiche wurden schon im 10. Jahrhundert angelegt, die Teichwirtschaft prägt sowohl die Kulturlandschaft als auch das Selbstverständnis der Bewohner
12.01 Uhr: Warnung der Gewässerökologie – Hitze beeinflusst den Main
Der Main hat an der Messstelle Erlabrunn eine Wassertemperatur von 26 Grad erreicht (26,2 Grad Celsius, Stand 11.30 Uhr). Überschreitet die Wassertemperatur im Drei-Stunden-Mittel 26 Grad, gefährdet das die Gewässerökologie.
Im Bereich "Kahl am Main bis Würzburg" gilt inzwischen die Stufe "Warnung". Nach dem Alarmplan haben sich die gewässerökologischen Verhältnisse verschlechtert; Fachleute stufen sie als unbefriedigend ein. Die Warnung gilt vorerst bis Donnerstag (25.6.; 14 Uhr). Für den Abschnitt "Würzburg bis Bamberg" gilt aktuell der "Normalzustand".
Der "Alarmplan Gewässerökologie" (AMÖ) arbeitet mit einem dreistufigen System: "Normalzustand", "Warnung" und "Alarm". Die höchste Stufe "Alarm" bedeutet: Die Tierwelt leidet deutlich und es kann zu Fischsterben kommen. So kritisch ist der Zustand im Main derzeit nicht.
Offen bleibt, welche konkreten Maßnahmen im Rahmen des Alarmplans bei anhaltend hohen Wassertemperaturen folgen und welche Folgen die aktuelle Erwärmung des Flusses für Fische und andere Wasserorganismen konkret hat. Die Regierung von Unterfranken will im Laufe des Tages informieren.
09.04 Uhr: Erste Absagen für Feste und Serviceleistungen
Städte, Gemeinden und Vereine reagieren auf die aktuelle Hitzewelle in Unterfranken mit Absagen von Veranstaltungen und Einschränkungen im Service. So wurde der geplante Klimarundgang für Bürgerinnen und Bürger zum Thema Stadtbäume für heute Abend wegen der hohen Temperaturen abgesagt. Hier wäre es eigentlich um die Bedeutung von Bäumen als natürliche Klimaanlagen gegangen und wie Bäume auf Wassermangel reagieren und mit dem Hitzestress klarkommen.
Die Gemeinde Karlstein (Lkr. Aschaffenburg) teilt mit, dass wegen der sehr hohen Außentemperaturen heute und Samstag die Recycling- und Grünabfallplätze in Großwelzheim und Dettingen geschlossen bleiben und am Donnerstagnachmittag ebenso das Rathaus.
In Würzburg hat der Flugsport-Club den geplanten Modellflugtag am Sonntag (28.06) abgesagt. "Die vorhergesagten extrem hohen Temperaturen würden sowohl unsere Helfer als auch Gäste und Piloten einer erheblichen Belastung aussetzen. Die Gesundheit und Sicherheit aller Beteiligten haben für uns oberste Priorität", heißt es zur Begründung. Genau aus diesem Grund hat sich auch die Stadt Alzenau dazu entschlossen, ein jährliches Familienfest am Sonntag abzusagen. Auch hier heißt es, angesichts der prognostizierten Hitze sieht sich die Stadt Alzenau außerstande, einen sicheren und angenehmen Ablauf der Veranstaltung zu gewährleisten.
07.23 Uhr: Bundesamt für Strahlenschutz warnt vor hoher UV-Strahlung
Am Mittwoch und Donnerstag werden die bislang höchsten Indexwerte des Jahres erwartet, wie das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) mitteilte. In Norddeutschland werde ein UV-Index bis 8 erwartet, in Mitteldeutschland bis 9, in Süddeutschland seien stellenweise 10 möglich, im Hochgebirge gar 11 ("extrem"). Der UV-Index-Wert gibt an, welche Tagesspitzenwerte der sonnenbrandwirksamen Strahlung am Boden erwartet werden.
