Vorfall mit Auto in Leipzig
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Auto in Menschengruppe gefahren: Tote und Verletzte in Leipzig

Auto in Menschengruppe gefahren: Tote und Verletzte in Leipzig

Sachsens Ministerpräsident spricht von einer "mutmaßlichen Amokfahrt": Ein Auto ist in der Leipziger Innenstadt in mehrere Menschen gefahren. Zwei Menschen kamen ums Leben, mehrere wurden verletzt. Der 33-jährige Fahrer wurde festgenommen.

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 3-Nachrichten am .

In der Leipziger Innenstadt ist ein Auto in mehrere Menschen gefahren. Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) bestätigte, dass zwei Menschen ums Leben gekommen seien. Drei Menschen wurden schwer verletzt. Es gebe viele weitere Verletzte, sagte Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung. Bei den Toten handelt es sich um eine 63-jährige Frau und einen 77-jährigen Mann.

Sachsens Ministerpräsident spricht von mutmaßlicher Amokfahrt

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) geht bei dem tragischen Geschehen in Leipzig von einer "mutmaßlichen Amokfahrt" aus. Ähnlich formulierte es auch Innenminister Armin Schuster (CDU). Laut Polizei wurde der Fahrer, ein 33-jähriger Deutscher, festgenommen. Nach Polizeiangaben wohnt er in der Region Leipzig. Kretschmer sprach von einem psychisch auffälligen, jungen Mann. Einer Sprecherin zufolge saß der mutmaßliche Täter noch in dem Auto, als die Polizei eintraf. Der Mann habe den Wagen selbst gestoppt, sagte sie. Die Polizei geht nach bisherigen Erkenntnissen nicht von einem politischen oder religiösen Tatmotiv aus. 

Mann war offenbar polizeibekannt

Außerdem war der Beschuldigte bereits vor der Tat polizeibekannt. Nach dpa-Informationen war der 33-jährige Deutsche allerdings nicht einschlägig bekannt, das heißt, nicht wegen ähnlicher Taten wie jener vom Montag. Zuvor hatte die "Leipziger Volkszeitung" darüber berichtet. 

Es gebe aktuell "keine Anhaltspunkte für einen weiteren Tatbeteiligten", betonte eine Vertreterin der Staatsanwaltschaft bei dem gemeinsamen Auftritt mit Schuster. Ebensowenig gebe es Hinweise auf weitere Beteiligte. Ermittlungen liefen zunächst wegen des Verdachts des zweifachen Mordes und mindestens zweifachen versuchten Mordes. Weitere Einzelheiten lägen zunächst nicht vor, die Ermittlungen liefen derzeit. Inzwischen hat die Polizei ein Hinweisportal und ein Hinweistelefon freigeschaltet. Dort können Zeuginnen und Zeugen unter anderem Fotos und Videos hochladen oder Hinweise zum Hergang geben, wie die Beamten in der sächsischen Stadt mitteilten.

Im Video: Tatverdächtiger in Leipzig ist 33-jähriger Deutscher

Tatverdächtiger in Leipzig ist 33-jähriger Deutscher
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Tatverdächtiger in Leipzig ist 33-jähriger Deutscher

Großeinsatz von Polizei und Rettungskräften in Leipzig

Nach ersten Angaben fuhr der mutmaßliche Täter aus Richtung Augustusplatz kommend über die Grimmaische Straße, eine Einkaufsstraße, bis zum Markt. Auf Bildern war ein graues Auto mit beschädigter Kühlerhaube und zersplitterter Windschutzscheibe vor einem Poller zu sehen.

Viele Kräfte von Polizei und Feuerwehr waren im Einsatz. "Die Rettungskräfte haben einen Massenanfall von Verletzten ausgerufen, die Polizei ist mit vielen Kräften im Einsatz", erklärte die Polizeibehörde.

"Ich bin in Gedanken bei den Opfern und ihren Familien"

"Wir haben noch nicht genau die Motivation, wir wissen noch nichts über den Täter", sagte Leipzigs Oberbürgermeister Jung. Ministerpräsident Kretschmer erklärte, die Tat mache "uns sprachlos", die Behörden würden aber "alles daransetzen, sie schnell und vollständig aufzuklären". In Gedanken sei er bei den Opfern und ihren Familien. "Den Verletzten wünsche ich Kraft und schnelle Genesung."

Die Leipziger Nikolaikirche, die sich in unmittelbarer Nähe zum Tatort befindet, war am Montag für Gebete und Gespräche geöffnet.

Mit Informationen von dpa, AFP und Reuters.

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