Dr. Thomas Neißendorfer gehört zum festen Notarzt-Teams an der Ilmtalklinik Pfaffenhofen
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Teil des festen Notarzt-Teams an der Ilmtalklinik Pfaffenhofen: Dr. Thomas Neißendorfer
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Teil des festen Notarzt-Teams an der Ilmtalklinik Pfaffenhofen: Dr. Thomas Neißendorfer

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Wie Pfaffenhofen die Notarzt-Knappheit beseitigt hat

Wie Pfaffenhofen die Notarzt-Knappheit beseitigt hat

Lange hat es im Landkreis Pfaffenhofen nicht genügend Notärzte gegeben, um eine Rund-um-die Uhr-Bereitschaft sicherzustellen. Das änderte sich, als die Ilmtalklinik einige Notärzte festangestellt hat. Das Modell funktioniert auch in anderen Regionen.

Über dieses Thema berichtet: Mittags in Oberbayern am .

Löcher im Bereitschaftsplan – die hat Christian Degen früher häufig erlebt. Vor allem an Wochenenden und Feiertagen sei es schwierig gewesen, ausreichend Notärzte für den Bereitschaftsdienst zu finden, erinnert sich der Geschäftsführer der Ilmtalklinik in Pfaffenhofen. Noch vor vier Jahren fielen im Landkreis Pfaffenhofen reihenweise Notarzt-Schichten aus.

Extrem war es 2022. Da konnte die Ilmtalklinik nur 72 Prozent der Notarztschichten besetzen. Damit war die Lage noch schlechter als in vielen anderen ländlichen Regionen. Aber auch da sind je nach Personalstruktur und Organisation – oft nur 90 bis 95 Prozent der Notarztschichten besetzt.

Notarzt von außerhalb mit längeren Anfahrtszeiten

In solchen Fällen muss die zuständige Rettungsleitstelle Notärzte von anderen Standorten anfordern. Im Extremfall hat dann dieser Notarzt eine längere Anfahrt. Meist können Rettungssanitäter die Zeit mit ihren Maßnahmen überbrücken, aber nicht immer.

Festanstellung für Notärzte bringt Wende

In Pfaffenhofen kam vor zwei Jahren die Wende zum Positiven. Die Ilmtalklinik hat seit Frühjahr 2024 ein Kernteam von vier Notärzten festangestellt, zusätzlich zu den freiberuflichen Notärzten. Seitdem ist der Dienstplan nahezu lückenlos. Konkret: 98,5 Prozent der Schichten sind übers Jahr besetzt. Das ist ein Wert, der nach Einschätzung von Klinik-Geschäftsführer Christian Degen außerhalb von Großstädten bayernweit nahezu einzigartig ist.

Feste Notarzt-Teams jetzt an 31 bayerischen Standorten

Die Lösung für das Festangestellten-Modell findet sich im Bayerischen Rettungsdienstgesetz. Artikel 14 erlaubt es Krankenhäusern, Notärzte festanzustellen, wenn an ihrem Notarztstandort über längere Zeit viele Notarzt-Schichten unbesetzt bleiben. Die festangestellten Notärzte bezahlen letztendlich die Krankenkassen.

Diese Regelung im Bayerischen Rettungsdienstgesetz wird nicht nur in Pfaffenhofen genutzt, sondern an gut jedem siebten Notarztstandort in Bayern, konkret an 31 von 229 . Vor allem in Franken findet das Modell Anwendung: viermal in Oberfranken, fünfmal in Unterfranken, achtmal in Mittelfranken. In der Oberpfalz gibt es fünf Krankenhäuser mit festem Notarztteam, ebenso in Schwaben. In Niederbayern und Oberbayern sind es je zwei. Das bestätigt die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB). Das bayerische Innenministerium hatte der KVB die Organisation und Sicherstellung des "bodengebundenen Notarztdienstes" übertragen.

Notarztversorgung auf dem Land schwieriger als in Städten

Die meisten Teams an festangestellten Notärzten gibt es im ländlichen Bereich. Der Grund dafür ist, dass auf dem Land weniger Ärzte leben als in den Ballungsgebieten, erklärt die KVB. Lange war der Notarztdienst für freiberufliche Mediziner auch finanziell recht unattraktiv. Vor allem wenn man bedenkt, dass jeder Mediziner noch einmal eine Zusatzausbildung braucht, um Einsätze als Notarzt fahren zu dürfen.

Bei Vergütung nachgebessert

Doch in den vergangenen zwei Jahren wurde bei der Vergütung deutlich nachgebessert, wie die Kassenärztliche Vereinigung ausführt. So stieg die Grundvergütung 2025 um elf Prozent und im laufenden Jahr um weitere zehn Prozent auf derzeit 33 Euro je Stunde, zuzüglich Pauschalen und Zuschläge. Mit der Erhöhung der Stundesätze und dem Modell der Festanstellung will die Kassenärztliche Vereinigung Besetzungsquoten im Notarztdienst stabilisieren. Sie gibt sich recht optimistisch, dass das auch klappt.

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