Ein Maronenröhrling wächst auf einem moosbedeckten Baumstumpf im Wald.
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40 Jahre nach Tschernobyl: So sieht die Belastung von Pilzen aus
Bildrechte: stock.adobe.com/Zdenka Kryspínová
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40 Jahre nach Tschernobyl: So sieht die Belastung von Pilzen aus

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40 Jahre nach Tschernobyl: So sieht die Belastung von Pilzen aus

40 Jahre nach Tschernobyl: So sieht die Belastung von Pilzen aus

40 Jahre nach Tschernobyl kann man Pilze bedenkenlos sammeln und in mäßigen Mengen essen. Das gibt das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) bekannt. Genauer hinschauen sollte man jedoch in Süddeutschland und bei bestimmten Pilzen.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Im Wald Pilze sammeln und hinterher essen ist in Deutschland inzwischen kein großes Problem mehr. Denn 40 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl seien die radioaktiven Belastungen bei den Pilzen deutlich gesunken, so das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) [externer Link] in Salzgitter.

In diesen Regionen sind manche Pilze höher belastet

Mit einer Einschränkung: In Süddeutschland sind die Werte von Cäsium-137 bei manchen Pilzen weiter erhöht. Wenn man nicht zu viel davon esse, sei die zusätzliche Strahlendosis jedoch unbedenklich. Besonders hohe Belastungen wurden demnach im Bayerischen Wald gemessen.

So enthielten dort Semmelstoppelpilze und Rotbraune Semmelstoppelpilze in einzelnen Proben mehr als 2.000 Becquerel Cäsium-137 pro Kilogramm. Bei Maronenröhrlingen wurden teilweise mehr als 1.000 Becquerel festgestellt. 

Droht bei belasteten Pilzen Gefahr?

Soll man die höher belasteten Pilze trotzdem essen? Die Präsidentin des BfS, Inge Paulini, hält das bei einem maßvollen Verzehr für vertretbar. Jedoch müsse man individuell selbst entscheiden, ob man sich dieser geringen, aber vermeidbaren Strahlendosis aussetzen wolle. Eine Entscheidungshilfe kann folgender Grenzwert sein: Wenn ein Kilogramm Pilze mit mehr als 600 Becquerel Cäsium-137 belastet ist, dürfen die Pilze in Deutschland nicht verkauft werden.

Bei vielen anderen Pilzarten seien die für den aktuellen Pilzbericht des BfS ermittelten Messwerte hingegen unter fünf Becquerel pro Kilogramm geblieben, hieß es weiter. Dazu gehörten unter anderem verschiedene Champignonpilze.

Bei Aufnahme von Cäsium-137 im Körper kann unter anderem das Krebsrisiko steigen.

Halbwertszeit von 30 Jahren

Cäsium-137 ist ein radioaktives Isotop des Elements Cäsium, das nicht natürlich vorkommt. Es entsteht unter anderem bei der Kernspaltung in Atomkraftwerken. Mit einer Halbwertszeit von rund 30 Jahren zerfällt jeweils die Hälfte der vorhandenen Menge. Von dem Cäsium-137, das sich hierzulande 1986 nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl ablagerte, ist inzwischen etwas mehr als die Hälfte zerfallen.

Mit Informationen von AFP und epd

Im Video: Wie man Pilze zuhause züchten kann

Pilze zuhause gezüchtet.
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Wie man Pilze zuhause züchten kann

Dieser Artikel ist erstmals am 28. August 2026 auf BR24 erschienen. Das Thema ist weiterhin aktuell. Daher haben wir diesen Artikel erneut publiziert.

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