Wildschweine auf einem Feldweg
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Wildschweine können ein gefährliches Hindernis sein
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Wildschweine können ein gefährliches Hindernis sein

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Wildunfälle bei Radfahrern: Vorsicht in der Dämmerung

Wildunfälle bei Radfahrern: Vorsicht in der Dämmerung

Fahrradfahrer haben keine Knautschzone. Wildunfälle bedeuten darum für Radler eine größere Gefahr als für Autofahrer. Der tödliche Unfall von Radsportler Max Riese ist dafür ein Beispiel. Tipps für mehr Sicherheit beim Fahrradfahren im Herbst.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Etwa 220.000 Wildunfälle gibt es jedes Jahr im Straßenverkehr, etwa ein Fünftel davon in Bayern. Im Jahr 2025 kam es dabei bundesweit in 2.549 Fällen zu Personenschäden. Eine nachgewiesene Beteiligung von Radfahrern gibt in 158 Fällen, davon 36 in Bayern.

Naheliegend ist: Während bei Kraftfahrzeugen etwa ein Prozent der Wildunfälle mit einem Personenschaden verbunden ist, kann man bei Radfahrern von einem deutlich höheren Prozentsatz ausgehen, denn Radfahrer sind nicht durch eine Karosserie geschützt und haben durch einen Sturz vom Fahrrad zusätzliches Verletzungsrisiko. Eine Statistik gibt es nicht.

"Ein schicksalhafter Einzelfall"

Der Wildunfall des Extremsportlers Max Riese sei als schicksalhaftes Einzelereignis einzuschätzen, sagt Thomas Vieweg, Koordinator Verkehr beim Bayerischen Radsportverband. Der Ultra-Cycler war am 15. September mit seinem Rennrad in der Region Berchtesgaden tödlich verunglückt. Soweit es die Polizei bisher rekonstruieren konnte, kollidierte er bei einer Bergabfahrt mit einem Hirsch. Das legen Tierhaare nahe, die am völlig zerstörten Fahrradwrack gefunden wurden. Thomas Vieweg selbst habe in vielen Jahren Verbandsarbeit und auch in seinem Beruf als Polizist noch nie von einem ähnlichen Fall gehört. Viele Wildbegegnungen seien weniger dramatisch, da die große Zahl der Radfahrer nicht so schnell unterwegs sei.

Auch Rücksicht auf die Tiere ist geboten

Torsten Reinwald vom Deutschen Jagdverband plädiert trotzdem für Vorsicht, gerade in der Dämmerung. Besonders Rehwild sei dann unterwegs. Gerade wenn Radfahrer auf Waldwegen unterwegs sind, kann es schnell zu Wildbegegnungen kommen. Das bedeutet dann nicht nur für die Radfahrer Gefahr, sondern auch für die Tiere erheblichen Stress. Im Herbst, wenn das Futter knapper wird und die Temperaturen sinken, müssen die Tiere mit ihren Kräften haushalten und jede Flucht kostet Energie. Nicht nur aus Eigeninteresse sollten Radfahrer also vorsichtig und rücksichtsvoll unterwegs sein, besonders in der Dämmerung.

Tipps für sicheres Radfahren im Herbst

Polizist und Radsportexperte Thomas Vieweg rät darum jedem Radfahrer, der jetzt im Herbst in der Dämmerung unterwegs ist, zu verantwortungsvollem Fahren:

  • Ein Fahrradhelm wie auch ein verkehrssicheres Fahrrad mit einer guten Beleuchtung und Reflektoren sollten in jedem Fall selbstverständlich sein - gerade auch im Herbst. Da laden die Temperaturen noch zum Radln ein, aber man kommt schneller in die Dunkelheit.
  • Beim Radfahren über Kopfhörer Musik zu hören oder zu telefonieren ist in Deutschland grundsätzlich erlaubt, solange man in der Lage ist, Warnsignale wahrzunehmen. Führt der Radweg aber durch einen Wald, ist es sinnvoll, die Kopfhörer abzunehmen. Das Wild könnte man schon hören, bevor man es sieht und schon vor dem Fahrrad auftaucht.
  • Gerade im Herbst sollten rasante Bergabfahrten in der Dämmerung tabu sein. Dann ist besonders viel Wild unterwegs, die hohe Geschwindigkeit verlängert den Bremsweg und erhöht das Verletzungsrisiko. Dazu kommt, dass man auch andere gefährliche Hindernisse leicht übersieht, etwa nasses Laub.

Trotz Dunkelheit, Risiko oder nasskalter Witterung sollte man sich im Herbst aber nicht vom Radfahren abhalten lassen, findet Thomas Vieweg: Wenn man mit dem Fahrrad bei Dämmerung in einen herbstlichen Regenschauer geraten ist, kann es nach einer warmen Dusche und bei einer heißen Tasse Tee auch ganz herrlich sein, den Tag ausklingen zu lassen.

Dieser Artikel ist erstmals am 18. September 2026 auf BR24 erschienen. Das Thema ist weiterhin aktuell. Daher haben wir diesen Artikel erneut publiziert.

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