Aktuell hätten die Sonnenstrahlen einen kurzen Weg durch die Atmosphäre, erklärte das BfS. Zudem sei mit wenig schützendem Ozon in der Atmosphäre über Deutschland zu rechnen. Ab einem Indexwert von 3 sei UV-Schutz angebracht - besonders Kinder müssten geschützt werden: "Sonnenbrände im Kinder- und Jugendalter erhöhen das Risiko für UV-bedingte Erkrankungen von Haut und Augen im späteren Leben."
06.10 Uhr: Gewitterrisiko in den Alpen und im Bayerwald hoch
Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte, muss heute erneut besonders in den Alpen und im Bayerwald auch gelegentlich mit Gewittern und vereinzelt Starkregen, Hagel und stürmischen Böen gerechnet werden. Am Donnerstag soll es laut DWD trocken bleiben.
Mittwoch, 24. Juni 2026
19.20 Uhr: Wetterexperte erwartet Höhepunkt der Hitzewelle am Samstag
In Bayern herrschen bereits seit Tagen Temperaturen von teils mehr als 30 Grad. Die Temperaturen sollen im Lauf der Woche aber noch deutlich weiter steigen. Karsten Schwanke vom ARD-Wetterkompetenzzentrum sagte im BR24-Interview, er erwarte den Höhepunkt erst am Wochenende. In Nürnberg etwa könnten es am Samstag bis zu 40 Grad werden. Dabei warnt der Experte davor, von "Mittagshitze" zu sprechen. Die höchsten Temperaturen herrschen laut Schwanke in etwa zwischen 17 und 17.30 Uhr.
Im Video: Wetterexperte Schwanke – diese Woche bis zu 40 Grad
Wetterexperte Schwanke – diese Woche bis zu 40 Grad
19.00 Uhr: Heißeste Orte in Bayern waren am Dienstag Kitzingen und Regensburg
In ganz Bayern sorgt die anhaltende Hitze für außergewöhnlich hohe Temperaturen für die Jahreszeit. Am heißesten war es am Dienstag laut dem ARD-Wetterkompetenzzentrum in Kitzingen in Unterfranken mit 35,2 Grad Celsius, dicht gefolgt von Regensburg in der Oberpfalz mit 35,1 Grad. Dahinter folgen Würzburg (Unterfranken/34,2 Grad), Gollhofen (Mittelfranken/34 Grad) und Eichstätt/Landershofen (Oberbayern/33,8 Grad). Kitzingen hält bereits den bayerischen Temperaturrekord mit 40,3 Grad. Dieser könnte nun vielleicht sogar fallen. Laut ARD-Wetterkompetenzzentrum können die Temperaturen in dieser Woche noch um bis zu 5 Grad steigen.
Im Video: Dachdecker arbeiten bei über 35 Grad
Eine Hitzeglocke liegt über Bayern und bleibt bis Ende der Woche bestehen. Den Menschen bleibt nichts anderes übrig, als sich anzupassen.
17.45 Uhr: Würzburger Stadtteilbücherei Heidingsfeld schließt tageweise
Wegen der anhaltenden Hitze muss die städtische Bücherei im Würzburger Stadtteil Heidingsfeld bis einschließlich kommenden Freitag (26.6.) aus Gründen der Arbeitssicherheit geschlossen bleiben. Die Entscheidung wurde getroffen, um die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter zu gewährleisten.
In diesem Sommer wird die Stadtbücherei in den kommenden Wochen flexibel auf die Wetterprognosen reagieren und kurzfristig bei Temperaturen über 30 Grad Celsius schließen. Für die Hitzetage und während der Umbau- und Umzugsphase in die Interimsbücherei im Erdgeschoss soll die Versorgung mit Medien für die Heidingsfelder Leserschaft sichergestellt bleiben. Unter anderem deshalb hat die Stadtbücherei eine Ausleihstation angeschafft. Sie steht bereits vor dem Rathaus und ist derzeit im Probebetrieb.
