Stau auf der Autobahn A9 bei Hof
Stau auf der Autobahn A9 bei Hof
Bild
Stau auf der Autobahn A9 bei Hof
Bildrechte: picture alliance / imageBROKER | Helmut Meyer zur Capellen
Schlagwörter
Bildrechte: picture alliance / imageBROKER | Helmut Meyer zur Capellen
Audiobeitrag

Stau auf der Autobahn A9 bei Hof

Aktualisiert am
Audiobeitrag
Erschien zuerst am
>

ADAC-Bilanz: Weniger Staus, aber mehr Staustunden

ADAC-Bilanz: Weniger Staus, aber mehr Staustunden

2025 gab es auf deutschen Autobahnen zwar weniger Staus, Autofahrer standen aber deutlich länger. Im Ländervergleich liegt Bayern laut ADAC mit den Staustunden auf Platz zwei. Die Aussicht für 2026: etwas mehr Verkehr – und noch mehr Stauprobleme.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Autofahrer brauchen immer mehr Geduld auf deutschen Autobahnen: Die Stausituation hat sich laut ADAC-Staubilanz 2025 weiter verschärft. Zwar sank die Zahl der registrierten Staus auf rund 496.000 – 2024 waren es noch 516.000. Die Staustunden stiegen jedoch um etwa sieben Prozent auf insgesamt 478.000 – das sind circa 2.845 Wochen. Die Gesamtlänge der Staus lag mit deutschlandweit 866.000 Kilometern leicht über dem Vorjahreswert (2024: 859.000 km).

Bayern liegt mit Staustunden auf Platz zwei

Bundesweit entfielen die meisten Staustunden auf Nordrhein-Westfalen mit gut 35 Prozent, gefolgt von Bayern mit etwa 13 Prozent und Baden-Württemberg mit rund zehn Prozent. Die höchsten prozentualen Zuwächse wurden in Hamburg und Schleswig-Holstein (jeweils plus rund 30 Prozent) sowie in Rheinland-Pfalz (plus 19 Prozent) verzeichnet.

Bildrechte: BR
Bildbeitrag

Verkehrsaufkommen nach Bundesländern

Bis zu 55 Kilometer Stau in Bayern

Insgesamt meldet der ADAC für das Jahr 2025 in Bayern eine Staulänge von insgesamt über 145.000 Kilometer. Das sind rund 4.700 Kilometer mehr als im Vorjahr. Insgesamt standen Autofahrer im vergangenen Jahr rund 63.500 Stunden im Stau, das entspricht einer Gesamtdauer von über sieben Jahren, allein auf den Autobahnen des Freistaats.

Die stauträchtigsten Strecken waren die A3, die A9 und die A8. Beim größten Einzelstau 2025 bundesweit liegt Bayern ganz vorne: Am Samstag nach den Weihnachtsfeiertagen staute es sich auf der A7 Ulm in Richtung Füssen/Reutte zwischen Niederstotzingen und dem Kreuz Memmingen auf einer Länge von bis zu 55 Kilometer.

Ferienzeit, Stauzeit: Besonders viele Staustunden im Juli

Während es im Januar mit rund 25.500 Staustunden bundesweit relativ ruhig blieb, verdoppelte sich die Zahl im Juli auf knapp 50.000 Stunden. Damit war der Juli der staureichste Monat des Jahres, gefolgt vom Oktober mit knapp 49.000 Staustunden.

Auch Wetter und Ferien beeinflussten die Summe der Staukilometer: So wurden im Januar infolge eines Wintereinbruchs rund 65.000 Staukilometer registriert, von April bis November waren es durchgehend mehr als 75.000 Kilometer. Die Monate mit Spitzenwerten waren Juli mit 87.000 und Oktober mit 85.000 Staukilometern.

Mittwoch und Donnerstag sind staureiche Tage

Wie in den Vorjahren zeigte sich im Wochenverlauf das bekannte Muster: Mittwoch und Donnerstag waren auch 2025 die Tage mit den meisten Staustunden. An Montagen waren es deutlich weniger, ebenso freitags. Am geringsten war das Stauaufkommen im Schnitt an den Wochenenden.

Besonders staureiche Tage waren wegen Schnee und Eis der 9. Januar mit einer Gesamtstaulänge von 6.300 Kilometern, der 28. Mai (Tag vor Christi Himmelfahrt, 5.700 km) und der 2. Oktober (Tag vor dem Tag der Deutschen Einheit, 4.900 km).

Behinderungen durch Baumaßnahmen

Auch in diesem Jahr wird der Verkehr wohl nicht wesentlich besser fließen. Für 2026 erwartet der ADAC eine moderate Zunahme des Verkehrsaufkommens, die voraussichtlich auch zu mehr Staus führen wird. Auch umfangreiche Baumaßnahmen zur Modernisierung Hunderter maroder Autobahnbrücken werden demnach zusätzlich Behinderungen verursachen.

Das ist die Europäische Perspektive bei BR24.

"Hier ist Bayern": Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!