17.27 Uhr: Würzburger Hitzetelefon unterstützt Senioren
In Würzburg unterstützt das Hitzetelefon Menschen bei hohen Temperaturen. Wenn der Deutsche Wetterdienst eine Hitzewarnung ausgibt, rufen Ehrenamtliche vormittags die Personen an, die auf der Liste des Hitzetelefons stehen. Am Telefon geben sie praktische Tipps zum Kühlen und Trinken. Das Angebot richtet sich speziell an Seniorinnen und Senioren. Insgesamt zehn Ehrenamtliche wurden dafür geschult. Für das Hitzetelefon können sich weiterhin Menschen aus der Stadt und dem Landkreis Würzburg kostenlos anmelden. Auf der Webseite der Seniorenvertretung Würzburg [externer Link] sind Telefonnummer und Online-Formular zu finden.
17.13 Uhr: Münchner verbrauchen rund ein Fünftel mehr Trinkwasser
Wegen der andauernden Hitzewelle mahnen die Stadtwerke München einen sparsamen Umgang mit Trinkwasser an. "Im Vergleich zu einem 'normal temperierten' Junitag liegt der Wasserverbrauch in München aktuell um rund 20 Prozent höher", teilte ein Sprecher der Stadtwerke mit. "Daher bietet sich die Situation an, auf verantwortungsbewusstes Handeln hinzuweisen und so unnötige Verbräuche zu vermeiden." So sollten Münchnerinnen und Münchner vor allem auf das ausgedehnte Bewässern von Gärten und Rasen verzichten. Pools und Planschbecken sollten vorerst nicht mehr befüllt werden. Ebenso sollte das Autowaschen ausgesetzt werden, riet der Wasserversorger.
16.31 Uhr: Feuerverbot in Aschaffenburg
Die Stadt Aschaffenburg verhängt ab sofort (23.6., 15.00 Uhr) ein Verbot für offenes Feuer außerhalb des bebauten Ortsgebiets. Laut Pressemitteilung gilt dieses Verbot für Holz- oder Kohlegrills, Lagerfeuer und sonstige offene Feuer auf städtischen Grillplätzen und auf privaten Grundstücken außerhalb der geschlossenen Ortslage. Beim Grillen auf Privatgrundstücken innerhalb der geschlossenen Ortslage bittet die Stadt darum, darauf zu achten, dass dadurch keine Feuer ausgelöst werden.
Ähnliche Feuerverbote gibt es derzeit auch anderswo in Unterfranken. Im Landkreis Main-Spessart etwa sind laut einer Übersicht des Kreisfeuerwehrverbands elf Feuerverbote aktiv – unter anderem in Frammersbach, Karlstadt, Lohr und Kreuzwertheim. Auch hier sind beispielsweise Grillen oder Lagerfeuer verboten.
16.25 Uhr: Zum Teil verkürzter Unterricht in Unterfranken
Die Schulen in Unterfranken reagieren auf die aktuelle Hitzewelle. Einige haben verkürzten Unterricht für die nächsten Tage angekündigt.
Am Würzburger Wirsberg Gymnasium zum Beispiel entfallen am Dienstag (23.6) und Mittwoch (24.6.) die 6. Stunde und der Nachmittagsunterricht. Für Kinder, die in der Schule bleiben sollen, bietet die Ganztagsschule eine Betreuung bis 15.15 Uhr an, teilt Schulleiter Christian Raith den Eltern mit. Das Sportfest am Freitag (26.6.) sagt die Schule ab, schreibt Raith in einer Mail.
Auch die Geldersheimer Grundschule reagiert: In einem Elternschreiben heißt es, der Sommer zeige sich von seiner "hitzigen" Seite, das Arbeiten am späten Vormittag sei für die Kinder sehr anstrengend. Dort findet deshalb am heutigen Dienstag (23.6) noch planmäßiger Unterricht statt. Am Mittwoch und am Freitag endet der Unterricht für alle Jahrgangsstufen jeweils um 11.20 Uhr nach der vierten Stunde. Kinder, die sonst zu Hause unbeaufsichtigt wären, können bis zum regulären Stundenplanende in der Schule betreut werden; Eltern sollen dies den Klassenlehrkräften mitteilen. Am Donnerstag läuft der Unterricht planmäßig, in der fünften und sechsten Stunde sind Wasserspiele mit Rasensprenger und Wassereimern geplant. Die Kinder sollen Badehose oder Badeanzug, ein Handtuch und Badeschuhe mitbringen.
15.40 Uhr: Warnung vor schweren Gewittern in Teilen Bayerns
Die Hitzewelle hat Bayern fest im Griff. Wie in den vergangenen Tagen steigt das Schauer- und Gewitterrisiko heute im Süden des Freistaats im Laufe des Tages an, vor allem in den Bergen. Im Norden soll die Gewitterneigung etwas nachlassen. Am frühen Nachmittag hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) erste Unwetterwarnungen herausgegeben. Erwartet wurden schwere Gewitter mit Starkregen, größeren Hagelkörnern und Sturmböen.
Die Meteorologen wiesen unter anderem auf die Gefahr für Leib und Leben durch Blitzschlag, herabfallende Äste und umherfliegende Gegenstände hin. Der Aufenthalt im Freien solle vermieden werden. Welche Gebiete des Freistaats aktuell betroffen sind, ist auf der DWD-Warnkarte zu sehen.
Karte: Aktuelle Unwetterwarnungen des DWD für Bayern
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15.01 Uhr: Richtig trinken bei Hitze: Worauf es wirklich ankommt
Ausreichend zu trinken ist wichtig – doch nicht nur die Menge entscheidet. Auch Zeitpunkt, Getränkewahl und Situation spielen eine Rolle. Tipps, was der Körper wirklich braucht und wie sich typische Trinkfehler vermeiden lassen. Mehr dazu hier.
14.00 Uhr: Heat Dome: Deshalb ist es in Europa gerade so heiß
Europa stöhnt unter Temperaturen nahe der 40 Grad. Grund für die anhaltende Hitzewelle ist eine Hitzeglocke, ein sogenannter Heat Dome. Dabei handelt es sich um ein stabiles Hochdruckgebiet, das warme Luftmassen nach unten drückt. Mehr dazu hier.
13.50 Uhr: Wie viel Schutz bietet Sonnencreme? Tipps zum Lichtschutzfaktor
Sonnencreme schützt die Haut vor gefährlicher UV-Strahlung und Sonnenbrand. Wichtig dabei ist die Wahl des passenden Lichtschutzfaktors. Doch was genau bedeutet er, wie wird er gemessen und für wen ist welcher Wert geeignet? Mehr dazu hier.
12.00 Uhr: Warum "schönes Wetter" (nicht immer) schön ist
"Kaiserwetter" oder "Badewetter": Sonnige und heiße Tage werden oft als "schönes Wetter" bezeichnet und von vielen, auch in Medien, gefeiert. Dabei werden die Folgen oft außer Acht gelassen, finden BR24-User. Mehr dazu hier.
10.00 Uhr: Hitze im Haus: Fenster zu oder lieber lüften?
An dieser Streitfrage erhitzen sich die Gemüter: Wenn es knackig heiß ist, soll man dann die Fenster schließen und verdunkeln, oder ist das Lüften am Tag wichtig für die Gesundheit? Wie man bei Hitze am besten vorgeht. Mehr dazu hier.
08.00 Uhr: Tipps gegen Hitze: So lassen sich die Temperaturen aushalten
Bayern schwitzt, das Thermometer klettert derzeit flächendeckend über 30 Grad Celsius. Lüften in den Morgenstunden, Siesta am Mittag und lauwarm duschen – hier sind ein paar Tipps, um abzukühlen. Mehr dazu hier.
23. Juni 2026
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